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DIE DIENSTAG-PRESSE (25. SEPTEMBER 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DIENSTAG-PRESSE – 25. SEPTEMBER 2018

Zürich
Wir töpfern uns eine Oper: Schreker-Premiere in Zürich
Mit den «Gezeichneten» von Franz Schreker startet das Opernhaus Zürich mutig in die neue Spielzeit. Doch weder die Regie von Barrie Kosky noch der Dirigent Vladimir Jurowski lassen sich tiefer auf das komplexe Stück ein
Neue Zürcher Zeitung
Ableitung der Ableitung: Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Oper Zürich
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wien/ sirene Operntheater im Reaktor
Massenmörder und Heilige – „Jeanne & Gilles“, Reaktor, 2. Aufführung
Das um neue Spielstätten nie verlegene sirene Operntheater lotst das Publikum diesmal nach Hernals in den „Reaktor“ und befeuert die „kulturelle Kernspaltung“ mit einer Geschichte aus dem Hundertjährigen Krieg: „Jeanne & Gilles“ erzählt von der Beziehung zwischen der Jungfrau von Orleans und ihrem Kampfgefährten Gilles de Rais.
http://www.operinwien.at/werkverz/descamps/ajeanne.htm

Sirene Operntheater zeigt „Jeanne & Gilles“ als Kampfgefährten
Die Oper verquickt die Schicksale von Jeanne d’Arc und Gilles de Rais – mit Schlagseite zum Kindermärchen – derstandard.at/2000087920084/Sirene-Operntheater-zeigt-Jeanne-Gilles-als-Kampfgefaehrten
Der Standard

Berlin
Staatsoper Unter den Linden: Frau mit Schlagschatten
Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal haben diese große Märchenoper als ihre persönliche „Zauberflöte“ und ihr opus magnum verstanden. Die Rezeptionsgeschichte des 1919 in Wien uraufgeführten Werkes verlief allerdings schleppend. Das Publikum empfand die Geschichte der Tochter des Geisterkönigs Keikobad und ihrer Wandlung zu einem fühlenden, mitleidigen Menschen als zu kompliziert und versponnen.
In jüngerer Zeit hat sich das Werk, das reich an wunderbaren musikalischen Einfällen ist, mehr und mehr durchgesetzt. Die Berliner Staatsoper Unter den Linden zeigt es in einer Inszenierung von Klaus Guth, die im letzten Jahr im Schillertheater ihre Premiere hatte. Der Regisseur inszeniert die gesamte Handlung als Traumvision der Kaiserin, die über weite Strecken im Bett eines Kranken- oder Irrenhauses liegt. Dieser – keineswegs neue – Einfall führt aber den Sinngehalt des Werkes komplett ad absurdum. War alles nur ein Traum, so ist der humanitäre, schöne Grundgedanke des Textes verloren.
Peter Sommeregger berichtet aus der Staatsoper Unter den Linden.
Berlin/ Staatsoper
Klassik-begeistert

Brüssel
Romeo Castellucci verblüfft mit radikaler „Zauberflöte“ in Brüssel
Der italienische Regisseur räumt auch das letzte Vorurteil aus, dass die „Zauberflöte“ eigentlich eine Oper für Kinder ist
Der Standard

Wien/ Staatsoper
Wenn Wiener Repertoireabende zur Sensation werden: La traviata mit Albina Shagimuratova
bachtrack

Wien/ Musikverein
Späte Liebe: Die Philharmoniker und Herbert Blomstedt
Der 91-jährige Dirigent gastierte mit den Wiener Philharmonikern im Musikverein – derstandard.at/2000087984502/Spaete-Liebe-Die-Philharmoniker-und-Herbert-Blomstedt
Der Standard

Stockholm
Eine Reise durch das Menschenleid, das Leben und den Tod: Der große Peter Mattei singt Schubert in Stockholm
Franz Schubert vollendete die Winterreise in den letzten Monaten seines kurzen Lebens. Die Vertonungen der 24 Gedichte von Wilhelm Müller haben eine Gefühlstiefe und eine psychologische Kraft, die wenige andere Werke dieser Gattung bieten.
Zusammen mit den Zyklen Die schöne Müllerin und Schwanengesang gilt die Winterreise als Höhepunkt der Gattung des Liederzyklus’ sowie des Kunstliedes. Technisch als auch interpretatorisch stellt jedes einzelne Lied eine große Herausforderung für Sänger und Pianisten dar.
Der im Norden Schwedens geborene Peter Mattei gehört heute zu den besten Baritonen der Opernwelt. Seine Interpretationen von Rollen wie Don Giovanni, Amfortas, Wolfram und Billy Budd sind weltweit bekannt und gefragt. An diesem Abend zeigt er auch, dass er die Kunst des Lieds mit Bravour beherrscht.
Yehya Alazem berichtet aus dem Konserthuset in Stockholm.
Klassik-begeistert

Hamburg/ Kammeroper
Funkelnder Rohdiamant in der Hamburger Kammeroper: Anna Rabe, Sopran
Ähnlich wie bei einem Hotel macht allein ein Vordach auf die Existenz des Allee-Theaters mitten zwischen Altbau-Wohnhäusern an der Max-Brauer-Allee 76 in Hamburg-Altona aufmerksam. Doch verstecken muss sich dieses Haus ganz sicher nicht. Es ist ein Kleinod, ein Garant für gute Qualität für ein geringes Budget.
Ein Beweis? Die Premiere von Giuseppe Verdis „Rigoletto“, die von den mehr als 200 Besuchern im ausverkauften Haus klatschend, jubelnd und trampelnd gefeiert wurde.
Birgit Kleinfeld berichtet aus der Hamburger Kammeroper.
Klassik-begeistert

Wien
Wiener Festwochen: Fünf Bewerber für Intendanz ab 2020
Ausschließlich männliche Bewerber, vier davon international – derstandard.at/2000087972964/Wiener-Festwochen-Fuenf-Bewerber-fuer-Intendanz-ab-2020
Der Standard

Schwerin
Huppert wird Generalmusikdirektor der Bergischen Symphoniker
Generalmusikdirektor Daniel Huppert verlässt das Mecklenburgische Staatstheater
Sueddeutsche Zeitung

Helsinki
An emotional new Tosca from Christof Loy in Helsinki
bachtrack

Madrid
La Fura dels Baus’ Faust 5.1 opens the new season at the Teatro Real
bachtrack

New York
The Met Is Creating New Operas (Including Its First by Women)
The New York Times

Philadelphia
O18: Unsettling, Riveting Sky on Swings
http://www.operatoday.com/content/2018/09/o18_unsettling_.php

A Hotbed of Operatic Innovation Wins With Tradition
The New York Times

Boston
Gounod reigns in belated U.S. premiere of “La reine de Saba” by Odyssey Opera
http://bostonclassicalreview.com/2018/09/gounod-reigns-in-belated

Washington
Political satire of UrbanArias’ “Last American Hammer” misses the mark
http://washingtonclassicalreview.com/2018/09/24/political-satire-of-urbanarias-

Kansas City
BWW Review: WEST SIDE STORY at Lyric Opera of Kansas City
https://www.broadwayworld.com/kansas-city/article/BWW-Review

West Side Story in Kansas: Broadway flair meets opera style
bachtrack

Tanz/ Ballett

Hamburg
Chopin Dances in Hamburg: Der polnische Nationalheld hätte wohlwollend geschmunzelt
Warum zwei? Und warum in der verkehrten Reihenfolge? Erst “Dances at a Gathering” von 1969 und nach der Pause “The Concert” von 1953? Nun, die Länge der einelnen Ballette reicht nicht für einen ganzen Abend, wie man ihn hier kennt. Auf dem Broadway wahrscheinlich schon, dort laufen im Vorprogramm Sketche und Gesangseinlagen von wenig bekannten Künstlern. Aber wir sind zu Gast in der Staatsoper der Freien und Hansestadt Hamburg – im Hamburg Ballett von John Neumeier.
“Dances at a Gathering” kommt sehr puristisch daher. Das Bühnenbild: beschämend einfach. Könnte alles sein: Werbung für Waschmittel, Fluglinien (besonders Billigflieger), sogar mit Verlaub für Damenbinden; zu meinem Erstaunen sah ich das gleiche Bild (oder soll ich „Folie“ sagen?) als Hintergrund der Pressekonferenz des Bundeskanzleramtes einen Tag später. Motiv: zwei zarte Wolken auf einem makellos blauen Himmel.
Teresa Grodzinska berichtet vom Hamburg Ballett aus der Staatsoper Hamburg
Klassik-begeistert

Sprechtheater

München
Martin Kusej, welche wilden Ideen haben Sie in ­München nicht verwirklicht?
Theaterregisseur und Intendant Martin Kušej im Interview ohne Worte: über bittere Tränen, Reaktionen der Zuschauer und eine lehrreiche Narbe.
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/sagen-sie-jetzt-nichts/welche-wilden-ideen

Ausstellungen/ Kunst

Berlin
Klaus Lederer zur Berlin Art Week: „Berlin könnte mehr in Kultur investieren“
Kommerziell trifft experimentell auf der Berlin Art Week. Kultursenator Klaus Lederer über Fördermittel, Teilhabe und wie er die Verdrängung stoppen will.
Tagesspiegel

