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Die internationale Kulturplattform

DIE DIENSTAG-PRESSE (31. MÄRZ 2020)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DIENSTAG-PRESSE – 31. MÄRZ 2020

München
Die Angst tanzt mit: Die Bayerische Staatsoper und Corona
Die Kunst durch die Krise bringen – aber mit welchem Risiko? Es gibt heftige Vorwürfe gegen die Bayerische Staatsoper.
Münchner Merkur

Beethovens vollendete Zehnte Sinfonie wird im November uraufgeführt
Ein Computer stellt Beethovens berühmte „Unvollendete“ fertig.
Wiener Zeitung

Lucerne-Festival-Intendant Michael Haefliger: «Die Ansteckungskurve müsste bis zum Sommer deutlich abflachen»
Wegen des Coronavirus droht auch den Klassikfestivals im Sommer das Aus, wie die Absage von Verbier zeigt. Intendant Michael Haefliger über Szenarien, Ängste und Hoffnungen für Lucerne Festival im Sommer.
Luzerner Zeitung

„Im Gesang ist schlechter Unterricht Körperverletzung“
Marilyn Schmiege, Präsidentin des Bundesverbands deutscher Gesangspädagogen (BDG), im nmz-Gespräch Neue Musikzeitung/nmz.de

Gott war da
Er war der traditionellste Avantgardist der zeitgenössischen Musik. Seine Sinfonien, Opern und Chorwerke schwebten zwischen allen Systemen. Nun ist Krzysztof Penderecki gestorben. Ein Nachruf
https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article206886973/Gott-war-da.html

Zum Tod von Krzysztof Penderecki
(23. November 1933 – 29. März 2020)
Mela Koteluk, geboren 1985, polnische Rock-Sängerin und Songschreiberin schrieb am Sonntag über Penderecki auf Twitter:
„Er war nicht nur einer der größten polnischen Komponisten unserer Epoche. Er war auch ein leidenschaftlicher Kenner und Schützer der Natur. Seine geheime Leidenschaft waren … Bäume. Auf seinem Landgut Luslawice hat Penderecki mehrere Tausend Bäume gepflanzt. “Manche Gattungen”, erzählte er nicht ohne Stolz, “dürften in unseren Breitengraden eigentlich gar nicht gedeihen”. In seinem Park fanden sie sich zu recht und wuchsen zu der größten Sammlung exotischer Baum-Gattungen in Europa.“
Teresa Grodzinska berichtet aus Hamburg.
Klassik-begeistert

10 Fragen an Ekkehard Lampe-Steinhage: „Ich möchte eine Lesung über Thomas Mann halten, begleitet von den Bremer Philharmonikern“
Der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer Ekkehard Lampe-Steinhage wurde 1981 an der Schule Schlaffhorst-Andersen ausgebildet. Seine Gesangsausbildung erhielt er in Berlin, Kopenhagen und Bremen. Er arbeitete viele Jahre an diversen Schauspielschulen in Berlin und Bremen, erteilte Stimm- und Sprechtraining im Bereich Hörfunk und Fernsehen und bildete Bremer Bürgerschaftsabgeordnete aus. Er ist verantwortlich für das Sprechtraining an der Bremer Oper und für die Stimmbildung am Bremer Schauspiel und bei der Shakespeare Company. Als Sprechtrainer gibt er Masterkurse in New York für Opernsänger, die unter anderem an der Metropolitan-Oper singen. Gelegentlich hält er musikalisch begleitete Lesungen.
Petra Spelzhaus befragte Ekkehard Lampe-Steinhage über sein Künstlerleben im Zeichen der Corona-Krise.
Klassik-begeistert

Ralf Wegner: Meine schönste Opern-Highlights 1
Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.
von Dr. Ralf Wegner, Hamburg
Klassik-begeistert

Deutschland
Bund rechnet mit bis zu 28 Milliarden Euro Ausfall im Kulturbereich
Neue Musikzeitung/nmz.de

Milliardenausfall in deutscher Kulturbranche befürchtet
Der Standard

Die Klassikfamilie
Manche kritisieren das Not-Streaming als unbeholfen. Ein Projekt in New York zeigt vor allem die Kraft der Hausmusik.
Sueddeutsche Zeitung

Links zu englischsprachigen Artikeln

Updates on Opera Companies & Orchestras Throughout U.S. & North America Canceled Due to Coronavirus Outbreak
https://operawire.com/more-opera-houses-orchestras-cancel-due-to-coronavirus-outbreak/

Updates on Summer Festivals Canceled Due to Coronavirus Outbreak
https://operawire.com/updates-on-summer-festivals-canceled-due-to-coronavirus-outbreak/

Enigmatic, devotional, restless … a guide to Krzysztof Penderecki’s music
https://www.theguardian.com/music/2020/mar/29/a-guide-to-krzysztof-penderecki-music

Streams
Stream Opera From Across the World on OperaVision
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/Stream-Opera-From-Across

Le nozze di Figaro, Garsington Opera, OperaVision review – natural comedy, musical sublimity
https://theartsdesk.com/opera/le-nozze-di-figaro-garsington-opera-operavision-review

BWW Review: Paris Opera Gives Us a Look at the Met’s New DON GIOVANNI from the Palais Garnier
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/BWW-Review-Paris-Opera

Göteborg
Daniel Brenna & Katarina Karnéus Highlight Göteborg Opera’s 2020-21 Season
https://operawire.com/daniel-brenna-katarina-karneus-highlight

London
Financier-turned-composer Anthony Bolton on his first opera
https://www.ft.com/content/aa26d376-700b-11ea-89df-41bea055720b

Aldebourgh
Aldeburgh festival 2020 cancelled due to coronavirus
The Guardian

Sydney
Sydney Opera House boss looks to future with more local content
https://www.brisbanetimes.com.au/culture/theatre/sydney-opera-house-boss

Ton- und Bildträger
Samuel Dale Johnson: What I’m Listening to this Month
Albums by Dmitri Hvorostovsky and Bryn Terfel are on the cards for the Australian baritone.
https://www.limelightmagazine.com.au/features/samuel-dale-johnson

Ausstellungen/ Kunst

Van Gogh-Gemälde aus niederländischem Museum gestohlen
Bei einem Einbruch im geschlossenen Museum Singer Laren bei Amsterdam ist ein Gemälde entwendet worden.
Die Presse

TV/ Film

Servus-TV: „Der Wegscheider“ -Sendung vom 28.3.
https://www.servustv.com/videos/aa-22sx4pqz52112/

Coronavirus stoppt nun auch „The Masked Singer“ in Deutschland
ProSieben setzt „The Masked Singer“ aus: Zwei Corona-Fälle innerhalb des Teams. In zwei Wochen soll es weitergehen, was man aber anzweifeln sollte.
Kurier

