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DIE DONNERSTAG-PRESSE (14. MAI 2026)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: DIE DONNERSTAG-PRESSE  (14. MAI 2026)

Wien
„Wer man ist, lässt sich nicht einfach abstellen!“
Der aus Moskau stammende Regisseur Vasily Barkhatov inszeniert im Theater an der Wien Verdis frühe Oper „Stiffelio“. Premiere ist am Mittwoch. Ein Gespräch über den frühen Verdi, intime Dramen und Popstars im Kloster.
https://www.krone.at/4139157

„Stiffelio“-Regisseur: Scheidung war zu Verdis Zeit „wie Science-Fiction“ (Bezahlartikel)
Regisseur Vasily Barkhatov inszeniert im Theater an der Wien Verdis „Stiffelio“. Und spricht über Glauben, Spaghetti und das ungewöhnliche Setting.
Kurier.at.stiffelio

Film „Vivaldi und ich“ von Damiano Michieletto:
Vivaldi und ich
Ein Historiendrama um eine junge Geigerin, die im 18. Jahrhundert in einem Waisenhaus musikalisch ausgebildet wird und der in dem Komponisten Antonio Vivaldi ein wohlwollender Gönner erwächst.
Von Kirsten Liese
https://www.filmdienst.de/film/details/625775/vivaldi-und-ich#filmkritik

Klang-Tsunami: Nelsons und die Philharmoniker mit der „Achten“ (Bezahlartikel)
Überwältigend: Die Wiener Philharmoniker finalisierten ihren Mahler-Zyklus im Konzerthaus mit der „Symphonie der Tausend“
Kurier.at.philharmoniker.Achte

Wien/Musikverein
Rattle und die Bayern im Musikverein: Witz, Animo und Tiefe
(Bezahlartike)
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Simon Rattle mit Haydn, Brahms sowie einer gedankenvollen Novität mit Magdalena Kožená. Zu Joseph Haydn hat Sir Simon Rattle eine besondere Beziehung. Das machte er beim ersten seiner beiden Wiener Gastspielabende mit seinem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wieder deutlich. Als Entree hatte er die vorletzte von Haydns „Pariser Symphonien“ gewählt, die als „Le Chevalier“ bekannte D-Dur-Symphonie Hob. I:86. Sie ist das am größten besetzte Werk dieses Zyklus, besticht auch durch ihre Originalität. So etwa kombiniert der langsame Satz unter der ungewöhnlichen Bezeichnung „Capriccio“ mehrere Formen, das Menuett adelt volkstümliches Melos mit aristokratischer Grandezza.
DiePresse.com.at.rattle

Wien/ Konzerthaus
Sokolov im Konzerthaus: Wenn Schubert und Beethoven miteinander reden (Bezahlartike)
Jubelstürme für Grigory Sokolov und seine pianistischen Erkundungen der Brücke zwischen Wiener Klassik und Romantik: Sonaten und Bagatellen, ganz groß.
DiePresse.com.at 

Wien/ Musikverein
Musikverein: Brillanter, gar nicht verhagelter Dvořák (Bezahlartike)
Auch der zweite Wien-Auftritt der Geigerin Maria Ioudenitch in zwei Wochen wurde zum großen Erfolg – diesmal mit den Baslern unter Markus Poschner.
DiePresse.com.musikverein

Lilienfeld
Rossinis „Barbier von Sevilla“ begeisterte im Stift
Mit Gioachino Rossinis Oper „Il barbiere di Siviglia“ präsentierte das Musikfestival Stift Lilienfeld einen Opernabend voller Witz, musikalischer Präzision und lebendiger Spielfreude. Die Aufführung der OPER in der KRYPTA nutzte den besonderen Aufführungsort wirkungsvoll und sorgte für ein intensives Musikerlebnis. NiederoesterreichischeNachrichten.at.lilienfeld

München/BayerischeStaatsoper
Gesundheitliche Gründe: Zubin Mehta sagt Dirigate ab
Der 90-jährige Dirigent Zubin Mehta hat aus gesundheitliche Gründen sechs „Turandot“-Dirigate an der Bayerischen Staatsoper abgesagt. Das Festkonzert zu seinem 90. Geburtstag wird er zwar leiten, allerdings mit geändertem Programm.
BR.Klassik.de.metha

Wir Frauen erkennen uns darin wieder (Bezahlartikel)
Gebannt vom Machtkampf zwischen Mary Stuart und Elisabeth I.: An der Staatsoper in München wird die Uraufführung von Brett Deans neuer Oper „Of One Blood“ zum mitreißenden Erfolg.
FrankfurterAllgemeine.net

Berlin
Wunder und Wildheit: Zwei Musiker treffen im Berliner Konzerthaus aufeinander (Bezahlartikel)
Nur Klavier und Violine: Daniil Trifonov und Nikolaj Szeps-Znaider spielen klassische und romantische Stücke. Die beiden sind füreinander geschaffen.
Tagesspiegel.de.wunderundwildheit

„Station Paradiso“ an der Oper Stuttgart Es fährt ein Bus nach Nirgendwo
Heimat, Sehnsucht, Anwerbeabkommen: Sara Glojnarićs Gastarbeiter-Oper „Station Paradiso“ ist in Stuttgart uraufgeführt worden. Einschlägige Themen werden ordnungsgemäß durch die Mühle gedreht, aber das Stück kreist vor allem um sich selbst.
KontextwochenZeitung.de.paradiso

Dortmund
„E lucevan le stelle…“ – Operngala mit Jonathan Tetelman im Konzerthaus Dortmund
Nach seiner allerletzten Zugabe mit „On the Street where You Live“ aus „My Fair Lady“ endete die umjubelte Operngala mit dem amerikanischen Tenor Jonathan Tetelman im Konzerthaus Dortmund. Hier zeigte der smarte Weltstar noch einmal besonders eindrückliche Publikumsnähe, in dem er die Bühne verlies und die Blumen aus seinem Strauss an die anwesenden Damen in der ersten Reihe verteilte. Für so manche Dame sicher ein unvergesslicher Augenblick
opernmagazin,de.lucevan.le.stelle

Düsseldorf
Düsseldorf – Duisburg: Geteilte Liebe
Pläne der Rheinoper für 2026/27. Die Düsseldorfer lieben ihre Oper – aber sie müssen sie immer teilen. Seit 70 Jahren existiert die Theatergemeinschaft mit Duisburg, die, obwohl die Landeshauptstadt mehr beisteuert, gleiche Zuwendung erfordert. Viele interessante Premieren, wie jüngst die Bernstein-Musical „On The Town“ oder in der nächsten Saison der Evergreen „My Fair Lady“, finden erst mal auf der anderen Bühne statt. Die Übernahme steht in den Sternen, nicht im Plan. „Ein großes Haus wie die Deutsche Oper am Rhein ist sehr komplex“, bemerkt der Kommissarische Leiter Marwin Wendt.
ddorf.aktuell.rheinoper

Hannover
Die Staatsoper Hannover stellt die Spielzeit 2026/27 vor
r https://kulturfreak.de/staatsoper-hannover-stellt-die-spielzeit-2026-27-vor

Freiberg
Mittelsächsisches Theater Freiberg: „Gianni Schicchi“, Giacomo Puccini / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo
zwei Kurzopern hat das Mittelsächsische Theater zu einem Musiktheaterabend verwoben und dafür nicht nur zwei Regisseure beauftragt, sondern die Werke auch inhaltlich zu einem stimmigen Gesamtwerk zusammengeschustert: Zu Ruggero Leoncavallos Pagliacci wird nicht der vermeintliche Opernzwilling von Pietro Mascagni, sondern Gianni Schicchi aus Puccinis Il Trittico serviert. Der Abend gerät dabei zum Sängerfest auf höchstem Niveau.
Von Jochen Rüth
DerOpernfreund.de.freiberg

St. Gallen
Ein musikalischer Partnertausch im Reihenhaus
Das Theater Sankt Gallen zeigt derzeit Mozarts Oper „Così fan tutte“ mit „La-Traviata“-Dirigent Pietro Rizzo. Der Abend ist äußerst unterhaltsam – ein Besuch lohnt sich.
https://www.krone.at/4139040

Feuilleton
Der Verbrenner-Motor der Klassik
Selbst bei Christian Thielemann bleiben inzwischen Plätze leer. Große Namen garantieren nicht mehr automatisch volle Häuser. Es wäre gefährlich, das zu ignorieren. Die Klassik droht, den Wandel zu verpennen.
https://backstageclassical.com/der-verbrenner-motor-der-klassik/

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Oper am Rhein: 20 Premieren 2026/27 in Duisburg und Düsseldorf
Duisburg/Düsseldorf. Vom „Kreidekreis“ bis „Mefistofele“: Auf diese Werke dürfen sich Opern- und Ballett-Freunde in der nächsten Spielzeit freuen.
WAZ.de.online

Zug/Theater Casino
Zug in der Schweiz sendet musikalische Grüße aus Wien
Auf dem Podium wie im Saal war die Stimmung begeistert; das ambitionierte Programm der Zuger Sinfonietta verdient überregionale Beachtung. Auf in die Schweiz!
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

CD/ Blu-ray-Besprechung
Die Berliner Barock Solisten legen mit Vivaldis „Jahreszeiten“ eine Einspielung für die Ewigkeit vor
Zu erwarten war eine vorbildliche Interpretation, aber das Ergebnis übertrifft die Erwartungen noch um Längen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

CD-Besprechung
Diese Weber-Hommage hat  trotz hoher Qualität Leerstellen
Anlässlich seines bevorstehenden 200. Todestages hat nun das Label Warner eine umfangreiche Zusammenstellung der Werke von Carl Maria von Weber in einer 18 CDs umfassenden Edition veröffentlicht. Sie spiegeln die Vielfalt der musikalischen Gattungen wieder, in denen Weber erfolgreich war.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

München
Brett Dean’s Of One Blood review — tale of Elizabethan intrigue makes a thrilling 21st century opera (Subscription required)
With a pungent, propulsive score and gutsy singing, this world premiere at the Bayerische Staatsoper deserves to be heard widely
https://www.ft.com/content/d9dc1e28-281e-4a9d-999d-73ca60dab80f

Amsterdam
Concertgebouw Amsterdam Announces 2026-27 Season
Featuring Magdalena Kožená, Nina Stemme, Cecilia Bartoli, Huw Montague Rendall, Julia Kleiter & Benjamin Bruns
operawire.com.concertgebouw

Warschau
Jakub Józef Orliński, Malin Byström, Aigul Akhmetshina, Tomasz Konieczny, Monika Radecka, Evelyn Herlitzius, Ausrine Stundyte, Artur Ruciński Lead Polish National Opera’s 2026-27 Season
operawire.com.jozefOrlinski,malinbystroem

Marseille
A well-considered new production of Das Rheingold in Marseille
seenandheard.international.com.consideret

Valencia
Xabier Anduaga makes a triumphant debut as Werther in Barcelona
seenandheard.international.com.anduaga

London
Bernstein’s ‘The Age of Anxiety’ proves central to Pappano’s LSO concert
seenandheard.international.com.bernstein

Manchester
Angel’s Bone, English National Opera, Manchester review –
bold experiment in an elaborate project Artistic achievement and production values vie for attention in a mediated experience
TheArts.desk.com.angels.opera

Reality television: English National Opera’s Angel’s Bone in Manchester
bachtrack.com.de.review.vavrek

Glasgow
Sir Thomas Allen’s Marriage of Figaro for Scottish Opera still entertains
bachtrack.com.marriageoffigaro

Scotland appoints Lithuanian Music Director
The Royal Scottish National Orchestra has just named the Lithuanian conductor Giedrė Šlekytė as its next music director, from September 2027. She replaces Thomas Søndergård, who will have served for six seasons.
slippedisk.com.breaking

New York
Gabriela Lena Frank: Pipelines to Cultures, Stories, and Becoming the First Latina Opera Composer at the Met
As music can travel through time, space, and lands, Gabriela Lena Frank has traveled through a multitude of worlds that now brings her to the Metropolitan Opera debuting her Spanish-language opera “El Último Sueño de Frida y Diego,” May 14th.
operawire.com.gabriela.lena.frank

Washington
Which side story?
Vivacious performances outweigh a host of odd directorial choices in the Washington National Opera‘s West Side Story
https://parterre.com/2026/05/11/which-side-story/

IN Series Presents the World Premiere of Song of Sakuntala
IN Series will present the world premiere of SONG OF SAKUNTALA, a new opera presented as an illuminated concert, composed by IN Series Artistic Director Timothy Nelson, this June.
https://operatoday.com/2026/05/in-series-presents-the-world-premiere-of-song-of-sakuntala/

Washington Bach Consort Closes Season with Stunning Mass in B Minor
operatoday.com.washington

Salt Lake City
Soprano Katarina soars as a heart-breaking Violetta in Utah Opera’s “Traviata”
utaharts.review.saltlake

Feature
All the lovely things you are to me
To celebrate the 100th anniversary performances of Turandot at the Met starting next week, Patrick Dillon gives a listen to seven versions of “Signore, ascolta!” for Perspectives on an Aria.
https://parterre.com/2026/05/11/all-the-lovely-things-you-are-to-me/

Obituary
Baritone Ryan Edwards Dies at 84
https://operawire.com/obituary-baritone-ryan-edwards-dies-at-84/

Ballett / Tanz / Performance

Wien/ Tanzquartier
Festival Rakete zeigt, wie politische Verwirrung zu Gewalt führen kann
Im Wiener Tanzquartier hebt am Mittwoch Rakete ab, das Festival für Nachwuchsperformance, das bis 29. Mai einleuchtende Diagnosen der Gegenwart bietet
https://DerStandard.at.3000000.rakete