Florenz
Künstlerin in Museum mit eigenem Bild attackiert
Eine serbische Künsterin ist in einem Museum in Florenz attackiert worden. Ein 51-jähriger Tscheche schlug Marina Abramovic eine Leinwand auf den Kopf. Nachtragend ist die Kunstschaffende offenbar nicht: Sie will von dem Angreifer lediglich die Beweggründe für den Angriff erfahren.
https://www.krone.at/1777135

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Unter’m Strich

Wien
Erste Details zum Traditions-Konzert „Christmas in Vienna“ präsentiert
Mit den Wiener Sängerknaben, der Wiener Singakademie und dem ORF Radio Symphonieorchester treten als Solisten diesmal Valentina Nafornita, Angela Denoke, Dmitry Korchak und Adrian Eröd auf. Alle gemeinsam werden den erstmals von Christian Arming dirigierten Abend im Großen Saal des Wiener Konzerthauses laut vorläufigem Programm mit “We shall overcome” in einem Arrangement von Christian Kolonovits einläuten.
Vienna.at

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 25. SEPTEMBER 2018)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 25. OKTOBER 2018)

Il barbiere di Siviglia an der Wiener Staatsoper – Besetzungsänderungen

Am 1. und 4. Oktober 2018 steht Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Margarita Gritskova verkörpert anstelle der erkrankten Daniela Fally die Rosina, als Don Basilio gibt Anatoli Sivko sein Debüt an der Wiener Staatsoper. KS Adrian Eröd ist als Figaro zu erleben, Jinxu Xiahou als Conte d’Almaviva, KS Wolfgang Bankl als Don Bartolo, Simina Ivan (anstelle von Zoryana Kushpler) als Marzellina und KS Hans Peter Kammerer als Fiorello.

Es dirigiert: Jean-Christophe Spinosi.

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Anatoli Sivko. Foto: Youtube

Anatoli Sivko
wurde in Weißrussland geboren und studierte Gesang in Minsk. Anschließend war er am dortigen Bolschoi Theatre of Opera and Ballet als Solist engagiert. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe (u. a. 1. Preis beim Wettbewerb „Neue Stimmen“ 2016) und nahm 2011 am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil. Auftritte führten ihn u. a. an das Londoner Royal Opera House, die Bayerische Staatsoper, das Concertgebouw Amsterdam, das Opernhaus Zürich, das Liceu Barcelona und nach Glyndebourne mit Partien wie Attila, König René (Iolanta), Leporello und Masetto (Don Giovanni), Colline (La Bohème), Zuniga (Carmen), Don Basilio. Anatoli Sivko ist zudem als Konzertsänger tätig.
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WIEN/ Eine sirene Produktion beim Festival FIEBER FEUER FLAMME im REAKTOR
Geblergasse 40, 1170 Wien.
Linie 43 Palffygasse / Linie 44 Yppengasse / U6 Alser Strasse

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Copyright: sirene Operntheater

Gottes Stimme, das sei nicht der Aufruf zum Krieg, sondern das Zwitschern der Vögel, weiß der Mönch.
Begeisterung dafür im Reaktor. Der Standard
Letzte Vorstellungen am 26., 27., 28., 29. September, jeweils um 20:00 Uhr
Werden Sie Publikum! Restkarten hier
Informationen hier

Mit Andreas Jankowitsch, Bernd Lambauer, Johann Leutgeb, Lisa Rombach und Paul Schweinester.
Ausserdem André Harm, Emil Raoul Kohlmayr, Till Jasper Krappmann und Marco Otoya. ensemble sirene: Flora Geißelbrecht. Rudolf Görnet. Gerald Grün. Merike Hilmar. Max Kuderna. Lukas Medlam. Esther Neumann. Ines Nowak-Dannoritzer. Maximilian Ölz.  Alexander Rauscher. Martina Reiter. Berndt Thurner. Elisabeth Zeisner

Musikalische Leitung. François-Pierre Descamps. Regie und Bühne. Kristine Tornquist. Bühnenmalerei. Hanno Frangenberg. Mitarbeit. Michael Liszt. Kostüm. Markus Kuscher. Licht. Edgar Aichinger. Assistenz. Heidelinde Helene Schuster. Angela Karpouzi. Studienleitung. Petra Giacalone. Maske. Anna Dreo. Dramaturgie. Katharina Hollerwöger. Baumeister. Cornelius Burkert. Produktion. Jury Everhartz
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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK –25 SEPTEMBER. – 1. OKTOBER 2018

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(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

27.9. DON GIOVANNI (aus Turin, Aufnahme v. 27.6.) BBC 3-15 Uhr
MACBETH (Live aus Parma) RAI 3-20 Uhr
29.9. GUSTAV VASA (aus Helsinki, Aufnahme v. 10.3.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
EUGEN ONEGIN (aus Chicago, Aufnahme v. 26.2.2017) ORF Ö1-19.30 Uhr
DON GIOVANNI (aus Wiesbaden, Aufnahme v. 17.6.) HR 2-20.04 Uhr
30.9. KRIEG UND FRIEDEN (Live aus Nürnberg) Bayern 4-18 Uhr
LA PERICHOLE (aus Montpellier, Aufnahme v. 11.7.) France Musique-20 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum http://www.radio4.nl/gids/
VRT Klara http://www.klara.be/
RTBF Musique 3 http://www.rtbf.be/musiq3/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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INTERNATIONALE PLEYEL-GESELLSCHAFT: SONNTAG, 30.9. „JELINEK-ENSEMBLE“

Bildergebnis für pleyel

Am 30.9.2018, 11:00 Uhr im Benton Saal des Pleyel Kulturzentrums
Baumgartner Straße 14, 3701 Ruppersthal
mit anschließendem Mittagstisch
unter dem Ehrenschutz von Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll

KÜNSTLER: JELINEK ENSEMBLE
Miloslav Jelínek, Kontrabass
Marcela Jelínková, Klavier
Bohuslava Jelínková, Gesang und Klavier

Dieses beliebte Jelínek-Ensemble aus Brünn hat bereits seit vielen Jahren die Herzen unserer Pleyel Verehrerinnen und Verehrer erobert. Freuen wir uns daher alle auf diese Matinee am 30.9.2018 um 11,00 Uhr mit anschließendem Mittagstisch!

PROGRAMM:
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal-1831 Paris)
Sonatina Nr.5 für Klavier
-Adagio non troppo, -Rondo Allegro
Johann Stamitz (1717-1757)
Konzert D dur für Viola und Orchester
2.Satz: Andante moderato, -3. Satz: Rondo

Frédéric Chopin (1810-1849)
Nocturno cis moll op.post.
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal-1831 Paris)
Sonatina Nr.1 für Klavier
-Andante grazioso, -Menueto Allegretto
Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert C-Dur für Violoncello und Orchester
3.Satz: Vivace
Fernando Obradors (1897-1945)
El Vito
Jules Massenet (1842-1912)
Meditation Thais für Kontrabass und Klavier
Camille Saint-Saëns (1835-1921)
Arie der Dalila “ Mon coeur s“ ouvre a ta voix“
Jules Massenet (1842-1912)
Elegie für Gesang, Kontrabass und Klavier
Vittorio Monti (1868-1922)
Czardasz für Kontrabass und Klavier
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal-1831 Paris)
Arie der Klytämnestra, 1785, Ben 703
Zugabe
Wir bedanken uns für Ihren Besuch!

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BÜHNE BADEN – SAISONSTART

Voller Erfolg der Sommersaison 2018
Mit einem Plus von 2.300 Zuschauern im Vergleich zum Vorjahr und einer Gesamtbesucherzahl von rund 26.300, die einer Auslastung von knapp 88 Prozent entspricht, schließt die Bühne Baden eine höchst erfolgreiche Sommersaison ab. Als Hauptproduktionen standen die Operettenklassiker  „Die lustige Witwe“ und „Der Bettelstudent“ sowie die österreichische Erstaufführung des Musicals „Bonnie & Clyde“ am Spielplan.

Zahlreiche hymnische Rückmeldungen von zufriedenen Kunden, die vielen positiven Medienberichterstattungen querbeet durch alle Sommerproduktionen dieser Saison, der Ruf des Publikums nach zwei Zusatzvorstellungen der österreichischen Erstaufführung „Bonnie & Clyde“, die Verleihung des Operettenpreises vom Bayrischen Rundfunk „Operettenfrosch 2018“ für die Produktion „Die lustige Witwe“ für ihren „außergewöhnlichem Operettenmut für einen originell modernisierten Operettenklassiker, eine ausgezeichnete Besetzung und das passende Leitungsteam“  können die Zahlen nicht besser untermauern.

 Die Bühne Baden hat vom BR Klassik den Operettenfrosch für den Monat Juli 2018 erhalten …

 

Mit einer Operettenrarität in die neue Saison

Am 7. Oktober findet als Eröffnungskonzert die konzertante Aufführung von Emmerich Kálmáns
KAISERIN JOSÉPHINE statt. Es ist dies Kálmáns letztes Werk vor seiner Emigration und deshalb so gut wie nie aufgeführt. In Baden wird dieses musikalische Juwel in großer Besetzung mit den Publikumslieblingen Miriam Portmann, Vincent Schirrmacher u.a. zur Aufführung gebracht. Die musikalische Leitung hat Franz Josef Breznik.