Mode

Modedesigner Emanuel Ungaro stirbt im Alter von 86 Jahren
Der Modedesigner Emanuel Ungaro ist tot. Der Designer starb am Samstag in Paris im Alter von 86 Jahren, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf seine Familie.
https://tekk.tv/unterhaltung/agentur-modedesigner-emanuel-ungaro-stirbt

—-
Unter’m Strich

Philosoph Robert Pfaller: „Man diszipliniert uns, um uns einzuschließen“
Der streitbare Robert Pfaller über die Sinnhaftigkeit der aktuellen Notmaßnahmen und ihre Gefahren
Der Standard

Deutschland
Virologe Christian Drosten „Müssen vielleicht davon ausgehen, dass wir ein Jahr im Ausnahmezustand verbringen“
Christian Drosten hält ein Jahr Ausnahmezustand in Deutschland für denkbar. Er warnt auch: Steigende Temperaturen werden das Coronavirus nicht aufhalten.
Tagesspiegel

To be or not…
Stich-Wort
Humor und Galgenhumor liegen in Zeiten wie diesen oft katastrophal nahe beisammen. Geschlossene Gesellschaft ist eben nicht nur ein Theaterstück von Sartre. Ein Stück Hölle – wann auch nicht à la Sartre – erleben jetzt viele Menschen, die von der öffentlichen Wahrnehmung abhängen. Das gilt für Apropos-Verkäufer wie für Schauspieler.
DrehpunktKultur

Coronavirus, la ditta costretta a chiudere: a 29 anni perde il lavoro e si uccide
Dramma nel Torinese. Quel contratto aveva segnato una svolta per il 29enne. I carabinieri stanno facendo delle verifiche ulteriori
https://www.lastampa.it/torino/2020/03/29/news/coronavirus-29enne

14 Schritte zum Glücklichsein
Der Schlüssel zum Glücklichsein ist nicht so fern, wie Sie vielleicht glauben mögen. Wir stellen Ihnen 14 Dinge vor, die Sie sich Schritt für Schritt abgewöhnen können. Sie werden sehen, je besser es Ihnen gelingt, die 14 Schatten aus Ihrem Leben zu verbannen, umso heller wird es bei Ihnen und umso leichter fällt das Glücklichsein. Viel Glück!
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gluecklich-sein-ia.html

Wien
Wiener Donauinselfest verschoben, Maiaufmarsch abgesagt
Das für Ende Juni geplante Festival wird wegen der Corona-Krise auf September verschoben. Der Maiaufmarsch der SPÖ ist abgesagt.
Die Presse

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 31. MÄRZ 2020)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 31. MÄRZ 2020)

ÖSTERREICHS REGIERUNG VERSCHÄRFT „CORONA-MASSNAHMEN“


Foto: Andreas Hauff

Supermärkte dürfen wegen der Coronakrise bald nur noch mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden. Der Start der Maßnahme erfolgt, sobald genug „Masken“ in den Supermärkten ausgegeben werden kann, vermutlich ab Mittwoch, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Montagvormittag bekannt Die Regierung wird auch dafür sorgen, dass gefährdete Personen nicht mehr in die Arbeit müssen.

Diese Menschen können nur noch im Home Office tätig sein, sonst werden sie verpflichtend freigestellt. Den Arbeitgebern wird die Maßnahme abgegolten. Gleichzeitig verkündete Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Regierungspressekonferenz, dass Hotellerie-Betriebe schließen müssen.

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Offener Protest-Brief an Politik und Medien: Aufruf zur AUFHEBUNG der CORONA-ZWANGSMASSNAHMEN!

Dieser Aufruf kam soeben über die APA  in die Redaktion. Ich äußere mich vorerst nicht dazu, weil ich zuerst überprüfen will, wer da im Boot sitzt.

Ich informiere Sie lediglich, dass es diesen Aufruf gibt, wie auch die Redaktion von der APA darüber informiert wurde. „Ungschauter“ will ich in dieser Situation nichts beurteilen!

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200325_OTS0110/offener-protest-brief-an-politik-und-medien-aufruf-zur-aufhebung-der-corona-zwangsmassnahmen-anhang

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HEUTE ALS STREAM AUS DER METROPOLITAN OPERA: DIALOGUES DES CARMÉLITES

Steigen Sie ein, wann es Ihnen beliegt: www.metopera.org

NEW YORK / WIEN / Die Met im Kino: DIALOGUES DES CARMÉLITES ...

Nezet-Seguien; Mattila, Leonard, Pieczonka, Cargill u.a. (2019)

Heute Stream der Wiener Staatsoper: (Beginn 19 h)

31. März 2020: L’elisir d’amore (Vorstellung vom 8. November 2018)
Dirigentin: Speranza Scappucci | nach einer Inszenierung von: Otto Schenk
mit Aida Garifullina (Adina), Benjamin Bernheim (Nemorino), Orhan Yildiz (Belcore), Paolo Rumetz (Doktor Dulcamara), Mariam Battistelli (Giannetta)

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 ORF : „ZIB 1“ bis 19. April weiter in ORF 1, ORF 2 und OSP durchgeschaltet, ORF III wieder mit „Österreich Heute“ und „Kultur Heute“

 Neuer Vorabend in ORF III

Wien (OTS) – Die „Zeit im Bild“ um 19.30 Uhr bleibt bis 19. April 2020 in ORF 1, ORF 2 und ORF SPORT + durchgeschaltet und bis 20.07 Uhr verlängert, ORF III zeigt ab sofort wieder „Österreich Heute – Das Magazin“ um 19.30 Uhr und danach um 19.45 Uhr „Kultur Heute“.

Der neue ORF-III-Vorabend präsentiert sich ab sofort wie folgt:

18.35 Uhr: „MERYNS sprechzimmer LIVE“ 18.50 Uhr: „Unser Österreich“ 19.18 Uhr: „Österreich Heute“ 19.25 Uhr: „Nachrichten in Einfacher Sprache“ 19.30 Uhr: „Österreich Heute – Das Magazin“ 19.45 Uhr: „Kultur Heute“ 20.10 Uhr: „Miteinander – Füreinander“

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

ROMA: Coro virtuale „Va pensiero“ („Nabucco“ di G. Verdi) – International Opera Choir

Diese wunderbare Arbeit wurde soeben vom International Opera Choir aus Rom fertiggestellt: Project Manager Raffaella Baioni, Dirigent M° Giovanni Mirabile.

Raffaella hat jedes Chormitglied den eigenen Beitrag mittels Smartphone auf eine Grundlage aufnehmen lassen, die von einem Choristen stammt, der gleichzeitig auch Tonmeister ist. Die Aufnahmedateien wurden dann in einer bewunderswerten Montagetechnik zusammengeschnitten und.. das ist das Ergebnis!

