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DIE SAMSTAG-PRESSE (16. FEBRUAR 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SAMSTAG-PRESSE – 16. FEBRUAR 2019

Wien/ Theater an der Wien
Nicht heilig im herkömmlichen Sinn“
Calixto Bieito inszeniert im Theater an der Wien „Elias“. Ein Gespräch mit dem vermeintlichen Bürgerschreck über sein Debüt in der Stadt.
Wiener Zeitung

Österreich
Eifriges Nüsse-Sammeln bei den Bundestheatern
Spielbetrieb ist bis 2022 gesichert, die Reserven liegen derzeit bei 54 Millionen Euro.
Wiener Zeitung
Bundestheater finanziell auf solidem Kurs
Besucherplus in allen Häusern – Prozess zu Causa Burgtheater wahrscheinlich ab Mai
Der Standard

Genf
Die Oper Genf ist zurück in ihrem Stammhaus: Diesen Kontrast müssen wir aushalten
Das historische Grand Théâtre de Genève wird nach dreijähriger Renovation glanzvoll mit Wagners «Ring»-Zyklus wiedereröffnet. Der siebzig Millionen Franken teure Umbau ist ein Meilenstein für das neben Zürich bedeutendste Opernhaus der Schweiz.
Neue Zürcher Zeitung
Das Orchester spricht – Zur Wiedereröffnung des Grand Théâtre Genève mit Wagners „Ring des Nibelungen“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Klagenfurt
Passable Premiere von „Pelléas et Mélisande“ im Stadttheater Klagenfurt
Was darf man erwarten, wenn das Stadttheater Klagenfurt Claude Debussys Pelléas et Mélisande aufführt? Durchaus passables Musiktheater, wie die Klagenfurter beweisen. Das Stadttheater zieht alle Register, um sich der Herausforderung zu stellen.
Julia Lenart berichtet aus dem Stadttheater Klagenfurt
Klassik-begeistert

München
Gasteig: Arien und Duette mit Jonas Kaufmann und Anita Rachvelishvili
Münchner Abendzeitung

Zürich
«Ich lerne und lerne, das ist mein Sängerinnenleben»
Die Star-Sopranistin Krassimira Stoyanova kehrt für den «Rosenkavalier» von Richard Strauss ans Zürcher Opernhaus zurück.
Neue Zürcher Zeitung

Verona
Zeffirelli inszeniert neue „La Traviata“ in Verona
Im Alter von 96 Jahren inszeniert der italienische Regisseur Franco Zeffirelli im Sommer erstmals eine neue Version der „La Traviata“ für die Arena von Verona. Die Verdi-Oper wird die kommende Saison am 21. Juni eröffnen, wie Intendantin Cecilia Gasdia in einer Presseaussendung mitteilte. Mehrere Aufführungen sind bis September geplant.
Salzburger Nachrichten

„Konzertgänger in Berlin“
Nebenhäuptig: Cuarteto Casals spielt Beethoven und Cattaneo
Auch ganz schön, mal ein Abend mit Beethoven-Streichquartetten ohne Spätwerk darunter. Stehen die nicht mittlerweile derart höher in der Publikumsgunst, fast als wäre alles davor nur Nebensache gewesen? Seltsamer Gang der Dinge, das enigmatischste ist zum populärsten geworden. Im allererstrangigen Beethoven-Zyklus des katalanischen Cuarteto Casals, der sich allmählich seinem Ende zuneigt, gibt es nun im Kammermusiksaal zwei sogenannte frühe Quartette und ein mittleres (sprich Rasumowsky), an dem natürlich gar nichts mittel ist. Und schon gar nicht neben, sondern alles haupt.
https://hundert11.net/nebenhauptig/

Hamburg
Karin Beier spendiert der Staatsoper die erste eigene „Nase“
Die nächste Spielzeit eröffnet die Staatsoper mit Schostakowitschs „Die Nase“, inszeniert von Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier.
Hamburger Abendblatt
Wann spielt die Staatsoper Hamburg wieder in der europäischen Spitzenliga?
Der Weltstar Placido Domingo wird 2020 drei Mal als Simon Boccanegra in Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper in Hamburg singen. klassik-begeistertde besuchte die Pressekonferenz zur Saisonvorschau in der Staatsoper Hamburg. Die Auslastung in der vergangenen Spielzeit lag für das traditionsreiche Haus bei deutlich ausbaufähigen 77 Prozent. Der Weltstar John Neumeier – der 80-Jährige ist frisch verheiratet und sieht phantastisch wie ein Jungbrunnen aus – und sein Maßstäbe setzendes Hamburg Ballett kamen auf eine Auslastung von 90 Prozent. Das ist die benchmark!
Der Herausgeber berichtet aus der Staatsoper Hamburg
Klassik-begeistert

Hamburg
Nadezhda Karyazina: Ein (Rising) Star made in HH, ein Mezzo mit Fem-Appeal
Vielleicht kann der Hamburger Staatopernintendant Georges Delnon am Freitag auf der Pressekonferenz erklären, wie er seine Ausnahmetalente im Haus an der Dammtorstraße zu halten gedenkt. Es wird nur über schöne Rollen und gutes Geld zu regeln sein. Zu wünschen wäre es der Staatsoper Hamburg wirklich, denn dieses Haus ist auf richtig gute Sängerinnen und Sänger dringend angewiesen, da in HH leider immer wieder auch Mittelmaß zu hören ist. Nur mit Sängerinnen wie Nadezhda Karyazina kann dieses traditionsreiche Opernhaus wieder dorthin zurückkehren, wo es einmal war: in die europäische Champions League.
Darf ich Sie auf einen Namen aufmerksam machen: Nadezhda Karyazina.
Der Herausgeber berichtet aus der Staatsoper Hamburg.
Klassik-gebeistert

Wien/ Staatsoper
„Lucia di Lammermoor“ in Wien : Mitgefühl und Rache
Frankfurter Allgemeine

Straßburg
Legrenzi-Oper in Straßburg : Darf ich dir meinen Goldfisch schenken?
In Straßburg bringt Christophe Rousset die Oper „La divisione del mondo“ von Giovanni Legrenzi nach fast 350 Jahren zum ersten Mal in Frankreich – dazu noch glanzvoll – zur Aufführung.
Frankfurter Allgemeine

München
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Kent Nagano dirigiert Messiaen und Berlioz

Münchner Abendzeitung

Berlin
In Germany, a New “Magic Flute’ Is a Deadly Serious Game
https://www.nytimes.com/2019/02/15/arts/music/magic-flute-berlin.html

Venedig
Teatro La Fenice 2018-19 Review: Il Sogno di Scipione
http://operawire.com/teatro-la-fenice-2018-19-review-il-sogno-di-scipione/

Young Mozart returns to Venice: Il sogno di Scipione
bachtrack

London
Monteverdi Vespers, The Sixteen, Christophers, Cadogan Hall review – majesty on a modest scale
https://theartsdesk.com/classical-music/monteverdi-vespers-sixteen

New York
Review: Thomas Dausgaard Should Be a Philharmonic Regular
The New York Times

Chicago
Elektra: Great success for Nina Stemme’s Lyric Opera debut
bachtrack

Atlanta
The Atlanta Opera Announces 2019-20 Season
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/The-Atlanta-Opera

Ton- und Bildträger
DVD
Adès: The Exterminating Angel — as good as it gets
https://www.ft.com/content/26cebce4-2aef-11e9-88a4-c32129756dd8

Ballett/ Tanz

München/ Prinzregententheater
„Rock the Ballet“: Klassisches Ballett zu rockigen Klängen
Münchner Abendzeitung

Sprechtheater

Wien/ Volkstheater
70 Bewerbungen für künstlerische Leitung des Volkstheaters
70 Bewerbungen sind für die ab Herbst 2020 neu zu besetzende künstlerische Leitung des Volkstheaters abgegeben worden. Das teilte das Theater am Freitag der APA mit. Die Entscheidung über die Nachfolge von Direktorin Anna Badora soll Anfang April bekanntgegeben werden. 40 Bewerbungen kommen dabei aus Wien, neun weitere aus dem Rest Österreichs.
Salzburger Nachrichten

