21. FEBRUAR 2026 – Samstag

Christian W. Mucha. Copyright: Mucha
OFFENER BRIEF AN DEN OPERN – DIREKTOR ( von Christian W.Mucha)
Sehr geehrter Herr Dr. Bogdan Roščić,
ich war über Ihr Verhalten und über Ihre Reaktionen auf sachlich vorgebrachte Kritik sehr verwundert. Ich verstehe nicht, warum Sie sich vor Ihren Kritikern im Labyrinth der Oper verstecken wollen, wenn Sie derer ansichtig werden. Würde mich ein zahlender Kunde (und ich habe in den letzten Jahren Hundertausende in Logen in der Staatsoper investiert) mit Kritik an meiner Firma konfrontieren, dann würde ich das prüfen. Darüber nachdenken. Verbesserungen überlegen. Und meinem Kunden respektvoll antworten.
Ihre larmoyante und übergriffige Reaktion auf jene Punkte, die ich öffentlich angekreidet habe, war völlig unangemessen. Unprofessionell. Und alles andere als kundenfreundlich. Aber vielleicht ist das der Unterschied zwischen Ihnen als Manager eines Subventionsbetriebes, der bis auf den Opernball Verluste macht, und mir als Privatunternehmer, der Gewinne deshalb macht, weil wir nie vergessen haben, dass wir ein Dienstleistungsunternehmen sind.
Auch Ihre Reaktion in einem Fernseh-Interview, wo Sie sich verwundert darüber zeigten, wie man sich auf dem Opernball amüsieren kann, und dass das überhaupt nicht Ihre Form der Unterhaltung ist, spricht Bände: Irgendwie ist das so, als ob ich schreiben würde, dass ich nicht verstehe, warum die Leute meinen Newsletter lesen. Weil das eh nur unnötige, überflüssige Zeitverschwendung wäre.
Um das überspitzt zu formulieren: Glauben Sie wirklich, dass sich irgendjemand von Ihren Gästen für Ihre persönliche Befindlichkeit interessiert?…
…Dazu kommt noch ein ganz wesentlicher Punkt: Die von mir geäußerte Kritik, dass die Staatsoper der Hort der Oper und des Balletts wäre und nicht von Musical, und dass Sie der Direktor der Staatsoper und nicht des Ronacher oder des Theater an der Wien sind, stammt gar nicht von mir. Sie kommt, Herr Roščić, aus Ihrem eigenen Haus. Von Menschen, die der Staatsoper verbunden sind. Die in Vereinen, die der Staatsoper nahestehen, seit Jahrzehnten engagiert sind. Und die mich nach Bekanntgabe des Programms kontaktiert haben. Und gebeten haben, deren Kritik öffentlich zu machen.
Und wissen Sie, warum? Weil diese Menschen Angst vor Ihnen haben. Angst davor, im eigenen Namen Kritik zu üben. Angst vor Repressalien. Angst vor Streichungen mühevoll ausverhandelter Kompromisse und Kooperationen mit Ihrem Haus. Angst vor Ihrer allumfassenden Macht, mit der Sie die Oper rigide führen.
In deren Namen habe ich meine konturierte Kritik geäußert. Weil ich – im Gegensatz zu denen – weder Tod noch Teufel fürchte. Und Sie schon gar nicht. Zitat Ende
Weiterlesen in den „Infos des Tages“
Soweit der Konter von Christian W. Mucha zur Beleidigung eines Kunden durch den Operndirektor. Ich habe schon unmittelbar nach Kenntnis der Roscic-Aussage geschrieben, dass dies eigentlich ein Fall für die Eigentümervertreter wäre! Hätte ein Mitarbeiter meiner Firma einen Kunden beleidigt, hätte ich den Firmenangehörigen an die Luft gesetzt! Wie dem auch sei, die Klagerufe des Opernpersonals landeten auch bei mir. Ich habe sie zu keinem Thema gemacht und die Leute gebeten, mich diesbezüglich nicht mehr zu kontaktieren. Ich möchte den Klagenden nicht schaden. Eines ist aber sicher: Beliebt ist der Dr. Roscic in seinem Haus nicht. Er ist ein „Cheferl“ (weil er ja selbst nur Angestellter und nicht Eigentümer der Staatsoper ist), den die Mitarbeiter fürchten. So etwas war (angeblich) noch nie da: Ein sogenannter Chef, der sämtliche Nischen und Gänge als Versteck kennt, weil er Leuten nicht begegnen will! Er könnte einem leid tun!