Wenn dir diese bewegende und mitreißende Interpretation gefallen hat, wie mir, teile sie bitte mit jedem dir möglichen Mittel… Ich bin der Meinung, sie ist es absolut wert!!
👏🏼👏🏼👏🏼👏🏼👏🏼 https://www.youtube.com/watch?v=JTVXEGIS3LE&feature=youtu.be

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Bohème-Duett Mirella Freni/ Franco Corelli in Hamburg / Liebermann-Festkonzerte (1971)

ZU INSTAGRAM-VIDEO

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LEHÁR-FESTIVAL BAD ISCHL: AKTUELLE INFORMATION ZUR AUSBREITUNG DES CORONA VIRUS IN BEZUG ZU DEN LEHÁR FESTSPIELEN

Natürlich leistet auch das Lehár Festival seinen Beitrag zum Schutz unserer Mitmenschen und zur Bekämpfung des Corona Virus.
Wir stellen aus diesem Grund den persönlichen Kundenverkehr derzeit ein.

Außerdem stehen wir Ihnen unter Tel. +43 (0)6132 – 238 39 weiterhin zu den angegebenen Öffnungszeiten zur Verfügung. Auch alle anderen Informationen bezüglich des Festivals können Sie unter dieser Telefonnummer oder über unsere E-Mail Adresse info@leharfestival.at erhalten.

Das Team des Lehár Festivals geht zur Zeit davon aus, dass die kommende Saison wie geplant vom 11. Juli bis zum 30. August 2020 stattfinden kann.

Bis dahin werden wir Sie selbstverständlich über die aktuelle Situation auf dem Laufenden halten und danken Ihnen für Ihr Verständnis
Mit herzlichen Grüßen aus Bad Ischl,
das Team des Lehár Festivals

Lehár Festival Bad Ischl 2020
• DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN von Emmerich Kálmán
• Premiere: 11. Juli 2020
• FRAU LUNA von Paul Lincke
• Premiere: 18. Juli 2020
• DEIN WAR MEIN GANZES HERZ von von Jenny W. Gregor
• Premiere: 14. August 2020
Rahmenprogramm
• MATINEE: OSCAR STRAUS
• 22. August 2020
• MYTHOS MARLENE DIETRICH
• 04. August 2020
• FRANZ LEHÁR UND HUGO HOFER
• 11. Juli – 30. August 2020
• IM KONTEXT: LEHÁR 2020
• 29. August 2020
• FRAU LUNA FÜR KINDER
• 09. August 2020

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Ballett:  Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes. Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek


Friedemann Vogel. Foto: Youn Sik Kim

Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel als TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Das Stuttgarter Ballett – eine Konstante in einer sagenhaften Karriere Mit seiner außergewöhnlich vollkommenen Körperlinie gelingt es Friedemann Vogel scheinbar mühelos das Perfektionsstreben des klassischen Balletts zu erreichen. Neben zahlreichen signifikanten Tanzpreisen und Tanzauszeichnungen, wie die Ernennung zum Dancer of the Year im Jahr 2010 sowie erneut 2019, hat ihm das Land Baden-Württemberg 2015 den Titel „Kammertänzer“ verliehen. Zu den globalen Gastspielen hält sich eine Konstante in Friedemann Vogels sagenhafter Karriere: Der gebürtige Stuttgarter ist seinen schwäbischen Wurzeln treu geblieben. Seit seinem Abschluss tanzt er in der Kompagnie der namhaftesten Balletttraditionsstätte Deutschlands – dem Stuttgarter Ballett.


Friedemann Vogel. Foto: Youn Sik Kim

Moskau – Tokio – Stockholm – Berlin … und Stuttgart Der 60-minütige dokumentarische Porträtfilm begleitet die Koryphäe in seinem Lebens- und Schaffensalltag ausgehend von der Heimat bis auf das ganz große internationale Parkett bei der „World Ballet Stars Gala“ in Moskau und beim „World Ballet Festival“ in Tokio. An das Royal Swedish Ballet in Stockholm wird Friedemann Vogel eingeladen, um die Direktionszeit von Nicolas Le Riche zu eröffnen. Nach Berlin folgt er dem Ruf seiner langjährigen Tanzpartnerin Polina Semionova zu ihrer Gala „Polina and Friends“. Wenn er nicht selbst unterwegs ist, kommt die Weltspitze zu ihm in seine Heimat. Gemeinsam mit dem Filmteam hat der kanadische Startänzer Guillaume Côté dort an der von ihm eigens für den Schwaben kreierten Choreografie „Cadavre Exquis“ gearbeitet.

Den Moment mit voller Konzentration auskosten Längst ist der Name Friedemann Vogel über die Grenzen der Ballettwelt hinausgeschwappt – der Ausnahmekünstler ist auch ein gefragtes Fashionfotomodel. Aber auch dabei bleibt er nach eigener Aussage stets der Tänzer, der er von Anbeginn war. Mittlerweile ist er 40 Jahre alt und feierte 2019 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Stuttgarter Ballett; für einen Tänzer ein durchaus rentenfähiges Alter. Doch Friedemann Vogel ist in Topform und denkt noch gar nicht daran, seine aktive Zeit zu beenden. Der Film folgt Friedemann Vogels Wesen im „Hier und Jetzt“ zu leben. Seine Maxime: den Moment mit voller Konzentration auskosten.

Mit: Marcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich, Nicolas Le Riche, Masashi Miura, Alicia Amatriain, Roberto Bolle, Léonore Baulac, Maria Eichwald, Guillaume Côté, Roman Novitzky, Thomas Lempertz, Volker Schlöndorff, Polina Semionova, Olga Smirnova, Macharbek Wasijew u.a.

„Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ ist eine Koproduktion des SWR (Südwestrundfunks) mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Autorin ist Katja Trautwein. Betreuung des Diplom-/Abschlussfilms: Joachim A. Lang. Die Redaktion liegt bei Harald Letfuß (SWR).

Sendung: Karfreitag, 10. April 2020, 14 Uhr bis 15 Uhr im SWR Fernsehen Ab 9. April 2020, um 16 Uhr ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.de Am 4. Juli 2020 um 22:55 Uhr auf 3sat
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Servus-TV: „Der Wegscheider“ -Sendung vom 28.3.2020: Ist kritisches Denken noch erlaubt


https://www.servustv.com/videos/aa-22sx4pqz52112/

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Absage Liszt-Festival Raiding : Auch der Juni-Zyklus kann nicht stattfinden

Jetzt Tickets für Liszt Festival Raiding 2020 bei oeticket.com ...

Sehr geehrte Liszt-Freunde!

Wir bedauern zutiefst, dass wir neben dem März-Zyklus (19. – 29. März 2020) auch den Juni-Zyklus (11. – 21. Juni 2020) des Liszt Festival Raiding auf Grund der aktuellen Anordnungen der Österreichischen Bundesregierung und aller damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus absagen müssen.