Sprechtheater

Graz/ Schauspielhaus
Ihr seid die Versager – wir sind die Löser!
 Das Schauspielhaus Graz kooperiert für das Zitatwerk-Stück „183 Abgeordnete“ mit dem Theater im Bahnhof, einer politisch hoch motivierten Theatergruppe, sonst tätig am Schnittpunkt zweier Grazer Brennpunkt-Bezirke.
DrehpunktKultur.at.loeser

Rock/ Pop/ Song Contest

Das war das erste ESC-Semifinale: Kein Favoritensterben, doch fehlte der Schmäh
Im ersten Semifinale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien konnten sich die Favoriten durchsetzen. Überraschend war höchstens das Weiterkommen Belgiens
DerStandard.at.fehlender.schmäh

Wahnsinn Eurovision! Diese Zahlen zeigen, wie groß der ESC wirklich ist
Millionen Fans, Mega-Rekorde und verrückte Fakten! krone.tv zeigt die spannendsten Zahlen rund um den Eurovision Song Contest. Selbst echte ESC-Fans dürften hier überrascht sein. Wissen Sie, welches Land den Bewerb am häufigsten gewonnen hat? Mehr dazu im Video
https://www.krone.at/4135458

ESC: Heftige Kritik für Swarovski und Ostrowski
Im Netz hagelt es bereits zu Beginn des 1. Semifinales heftige Kritik für das Moderations-Duo. Teilweise sind die Kommentare weit unter der Gürtellinie. Wien ist im Song-Contest-Fieber, doch für das Moderatoren-Duo hagelt es bereits zum Start heftige Kritik. Während in der Stadthalle das erste Halbfinale über die Bühne geht, läuft im Netz die Gift-und-Galle-Maschine heiß. Besonders Victoria Swarovski und Michael Ostrowski bekommen ihr Fett weg.
oe24.at.kritik.an.moderatoren

Unschöner ESC-Moment: Israel-Störer wurde aus der Stadthalle geworfen
Während Israels Halbfinaleinsatz beim 70. Eurovision Song Contest in Wien am Dienstagabend ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Auch in der Fernsehübertragung vor und während des Auftritts von Noam Bettan war ein Zwischenrufer mit der Parole „Stop Genocide!“ zu hören. Dabei war der Zwischenrufer nicht der Einzige, der das ESC-Venue während des 1. Halbfinales verlassen musste. „Drei weitere Personen wurden ebenfalls wegen störenden Verhaltens und Nicht-Einhaltens der Hausordnung der Halle verwiesen“, heißt es weiters.
https://www.krone.at/4139950

So lässig und heiter konnte der Song Contest einmal sein
„Eurobronski“ von der Bronski & Grünberg – Truppe entzückte im Volkstheater. Die lockere Hommage an den ESC der Sechziger bis Achtziger zeigte, was diesem heute abgeht.
DiePresse.com.lässigundheiter

Politik

„Krone“-Kommentar
Das Rendezvous der SPÖ mit der Wirklichkeit
Beim Fest der Floskeln, von den feinen Leuten auch „Europatag“ genannt, ist dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig so eine Art Erweckungserlebnis widerfahren. Jedenfalls war es ein Rendezvous mit der Wiener Wirklichkeit, das dem sonst eher gemütlichen Rathausmann die Zornesröte ins Gesicht trieb.
Und das kam so: Ludwig hatte auf dem Stephansplatz gerade dazu angesetzt, den Song Contest etwas gar süßlich als „Fest des Miteinander“ zu rühmen, als eine Gruppe palästinensischer Demonstranten den SPÖ-Politiker auspfiff und niederbrüllte.
KronenZeitung.at.wirklichkeit

Mexico
Nach Protesten von Eltern: Schule ist wichtiger als Fußball-WM
Der Bildungsminister hatte den Plan, die Ferien in Mexiko wegen der Fußball-WM deutlich zu verlängern. Nun ruderte der Politiker zurück. Pläne der mexikanischen Regierung, aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft vorzeitig schulfrei zu geben, sind gestoppt worden. Das Schuljahr werde unverändert am 15. Juli enden, gab Bildungsminister Mario Delgado am Montag (Ortszeit) bekannt. Delgado hatte zuletzt Überlegungen angestellt, das Schuljahr aufgrund der Hitze und der Entlastung für die Gastgeber-Städte schon am 5. Juni zu beenden. Elternverbände hatten dagegen heftig protestiert.
Kurier.at.bildungsminister

Wirtschaft

Wer Steve Jobs im Bewerbungsgespräch zustimmte, hatte praktisch schon verloren
„Mein Gott, das war doch totaler Mist.“ Mit solchen Sätzen testete Steve Jobs Bewerber bei Apple. Was er als Antwort hören wollte und welche Reaktion ihn überzeugte.
abc.arbeitsnews.de

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Unter’m Strich

Was auf Ihrem Boden wirklich gilt Darf die Polizei mein Grundstück betreten?
Carport, Hof oder Garten: Viele fühlen sich auf ihrem Privatgrundstück vor Kontrollen der Polizei sicher. Das kann ein Irrtum sein. Wann genau und warum Sie überrascht sein könnten. Sie fahren spätabends nach Hause, parken auf Ihrem Grundstück und plötzlich hält die Polizei hinter Ihnen. Viele glauben, die Beamten seien hier machtlos. Doch ein Gericht hat klargestellt: Auch auf privatem Grund gilt das Verkehrsrecht.
t-online.de

Sport/ Tennis
Absturz von Tennis-Star: Mutter gibt Ex Mitschuld
Nach dem Absturz von Tennis-Star Stefanos Tsitsipas meldet sich nun seine Mutter Yulia Salnikova mit brisanten Vorwürfen zu Wort. Die einstige Profispielerin gibt Paula Badosa, der Ex-Freundin von Tsitsipas, eine Mitschuld an der sportlichen Krise des Griechen.
KronenZeitung.at

Wien
65 Meter Höhe! Filmreif: 18-Jähriger macht Stunts am Riesenrad
Es sei ein lang gehegter Traum gewesen, der sich für den 18-jährigen Wiener Mountainbike-Athleten Liam Lang erfüllte. Er durfte auf der gläsernen Plattform am Riesenrad anspruchsvolle Fahrrad-Tricks zeigen und stellte sich einer großen Herausforderung. „Seit ich auf dem Fahrrad stehe, habe ich immer schon den Traum gehabt, eines Tages auf dem Wiener Riesenrad zu fahren und oben auf Plattform 9 Tricks zu machen“, erinnerte sich Lang. Dennoch kein leichtes Unterfangen, wie Lang zugab. Anfänglich sei es beängstigend gewesen, in die Tiefe zu schauen.
https://www.krone.at/4137917

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2026)

WIENER STAATSOPER: INFORMATIONEN ZU IHREM BESUCH DER „PERLENFISCHER“-PREMIERE

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 Wir freuen uns, Sie am 14. Mai 2026 zu Die Perlenfischer in der Wiener Staatsoper begrüßen zu dürfen. Beginn der Vorstellung ist um 19.00 Uhr, Ende um ca. 21.30 Uhr. Es gibt eine Pause von ca. 19.50 – 20.15 Uhr. 

Die Vorstellung beginnt pünktlich. Bitte beachten Sie, dass nach Vorstellungsbeginn der Saal (inkl. Logen) erst wieder in der Pause betreten werden darf. Dies gilt sowohl für zu spät kommende Gäste als auch beim Verlassen des Saals während der Vorstellung.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Hier geht es zur → Besetzung, Inhalt und Details

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Werkeinführung im Gustav Mahler-Saal statt

Link zur → Einführungsmatinee

Ihr Programmheft können Sie entweder → hier als digitale Version (3 €) oder vor der Vorstellung und in den Pausen beim Publikumsdienst erwerben (7,50 €). Einen Abendzettel können Sie ebenso beim Publikumsdienst erwerben (1,80 €).

Nach der Vorstellung können Sie als Souvenir ein Abendplakat beim Publikumsdienst im Eingangsfoyer gegenüber der Hauptgarderobe erwerben (3 €; limitierte Stückzahl verfügbar).

Blogbeitrag: → »Im Bann von Stimme, Treue & Begehren« – Über das Werk

Blogbeitrag: → »Mode ist nicht nur Ästhetik, sondern auch Gesellschaftsanalyse«   – Gespräch mit Regisseur Ersan Mondtag

Blogbeitrag: → »Ich habe auf Wien aus großem Respekt gewartet« – Interview mit Daniele Rustioni

Blogbeitrag: → »Nadir lebt unter der Macht der Erinnerung« – Gespräch mit Juan Diego Flórez

Blogbeitrag: → »In französischer Musik kann man wirklich fliegen« – Interview mit Kristina Mkhitaryan

Radio-Beitrag: → Ersan Mondtag zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt (Sendung vom 18. April 2026)
 
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»CARMEN«-SPEZIAL: EXKLUSIV FÜR U27-PUBLIKUM

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 Die Kunstform Oper und vor allem die Wiener Staatsoper auch einem jungen Publikum näherzubringen und dieses dafür zu begeistern, ist eines der obersten Ziele der aktuellen Direktion. Erstmals in der Geschichte des Hauses am Ring wird es jetzt einen exklusiven U27-Opernabend geben: Am 11. Juni wird Carmen ausschließlich für junges Publikum aufgeführt, mit sehr günstigen Tickets zum Preis von 20 €, leicht verständliche Werkeinführungen auch für »Opern-Neulinge« u.v.m. 

Ziel ist es, Berührungsängste vor einem ersten Besuch abzubauen, Gemeinschaft zu schaffen und junge Menschen nachhaltig für die Oper zu begeistern. Denn: Wer einmal einen intensiven Opernabend erlebt hat, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder. Generationen von Stehplatzbesuchern können darüber berichten… 

OPERNLIEBE UNTERSTÜTZT TICKETPREISE!

Günstige Ticketpreise sind für viele junge Menschen eines der wichtigsten Kriterien bei einem Besuch kultureller Einrichtungen. Diese günstigen Ticketpreise bedeuten jedoch für die Wiener Staatsoper eine große Differenz zu den regulären Einnahmen, die nur mit zusätzlicher Unterstützung durch erfahrene »Opernliebhaber« ausgeglichen werden können, so auch bei der Carmen-U27-Vorstellung. Mit einer → Spende können Sie dazu beitragen, diese Differenz auszugleichen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar – jeder auch noch so kleine Beitrag hilft, die Begeisterung für Oper an künftige Generationen weiterzugeben. Vielen Dank dafür!

Auf unserer Website finden Sie alle Informationen zur Veranstaltung und zu den Tickets, bitte beachten Sie jedoch, dass am Abend ausschließlich Besucherinnen und Besucher unter 27 Jahren Einlass erhalten (Ausweiskontrolle).

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Bayerische Staatsoper: Programmänderung und Umbesetzung

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Mit Rücksicht auf seine Gesundheit hat sich Zubin Mehta entschieden, das Programm des Festkonzerts am 30. Mai 2026 zu ändern: Anstelle der ursprünglich geplanten dritten Symphonie von Gustav Mahler werden die vierte Symphonie von Johannes Brahms und die achte Symphonie von Franz Schubert erklingen.
 
Das Dirigat der Vorstellungen von Turandot muss Zubin Mehta aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität leider absagen. Die Vorstellungen am 6., 9., 14. und 17. Juni 2026 dirigiert stattdessen Henrik Nánási. Die Vorstellungen am 30. Juni, 3. und 6. Juli 2026 übernimmt Andrea Battistoni.
 
Neues Programm: Festkonzert zum 90. Geburtstag von Zubin Mehta
 
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98
 Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 Die Große
 
ZUM KONZERT

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Berlin/ Staatsoper Unter den Linden: „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss

Liebes Publikum, gerne möchten wir nochmals auf die kommenden Aufführungen von Richard Strauss’ komischer Oper Die schweigsame Frau hinweisen. Nach den bisherigen Vorstellungen ist das Werk erneut am 21. Mai, 25. Mai sowie 29. Mai 2026 zu erleben.

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Copyright: Bernd Uhlig

Unter den Bedingungen einer zunehmend repressiven Zeit schufen Richard Strauss und Stefan Zweig Anfang der 1930er Jahre eine ebenso heitere wie tiefgründige Oper, die menschliche Sehnsüchte und Rastlosigkeit thematisiert.

Besetzung

 Musikalische Leitung:                                       Christian Thielemann
Inszenierung:                                                      Jan Philipp Gloger
Szenische Einstudierung, Spielleitung:          Caroline Staunton
Bühne:                                                                 Ben Baur
Kostüme:                                                            Justina Klimczyk
Licht:                                                                   Tobias Krauß
Video:                                                                  Leonard Wölfl
Choreographie:                                                 Florian Hurler
Einstudierung Chor:                                          Dani Juris

Sir Morosus:                                                       Peter Rose
Seine Haushälterin:                                          Evelyn Herlitzius
Barbier Schneidebart:                                      Samuel Hasselhorn
Henry Morosus:                                                Siyabonga Maqungo
Aminta, seine Gattin:                                       Brenda Rae
Isotta:                                                                  Serafina Starke
Carlotta:                                                             Rebecka Wallroth
Morbio:                                                               Dionysios Avgerinos
Vanuzzi:                                                              Manuel Winckhler
Farfallo:                                                              Friedrich Hamel

Orchester:                                                          Staatskapelle Berlin
Chor:                                                                   Staatsopernchor

Termine

  1. Mai 2026, 19.00 Uhr
    25. Mai 2026, 18.00 Uhr
    29. Mai 2026, 19.00 Uhr

Dauer: ca. 3:40 h inklusive zweier Pausen
Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Tickets sind hier erhältlich

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Marilyn Monroe zum 100.Geburtstag (1.6.2026): „Schönheit war ihr Schicksal“

marilyn monroe happy valentin photo bernard of hollywood 1947 (sammlung manuela miebach)
Marilyn Monroe: Happy Valentin. Photo Bernard of Hollywood 1947. Sammlung: Manuela Miebach.

