16. DEZEMBER 2025 – Dienstag

WIEN / Staatsoper:
LA BOHÉME von Giacomo Puccini
469. Aufführung in dieser Inszenierung
15. Dezember 2025
Unterm Holender hätt’s das nicht gegeben…
Unterm Holender hätt’s das nicht gegeben. Der verstand nämlich etwas von Stimmen. Und der hat richtig besetzt. Und wenn nicht… na, dann nicht, weil er es nicht besser wusste, sondern aus direktorialer Berechnung. Selbstverständlich hätte er Juan Diego Florez seinen ersten Rodolfo in der „Bohème“ singen lassen, auch wenn er genau gewusst hätte, dass dessen Stimme sich für Puccini nicht wirklich eignet. Aber der Mann ist erstens ein Weltstar, zweitens ein deklarierter Wiener Publikumsliebling und füllt drittens auf jeden Fall das Haus.
Sicherlich hätte Holender jedoch die Mimi, einen lyrischen Sopran, und die Musetta, eine Soubrette, nicht mit zwei dramatischen Stimmen besetzt, die den Charakter ihrer Rollen verändern. Und er hätte dem tenoralen Helden auch keine Partnerin zur Seite gestellt, deren Stimme hörbar größer ist als seine und die ihn immer wieder ziemlich gnadenlos in Grund und Boden gesungen hat…
„La Boheme“ also, im Dezember 2025 viermal zu den zweithöchsten Preisen des Hauses angesetzt, die erste Vorstellung davon war immerhin die 469. Aufführung der Zeffirelli-Produktion, Es werden Wetten angenommen, ob diese Inszenierung, diese Legende, die Ära Roscic übersteht…
..j.a, der Vergleich. Er macht uns sicher, sagt die Werbung, und er macht auch in der Oper sicher. Das betrifft natürlich prozentuell nur einen Bruchteil der Besucher, jene, die unerschütterlich seit Jahrzehnten in die Oper gehen und die meisten Interpreten gehört haben, die gut und teuer waren. Karajan und Kleiber gibt es nicht mehr, ebenso wenig wie Freni und Pavarotti. Aber deshalb dürfen jene, die dennoch immer wieder kommen, doch irgendwann ein wenig Opernwunder erwarten? Zumal von einem Haus wie der Wiener Staatsoper…
Zum Bericht von Dr.Renate Wagner
Staatsoper Wien 14.12.2025 ELEKTRA
Zwei Brünnhilden und eine Königstochter

In Mykene nichts Neues – und das ist gut so: Die Atriden-Meuchelei wird in einer weiteren Aufführungsserie in der bereits 36 Jahre alten zeitlos-zeitgemäßen Inszenierung von Harry Kupfer im imposanten Bühnenbild von Hans Schavernoch und den beeindruckenden Kostümen von Reinhard Heinrich – dies alles kann man getrost als Glücksgriff bezeichnen – an der Wiener Staatsoper präsentiert.
Alexander Soddy, ebenso ein Glücksgriff und mittlerweile häufiger Gast an vielen großen Bühnen der Welt – so arbeitet er unter anderem am neuen Ring-Zyklus an der Mailänder Scala –, führt das Wiener Staatsopernorchester gekonnt mit großem Bogen ebenso wie unter detailliert gezeichneter Ausgestaltung der musikalischen Subtilitäten (besonders in der Erkennungsszene Elektra – Orest) durch alle Fallstricke der Partitur über das große griechische Drama.
Besonders spannend und ungewohnt die Besetzung der drei zentralen Damenrollen der Hofmannsthal-Strauss’schen Tragödie in ihrer Kombination: Rollendebütantin Nina Stemme als Klytämnestra und Publikumsliebling Camilla Nylund als Chrysothemis waren bzw sind als weitgereiste Brünnhilden unterwegs, während sich Aušrinė Stundytė als Elektra im Vergleich dazu eher lyrisch ausmacht. Dies führt im Gesamtkonzept zu einer selten gehörten Dynamik…
Zum Bericht von Sabine Längle
Wien/Staatsoper
„Elektra“ an der Staatsoper als tödliche Familienaufstellung
Richard Strauss‘ düstere Oper erlebt bei Wiederaufnahme respektable vokale Manifestationen. Nun ist es auch schon ein Weilchen her, dass die kohlschwarze Elektra-Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg (aus der Direktionszeit von Dominique Meyer) von der aktuellen Direktion – per historische Rolle rückwärts – durch Harry Kupfers Version aus 1989 ersetzt wurde. Düster ist auch Kupfers Lesart; Elektra wartet unter einem geköpften schwarzen Monument ihres Vaters Agamemnon todessehnsüchtig auf Bruder Orest.
https://DerStandard.at.story.familienaustellung
Staatsoper: In dieser „Elektra“ dominiert die Frau Mama (Bezahlartikel)
Nina Stemme gibt erstmals in Richard Strauss‘ „Elektra“ die Klytämnestra – und beweist mehr Power als ihre Bühnentochter.
https://www.diepresse.com/20405887/staatsoper-in-dieser-elektra-dominiert-die-frau-mama
HEUTE „FIDELIO-PREMIERE AN DER WIENER STAATSOPER