Wir sind aktuell bemüht, eine mögliche Verschiebung der Konzerte abzuklären. Sobald dies sichergestellt ist und Termine fixiert sind, werden wir uns wieder bei Ihnen melden. Sie haben folgende Möglichkeiten:

• die bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit sollte ein Ersatztermin möglich sein
  oder

• die von Ihnen bereits bezahlten Ticketpreise werden zurückerstattet. Bitte verwenden Sie dazu den Link „Ticketpreis-Rückerstattung“ direkt auf www.lisztfestival.at

Bitte geben Sie uns etwas Zeit, um alle Maßnahmen für diese Vorgangsweise vorzubereiten. Alle unsere MitarbeiterInnen befinden sich aktuell im Home Office und werden alles daran setzen, um Sie möglichst rasch wieder zu kontaktieren. Keine Sorge, Sie versäumen keine Frist bei einer gewünschten Rückerstattung.

Wir wünschen Ihnen für die nächsten Wochen alles Gute, bleiben Sie gesund, Sie hören wieder von uns!

Ihr Team vom Liszt Festival Raiding
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Staatsoper Stuttgart: Nixon in China – kostenlos im Web

Oper trotz Corona: Die Staatsoper Stuttgart setzt ihr digitales On-Demand-Programm mit John Adams Nixon in China fort; Begleitendes Vermittlungsangebot des JOiN für zuhause

Oper "Nixon in China” in Stuttgart - Intellektuell, spannend – und ...
Foto: Matthias Baus

Auch in Krisenzeiten ins Opernhaus? Die Staatsoper Stuttgart setzt gemeinsam mit ihrem Digitalpartner, der LBBW, das kostenlose Opernprogramm „Oper trotz Corona“ auf ihrer Website fort und bleibt so weiterhin für ihr Publikum präsent – nur nicht auf der Bühne, sondern im Web. Noch bis Freitag ist in diesem Rahmen Richard Wagners Lohengrin zu sehen.

Am Freitag, 03.04.2020, ab 17 Uhr wird John Adams‘ Nixon in China als Live-Aufzeichnung einer Aufführung aus der letzten Saison auf der Website zu sehen sein. Die ungekürzte Aufführung in englischer Sprache ist mit deutschen Untertiteln versehen und wird eine Woche lang on demand auf der Website der Staatsoper Stuttgart zur Verfügung stehen.

Nixon in China basiert auf dem realen Staatsbesuch des 37. US-Präsidenten Richard Nixon bei Mao Tse-tung in Peking im Jahr 1972. An der Staatsoper Stuttgart hatte das Werk in der Neuinszenierung von Marco Štorman am 7. April 2019 Premiere. Es dirigiert André de Ridder.

Die Staatsoper Stuttgart flankiert dieses Programm in den kommenden Wochen weiterhin mit Online-Aktivitäten und kleinen zusätzlichen Überraschungs-Videoclips aus dem Opernhaus oder aus dem Wohnzimmer ihrer Künstler*innen.

Stand heute wird der reguläre Spielbetrieb ab Montag, 20.04.2020, wieder aufgenommen.

Alle Informationen: www.staatsoper-stuttgart.de/oper-trotz-corona

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https://www.msn.com/de-at/nachrichten/coronavirus/haben-die-simpsons-die-corona-selbstisolation-vorausgesagt/ar-BB11UZBM?ocid=spartandhp&fullscreen=true#image=1

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DIE MONTAG-PRESSE (30. MÄRZ 2020)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MONTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2020

Komponist Penderecki gestorben
Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist tot. Er starb heute im Alter von 86 Jahren in Krakow (Krakau), wie die Agentur PAP unter Berufung auf seine Ehefrau berichtete.
http://orf.at//stories/3159804/

Krzysztof Penderecki: Klangtsunami gegen Mailüfterl
Die Presse

Star-Komponist Krzysztof Penderecki tot
Wiener Zeitung

Zum Tod des Komponisten Krzysztof Penderecki: Er hatte Recht
BR-Klassik

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki
von Jolanta Lada (Krakau / Hamburg)
Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.
Klassik-begeistert

Notfallkonzerte in Notfallzeiten
Das Orchester im Treppenhaus überträgt, angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise, eine Reihe ihrer „Persönlichen Notfallkonzerte“ regelmäßig im Livestream. Ein äußerst gelungenes Konzertformat, gespielt von einem Ensemble von dem man gerne mehr hören möchte.
Johannes K. Fischer berichtet aus Hannover.
Klassik-begeistert

Klassik per Mausklick: Ein Überblick über das aktuelle Streaming-Angebot
Abgesagt. Cancelled. Annullato. Die Konzert- und Opernhäuser dieser Welt spielen im Moment alle dasselbe Programm. Nämlich überhaupt nichts. Trotzdem lassen sich Musiker, Künstler und Kulturschaffende vom Virus nicht lähmen und machen aus der Situation das beste. Einige geben auf dem Balkon Konzerte für die Nachbarschaft. Viele übertragen auch Konzerte aus den eigenen vier Wänden direkt ins Internet. So bleibt die Kunst lebendig. Und auch das kulturelle Leben bleibt lebendig, denn wir können nach wie vor live dabei sein. Ganz bequem vom heimischen Sofa aus.
Leon Battran berichtet vom heimischen Sofa aus
Klassik-begeistert

Covid-19: Opernstar Plácido Domingo im Spital, Zustand stabil
Er werde bis zur „erhofften vollständigen Genesung“ im Spital bleiben.
Kurier

Berlin
Puccinis Durchbruch an der Staatsoper Berlin
Kulturstätte streamt ihre Erfolgsproduktionen.
http://abendblatt-berlin.de/2020/03/28/kuenstlerischer-durchbruch/

Frankfurt
Zwei Schülerinnen wollen das „Papageno“ retten
Das „Papageno“ am Palmengarten in Frankfurt ist wegen der Corona-Krise in Not. Zwei 16-Jährige sammeln deswegen Spenden für das Theater.
http://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-musiktheater-papageno-palmengarten

Cellistin über Dmitri Schostakowitsch: „Er würde sich die Hände waschen“
https://taz.de/Cellistin-ueber-Dmitri-Schostakowitsch/!5671139/

Warum wir uns auch jetzt nicht leisten können, die Kultur beiseitezuwischen
Kurier

Musikfilme : Klassik hat ihre Zukunft vor sich
Frankfurter Allgemeine

Links zu englischsprachigen Artikeln

News
Opera star Placido Domingo hospitalised with coronavirus 14 days after first symptoms
The opera singer Placido Domingo was rushed to hospital after his health deteriorated two weeks after first exhibiting signs of coronavirus
https://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/opera-star-placido

Streams
Sofia Opera pearls streams
https://www.operasofia.bg/en/

Classical Music/Opera direct to home 4 – Rattle in the ether
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-musicopera-direct

London
Mahler versus Slowthai! – what happened when our pop and classical critics traded jobs?
The Guardian

Ton- und Bildträger
CD Review: Opera Rara’s “Semiramide’
https://operawire.com/cd-review-opera-raras-semiramide/

