
Streik an Mailänder Scala: „Faust“-Aufführung abgesagt
Wegen eines Streiks der Beschäftigten der Mailänder Scala ist die für gestern Abend geplante Aufführung der Oper „Faust“ von Charles Gounod abgesagt worden.„Aufgrund des von den Beschäftigten des Theaters ausgerufenen Streiks sind die Voraussetzungen für die heutige Aufführung nicht gegeben“, teilte die Theaterstiftung mit.
Die nächste Vorstellung ist für Samstag angesetzt. Bereits gekaufte Eintrittskarten werden rückerstattet.
Hintergrund des Streiks ist ein Konflikt um den neuen Vertrag. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 15 Prozent mehr Bruttojahresgehalt sowie Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Als erste Protestmaßnahme sollen keine Überstunden mehr geleistet werden.
Wien/ Staatsopern-„Nest“: Anne Frank im NEST lehrt uns positives Denken
Schon unter der Direktion von Claus Helmut Drese (1986 – 1991) gab es Opernaufführungen im Künstlerhaus. Wir erinnern uns an zeitgenössische Kammeropern mit kleiner Orchesterbesetzung. Bleibenden Eindruck gewann Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ unter dem Dirigat des Komponisten. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić erschuf den Phönix aus der Asche. NEST ist die Abkürzung für Neue Staatsoper und gleichzeitig ein Wortspiel für ein Zuhause mit Blick auf ein junges Publikum und neue Theaterformen.
Lothar und Sylvia Schweitzer
Klassik-begeistert
MUSIKVEREIN GRAZ: HEUTE UMBESETZUNG LIEDERABEND: Anstelle von Klaus Florian Vogt übernimmt Andrè Schuen den Abend.
wir dürfen Sie auf unseren kommenden Liederabend am 22.10.2026 hinweisen. Es gibt eine Umbesetzung: Anstelle von Klaus Florian Vogt übernimmt Andrè Schuen den Abend.
- Veranstalter: Musikverein Graz
- Was: Andrè Schuen, Jobst Schneiderat
- Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2026, Beginn/Dauer: 19.30 – ca. 20.50
- Wo: Musikverein Graz, Stefaniensaal, Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
- Tickets: Musikverein Graz, tickets@musikverein-graz.at, +43-316-822455
- Rubrik: Liederabend
- Programm:
Franz Schubert, Winterreise, D 911
Information zum Konzert:
Aus gesundheitlichen Gründen muss Klaus Florian Vogt dieses Konzert leider absagen.
Wir danken Andrè Schuen für seine Bereitschaft, den Abend – und das ursprüngliche geplante Programm – zu übernehmen. Bariton Andrè Schuen, heute auf den Opern-, Konzert- und Liedbühnen weltweit gefragt, verbrachte die ersten Jahre seine Karriere als Ensemblemitglied an der Oper Graz. In Graz ist er regelmäßig im Musikverein Graz zu Gast.
Volksoper 21.10.2026: Die Fledermaus
Unser voller Ernst

Gerhard Ernst. Foto: Volksoper
Was sind 641 Vorstellungen Fledermaus gegen das Jubiläum für Gerhard Ernst? Es spricht doch sehr dafür, dass der Slogan von der Volksopernfamilie keine leere Phrase ist, wenn man ihm erlaubt, seine 1000ste Vorstellung an der Volksoper noch einmal als Frosch zu zelebrieren. 1000 Auftritte – kaum vorstellbar, auch wenn er als Mozartsängerknabe erstmals im Februar 1959 auf der Bühne stand. Gerhard Ernst ist als Frosch durch viele Jahre eine fixe Größe gewesen und bleibt dies auch 2026: mit Übersicht, Kraft und trockenem Humor ist er noch „voll da“ – unser voller Ernst eben.
Das Ehepaar Eisenstein hat in Gestalt von Annette Dasch und Daniel Schmutzhard nicht nur Bühnenerfahrung mit einer Ehe. Dasch ist eine grandiose Darstellerin, eine ungewöhnlich engagierte und witzige Rosalinde, stimmlich schon auf einige Tricks angewiesen. Schmutzhard ist jene Bariton-Version des Eisenstein, die Eberhard Wächter am nächsten kommt – kann es mehr Lob geben?