Zum Online-Merker wurden sämtliche Brücken abgebrochen, die wenigen Rezensenten, die noch an Vorstellungen der Wiener Staatsoper interessiert sind, kaufen sich die Karten selbst, Bildmaterial der Staatsoper dürfen wir nicht mehr verwenden. von Infos sind wir abgeschnitten!
Dass wir in diesen Kritiken keine persönlichen Abrechnungen machen, mag den Staatsoperndirektor beschämen, ich möchte mich nicht auf eine Stufe mit ihm stellen. Herr Mucha hat das Wesentliche geschrieben. Ob die beiden Herren zu einem Konsens finden weiß ich nicht, zuzutrauen wäre es dem Herrn Direktor schon. Denn eines ist klar: Herrn Mucha zum Feind zu haben, ist ungesund. Was sagte doch mein Vater immer zu mir? Ein einziger Feind kann schon einer zu viel sein – wenn er bereit ist, seine Feindschaft konsequent zu verfolgen!
Wien/Staatsoper: Diese „Ariadne“ wird nicht in Erinnerung bleiben
Die aktuelle Spielserie von Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper ist trotz beindrucksvoller Rollendebüts wenig inspiriert. Sven Eric Bechtolfs Inszenierung von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ ist – mit 14 Jahren auf dem Buckel – längst nicht mehr taufrisch. Vieles in dieser detailverliebten Inszenierung müsste aufgefrischt werden. Erst recht, wenn ein wenig homogenes, qualitativ unterschiedliches Sängerensemble antritt.
Wiener Staatsoper – Diese „Ariadne“ wird nicht in Erinnerung bleiben | krone.at
Wien/ Staatsoper: Ist das Kunst? Die Rückkehr von Luisa Miller an die Wiener Staatsoper
Nach 35 Jahren Pause zeigt die Wiener StaatsoperLuisa Miller aus 1849, also jenes Werk, das den Übergang von Giuseppe Verdis frühen „Galeerenjahren“ zu seiner reifen Schaffensphase markiert und über Stiffelio eine Brücke zur „trilogia popolare“ (Rigoletto, Iltrovatore und Latraviata) schlägt. Als Regisseur für diese Aufgabe engagierte man den russischen Künstler Philipp Grigorian, der dem Wiener Publikum jedoch keine Brücke zu diesem Werk gebaut hat. In der hier besprochenen zweiten Vorstellung, hat sich die Aufregung – bei der Premiere wurde der Regisseur gnadenlos ausgebuht – gelegt, und die Leistungen auf der Bühne und im Graben wurden auch mit reichlich Zwischenapplaus gewürdigt. Am Grundproblem ändert das jedoch nichts: Grigorian versenkt dieses Schlüsselwerk, das auf Friedrich Schillers bürgerlicher Tragödie Kabale und Liebe beruht, in unfreiwilliger Komik, und diese entsteht wiederum aus einer losen Abfolge bunter Bilder, vor denen das Sängerpersonal oft an der Rampe singt.
bachtrack.com.de.luisamiller
Wie Anna Netrebko den Fasching an der Wiener Staatsoper verlängerte
Der Sopran-Star bescherte seinen Fans einen Feelgood-Abend mit Opernhits und emotionssatten Liedern. Einige Tiefpunkte waren allerdings zu beklagen
DerStandard.at.story.feelgoodabend
Salzburger Landestheater: Vor der Premiere „Eugen Onegin“

Foto: Salzburger Landestheater
Onegin und Tatjana lieben einander – doch nie zur richtigen Zeit. Das schicksalhafte Spiel aus Nähe und Distanz kommt mit Tschaikowskis „Eugen Onegin“ in der Inszenierung von Alexandra Liedtke ab 28. Februar auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Pjotr Iljitsch Tschaikowski begann 1877 die Arbeit an „Eugen Onegin“ nach dem Versroman von Alexander Puschkin. Die tief bewegende Oper verbindet russische Volksmelodien mit europäischen Traditionen und feierte am 23. Januar 1881 im Bolschoi-Theater ihre triumphale Uraufführung.