La Passione review – Grisey’s masterpiece endures
Hannigan conducts and sings Gérard Grisey’s final prescient work with style, conceiving it as a triptych with works by Haydn and Luigi Nono
The Guardian

Feuilleton
One in a Million: Soprano Vuvu Mpofu’s Fascinating Story of Opera Success
https://operawire.com/one-in-a-million-soprano-vuvu-mpofus-fascinating

Inspiring culture: 50 works that changed our critics‘ lives
The Guardian

Nachruf
Krzysztof Penderecki obituary
The Guardian

Krzysztof Penderecki, Polish Composer With Cinematic Flair, Dies at 86
The New York Time

Jazz

30 Fragen an Martin Sasse
Der 1968 in Hamm/Westfalen geborene Martin Sasse gehört zu den herausragenden Jazzpianisten in Europa. Er hat im Laufe seiner Karriere mit nahezu allen Legenden der internationalen Jazzszene zusammengearbeitet. Er begleitete aber auch Weltstars aus Pop und Klassik, zum Beispiel Bobby McFerrin, Sting, Chris de Burgh, José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. Das Martin Sasse Trio existiert in wechselnden Besetzungen seit fast 30 Jahren.
Nennen Sie bitte drei Schlagworte, wenn Sie das Wort Corona hören…
Schock, Angst, Hoffnung.
Dr. Petra Spelzhaus berichtet aus München.
Klassik-begeistert

Sprechtheater

Cornelius Obonya über Theater: „Ratlosigkeit ist die Höchststrafe“
Der Schauspieler ist für die ROMY nominiert und will in Zukunft auch weiter Regie führen,
Kurier

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Unter’m Strich

Hessischer Finanzminister Schäfer ist tot – Bouffier spricht über mögliche Hintergründe
„Wir müssen heute davon ausgehen, dass er sich große Sorgen machte, große Sorgen gerade darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen. Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben.“ Schäfer fand laut Bouffier offensichtlich keinen anderen Ausweg mehr. „Er war verzweifelt und ging von uns. Das erschüttert uns, das erschüttert mich. Ich denke in dieser Stunde ganz besonders an seine Familie“.
https://www.tz.de/politik/thomas-schaefer-tot-hessen-finanzminister-hochheim

Berlin
Klaus Wowereits Lebenspartner Jörn Kubicki gestorben
Der langjährige Lebenspartner von Klaus Wowereit, Jörn Kubicki, ist tot. Der 54-Jährige soll nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung an den Folgen einer Lungenkrankheit und des Coronavirus gestorben sein. Bestätigt wurde das bislang aber nicht.
https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/coronavirus-infektion-klaus-

Corona in Deutschland
UKE-Direktor und Infektiologe „Wir müssen mehr Ansteckungen zulassen!“
Bild.de

Verhalten in der Corona-Krise
Der Blockwart kommt wieder: Das böse D-Wort
Eine Kolumne von Christian Stöcker
Der Begriff „Denunziant“ erlebt in Zeiten von Covid-19 eine Wiedergeburt. Ist Deutschland durchsetzt von meldewütigen Hobbypolizisten? Und trifft das Wort dann wirklich zu? Ein Klärungsversuch.
Der Spiegel

Was kommt nach Corona? Über politische Folgeerkrankungen
Wenn die Corona-Krise dann abgeebbt sein wird, droht eine weitere Ansteckungsgefahr: die politische nämlich. In Staaten, die gerade die Macht der Politik neu lernen und daran zu viel Geschmack finden könnten.
Kurier

Palermo/Sizilien
Plünderungen im Supermarkt: „Haben kein Geld, um zu bezahlen, wir müssen essen“
https://www.welt.de/politik/ausland/article206881537/Sizilien-Wir-haben-kein-Geld

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. MÄRZ 2020)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. MÄRZ 2020)

Wiener Staatsoper: Zum Tod von Krzysztof Penderecki

Krzysztof Penderecki nie żyje. Miał 86 lat - Wiadomości
Krzysztof Penderecki

Die Wiener Staatsoper trauert um den bedeutenden zeitgenössischen Komponisten Krzysztof Penderecki, der am heutigen Sonntag, 29. März 2020, im Alter von 86 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in Krakau gestorben ist. Zwei Werke des vielseitigen Künstlers wurden im Haus am Ring aufgeführt: Die Teufel von Loudun (1973, im Rahmen eines Gastspiels der Staatsoper Stuttgart) sowie Die Schwarze Maske (1986, in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen). Das Wiener Staatsballett (damals noch Staatsopernballett) tanzte 2000 im Wiener Odeon zu einem seiner Stücke im Rahmen des Abends Junge Choreographen II. Leider konnte das letzte gemeinsame Projekt, die für die Spielzeit 2018/2019 angedachte Uraufführung der Oper Phaedra, nicht realisiert werden, da der Komponist zu seinem großen Bedauern um Entbindung aus der Vereinbarung bitten musste.

Penderecki: Threnody for the Victims of Hiroshima

 

ZUM VIDEO

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki

von Jolanta Lada (Krakau / Hamburg)

Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.

Es ist allgemein anerkannt, dass jemand, der das Schaffen eines anderen nicht mag, das als „interessant“ bezeichnet, um sich nicht als Ignorant vorzustellen. Krzysztof Pendereckis Musik wird mir bis auf wenige Ausnahmen geheimnisvoll und unverständlich bleiben. Ich bin keine Liebhaberin zeitgenössischer Musik, besonders atonaler und sonoristischer. Von polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts mag ich Mikołaj Górecki und Wojciech Kilar sowie Arvo Pärt von ausländischen. Das Werk von Professor Penderecki, von dem wir uns heute – am Sonntag, 29. März 2020 – verabschiedet haben, bleibt für mich wirklich interessant, obwohl ich es nicht begreifen kann. Vielleicht werde ich es eines Tages mehr erforschen. Im Moment kommen meine persönlichen Erinnerungen an diesen großartigen Komponisten und Pädagogen zurück…

Lesen Sie weiter in den Erinnerungen

Klassik-begeistert

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Das 3. Montagskonzert der Bayerischen Staatsoper

Am 30. März streamt die Bayerische Staatsoper bereits das dritte Montagskonzert live aus dem Nationaltheater. Ab 20.15 Uhr präsentiert das Bayerische Staatsballett Szenen aus Der Nussknacker und Coppélia, bevor Felix Key Weber und Matjaz Bogataj, Violinisten des Bayerischen Staatsorchesters, eine Sonate von Eugène Ysaÿe spielen. Des Weiteren singt Jonas Kaufmann, gefolgt von Julia Fischer und Tatjana Chernichka mit Peter I. Tschaikowskys Souvenir d’un lieu cher op. 42 und Edward Griegs Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 c-Moll op.45.

Ein Video-on-Demand des Konzertes ist ab Mittwoch, 1. April, für die Dauer von 14 Tagen auf STAATSOPER.TV verfügbar.