Wien/ Josefstadt
Glaubenskrieg in Tirol: Schönherrs „Glaube und Heimat“ in der Josefstadt
Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“ handelt von voraufklärerischen Zeiten. In der Josefstadt setzt Stefanie Mohr das rustikale Heimatstück recht halbherzig um
Der Standard
In der Josefstadt werden „zwei Glauben raufert“
Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“ bleibt in Antiquiertheit stecken.
Wiener Zeitung

Darmstadt
Unheilbare Hysterie
Christoph Mehler zeigt Ibsens „Peer Gynt“ zupackend und ohne den Härten der Zärtlichkeit auszuweichen.
https://www.fr.de/kultur/theater/unheilbare-hysterie-11758300.html

Film

Wien
Burgtheater-Doku „Die Burg“: Vertane Chance eines Theaterporträts
Hans Andreas Guttners Film bleibt fahl und uninspiriert – derstandard.at/2000098028007/Burgtheater-Doku-Die-Burg-Vertane-Chance-eines-Theaterportraets
Der Standard

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Unter’m Strich

Die Wiener Festwochen sind nach karger Zeit etwas üppiger
Die erste Saison des Intendanten Christophe Slagmuylder bringt zehn Uraufführungen. Eine wilde Mischung von vertraut und neu.
http://diepresse.com/home/kultur/kunst/5579744/

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. FEBRUAR 2019)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. FEBRUAR 2019)

Wiener Staatsoper: Geschäftsbericht 2017/2018 – Zwischenbilanz 2018/2019

Parallel zur Präsentation des Jahresberichtes des Bundestheater-Konzerns hat die Wiener Staatsoper GmbH heute, Freitag, 15. Februar 2019, ihren Geschäftsbericht der Saison 2017/2018 veröffentlicht (digital abrufbar auf der Homepage):

https://www.wiener-staatsoper.at/fileadmin/Downloads/GB_17_18.pdf

 Zusammenfassung der Ergebnisse 2017/2018

In der Saison 2017/2018 fanden insgesamt 402 Vorstellungen (Oper, Ballett, Kinderoper, Konzerte) und Eigenveranstaltungen (Matineen, Künstlergespräche etc.) statt, die von 608.955 Besucherinnen und Besuchern gesehen wurden. Bei den 292 Vorstellungen auf der Hauptbühne der Wiener Staatsoper wurde eine Sitzplatzauslastung von 98,03 % erreicht. Zehn Premieren (Oper, Ballett inkl. Nurejew-Gala, Kinderoper) und 66 verschiedene Werke (Opern, Ballettprogramme, Kinderopern) sowie zwei Gastspiele (Oper und Ballett) wurden auf- beziehungsweise durchgeführt.

Unter Berücksichtigung des Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014 ergaben sich für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 folgende Ergebnisse. Der Umsatz betrug T. € 48.882, die Basisabgeltung T. € 71.400, die aktivierten Eigenleistungen T. € 537, sonstige betriebliche Ertrage beliefen sich auf T. € 1.153 und das Finanzergebnis T. € 18. Ausgabenseitig fielen Personalkosten in Höhe von T. € 81.127, Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen von T. € 4.110 und sonstige betriebliche Aufwendungen von T. € 22.073 an. Die Abschreibungen beliefen sich auf T. € 6.857. Daraus resultiert ein Jahresüberschuss von T. € 7.822. Unter Zurechnung des Gewinnvortrages von T. € 5.083 ergibt sich somit ein Bilanzgewinn von T. € 12.905. Der Eigendeckungsgrad belief sich auf 44,3%.

Zwischenbilanz 2018/2019

Zum 15. Februar 2019 beträgt die Sitzplatzauslastung (Oper, Ballett, Solistenkonzerte) im Großen Haus 99,20% (nur Oper: 99,37%). Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Einnahmen aus dem Kartenverkauf in Höhe von 20.500.437,45 € erzielt werden. Die durchschnittlichen Einnahmen pro Vorstellung belaufen sich auf 131.413,06 €.

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Theater Magdeburg: Heute Kurzfristiger Ausfall der Premiere »Otello«
Ersatztermin steht derzeit noch nicht fest, wird schnellstmöglich bekannt gegeben!

Leider muss die Premiere von Giuseppe Verdis »Otello«, geplant für heute, Sa. 16. 2. 2019, 19.00 Uhr (!) im Opernhaus entfallen. Stattdessen zeigt das Theater Magdeburg Giacomo Puccinis »La Bohème«.

Aufgrund der Erkrankung von zwei der drei Hauptpartien muss leider die heutige Premiere von »Otello« entfallen. Der neue Premierentermin steht aufgrund der Erkrankung leider noch nicht fest, wird aber schnellstmöglich bekannt gegeben. Besucher*innen mit einer Karte für den Premierentermin mögen sich bitte an der Theaterkasse melden, Abonnent*innen werden gesondert benachrichtigt Die Zuschauer*innen, die morgen in »La Bohème« gehen möchten, bittet das Theater Magdeburg ihre Karten für den ursprünglichen »Otello«-Premierentermin an der Theaterkasse umzutauschen. Für alle diejenigen, die weder »La Bohème« noch einen Ersatztermin wahrnehmen können, erhalten ihr Geld an der Theaterkasse zurück.
Theaterkasse telefonisch: (0391) 40 490 490
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MÜNCHEN/ GÄRTNERPLATZTHEATER: COSÌ FAN TUTTE ab 24. Februar


Foto: Christian POGO Zach

Wolfgang Amadeus Mozarts COSÌ FAN TUTTE zeigt das Gärtnerplatztheater ab 24. Februar. Ein rasantes Kammerspiel um Liebe und Treue, das hinsichtlich seiner inhaltlichen Radikalität und gleichzeitigen musikalischen Schönheit bis heute seinesgleichen sucht. Regisseur Olivier Tambosi, der mit seinen Inszenierungen bereits am Londoner Royal Opera House Covent Garden und an der New Yorker Metropolitan Opera für Furore gesorgt hat, zeigt seine Sicht auf eine der vielleicht raffiniertesten und vieldeutigsten Opern der Musikgeschichte.

Musikalische Leitung   Harish Shankar / Oleg Ptashnikov         
Regie   Olivier Tambosi      
Bühne   Bengt Gomér         
Kostüme   Carla Caminati   
Licht   Michael Heidinger    
Choreinstudierung   Felix Meybier 
Dramaturgie   Michael Alexander Rinz     

Fiordiligi   Mária Celeng / Jennifer O’Loughlin   
Dorabella   Anna-Katharina Tonauer / Valentina Stadler         
Guilelmo   Liviu Holender / Christoph Filler       
Ferrando  Gyula Rab / Maximilian Mayer
Despina   Jasmina Sakr / Elaine Ortiz Arandes  
Don Alfonso   Levente Páll / Holger Ohlmann     

Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Vorstellungen

Februar   24 / 27
März   2 / 15 / 24
April   5

Preise 4 bis 70 Euro

Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de
Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

 Weitere Informationen, Videotrailer und Einführungsvideo

https://www.gaertnerplatztheater.de/de/produktionen/cosi-fan-tutte.html?m=362

Hörproben

https://www.gaertnerplatztheater.de/de/mp3/index.html?Galerie=38
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FOTOS DER PRÄSENTATION „DIE GESCHICHTE DES WIENER OPERNBALLES“ BIS 1996


Dr. Ulrike-Messer mit ihrem Buch. Foto: Barbara Zeininger


Ballkleid aus dem Jahr 1956. Foto: Barbara Zeininger

 


Besucher: Esther Hatzi und Dr. Berhard A. Macek. Dr. Macek stellt im April bei uns sein Buch über Alma Seidler vor. Foto: Barbara Zeininger

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Marguerite Donlon wird Ballettdirektorin am Theater Hagen

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Marguerite Donlon. Copyright: Marie Helena Buckley