Bernard of Hollywood zählte mit zu den ersten Entdeckern von der Monroe, und konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie am 24.Juli 1946 ein hinreißend schönes junges Ding, mit einem verdammt kurzen Rock, und einen hautengen roten Rollkragenpullover, in sein Fotostudio am Sunset Strip hereinkam, und mit einer Flüsterstimme ihn fragte „Mr. Bernard, could you take a few sexy pictures of me? “ „Warum wollen gerade sie Sexy – Fotos haben, wo sie doch eher dem natürlichen, netten Mädchen von nebenan, entsprechen?“ erwiderte Bruno. Denn sie entsprach, abgesehen von ihrer Figur, so gar nicht dem sexy Typ und den eines Vamps a la Turner. Ihre Haare waren hellbraun, ihr Gesicht erstrahlte in mädchenhafter Unschuld, ihre Nase war eher breitflächig, und wenn sie ihren Mund öffnete, verscheuchte ihre Fistelstimme auch den letzten Anflug eines männermordenden Vamps. Andererseits hatte Marilyn eine Vitalität, gepaart mit einer entwaffneten Naivität, der sich kaum ein Mann entziehen konnte. In ihrer Anziehungskraft lag natürlicher Sex-Appeal, den die vollschlanke und kindhafte Frau ausstrahlte. Bernard of Hollywood entschloss sich einige Aufnahmen von der noch unbekannten Norma Jeane Mortenson zu machen. Sie die den großen Traum ein großer Filmstar zu werden, schon als Zehnjährige bereits im Waisenhaus in der El Centro Avenue in Hollywood geträumt, posierte das erste Mal vor Brunos Kamera. Sie war mit überschäumender Begeisterung bei der Sache. Modellstehen war für die noch unbekannte Norma Jeane keine Arbeit, sondern offensichtlich ein Vergnügen, eine Spielerei, wo sie wie ein ausgelassenes Kind vor Lebensfreunde sprudelte, und mit ihrem natürlichen Lachen, noch weit entfernt von dem plastischen Puppen und künstlich erzeugten Hollywoodschönheiten war. Die damals gerade erst Zwanzigjährige, am 1.Juni 1926 in Los Angeles geboren, war noch nicht verdorben durch die Hollywood-Maschinerie, die aus Intrigen, Gerüchten, Spekulationen und Machenschaften bestand. Natürlich wollte Bernard of Hollywood diese Kindfrau nach dem ersten Photo-Shooting zu einer weiter gefächerten Fotositzung animieren, und so posierte sie für die ersten Bikinifotos, wo sie auch zum ersten Mal ihre betörenden Kurven provozierend zur Show stellte. Die ersten Pin-ups die Bruno von Marilyn aufnahm, waren von Anfang an, ein sensationeller Erfolg bei Presse und Publikum. Doch als Covergirl Karriere zu machen, allein das genügte der damals Zwanzigjährigen nicht. Denn sie wollte unbedingt eine große Schauspielerin werden. Eine Schauspielerin, die nicht nur ihren Körper auf den Titelseiten von Männermagazinen präsentierte, und wo ihre Fotos an den Spins amerikanischer Soldaten hingen, sondern im Innern ihres Herzens, wünschte sie sich die ernsten dramatischen Rollen eines Tages spielen zu dürfen. Marilyn liebte es, sich nicht nur in die verschiedensten Charaktere zu verwandeln, sondern war auch ein menschliches Chamäleon, das sich zum Selbstschutz ihrer Umgebung anpasste. Denn sie schämte sich ihrer Kellerkind-Vergangenheit. Sie das uneheliche Kind einer Filmcutterin, die die meiste Zeit in einer Nervenheilanstalt verbrachte, und deren Eltern und Bruder im staatlichen Irrenhaus Norwalk an Schizophrenie starben, lernte früh auf sich selbst gestellt zu sein und sich zu behaupten. Eine Reihe von Pflegeheimen und die Einweisung in ein Waisenhaus waren ihr Kindheitsmilieu.

Mit 16 Jahren flüchtete sie in eine Ehe und heiratete den Flugzeugmechaniker und späteren Polizisten James Dougherty. Sie selbst arbeitete als Hilfskraft in der Montageabteilung einer Rüstungsfabrik, wo sie zum ersten Mal als Fotomodell 1945 für die Frontzeitung der U.S. Army posierte. Dort begann bereits ihre anfängliche Karriere, wo sie durch die erste Zusammenarbeit mit Bruno Bernard genau ein Jahr später, dann zu eines der beliebtesten Pin-up-Girls in Hollywood wurde.

Ihre nicht gerade glückliche Kindheit versuchte sie zu verdrängen, indem sie auf der Suche war, um ein neues eigenes Ich zu finden. Diese Suche nach Selbst-Verwirklichung um Berühmtheit zu erlangen, war ihr einziges Ziel. Wo Marilyn sogar bereit war ihre Seele an den Teufel zu verkaufen. Sie posierte mit großer Leidenschaft vor der Kamera, nicht nur allein des Geldes wegen, sondern sie liebte es, sich und ihren Körper, als eine Art Selbstdarstellung zu präsentieren, um alle Aufmerksamkeiten auf sich zu lenken, und wo sie vielleicht auch glaubte, dass sie ihre verletzte und kranke Seele durch die Droge „Ich will geliebt und anderen gefallen“ dadurch heilen könne. Ihre nazistische Veranlagung ist durchaus in ihren traumatischen Kindheitserlebnissen zu suchen, und sie war sich auch durchaus ihres Sex-Appeals bewusst um sich somit auch ins rechte Licht zu rücken. Denn Marilyn verbrachte mehr Zeit in dem riesigen Fotostudio der Fox zu, als an ihrer geistigen Entwicklung, als auch an der Aussprache und an ihren schauspielerischen Fähigkeiten zu arbeiten.

Die Glamour, Stand – und Pressefotografen verknipsten Tausende von Filmen, die in regelmäßigen Abständen an die Weltpresse verschickt wurden. Es war eine ständige Hollywoodpraxis, fast die gesamte Produktion ihrer Durchschnittsfilme durch so genannte „Cheesecake“ oder „Legart-Fotos“ dem breiteren Publikum schmackhaft zu machen. Marilyns Pin-ups waren bald ein sensationeller internationaler Erfolg bei Presse und Publikum. Und so geschah es auch, dass Norma Jeane, nachdem sie alle Aufmerksamkeit der Fotografen und einigen Filmproduzenten auf sich gelenkt hatte, ihren ersten Filmvertrag 1946 von 20th Century Fox erhielt. Ein Einjahresvertrag mit 75 Dollar Anfangsgehalt pro Woche mit einer halbjährigen Erhöhung von 25 Dollar. Dieses Anfangsgehalt war zwar erheblich geringer als ihre Einkünfte als Fotomodell, aber es ermöglichte Marilyn einen freien Schauspiel, Gesangs- und Tanzunterricht in der studio-eigenen Schule, und vor allem die Chance, von Regisseuren und Produzenten auf diesem Riesengelände der Fox entdeckt zu werden. Außer sich vor Freude über diesen Vertrag, sprang Marilyn ihrem damaligen Entdecker, Mentor und Theatermann Ben Lyon um den Hals, und Ben schien sichtlich gerührt über die Freudentränen, die diesem jungen unkomplizierten Ding über die Wangen liefen. Er war es auch, der ihren Namen Norma Jeane Mortenson als ungeeignet für ein angehendes Starlet empfand, da er sich nur schwer einzuprägen war, und somit taufte er ihren alten Namen auf den Namen Marilyn Monroe um, der übrigens nicht frei erfunden, sondern von der Großmutter Della Mae Monroe übernommen, und zunächst als Künstlername geführt wurde. Gesetzlich wurde dieser Name aber erst 1956 behördlich offiziell anerkannt.

Von diesem Moment an war Norma Jeane, die ungeliebte herumgestoßene Halbweise, gestorben! Und Marilyn Monroe, ein glamouröses Filmsternchen ward geboren, die durch ihre lang gehegten und ehrgeizigen Wunschträume, ein Märchen hat wahr werden lassen. Doch Marilyns Aschenbrödel Karriere war aber auch vielen Zerreißproben ausgesetzt, und nachdem sie im ersten Vertragsjahr nur zwei winzige Filmrollen, wo ihr kurzer Dialog in dem Film „Scudda Hoo!Scudda Hay!“ auf Grund ihrer Fistelstimme herausgeschnitten wurde, war sie zwar zunächst am Boden zerstört, aber das hinderte Marilyn noch lange nicht daran, mit verbissenem Ehrgeiz an ihrer Schauspielkarriere weiterzuarbeiten. Als im Koreakrieg Marilyn von der Soldatenzeitung „Stars and Stripes“ zur Pin-ups Queen gekürt wurde, wuchs der Umfang ihrer Fanpost bis zu 10.000 Briefen wöchentlich an, sodass das Studio zusätzliche Sekretärinnen und einen eigenen Werbemanager für das publicitysüchtige Sternchen engagieren musste.

bruno bernard mit marilyn monroe
Bruno Bernhard mit Marilyn Monroe. Foto: Sammlung Miebach

Bruno Bernard holte Marilyn zu dieser Zeit oft von ihrem Studio ab. In ihrem klapprigen alten Ford begleitete Bruno sie zu ihrer neuen standesgemäßen Behausung, dem Hollywood-Studio Club am Lodi Place. Marilyn gestand ihrem väterlichen Freund und Vertrauten, oft ihre intimsten Geheimnisse an. Ihre ständigen Ängste waren irgendwann zu versagen, den ständigen Anforderungen einer Hollywoodfabrik nicht gewachsen zu sein, und sie zweifelte immer wieder an ihren mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten. Denn schon in der Schule hatte Marilyn die größten Schwierigkeiten Gedichte auswendig zu lernen, und dass sie allein aus diesem Grunde auch nie an Schulaufführungen teilnehmen durfte. Ihre weitere Sorge war, auch mit zunehmendem Alter irgendwann an Attraktivität zu verlieren, und hier mag wohl ihr späterer Regisseur Joe Mankowicz nicht ganz Unrecht gehabt haben, wie er in einer Talkshow nach dem Tod von Marilyn behauptete „Es war gut, dass Marilyn Monroe so jung starb, denn sie hätte es nie verkraftet, ein alterndes Sexsymbol zu sein, und wäre wahrscheinlich mit 50 eine stumpfsinnige Alkoholikerin geworden.

Während ihres ersten Filmvertrages bei 20th Century Fox wurde Marilyn im wahrsten Sinne des Wortes als Pin-up verbraten. Als Sexbombe vom Dienst, an deren schauspielerischen Talent man immer wieder zweifelte. Selbst Billy Wilders spätere negative Aussage zu den Dreharbeiten „Das verflixte Jahr“ das ihre Gestaltungskraft einer einfältigen Sex Biene gleiche, und auch Otto Premingers Aussage, während den Dreharbeiten zu „Fluss ohne Wiederkehr“, dass sie ein „Vakuum mit Brustwarzen“ sei, konnten Marilyns Ehrgeiz nicht erschüttern und ihre unaufhaltbare Karriere nicht mehr aufhalten.

Obwohl vieler harter Kritik, die die Monroe zu Anfang einstecken musste, so erhielt sie nach Auflösung des Vertrages bei der 20th Century Fox über den Filmzaren Harry Cohn 1947 einen neuen Vertrag bei Columbia mit gleichem Anfangsgehalt wie bei der Fox. Es bot sich die Chance endlich eine größere Filmrolle in dem Streifen Ladies of the Chorus“ zu spielen. Doch der Vertrag bei Columbia war bereits nach sechs Monaten beendet, weil Marilyn mit Harry Kohn nicht allein auf deren Yacht segeln wollte. Doch eines war entscheidend für ihre weitere Karriere, dass sie bei der Columbia die dortige Schauspiellehrerin Natascha Lytess kennenlernte, die nicht nur für Marilyns weitere Ausbildung verantwortlich, sondern sie auch auf ihren weiteren steilen, aber schwierigen Weg begleiten sollte. Sie glaubte an Marilyns Schauspieltalent, nahm sie unter ihre Fittiche, und gab ihr nach der Entlassung aus dem Studiovertrag regelmäßig unentgeltlich Schauspielunterricht. Im Herbst 1947 sind auch für Marilyn, neben vielen weiteren arbeitslosen Filmsternchen, nicht gerade rosige Zeiten. Ende September 1948 saß Marilyn recht niedergeschlagen im Studio von Bruno und bettelte sozusagen um einen Job als Fotomodell. Denn sie sei schon seit Monaten im Rückstand mit der Miete und könne auch nicht mehr die Raten fürs Auto bezahlen, da sie beim Film zurzeit keine Beschäftigung habe. Während dieser Arbeitslosigkeit entstanden auch die Aktfotos mit dem berühmten Fotografen Tom Kelly, wo Marilyn für einen Kalender und für ein Honorar von 75 Dollar posierte. Bruno erfuhr davon erst viele Jahre später, wo die Monroe bereits eine bekannte Schauspielerin war und einige große Filme gedreht hatte. Man kann sich ungefähr diesen Skandal in Hollywood vorstellen. Denn eines der striktesten Tabus war Nacktheit. Keine Schauspielerin in Hollywood konnte es sich seinerzeit leisten dieses Tabu zu verletzen. Nun viele Jugendsünden der Monroe versuchte man als sie bereits berühmt war zu vertuschen. Es hätte ungeheure Skandale gegeben und Marilyns Filmkarriere wäre damit schnell beendet gewesen. Viele Jugendsünden wie man sie auch nennen will, waren bei vielen jungen bekannten, oder weniger bekannten Schauspielerinnen, doch eher eine Art Verzweiflungstat. Denn wenn man nicht unbedingt in die Prostitution abrutschen wollte, so war man notgedrungen gezwungen als Aktmodell oder als Pin-up seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