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GALERIE DES ONLINE-MERKER: DERZEIT  ZWEI  AUSSTELLUNGEN

Neben der bis Ende Oktober laufenden Wagner-Poster-Ausstellung von Klaus Billand haben wir nun einen weiteren Ausstellungsraum eröffnet. Der armenische Künstler ARTZAK zeigt den 2. Teil seiner Ausstellung, bestehend aus 26 Aquarellen.

„Der Junge und die Vögel“. (€ 320.-). Foto: Barbara Zeininger

ZUM AUSSTELLUNGSBERICHT

Vereinbaren Sie mit mir einen Besichtigungstermin in unserer Galerie

Bei dieser Gelegenheit können Sie auch die Wagner-Poster besichtigen!


Anton Cupak. Foto: Barbara Zeininger

Tel. (Festnetz) 8136285

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KERZENLICHT-KONZERTE IN WAIDHOFEN/ THAYA (28.10.2018 um 16 h)

Am 28. Oktober findet in der Pfarrkirche von Waidhofen an der Thaya unser nächstes Konzert statt – das letzte in der Saison 2018.

Die Kirche ist beheizt!

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St. Petersburg – Saisoneröffnung am Mariinsky-Theater, 15. – 21.9.2018

Die Saisoneröffnung am Mariinsky-Theater ist normalerweise Chefsache. Das lässt Valery Gergiev sich nicht entgehen. Doch von seinem anlässlich der Einweihung der Neuen Bühne seines Theaters gegebenen Versprechen, seine Zeit mehr St. Petersburg zu widmen, ist jetzt, 5 Jahre danach, nichts mehr nachgeblieben. Mehr denn je tourt er, mit seinem zweiten Orchester, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern oder mit den besten Kräften seines Mariinsky-Orchesters. Natürlich, wenn Gergiev mit seinem Eliteorchester in Japan, China oder – wie nun Ende September im Oman – gastiert, geschieht dies nicht nur zum Ruhm der Neva-Metropole, sondern lohnt sich auch finanziell. Man darf nicht vergessen, dass das Mariinsky 5 Häuser bespielt: Mariinsky I (das historische Theater), Mariinsky II (die Neue Bühne), Mariinsky III (die Konzerthalle), Mariinsky IV (im fernen Vladivostok, ein willkommener Zwischenstopp auf dem Weg nach Asien) und schließlich Mariinsky V (in Gergievs Heimatstadt Vladikavkaz). Der Betrieb dieser Bühnen kostet Geld, und es gibt nicht nur das Festival im finnischen Mikkeli, bei dem das Mariinsky (Gergiev eingeschlossen) für „peanuts“ spielt, als der größte Sponsor dieser Festtage.

Diese Vorbemerkung sei vorausgeschickt, denn Valery Gergiev gab nur zur Saisoneröffnung am 10. September eine kurze Stippvisite, indem er eine Oper und ein Konzert dirigierte – seine einzigen beiden Auftritte zu Hause im Monat September, und auch in der übrigen Zeit sieht es nicht anders aus. Leidet nun die Qualität der Aufführungen unter der Abwesenheit des Chefs?

Dazu muss man wissen, dass das „System Mariinsky“, das ja ein „System Gergiev“ ist, im Prinzip auch in Abwesenheit des Chefs funktioniert. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben die diversen Konzertmeister (im deutschen System Studienleiter), die nicht nur die Einstudierung der Sänger übernehmen, sondern auch Gergiev ihre Besetzungsvorschläge unterbreiten. Dies geht nicht immer ohne „Freunderlwirtschaft“ ab, denn oft werden Sänger berücksichtigt, die ältere Rechte haben oder in der Gunst dieser Konzertmeister stehen, während andere vertröstet werden, sie seien bei diesem Riesen-Ensemble (über 100 Mitglieder) noch lange nicht an der Reihe. In Abwesenheit Gergievs, also die meiste Zeit, übernimmt eine Reihe von Hausdirigenten die Vorbereitung der Aufführungen, auch der Premieren, zu denen der Chef erst zu den absoluten Endproben erscheint, die Premiere dirigiert und das Dirigat dann seinen Kollegen überlässt.

Wie ich in den von mir besuchten Vorstellungen hören konnte, sind dies durchaus gute Dirigenten, die eine Vorstellung unfallfrei über die Bühne bringen können. Was ihnen fehlt, ist das Charisma Gergievs, der die Fähigkeit besitzt, auch im übermüdeten Zustand (kein Wunder bei seinem Terminkalender), jede Aufführung (na gut, sagen wir, fast jede) zu prägen, während seine Kollegen sich als brave Verwalter des Notentextes erwiesen. Ihnen fehlt aber auch – und das ist noch wichtiger – das Gergiev-Orchester, das mit ihm gerade auf Tour ist oder von ihm herangezogen wird, wenn er zu Hause dirigiert. Natürlich sind auch die übrigen Musiker nicht schlecht, aber ihnen fehlt etwas, was einen guten von einem herausragenden Musiker unterscheidet.

Falstaff – 15.9.2018 (Abendvorstellung)

Gut für Valery Gergiev, dass es in St. Petersburg offenbar keinen Rechnungshof gibt, der seine Ausgaben überprüft, denn sonst würde jener feststellen, dass der Hausherr dazu neigt, Produktionen, die ihm aus diesem oder jenem Grund nicht gefallen, durch eine andere zu ersetzen. So auch beim Falstaff, den es schon 2006 in einer eigenwilligen Interpretation Kirill Serebrennikovs gab. Oder sollte die Tatsache, dass dieser durch das russische Regime unter Hausarrest gestellt wurde und noch wird, dafür verantwortlich sein? Für schlichtere Gemüter wie mich, die mehr dem Genie eines Komponisten als eines Regisseurs vertrauen, war ANDREA DE ROSA im Prinzip der richtige Regisseur für dieses Werk, und SIMONE MANNINO ist ein Bühnenbild zu verdanken, das einen schnellen Szenenwechsel erlaubte. Falstaff wurde an diesem Tag sowohl als Nachmittags- als auch als Abendvorstellung gegeben, zwar mit verschiedenen Sängern, aber mit demselben Dirigenten. Der Amerikaner CHRISTIAN KNAPP gab sich alle Mühe, das Orchester auf Verdi’sches Brio einzuschwören, und konnte – sich darauf konzentrierend – sich auf die gute Einstudierung der Sänger durch die Konzertmeister verlassen. EDEM UMEROV war schon vor 12 Jahren einer der Interpreten der Titelpartie, und sein knorriges Material ist seitdem nicht edler geworden, wenn ihm auch die vis comica für diese Figur nicht abzusprechen ist. Was Stimmqualität und -schönheit anbelangt wurde er mit Leichtigkeit von ROMAN BURDENKO (Ford) übertroffen, von dem ich gerne einmal den Falstaff hören würde. Der junge ALEXANDER MIKHAILOV (Fenton) sang ein schönes Arioso, ging jedoch in den Ensembles unter, auch in denen, die er eigentlich hätte anführen sollen.


Oxana Shilova (Alice), Anna Denisova (Nannetta), Anna Kiknadze (Quickly), Yekaterina Krapivina (Meg) – Photo: Nadine Koul

Die vier ”Lustigen Weiber von Windsor“ bildeten ein homogenes Ensemble. OXANA SHILOVA wird zwar gelegentlich noch als Susanna oder Despina besetzt, aber immer häufiger in Partien wie Violetta. So ist die Ansetzung mit ihr als Alice Ford im Prinzip eine richtige, wenn auch eine gewisse Steifheit der Tonproduktion den insgesamt positiven Eindruck etwas beeinträchtigte. ANNA DENISOVA besitzt für die Nannetta den richtigen Stimmtyp und gefiel durch die lyrische, mit vielen Kopftönen ausgestattete Ausformung ihrer Rolle. ANNA KIKNADZE war von Meg Page, die sie noch in der vorigen Produktion verkörpert hatte, zu Mrs. Quickly aufgestiegen, eine logische Entwicklung, die – wenn ich mich nicht irre – auch der Meg Page von YEKATERINA KRAPIVINA gelingen dürfte. Da auch Krapivina ihre Partie mit mehr Bruststimme als üblich ausstattete, ähnelte sich der Stimmklang dieser beiden Damen (zu) stark.

 

Pique Dame – 18.9.2018

Diese Aufführung von Tschaikowskys Meisterwerk stand ganz im Zeichen zweier großer Sängerpersönlichkeiten: IRINA BOGACHEVA (geb. 1939!) als Gräfin und VLADIMIR GALOUZINE (geb. 1956) als Hermann. Man möge mir diese Altersangaben verzeihen, aber es ist schon erstaunlich, wenn man einer 79jährigen und einem 62jährigen ihr/sein Alter nicht anhört und sie nicht in den Genuss eines Altersbonus kommen müssen.