Regisseurin Alexandra Liedtke widmet sich mit ihrem eingespielten Team, dem Bühnenbildner Philip Rubner und der Kostümbildnerin Su Bühler, diesem großen Werk der russischen Opernwelt. Die Inszenierung erforscht die komplexen psychologischen Vorgänge in Tschaikowskis Werk und erschafft eine helle, transparente Welt, in der die Gesellschaft jeden Moment beobachtet, zugleich aber die Verletzlichkeit der Figuren sichtbar wird.
Die Titelpartie des Onegin übernimmt der britische Bariton George Humphreys, Tatjana wird von der armenisch-amerikanischen Sopranistin Tatev Baroyan verkörpert. Baroyan debütierte 2024/25 an der Metropolitan Opera in der Met-Premiere von „Ainadamar“ und gab ihr Europadebüt am Salzburger Landestheater, wo sie die Rolle der Iolante in einer außergewöhnlichen Kombination aus Tschaikowskis „Iolante“ und „Der Nussknacker“ kreierte – gestaltet als Opern-Ballett-Fantasie.
Für die musikalische Leitung zeichnet Musikdirektor Leslie Suganandarajah, ergänzt durch eine tänzerische Gegenwelt von Choreograf Louis Stiens, verantwortlich.
Premiere: 28. Februar 2026, 19.00 Uhr
Ort: Salzburger Landestheater
Salzburg: Künstler und Freunde setzen sich für Hinterhäuser in Salzburg ein
Ein „Memorandum“ mit rund 60 Unterzeichnern verweist auf die Erfolge des Intendanten und stärkt ihm in der Krise um den Schauspiel-Posten den Rücken
DerStandard.at.kuenstlerundfreunde
Armin Petras wird neuer Intendant am Theater Bremen
Es gab mehr als 50 Bewerbungen, nun steht fest, wer die Leitung am Theater Bremen übernimmt. Es ist ein Mann mit viel Erfahrung – auch in Bremen. Neuer Intendant am Theater Bremen wird der Regisseur und Autor Armin Petras. Das gab Bürgermeister und Kultursenator Andreas Bovenschulte (SPD) bekannt. Demnach übernimmt Petras sein neues Amt zur Spielzeit 2027/2028. Er bringt viel Erfahrung mit – etwa aus Intendanzen am Maxim Gorki Theater in Berlin und am Schauspiel im Staatstheater Stuttgart.
NeueMusikzeitung.de.arminpetras
Mallorca: Konzertkritik: Palma traut sich was – der „Fliegende Holländer“ im Teatre Principal
Konnte das gutgehen? Wagner in einem vergleichsweise kleinen Theater, mit begrenzten technischen Möglichkeiten, einem eher kleinen Fundus und einer Akustik, die in ihrer Trockenheit eher für Sprechtheater geeignet ist als für große Oper, mit einem Orchester, das gerade mal halb so groß ist wie ein ausgewachsenes Wagner-Orchester? Mit dieser bangen Frage im Hinterkopf betrat so mancher am vergangenen Mittwoch den Zuschauerraum des Teatre Principal. Aber die anfängliche Skepsis wich im Verlauf der ohne Pause durchgespielten Aufführung der sieghaften Gewissheit: ja, Palma kann Wagner!
mallorcamagazin.com.hollaender
Michael Haefliger wird Artistic Advisor der Kusatsu International Summer Music Academy & Festival in Japan

Michael Haefliger © Marco Borggreve
Die Kusatsu International Summer Music Academy & Festival beruft Michael Haefliger zum Artistic Advisor. Der langjährige Intendant des Lucerne Festival prägte über mehr als zweieinhalb Jahrzehnte eines der international renommiertesten Festivals für klassische Musik und steht für künstlerische, strategische Weitsicht und internationale Vernetzung. Mit dem von ihm entwickelten und konzipierten „Three Mountains Project“ bringt Haefliger seine eigene programmatische Vision in die zukünftige Ausrichtung des Festivals ein: Die Standorte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa sollen als klar profilierte kulturelle Achse neu gedacht und strategisch miteinander verbunden werden. Das Projekt bildet das Herzstück der Neuausrichtung im Vorfeld des 50-jährigen Jubiläums 2030.