marilyn portrait
Portrait Marilyn Monroe. Foto: Sammlung Miebach

Ein weiterer Mann spielte in Marilyns Leben eine wesentliche Rolle. Johnny Hyde, ein begeisterter Fotoamateur, und im Berufsleben der Vizepräsident der einflussreichen William Morris – Agentur, sollte Marilyns Leben schlagartig verändern. Er war ein guter Freund von Bruno Bernard und Marilyn lernte ihn zur richtigen Zeit am richtigen Ort in Palm Springs kennen. Nach dem Dilemma mit Marilyns Geldknappheit, engagierte Bruno Marilyn für einen Reportageauftrag für ein amerikanisches Fanmagazin, wo die Aufnahmen im Racquet – Club im Palm Springs erfolgten. Dieser Schauplatz war ein Treffpunkt für alle Stars, für die Reichen und Schönen, und auch dort hielt sich zum selbigen Zeitpunkt Johnny Hyde auf, der beim ersten Anblick von Marilyns Schönheit derart fasziniert war, sodass er sich Hals über Kopf in sie verliebte. Dieser „kleine Gartenzwerg“ so wie Marilyn ihn zu Anfangs spöttisch bezeichnete, machte seine neue Entdeckung zu seinem Lieblingsobjekt seiner einflussreichen Agentur. Zuerst kaufte er für einen Spottpreis Marilyns Vertrag mit der NCAC auf und schenkte ihr selbst einen teuren Sportwagen. Dann begann unter ständiger Bewachung seiner Argusaugen der Verwandlungsprozess des „netten Mädchens von nebenan“ indem er Marilyn Monroe in eine Hollywoodsirene verwandelte, was ihn damals eine Menge Geld gekostet hat. Der beste Schönheitschirurg Hollywoods musste jetzt ihre Nase veredeln und ihr Kinn straffen. Die besten Modeschneider gaben Marilyn ein komplett neues Outfit, und er der nun seine Marilyn um stilisierte vom Aschenbrödel zur Filmprinzessin, sie mitschleifte in alle Nightclubs und Film-Premieren, nach dem Motto gesehen und gesehen werden, versuchte aus Marilyn eine ernsthafte Schauspielerin zu machen. Das dieser Mann, Marilyn zum ersten Durchbruch verhalf, wurde durch die allgemeine Weltpresse eigentlich immer verschwiegen. Johnny Hyde gab unter seinem Management Marilyn die erste Chance in dem Film „Asphalt Dschungel“(1950) unter der Regie von John Huston mitzuwirken, und mit seiner Cleverness handelte er für Marilyn nun einen Sieben-Jahresvertrag bei der 20th Century Fox aus. Unter diesem neuen Vertrag drehte die Monroe unter der Regie von Joe Mankiewicz, einer der erfolgreichsten Regisseure und Drehbuchautoren der 50er Jahre, den Film „Alles über Eva“ (1950).

Doch die persönliche Tragik für den kleinen großen, ehemaligen russischen Zirkusartisten Johnny war, dass er das erste Todesopfer seiner blonden mit Sex-Appeal ausgestatteten Liebesgöttin wurde. Denn während ihres über zweijährigem Liebesverhältnis hatte er Marilyn mehrere Male die Ehe angetragen, die sie zur Millionärin und damit zumindest finanziell abgesichert hätte. Aber sie die später in dem Erfolgsfilm „Wie angelt man sich einen Millionär“ (1953), in ihrem wirklichen Leben aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen wollte, verzichtete auf dieses überaus großzügige Angebot und gab ihren Gönner vielleicht ihren Körper, aber nie ihr Versprechen, weil sie sich einfach nicht binden wollte. Denn Marilyns Ziel war nicht das Hausmütterchen am Herd zu spielen, sondern einzigallein die Verwirklichung einer großen Karriere. Dafür nahm sie alle Mühen auf sich, und obwohl sie sich im inneren ihres Herzens nach Wärme und Geborgenheit sehnte, so verzichtete sie zunächst auf ein häusliches Familienleben. Freunde behaupteten damals mit nicht weniger Ironie, Johnny sei am gebrochenen Herzen gestorben! Nach dem Tod von Johnny Hyde sagte Marilyn selbst „Ich liebte Johnny als Mensch, aber nicht als Mann. Er war der erste Mensch der mich richtig verstand, und ich werde ihn nie vergessen.“ Plötzlich stand Marilyn wieder als das verlassene Waisenkind Norma Jeane da. Denn die Familie Hyde schmiss sie unverzüglich aus der früher mit Johnny gemeinsam bewohnten Villa im hohen Bogen hinaus.

Doch durch Johnny Hyde, der Marilyns Weg bereits geebnet hatte, war ihr steiler Weg zum Star nicht mehr aufzuhalten. Unter ihrer Schauspieldompteuse Natascha Lytess erarbeitete Marilyn mit eiserner Disziplin ein Rollenstudium und ent-wickelte außerdem auch einen wahren Bildungshunger. Sie las zum ersten Mal den deutschen Dichter Rainer Maria Rilke, las alle Regiebücher des großen deutschen Regisseur Max Reinhardt, träumte davon die Gruschenka in der Verfilmung der „Brüder Karamasow“ zu spielen, um endlich von dem Klischee des „naiv dummen Sex-Blondchens“ wegzukommen. Selbst ihr erster Welterfolg, neben der damals berühmten Jane Russel in „Blondinen bevorzugt“ (Regie Howard Hawks), und weitere Filme wie „Niagara“1952, und ähnliche Rollen im Jahre 1953 „Wie angelt man sich einen Millionär“ machten Marilyn nicht unbedingt glücklicher.

Durch die Rollenschablone des verführerischen, aber der geistig minder-bemittelten Blondine, machte die 20th Century Fox ein Vermögen, und bereits auch zu dieser Zeit entstanden zwischen der Monroe und zwischen der Filmproduktion große Auseinandersetzungen. Denn Marilyn bestand auf anspruchsvollere Rollen, mehrere Drehbücher hatte sie bereits abgelehnt, und schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss, indem man ihr 1954 auf Grund ihrer Mitwirkung in dem Film „Rhythmus im Blut“ eine Hauptrolle in dem Film „Das verflixte 7.Jahr“ unter der Regie von Billy Wilder zugesagt hatte. Marilyn hatte zwar den erträumten und lang ersehnten Erfolg erreicht, aber sie wurde trotz Ruhm und finanzieller Unabhängigkeit immer egozentrischer und vor allem unzufriedener. Sie erschien unpünktlich zu den Dreharbeiten und griff immer mehr zu der Droge Alkohol und Schlaftabletten. Dazu kamen Marilyns ständige Zweifel an ihren schauspielerischen Fähigkeiten, und ohne Natascha wäre wahrscheinlich Marilyn auch auf weiter Flur verloren gewesen. Denn Ihre Lehrerin war wie ein 2.Schatten was ihre künstlerische Arbeit betraf. Wo während des Drehs, so auch während der Dreharbeiten zu dem Film „Das verflixte Jahr“ unter der Regie von Billy Wilder, Natascha vor jeder neuen Szeneneinstellung unaufhörlich auf Marilyn einredete. Jede Geste, jede Sprech-Nuance wiederholte Natascha wie ein Hypnotiseur, und Marilyn schien sich mit geschlossenen Augen ganz wie im Trance auf die hypnotischen Befehle zu konzentrieren. Selbst als die Kamera rollte, lief Natascha außerhalb der optischen Reichweite neben Marilyn her und gab ihre pantomimische Schützenhilfe. Marilyn brauchte oft bis zu 50. Einstellungen bis endlich die Szene im Kasten war. Eine unvorstellbare Geschichte, die ich selbst zunächst nicht glauben wollte, und jeder Regisseur der mit Marilyn zusammengearbeitet hatte, sich offenbar die Haare gerauft haben muss. Doch Bruno Bernard, der bei den Dreharbeiten persönlich anwesend war um einige Standfotos von Marilyn zu schießen, mag hier durchaus keine Lügengeschichten erzählt zu haben, da ich Brunos wahren Charakter, der sehr offen und ehrlich war, durchaus sehr gut kannte. Dazu kam, dass Marilyn emotional sehr labil, und daher äußeren Einflüssen völlig ausgeliefert war. Durch die lebenslange Bevormundung beginnend im Waisenhaus, und später in der Ausübung als Filmschauspielerin, war Marilyn doch eher wie ein dressiertes Zirkuspferd und nie sich selbst. Marilyns zweiter Schauspiel – Hypnotiseur war Milton Greene. Sie folgte ihm 1956 nach New York und schlich sich mit dunkler Brille in das berühmte Actors-Studio von Lee Strasberg um dort an Ort und Stelle die „Methode“ zu studieren. Natascha hatte man inzwischen, auch von Seiten des Studios in die Wüste geschickt. Für Marilyn bedeutete diese Strasbergsche Methode ein Ausgraben ihrer Kindheits-traumata, die bereits auf der Couch ihrer verschiedenen Psychoanalytiker so aufgewühlt worden waren, sodass sie unter den Konflikten ihres gegensätzlichen Ichs immer mehr zerbrach.

Nichtsdestotrotz entschloss sich Marilyn, die von dem Theater-Guru Strasberg ausgesprochen fasziniert war, einige Privatstunden bei ihm zu nehmen. Er nahm sie dann später in seine Schauspielklasse auf, wo sie damals die Blanche Dubois in „Endstation Sehnsucht“ studierte, und laut Strasbergs Aussage, die Rolle sogar ausgezeichnet und sehr überzeugend gespielt haben soll. Seine Frau Paula übernahm bei den weiteren Filmproduktionen die Rolle von Natascha Lytess. Erstaunlicherweise ist auch speziell in den späteren Filmen von Marilyn zu beobachten, dass ihr schauspielerisches Können sich im Laufe der Jahre wirklich entwickelt hatte, so auch in dem Film mit Clark Gable in „Nicht gesellschaftsfähig“ (1961). Wo Marilyn auch bereits mit dem Autor Arthur Miller schon verheiratet war, und aus Liebe zu ihm zum Judentum konvertierte. Sie hatte ihn während der Dreharbeiten zu dem Film „Alter schützt vor Torheit nicht“ durch Eliza Kazan kennen gelernt. Die Ehe schien zu anfangs sehr glücklich, und Marilyn knüpfte auch echte menschliche Beziehungen zu Millers Eltern, die über ihre spätere Scheidung hinausreichten. Doch kann und will sich Marilyn mit diesem häuslichen Glück nicht lange bescheiden. Eine jüdische Hausfrau und Mama wird sie in Connecticut ebenso wenig, wie einst mit ihrem Joe sie eine Mammita in San Franciscos Fisherman’s Wharf abgegeben hatte. Die weitere Tragik mit Miller war außerdem, dass Marilyn zu Anfang ihrer Beziehung sich unbedingt ein Kind gewünscht hatte, aber drei Fehlgeburten überschatteten die ohnehin schon ständig im Streit lebende Beziehung. Marilyn litt bereits zu dieser Zeit an regelmäßig wiederkehrenden manischen Depressionen, die nicht nur ihr, sondern auch ihrer nächsten Umgebung das Leben zur Hölle machten. Miller spielte nach den Drehs den Babysitter und Krankenwärter, wo er Marilyn am Abend Beruhigungspillen und Schlaftabletten, durch Anordnung ihres Psychiaters zuteilen musste. Über tags übernahm er dann die Vermittlerrolle zwischen den anderen Schauspielern und Marilyn, die oft durch die Verzögerungen Marilyns kurz vor dem Nervenzusammenbruch standen. Somit entwickelten sich auch die Dreharbeiten zu dem Film „Nicht gesellschaftsfähig“ mit Clark Gable zu einem Desaster. John Huston, der Marilyn bereits im „Asphalt-Dschungel“ als Schauspielerin etabliert hatte, führte Regie. Ihr Mann selbst hatte zwei Jahre an dem Drehbuch gefeilt, um ihr die Rolle der Rosslyn auf den Leib zu schreiben. Dieser Film sollte Marilyn zum Durchbruch als ernste Schauspielerin verhelfen. Clark Gable, der bei jedem Filmteam gleich beliebte Mensch, kannte im Gegensatz zu Marilyn keine Starallüren. Der Vollprofi war immer pünktlich und hilfsbereit seinen Kollegen gegenüber. Trotz der glühenden Hitze in der heißen Nevada Wüste, seiner 54 Jahre und eines Herzfehlers, ließ er es sich nicht nehmen, alle gefährlichen Szenen des Einfangens der Wildpferde, ohne Gefahrendouble zu drehen. Die vielen Verzögerungen, teils durch Marilyns akute Depressionen, teils aber auch durch die vielen Streitereien am Drehort mit Miller bedingt, überanstrengten ihm derartig, sodass er 13 Tage nach Beendigung der Produktion an Herz-Versagen verstarb, ohne die Geburt seines einzigen Kindes, eines Sohnes, noch mitzuerleben.

Amerika war schockiert und böse Anschuldigungen, dass Marilyn am Tod des Filmidols schuld war, wurde durch Clarks Ehefrau Kay Spreckels noch geschürt, sodass die amerikanische Presse hier für negative Schlagzeilen sorgte. Marilyn war zu der Zeit schon ein menschliches Wrack, und es war erstaunlich, dass der Film durch den Dunst ihres Alkohol- und Pillenkonsums, und durch die Nebelschwaden der vielen Gespräche auf der Seelencouch eines Psychiaters, überhaupt zu Ende gedreht wurde. Der Film selbst, der den lang ersehnten Wechsel ins Charakterfach für Marilyn zwar erfüllte, wurde auf Grund seiner depressiven Grundstimmung jedoch ein Misserfolg. Miller der selbst bereits am Boden zerstört, und an aller Kreativität verloren hatte, ließ sich im beiderseitigen Einverständnis am 20. Januar 1961, nach zahlreichen ausgefochtenen Ehe-streitigkeiten, dann endlich von Marilyn scheiden.