Curtain call für Irina Bogacheva (Gräfin), den Dirigenten Pavel Smelkov und Vladimir Galouzine (Hermann). Photo: Nadine Koul

Diese beiden Sängerdarsteller in zweien ihrer Glanzpartien zu erleben, machte den Rang dieser Aufführung aus, und es war bezwingend, beide in Klang und Gestik zu verfolgen. Zu Recht standen beide Künstler im Mittelpunkt der Publikumsakklamation.  Mit immer noch intakter Stimme war Bogachevas Gräfin eine der leisen, dadurch aber umso wirksameren Töne, von denen sich die Ausbrüche gegenüber ihren Dienerinnen stark abhoben. Galouzine, den ich 1992 erstmals in einer seiner späteren Glanzrollen, Verdis Otello, hörte, scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Es wirkt sich offenbar sehr positiv aus, dass er nicht mehr so viel singt. Er war immer ein Sänger, der alles gab, der immer extrovertiert aus sich herausging, aber dann klang sein dramatisches Material, das sehr baritonal wirkt, häufig angefochten, überfordert, gequetscht, halsig. Heutzutage ist nichts mehr zu kritisieren. Sein Bühnentemperament ist immer noch überbordend, aber seine Tonproduktion kontrollierter als früher, von überwältigender Wirkung seine Strahlkraft in der Höhe.

Beide hatten gleichwertige Partner, so dass diese Vorstellung – was die vokalen Leistungen anbelangt – Festspielcharakter hatte. Mit ihrem wahrhaft jugendlich-dramatischen Sopran war IRINA CHURILOVA, ständiger Gast sowohl am Mariinsky als auch am Bolschoi-Theater, eine eindrucksvolle Lisa, und mit YULIA MATOCHKINA (nicht zu vergessen Eketarina Sergeyeva) stehen zwei mit wahren Samtstimmen ausgestattete Mezzosopranistinnen in den Startlöchern, wenn die große Olga Borodina einmal aufhören wird. Matochkina, die vor vier Jahren den Tschaikowsky-Wettbewerb gewonnen hatte, hat seitdem einen großen Aufschwung erlebt und wird in den Hauptpartien ihres Faches eingesetzt – zu Recht, wie man selbst in der relativ kleinen, aber wichtigen Rollen als Polina & Milovzor erleben konnte. ANNA DENISOVA konnte den guten Eindruck, den sie als Falstaff-Nannetta hinterlassen hatte, als Prilepa nicht wiederholen. Hier klang ihre Stimme zu dünn, nicht füllig genug, zumal im Terzett mit Matochkina und ROMAN BURDENKO als Zlatogor. Da Burdenko den Tomsky lyrischer und sein Baritonkollege ALEXEI MARKOV den Yeletsky dramatischer, weniger einschmeichelnd als gewohnt anlegte, könnte ich mir einen Rollentausch zwischen beiden gut vorstellen. Nicht vergessen sollte man den klangschönen und -starken Chor.

Und der Dirigent? Nun, das Orchester, auch wenn wieder nicht die besten waren (die mussten sich nach einem Wagner-Mahler-Konzert in Essen erholen), kennt natürlich seinen Tschaikowsky. Somit war zu verschmerzen, dass der brave PAVEL SMELKOV am Pult stand, der sich darauf beschränkte, Bühne und Graben gut zusammen zu halten (was auch gelang), ohne selbst gestaltend einzugreifen.

 

Die Zarenbraut – 20.9. 2018

Rimsky-Korsakows Zarenbraut war erst zum Ende der vergangenen Saison herausgekommen (als Ersatz für eine Inszenierung Yuri Alexandrovs aus dem Jahre 2004) und von Valery Gergiev höchstpersönlich zur Saisoneröffnung am 10.9. dirigiert worden. Am Pult stand der erst 27jährige GURGEN PETROSSIAN, der mir als einziger unter seinen Kollegen als musikalischer Leiter und nicht als bloßer Notenverwalter positiv auffiel. Er war mehr mit Engagement als mit Routine bei der Sache und wird sicher mit der Zeit einen für Stimmen günstigeres Verhältnis zwischen Stimmen und Orchester finden. Insgesamt ein Dirigat, das aufhorchen ließ.

Wie schon Pique Dame wurde auch die Zarenbraut von zwei großartigen Sängern dominiert: von der schon vorher lobend erwähnten YULIA MATOCHKINA als Lyubasha und VLADISLAV SULIMSKY als Gryaznoy.


Vladislav Sulimsky (Gryaznoy) und Yulia Matochkina (Lyubasha). Photo: Nadine Koul

In dieser Partie der betrogenen und verlassenen Geliebten, die zur Mörderin wird, zeigte Yulia Matochkina eine grandiose Leistung. Wie Olga Borodina, zu deren besten Partien die Lyubasha gehörte, hat Matochkinas Stimme eine samtige, sinnliche Klangfarbe, und die Sängerin lotete alle Facetten vom intimen Auftrittslied bis zum finalen Geständnis des Mordes erschütternd aus. Um diese Sängerin müssten sich die größten Opernhäuser dieser Welt streiten. Dass dies (noch) nicht bei Vladislav Sulimsky geschieht, halte ich für ein großes Versäumnis, denn mit dieser Stimme, mit dieser Ausstrahlung sollte er nicht in Malmö oder Wiesbaden auf der Bühne stehen (pardon!), sondern in Wien, Mailand, London, New York. Anders als sein von mir ebenfalls hoch geschätzter Kollege Alexei Markov, der bei aller Dramatik immer elegant wirkt, hat Sulimskys Stimme etwas Animalisches, so dass verständlich wird, warum dieser Sänger von Gergiev auch als Alberich eingesetzt wird. Ansonsten sind die großen Verdi-Partien des dramatischen Bariton-Fachs seine Domäne.

Von der übrigen Besetzung fiel mit weichem Bass YURI VOROBIEV´als Sobakin ausgesprochen positiv auf, während MIKHAIL PETRENKOs Skuratov recht hohlstimmig wirkte. Mit ihren reichlich gewöhnungsbedüftigen Stimmtimbres (um es einmal vorsichtig auszudrücken) bemühten sich SERGEI SEMISHKUR und ANDREI POPOV um ihre Rollen. Sie haben mit Sicherheit bessere Partien als Lykov und Bomelius. Ein besonderer Fall war die Interpretin der Titelfigur, VIOLETTA LUKYANENKO, die vom St. Petersburger „Zazerkalye Children’s Music Theatre“ 2016 an das Mariinsky kam, wo ihr eine Vielzahl großer Partien anvertraut wird. Als Marfa ließ sie mich vom Timbre her an eine Kinderstimme denken. Die technische Ausgestaltung ihrer Partie zeigte Mängel: Töne wurden vibratolos angebohrt, und die Höhe wirkte im forte hart und schrill. Violetta Lukyanenko mag zwar wie die junge Netrebko aussehen, doch zumindest nach Susanna, Micaela und nun Marfa, die ich von ihr hörte, kann ich ihre Bevorzugung am Mariinsky nicht verstehen. Mit hübschem Timbre fiel ELENA GORLO als Dunyasha auf. Interessantes Detail am Rande: In dieser Oper gibt es eine Mini-Rolle, die im Englischen „Serving Girl“ oder „Hay-Cutting Girl“ heißt. Der Programmzettel dieser Aufführung gibt ihr den Namen „An Immured Girl“, also ein eingemauertes Mädchen!!!

 

Il Trovatore – 21.9.2018

Mit dieser Aufführung kehrte unüberhörbar der Alltag in die neue Spielzeit ein. MIKHAIL SINKEVICH ist ein versierter Kapellmeister, der das Ganze gut zusammenhielt (jedenfalls besser als noch vor Jahren sein Chef). Die meiste Zeit schien er mit den Sängern zu atmen und ging auf deren Tempi ein. Warum gab es mit dem Manrico starke Tempodivergenzen? Auffallend gut, und das will bei einem Trovatore etwas heißen, der Chor aus jungen, frischen Stimmen. Es war der Chor der Mariinsky-Akademie! Bravo!

Die Sängerleistungen waren ziemlich durchwachsen. IRINA CHURILOVA (Leonora) gelangen die lyrischen, die ruhigen Passagen ihrer Partie am besten, während sie mit den Verzierungen (Cabaletta) ihre liebe Mühe hatte. OLGA SAVOVA ist ein langjähriges, verdientes Mitglied des Ensembles, die sich mit einem Repertoire von Walküren-Brünnhilde bis zur Boris-Schankwirtin in den Dienst des Mariinsky-Theaters stellte, aber ihre Azucena war stimmlich ziemlich grenzwertig. Zwar war ihre Darstellung eindrucksvoll, aber ihre geschrienen Höhen malträtierten meine Gehörnerven – Resultat von künstlich herabgedrückter, sehr brustig genommener Tiefe? Der Armenier HOVHANNES AYVAZYAN, häufiger Gast am Mariinsky, war ein „gediegener“ Manrico, also ein Sänger, der alle Töne hatte, ohne (zumindest auf mich) Eindruck zu hinterlassen, und ließ vermuten, dass das Mariinsky ein Tenorproblem hat und auf Gäste zurückgreifen muss. Dies ist kein neues Problem. Auch die Kirov-Oper holte sich ihre Sänger von außerhalb, ebenso, wie sich das Bolschoi-Theater sich der Mariinsky-Sänger (früher) bediente. Ayvazyans Problem ist eine große Lethargie, und er ging erst im 4. Akt etwas mehr aus sich heraus. Mit seinem mächtigen schwarzen Bass hatte STANISLAV TROFIMOV erstaunlich wenig Mühe mit den Verzierungen seiner Auftrittsarie – eine würdige Ergänzung des Mariinsky-Ensembles (er kam aus Yekaterinburg) als Ersatz für die Veteranen Aleksashkin und Bezzubenkov. Auf einem hohen Niveau enttäuschend fand ich den Luna ALEXEI MARKOVs. Markov ist ein Sänger, den ich seit 2004 kenne und sehr schätze. Er wurde zu Beginn seiner Karriere im westlichen Ausland in zu dramatischen Partien eingesetzt: Tomsky (Frankfurt), Jago (Dresden), Scarpia (Graz?). Ehrgeizig, wie er war, sah er sich auch in diesem Fach, doch am Mariinsky gab man ihm lyrische Rollen wie Onegin und Yeletsky. Man wusste, welches Juwel man mit ihm hatte, und baute ihn vorsichtig auf. Heute singt er hier Tomsky, Yeletsky, Jago, Scarpia, aber auch Luna. Den Luna hatte Markov früher sehr lyrisch, ganz auf Linie, mit strahlkräftigen Höhen interpretiert. Aber wie schon bei seinem Yeletsky wenige Tage zuvor fiel auf, dass er seine Stimme viel dunkler, viel dramatischer, viel „vollmundiger“ führte. Zwar waren die Höhen strahlkräftig wie früher, aber die Tonproduktion war rauer, weniger elegant geworden, und Markov hatte mit der hohen Tessitura seiner großen Arie mehr Mühe als sonst. Eindrucksvoll, aber insgesamt nicht unproblematisch.