Die renommierte Choreographin Marguerite Donlon wird mit Beginn der Spielzeit 2019/20 Ballettdirektorin und Chefchoreographin des Theaters Hagen. Von 2001 bis 2013 wirkte die gebürtige Irin schon einmal überaus erfolgreich als Ballettdirektorin am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken, wo sie der Ballettcompagnie zu internationalem Ansehen verhalf. Als Gastchoreographin arbeitete sie an großen wie kleinen Theatern in Europa und Übersee und ist auch dem Hagener Publikum aufgrund ihrer Arbeiten SOMA (im Ballettabend DANCING SOULS in 2017/18) sowie HEREOS – H (im Ballettabend BALLETT? ROCKIT! in 2014/15) bereits bekannt. Der Intendant des Theaters Hagen, Francis Hüsers, gibt zur Entscheidung für Marguerite Donlon folgende Erläuterung: 

„Die Zusage von Marguerite Donlon ist ein überaus großer Glücksfall für das Ballett Hagen, für das gesamte Theater und für unser Publikum. Ich freue mich ganz außerordentlich, dass mit Marguerite Donlon eine als Ballettdirektorin in Deutschland bereits sehr erfolgreiche und erfahrene Persönlichkeit an das Theater Hagen kommt, die in enger Zusammenarbeit mit den anderen Sparten dem Ballett in Hagen eine erfolgreiche Zukunft sichert. Die Bedeutung, die dem Tanz als exponierte Kunstform hier seit längerem schon zukommt, wird mit Marguerite Donlon noch einmal enorm zu steigern sein. Ich persönlich freue mich, in der noch laufenden Spielzeit 2018/19 als Regisseur zunächst mit Francesco Nappa als Gastchoreograph an dem Doppelabend aus Purcells Oper DIDO AND AENEAS und der als Ballett aufgeführten WASSERMUSIK von Händel ein erstes spartenübergreifendes Projekt am Theater Hagen realisieren zu können, bevor ich dann ab der Spielzeit 2019/20 als Intendant in vielfältiger und innovativer Weise mit Marguerite Donlon als Ballettdirektorin zusammen arbeite.“

Zu ihrer Wahl zur Ballettdirektorin am Theater Hagen äußert sich Marguerite Donlon in einer persönlichen Erklärung: „Ich fühle mich geehrt, als neue Ballettdirektorin des Theaters Hagen gewählt worden zu sein und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Intendant Francis Hüsers und dem gesamten Team. In den vergangenen Spielzeiten hatte ich zweimal die Gelegenheit, in Hagen als Gastchoreographin mit dem Ballettensemble zu arbeiten, und habe die kreative und kollegiale Atmosphäre am Theater Hagen in dieser Zeit sehr geschätzt. Ich weiß, dass in vielen deutschen Städten die öffentlichen Haushalte unter Druck stehen und die Ausgaben für Kultur gekürzt werden. Ich freue mich, dass die Sparte Tanz auch weiter fester Bestandteil des Theaters Hagen sein wird. Mit meiner Berufung übernehme ich die Verantwortung für das Ensemble, die künstlerische Weiterentwicklung und die Eröffnung neuer Perspektiven für den Tanz in Hagen. Die Übernahme der Leitung der Sparte Tanz am Theater Hagen ist ein Privileg und eine Herausforderung. Meine Maxime war und ist: Kultur ist für alle da, nicht nur für wenige. Der Tanz ist für Junge und Junggebliebene. Tanz ist ein zeitloses Medium und seine Sprache ist universell. Ich möchte gemeinsam mit dem Ensemble die Hagener Bürger einladen, die Kraft und Intensität des Tanzes mit uns zu erleben: auf der Bühne, in unseren Probenräumen und bei Begegnungen in dieser Stadt.“

Marguerite Donlon, Choreographin, Theater- und Opern-Regisseurin, ist eine innovative, einzigartige Künstlerpersönlichkeit. Ihre künstlerischen Konzepte erweitern Horizonte, und ihr reicher künstlerischer Ausdruck nutzt Elemente aller Kunstformen. Bei ihrem Publikum bekannt dafür, geistreich Witziges mit Tiefsinnigem zu verbinden, hat sie die Tanzwelt immer wieder mit einer frischen Arbeitsweise begeistert, die nie den Bezug zur Wirklichkeit verliert. Marguerite Donlons Gestaltungsstil – kreative Präzision verbunden mit irischem Humor – hat ihr eine einzigartige Position und eine treue Anhängerschaft in der Tanzwelt gesichert. „Die freche irische Choreographin reißt Barrieren nieder und bringt die Leute von der Straße wieder ins Theater“, schrieb Arnd Wesemann, deutscher Tanzkritiker und Herausgeber der Zeitschrift Tanz. „Ihre Arbeiten können ein Publikum unmöglich langweilen, sie machen so viel Spaß, dass Fans ihr vorwerfen, ihre Stücke zu kurz zu machen.“

Marguerite Donlon ist immer ihren eigenen Weg gegangen. Geboren in Longford in Irland, begann sie ihr Ballettstudium bei Anica Dawson und Dorothy Stevens im relativ späten Alter von 16 Jahren. Nach ihrem Abschluss trat sie dem Englischen Nationalballett unter Peter Schaufuss bei, 1990 wurde sie Solotänzerin und Choreographin des Balletts der Deutschen Oper Berlin. Dort arbeitete sie mit BallettLegenden wie Natalia Makarova, Rudolf Nurejev und Sir Kenneth MacMillan. Ihr Repertoire umfasste auch Arbeiten führender Choreographen des 20. Jahrhunderts, darunter Maurice Béjart, William Forsythe, Bill T. Jones, Meg Stuart und Jiří Kylián.

Von 2001 bis 2013 war Marguerite Donlon Ballettdirektorin des Saarländischen Staatstheaters. Mit über 30 Produktionen und zwei Tanzfilmen für den deutschfranzösischen Fernsehsender ARTE unter ihrer Leitung entwickelte sich die Compagnie in dieser Zeit zu einem überaus angesehenen und gefragten künstlerischen Ensemble und war in ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien, den USA, Irland, Südkorea, China, Thailand und Italien zu Gast. Während ihrer Zeit im Saarland gründete Donlon auch die Jugendtanzgruppe „iMove“ ebenso wie das „now dance saar festival“ und „SubsTanz“, ein Abend mit eigenen kreativen Arbeiten der Tänzer, und schließlich „ZeichenTanz“ – ein Angebot des Zugangs zum Tanz für schwerhörige Menschen.

Marguerite Donlon ist derzeit in Berlin ansässig und arbeitete zuletzt mit Svetlana Zakharova, dem Bolschoi-Ballett Moskau, Visceral Dance Chicago, dem Ballet X Philadelphia, dem Theater Hagen, dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater Kiel, dem Augsburger Ballett, dem Theater Nordhausen, dem MIR Gelsenkirchen sowie mit ihrer eigenen Projekt-Compagnie, dem Donlon Dance Collective. Ihre Werke wurden auch vom niederländischen Dan’s Theatre II, dem Stuttgarter Ballett, dem Wiener Staatsopernballett, dem Ballett der Komischen Oper Berlin, der Companhia Nacional de Bailado Portugal, der Hubbard Street Dance Company Chicago und Rambert Dance London aufgeführt.

Marguerite Donlon wurde 2006 beauftragt, zwei Stücke zum 100-jährigen Geburtstag von Samuel Beckett zu inszenieren: Words and Music und Act without words 1 – Produktionen, die im Auftrag des Théâtre National du Luxembourg entstanden und auch bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen großen Anklang fanden.

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ORF : ORF III am Wochenende: Drei „Baumeister der Republik“-Ausgaben mit u. a. Doku-Premiere über Karl Seitz

Außerdem: „La Cenerentola“ in „Erlebnis Bühne“, Flüsterzweieck bei „Kabarett im Turm“, „Berggespräche“ mit Gerald Fleischhacker =

Am Wochenende präsentiert ORF III Kultur und Information spannende zeitgeschichtliche Dokumentationen und klassische Musik vom Feinsten. So porträtieren am Samstag, dem 16. Februar 2019, drei Ausgaben der Dokureihe „Baumeister der Republik“ die Bundespräsidenten der Ersten Republik, darunter eine Neuproduktion über Karl Seitz. Am Sonntag, dem 17. Februar, steht „La Cenerentola“ in hochkarätiger Besetzung aus der MET 2014 auf dem Programm.