Nach Marilyns Tod am 5.August 1962 brodelte die Gerüchteküche. Die Nachricht über ihren Selbstmord schockierte die Welt. Diese von der Welt so vergötterte Filmdiva, starb einsam und still im blühenden Alter von 36.Jahren an einer Überdosis des Barbiturats Nembutal in Verbindung mit dem Schlafmittel Choral-Hydrat. In ihrer sich selbst bewundernden Eitelkeit wollte sie sogar noch als schönste Leiche in Erinnerung bleiben, indem sie ihren Maskenbildner Whitney Snyder, ihre Garderobiere Margie Plecher und ihre Friseuse Agnes Flanagan noch zu Lebzeiten beauftragte, sie für ihren letzten Auftritt entsprechend vorzubereiten. Schon diese naive Eitelkeit lässt Vermutungen über die letzten Gründe ihres Freitods zu. Ihre physische Eitelkeit war nichts anderes als eine Überkompensation eines tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplexes.

Denn sicher wurde ihr klar, dass die Massenanbetung für ihre bloße Sexualität nur noch ein paar Jahre andauern würde, und dass der Absprung in andere Lebensbereiche ihr wahrscheinlich nie geglückt wäre. Außerdem wurde sie zum Produkt und Markenzeichen einer amerikanischen Hollywoodfabrik, die Marilyn mit zunehmendem Alter nie das ernste Schauspielfach zugetraut, geschweige denn angetragen hätten.

Dazu kam auch das die Fox-Studios Marilyn bereits abgeschrieben hatten, da sie krankheitsbedingt kaum noch am Set erschien, und die Kosten der Dreharbeiten derart angestiegen sind, sodass auf Dauer weder die Produktion noch der Star Monroe finanzierbar waren. Außerdem hatte Marilyn während des Drehs zu „Something’s Go to Give“ (1962), und obwohl sie krankgemeldet war, bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Squere Garden ihren letzten öffentlichen Auftrag, der gegen den Willen der Fox-Studios geschah, und der Anlass genug war, um Marilyns Vertrag zu kündigen. Somit sind die hier angeführten Kriterien durchaus ein Grund dafür gewesen, dass Marilyn nicht nur Angst vor einem finanziellen Ruin, sondern auch das Ende ihrer Karriere bereits befürchtete, um ihren eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Die Verschwörungstheorie, dass John F. Kennedy das Film Idol durch die CIA habe ermorden lassen, konnte nie widerlegt werden. Es ist unumstritten, dass Marilyn die Kennedys wegen ihrer politischen Prominenz, ihrer hohen Geistes-gaben und ihres jugendlichen Flairs bewunderte, und das hier auch über mehrere Zusammentreffen mit Bobby zu berichten ist. Sie äußerte sich über Bobby im positiven Sinne auch Bruno gegenüber. Doch nach Marilyns eigener Aussage, dass sie ihn als Intellektuellen bewundere, aber ihn körperlich in keiner Weise anziehend findet, spricht bereits dafür, dass es hier zu keiner intimen Beziehung gekommen ist. Das zwischen den Kennedybrüdern lediglich, auch teils wegen Marilyns ungeheure Publicitygier, eine rein freundschaftliche Beziehung bestand, so ist auch eine Ermordung von derer Seite im Auftrag der CIA voll-kommen auszuschließen.

Lässt man das Leben von der Monroe geistig noch einmal Revue passieren, so kommt man am Ende zu der einzigen Überzeugung „Dass Ruhm auch einsam macht!“. Denn die egozentrische und am Ende total durch geknallte Diva, litt bereits seit ihrer Kindheit, und erblich bedingt an schwersten Depressionen, wo von Anfang an es besser gewesen wäre, zunächst ihre kranke Seele zu heilen, als aus ihr eine Zelluloid – Göttin zu machen. Diese Entwicklung vom Aschenbrödel zum Star war in Marilyns Leben ein totaler Widerspruch, und gleichzeitig eine physische und psychische Überforderung. Sie wollte sich aus den Klauen eines Kindheitstraumas befreien, indem sie den Traum ein Filmstar zu werden nicht nur geträumt, sondern ihn auch mit aller Konsequenz versucht hatte zu verwirklichen.

So ist ihr wenigstens eines geblieben, trotz ihrer seelischen Zerrissenheit in einer Welt, wo sie von der Mutter nicht gewollt, durch Männer eher ausgenutzt als auch sexuell missbraucht und von einer amerikanischen Filmfabrik ausgebeutet, dass sie zumindest als blonde Venus, als die Verkörperung des „Ewig-Weiblichen“ zu einer Legende geworden ist.

Wen die Götter vernichten wollen…den machen sie erst erfolgreich“ dieser Spruch passt so typisch zu Marilyn Monroe. Denn obwohl sie alles in ihrem Leben erreicht hatte, so blieben ihr am Ende nur noch eine totale Leere und Einsamkeit, wo Lebensüberdruss und Selbstzerstörung die Unaus bleibenden Folgen ihres so unkontrollierten Lebenswandels waren.

Bruno Bernard selbst verstarb im Juni 1987 in Los Angeles. Ich traf ihn ein letztes Mal 1986 im Bad Reichenhall, wo er sich auf Grund einer jahrelangen Prostataerkrankung, dort noch einmal von Spezialisten behandeln ließ.

Doch offenbar sah auch Bruno, durch seine fortgeschrittene Krebserkrankung, keinen anderen Ausweg mehr um somit seinem Leben ein Ende zu setzen.

Seit dieser Zeit des Glamours und der wunderbaren Freundschaft mit Bruno ist auch für mich eine Ära zu Ende gegangen.

Der glamouröse Hollywoodstar Marilyn Monroe und Bernard of Hollywood haben sich beide ein Denkmal gesetzt. Denkmäler die Geschichten zu erzählen haben, die oft von einer derartigen Tragik, wo seitens der Weltpresse zwischen „Lüge und Wahrheit“ jahrzehntelang eine Gerüchteküche brodelte, die mehr der Sensationslust diente anstatt zu hinterfragen. Jedoch wo Tote wieder auferstehen und zur Legende werden. Hier erinnere ich mich wieder an Falcos Lied „Muss ich erst sterben um zu leben?“

Copyright Manuela Miebach
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DIE MITTWOCH-PRESSE (13. MAI 2026)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: DIE MITTWOCH-PRESSE  (13. MAI 2026)

Wien/Staatsoper
„Rosenkavalier“: Eine Marschallin mit berückendem Silbertimbre
Die Wiener Staatsoper hat eine neue „Rosenkavalier“-Spielserie angesetzt. Der Auftakt unter dem Dirigat von Alexander Soddy erwies sich als Aufführung in eindrucksvoller Balance der Stimmen. Temperament, Brillanz und schöne Stimmen bestimmten den mit Jubel und Bravogeschrei gefeierten ersten „Rosenkavalier“ der neuen Serie. Von Alexander Soddy am Pult weiß man seit seinem „Elektra“-Debüt 2020, mit wie viel Kraft und Energie er bei Richard Strauss aufs Tempo drückt und welch eindrucksvollen Farben- und Stimmungszauber er beschwört.
https://www.krone.at/4138006

Wien/ Staatsoper
Dorfkomödie mit noblen Stimmen: L’elisir d‘amore an der Wiener Staatsoper
Gaetano Donizettis L’elisir d’amore, 1832 uraufgeführt, wurde 1980 von Otto Schenk und seinem Ausstatter Jürgen Rose zu einer eisernen Säule des Repertoires an der Wiener Staatsoper geschmiedet. Anders als alle vier Vorgänger-Inszenierungen des letzten Jahrhunderts, von denen es keine auf zehn Vorstellungen brachte, steht sie praktisch jede Saison am Programm, womit man mit der hier besprochenen Aufführung bei Nummer 283 angelangt is
bachtrack.com.de.damore

Vorbericht MusikTheater an der Wien: Unbefugte Eifersucht Geistreicher Schachzug.
Regisseur Vasily Barkhatov verlegt Verdis „Stiffelio“ zu den Amish People. Und verbindet so gestern und heute. Bühnenbildner Christian Schmidt schafft dafür private Räume.
https://www.buehne-magazin.com/news/unbefugte-eifersucht

Vorbericht Staatsoper: Opernperle
George Bizets Frühwerk „Die Perlenfischer“ ist ein musikalisches Meisterwerk voll großer Melodien. Regie-Rockstar Ersan Mondtag denkt das Werk völlig neu und lässt es doch, wie es ist. Wie das geht, hat er uns erzählt.
https://www.buehne-magazin.com/news/opernperle

München/ Biennale für neues Musiktheater
Codeborn – Auftakt der Münchener Biennale für neues Musiktheater
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,22 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio

Wien/ Konzerthaus
Nelsons versetzt Wien in Mahler-Euphorie
Vier Wochenenden, drei Mahler-Sinfonien, dreimal Weltspitzenklasse: Sowas gibt es auch nur bei den Wiener Philharmonikern! Zum krönenden Abschluss dieses Mahlerfests stand die monumentale Achte Symphonie unter Andris Nelsons auf dem Programm. Ein Gast fand die beiden Konzerte am Wochenende so großartig, dass er sich dieses Werk auch am dritten Tag in Folge nochmal anhörte. Nach dieser Mahler-Sternstunde kann ich nur sagen: Das hätte ich Hals über Kopf sofort auch getan!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Graz
Oper Graz zwischen Faust und „Weißem Rössl“
Die Grazer Oper startet im Herbst mit Hector Berlioz’ „La Damnation de Faust“ in die neue Saison. In der Spielzeit 2026/27 wird ein vielfältiges Programm geboten, in dem „Bekanntes, Populäres und Neuzuentdeckendes“ vorkommt. Die erste Premiere wird „La Damnation de Faust“ am 26. September sein. Die von Regisseur Lorenzo Fioroni geplante Inszenierung begreife das Werk aus dem Jahr 1846 als Aufforderung zu einem sinnlichen Denkexperiment, in dem der mythische Faust-Stoff zum Spiegel einer aus den Fugen geratenen Welt gerät. Am Dirigentenpult der Grazer Philharmoniker wird Johannes Braun stehen.
https://steiermark.orf.at/stories/3353760/

Linz
L’Orfeo feiert im Brucknerhaus: Ein Wutausbruch mit „Happy Birthday“ (Bezahlartikel)
30 Jahre L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg: eine Festmatinee in Linz, bei der Musik von Mozart, dem originellsten Bach-Sohn und Haydn begeisterte.
DiePresse.com.doc.brucknerhaus

München
Kampf der Königinnen
Fesselnd, fasslich und farbenreich gerät Brett Deans umjubelte Uraufführung über das Schicksal der Königinnen Elizabeth Tudor und Mary Stuart. Zwei große Sängerdarstellerinnen tragen den Abend. Es bleiben nur wenige Fragzeichen.
Concerti.de.oper.königinnen

Das laute Flüstern der Gräber
Mit „Of One Blood“ gießt Komponist Brett Dean die Geschichte des weltberühmten Kampfs zwischen Maria Stuart und Königin Elisabeth um den englischen Thron in sinnlich packende Musik. In der Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper macht Regisseur Claus Guth aus dem musikalischen auch einen szenischen Thriller.
DieDeutscheBuehne.de

Der Krieg der Königinnen: «Of One Blood» in München (Bezahlartikel)
Herrscherdramen haben wieder Konjunktur auf den Bühnen. Jetzt zeigt die Bayerische Staatsoper die Auseinandersetzung zwischen Maria Stuart und Elisabeth I. als packende moderne Fallstudie.
https://www.nzz.ch/feuilleton/buehne/der-krieg-der-koeniginnen-ld.10006060

«Of One Blood» – Jubel für neue Oper
Eine englische Königin, ihre schottische Rivalin und ein blutiges Ende. Über Elizabeth I. und Mary Stuart ist viel geschrieben worden – jetzt auch eine neue Oper. In Berlin  wurde die Oper «Of One Blood» uraufgeführt – mit viel Applaus und Jubel für den australischen Komponisten Brett Dean und Librettistin Heather Betts. Das Ehepaar, das stets zusammenarbeitet bei neuen Opern, fügt der bekannten, schon von Friedrich Schiller dramatisierten Historie keine großen Überraschungen zu.
DieWelt.de.regionales.bayern

Dieser Sound lässt einen nicht los (Bezahlartikel)
In München wird Brett Deans Oper „Of One Blood“ über die Fehde Maria Stuarts und Elizabeths uraufgeführt. Darin zu hören: das großartigste Crescendo der Operngeschichte – zu einer Enthauptung.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin
Stell dir vor, Christian Thielemann dirigiert und keiner geht hin
An der Staatsoper Unter den Linden gibt es eine wahrhaft spektakuläre Strauss-Oper. Doch bleiben weite Teile im zweiten und dritten Rang leer. Was ist passiert? Allein der Blick in den Zuschauerraum irritierte, und zwar gehörig: In weiten Teilen des zweiten und dritten Rangs herrschte gähnende Leere. Im ersten Rang bleiben nach der ersten Pause etliche Sitze leer, nach der zweiten Pause kehrten weitere Besucher nicht mehr auf ihre Plätze zurück. An Thielemann, dem Orchester oder den Sängern lag es nicht – sie lieferten Spitzenleistungen ab, musizierten von Anfang bis zum Ende grandios. Langeweile war absolut nicht möglich.
BerlinerZeitung.de,schweigsameFrau