Timothy Fallon spielt als Alfred seinen tapsigen Charme aus und freut sich an der Gelegenheit, einige Tenorschmankerln einzustreuen, Annelie Sophie Müller ist eine der besten Mezzosopranistinnen in Wien, stellt den Orlowski allerdings nicht gar so sehr in den Mittelpunkt. Szymon Komasa kann man als Dr. Falke aushalten und Pablo Santa Cruz macht als Frank nichts falsch, kann aber sprachlich und komödiantisch mit Eisenstein oder Frosch kaum mithalten. Obwohl ein sehr exotischer Dr. Blind, fügt sich Seiyong Kim schon sehr organisch in das Ensemble…
Zum Bericht von Robert Fucik
Berlin: Christian Thielemann und die Staatskapelle: Berlin ist lange schon eine Richard-Strauss-Stadt!
Die „Vier letzten Lieder“ mit Diana Damrau, dazu die „Alpensinfonie“: Einmal mehr verbeugten sich Christian Thielemann und sein Orchester auf fulminante Weise vor Richard Strauss.
Von Kirsten Liese
Tagesspiegel.de.thielemann
Wagners „Tannhäuser“ in Marburg/ Drau – Musikalisch überraschend solide – szenisch leider Stückwerk

Foto: SND Maribor
Das Slowenische Nationaltheater in Marburg hat sich mit Richard Wagners Tannhäuser an ein monumentales Werk des Musiktheaters gewagt, dies in Kooperation unter anderem mit dem Opernhaus Agram.
Erstmalig in Marburg, die slowenische Erstaufführung fand schon im Feber 1945 statt.
Während der Abend im Graben und auf der Bühne musikalisch überzeugte, hinterließ die szenische Umsetzung von Regisseur Frank Van Laecke gravierende Fragezeichen, dies lag vor allem an einer unklaren Personenführung und einer unklaren Dramaturgie…
Zum Bericht von Rudolf Smolej
Bühne Baden bei Wien: DAS VEILCHEN VOM MONTMARTRE Heut Nacht hab‘ ich geträumt von dir (1. November)

Mariella Hofbauer © Lalo Jodlbauer/YAY Creative
Allen Grund zur Freude haben Operettenbegeisterte, wenn ab 1. November Emmerich Kálmáns hinreißendes Spätwerk DAS VEILCHEN VOM MONTMARTRE an der Bühne Baden auf dem Programm steht – ein Stück zwischen Nostalgie und Aufbruch, zugleich aber auch auch ein liebevolles Porträt der Pariser Bohème: beschwingt, melancholisch, voller Witz und Gefühl. Zwischen Walzer, Foxtrott und Chanson entfaltet sich eine Welt, die das Leben feiert – mit all seinen Höhen, Tiefen und Hoffnungen.
Mariella Hofbauer verkörpert Violetta, ein junges Mädchen mit einem großen Herzen und noch größerem Talent. Sie arbeitet als Haushaltshilfe in der Künstlerszene von Montmartre – bis das Leben selbst sie auf die Bühne führt. Aus der schlichten Dienstbotin wird eine gefeierte Schauspielerin, eine Frau, die um ihre Liebe kämpft und sich selbst behauptet. Der Evergreen „Heut Nacht hab’ ich geträumt von dir“ wurde zum Sinnbild dieser Sehnsucht nach Liebe und Glück, die über alle gesellschaftlichen Grenzen hinausführt. In der speziellen Bearbeitung für die Bühne Baden wird Kálmáns Operette in einer intimen, neu gedachten Fassung im Max-Reinhardt-Foyer gezeigt – ganz nah am Publikum, charmant, verspielt und mit einem besonderen Blick auf die Figuren und ihre Träume.
In weiteren Rollen sind Ivana Zdravkova als Ninon sowie Michael Duregger, Christoph Gerhardus, Jens Emmert, Branimir Agovi und Beppo Binder zu sehen.
Regie führt Cornelia Ertl, die in ihrer Inszenierung besonderen Wert auf die beiden Frauenfiguren legt. Das zeitlose Bühnenbild stammt von Gerhard Nemec, die an die 1920er angelehnten Kostüme von Roland Papst. Für die Choreografie zeichnet Ramesh Nair verantwortlich, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ioannis Poulakis.