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
WIEN/ Mozart-Gedenkstätte auf dem St-Marxer Friedhof
Unglaublich schön als erster heute Morgen an der Mozart Gedenkstätte/Grab in Wien St. Marx!!! Dr. Ingobert Waltenberger

Weitere Fotos aus dem verschneiten Wien in den Infos des Tages
Österreich: Entscheidung gefallen: Cosmó startet für Österreich beim Song Contest! Mit Lied für Mama
Cosmó vertritt Österreich im Mai beim 70. Eurovision Song Contest in Wien! Er war mit 19 Jahren der jüngste Kandidat und ging mit seinem Song „Tanzschein“ mit der letzten Startnummer ins Rennen! „Ich habe den Song eigentlich für meine Mama geschrieben. Ich möchte für die Mama antreten“, erklärte er nach seinem Sieg.
https://www.krone.at/4050369
„Tanzschein“: Cosmó singt für Österreich im Song-Contest-Finale
Österreichs große ESC-Auswahlshow „Vienna Calling“ ist gelaufen. Der Liveticker zum Nachlesen. „Ich hab‘ den Song eigentlich für meine Mama geschrieben“, sagte er nach seinem Sieg. „Weil sie gesagt hat, sie möchte mehr tanzen.“ Im Mai möchte er nicht nur die Mama zum Tanzen bringen, sondern „euch alle“, sagt er.
Kurier.at.songcontest
WIEN / Volkstheater:
LIV, LOVE, LAUGH STRÖMQUIST
EIN LIFE COACHING AUF LEBEN UND TOD

Fotos: Marcella Ruiz Cruz
von Liv Strömquist & Ada Berger
Deutschsprachige Erstaufführung
Premiere: 20. Februar 2026
Zeitgeist-Wahnsinn
Mit einem Titel wie „Liv, Love, Laugh Strömquist“ vermag man a priori nichts anzufangen, und wenn man Pech hat, verbleibt das den ganzen Abend so, den das Volkstheater zur deutschsprachigen Erstaufführung bringt. Die schwedische Theatermacherin Liv Strömquist (Jahrgang 1978), ursprünglich als Schöpferin von Graphic Novels bekannt geworden, begibt sich hier auf die Spuren des ganz normalen Wahnsinns unserer Welt.
Das 21. Jahrhundert brachte die Wende, mit ihm die Sozialen Medien, die viele Menschen geradezu aufsaugten. Auf einmal bekam jeder Hohlkopf eine Stimme, die womöglich um die ganze Welt gehen kann. Der kollektive Veitstanz um das eigene Ich begann – man wollte so berühmt werden wie Influencer, so reich wie Filmstars, so berühmt wie „Grammy“-Gewinner, und überall im Netz stürzen einem die Ratschläge zur Selt-Optimierung entgegen, die blind befolgt werden. Mental Coaching, Self Help, Self Care nehmen gegen gute Bezahlung die Menschen mit und berauben sie ihres eigenen Verstandes (so sie je einen hatten).
Das zeigt das Stück, das keines ist, sondern eine Kabarett-Revue, durchaus teils komisch, sicherlich auch kritisch-satirisch gemeint, aber im Grunde ist es so grottendumm, was man da sieht, dass man nur verzweifeln kann. Man betet sich Mantras der eigenen Stärke und Schönheit vor, beobachtet sich und seine Aktionen (von der Ernährung bis zu den Träumen) minutiös, folgt einem schwachsinnigen Regelwerk, das einem irgendjemand einredet. Marionetten, die zurück schrecken, wenn irgendjemand die Tatsache in den Raum stellt, dass man schließlich eines Tages sterben müsse…
…Ein Abend wie dieser überzeugt wieder einmal von der Meinung, so man sie ohnedies schon hegt, die Welt sei definitiv verrückt geworden. Zu dieser Erkenntnis ist übrigens auch schon die Autorin gekommen, wenn sie meint, die Menschen begriffen langsam, „dass sie eigentlich idiotischen Content konsumieren und auf diesen Plattformen ihre Zeit verschwenden.“ Möge dieser Theaterabend solch kritische Einsicht in manchen „betroffenen“ Köpfen in Gang setzen… Sieh hin, erkenne Dich selbst? Das wäre am Ende gar „moralisches Theater“!