Samstag, 16. Februar:

Andreas Jäger begrüßt in den ORF-III-„Berggesprächen“ (16.40 Uhr) den Kabarettisten und Gastgeber der neuen ORF-III-Kabarett-Show „Die Tafelrunde“, Gerald Fleischhacker. Gemeinsam geht es zum Semmering – auf eine Wanderung am Stuhleck. Im Hauptabend stehen im Rahmen von „zeit.geschichte“ drei Ausgaben der Reihe „Baumeister der Republik“ über die Staatsoberhäupter der Ersten Republik auf dem Programm. Den Auftakt macht die ORF-III-Neuproduktion „Karl Seitz“ (20.15 Uhr). Gemeinsam mit Bruno Kreisky war Seitz der am längsten amtierende Parteivorsitzende der Sozialistischen Partei Österreichs. Von 1919 bis 1921 bekleidete Seitz als Erster das Amt des Bundespräsidenten. Nach dem „Anschluss“ im März 1938 gehörte er zu den Ersten, die verhaftet wurden. Seitz überlebte das KZ Ravensbrück und kehrte am 22. Juni 1945 krank und geschwächt nach Wien zurück, wo ihm von rund 50.000 Menschen ein stürmischer Empfang vor dem Rathaus bereitet wurde. Die Dokumentation von Alfred Schwarz beleuchtet das bewegte Leben des Vollblutpolitikers. Danach folgt eine weitere „Baumeister der Republik“-Doku von Alfred Schwarz über „Wilhelm Miklas“ (21.05 Uhr) – jenen „Kompromisskandidaten“, der 1928 als christlich-sozialer Politiker vom Parlament zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt wurde. Jener Politiker, der zwischen Seitz und Miklas das Präsidentenamt bekleidete, war Michael Hainisch, dem das nachfolgende Porträt „Michael und Marianne Hainisch“ um 21.55 Uhr gewidmet ist. Wie der Titel schon sagt, war es nicht Michael Hainisch allein, der die Republik prägte – auch seine Mutter Marianne, die eine prominente Vertreterin der bürgerlich-liberalen Frauenbewegung war, hatte einen erheblichen Einfluss. Um 22.45 Uhr sorgt eine neue Ausgabe von „Kabarett im Turm“ für Unterhaltung. Diesmal geben die Kabarettistinnen Ulrike Haidacher und Antonia Stabinger unter dem Pseudonym „Flüsterzweieck“ ihre Sketchparade zum Besten.

Sonntag, 17. Februar:

Am Sonntag, dem 17. Februar, präsentiert Barbara Rett in „Erlebnis Bühne“ ein Highlight aus der Metropolitan Opera 2014: Gioachino Rossinis „La Cenerentola“ (20.15 Uhr) mit Joyce DiDonato in der Titelrolle, weiters Juan Diego Flórez, Pietro Spagnoli, Alessandro Corbelli und Luca Pisaroni. Es dirigiert Fabio Luisi, Regie führt Cesare Lievi. Die melodienreiche romantische Opera buffa, basierend auf dem Märchen „Aschenputtel“, bietet dem Opernliebhaber ein Feuerwerk an Emotionen und ausgeprägten Charakteren. Das Libretto stammt von Jacopo Ferretti.
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Letztes Ski-WM-Wochenende im ORF

Mit Damen-Slalom am 16. und Herren-Slalom am 17. Februar =

 Die Ski-WM in Aare geht am Wochenende mit den beiden Slalom-Entscheidungen live in ORF eins zu Ende. Der Damen-Slalom geht am Samstag, dem 16. Februar, ab 10.30 Uhr in Szene, die Herren fahren am Sonntag, dem 17. Februar, ab 10.15 Uhr.

Mit einer (barrierefreien) Live-Coverage von rund 80 Stunden in ORF eins und ORF SPORT + entgehen den ORF-Wintersportfans keine Rennen und keine Trainingsläufe. Daneben informiert am Samstag das „WM-Studio“ am Platz der Siegerehrungen in ORF eins über das WM-Geschehen. Um 18.00 Uhr stehen zunächst die Rennanalysen im Mittelpunkt, um ca. 18.25 Uhr geht es zur Siegerehrung des Tages und um 19.00 Uhr sind „Die Stars“ im „WM-Studio“ zu Gast.

ORF-TVthek, sport.ORF.at und ORF-Ski-alpin-Special bieten im Web und via App Live-Streams vom gesamten Geschehen und Highlights als Video-on-Demand. Das ORF.at-Network und der ORF TELETEXT bringen darüber hinaus im Rahmen ihrer Sportberichterstattung alle aktuellen Infos, Live-Ticker, Hintergrundstorys, Tabellen etc.
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DIE FREITAG-PRESSE (15. FEBRUAR 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die FREITAG-PRESSE – 15. FEBRUAR 2019

Hans von Bülow: Der Ahnherr von Karajan, Thielemann und Co
Vor 125 Jahren starb Hans von Bülow. Der wichtigste Interpret Richard Wagners und erste Ehemann von dessen späterer Frau Cosima war der erste „Star-Dirigent“, Ahnherr aller Pultvirtuosen.
Die Presse

Wien/ Festwochen
Wiener Festwochen 2019
„Wollen der Kurzsichtigkeit entgegenwirken“
Die Wiener Festwochen 2019 starten mit einem Theatermarathon in der Donaustadt.
Wiener Zeitung
Wiener Festwochen 2019: „Es passiert hier und jetzt“
Kurier
Wiener Festwochen 2019 mit Theatermarathon
Der neue Intendant der Wiener Festwochen, der aus Belgien stammende Christophe Slagmuylder, hat am Donnerstag sein erstes Programm präsentiert – mit viel Theater, internationalen Stars, aber auch sehr lokalen Kunstprojekten.
ORF.at

Kent Nagano über Olivier Messiaen:
„Seine Antwort werde ich nie vergessen“
Mit Messiaens Klangwelt kennt Nagano sich aus wie kein Zweiter – war doch Messiaen so etwas wie eine Vaterfigur für ihn. Und auch die „Poèmes pour Mi“ verbinden ihn mit seinem französischen Mentor.
BR-Klassik

Wien/Konzerthaus
Drei junge Künstler bringen frischen Wind in den Berio-Saal des Wiener Konzerthauses:
Emmanuel Tjeknavorian, Dominik Wagner und Christoph Sietzen.
Alle drei zählen weniger als 27 Jahre und haben bereits unzählige internationale Preise abgeräumt. Sie werden als aufstrebende Sterne am Klassikhimmel gehandelt und zeigen derzeit ihr Talent in der Konzertreihe des Förderprogramms „Great Talent“ im Wiener Konzerthaus.
Julia Lenart berichtet aus dem Wiener Konzerthaus.
Klassik-begeistert

Berlin
Berliner Philharmoniker Achtung, Orkanböen!
Der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin erzählt spannende Klanggeschichten – macht die Berliner Philharmoniker zum Star des Abends
Tagesspiegel

London
BWW Review: THE CUNNING LITTLE VIXEN/THE TWO PIGEONS, Royal Opera House
broadwayworld

Carmen review: Stripped-down opera is distressing parable of a woman at the edge
https://www.standard.co.uk/go/london/arts/carmen-review-kings

New York
Metropolitan Opera 2018-19 Season Review: Rigoletto
https://operawire.com/metropolitan-opera-2018-19-season-review-rigoletto/

Philadelphia
Robert Carsen’s 28-year-old Dream conquers a new fan base in Philadelphia
bachtrack

Sarasota
BWW Review: TURANDOT at Sarasota Opera
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/BWW-Review

Santiago de Chile
Andrés Rodríguez: A Life of Service to Opera
https://www.wqxr.org/story/andres-rodriguez-life-service-opera/

Nachruf
Mel A. Tomlinson, 65, Ballet Star and “Agon’ Interpreter, Dies
https://www.nytimes.com/2019/02/13/obituaries/mel-a-tomlinson-dead.html

Ton- und Bildträger
Bruch: Die Loreley review – forgotten Rhine maiden makes it on to disc
Kaune/Hinterdobler/Munich Radio SO/Blunier
(CPO, three CDs)
The Guardian