Außerdem ab 28. März neu als Video-on-Demand: Parsifal unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle.
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HEUTE: METROPOLITAN-STREAM „TANNHÄUSER“

Hier ein ganz kurzer Trailer zum Stream


ZUM TRAILER/ Instagram

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Erlebnis Bühne: Takte, Töne, Meisterwerke – Der Musikverein für Steiermark

Der Musikverein für Steiermark ist der größte Konzertveranstalter der Stadt Graz und gehört zu den traditionsreichsten Konzertveranstaltern überhaupt. Er wurde 1815 gegründet und veranstaltet im prächtigen Stefaniensaal, einer der akustisch herausragendsten Konzertsäle der Welt, international hochkarätig besetzte Orchester-, Kammer-, Solistenkonzerte und Liederabende.
Bereits in seiner Gründungsphase wurden berühmte Musiker wie Ludwig van Beethoven und Franz Schubert zu Ehrenmitgliedern ernannt. In jüngerer Zeit kamen Musikgrößen wie György Ligeti, Alfred Brendel, Nikolaus Harnoncourt und Elina Garanca hinzu.
Die Dokumentation zeigt, wie lebendig ein so traditionsreicher Konzertveranstalter in der Gegenwart sein kann und wie wichtig es ist, junge Musiker zu fördern und jungen Besuchern ein hochqualitatives Musikerlebnis näherzubringen.

https://tvthek.orf.at/profile/Erlebnis-Buehne/13890354/Erlebnis-Buehne-mit-Barbara-Rett-Takte-Toene-Meisterwerke-Der-Musikverein-fuer-Steiermark/14046425
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NEUE STREAMING-TIPPS. NEUE OPERN IM NETZ – aber wirklich neue!

zusammengestellt von Sandra Warnung

Ich verstehe, wenn Sie das Wort „Stream“ schon nicht mehr hören können. Zu diesem Thema gibt es natürlich auch einen Artikel „Ich streame, also bin ich“, wo die Klassik-Streamings von kompetenter Seite unter die Lupe genommen werden:

https://van.atavist.com/streamen-oder-sein

Ich persönlich begreife diesen Boom eher als Chance, über den Tellerrand zu schauen und Werke kennenzulernen, von denen ich bis dato keine Ahnung hatte (auch von den Komponisten nicht). Nein, ich meine jetzt nicht Korea oder andere exotische Destinationen, sondern Europa, wie zum Beispiel

LA MONNAIE/DE MUNT – Belgien

wo es die Oper FRANKENSTEIN von Mark Grey (seine erste Oper nach dem Roman von Mary Shelley) zu besichtigen gibt (Regie: La Fura dels Baus):

https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1307-frankenstein oder

MACBETH UNDERWORLD von Pascal Dusapin (seine achte Oper wie ich Wikipedia entnehme:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_Dusapin) mit Georg Nigl in der Titelrolle: https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1493-macbeth-underworld

andere Opern, die angeboten werden: Aida, Lucio Silla, La Gioconda, Tristan und Isolde, Das Marchen vom Zaren Saltan: https://www.lamonnaie.be/fr/sections/388-mm-channel

Und nicht nur das Theater an der Wien bringt eine „Premiere“ ins TV, auch die DUTCH NATIONAL OPERA & BALLET AMSTERDAM bringt mittels Stream die Generalprobe von RITRATTO (Porträt) als Welturaufführung ins Netz, weil das Opera Forward Festival natürlich auch abgesagt wurde. Es ist Willem Jeths dritte Oper, die vom Leben Luisa Casatis (1881–1957) handelt, die zu ihrer Zeit in der High Society von Paris, Venedig und Rom von zahlreichen Künstlern (u.a. Gabriele d’Annunzio, Man Ray, Giovanni Boldini) umschwärmt und auch oftmals porträtiert wurde (ein Porträt im Rijksmuseum und eine Ausstellung in Venedig gaben den Anstoss, diese Oper zu komponieren). https://en.wikipedia.org/wiki/Willem_Jeths

Da alle angebotenen Opern über youtube abspielbar sind, kann man bei den Einstellungen die jeweiligen Untertitel bzw. Übersetzung einblenden. Opera Forward Festival Online mit vielen Hintergrundberichten: https://www.operaballet.nl/online/off und die Oper auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=O0sK4bAaGtM&feature=emb_logo

Übrigens haben die Niederländer neben einer Plattform für Ballett https://operaballet.nl/online/ballet auch eine eigene Seite für Kinder eingerichtet: https://operaballet.nl/online/kids

Auch die L’OPÉRA ROYAL DE WALLONIE-LIÈGE

hat eine Seite für unsere jüngsten Opernbesucher

https://www.operaliege.be/spectacle/lopera-chez-soi-activites-jeunesse/

neben den bewährten Produktionen, die schon auf France tv bzw. Operavision zu sehen waren:

https://www.operaliege.be/spectacle/loperachezsoi/

Ja und dann habe ich noch zwei Links anzubieten, die nur indirekt mit Corona zu tun haben:

„Er hätte sich jetzt ständig die Hände gewaschen“

Ein Interview in der taz mit der Expertin Elizabeth Wilson über Dmitri Schostakowitsch, nachdem ihr Festvortrag über den Komponisten ausgefallen ist.

https://taz.de/!5671139/

Musik vom Dach ins Netz ist nicht umsonst

Ein Artikel, der darauf aufmerksam macht, dass auch bei Gratis-Streaming-Konzerten die Gema abkassieren kann.

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/musik-vom-dach-ins-netz-ist-nicht-umsonst-li.79779

Sandra Warnung
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Auch sie trägt Mundschutz!

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Memi Moore: Auch hollywood-Stars in Quarantäne

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Igor Levit: Diese Nummer erfordert Akrobatik!

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Andrew Morestein, eine neue Tenor-Entdeckung

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Mainz: Mund-Nasen-Schutzmasken für die Universitätsmedizin-Pressegespräch  27.3.2020


Von links: Markus Müller, Anja Gockel, Norbert Pfeiffer. Foto: Helene Anschütz

Vorerst hat die Corona-Pandemie uns im Griff. Im Kulturbereich hagelt es Absagen – inzwischen bis in den Sommer hinein. Am Mainzer Staatstheater prangen Banner „Bis bald!“ Doch wann ist „bald“? Niemand weiß so recht, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Mit virtuellen Angeboten versucht man, sich und das Publikum bei Stimmung und in Übung zu halten. In diese eigenartige Mischung von Betriebsamkeit und Friedhofsruhe platzt die Einladung des Theaters zu einem Pressegespräch: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, steht da. Es geht um eine Kooperation mit der Mainzer Universitätsmedizin, früher schlicht „Uniklinik“ genannt, und der bekannten Mainzer Modedesignerin Anja Gockel.