Zum Premierenbericht von Renate Wagner
WIEN / Theater der Jugend im Renaissancetheater:
KÖNIG GILGAMESCH
DAS GRÖßTE ABENTEUER DER WELT
Auch Könige müssen sterben
Fotos: Rita Newman/TDJ / Sophie Menegaldo/TDJ
WIEN / Theater der Jugend im Renaissancetheater: KÖNIG GILGAMESCH
DAS GRÖßTE ABENTEUER DER WELT
von Michael Schachermaier
Uraufführung
Premiere: 20.Februar 2026
Auch Könige müssen sterben
Wie bringt man ein Epos, das an die viertausend Jahre alt ist, auf die Bühne – zumal als deklariertes „Kinderstück“? Regisseur Michael Schachermaier hat als Autor vielfach seine glückliche Hand für Literaturbearbeitungen unter Beweis gestellt, und es gelingt ihm wieder, für etwas, das gewissermaßen historisches Wissen ist, größtmögliche Bühnenlebendigkeit herzustellen.
Denkt man an unsere schrumpfenden Schulpläne, werden Assyrer und Babylonier in der Geschichte, wird „Gilgamesch“ im Literaturunterricht vielleicht nicht mehr vorkommen. Was der Welt auf elf Tontafeln in Keilschrift hinterlassen wurde, ist dabei nicht nur ein bemerkenswertes historisches Zeugnis (in dem auch die biblische Sintflut vorkommt!), sondern eine klassische Geschichte von Erkenntnis und Läuterung – wie es moralische Erzählungen nun einmal in sich haben…
Zum Uraufführungsbericht von Renate Wagner
Sprechtheater
Berlin/Schaubühne
Spielabbruch an Berliner Schaubühne: Lars Eidinger verletzt Zuschauerin versehentlich mit Degen
Zwischenfall während Shakespeare-Aufführung: Am Donnerstag ist eine Zuschauerin in der Schaubühne von Schauspieler Lars Eidinger verletzt worden. n der betreffenden Szene kämpft Richard mit einem Degen allein gegen seine Dämonen. Wie es von der Schaubühne heißt, rutsche Eidinger dabei der Degen aus der Hand. „Der Griff traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf“, teilte die Schaubühne auf Anfrage mit. „Lars Eidinger hat daraufhin sofort die Vorstellung unterbrochen.“
Tagesspiegel.de.spielabbruch
Wien/ Rabenhof-Theater
Rabenhof: Ernst Moldens Döblinger Zündlerei hat Kultpotenzial (Bezahlartikel)
Hausherr Thomas Gratzer brachte das Singspiel „Döbling Burning“ zur Uraufführung. Der Jubel war groß, sehr zurecht
Kurier.at.rabenhof.burning
Flensburg: Was ist Kunst?
Drei Ausstellungen in der Galerie O-39 und keine Antwort
Was ist Kunst? Ich stelle diese Frage nicht nur, wenn ich meine Bilder betrachte. Ich stelle sie mir jedes Mal, wenn ich eine Ausstellung vorbereite, einen Text schreibe oder jemanden dazu einlade, einen Moment lang innezuhalten.
Ist Kunst das große Pathos, der Marktwert, das Auktionshaus? Oder beginnt sie dort, wo jemand ohne Auftrag, ohne Honorar und ohne Garantie auf Resonanz eine Arbeit in die Welt setzt – und hofft, dass sie gesehen wird?
Meine bisherigen drei Ausstellungen in der Galerie O-39 von Torsten Schütt am Ochsenmarkt in Flensburg waren, glaube ich, genau so eine Versuchsanordnung: ein Spiel mit Bildern, mit Texten, mit Mythos und mit der Frage, wie Öffentlichkeit entsteht.
Montenegro – Sehen und Verweilen

„Montenegro“ war die Ausstellung, mit der alles begann. Auf den ersten Blick: Landschaften, Städte, Meer, Licht. Keine grelle Provokation, keine Ironie. Nur genaue Beobachtung und wenig Bildbearbeitung. Ich wollte dieses Land zeigen, so wie ich es selbst sehe: nicht als touristische Postkarte, sondern in Momenten der Ruhe, der Schönheit, der Aufmerksamkeit. Der Charme des Unvollkommenen spielte dabei eine große Rolle…
Zum Bericht von Marc Rohde
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Die Italiener haben eine merkwürdige Vorliebe für Unglücksfälle und Verbrechen: In Italien liegen Justiz und Politik im Dauerclinch. Im März wird über eine grosse Reform des Justizwesens abgestimmt. Der Autor Gianrico Carofiglio hat dazu eine dezidierte Meinung. Er zählt zu den Grossen im italienischen Literaturbetrieb – und war früher selbst Staatsanwalt, Richter und Mafiajäger.