Georg Quanders Buch „Opernland“ Festung für Feingeistiges
In seiner Dichte weltweit einmalig: Georg Quander erzählt in seinem Buch „Opernland“ die Musik- und Bühnengeschichte von Nordrhein-Westfalen.
Tagesspiegel

Ballett/ Tanz

Amsterdam
Ballett „Requiem“ in Amsterdam : Spring allem Abschied voraus
Frankfurter Allgemeine

A great Requiem premieres at Dutch National Ballet
bachtrack

Sprechtheater

Gustaf-Gründgens-Preis an Joachim Meyerhoff
Autor und Ensemblestar des Wiener Burgtheaters wird in Hamburg ausgzeichnet –
Der Standard

Film über Burgtheater
Proben tun weh, weil sie verunsichern“
Ein Dokumentarfilm porträtiert die wichtigste deutschsprachige Bühne: „Die Burg“ ist Zeugnis einer Institution – mit Auslassungen.
Salzburger Nachrichten

München
Residenztheater Katja Bürkle über „Elektra“
Münchner Abendzeitung

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Unter’m Strich

Österreich/ Bundestheater
Christian Kircher: „Es gibt auch eine moralische Dimension“
Christian Kircher, Chef der Bundestheater-Holding, über Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung und Mobbing
Kurier

Wie können Theater auf rechte Übergriffe reagieren?
Eine Broschüre informiert Kunst- und Kulturschaffende, wie sie einem „Missbrauch von Veranstaltungen“ durch Rechts in Zukunft begegnen können.
Tagesspiegel

INFOS DES TAGES (FREITAG, 15. FEBRUAR 2019)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 15. FEBRUAR 2019)

DEN KRITIKERN ÜBER DAS BETT MONTIERT:

Friedrich Theodor Vischer (1807-1887), Pseudonyme Philipp U. Schartenmayer und Deutobold Symbolizetti Allegoriowitsch Mystifizinsky, war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Philosoph im Feld der Ästhetik, Schriftsteller und Politiker

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HEUTE IM ORF: Neues Filmporträt „Wunderwelt Staatsoper“ und „Lucia di Lammermoor“ live-zeitversetzt aus der Wiener Staatsoper

 Am 15. Februar ab 20.15 Uhr in ORF 2 =


Olga Peretyatko. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wien (OTS) – Der ORF setzt seinen mit dem Neujahrskonzert-Ballett und -„Pausenfilm“ eröffneten Jahresschwerpunkt zum 150. Geburtstag der Wiener Staatsoper, den diese im Mai 2019 feiert, fort: ORF 2 präsentiert am Freitag, dem 15. Februar 2019, ab 20.15 Uhr einen glanzvollen Opernabend, der zunächst mit der neuen Dokumentation „Wunderwelt Staatsoper“ von Regisseur und Produzent Felix Breisach in ungewöhnlicher Art und Weise auf das Wesen des weltberühmten Hauses am Ring blickt. Danach steht um 21.10 Uhr die live-zeitversetzte Übertragung von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ – wohl eines der bedeutendsten und populärsten Meisterwerke der italienischen romantischen Oper – auf dem ORF-Spielplan.

„Wunderwelt Staatsoper“ um 20.15 Uhr in ORF 2

Zum Jubiläum 150 Jahre Wiener Staatsoper entstand eine kurzweilige neue ORF-Dokumentation, bei der mit Rolando Villazón ein gleichsam beliebter wie berühmter Tenor durch das Haus am Ring und deren wechselvolle Geschichte führt. Dabei schöpft er auch aus seinen eigenen Erfahrungen mit der ehrwürdigen Institution und blickt mit Humor und Dankbarkeit hinter die Kulissen. Er begegnet dabei vielen Kollegen – Sängern, Orchestermitgliedern, Direktoren, Tänzern und Bühnenarbeitern –, die zum Geburtstag der Staatsoper originelle wie berührende Geschichten zum Besten geben.

Mit den Bühnenarbeitern tritt auch der bekannte Perkussionist Sebastian Brugner in Aktion und gestaltet mit einem Teil von ihnen eine Schlagwerkkomposition, die unter dem Motto „Umbau-Pause“ den Beifall der Kollegen findet. Während das Architektenteam um Thomas Pucher Nutzen und Entwicklung der Wiener Staatsoper erklärt und dabei einen „neuen“ Schauplatz für die Opernbühne entwirft, erweist sich Konrad Paul Liessmann einmal mehr als musikalischer Opernkenner mit philosophischem Hintergrund.

Was wäre die Wiener Oper ohne ihre kritischen Stehplatzbesucher? Sie werden in der Dokumentation zu ihren Vorlieben und Abneigungen, zu bevorzugten Sängern und Inszenierungen befragt, und sie stellen sich auch ohne Umschweife einer Konfrontation mit den Wiener Philharmonikern, wenn es um das Erraten von Opernzitaten geht. Die Wiener Comedian Harmonists, allesamt Mitglieder des Wiener Staatsopernchors, parodieren die berühmtesten aller „drei Tenöre“ und singen das – von Carreras, Domingo und Pavarotti in der Staatsoper allerdings nie intonierte – „O sole mio“, wo immer sich dafür ein Platzerl auf der belebten Bühne findet.

Viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur kommen zu Wort, wenn es um die Bekräftigung ihrer geradezu unveräußerlichen Liebe zu dem Haus am Ring geht – darunter natürlich auch der amtierende Staatsoperndirektor Dominique Meyer, der Doyen unter den Regisseuren, Otto Schenk, der rund 30-mal an der Staatsoper inszeniert hat, sowie „operntaugliche“ Schauspieler wie Cornelius Obonya und Peter Matic. Auf magische Weise mit der Staatsoper verbunden fühlen sich der Dramaturg und Buchautor Christoph Wagner-Trenkwitz ebenso wie die Sänger/innen Maria Nazarova, Clemens Unterreiner, Stephanie Houtzeel und viele andere.

„Lucia di Lammermoor“ um 21.10 Uhr in ORF 2

Die Produktion, die ihre Staatsopernpremiere am 9. Februar feierte, ist hochkarätig besetzt: Unter der musikalischen Leitung von Evelino Pidò singen u. a. Olga Peretyatko (Lucia), Juan Diego Flórez (Edgardo) und George Petean (Enrico). Für die Regie, ebenso wie für das Kostümbild, zeichnet Laurent Pelly verantwortlich. Die Bildregie der ORF-Übertragung, bei der zehn Kameras zum Einsatz kommen, hat Agnes Méth übernommen. Durch das Programm führt Barbara Rett.

Mehr zum Inhalt:

Wie so oft komponierte Gaetano Donizetti auch sein 1835 entstandenes Oeuvre „Lucia di Lammermoor“ in einer Rekordzeit von nur wenigen Wochen – nichtsdestotrotz hat er mit diesem Stück ein Meisterwerk der italienischen romantischen Sängeroper geschaffen. Einerseits lebt das „dramma tragico“ vom melodischen Reichtum und einer beeindruckenden musikpsychologischen Durchgestaltung der Charaktere, zugleich weichte Donizetti ein weiteres Mal gekonnt das starre Formschema der Belcanto-Oper auf und bettete die Protagonisten Lucia, Edgardo und Enrico in das Gefühlsdreieck von Liebe, Hass und Leidenschaft. Der vom Publikum jedes Mal mit Spannung erwartete Höhepunkt ist zweifellos die extrem herausfordernde „Wahnsinnsszene“ der Lucia mit der Arie „Il dolce suono“ („Der süße Klang“).

Im Mittelpunkt der Handlung, der Walter Scotts bewegender Roman „The Bride of Lammermoor“ zugrunde liegt, stehen zwei Liebende aus den verfeindeten Adelsfamilien Ashton und Ravenswood – Lucia und Edgardo –, die erst im Tode vereint werden. Enrico Ashton will aus politischen Gründen seine Schwester Lucia mit Lord Arturo Bucklaw vermählen. Diese teilt jedoch eine heimliche Liebe mit Edgardo di Ravenswood. Als Edgardo nach Frankreich reisen muss, versucht Enrico seine Schwester mit Hilfe gefälschter Briefe von der Untreue Edgardos zu überzeugen. Sie glaubt ihm, ist gebrochen und willigt in die Heirat mit Arturo ein. Im Moment der Ehevertragsunterzeichnung stürzt Edgardo herein. Lucia erkennt die Täuschung und bricht zusammen, während Edgardo voll Zorn Rache schwört. Das Schicksal nimmt seinen verhängnisvollen Lauf und die Geschichte endet mit Mord, Wahnsinn und Tod.