Es ist ein kühler, aber sonniger Frühlingsmorgen. Über menschenleere Straßen fahre ich mit dem Rad in die wenig belebte Innenstadt. Der Gutenbergplatz vorm Staatstheater mit seinen zahlreichen Gaststätten wirkt ohne Menschen noch viel kahler als ohnehin schon. Am Seiteneingang zum Großen Haus am Tritonplatz nimmt mich eine junge Frau in Empfang. „Man merkt gleich, dass Markttag ist. Es ist doch mehr los als sonst.“ Den Mainzer Wochenmarkt auf den benachbarten Domplätzen hat der Stadtrat entgegen zahlreichen Befürchtungen bislang nicht geschlossen, weil er „der Bevölkerung für die Versorgung mit frischen Lebensmitteln dient.“ Man verweist auf die Sicherheitsvorschriften und hat das Gedränge der Stände entzerrt. Der Gang auf den Markt erinnert einen daran, was städtisches Leben eigentlich – seit Menschengedenken – heißt, und die Vielfalt der Obst- und Gemüsestände und die malerische Kulisse vor dem Mainzer Dom sind auch ein ästhetisches Erlebnis.


Foto: Andreas Hauff

Im Haus werden wir auf die geräumige Bühne des Großen Hauses zu vier Stehtischen mit gebührendem Abstand geleitet. Zu uns sprechen Staatstheater-Intendant Matthias Müller, die Modeschöpferin Anja Gockel, der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Mainzer Universitätsmedizin, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer sowie Ute Noack, Kostümdirektorin des Staatstheaters. Der Kern der Sache ist schnell berichtet: Die Schneiderwerkstätten des Staatstheaters und des Gockel‘schen Ateliers nähen Mund-Nasen-Schutzmasken aus Baumwollen für die Mainzer Universitätsmedizin – nicht für das Personal im Operationssaal, sondern für den alltäglichen Bedarf, der entsteht, wenn jede Person, die das Gelände betritt, eine Maske tragen muss. (So ist es seit Beginn der Woche Vorschrift.) Leider habe man vor Jahren auf Einwegmaterial umgestellt, bedauert Pfeiffer, jetzt brauche man etwa 1000 Stück am Tag. Die Vorräte würden knapp, und er habe um Hilfe gebeten. Noack berichtet, die Idee sei in der Schneiderei schon vor Pfeiffers Anruf entstanden – aus der Schockstarre vor dem Veranstaltungsverbot, und sie habe melden können: „Wir nähen schon.“ Gockel berichtet von den 11 fest angestellten Schneiderinnen in ihrer Werkstatt, die „in einem Paradies voller Stoffe“ nichts zu nähen hatten und sich nun freuten, etwas Sinnvolles und Nachhaltiges zu tun.


Mit Mainzer Dom aus dem Atelier Gockel. Foto: Andreas Hauff

Nachhaltig heißt in diesem Fall: Waschbar bei 40 °C, aus Baumwolle mit möglichst wenig Synthetik-Anteil, herzustellen aus alten Bettlaken, Geschirrtüchern oder T-Shirts, deren Eignung sich daran bemisst, ob man durch zwei Lagen noch gut atmen kann. Entscheidend beim Waschen ist weniger die Temperatur als die Seife, denn, so Prof. Pfeiffer: „Corona-Viren gehen durch Seife kaputt.“ Mehr als 500 Masken kann er heute mitnehmen, “eine echte Hilfe!“ Aber es werden noch mehr gebraucht: In benachbarten Kliniken, für die die Mainzer Universitätsmedizin als Koordinationskrankenhaus dient, aber auch in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Freiwillige Hilfe auch von Privatpersonen ist hoch willkommen, und Intendant Müller verspricht, am Eingang des Kleinen Hauses in der Moller-Passage eine Sammelstelle für die Universitätsmedizin einzurichten.

So setzt der Theaterchef in der erzwungenen Spielpause ein Zeichen für die Präsenz des Hauses und folgt damit im Grunde seiner Linie, das Theater wieder in die Mitte der Stadt und der Stadtgesellschaft zu rücken (wo es ja als Institution schon in der griechischen Antike war). Doch um Missverständnissen vorzubeugen: Die Idee ist kein Mainzer Monopol. Die Nähanleitung etwa, die man auf der Staatstheater-Homepage unter der Überschrift „Kultur trotz(t) Corona“ findet, stammt vom Dresdener Universitätsklinikum Carl Gustav Carus (Zentralbereich Krankenhaus-Hygiene und Umweltschutz). Interessant ist dennoch die Art, wie die Beteiligten sich die Idee zu eigen machen. Ziemlich schnell kamen die Schneiderinnen des Staatstheaters darauf, mit Farben und Muster eigene Akzente zu setzen. Im Atelier Gockel setzt man auf Mainzer Motive wie den Dom und auf angenähte Spitzenborten. Und das Pressegespräch findet nicht auf kahler Bühne statt: Zwei lange Leinen voll bunter Mund- und Nasenschutze hängen zwischen einem Ährenbaum und einem hölzernen Mühlrad, die aus der „Krabat“-Inszenierung von Markolf Naujoks (nach Otfried Preußlers Roman) stammen. Beides sollen Hoffnungszeichen sein. Der Baum steht für natürliches Wachstum, das Mühlrad für tätigen und täglichen Fortgang.


Aus der Theaterschneiderei. Foto: Andreas Hauff

Klinikchef Pfeiffer versteht die Aktion als Signal gegen die Ohnmachtsgefühle, die den einzelnen in der Krise leicht befallen, und für Solidarität. Er zitiert das Bild der castells, der katalanischen Menschenpyramiden, in denen einer auf den Schulter des anderen steht. Er denkt an das bevorstehende Osterfest und das traditionelle Osterlachen (risus paschalis), das den Sieg über den Tod feiern soll. Auf dem ernsten Hintergrund der Corona-Krise seien Kunst und Kultur, Design und Farbe wichtige Zeichen der Lebensfreude. Vielleicht können die bunten Masken an grauen Tagen und in grauen Gebäuden einen kleinen Kontrapunkt setzen – gegen den Rentabilitäts- und Rationalisierungsdruck, der auf dem Gesundheitswesen lastet, und für die seelischem Dimensionem unseres Zusammenlebens. Wie sagt Pfeiffer? „Wenn wir Angst haben, werden wir kränker.“

Andreas Hauff
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 ORF – „kulturMontag“ über Heldenbilder, Verlassen künstlerischer Komfortzonen und politische Graffitikunst

Außerdem: Doku „Kunst: Das Milliarden-Dollar-Versteck“

Wien (OTS) – Auch die jüngste Ausgabe des „kulturMontag“ am 30. März 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich u. a. den Auswirkungen des Coronavirus auf die Kunst- und Kulturszene. So thematisiert die von Clarissa Stadler präsentierte Sendung u. a., welche Strategien Autorinnen und Autoren wie der in Tirol in Quarantäne befindliche Schriftsteller Robert Prosser anwenden, um künstlerische Komfortzonen ebenso wie Ängste zu überwinden. Weiters geht es u. a. um die Frage, ob die Corona-Krise die Sehnsucht nach Heldinnen und Helden steigert. Außerdem stehen die politischen Graffitis des südafrikanischen Künstlers Robin Rhode im Mittelpunkt, deren Ausstellung in der Kunsthalle Krems aufgrund der aktuellen Corona-Lage ebenfalls ungewiss ist. Anschließend an das Magazin ist die Dokumentation „Kunst: Das Milliarden-Dollar-Versteck“ (23.15 Uhr) über den Genfer Zollfreihafen als Zufluchtsort für Raubkunst und dubiose Antiquitätenhändler zu sehen.