Alexei Markov (Luna). Photo: Nadine Koul

Sune Manninen

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WUPPERTAL: „ZUKUNFTSLAND UND TRANSFORMATION“

Am 2. Oktober findet eine besondere Begegnung zwischen Kunst und Wissenschaft im Opernhaus statt: Gemeinsam mit dem Wuppertal Institut laden wir herzlich zur Veranstaltung „ZukunftsKunst und Transformation“ um 19:00 Uhr ins Kronleuchterfoyer ein.

ZukunftsKunst und Transformation

Ein Abend über die Rolle von Kunst und Wissenschaft in Veränderungsprozessen im Opernhaus Wuppertal

 Welche Rolle spielen Wissenschaft und Kunst in Phasen des gesellschaftlichen Umbruchs? Welches Wissen, welche Stimmungen, welchen Sound, welche Bilder und Erzählungen braucht die Große Transformation? Ist Wuppertal ein besonderer Experimentierort für Wissenschaft und Kunst in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen? Diesen Fragen widmet sich die offizielle Wuppertaler Buchvorstellung zum neuen Buch des Wuppertal Instituts „Die Große Transformation – Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“ am 2. Oktober 2018 im Wuppertaler Opernhaus.

 Wuppertal, 19. September 2018: Mit seinem Ende August erschienenen Buch zur „Großen Transformation“ führt das Wuppertal Institut den Begriff der „Zukunftskunst“ in die Nachhaltigkeitsdebatte ein. Er ist ein Plädoyer für eine neue Haltung und Perspektive in der Diskussion über den Klimawandel und globale Umweltveränderungen. „Kreativität, Gestaltungslust und Experimentiermut sollen in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen an die Seite von wissenschaftlichem Faktenwissen, Alarmismus und moralischen Appellen treten. Die Reflexions- und Interventionsmodi von Wissenschaft und Kunst gilt es in einen fruchtbaren Austausch zu bringen“, sagt Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.

 Nach einer erfolgreichen bundesweiten Vorstellung des Buches „Die Große Transformation“ mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 25. August 2018 beim Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Berlin zum Auftakt, folgt nun die offizielle Buchvorstellung in der Heimatstadt des Wuppertal Instituts: in Wuppertal.

Die Veranstaltung „Kunst und Transformation – Ein Abend über die Rolle von Kunst und Wissenschaft in Transformationsprozessen” wird vom Wuppertal Institut in Kooperation mit der Oper Wuppertal veranstaltet.  Es diskutieren:

Die Veranstaltung wird vom Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke eröffnet und von David J. Becher (Vorstand Utopiastadt e.V. & VollplaybackTheater VPT) moderiert.

Die Veranstaltung „Kunst und Transformation – Ein Abend über die Rolle von Kunst und Wissenschaft in Transformationsprozessen” findet im Foyer der Oper Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal am Dienstag, 2. Oktober 2018, um 19:00  Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit anschließendem Empfang, statt.

Der Eintritt ist frei, die Platzzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich – bitte per Mail an: pr@wupperinst.org

Weitere Informationen/Links:

 Homepage zum Buch „Die Große Transformation“ (u.a. mit aktuellen Terminen zu Buchvorstellungen/Diskussionen) -> https://www.zukunftskunst.eu/

  1. Fischer Verlag https://www.fischerverlage.de/buch/die_grosse_transformation/9783596702596

Kurzfilm zum Buch https://www.youtube.com/watch?v=VnQObdUJ1Fw&feature=youtu.be

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DIE MONTAG-PRESSE (24. SEPTEMBER 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MONTAG-PRESSE – 24. SEPTEMBER 2018

London
Opernhaus Covent Garden : Wie ein Ozeandampfer des Art déco
Das Londoner Opernhaus Covent Garden bemüht sich schon lange das Etikett „elitär“ abzustreifen. Durch einen umfangreichen Umbau soll nun ein neues Publikum angelockt werden.
Frankfurter Allgemeine

Brüssel
Castellucci-Pleite mit „Die Zauberflöte“
Zauberflöte“ in Brüssel : Er prahlt, die Blindheit zu verkünden. Romeo Castellucci beerdigt in Brüssel Mozarts „Zauberflöte“ unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda.
Frankfurter Allgemeine
Eupenerin Lorena Dürnholz steht in Brüssel auf der Opern-Bühne
In der Brüsseler Oper „La Monnaie“ fand am Dienstagabend die Premiere von Mozarts „Die Zauberflöte“ statt. Die Produktion steht im Zeichen einer neuen Perspektive. Unter anderem, weil fünf blinde Frauen und fünf Männer mit schweren Verbrennungen sich selbst verkörpern – darunter Lorena Dürnholz aus Eupen.
https://www.grenzecho.net/region/eupener-land/eupen/eupenerin

München/ Gärtnerplatztheater
„My Fair Lady“ in München: Amüsieren erlaubt – ein Fingerhut voll Glück
Wenn man nach einem Musicalbesuch vergnügt zur Straßenbahn tanzt und dabei die gerade gehörten Melodien vor sich hin summt, dann haben die Theatermacher alles richtig gemacht. Beim Musicalklassiker My Fair Lady, den das Münchner Gärtnerplatztheater 2018 neu inszeniert hat, ist das gelungen: Beschwingt und elegant wird rundum gute Unterhaltung serviert. Die Inszenierung könnte sich durchaus neben Londoner West-End.Produktionen sehen lassen, so rasant wird in die Theaterzauberbox gegriffen: Mitklatschnummern und mitreißende Choreografien, Drehbühne und historisierende Kostüme, ein präzise auf den Punkt spielendes schmissiges Orchester – hingucken und zuhören macht einfach Spaß!
Barbara Hauter berichtet aus dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München.
Klassik begeistert

Erl/ Tirol
Gustav Kuhn darf nun auch nicht mehr in Erl dirigieren
Die Welt.de

Stuttgart
Staatstheater Stuttgart starten mit neuen Leitern
Startschuss für einen historischen Umbruch an den Staatstheatern Stuttgart: Neue künstlerische Leiter in allen drei Sparten und am Dirigentenpult haben am Wochenende endgültig das Ruder übernommen. Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) präsentierten am Sonntag den Zuschauern ihre Pläne für die erste Spielzeit.
Musik heute
Umbruch am Staatstheater Stuttgart: Was bringen die Neuen
Sueddeutsche Zeitung

Wien/ Musikverein
Philharmoniker: Wiener wandern auf schwedischen Spuren
Herbert Blomstedt eröffnete die Saison mit Symphonien von Berwald und Dvořák eindrucksvoll.
Die Presse

München
Bayerische Staatsoper: Ekstase mit Constantinos Carydis
Den aufregendsten Beethoven seit Jahren gibt es heute noch einmal mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Constantinos Carydis im Nationaltheater
Münchner Abendzeitung

Linz
Brucknerfest: Auftakt zu einer sinfonischen Intensivwoche
Mit einem Konzert des Beethoven Orchesters Bonn unter Dirk Kaftan hat am Samstag beim Linzer Brucknerfest ein Schwerpunkt begonnen, in dessen Mittelpunkt Symphonien von Anton Bruckner stehen. Innerhalb einer Woche werden vier Symphonien des Genius Loci zu hören sein
Salzburger Nachrichten

Berlin
Das Deutsche Symphonie-Orchester mit Robin Ticciati: Auf der Leinwand des Klangs
Der Brite Robin Ticciati startet mit einer grandiosen Ravel-CD in seine zweite Spielzeit als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters.
Tagesspiegel

Eresing/ Kloster St. Ottilien( Bayern
Anne-Sophie Mutter spielte Befreiungskonzert
Mit einem außergewöhnlichen Konzert hat die Weltklasse-Geigerin Anne-Sophie Mutter an das Befreiungskonzert jüdischer Holocaust-Überlebender im katholischen Kloster St. Ottilien in Eresing (deutsches Bundesland Bayern) vor 73 Jahren erinnert
Salzburger Nachrichten