Von den unzähligen Sopranistinnen, die bisher an der Wiener Staatsoper die Rolle der Lucia interpretiert haben, erinnert sich das Wiener Publikum bis heute mit großer Leidenschaft an die fesselnde Gestaltung von Edita Gruberova, die damit endgültig ihre Weltkarriere startete. In der Neuinszenierung von Laurent Pelly, auf die das Wiener Publikum immerhin 41 Jahre warten musste, gibt nun mit der gebürtigen Russin Olga Peretyatko ein neuer Publikumsliebling die dramatische Partie der Lucia und damit ihr Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Für den aus Peru stammenden Startenor Juan Diego Flórez ist der Part des leidenschaftlichen Edgardo ebenfalls ein Rollendebüt im Haus am Ring. Seinen Widersacher Enrico verkörpert der rumänische Bariton George Petean. Dirigent Evelino Pidò ist der umsichtige „Anwalt“ für die perfekte und stilsichere musikalische Gestaltung von Donizettis Belcanto-Oper.
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WIESBADEN/ MAIFESTSPIELE: Bekanntgabe des Gesamtprogramms der Internationalen Maifestspiele 2019 

In der gestrigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Leiter der Internationalen Maifestspiele das Programm der Internationalen Maifestspiele 2019 vor.

Vom 30. April bis 31. Mai 2019 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen rückt in diesem Jahr unter dem Motto »Die Stille dazwischen« Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt. Alle Sparten der Darstellenden Kunst sind bei den Festspielen vertreten: Oper und Konzert, Tanz und Schauspiel, aus Barock und Moderne, Gastspiel oder Gala-Abend – das Hessische Staatstheater Wiesbaden präsentiert ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Zur feierlichen Eröffnung steht ein Mozart-Doppel an zwei Abenden auf dem Programm: Mit »Idomeneo« und »La Clemenza di Tito«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel, wird Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her beleuchtet.

Dem Festivalschwerpunkt folgt am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feiern die Internationalen Maifestspiele  Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. In einem Non-stop-Programm wechseln sich Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen ab. Auch Neues wird ausprobiert und aufgeführt. Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt.

»Zu Recht erwarten die Besucherinnen und Besucher unserer traditionellen Wiesbadener Maifestspiele einen bunten Strauß an eingängigen, bekannten Stücken. Und so macht auch das diesjährige Programm die Auswahl für die Theatergäste wieder sehr schwer: »Idomeno«, »Titus«, »Don Giovanni«, »Salome«, »Madama Butterfly«, »Ein Maskenball«, »Tannhäuser«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Rigoletto« – hinzukommen Schauspiel, Ballett und die Angebote für junge Theaterfans. Da kann ich eigentlich nur einen Tipp geben: Im Mai Urlaub nehmen, Freunde nach Wiesbaden einladen und gemeinsam Kultur genießen«, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich.

»Als grenzenloses Forum für den Dialog verschiedener Kulturen, Theaterformen und Sprachen sind die Internationalen Maifestspiele geradezu der Inbegriff der Freiheit und starken Sprache der Kunst. Mit einem generationenübergreifenden Programm präsentieren sie den Reichtum kultureller Ausdrucksformen und ziehen damit jedes Jahr ein Publikum aus aller Welt an. Mein großer Dank gilt allen, die die Veranstaltungsreihe mit großem Engagement ermöglichen und damit Jahr für Jahr zeigen: Kultur ist für uns alle da«, ergänzt Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn.

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019.

Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2019. Vier Filme werden begleitend zum Programm der Festspiele gezeigt.

Die Internationalen Maifestspiele 2019 werden durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen, des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. und dem Kulturfonds RheinMain ermöglicht. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Das Magazin sensor präsentiert die Performance »The Scarlet Letter«.

 Der Kartenvorverkauf startet am Freitag, den 15. Februar 2019 um 15.30 Uhr. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Besondere Angebote zu »Mozart24« ermöglichen vergünstigten Eintritt. Das »Late Night-Ticket« beinhaltet die Veranstaltungen »Amadeus« (Film), »Klazz Brothers – Mozart meets Cuba« sowie »Jazz meets Mozart – Janchri«. Das »24-Stunden-Ticket« berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen (ausgenommen sind »Idomeneo«, »Titus« sowie das »Festkonzert – Mozarts letzte Sinfonien«). 50 % Ermäßigung gibt es ab einer Buchung der 2. Veranstaltung bei ausgewählten Terminen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Wiesbaden Besucher-Pakete in Zusammenarbeit mit Wiesbaden Marketing. Die Rund-um-Sorglos-Pakete enthalten Hotelübernachtungen, Eintritt in ausgewählte Operngalavorstellungen und weitere kleine Überraschungen. Die Buchung der Wiesbaden Besucher-Pakete erfolgt telefonisch unter 0611.17 29 777, per Email an hotel@wiesbaden-marketing.de, oder online unter www.wiesbaden.de/tourismus.

Detailliertes Programm:

Oper / Konzerte

Das Mozart-Doppel mit den Opern »Idomeneo« und »Titus« eröffnet die diesjährigen Internationalen Maifestspiele, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel. Mirko Roschkowski übernimmt die Titelpartien. Kangmin Justin Kim, Slávka Zámečníková und Netta Or sind in »Idomeneo« zu erleben. Thomas Blondelle, Olesya Golovneva und Shira Patchornik singen in »Titus«.

Ildebrando D’Arcangelo gibt als Don Giovanni sein Wiesbaden-Debüt in der Inszenierung von Nicolas Brieger. Maria Bengtsson singt die Partie der Donna Anna und Ioan Hotea ist Don Ottavio.

In »Salome« übernimmt Gun-Brit Barkmin, eine der wichtigsten Strauss-Interpretinnen, die Titelpartie. Als Jochanaan ist in der Inszenierung des französischen Künstlerkollektivs Le Lab und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Thomas J. Mayer zu erleben, Herodes übernimmt Thomas Blondelle.

In der Titelpartie von Puccinis Publikumsliebling »Madama Butterfly« singt Ermonela Jaho, eine der weltweit führenden Cio-Cio-Sans. Ihr Partner auf der Bühne ist Vincenzo Costanzo, einer der erfolgreichsten italienischen Tenöre der Opernszene.

In Verdis »Ein Maskenball« sind in den Hauptpartien der italienische Tenor Stefano La Colla als Riccardo, der ukrainische Bariton Vitaliy Bilyy als Renato, Maria José Siri als Amelia und Patricia Bardon als Ulrica zu erleben.

Max Emauel Cencic setzt Rossinis Oper »La Donna del Lago« in Szene und übernimmt die Partie des Malcolm Groeme. Lena Belkina übernimmt die anspruchsvolle Titelpartie, Daniel Behle singt den vielschichtigen König James V. Am Pult des Orchesters steht der Grammy-nominierte Echo Klassik-Preisträger George Petrou.

Wagner-Star Andreas Schager übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung »Tannhäuser« die Titelpartie. Als Elisabeth ist Betsy Horne und als Venus Jordanka Milkova zu erleben. Als Landgraf ergänzt Albert Pesendorfer die Festspielbesetzung.

Die »Meistersinger von Nürnberg«, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, ist in der aktuellen Bayreuth-Besetzung zu sehen: Michael Volle ist Hans Sachs, Johannes Martin Kränzle ist Beckmesser, Daniel Behle singt David, Günter Groissböck ist Pogner, Thomas Blondelle ergänzt als Walther von Stolzing.

Die Titelpartie in Verdis »Rigoletto« interpretiert Bariton Ludovic Tézier. Ioan Hotea singt den Herzog und Cristina Pasaroiu ist Gilda in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg.