Frankfurt
Wenn ein Dorf an der Rache erstickt (Bezahlartikel)
So karg wie stark: Wolfgang Fortners Oper „Die Bluthochzeit“ nach Federico García Lorca überzeugt an der Oper Frankfurt sowohl musikalisch wie szenisch.
FrankfurterAllgemeine.net.bluthochzeit

Das ergraute Herz
An der Oper Frankfurt formt Regisseur Alex Ollé Wolfgang Fortners „Bluthochzeit“ nach Federico García Lorca zu einer bitterkalten, entseelten und gerade dadurch so präzisen psychologischen Studie.
Concertide,operkritik.fortner

Hannover
Marien-Erscheinungen
Korngolds »Die tote Stadt« an der Staatsoper Hannover wurde in einer gleichermaßen durchdachten wie originellen Neuinszenierung zu einem Triumph. Mit ihrer Neuproduktion von Erich Wolfgang Korngolds Geniestreich Die tote Stadt – der ersten Aufführung überhaupt an der Leine – hat die Hannoveraner Staatsoper einen Coup gelandet. Die Regie von Ilaria Lanzino braucht kein morbides Brügge, sondern setzt ganz auf die Bergung der psychologischen und psychoanalytischen Finessen, die das Libretto von Vater Julius Korngold bereithält.
https://backstageclassical.com/marien-erscheinungen/

Bayreuth/Markgräfliches Opernhaus
Glück mit Gluck: Michael Hofstetter kommt in Bayreuth (fast) ohne Wagner aus
Bei Bayreuth denkt jeder sofort an Richard Wagner. Dass abseits des Festspielhauses andere Kaliber ihr Unwesen treiben, dafür sorgt Intendant und Dirigent Michael Hofstetter. Die Gluck Festspiele widmen sich dem großen Reformator Christoph Willibald Gluck – der Komponist unserer Zeit, dessen ist sich Hofstetter sicher. Wagner hatte ihn ebenfalls auf dem Radar.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Köln
„Picture a day like this“: Ein Wunder, doch anders als erwartet
In der deutschen Erstaufführung ihrer Kammeroper erweisen sich Komponist George Benjamin und Librettist Martin Crimp erneut als Dream Team. Während der Dichter in der Knappheit des Ausdrucks Magie und Geheimnis evoziert, ersinnt der Tonsetzer eine luzide Partitur voller Suggestivkraft.
Concerti.de.opernkritik.picture

Lübeck
Das Lübecker Opernstudio glänzt mit überzeugenden Stimmen
In zahlreichen Opernproduktionen der vergangenen Jahre begeisterten junge Sängerinnen und Sänger aus dem Lübecker Opernstudio das Publikum durch hochprofessionelle und ausgesprochen reife Leistungen. Ihnen allein gehörte am 10. Mai 2026 die Bühne; bei einem zauberhaften Konzert im Mittelrangfoyer des Lübecker Theaters überzeugten sie erneut mit einem bunten Programm, unter anderem aus aktueller und kommender Spielzeit.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

CD, Blu-Ray-Besprechung
Giovanni Antonini dirigiert den Schmerz aus den Angeln
Giovanni Antonini wählt für den 19. Band seiner Gesamtaufnahme Haydn2032 einen eignen Weg: eine seelische Inventur in Klanggestalt. Mit Il Giardino Armonico spannt er einen Bogen von den Schlachtfeldern des dreißigjährigen Krieges bis zu den Erschütterungen des modernen Terrorismus.
Von Dirk Schauß
Klassik.begeistert.de

Hanau/ Congress-Park
Französischer Esprit erobert Hanau
Der Congress Park in Hanau verwandelte sich am Abend des 9. Mai in einen Ort französischen Esprits. Jens Troester und die Neue Philharmonie Frankfurt luden zum vierten Konzert der Reihe „Congress Park Sinfonie“ – und sie taten es mit der gewohnten Hingabe und handwerklichen Präzision. Das Orchester, das zwar den Namen der nahen Metropole Frankfurt im Titel trägt, seine künstlerische Heimat aber mit Fug und Recht in Hanau behauptet, servierte ein Programm wie ein exquisites Drei-Gänge-Menü: Lili Boulanger als spritziger Aperitif, Frédéric Chopin als virtuose Hauptspeise und César Franck als gewichtiger, aber keineswegs schwer verdaulicher Digestif.
Von Dirk Schauß
Klassik.begeistert.de

Grazer „Schlagergottesdienst“: Veranstalter sprechen von vollem Erfolg
Bereits zweite Auflage des musikalisch-religiösen Events in evangelischer Christuskirche unter dem Motto „Musik verbindet – Glaube ohne Grenzen – Kirche ist offen“. Der zweite „Schlagergottesdienst“ in der evangelischen Christuskirche Graz ist nach Angaben der Veranstalter erneut auf große Resonanz gestoßen. Die Kirche sei bei der Veranstaltung am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen, wobei die Besucherinnen und Besucher teils längere Anfahrten in Kauf genommen hätten. Der Gottesdienst fand unter dem Motto „Musik verbindet – Glaube ohne Grenzen – Kirche ist offen“ statt und war inhaltlich an den Eurovision Song Contest (ESC) angelehnt. Im Zentrum standen bekannte Schlager und ESC-Titel aus mehreren Jahrzehnten, darunter „Ein bisschen Frieden“ (Nicole), „Merci Chérie“ (Udo Jürgens) oder „Fly on the Wings of Love“ (Olsen Brothers). Die Lieder wurden im liturgischen Rahmen mit biblischen Bezügen verbunden, insbesondere zur Vorstellung von der Kirche als „einem Leib und vielen Gliedern“, so die Veranstalter.
katholisch.at.aktuell

Hof
Giulietta e Romeo/ Zandonai
Die Geschichte von Romeo und Julia wird derzeit in Hof in einer selten gezeigten Form präsentiert: die 1922 uraufgeführte Oper Giulietta e Romeo von Riccardo Zandonai stellt dabei höchste Anforderungen an Orchester und Besetzung.
Von Jochen Rüth
https://deropernfreund.de/theater-hof/hof-giulietta-e-romeo-riccardo-zandonai/

Tonträger
Arvo Pärts Sinfonien in einer spektakulären Gesamteinspielung
Der 90-jährige Arvo Pärt gehört längst zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. In seiner langen Karriere hat er auch vier Sinfonien komponiert, die jetzt in einer neuen Gesamtaufnahme mit dem Iceland Symphony Orchestra vorliegen.
NDR.de.Kultur.musik.paert

Links zu englischsprachigen Artikeln

Mailand
Teatro alla Scala 2025-26 Review: Pelléas et Mélisande
https://operawire.com/teatro-alla-scala-2025-26-review-pelleas-et-melisande/

Poznán
Poznán Opera House 2026 Review: King Roger
https://operawire.com/poznan-opera-house-2026-review-king-roger/

Barcelona
Xabier Anduaga Encores in ‘Werther’ at Gran Teatre del Liceu
https://operawire.com/xabier-anduaga-encores-in-werther-at-gran-teatre-del-liceu/

Valencia
James Gaffigan leads an excellent performance of Richard Strauss’s Salome in Valencia
seenandheard.international.com.gaffigan

London
Bernstein’s ‘The Age of Anxiety’ proves central to Pappano’s LSO concert
seenandheard.international.com.bernstein

Manchester
When I heard it, I nearly fell off my chair’: behind the scenes at Angel’s Bone,
ENO’s audacious Manchester debut After years of upheaval, English National Opera is staging its first new opera in its northern base: the Pulitzer-winning Angel’s Bone, about two angels brutally exploited by human traffickers. We talk to its creators
https://TheGuardian.com.music.behindthescenes

Glasgow
Sir Thomas Allen’s Marriage of Figaro for Scottish Opera still entertains
bachtrack,com.de.marriage

New York
Uno, Dos, Uno!’: Under Dudamel, Classical Music Meets Salsa (Subscription required)
Gustavo Dudamel brought the New York Philharmonic and the Spanish Harlem Orchestra together for the first time, at Lincoln Center and uptown.
NewYorkTimes.com

Seattle
Sasha Cooke brings sharp intelligence to Seattle Opera’s Caribbean-tinged Carmen
https://bachtrack.com/de_DE/review-carmen-curran-cooke-cairns-seattle-opera-may-2026

Ballet / Dance

The Great Gatsby at Kansas City Ballet: dance like everybody’s watching
bachtrack.com.de

Düsseldorf
A Streetcar Named Desire: a bleak but gripping retelling at Ballett am Rhein
bachtrack.de.streetcar

Sprechtheater

Wien/ Volkstheater
Volkstheater Wien startet nächste Spielzeit mit Jelinek-Rundumschlag
Jan Philipp Gloger präsentierte das Programm seiner zweiten Spielzeit 2026/27 und ist auf gestiegene Publikumszahlen stolz
DerStandard.at.story.rundumschlag

Theatergeheimnis: Warum publiziert das Volkstheater seine Einnahmen nicht? (Bezahlartikel)
Direktor Jan Philipp Gloger will Erlöse und Auslastung des Volkstheaters nicht veröffentlichen. Die Besucherzahlen seiner ersten Saison sind aber erfreulich. In seiner zweiten Spielzeit bringt er Woyzeck und ein Jelinek-Quartett, Macbeth und die Kleine Hexe.
DiePresse.com.theatergeheimnis

Mehr Theater für alle – mit Humor und Haltung
Die erste Spielzeit von Jan Philipp Gloger als Direktor am Volkstheater neigt sich dem Ende zu. Er zieht für sich positive Bilanz und blickt erwartungsvoll in die kommende Spielzeit.
https://www.krone.at/4137997

Linz
„Die Ratten“ in Linz: Psycho-Tristesse statt klassischem Elend (Bezahlartikel)
Henriette John mit „Affenliebe“ im Affenkostüm: Gerhart Hauptmanns Tragikomödie im Linzer Schauspielhaus
Kurier.at.die.ratten

Graz/Schauspielhaus
183 Abgeordnete“: Die Theatralik der Demokratie
Das Schauspielhaus Graz und das Theater im Bahnhof zeigen im Schauraum mit „183 Abgeordnete“ eine bitterböse Abhandlung über den Nationalrat – für Politik- und Theaterfans gleichsam empfehlenswert.
https://www.krone.at/4138111

Ausstellungen/ Kunst

Niederlande: Raubkunst bei Nachfahren von SS-Kollaborateur entdeckt
Werk aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker bei Nachfahren eines berüchtigten SS-Kollaborateurs aufgetaucht. Die Kunstwelt ist um einen spektakulären Fall reicher: In den Niederlanden ist ein von den Nazis geraubtes Gemälde aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker im Haus von Nachfahren eines berüchtigten SS-Kollaborateurs aufgetaucht. Das „Porträt eines jungen Mädchens“ des niederländischen Malers Toon Kelder hänge wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Flur des Hauses der Enkeltochter von Hendrik Seyffardt, sagte der als „Indiana Jones der Kunstwelt“ bekannte Detektiv Arthur Brand am Montag der Nachrichtenagentur AFP.
Kurier.at.raubkunst

Film

Senta Bergers größtes Geschenk war Mann Michael Verhoeven: „Haben gespürt, da passiert Großes“
Ein aufregendes, glamouröses Leben – doch das schönste Geschenk war nicht der Erfolg, sondern die Liebe, so Berger kurz vor ihrem 85er.
Kurier.at.sentaberger

Wetter

Österreich. Frost-Schock
Achtung: Eisheilige dauern dieses Jahr deutlich länger als gedacht
Wer nach den ersten frühsommerlichen Tagen bereits die Gartensaison eröffnet hat, muss jetzt stark sein: Die Eisheiligen haben Österreich ab heute fest im Griff und sie haben eine böse Überraschung im Gepäck: 2026 dauern die gefürchteten „Eismänner“ deutlich länger als gedacht.
Oe24.ar.eisheilige

Medien

1. ESC-Halbfinale
10 Finalisten, Israel-Störer & singende Swarovski!
Das erste Halbfinale des Song Contest in Wien ist geschlagen – und es hatte alles, was das Herz der ESC-Fans begehrte: einen schrägen Känguru-Song, heiße Feuershows, sexy Kurven, coole Beats und am Ende zehn strahlende Sieger: Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Litauen, Kroatien und Polen sehen wir im Finale wieder!
https://www.krone.at/4138585

Wien
Zu strenge Regeln? Swarovski bei Stadthalle abgewiesenDann geh ich halt heim“
Die Sicherheitsmaßnahmen beim ESC sind so streng, dass offenbar wirklich niemand eine Ausnahme bekommt – nicht einmal Moderatorin Victoria Swarovski. Scanner, Taschenkontrollen, Sicherheitsleute an jeder Ecke. Rund um die Wiener Stadthalle herrscht aktuell Ausnahmezustand. Und jetzt zeigt sich: Selbst die ESC-Hosts müssen sich an die knallharten Regeln halten.
Außerdem: Die Outfits der Stars beim ESC.Auftakt
Heute.at.swarowski

Politik

Wladimir Putin wünscht sich Gerhard Schröder als Ukraine-Vermittler.
Die EU-Außenbeauftragte Kallas winkt ab. Auch in der Bundespolitik gibt es Widerstand. AfD und BSW sind offen.
zdf.de.ukraine-russland

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Unter’m Strich

Viral gegangen: Der Papst trägt Nikes
Während der Teufel auf der Kinoleinwand aktuell wieder Prada trägt, ist Robert Francis Prevost im Trailer zum Dokumentarfilm „Leone a Roma“ in Sneakers unterwegs.
DiePresse.com

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. MAI  2026)

Der Dirigent, der erzählt. 7 Abende ab 15.Euro

 

poschn
New York, 1943. Béla Bartók liegt im Krankenhaus. Mittellos, schwer krank, fast vergessen. Dann steht ein Besucher am Bett – Serge Koussevitzky vom Boston Symphony Orchestra, mit einem Kompositionsauftrag und einem Scheck über tausend Dollar. In acht Wochen schreibt Bartók im Krankenbett sein größtes Orchesterwerk.