ZUM VIDEO


Wir erwarten mit Spannung diese wichtige Premiere eines Werks, das relativ oft auf dem Spielplan zu finden ist und werden berichten!
Grazer bauten riesige Statue für Wiener Staatsoper (Bezahlartikel)
Fast acht Meter misst die Statue, die ab Dienstag auf der Bühne der Wiener Staatsoper im neuen „Fidelio“ zum Einsatz kommt. Produziert wurde sie von den Bühnenwerkstätten in Graz. Am Ende der Inszenierung wird eine fast acht Meter hohe „Leonoren“-Statue das Bühnenbild beherrschen, gebaut wurde diese in den Grazer Theaterwerkstätten „art + event“. Semmelmann, der in Graz an der Kunstuni studiert hat: „Damals habe ich als Assistent in der Oper oft mit den Werkstätten zu tun gehabt und früh erlebt, mit welcher Hingabe, Präzision und künstlerischen Intelligenz dort gearbeitet wird. Diese Menschen sind für mich keine Handwerker im klassischen Sinn, sondern echte Künstler, wunderbare Kollegen auf Augenhöhe.“ Der Plastiker Klaus Robida hat den Entwurf umgesetzt. Semmelmann: „Er hat ihn nicht nur umgesetzt, sondern maßgeblich weiterentwickelt.“
KleineZeitung.at.Kultur
WIEN / MusikTheater an der Wien:
ICH BIN VINCENT! UND ICH HABE KEINE ANGST von Gordon Kampe
Uraufführung 14. Dezember 2025

Foto: Herwig Prammer
Als Auftragswerk, basierend auf dem Libretto von Paula Fünfeck (auch bekannt als Irmelin Gödecke) und inspiriert vom gleichnamigen Roman der niederländischen Autorin für Kinderbücher, Theaterstücke und Lieder, Enne Koens (*1974), wurde diese Familienoper vom MusikTheater an der Wien präsentiert. Handlung: Vincent ist elf Jahre alt und er weiß alles über das Überleben in der Wildnis. Sein Lieblingsbuch ist das große Survival-Handbuch, er kennt es fast auswendig. Ums Überleben geht es für ihn als Einzelgänger auch täglich in der Schule, denn er gilt in der Schule als seltsam und nach Schulschluss lauern ihm jeden Tag Dilan und seine Freunde auf. Sie verprügeln ihn, schleifen ihn durch den Dreck, zerstören seine Habseligkeiten. ..
Zum Bericht von Dr. Harald Lacina
14.12.25 „Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst“, MusikTheater an der Wien, Uraufführung
Wie schon in den letzten Jahren hat das MusikTheater an der Wien im Dezember eine „Familienoper“ produziert. Dieses Mal gab es sogar eine Uraufführung: „Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst“.
„Weihnachtsgefühle“ dürfen sich die Besucher allerdings keine erwarten. Die von Gordon Kampe komponierte Oper hat Mobbing zum Inhalt. Besagter Vincent wird in der Schule von Mitschülern schikaniert – und der Weg vom Gemobbten bis zum selbstbewussten furchtlosen Kerl dauert auf der Drehbühne des Theaters an der Wien etwas mehr als eine pausenlose Stunde. Das Libretto von Paula Fünfeck basiert auf dem gleichnamigen Roman von Enne Koens. Es handelt sich um ein Auftragswerk des MusikTheaters an der Wien.