In dem Konzertabend »Faszination Wagner« werden »Ring«-Geschichten von Weltstar Andreas Schager und Violinistin Lidia Baich präsentiert und von dem international ausgezeichneten Autorenfilmer und Opernregisseur Selcuk Cara filmisch umgesetzt. Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Guillermo Garciá Calvo.

Am ersten Festival-Wochenende folgt das große Mozart-Event »Mozart24«. Eines der führenden Barock-Orchester, das Wrocław Baroque Orchestra, spielt unter dem Dirigat von Konrad Junghänel Mozarts letzte Sinfonien. Multiinstrumentalistin Anna Fusek ist mit Violinistin Mayah Kadish zu erleben. In ihrem Konzert »Mozart meets Morley« treffen Mozart-Violinsonaten und -Duette auf Renaissance-Fantasien. Das Marimbaquartett »The Wooden Anvil« lässt Mozarts Werke im Konzert »Mozart: Portrait in Percussion« erklingen. Chris Pichler und die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstorchesters Wiesbaden präsentieren in »Amadeus!« Kammermusik und Briefe des bekannten Musikgenies. Elke Heidenreich und Pianist Marc-Aurel Floros sind in »Passione spezial – Mozart!« zu erleben. Konzerte der »Klazz Brothers« und des Jazz-Duos »Janchri« bringen Mozart zum Tanzen. Ein Mozart-Frühstück mit literarischen Leckerbissen, Babykonzert, Hörinstallation und Mozart-Filmbiografie ergänzen das Programm.

Liederabende haben bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Florian Boesch interpretiert in seinem Rezital den Liederzyklus »Die schöne Müllerin« von Franz Schubert. Mezzosopranistin Doris Soffel präsentiert in ihrem Liederabend »Grandeur und Dekandenz« u.a. Werke von Mahler, Strauss und Sibelius.

Beim Merlin Ensemble Wien steht Mozart in den drei Konzertabenden ebenfalls im Mittelpunkt. Das Nachtkonzert »Mozart pur!«, die Wortvariationen zum »Verlorenen Paradies der Musik« und die Matinée zum 30. Todesjahr von Thomas Bernhard »Eine musikalische Existenzrettung« sind ein Fest für die Ohren.

»The Fairy Queen«, ein zeitloses Meisterwerk des englischen Barock von Henry Purcell, bringt das Ensemble Mattiacis unter der Musikalischen Leitung von Thomas de Vries auf die Bühne. Katharina Heißenhuber, Benjamin Russell und Sharon Kempton sind u.a. im Foyer zu erleben.

Musik und Arien von Georg Friedrich Händel singt Sopranistin Simone Kermes in dem Konzert »Inferno e Paradiso« unter der Musikalischen Leitung von Gianpiero Zanocco mit dem Orchester Amici Veneziani.

Der als Puppenspieler bekannte Nikolaus Habjan ist als Kunstpfeifer mit einem extravagant besetzten Ensemble in dem Konzert »Ich pfeife auf die Oper« zu erleben. Humorvoll führt er durch das Programm voller Opernarien und Instrumentalmusik.

In »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus« spüren Nikolaus Habjan und die Franui Musicbanda im Zusammenspiel von Musik, Wort und Puppe der Symbolfigur des Wanderers, frei nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler, nach.
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ERSTE FOTOS AUS DER PREMIERE „GLAUBE UND HEIMAT von Karl Schönherr im Theater in der Josefstadt

ZUM PREMIERENBERICHT von Renate Wagner

61 FOTOS aus dieser Produktion (Barbara Zeininger) finden Sie HIER


Alexandra Krismer, Roman Schmelzer. Copyright: Barbara Zeininger


Raphael Von Bargen, Michael König. Copyright: Barbara Zeininger


Claudius von Stolzmann, Raphael Von Bargen. Copyright: Barbara Zeininger


Susanna Wiegand, Ljubisa Lupo Grujic. Copyright: Barbara Zeininger
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Warum rechnet sich „die Oper“ so schlecht?

Traurige Gedanken nach einer großartigen „Dalibor“-Vorstellung im Staatstheater Augsburg (09.02.2019)

Natürlich wissen wir alle, dass „die Oper“ eine teure Angelegenheit ist und dass sie – ohne Subventionen (egal, ob vom Staat oder von mannigfachen „Sponsoren“) – eine noch teuerere Angelegenheit wäre. Und wir wissen auch, dass sie „eine (finanzielle) Kategorie kleiner“ nicht das ist, was wir erwarten. Also kann man daran wohl nichts ändern…

Wirklich nicht?

Ein großes Orchester und ein leistungsfähiger Chor, manchmal auch noch ein kompetentes Ballett-Ensemble haben ihren Preis. Sängerinnen und Sänger im Solo-Bereich kosten viel Geld. Eine Ausstattung eines Opernabends ist aufwändig, sowohl materiell, personell und erst recht finanziell. Alles bekannt. „Früher“, als ja bekanntlich alles besser gewesen sein soll, rechnete sich „die Oper“ auch schon nicht – oft aber wirklich besser, denn das alte System war flexibler als das jetzt übliche. Man konnte den täglichen Spielplan unkomplizierter beeinflussen und Rentabilität zumindest fördern. Am heutigen System missfällt mir schon lange, dass es sich verselbständigt hat. Nicht nur Termine liegen unumstößlich fest, sondern auch Besetzungen – ergo: im Falle eines Falles (den es ja nun immer und in jedem System gibt) hat man Probleme, oft große Probleme. Dabei geht es mir jetzt nicht um die Frage, ob ein Tenor erkrankt und – aus welchen Gründen immer – nicht kurzfristig ersetzt werden kann – das gab es früher auch und hat mit dem System nichts zu tun.

Mir geht es um „die Oper“, um die Werke also, die zunächst einmal vorliegen und nicht nach einem bestimmten „System“ verlangen. Wenn ein Werk stark und gut ist, gibt es mit ihm höchstens Besetzungsprobleme, keine aber bezüglich des „Verkaufs“, soll heißen: „Tosca“ kann man immer spielen (so man sie besetzen kann), das Publikum wird ebenso die Kasse stürmen wie bei „Carmen“ oder der „Zauberflöte“ – die  jährlich erscheinende Statistik des Deutschen Bühnenvereins beweist es. Nun gibt es natürlich auch Werke, die an der Kasse „nicht von allein“ laufen – auch das ist bekannt. Es spricht für die „Opernmacher“, dass sie nicht nur „Tosca“, „Carmen“ oder „Die Zauberflöte“ spielen, sondern sich zumindest bemühen, Werke zur Diskussion zu stellen, die „keine Renner“, doch aber wertvoll sind. Die vielfältigen Bemühungen nahezu aller staatlichen Bühnen ist anerkennenswert, oft sogar von Erfolg gekrönt.

Dann aber „greift“ das „System“: „früher“ konnte man mit Hilfe eines Repertoires steuern, man war nicht gezwungen, ein Werk in einer bestimmten Frist abzuspielen, jedenfalls konnte man reagieren, falls ein neues Werk (oder eine interessante „Wiederbelebung“!) nicht oder (wider Erwarten!) vom Publikum „angenommen“ wurde und Nachfrage herrschte. Man musste sich nur von Werken trennen, die absolut nicht „ankamen“ – sie konnten im Repertoire-Betrieb schnell wieder verschwinden, ohne dass dem Theater ein nennenswerter Schaden entstanden wäre. Heute steht von vornherein fest, dass das Werk nur in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Vorstellungen bekommt – und die müssen dann stattfinden, passiere, was da wolle. Dieses „System“, bei allen künstlerischen Vorteilen, die es selbstverständlich hat, behindert die Entwicklung eines Werkes in jeder Beziehung! Ist es ein Misserfolg, bleibt man gezwungen, ihn …–mal zu widerholen; wird es ein Erfolg, den man ja jedem Werk in jedem Theater wünscht, ist seine Wirkung begrenzt, weil ja – leider! – nur sechs oder acht Aufführungen vorgesehen sind. Von Amortisierung der Herstellungskosten wird nicht nur nicht gesprochen, sie werden nicht einmal angedacht. „Und das ärgert unsere Alten“ – möchte ich mit Wagners „Meistersingern“ sagen!