Chemnitz
Intendant: Chemnitz sollte Kulturhauptstadt werden
Chemnitz sollte nach Meinung seines Theaterchefs trotz der Schlagzeilen um Rassismus und Hetze ins Rennen um die Europäische Kulturhauptstadt 2025 gehen. „Jetzt erst recht“, sagte der Generalintendant der Städtischen Theater, Christoph Dittrich. Er weiß demnach, dass die Chemnitzer Bilder um die Welt gingen. Aber es komme darauf an, wie man mit solchen Ereignissen umgehe. Das Konzept des Wettwerbs begeistert ihn, er sei optimistisch. „Es ist kein Schönheitswettwerb.“ Es gehe darum, was man als Stadt erreichen wolle, um bürgerschaftliches Engagement.
Sueddeutsche Zeitung

Steirischer Herbst
Kleine Faschistengebäude im Brunnen
Nicht wiederzuerkennen: Der „Steirische Herbst“ in Graz hat sich unter neuer Leitung neu erfunden. Hier könnte gelingen, wofür Kassel noch nicht bereit war.
Sueddeutsche Zeitung

London / Cardiff
The week in classical: War and Peace; LSO/Rattle; Riot Ensemble – review
The Guardian

Haddington, Lammermuir Festival
The Burning Fiery Furnace review – sonorous singing and sensuous ecstasy
The Guardian

New York
Metropolitan Opera 2018-19 Season Preview
Nicole Car, Vittorio Grigolo, Michael Fabiano & Ailyn Pérez Headline “La Bohème’ Casts
http://operawire.com/metropolitan-opera-2018-19-season-preview-nicole-car

Van Zweden opens Philharmonic tenure with feel-good premiere, spectacular Stravinsky
http://newyorkclassicalreview.com/2018/09/van-zweden-opens-philharmonic

Philadelphia
Opera Philadelphia disappoints with an uninspiring rendition of Lucia di Lammermoor
http://www2.philly.com/philly/entertainment/arts/festival-o18-lucia

Chicago
Muti, CSO open season with dark Shostakovich, delightful Prokofiev
http://chicagoclassicalreview.com/2018/09/muti-cso-open-season-with-dark

Sydney
Sydney Opera House goes carbon neutral five years early
https://www.afr.com/business/energy/electricity/sydney-opera-house-goes-carbon

Film/ TV

Romy Schneiders Filme sind zeitlos. Nein, sie werden immer stärker
Am 23. September würde die schillernde Schauspielerin 80 Jahre alt. Bis heute wirkt ihre Magie, und weiterhin dient sie als Projektionsfläche weiblicher Freiheit und Haltlosigkeit.
Neue Zürcher Zeitung

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Unter’m Strich

Deutschland
Causa Maaßen: Kröten von allen geschluckt, Koalition gerettet
Tiroler Tageszeitung
Maaßen wird nicht Staatssekretär, sondern Sonderberater
Seehofer bestätigt: Maaßen wechselt ins Innenministerium bei gleicher Besoldung aber ohne Beförderung.
Kurier

Fußball Österreich
LASK fügt der Austria die erste Heimpleite zu
https://sport.orf.at/stories/3013602/
Admira/Wacker beendet Sieglos-Serie – 3:1 in Innsbruck
skysport

INFOS DES TAGES (MONTAG, 24. SEPTEMBER 2018)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 24. SEPTEMBER 2018)

Il barbiere di Siviglia an der Wiener Staatsoper – Besetzungsänderung

Am 1. und 4. Oktober 2018 steht Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Margarita Gritskova verkörpert anstelle der erkrankten Daniela Fally die Rosina.

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WIENER STAATSOPER: FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG „WERTHER“ AM 22.9.)


Stefano Secco (Werther), im Hintergrund Maria Nazarova (Sophie). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Sophie Koch (Charlotte). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Clemens Unterreiner (Albert). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Maria Nazarova (Sophie). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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20 JAHRE RADIO STEPHANSDOM

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Bildergebnis für radio stephansdom

Eigentlich heißt der Sender ja seit dem 1. Juni 2015 korrekt „RADIO KLASSIK-STEPHANSDOM“, aber im Sprachgebrauch wird immer noch der Ursprungsname verwendet, wobei ihn manche auch gerne als „Radio Heilig“ bezeichnen. Dies rührt daher, dass der Betreiber niemand geringerer als die Erzdiözese Wien der katholischen Kirche ist. Es war ungewöhnlich, als sich im  Jahr 1998, als die Privatradiofrequenzen vergeben wurden, eine solche Institution darum bewarb. Radio Stephansdom kann man terrestrisch in Wien, Wien Umgebung und in Niederösterreich (südlich bis ca. Wr. Neustadt, westlich bis ca. St. Pölten), in Salzburg und Umgebung sowie in Graz empfangen. Ferner besteht die Möglichkeit des Empfangen über das Wiener und Salzburger Kabelnetz sowie über das Internet (https//radioklassik.at).

Als Ende der 90er-Jahre in Österreich Privatradio gesetzlich endlich möglich war, bewarben sich vor allen Dingen Betreiber, die mit ihrem Programm Ö 3 Konkurenz machen wollten, z.B. „Kronehit“ oder „Radio Arabella“. Lediglich bei der Erzdiözese Wien hatte man die Idee, mit einem Programm auf Sendung zu gehen, dass ausschliesslich sogenannte E-Musik anbietet, wobei natürlich auch die Absicht dahinter stand, über diesen Sender kirchliche Inhalte zu verbreiten und die Sonntagsmesse aus dem Wiener Stephansdom zu übertragen. Der Hauptteil des Programms bietet jedoch Musik in seinen verschiedensten Ausformungen, wobei man nicht in den Fehler verfiel, einen Berieselungssender anzubieten, sondern achtete von Beginn an auf eine klare Senderstruktur. Es gibt jeweils zu fixen Zeiten moderierte Sendungen zu den verschiedensten kulturellen und musikalischen Themen, wobei dabei immer auf einen ausgewogenen Mix von Wort und Musik geachtet wird. Zentraler Punkt des Programms sind in jedem Fall die Ausstrahlungen kompletter Opern, jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag immer um 20 Uhr.

Heute sind es genau 20 Jahre, dass der Sender erstmals „on air“ ging und er ist mittlerweile für viele Liebhaber der klassischen Musik so etwas wie eine zweite Heimat geworden, zumal ja Ö 1 immer mehr zum reinen Wortsender (Zitat des Senderchefs: „Musik hört man ohnehin überall“) mutiert, während speziell der Anteil der Musik im allgemeinen und der der Oper im speziellen immer mehr zurückgedrängt wird.

Man muss Radio Stephansdom zur 20-jährrigen Erfolgsgeschichte gratulieren und die Hoffnung aussprechen, dass es so weitergeht, ja man vielleicht einmal sogar in Erwägung zieht, österreichweit zu senden.

Heinrich Schramm-Schiessl 
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KREFELD: DIE ZAUBERFLÖTE. Premiere war am Sonntag, 23.9.2018

Inszenierung: Kobie van Rensburg


„Opernfreund“ Peter Bilsing unmittelbar vor der Premiere. Er hofft, dass wenigstens die Musik von Mozart ist.

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CHEMNITZ: Wagners „Ring des Nibelungen“ wird mit „Siegfried“ fortgesetzt

Bildergebnis für chemnitz der ring des nibelungen siegfried

Am 29. September 2018 setzen die Theater Chemnitz mit der Premiere von Richard Wagners „Siegfried“ ihr großes „Ring“-Projekt anlässlich des 875. Stadtjubiläums fort. Dabei wird die gesamte Tetralogie in nur einem Jahr als Neuproduktion auf die Bühne gebracht.

Der Idee folgend, dass im Zentrum des komplexen Geschehens die Frau als entscheidende Impulsgeberin steht, wurden vier Regisseurinnen engagiert, die sich jeweils eines Teils des „Rings“ annahmen. Verena Stoiber inszenierte „Das Rheingold“ (Premiere am 3. März 2018) und Monique Wagemakers „Die Walküre“ (Premiere am 24. März 2018), Sabine Hartmannshenn erarbeitet aktuell „Siegfried“ und Elisabeth Stöppler setzt mit der Premiere „Götterdämmerung“ am 1. Dezember 2018 den Schlusspunkt. Dabei arbeitet jede Regisseurin mit einem eigenen Ausstatter-Team, so dass jeder Teil der Tetralogie einen separaten und eigenen Blick auf die Geschichte ermöglicht und erst in der Abfolge aller vier Inszenierungen die stückimmanenten Verbindungen offenbart werden.

Als Wagner sein Mammutwerk „Der Ring des Nibelungen“ konzipierte, wollte er mit Siegfried einen Menschen auf die Bühne zu bringen, der die bestehende Ordnung radikal in Frage stellt. Nach dem Tod seiner Eltern Siegmund und Sieglinde wächst Siegfried bei dem Nibelungen Mime auf. Schon bald zeigt sich eine Besonderheit des Jungen. Er weiß nichts von alldem, was vorher war und er hat vor allem eines: keine Angst vor nichts und niemandem. Innerhalb des Stückes erlebt er eine Verwandlung vom naiven, unbedarften Naturburschen zum liebenden, fühlenden Menschen, der die Hoffnung auf den sinnvollen Umgang mit Macht in sich trägt.