Solche Geschichten erzählt Markus Poschner gerne. Und ab dieser Saison erzählt er sie als neuer Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien.

Poschner ist ein seltener Typ am Pult: Er dirigiert auf höchstem Niveau – seine Einspielung von Hindemiths «Mathis der Maler» gewann 2025 den International Classical Music Award – und er nimmt sich zugleich die Zeit, dem Publikum zu erklären, was es gerade hört. Bei seiner eigenen Reihe «Poschners Meilensteine» moderiert er die Konzerte selbst: 60 Minuten, ein zentrales Werk, eine Geschichte dahinter. Im Goldenen Saal. Ab €15.

Sieben RSO-Abende stehen in der Jeunesse Saison 26/27 auf dem Programm. Bei zwei davon erzählt Poschner mit – die Bartók-Geschichte ist eine. Die zweite handelt von einer Symphonie, die Stalin verspottet, ohne dass es der Diktator bemerkt. Bei den zwei weiteren Abenden zieht er das Programm als Dirigent des ORF Radio-Symphonie Orchester Wien durch – mit Stargästen in der Saison 26|27wie Edgar Moreau, Tabea Zimmermann, Jess Gillam und Alexander Malofeev.

Poschners Meilensteine: Bartok

Ticket Info
Jeunesse Wien1010 WienBösendorferstraße 12 Telefon: +43 (1) 505 63 56
tickets(at)jeunesse.at

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ERFURT:Am 14. Mai 2026 lädt ein festliches Konzert im Anschluss an den Gottesdienst um 12:30 Uhr nach Erfurt ein.

Mitwirkende: Alik Adukayumov (Bariton)
Maryna Lopez (Mezzo-Sopran)
Adolfo Lopez Gomez (Klavier)

Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Händel, Puccini, Verdi und Brahms.

Ort: Tettausstraße 3–4, 99094 Erfurt
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Ein musikalischer Nachmittag voller geistlicher und klassischer Klangwelten.

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Alik Abdukayumov ist ein international tätiger Bariton, der an renommierten Opernhäusern wie der Oper Leipzig, der Volksoper Wien, den Staatsopern in Hamburg, Budapest und Helsinki sowie am Théâtre Royal de la Monnaie gastiert. Zu seinen künstlerischen Schwerpunkten zählen bedeutende Partien des klassischen italienischen, französischen, deutschen Opern- und Konzertrepertoires. Seit dem Sommersemester 2025 ist er Lehrbeauftragter für das Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
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Rohrau/ NÖ: „Internationalen Haydn-Gesangswettbewerbs für Klassisches Lied und Arie‟. 22. – 24.Mai 2026

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Dr. Michael Linsbauer, KS. Angelika Kirchschlager. Foto: Niklas Schnaubelt

Von 22. bis 24. Mai 2026 ist Schloss Rohrau zum 8. Mal Schauplatz des „Internationalen Haydn-Gesangswettbewerbs für Klassisches Lied und Arie unter dem Juryvorsitz von Kammersängerin Angelika Kirchschlager. Der international renommierte Wettbewerb findet im Rahmen der Klassikkonzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“ statt und dient Nachwuchssängerinnen und -sängern aus allen Teilen der Welt als Sprungbrett zur internationalen Karriere. Beim öffentlichen Finalkonzert am 24. Mai ist das Publikum eingeladen, für den Publikumspreis zu stimmen.
Von den zahlreichen Bewerbern des diesjährigen Wettbewerbs haben sich 32 Kandidaten und Kandidatinnen für die Teilnahme in der 1. Wettbewerbsrunde qualifiziert,  davon 19 Damen und 13 Herren aus 13 Nationen, darunter Österreich, Deutschland, Schweiz, Portugal, Spanien, Tschechien, Ukraine, Russland, USA, Venezuela, Japan und Südkorea.

Die Finalrunde am 24. Mai wird auch dieses Jahr LIVE online übertragen unter: https://www.haydnregion-noe.at/wettbewerb-2026.html

Mehr Infos zu Wettbewerb, Preisen und Jurymitgliedern unter www.haydnregion-noe.at; https://www.haydnregion-noe.at/wettbewerb-2026.html sowie weiter unten in diesem E-Mail.
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Das Landestheater Detmold stellt seine Pläne für die Spielzeit 2026/27 vor

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Nach der erfolgreichen Jubiläums-Spielzeit zum 200-jährigen Bestehen des Theaters in Detmold, mit einer Festwoche im November 2025, in der 60 gut besuchten Veranstaltungen das Publikum auf vielfältige Weise einbanden, sowie insgesamt drei Uraufführungen in Musical, Ballett und Jungem Musiktheater in eben dieser Jubiläums-Spielzeit, stellte Intendantin Kirsten Uttendorf nun die Pläne für die Spielzeit 2026/27 vor.

Unter dem Spielzeitmotto »Gestalten der Vielfalt« präsentiert das Landestheater Detmold ein Programm, das die Herausforderungen unserer pluralistischen Gesellschaft in den Fokus nimmt.

Einen personellen Neustart gibt es in den Sparten Schauspiel und Ballett, konnte Kirsten Uttendorf doch mit Gustav Rueb als Schauspieldirektor und Ivan Alboresi als Ballettdirektor zwei neue Spartendirektoren gewinnen. Kirsten Uttendorf zu den Neuberufungen: »Ich freue mich sehr auf die produktive Zusammenarbeit mit Gustav Rueb und Ivan Alboresi, die beide mit viel Elan und frischen Ideen zu uns nach Detmold kommen und einen Spielplan entwickelt haben, der unser Publikum in Detmold und bei unseren Gastspielorten sicher sehr interessieren und begeistern wird. Glücklich bin ich auch, dass beide Spartenleiter in ihren Ensembles für weitgehende Kontinuität sorgen und gern mit vielen unserer hervorragenden Künstler*innen weiter zusammenarbeiten werden.«

Im Musiktheater werden sechs Premieren vorbereitet: Für die Eröffnungspremiere der Spielzeit, »La bohème« von Giacomo Puccini, zeichnet Regisseurin Katharina Thoma verantwortlich. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Per-Otto Johansson wird die international gefragte Regisseurin den Fokus auf die Ausgestaltung der Rolle der Mimì und ihrer Beziehung zu Rodolfo legen.

Mit »Der Vogelhändler« präsentiert das Landestheater Detmold ab Oktober einen spritzigen Operettenklassiker in der Inszenierung von Hans Walter Richter. Die Geschichte der Post-Christl mit ihrem Adam aus Tirol steckt voll von musikalischen Leckerbissen und einer gehörigen Portion Humor.

In einer Kammerfassung erlebt im Dezember die komische Oper »Don Pasquale« von Gaetano Donizetti ihre Premiere im Detmolder Sommertheater. Diese Fassung, arrangiert von Chordirektor Francesco Damiani, bringt große Oper auch in kleinere Spielstätten.

Im Februar 2027 folgt dann die Premiere von Benjamin Brittens »Peter Grimes« unter der Musikalischen Leitung von Per-Otto Johansson und in der Regie von Philipp Westerbarkei. Die 1945 entstandene Oper lässt die Suche und die Kämpfe nach einem Platz in einer geschlossenen Gesellschaft anklingen und besticht durch ihre packende Atmosphäre.

Mit »L’Amour de loin« von Kaija Saariaho kehrt Regisseur Dirk Schmeding nach Detmold zurück. In dieser ersten Oper der 2023 verstorbenen finnischen Komponistin verschmelzen instrumentale, elektronische und vokale Musik tonmalerisch zu Momenten höchster Gefühle – ein betörendes Erlebnis, das lange nachhallt.

Den Abschluss im Premierenreigen des Musiktheaters bildet ein Musical-Klassiker: »Anatevka« unter der Musikalischen Leitung von Mathias Mönius und in der Inszenierung von Julia Huebner.

Das Ballett des Landestheaters bereitet mit seinem neuen Ballettdirektor Ivan Alboresi zwei Premieren und eine Ballettgala vor. Die Ballettgala präsentiert unter dem Titel »ANKOMMEN« Ausschnitte aus bisherigen Kreationen von Ivan Alboresi sowie neue Choreografien, die speziell für das Ballett des Landestheaters Detmold entstanden sind.

Im November erlebt dann eines der großen klassischen Werke seine Premiere: »Der Nussknacker« zur unvergänglichen Musik von Peter I. Tschaikowski und in der Choreografie von Ivan Alboresi. Dieses Ballett zeigt, wie verschieden Ausdrucksformen sein können – und wie sie doch gemeinsam eine große, verbindende Geschichte erzählen.

Im März 2027 folgt die Uraufführung des Ballett-Doppelabends »Innere Welten«, inspiriert von den Werken Hermann Hesses, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiern würde. Ivan Alboresi beschäftigt sich im ersten Teil des Abends mit »Der Steppenwolf« – einem Werk, das wie kaum ein anderes die Vielfalt der menschlichen Identität beleuchtet. Für den zweiten Teil des Ballettabends zeichnet der Choreograf Douglas Lee verantwortlich.

Neu hinzu kommt im Ballett der Bereich Tanzvermittlung und bietet damit auch Menschen jenseits der Sprachbarriere Möglichkeiten der Teilhabe. Dazu Ivan Alboresi: »Wir freuen uns, dass wir ab dieser Spielzeit auch in der Sparte Ballett inszenierungsbegleitende Workshops und Probenbesuche für Klassen und Gruppen anbieten werden. Dazu einen Movementclub für 14 bis 24-Jährige und unter dem Namen ›Tanz mit!‹ offene Trainings für alle Interessierten.«

Das Schauspiel setzt sich in seinen insgesamt zwölf Premieren – darunter zwei Uraufführungen und zwei Deutsche Erstaufführungen – gemeinsam mit seinem neuen Schauspieldirektor Gustav Rueb mit der Sichtbarmachung der Vielfalt unserer Gesellschaft auseinander und will Raum geben für Dialog und kollaboratives Miteinander.

Eröffnet wird die Schauspiel-Spielzeit mit der Premiere einer Roman-Adaption: »22 Bahnen« nach dem Bestseller-Roman von Caroline Wahl beschäftigt sich auf berührende und unterhaltsame Weise mit einer jungen Frau, die zwischen familiären Verpflichtungen und ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung hin und her gerissen ist.

Im Großen Haus inszeniert Gustav Rueb zur Eröffnung Ibsens »Ein Volksfeind« in der Bearbeitung des ukrainischen Autors Dmitrij Gawrisch als Deutsche Erstaufführung und bringt damit ein Stück zur Aufführung, das exemplarisch beschreibt, wie in der Demokratie um eine Haltung zur Welt gerungen werden muss.

Die Uraufführung des Liederabends »Treffpunkt: Kiosk« beschäftigt sich mit der Vielfalt unterschiedlicher Menschen, die an einem Büdchen aufeinandertreffen, und trotz aller Differenzen miteinander ins Gespräch kommen. In der Inszenierung von Kirsten Uttendorf darf sich das Publikum auf einen berührenden, heiteren aber auch tiefsinnigen musikalischen Abend rund um den Kiosk freuen.

»Muttersprache Mameloschn« von Sasha Marianna Salzmann erzählt von drei Generationen einer jüdischen Familie und den unterschiedlichen Lebensentwürfen dreier Frauen. »Die Leiden des jungen Werther«, ein Monodram nach Goethes Briefroman, das sich sowohl mit der Suche nach dem eigenen Ich als auch mit dem Anrennen gegen gesellschaftliche Schranken beschäftigt, wird im November seine Premiere erleben und als mobile Produktion angeboten.

Die Uraufführung »Wie aus dem Gesicht geschnitten«, ein Schauspiel von Boris Dennulat in der Regie von Gustav Rueb, stellt die Frage nach Identitäten nach einer Gesichtstransplantation und die Deutsche Erstaufführung »Die Eingeborenen von Maria Blut« führt die Zuschauenden ins Österreich der 1930er Jahre und in eine Gesellschaft, in der die Folgen des Ultranationalismus eindrücklich gezeigt werden.

Mit »Doktormutter Faust« von Fatma Aydemir rückt eine Frau ins Zentrum, die in ihrem universitären Milieu ähnliche und doch ganz andere Probleme zu bewältigen hat als Faust in Goethes Theaterstück. »Im Spiegelsaal« nach der Graphic Novel von Liv Strömquist hinterfragt, wie viel Raum das Streben nach einem perfekten Äußeren in unserem Leben einnehmen sollte. Einer der Schlüsseltexte der Moderne, »Orlando« von Virginia Woolf, beschäftigt sich mit der Identitätssuche eines Menschen, der nicht nur 300 Jahre alt wird, sondern auch sein Geschlecht wechseln kann.

Im Hoftheater wird die Spielzeit 2026/27 dann mit »Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)« beendet. Ab Mai 2027 lädt das Landestheater zu einem theatralen Stadtspaziergang durch Detmold auf den Spuren jüdischer Mitbürger*innen ein.

Darüber hinaus feiert das Landestheater im Jahr 2026 den 225. Geburtstag von Christian Dietrich Grabbe und hat gemeinsam mit der Grabbe-Gesellschaft den Jubiläums-Grabbe-Preis ausgeschrieben.

Auf dem Spielplan des Jungen Theaters stehen vier Neuproduktionen, im Jungen Musiktheater erlebt das Auftragswerk des Landestheaters »Solange du fliegst« seine Uraufführung. Die Komposition von Clemens K. Thomas auf das Libretto von Miriam Götz und Clemens K. Thomas widmet sich einer Flugpionierin und Frauenrechtlerin, die als erste Frau den Atlantik überflog.