Jetzt lesen
Eine Militärbasis für den Angriff auf Iran? London ziert sich, den USA die Nutzung britischer Stützpunkte zu erlauben: Laut Medienberichten hat Grossbritannien den USA bis anhin nicht erlaubt, die Militärbasis Diego Garcia im indischen Ozean für mögliche Angriffe auf Iran zu nutzen. Nun stellt sich Donald Trump vehement gegen die Rückgabe der strategisch wichtigen Inseln an Mauritius.
Jetzt lesen
Hausverbot für «Lady Gaza»? Der Fall von Lyon hat Folgen für Frankreichs linke Ikone Rima Hassan: Rima Hassan ist die Anheizerin der radikalen Linken in Frankreich. Wo immer sie auftaucht, schlagen die Flammen hoch. Seit dem Tod eines nationalistischen Studenten in Lyon will die Regierung sie vorsorglich von den Hochschulen fernhalten.
Jetzt lesen
Trump dreht Kuba den Ölhahn zu. Aber für einen Regime-Change wird es nicht reichen: Das amerikanische Ölembargo trifft Kuba an der Achillesferse und stürzt das Land in eine dramatische Versorgungskrise. Seit Wochen gibt es kaum noch Treibstoff, und Stromausfälle gehören zum Alltag. Kuba steht vor dem Kollaps. Was ist Trumps Kalkül, und warum schweigen die einstigen Verbündeten?
Jetzt lesen
Etliche Milliarden Dollar für Gaza, dazu eine internationale Sicherheitstruppe: Beim ersten Treffen des Board of Peace macht Donald Trump luftige Versprechen: Der amerikanische Präsident verliert sich in einer ausufernden Rede. Zu einem möglichen Angriff auf Iran gibt er ein Zeitfenster.
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Schröders Glaube und Merkels Irrtum: Die deutsche Russlandpolitik hat jahrelang versagt, aber das war nicht nur ein Fehler der Politik: Die Journalisten Katja Gloger und Georg Mascolo zeichnen die deutsche Politik gegenüber Russland minuziös nach. Auf der Grundlage von Akten, die noch gar nicht offiziell zugänglich sind.
Jetzt lesen
Zitat Ende „NNeue Zürcher Zeitung
Politik: Friedrich Merz und Giorgia Meloni: Manche nennen sie schon „Merzoni“
Das deutsch-französische Verhältnis schwächelt und der Bundeskanzler sucht neue Partner in Europa. Seine Wahl: Giorgia Meloni. Aber wie tragfähig ist diese Verbindung?
Die Zeit.de.politik
GB
„Größte Besorgnis“: Andrew-Festnahme: Jetzt spricht König Charles
Der König hat sich zur Festnahme seines Bruders zu Wort gemeldet. Andrew Mountbatten-Windsor, der wegen seiner Verwicklung in den Fall Epstein bereits den Prinzen-Titel abgeben musste, war durch die jüngste Veröffentlichung neuer Akten zu dem weltumspannenden Skandal noch stärker unter Druck geraten. Neben der Festnahme des 66-Jährigen, der am Donnerstag auch Geburtstag hat, gab die Polizei am Donnerstag auch die Durchsuchung von zwei Grundstücken in England bekannt.
oe24.at.andrew.verhaftet
Ramadan: Wenn Kinder fasten, weil Allah das will
Es ist schon lange her, dass ich zurechtgewiesen wurde, weil ich nicht richtig gefastet habe. Meine Oma hatte mich nämlich in der Karwoche beim Naschen erwischt: „Schokolade gibt es erst am Ostersonntag, sonst wird unser Herrgott böse!“ Diese Woche wurde ich tatsächlich wieder „ermahnt“ – von Schülern, denn am Aschermittwoch hat auch der Ramadan begonnen. Dass er dieses Jahr mit der christlichen Fastenzeit zusammenfällt, war der Mehrheit nicht bekannt. Also versuchte ich, möglichst kindgerecht zu erklären: „Eure Eltern essen und trinken nichts, bis die Sonne untergeht. Meine Oma hat kein Fleisch und nur zu Mittag gegessen.“
https://www.krone.at/4052548
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

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