Premiere ist am 1. November 2026 um 19.30 Uhr im Max-Reinhardt-Foyer des Stadttheaters
Weitere Vorstellungstermine: 3., 7., 14., 17., 22., 25. & 29. November 2026
KONZERTHAUS WIEN: MOZARTS SAKRALE MEISTERWERKE

Copyright: Wiener Konzerthaus
Mozarts Requiem
Zwei große Werke der Wiener Klassik, herausragende Sänger:innen und ein international renommierter Dirigent: Die Wiener Symphoniker und die Wiener Singakademie gestalten unter der Leitung von Ton Koopman zwei besondere Konzerte im Wiener Konzerthaus.
Unmittelbar nach Allerheiligen erklingen Joseph Haydns Symphonie D-Dur »Salomon« und Wolfgang Amadeus Mozarts unvollendetes Requiem d-moll. Das Werk beeindruckt bis heute durch seine anrührende Dramatik, aber auch durch seine kontrapunktische Meisterschaft. Vielversprechend ist die hochkarätige Solist:innenbesetzung mit Julia Lezhneva, Maarten Engeltjes, Julian Prégardien und Krešimir Stražanac.
Wiener Symphoniker · Wiener Singakademie · Koopman
Mo, 02/11/26, 19.30 Uhr, Großer Saal
→ Karten
Di, 03/11/26, 19.30 Uhr, Großer Saal
→ Karten
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Mozarts Große Messe c-moll
Mit seiner unvollendet gebliebenen Großen Messe c-moll schuf Mozart ein bedeutendes Werk zwischen Wiener Klassik und barocker Kontrapunktik. Im Wiener Konzerthaus interpretieren das Originalklangensemble Pygmalion unter Raphaël Pichon die Messe gemeinsam mit Sabine Devieilhe, Xenia Puskarz Thomas, Kieran Carrel und Christian Immler. Ergänzt wird das Programm durch Chorwerke romantischer Komponisten, die sich ebenfalls mit Kompositionstechniken des Barock auseinandergesetzt haben: Anton Bruckner, Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy. Eine ausgereifte Zusammenstellung, für die Ensembleleiter Raphaël Pichon bekannt ist!
Pygmalion / Pichon
Fr, 06/11/26, 19.30 Uhr, Großer Saal
→ Karten
Musik von Komponistinnen beim Atalanta-Festival „Wie weit muss man gehen, um sich Künstlerin nennen zu dürfen?“ (Bezahlartikel)
Komponierende Frauen gab es schon immer. Trotzdem sind die allermeisten Komponistinnen unbekannt. Das Atalanta-Festival in Berlin will das ändern. Beim nächsten Mal, sagt Fidan Aghayeva-Edler, wird sie wesentlich weniger selbst auftreten, „vielleicht gar nicht“. Eigentlich ist sie ja Pianistin, und eine ausgezeichnete dazu
Tagesspiegel.de.musik.kultur
Wien/ Musiktheater an der Wien: Richard Wagners Seefahrer-Oper begeistert auf Weltklasseniveau!
Wenn Sie auf der Kärntner Straße stadtauswärts unterwegs in Richtung Wiener Staatsoper sind, dann gehen Sie die paar Hundert Meter weiter zum MusikTheater an der Wien. Da erwartet Sie eine selten so grandiose Aufführung des „Fliegenden Holländers“– leider ist da nur noch bis zum 30. Oktober 2026 Zeit!
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Stuttgart
Staatsoper Stuttgart: „Die schlaue Füchsin“, Leoš Janáček
In der Staatsoper Stuttgart ist mit großem Erfolg Leos Janacecs Oper Die schlaue Füchsin wiederaufgenommen worden. (…) Regisseur Stephan Kimmig, Bühnenbildnerin Katja Haß und die für die Kostüme verantwortliche Anja Rabes haben den originalen Titel aus dramaturgischen Gründen geändert.
Von Ludwig Steinbach
DerOpernfreund.de.fuechsin
Wird um 9 h fortgesetzt (privater Termin )