Braucht die Welt Superhelden? – Ein Zeitbild

In den vergangenen Wochen ist die Geschichte des chinesischen Arztes Li Wenliang, der schon frühzeitig das aktuelle Coronavirus und seine Gefahren erkannte und für seine öffentlichen Warnungen von den Behörden zum Stillschweigen genötigt wurde, wiederholt als dramatische Heldengeschichte erzählt worden. Im Februar ist er an den Folgen der Virusinfektion verstorben und China hat einen neuen Märtyrer. Ist der Mediziner ein tragischer Held? Ist sein Schicksal eine Parabel aus der Zeit der heraufziehenden Not? In seinem neuen Buch „Postheroische Helden“ fragt der Freiburger Soziologe Ulrich Bröckling nach unterschiedlichen Heldenbildern und -erzählungen. Die Faszination von Heldengeschichten hat sich nicht erschöpft, im Gegenteil. Dass uns die Sehnsucht nach Heldinnen und Helden, auch umgelegt auf etwa Politiker/innen oder Wirtschaftsbosse, nicht weit bringt, das will die Wiener Philosophin Lisz Hirn in ihrem neuen Werk „Wer braucht Superhelden – Was wirklich nötig ist, um unsere Welt zu retten“ aufzeigen. Denn Superhelden können uns, sagt Hirn, nicht vor Viren schützen.

Die Bewohner von Corona – ein virtueller „Lokalaugenschein“

Der Kampf gegen das Coronavirus wird nicht nur für Autoren zur Metapher für ein Ausbrechen aus der Komfortzone und das Überwinden der eigenen Angst. Mit seinem jüngsten Roman „Gemma Habibi“ hat sich der Tiroler Schriftsteller Robert Prosser aus der Komfortzone herausgeboxt. Lesungen, Präsentation, Interviews, Messe-Auftritte waren geplant – doch nun ist ganz Tirol in Quarantäne und mitten im kleinen Ort Alpbach ist der 37-jährige Schriftsteller eingeschlossen. Seinem Schweizer Kollegen, dem Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss, geht es nicht anders. Die Corona-Krise führe eindrücklich vor Augen, wie wichtig ein mächtiger Staat ist und wie nebensächlich das jahrzehntelang gepredigte Ideal der Wettbewerbsfähigkeit, sagt er. Das Einzige, was jetzt helfe, ist Kooperation. Nachhaltig bleibt die Angst, denn die Zukunft verspricht nichts Gutes. Fatalisten sind in diesen Zeiten eindeutig im Vorteil. Man will sich in den Cyberspace, in virtuelle Räume retten. Doch Menschen sind und bleiben immer noch soziale Wesen.

Erinnerung als Waffe – Die politischen Graffitis des Robin Rhode

Ganz existenzielle Erfahrungen thematisiert auch der südafrikanische Künstler Robin Rhode in seinen politischen Graffitis. Die Geschichten seiner Fotoserien spielen in seiner Heimat, vor der immer gleichen Wand mit dem immer gleichen Riss, im Township Westbury im Norden von Johannesburg. Der Riss steht für die Unwägbarkeiten, die latenten Gefährdungen rundum: Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, Bandenkriege. Der 44-jährige Street-Artist Rhode ist ein Künstler zwischen den Welten. Seit fast 20 Jahren lebt er in Berlin, doch die Themen seiner Heimat haben ihn nie losgelassen. Den widrigen Lebensumständen in Südafrika begegnet er mit Humor, Tricks aus der Frühzeit der Kinematografie und den Mitteln der Imagination. Kunst ist für ihn ein Befreiungsschlag. Das Dazwischen-Sein rückt er in den Fokus, denn mit verschiedenen familiären Wurzeln ist er weder „black“ noch „white“, wird in Südafrika aber dennoch zur „Coloured Community“ gerechnet. „Memory Is The Weapon“ lautet der Titel seiner Ausstellung in der Kunsthalle Krems, die fix und fertig ist . Doch wann sie eröffnet wird, ist derzeit ungewiss.

Dokumentation „Kunst: Das Milliarden-Dollar-Versteck“ (23.15 Uhr)

Der Freihandelshafen in Genf hortet auf 120.000 Quadratmetern Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar. In diesem steuerfreien Bereich werden Weine, Diamanten und vor allem Kunstwerke zum Teil dauerhaft gelagert. Zu Zeiten, da das Schweizer Bankgeheimnis unter internationalem Druck steht, können Superreiche und Wohlhabende ihr Vermögen hier bequem schützen. Im April 2016 deckten die Panama Papers die geheimen Machenschaften der Reichsten der Reichen auf. Die Enthüllungen haben in zahlreichen Ländern öffentliche Debatten über Steuerschlupflöcher, Briefkastenfirmen, Steueroasen, Steuerdelikte und Steuermoral ausgelöst. Ein Skandal, in den auch das Zollfreilager in Genf verwickelt ist. Regisseur Pascal Henry ist das Unmögliche gelungen – er hat es geschafft, innerhalb der sonst hermetisch verschlossenen Lagerräume zu drehen und einige Insider-Geschichten aus erster Hand zu erfahren.

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DIE UNBEKANNTE OPER. Otto Fritz Beer: SAVOY

Otto Fritz Beer wurde am 8. September 1910 in Wien (Österreich) geboren.
Sein Vater war der Komponist Leopold Beer und so war es nur natürlich, dass auch der Sohn eine musikalische Ausbildung erhielt. Nach seiner Schulzeit studierte Otto Fritz Beer sodann auch zunächst Musik am Konservatorium in Wien, wechselte aber schließlich doch zur Germanistik.
Er promovierte über die Singspiele Mozarts und verschrieb sich dann ganz der journalistischen und schriftstellerischen Arbeit. So arbeitete Otto Fritz Beer als Chefredakteur bei den „Salzburger Nachrichten“, als Theaterkritiker bei der „Welt am Abend“ in Wien und als Leiter des Kulturressorts des „Standpunkt“ in Meran. Im Jahr 1952 kehrte er nach Wien zurück und bekleidete bis 1967 die gleiche Position bei derTageszeitung „Neues Österreich“. Danach arbeitete er als Musik- und Theaterkritiker für die deutschen Zeitungen „Die Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ sowie den ORF…

Tobias Bröker, 29.3.2020

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