Foto: Herwig Prammer
Zum Bericht von Dominik Troger/ www.operinwien.at
Wien/ MusikTheater an der Wien
Oper gegen Mobbing: Klein Wozzeck & Lulu im Wald
Das Theater an der Wien versucht sich tüchtig an einer neuen Familienoper ab acht Jahren: Doch Gordon Kampes „Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst“ gelingt nur bedingt.
https://www.krone.at/3988149
So funktioniert Oper für junge Menschen: „Ich bin Vincent!“ im Theater an der Wien (Bezahlartikel)
Theater an der Wien. „Ich bin Vincent“ von Gordon Kampe: Eine denkwürdige Opernstunde.
Kurier.at.kultur.musik
Theater an der Wien: Vincent siegt – nur leider ohne Ohrwurm (Bezahlartikel)
Gordon Kampes neue Familienoper „Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst“ bietet emotional packende 70 Minuten für Leute ab acht Jahren. Die Musik ist effektvoll, bleibt aber distanziert.
DiePresse.com.vincentsiegt
BERLIN / Staatsoper Unter den Linden WOZZECK; 14.12.2025. Jubiläumsvorstellung zum 100. Geburtstag der Uraufführung

Foto: Stephan Rabold
„Dass wir jetzt auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung am selben Ort, in der Staatsoper Unter den Linden, mit einer neuen Vorstellungsserie einer szenisch eindrucksvollen Produktion in hervorragender Besetzung an die Öffentlichkeit treten, ist natürlich ein besonders schöner Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart dieses traditionsreichen Hauses.“ Christian Thielemann
Alban Berg sah Georg Büchners auf einem historischen Kriminalfall aus dem frühen 19. Jahrhundert beruhenden Wozzeck 1914 in den Wiener Kammerspielen. Er machte sich unmittelbar daran, eine Oper darüber zu planen und zu schreiben, indem er Szenen des Dramas auswählte, zusammengeführte und verkürzte. Den knappen Sprachduktus hingegen behielt Berg bei. Erst 1925 erfolgte der Druck, was ohne finanzielle Unterstützung der Widmungsträgerin Alma Mahler-Werfel nicht möglich gewesen wäre. Am 14. Dezember 1925 fand die Uraufführung dieser dreiaktigen Oper in 15 Szenen unter der Leitung von Erich Kleiber in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin statt…
Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger
Berlin/Staatsoper: Markerschütternde Dramatik
Wenn eine Wiederaufnahme zur grandiosen Premiere mutiert: Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung dirigiert Christian Thielemann den „Wozzeck“ – und triumphiert vollends.Als eines der bedeutendsten Musikdramen der Moderne hat Alban Bergs „Wozzeck“ seinen festen Platz in der Geschichte. Aber wann ist einem schon einmal derart bewusst geworden, dass dieses Werk trotz der atonalen Tonsprache, trotz Vorformen der von seinem Lehrer Arnold Schönberg begründeten Zwölftontechnik, in der Spätromantik wurzelt? Um das zu erleben, braucht es einen, der der Partitur so tief auf den Grund geht wie Christian Thielemann, der das Stück auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung am 14.12.1925 in der Berliner Staatsoper unter den Linden wieder ins Repertoire geholt hat.
Von Kirsten Liese
Concerti.de.wozzeck
Alban Bergs „Wozzeck“ feiert triumphal seinen 100. Geburtstag
Kaum zu glauben, dass dieses kühne, eine neue Opernästhetik begründende Werk schon vor hundert Jahren uraufgeführt wurde. Erich Kleiber leitete am 14. Dezember 1925 in Anwesenheit des Komponisten die Uraufführung Unter den Linden. Vom damaligen Opernhaus existiert freilich nach zweimaliger Zerstörung nur noch die äußere Hülle.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Die Klassik-Woche. ARD gibt sich die Mozart-Kugel – und andere Merkwürdigkeiten
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, Heute gibt sich die ARD die Mozartkugel, Kassel legt seine AIDA aufs Trockendock, wir nehmen die Klassik-PR-Maschinen unter die Lupe, und die gute Nachricht ist: Maria Kolesnikowa ist frei!
…Die Autorin der Süddeutschen Zeitung, Johanna Adorján, hat sich die Mozart/Mozart-Serie über Nannerl und Wolfgang der ARD angeschaut – und ganz tief in die Verriss-Kiste gegriffen. Man spürt beim Lesen, wie ihr das Zusehen wehgetan hat: »Die Serie zeigt in nahezu sensationellem Ausmaß total miserables Fernsehen.« Und: »Die ARD bringt das womöglich Schlechteste, was das deutsche Fernsehen jemals hervorgebracht hat.« Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Dass die ARD ihre Regionalsender gleichzeitig über diesen Mist hemmungslos jubeln lässt. So verspielt das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das wir doch gerade so dringend brauchen, sein journalistisch-kritisches Ansehen. Ich habe der ARD einen Brief dazu geschrieben.Weitere Briefe von „Brüggi“
https://backstageclassical.com/ard-gibt-sich-die-mozart-kugel-und-andere-merkwuerdigkeiten/
Heute Stream aus der Bayerischen Staatsoper: Benefizkonzert