In der Chemnitzer Premiere „Siegfried“ debütiert der international gefragte Tenor Daniel Kirch in der Titelpartie. Neu in der Premierenbesetzung sind Simone Schröder als Erda und Avtandil Kaspeli als Fafner. Weiterhin sind Arnold Bezuyen als Mime, Ralf Lukas als Wanderer, Bjørn Waag als Alberich, Christiane Kohl als Brünnhilde sowie Guibee Yang als Waldvogel zu erleben. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Felix Bender.

Für die Premiere gibt es noch wenige Restkarten unter Tel. 0371 4000-430 und www.theater-chemnitz.de.

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MÜNCHEN/ IBS: KÜNSTLERGESPRÄCH MIT GEORG ZEPPENFELD (Samstag, 29. um 16 h Künstlerhaus Lenbachplatz)


Ein junges Talent, welches aufhorchen lässt: MILAN SILJANOV
 
Hören Sie sich bitte den sensationellen ARD Musikwettbewerb Gewinner des 2. Preises sowie des Publikumpreises an:
 
den Schweizer Milan Siljanov
Milan Siljanov (Foto: Minjas Zugik)
Milan Siljanov. Copyright: Minjas Zugik
 
Facebook: https://m.facebook.com/milan.siljanov1
 
welcher durch einen wunderschön timbrierten Bass-Bariton und durch interpretatorische Klugheit und Differenzierungskunst betört und überzeugt!
 
https://www.br.de/ard-musikwettbewerb/audio-video/ard-wettbewerb-2018-on-demand-100.html
 
Tip:
Liederabend
5. Dezember um 19h30
Wernicke Saal der Bayer. Stastsoper in München 20€
 
Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Hugo Wolf
 
Karten: 20€
https://www.staatsoper.de/stueckinfo/ensemble-liederabend/2018-12-05-19-30.html
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STUTTGART/ Hugo Wolf-Akademie: Dienstag, 18. September 2018 bis Sonntag, 23. September 2018
11. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart


Die Jury mit den Preisträgern. Copyright: Reiner Pfisterer

Am Ende einer musikalisch überaus bewegten Woche fielen am Samstag die mit Spannung erwarteten Entscheidungen. 32 Duos aus aller Welt konkurrierten um die begehrten Preise. Trotz der stattlichen Dotierung spielen die Preisgelder in Höhe von insgesamt € 35.000 für die jungen Musikerinnen und Musiker erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle. Schließlich gilt der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart in der Klassikszene vor allem als extrem aussagekräftiger Indikator und Sprungbrett für eine große Konzertkarriere.

Dazu Cornelia Weidner, Intendantin der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie: „Die 96 Bewerbungen aus Europa, Asien, Amerika und Australien unterstreichen das Renommee des Wettbewerbs und zeigen die Leidenschaft für das immer wieder abgeschriebene Lied, sowohl bei den jungen Musikern als auch beim Publikum. Diese Begeisterung haben wir ganz unmittelbar gespürt, auf der Bühne und bei den vielen Besuchern der öffentlichen Wettbewerbsrunden. Und das ausverkaufte Preisträgerkonzert ist ebenfalls ein Zeichen dafür.“

Die fein austarierte Verteilung der Preise zeigt, welches Kopf-an-Kopf-Rennen, sich die sieben Finalisten-Duos lieferten. Dazu Brigitte Fassbaender, die Vorsitzende der Jury: „Die Auswahl der Preisträger ist uns nicht leicht gefallen, denn eigentlich hätten alle einen Preis verdient. Wir haben vier wunderbare Tage hier erlebt, die künstlerisch und musikalisch sehr erfüllend waren.“

Ein herzlicher Glückwunsch der Hugo-Wolf-Akademie an die Gewinner 2018!
1. Preis in Höhe von € 15.000:
Mikhail Timoshenko, Bass-Bariton (Russland, geb.1993) und Elitsa Desseva, Klavier (Bulgarien, geb. 1993)

2. Preis in Höhe von € 10.000:
Alex Rosen, Bass (USA, geb. 1992) und Michał Biel, Klavier (Polen, geb. 1990)

3. Preis ex aequo in Höhe von jeweils € 5.000:
Irina Jae-Eun Park, Sopran (Südkorea, geb. 1987) und Dokyung Han, Klavier (Südkorea, geb. *1988)
Klaudia Tandl, Mezzosopran (Österreich, geb. 1986) und Gisela Jöbstl, Klavier (Österreich, geb. 1987)
Nähere Informationen zu den Preisträgern gerne auf Anfrage.

 Selbst wenn Sie in der vergangenen Woche nicht vor Ort in Stuttgart sein konnten: Die einzelnen Auftritte der teilnehmenden Duos sowie das Preisträgerkonzert mit Preisverleihung wurden per Live-Stream übertragen und sind im stetig wachsenden Wettbewerbsarchiv abrufbar.

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MICHELANGELOS DAVID ZU BESUCH IN WIEN
Eine Renaissance-Ikone im gotischen Rahmen der Votivkirche
Die Ausstellung läuft bis 2.Dezember


Michelangelos DAVID Foto(C)PSkorepa

Schon zum zweiten Mal lädt Prof. Hans Waba in die Wiener Votivkirche ein, eine Schau von Nachbildungen in Originalgröße der wohl berühmtesten Ikonen der Italienischen Renaissance zu besuchen. Waren es im Vorjahr Michelangelos Decken- und Wandfresken aus der Sixtinischen Kapelle in Rom, so tragen heuer unter dem Titel

DIE GROSSEN MEISTER

vier der größten Renaissance-Künstler mit Original-Repliken ihrer Werke zu einem Ausstellungserlebnis bei, das dank ihrer Imaginationskraft südliches Reisefeeling und Sehnsucht nach einer Pilgerfahrt zu den Originalen in Florenz, Rom, Mailand und anderen Städten wach werden lässt.

Leonardo da Vinci 1452 bis 1519

Michelangelo Buonarotti 1475 bis 1564

Raffaello Sanzio da Urbino 1483 bis 1520

Sandro Botticelli 1445 bis 1510

Auge im Auge mit Christus beim letzten Abendmahl. Ob tatsächlich Da Vinci Maria Magdalena als Apostel Johannes ins Bild geschwindelt hat? Fragen Sie den Da Vinci Code. Foto(C)PSkorepa

Insgesamt 52 Objekte bilden den Querschnitt durch das Schaffen der genannten, davon 51 mit der Wiedergabe von Fresken und Gemälden, darunter Ikonen wie Raffaels Disputa des Allerheiligsten Sakramentes oder dessen Sixtinischer Madonna. Oder das letzte Abendmahl von da Vinci: Man kann das Fresko quasi gegenüber Christus mit an der Tafel sitzend bewundern, so nah wie es in natura wohl nie möglich wäre und man kann aus nächster Nähe die Behauptungen des Autors des „Da Vinci Codes“ nachprüfen, dass es sich bei der Abbildung von Apostel Johannes eigentlich um ein Portrait Maria Magdalenas handeln könnte. Einige Zeichen sollen darauf im Gemälde hindeuten und liefern spannende Überlegungen zu diesem Thema.

Da Vincis Verkündigung ist ebenfalls vertreten, wie auch dessen Darstellung des Salvator Mundi, die erst unlängst durch Christie`s in New York durch eine Versteigerungserlös um 450 Millionen Dollar zum teuersten Gemälde der Welt avancierte. Da Vincis Mona Lisa verschwindet fast zwischen den großen Exponaten, Sandro Botticellis sehenswerter Frühling und seine Anbetung der Könige ist ebenso zu bewundern wie Michelangelos Jüngstes Gericht aus der Sixtina, zarte Madonnen Raffaels neben der knackigen Leda mit dem Schwan Da Vincis, dazu als Ausgleich der in seinen Proportionen exakt vermessene sogenannte Vitruvianische Mensch, des berühmten römischen Baumeisters und Architekturtheoretikers.


David unter der „Haube“ der Tribuna. Links die Madonna della seggiola von Raffael Foto(C)PSkorepa

Optischer Mittelpunkt der Ausstellung ist jedoch ohne Zweifel Michelangelos DAVID, eine Kopie in der Originalgröße von 5,17 Meter, der ersten Kolossalstatue der Renaissance, welche der Künstler aus einem 12 Tonnen schweren Marmorblock aus den Apuanischen Alpen innerhalb dreier Jahre bis zu seiner Fertigstellung 1504 herausmeißelte.
Dabei blieb rund die Hälfte des Materials dieses Marmorblocks (ca.6,6 Tonnen), eines sogenannten Statuario-Carrara vom Monte Altissima bei Servezza für die Statue des David übrig.

Eine Kommission, der auch Da Vinci angehörte bestimmte als Aufstellungsort der Statue den Platz vor dem Palazzo Vecchio in Florenz. Dort stand die Riesenstatue dann, die von den Wollwebern der Stadt ursprünglich für die Aufstellung an der Fassade des Domes beauftragt worden war, bis zu ihrer Übersiedlung in die Accademia 1873 und war zerstörerischen Angriffen und Wetter ausgesetzt. Erst 1910 wurde wieder eine Kopie vor dem Palazzo aufgestellt. Sie sehen die Statue unter der für die Aufstellung in der Accademia errichteten apsidenähnlichen Tribuna.