Ich finde nicht alles Neue schlecht und bin auch nicht der Meinung, dass früher alles besser war – weiß Gott nicht! Aber: wenn das Staatstheater Augsburg, schon seit Jahren für einen mutigen Opernspielplan bekannt, einmal einen „Flop“ landet (wie vergangene Spielzeit bei „Prima Donna“) muss es sein Ensemble, besonders aber das Publikum dazu verurteilen, mit diesem Flop 10 Abende lang zu leben. Wenn das gleiche Institut dann aber – offensichtlich zur Überraschung aller, auch der Verantwortlichen – mit einer „Wiederentdeckung“ beim Publikum und zumindest Teilen der Presse „gut ankommt“, wie jetzt mit Smetanas sehr zu Unrecht vernachlässigter Oper „Dalibor“, dann kann es darauf keine Rücksicht nehmen, das Werk wird nach acht (!) Vorstellungen (von den geplanten neun Vorstellungen musste eine wegen plötzlicher Erkrankung „ersatzlos“ ausfallen!) abgesetzt, obwohl die Publikumsnachfrage groß ist und man sowohl für die vorletzte Vorstellung (am vergangenen Samstag) als auch für die letzte Vorstellung am 15. Februar 2019 keine Karte mehr bekam. (Übrigens: Ähnliches geschah am gleichen Ort vor einigen Jahren mit dem „Lohengrin“ und davor, unter etwas dubioseren Umständen,  mit „Tristan und Isolde“!)

Und das nenne ich vorsätzliche Verschwendung. Eine so große Oper vorzubereiten, einzustu-dieren, zu inszenieren und die technischen Voraussetzungen für die Aufführung zu schaffen, erfordert nicht nur viel Fleiß und Engagement, sondern eben auch viel Geld. Und wenn das Werk dann wieder Geld einspielen könnte, wird es abgesetzt. Das muss falsch sein, nicht nur ökonomisch, sondern auch künstlerisch!

Und so kann ich nur dem hervorragenden Augsburger Ensemble bescheinigen, dass alle an der Beschäftigung mit dem Werk „gewachsen“ sind, dass die Aufführung am 09.02.2019 eine großartige war und dazu – im ausverkauften Haus stattfand. Gern würde ich empfehlen, die Aufführung am 15.02.2019 zu besuchen – es ist zwecklos, auch sie ist bereits ausverkauft. Und dann ist eben Schluss, weil irgendwelche Verträge enden oder andere fadenscheinige Begründungen das rechtfertigen mögen. Verschwendung ist so etwas – man muss es einfach mal beim Namen nennen!

Meinen Premierenbericht im MERKER (online am 16.10.2018 und – erweitert und ergänzt –  im Heft Nr. 11/2018) schloss ich seinerzeit mit dem Satz: Ob nun die Zeit für Dalibor anbricht, wie Smetana einst meinte? Zu wünschen wär es.

Die (vorletzte) Vorstellung am 9. 2. 2018 jedenfalls war in ihrer Dichte und Konzentration der Beweis dafür, dass das Werk erschüttern und bewegen kann. Die hervorragenden  Solisten, allen voran Sally du Randt als leidenschaftliche Milada mit intensivem stimmlichen Ausdruck, Scott McAllister als stimmgewaltiger Dalibor und  Alejandro Marco-Buhrmester als nobler König mit Würde in Stimme und Spiel, die gut und sicher besetzten mittleren und kleinen Rollen (neu übrigens der Kerkermeister Benesch des Patrick Simper, der dieser schwierigen Figur ein durchaus überzeugendes Profil verlieh), Wiard Witholt als Budiwoj, Roman Poboinyi als Wietek und Jihun Cecilia Lee als Jitka, der sehr gute Augsburger Opernchor und das hervorragende Orchester, die Augsburger Philharmoniker, diesmal dirigiert von Ivan Demidov, wuchsen über sich selbst hinaus. Ergriffenheit im vollbesetzten Saal, lang anhaltender, herzlicher Applaus schon in der Pause, stärker dann noch am Ende der Vorstellung – und solch eine Aufführung verschwindet vom Spielplan? Nach acht (!) Abenden!  Unglaublich. Es gehört zum Metier Oper dazu, dass nicht nur die Künstler, sondern auch das Publikum sich ein Werk aneignen. Manchmal dauert das eine gewisse Zeit. Aber diese Zeit muss man allen eben gönnen, auch „Tosca“ war nicht sofort ein Welterfolg.

Die „teure Oper“ hat ein treues Publikum. Es schaut sich – was in anderen theatralischen Disziplinen nicht unbedingt die Regel ist – ein Werk mehrmals an, es hört sich hinein, es wächst mit ihm. Ebenso ergeht es den Künstlern – sie verabschieden sich nun von einer fruchtbaren und erfolgreichen Arbeit, ohne in Wahrheit Nutzen daraus ziehen zu können. Das ist Verschwendung von Geld und Ressourcen, ich bleibe dabei. Jedenfalls in Augsburg konnte unter diesen Umständen die Zeit für „Dalibor“ nicht anbrechen, vielleicht gelingt es ihm in Frankfurt/Main (Premiere 24.02.2019) oder in seiner Heimatstadt Prag (Premiere 27.Juni 2019).

Als ich am Theater anfing, galt eine Aufführung, die nicht wenigstens 25 Reprisen erlebte als „Flop“. Heutzutage ist man selbst an Theatern mittlerer Größe schon zufrieden, wenn man zehn Aufführungen erreicht – skandalös. So, das musste ich mal loswerden, es ärgert mich schon lange (und trifft leider nicht nur auf Augsburg zu, das sei zu dessen Ehre gesagt!) Es stimmt eben auch nicht, dass die „Alten“ immer nur meckern, weil ihnen angeblich die Inszenierungen nicht gefallen, sie meckern, weil sich Dinge verändert haben, die dem Metier schaden!

Werner P. Seiferth
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WIEN/ THEATER DIE NEUE TRIBÜNE in Cafe Landtmann

Anbei zwei interesante Veranstaltungen von Karl Farkas und Felix Mitterer.

BEST OF DOPPELCONFERENCEN

Die beiden Schauspieler Victor Kautsch und Alexander Riff schlüpfen in den Rollen von Karl Farkas und Ernst Waldbrunn.
Einer ist der Gescheite, der andere der Blöde.
Es geht , wie sollte es anders sein, um Weltbewegendes.

Schau`n Sie sich das an!

Zum Fasching Ausklang

Am 1. März und 2. März 2019, Beginn 20.00 h.

Theater DIE NEUE TRIBÜNE im Cafe Landtmann Universitätsring 4

1010 Wien

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BESUCHZEIT von Felix Mitterer

„Besuchszeit“ spielt im Altersheim, im Gefängnis und im Krankenhaus.

In diesen Endstationen der Gesellschaft vegetieren die Abgeschobenen, Eingeschlossenen und Hilflosen ohnmächtig und perspektivlos in einem Vakuum aus Kälte und Ignoranz zwischen trauriger Vergangenheit und trostloser Zukunft dahin.

Aber auch die Besucher dieser Randexistenzen sind Gefangene ihrer eigenen Gedanken und Opfer gesellschaftlicher Konventionen und Mechanismen, denen sie ausgeliefert sind. Ihr Besuch ist für die Betroffenen nur ein aufflackernder Augenblick, ein stillstehender, verzweifelter Moment zwischen den Zeiten in der Leere ihres Restdaseins.

Mit: Beatrix Czerny-Scheucher, Aline Dreyer; Horst Piller und Karl Schleinzer.

Regie: Pani Stamatopolos
Raum: Franz Basdera
Musik: Ronald Bergmayr

Am 27. März und 29. März 2019, Beginn 20.00 h.

Theater DIE NEUE TRIBÜNE im Cafe Landtmann.
Universitätsring 4
1010 Wien

Karten unter 0664 24 60 560 oder stamatopolos@gmx.at und an der Abendkassa
liebe Grüße, Pani Stamatopolos und sein Team

 

 

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