staatsoper.tv – BMW Advents-Benefizkonzert
Wien/ „Konzerte im Achten“: DIE WINTERREISE – heute und am Donnerstag (jeweils 19,30 h). „Albert-Hall“, Albertgasse 35, 1080 Wien

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
Traditionsgemäß wird die “Winterreise” heute und am Donnerstag ohne Pause aufgeführt. Nach dem Konzert steht Ihnen unser Catering zur Verfügung und Sie sind herzlich eingeladen, sich bei einem Glas Wein mit den Künstlern zu unterhalten.
Beide Konzerte sind fast ausverkauft, Restkarten sind direkt an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen sind weiterhin unter +43 664 99293933 möglich.
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
Kooperation zwischen Zoo und Oper Frankfurt
Auf Aufforderung der Branddirektion mussten in der Oper Frankfurt in den vergangenen Tagen die beiden traditionell aufgestellten Weihnachtsbäume im Eingangsbereich und im Wolkenfoyer entfernt werden. Der Schritt erfolgte aus Sicherheitsgründen, um mögliche Brandrisiken auszuschließen.

Die Weihnachtsbäume zieren den Tigerkäfig im Frankfurter Zoo. Bildnachweis: Zoo Frankfurt
Dank einer schnellen und konstruktiven Zusammenarbeit mit Dr. Christina Geiger, Direktorin des Frankfurter Zoos, konnte die Oper eine sehr gute und nachhaltige Lösung finden: Die Weihnachtsbäume sind sofort zu den Tigern und Giraffen in den Zoo geliefert worden. Opernintendant Bernd Loebe und sein Team freuen sich, dass die Bäume damit nicht entsorgt werden müssen, sondern einen guten und sinnvollen Beitrag zur Tierbeschäftigung und Fütterung leisten können.
Ich hoffe, dass zumindest die Tierpfleger wissen, dass Tiger reine Fleischfresser sind! „Zum Fressen gerne“ werden sie den Christbaum wohl nicht haben!
Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“
Der Held von Bondi: Ahmed al-Ahmed stoppt einen Terroristen – und bezahlt beinahe mit seinem Leben. Als Schüsse über den Bondi Beach hallen, rennen Hunderte um ihr Leben. Doch der 43-jährige Familienvater Ahmed al-Ahmed bleibt am Tatort und ringt einen der beiden Schützen nieder.
Jetzt lesen
Vom erzkatholischen Pinochet-Bewunderer zum Präsidenten aller Chilenen: José Antonio Kast gewinnt die Stichwahl in Chile haushoch. Der deutschstämmige Kast wird ab März Chile regieren. Die linke Gegenkandidatin Jeannette Jara gewann in keinem Landesteil. Wer ist der nächste Präsident Chiles?
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«In meiner Heimat hat die Elite den Verstand verloren»: In Amerika ist die AfD für einmal der Ehrengast: An der Gala der New Yorker Jungrepublikaner wird der AfD-Aussenpolitiker Markus Frohnmaier geehrt. Er und die Veranstalter nutzen die Bühne für eine Breitseite gegen die deutsche Politik.
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«Jetzt sind wir die Mehrheit» – wie Giorgia Meloni und ihre Anhänger im Zentrum der italienischen Gesellschaft angekommen sind. Das Jugendfest Atreju von Giorgia Melonis Fratelli d’Italia wird immer grösser und hat sich zu einem Stelldichein der italienischen Politik entwickelt. Melonis Anhänger feiern dort Italien – und sich selbst.