Die Ausstellung in der Wiener Votivkirche ist bis 2.Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet

 


Die Erschaffung Adams – der Übergang des göttlichen Funkens: So in der Sixtina wie in der Votivkirche. Hat Gott den Finger viel zu kurz berührt? Foto: (C)PSkorepa

Prof. Manfred WABA, gebürtiger Burgenländer, der künstlerische Leiter dieser Ausstellung wurde durch seine gigantischen Bühnengestaltungen für die Opernfestspiele im Steinbruch von St.Margarethen bekannt, übernahm nach deren Einstellung 2018 mit Erfolg die Bühnengestaltung im benachbarten Operettenmekka Mörbisch und wurde auch in Planungen für Produktionen mit Placido Domingo und für die Weinviertler Festspiele einbezogen.

Peter Skorepa
OnlineMERKER

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WIEN: REGINA SCHÖRG PRÄSENTIERT „EINE BITTERSÜSSE REVUE“

Ich möchte gern mein neues Programm präsentieren, nach einer fulminanten Voraufführung in „meinem “ Dschungeldorf in Altenberg und einer äußerst erfolgreichen Vorstellung im KUMST in Strasshof nun zum ersten Mal in Wien! Der plüschige Wiener Theaterkeller in der Hegergasse 9 eignet sich hervorragend für meine bittersüße Revue zwischen Ideal und Weiblichkeit:

Authentisch, ausgefallen, anzüglich, autobiographisch, gar nicht antiquiert – neu und frisch räsonniert Regina Schörg über Liebe, Lust und Leid einer Opernsängerin. Bekannte Melodien und unbekannte Geheimtipps aus Operette und Film vereinen sich mit Juwelen aus der goldenen Zeit des spitzzüngigen Kabarettliedes zu einem ganz besonderem Cocktail… …na dann, Prost!

Am 18. Januar findet „Für Dich, mein Schatz…!?“ im wunderschönen Max-Reinhardt-Foyer im Stadttheater Baden statt , wo ich auf der großen Bühne von 15.12.18- 31.1.19 auch als Mirabella im ZIGEUNERBARON zu sehen sein werde. 

Ich freue mich schon darauf, viele bekannte Gesichter im Publikum zu sehen und nachher vielleicht auf ein Glaserl…? 

Es grüßt Euch ganz herzlich

Regina Schörg
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HEUTE IM „MERKER-KUNSTSALON“


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ORF-„kulturMontag“ am 24. September: „Babylon Berlin“, Philisophicum Lech und „viennacontemporary“

Außerdem: neue Doku zu 60 Jahre Stadthalle =

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 24. September 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 gibt u. a. einen Ausblick auf die demnächst im ORF startende Erfolgsserie „Babylon Berlin“, blickt auf das Philosophicum Lech und sein diesjähriges Thema „Hölle“ und hinterfragt anlässlich der Kunstmesse „Viennafair“, wie sich Wien als Schauplatz für zeitgenössische Kunst entwickelt. Anschließend an das Kulturmagazin feiert das neue Filmporträt „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ von Werner Horvath seine TV-Premiere.

Erfolgswelle „Babylon Berlin“: Die TV-Serie ab 30. September im ORF

Eine TV-Serie mit dem Gütesiegel „Must watch“ kommt auch ins heimische Fernsehen. „Babylon Berlin“ gilt als die teuerste deutschsprachige TV-Serie, waren doch die ersten beiden Staffeln mit einem Budget von satten 40 Millionen Euro ausgestattet. Demnächst wird schon die dritte Staffel gedreht, das Format ist an mehr als 90 Länder verkauft und ab Ende September im ORF zu sehen. Der Erfolg der Geschichte, die rund um Kommissar Gereon Rath in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus spielt, basiert auf dem Bestseller-Kriminalroman „Der nasse Fisch“ des deutschen Autors und Journalisten Volker Kutscher. Das Regie-Trio Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries führt in eine Stadt am Wendepunkt, in das Berlin der 1920 und 1930er Jahre. Mit einer Mischung aus historischem Drama und Krimi zeigen sie eine Stadt voller Luxus, Armut, Sex und Korruption, eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Für ihr Vorhaben konnte das Team um Tykwer auch Schauspieler wie Lars Eidinger und Karl Markovics gewinnen, der einen österreichischen Journalisten spielt. Die Serie startet am 30. September im ORF, der „kulturMontag“ bringt einen Vorgeschmack.

„Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“: Das Philosophicum Lech über das Inferno auf Erden

„Die Hölle, das sind die anderen“, so formulierte es der französische Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre. Der Hauptvertreter des Existentialismus wollte damit deutlich machen, dass es die Menschen selbst sind, die sich ihr eigenes und das Leben der anderen zur Hölle machen. Dem schaurigen Ort der Verdammnis und der ewigen Finsternis begegnet man schon als Kind im Religionsunterricht und später in den Bildern von Hieronymus Bosch oder in der „Göttlichen Komödie“ des italienischen Dichters von Dante Alighieri. Für den wissenschaftlichen Leiter des Philosophicum Lech Konrad Paul Liessmann hat die Hölle als religiöse Vorstellung völlig an Bedeutung verloren. Für ihn ist sie als Metapher im Alltag stärker präsent denn je. Wird in Zeiten politischer Umwälzungen „der Teufel an die Wand gemalt“? Unter dem Titel „Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“ beschäftigt sich das Philosophicum Lech mit dem Ende der Hölle als Ort ewiger Qualen und ihrer Wiederkehr im Diesseits als Metapher für Angst und Verdrängung.

Kunst und Kapital: Wien als Zentrum für Zeitgenössisches

Geht es nach dem russischen Eigentümer Dmitry Aksenov, rangiert die Kunstmesse „viennacontemporary“ unter den 20 wichtigsten Kunstmessen. Vor mittlerweile zwölf Jahren als „Viennafair“ gegründet und am Messegelände angesiedelt, verlegte sie der neue Chef und Finanzier 2015 in die historische Marx-Halle. Als einzige Kunstmesse, die den Osten und Westen in sorgfältig kuratierten Ausstellungen vereint, will die „viennacontemporary“ als Ort aufregender Neuentdeckungen punkten. 118 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern, die von Wiens wichtigsten Galerien über internationale Top-Player bis zu aufstrebenden Junggalerien reichen, präsentieren ihre besten Künstler/innen – etablierte Größen ebenso wie Newcomer. Wie hat sich Wien als Hauptstadt für Zeitgenössisches entwickelt? Der „kulturMontag“ hat sich in der Kunstszene umgehört.

Neue Dokumentation „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ (23.30 Uhr)

Auf sechs Jahrzehnte beeindruckende Eventgeschichte blickt die Wiener Stadthalle im Jubiläumsjahr 2018 zurück. Unter dem Titel „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ begibt sich eine neue ORF-Dokumentation von Werner Horvath auf Zeitreise durch die Historie von Österreichs größtem Veranstaltungszentrum und gewährt so manchen Blick auf dessen Zukunft. Die von Roland Rainer entworfene Wiener Stadthalle ist viel mehr als nur ein Veranstaltungsort. Sie setzte von Anfang an einen herausragenden Akzent in der Architektur Wiens und war in der Wiederaufbau-Ära nach dem Zweiten Weltkrieg ein Symbol für ein fortschrittliches Österreich – ein Bau der Moderne, seit 1958 spektakulär und zeitlos. Als jüngstes Gebäude des Hallenkomplexes, der bis zu 16.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bietet, wurde 2006 die Halle F eröffnet. Das Architektenduo Dietrich/Untertrifaller hat dabei die Formensprache Roland Rainers übernommen und neu interpretiert. Mit bisher rund 15.000 Shows und 65 Millionen Besucherinnen und Besuchern ist die Wiener Stadthalle seit der Eröffnung 1958 ein Ort legendärer Events und Bühne für unvergessliche Auftritte, wie beispielsweise für den ersten Österreich-Auftritt der Rolling Stones im September 1965. Das Vergnügen so mancher Vorstellung hat im Laufe der Jahre nicht erst in, sondern bereits vor der Stadthalle begonnen – so wie bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals „Hair“ 1970. Der größte Event, der dort bisher stattgefunden hat, war der „Eurovision Song Contest“ 2015. Einmal in der ausverkauften Stadthalle aufzutreten, das gelingt nicht jedem – und keinem so oft wie Udo Jürgens, der mit 33 ausverkauften Konzerten Rekordhalter ist. In der Dokumentation über die Wiener Institution stehen Künstler wie Wolfgang Ambros, Stefanie Werger, Marco Wanda und Conchita im Rampenlicht. Zu Wort kommen auch der künstlerische Geschäftsführer Wolfgang Fischer, der neue Geschäftsführer der Wien-Holding, Kurt Gollowitzer, und der heute 100-jährige Baumeister der Wiener Stadthalle, Viktor Hauswirth. Ein Dakapo des Films gibt es am Sonntag, dem 30. September, um 10.15 Uhr in der ORF-„matinee“, 3sat zeigt die Doku am Samstag, dem 6. Oktober, um 10.15 Uhr.
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