Im Schauspiel des Jungen Theaters inszeniert dessen Leiterin, Natascha Mamier, die Eröffnungspremiere »Ein Schaf fürs Leben« von Maritgen Matter, als Familienstück wird »Die kleine Hexe« von Otfried Preußler ihr Unwesen auf der Bühne des Großen Hauses treiben und »Mein ziemlich seltsamer Freund Walter« von Sibylle Berg hilf der Protagonistin schließlich, sich ein bisschen besser auf der Erde zurecht zu finden und zuhause zu fühlen.

Neben diesen insgesamt 25 Premieren in allen Sparten, zwei Symphoniekonzerten des Symphonischen Orchesters unter der Musikalischen Leitung des GMD Per-Otto Johansson, zwei Schul- und Familienkonzerten, verschiedenen Sonder- und Kammerkonzerten und 13 Wiederaufnahmen kann sich das Publikum auf die Fortsetzung der Liederabend-Reihe »Unerhört!« freuen, die Komponistinnen aller Epochen in einem kurzweiligen Abend von Ensemblemitgliedern Gehör verschafft.

Zur Einstimmung in die Spielzeit lädt das Landestheater zu drei Open-Air-Tagen in den Schlosspark in Detmold ein. Vom 28. bis zum 30. August 2026 zeigt das Theater ein vielfältiges Programm und bietet dem Publikum aus der Stadt und der Region die Gelegenheit, den Beginn der Spielzeit 2026/27 gemeinsam zu erleben und zu feiern.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/27 startet am 11. August 2026. Ab diesem Tag können Karten für alle Veranstaltungen bis zum 31.1.2027 erworben werden. Ab dem 1.12.2026 startet dann der Vorverkauf für die zweite Spielzeithälfte vom 1.2.2027 bis zum Spielzeitende. Abonnements können ab sofort an der Theaterkasse gebucht werden. Abonnent*innen haben ab dem 12. August die Möglichkeit, weitere Tickets bereits für die gesamte Spielzeit zu kaufen.

Das Spielzeitheft für die Spielzeit 2026/27 ist ab sofort im Landestheater Detmold bei der Theaterkasse und in den Foyers kostenlos erhältlich, sowie auch unter landestheater-detmold.de einsehbar.

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Brünn / Mahen Theater 08.05.2026: „GISELLE“. – Ballettpremiere vereint romantischen Stil mit kubanischer Leidenschaft

Ein beliebtes wie berühmtes Ballett kehrt mit dieser Produktion nach Brno zurück: Das zweiaktige Ballett „Giselle“ zur Komposition von Adolphe Adam beruht auf dem Libretto von Théophile Gautier und Jules-Henri Vernoy de Saint-George nach Heinrich Heine und basiert auf der Choreografie von Jean Coralli und Jules Perrot. Uraufgeführt 1841 in Paris mit Carlotta Grisi in der Titelrolle, wurde dieses Werk rasch in der damaligen Ballettwelt ein Erfolg. In  Brno gelangte dieses Stück erst spät zur Aufführung – die Version von Miroslav Kůra stammt von 1968, die Fassung von Jiří Blažek aus dem Jahr 1983. Daher war es Mário Radačovský, dem artistic director of Národni divadlo Brno-Ballet, ein großes Anliegen, dieses bekannte Ballett wieder hierher auf die Bühne zu bringen.

Der kubanische Choreograf Rodolfo Castellanos studierte nun seine Version mit der Ballettcompagnie ein. Damals als Tänzer im Ballet Nacional de Cuba arbeitete Alicia Alonso mit ihm und so vereint er in seiner Kreation den romantischen Stil ganz in der Tradition nach Alicia Alonso mit kubanischer Leidenschaft und viel Pantomime, um Herz und Seele in den Charakteren sichtbar zu machen. Als Assistent Choreographer unterstützte ihn Yolanda Correa, Primaballerina und Principal Soloist im Norwegian National Ballet. Der Fokus in der choreografischen Arbeit liegt hier bei der Protagonistin, die im Zentrum steht, während der männliche Hauptpart zurückhaltender gesehen wird. Auch musikalisch setzt Rodolfo Castellanos besondere Akzente, indem er u.a. vier Paare zum Divertissement des Bauern-Pas de deux einsetzt. Das dazu passende Bühnensetting lässt er im Mittelalter ansetzen – pittoresk umgesetzt von Jaroslav Milfajt; die farbenfrohen Kostüme stammen von Ľudmila Várossová. Den edlen Rahmen als Aufführungsort für diese Produktion bildet das Mahen Theater mit seinem prächtigen historischen Ambiente.

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Das Blumenorakel: Ksenia Ovsyanick (Giselle) und Alejandro Virelles (Albrecht)

(© Pavel Hejný)

Für die Premiere konnte Mário Radačovský international bekannte Ballettpersönlichkeiten als Gäste gewinnen: Ksenia Ovsyanick gastiert als Giselle und Alejandro Virelles als Albrecht. In der Sowjetunion geboren und in Belarus aufgewachsen, wo sie ihre Ballettausbildung absolvierte, kam Ksenia Ovsyanick mit einem Stipendium vom renommierten Ballettwettbewerb Prix de Lausanne an die English National Ballet School und wurde 2008 ans English National Ballet engagiert, wo sie gleich zu Beginn ihrer Karriere die Partie der Giselle tanzte. 2016 wechselte sie ans Staatsballett Berlin, dem sie bis 2024 als Erste Solistin angehörte, um nun als internationale Gastkünstlerin aufzutreten. Ksenia Ovsyanick spielt im ersten Akt hingebungsvoll das verliebte Bauernmädchen, dass die jähe Erkenntnis des Liebesbetruges in den Wahnsinn und damit in den Tod treibt. Im zweiten Akt erscheint sie als verinnerlichtes Geisterwesen, das schwerelos über die Bühne gleitet. In ihrer Rolleninterpretation überzeugt sie durch ihre emotionale Stärke im Ausdruck und feinen Tanz.   

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Liebe über den Tod hinaus: Ksenia Ovsyanick (Giselle) und Alejandro Virelles (Albrecht)
(© Pavel Hejný)

Alejandro Virelles stammt aus Kuba und war Erster Solist beim Staatsballett Berlin; zuvor war er u.a. am English National Ballet und dem Bayerischen Staatsballett engagiert. Er zeigt sich hier als schmucker Junker, für den Giselle nur eine kleine Tändelei bedeutet, um erst zu spät die gesamte Tragweite seines gedankenlosen Handels zu erkennen und am Ende reumütig an Giselles Grab nieder zu sinken. Sein technisches Können lässt er in seinen Sprüngen aufblitzen und bietet ein sicheres Handling im harmonischen Interagieren mit seiner Partnerin.     

Große Präsenz auch in einer kleineren Rolle bewies Shoma Ogasawara als treu ergebener Freund Wilfried – er machte damit neugierig auf seinen künftigen Auftritt als Albrecht. Als etwas ungehobelter Wildhüter mit einem Herz voll Liebe zu Giselle konnte Ilja Mironov gefallen.

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Exquisit tanzend: An Se Hyun als Myrtha (© Pavel Hejný)

An Se Hyun überzeugt als Myrtha durch exquisiten Tanz, sie führte das stilvoll tanzende Corps de ballet der Wilis souverän an. Mit kühler wie unerbittlicher Härte kennt sie  Hilarion gegenüber keine Gnade und so muss er sich zu Tode tanzen, während Albrecht nur durch die Kraft von Giselles über das Leben hinausgehender Liebe vor dem Tod bewahrt blieb.

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Das stilvoll tanzende Corps de ballet der Wilis (© Pavel Hejný)

In den Charakterrollen waren Ivan Popov als majestätischer Herzog von Kurland, Nashua Mironova als huldvolle Bathilde und Jelizaveta Šibajeva als besorgte Mutter Bertha zu sehen. Das Ballettensemble tanzte mit viel Esprit im ersten Akt als ländliche Bevölkerung.

Das Orchester stand unter der umsichtigen und feinfühligen Leitung des jungen Dirigenten Dominik Pernica. Das vom Gesehenen sehr angetane Publikum zollte allen Mitwirkenden sowie dem Leading Team viel und langanhaltenden Beifall mit Standing Ovation. Sehenswert sind sicherlich auch die weiteren Vorstellungen getanzt von alternativen Besetzungen aus dem Ballett Národni divadlo Brno.

Ira Werbowsky       

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Concerto Köln beruft Ulrike Shapiro zur neuen Geschäftsführerin

Das renommierte Ensemble für Alte Musik Concerto Köln bekommt eine neue Geschäftsführerin: Zum 1. Juni 2026 übernimmt Ulrike Shapiro die Geschäftsführung des traditionsreichen Barockorchesters. Die international erfahrene Kulturmanagerin und Musikerin verbindet strategische Expertise mit fundierter künstlerischer Praxis.

 Mit Ulrike Shapiro gewinnt Concerto Köln eine Geschäftsführerin, die künstlerisches Verständnis, internationale Erfahrung, wirtschaftliche Kompetenz und strategische Weitsicht verbindet. Ihre langjährige Arbeit mit Tempesta di Mare in Philadelphia, ihre Erfahrung in Opern- und Ensemblekontexten sowie ihr kooperativer Führungsstil passen hervorragend zu Concerto Köln. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihr neue Impulse für die Zukunft des Ensembles zu setzen.
Hannah Freienstein, Künstlerische Leiterin von Concerto Köln

 Ulrike Shapiro lebt seit vielen Jahren in den USA und verbindet umfassende Erfahrung im Kulturmanagement mit einer fundierten künstlerischen Praxis. Seit 2013 ist sie Geschäftsführerin von Tempesta di Mare | Philadelphia Baroque Orchestra, zuvor war sie dort bereits seit 2006 als Managing Director tätig. Dort verantwortete sie unter anderem Spielzeiten, Festivals und Tourneen, Fundraising und Sponsoring, Finanzplanung, Kommunikation und Marketing sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Förderinstitutionen.

 Concerto Köln steht für eine lebendige und international ausstrahlende Alte-Musik-Praxis, die mich seit langem begeistert. Ich freue mich sehr darauf, den Weg, den Concerto Köln seit vielen Jahren so erfolgreich geht, gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern, dem Team und den Partnern des Ensembles weiterzugestalten, neue Perspektiven zu entwickeln, und ein treues und neues Publikum immer wieder für die Musik des Ensembles zu begeistern.

Ulrike Shapiro, Geschäftsführerin von Concerto Köln

 Neben ihrer Tätigkeit als Kulturmanagerin ist Shapiro auch künstlerisch aktiv. Sie ist Spezialistin für deutsche Aussprache und Diktion und arbeitet unter anderem mit der Opernabteilung des Curtis Institute of Music sowie dem Bach Choir of Bethlehem zusammen. Zudem war sie viele Jahre als professionelle Sängerin und Regieassistentin tätig.

 Vor ihrer Arbeit bei Tempesta di Mare war Shapiro bei Opera Philadelphia als Managerin für Produktionsinitiativen und Künstlerische Administration sowie als Referentin des Generaldirektors tätig. Ulrike Shapiro studierte Gesang am Peabody Conservatory of the Johns Hopkins University in Baltimore und absolviert derzeit ein Fernstudium Kulturmanagement an der Deutschen Akademie für Management in Berlin.

 Hier finden Sie die Pressemeldung und ein Bild von Ulrike Shapiro zum Download.

 Weitere Informationen unter www.concerto-koeln.de
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 schoepfblog – Programm der 20. Kalenderwoche vom 11.05.2026 bis zum 17.05.2026

Montag:
Apropos: Nachtrag zu Wöginger: Politiker sollen nicht hintenherum intrigieren, sondern sich offen zu ihren Kandidaten bekennen. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Literatur: Michael Melville, ein in London lebender und in Tirol aufgewachsener Schriftsteller, schrieb ein Buch über die kampflose Übergabe Innsbrucks 1945 an die Alliierten. (Helmut Schiestl)
Literatur: Und schon wieder wurde von einer hochmögenden Jury ein Roman für die Aktion „Innsbruck liest“ ausgewählt. Helmuth Schönauer hat das Werk begutachtet.

Mittwoch:
Internet: Hannes Hofinger kann sich eine gewisse Freude nicht verkneifen, wenn ein obergescheiter Unternehmer auf einen Internetbetrug hereingefallen ist.
Feminismus: Susanne Weinhöppel beschreibt aus sehr persönlicher Sicht und mit Humor, wie das mit der Gleichberechtigung der Frauen wirklich ist.

Donnerstag:
Feminismus:  Markus Fenner steuert den wichtigen Gedanken bei, dass Männer von den heutigen Frauen mehr profitieren als von den früher in ihren Rollen gefangenen und eingezwängten.
Tourismus: Reinhold Knoll beobachtet bei seinem Wiener Spaziergang Touristen, die sich wieder einmal als eine besonders dumme Manifestation des Menschseins erweisen.

Freitag:
Transit: Am 30. Mai wird in Tirol die Autobahn blockiert. Für Alois Schöpf nicht eine politische Demonstration, sondern ein religiöser Akt in Nachfolge von Andreas Hofer und Jesus Christus.
Kunst: Hermann Arnold zur Biennale in Venedig und dem mit dem Urin der Besucher gefüllten Swimmingpool der diesjährigen Repräsentantin des österreichischen Kunstschaffens.

Samstag:
Poesie: Zwei Gedichte von Elias Schneitter.
Poesie: Ein Gedicht von Janus Zeitstein, das von einer Biennale-Aktion aus Hötting und dem Abstieg des Künstlers in eine reale, für die Kunstszene allerdings zu sehr stinkende Senkgrube berichtet.

Sonntag:
Blick von außen: Im Südtiroler Landtag erzählten prominente, im Ausland tätige Südtiroler, wie sie ihr Heimatland sehen. In Nordtirol mangels Prominenter in Freiheit undenkbar. (Helmuth Schönauer)

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