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Der IS schlägt wieder zu: Nach Monaten der Ruhe tötet ein Attentäter zwei US-Soldaten in Syrien. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat in der Stadt Palmyra zwei amerikanische Soldaten erschossen. Donald Trump verurteilte die Attacke und droht mit Vergeltung.
Jetzt lesen
«Medienübeltäter der Woche»: Donald Trump stellt kritische Journalisten an den Pranger: Das Weisse Haus hat eine Website lanciert, auf der es Medien als Lügner vorführen will. Ist das bösartig oder konsequente Kommunikation? Man kann es vor allem als weiteren Einschüchterungsversuch von Trump verstehen.
Jetzt lesen
Roboterhunde als Kunst: Die Art Basel Miami Beach feiert das Comeback der digitalen Kunst: Der Ableger der Kunstmesse Art Basel in Florida sorgt mit einem neuen Sektor für Videos, Filme, Lichtinstallationen und NFTs vor allem bei jüngeren Besuchern für viel Interesse.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Semmering/NÖ
Semmering: Warten auf den Erlöser
Christian Zeller, das Südbahnhotel und der Golfplatz: Seit Jahren versprechen Politik und Wirtschaft die Wiederbelebung des mondänen Ortes. Doch bis heute herrscht Stillstand. Anfang Dezember 2025, bei eiskalten Temperaturen rund um den Gefrierpunkt liegt der Semmering in ein monotones Grau getaucht. Eine warme Wirtshausstube zu finden, scheint da ein Ding der Unmöglichkeit. Und doch braucht es nur eine Autostunde von Wien, um in eine völlig andere Welt zu gelangen – eine Welt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die große Blüte hat der Semmering längst hinter sich; vieles wirkt wie aus einer Saison, die niemand mehr richtig beendet hat.
NEWS.at.suedbahnhotel
Was wirklich in unserem Abwasser steckt
Im Abwasser stecken Energie, Nährstoffe und unterschätzte Daten unserer Gesellschaft. So werden moderne Kläranlagen zu Kraftwerken – und Schlüsselorten der nachhaltigen Zukunft. Abwasser gilt als schmutzig, unangenehm, gefährlich für Gesundheit und Umwelt. In Wahrheit ist es ein Strom voller Energie, Nährstoffen, Materialien und Informationen. In der Kanalisation bündelt sich, was unsere Gesellschaft täglich nutzt: Wärme aus Dusche und Waschmaschine, organische Substanz aus Lebensmitteln, wertvolle Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff sowie eine Vielzahl an chemischen Stoffen aus Arzneistoffen, Haushalt und Industrie.
ZDF.heute.wissen
Tod von US-Regisseur Rob Reiner: Sohn des Filmemachers verhaftet
In Zusammenhang mit dem gewaltvollen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und seine Frau Michele Singer ist Reiners Sohn Nick Reiner (32) in Haft genommen worden. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Gerichtsakten. Das Paar wurde erstochen vorgefunden, es besteht Mordverdacht.
Kurier.at.hollywood
Harren wir heute der Fidelio-Premiere entgegen. Wer mir einen ersten Kurzeindruck senden will, ist herzlich dazu eingeladen. Aber bitte um Fairness, der Onlinemerker ist kein Radaublatt.
Mit Wünschen auf einen schönen Tag verbleibt Ihr
A.C.

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