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Die internationale Kulturplattform

DIE MONTAG-PRESSE (12. NOVEMBER 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MONTAG-PRESSE – 12. NOVEMBER 2018

Berlin/“Konzertgänger in Berlin“
Schattendinglich: „Die Sache Makropulos“ an der Deutschen Oper
Drei, zwei, eins – keins, nevermore, nie wieder: Wiederaufnahme der Sache Makropulos von Leoš Janáček an der Deutschen Oper Berlin, noch zwei Vorstellungen gibts bis zur Derniere am 22. November. Dreieinhalb Jahre waren das seit der Premiere, ein Hundertstel der Zeitspanne, die diese Oper umspannt: ein packendes Werk über das Entsetzen der Unsterblichkeit oder, denk pink, übers Glück der Sterblichkeit.
https://hundert11.net/schattendinglich/

Wien/ Staatsballett in der Staatsoper
Ballett „Sylvia“ an der Staatsoper: Fantasy mit ambivalenter Frauenfigur
Die Premiere der zweiten Choreografie von Staatsballett-Direktor Manuel Legris wurde zu einem großen Publikumserfolg –
https://derstandard.at/2000091075984/Sylvia-an-der-Staatsoper-BallettFantasy-des-19-Jahrhunderts
Sylvia – der goldene Traum von einem Ballett
Die Presse

Dirigent Welser-Möst: „Die Weltordnung gerät ins Wanken“
Der Dirigent über das Philharmoniker-Friedenskonzert in Versailles, das Silicon Valley, Humanismus und die Politik.
Kurier

Energiebündel Dudamel mit den Berliner Philharmonikern auf Asien-Tour
Hamburger Abendblatt

Hamburg/ Elbphilharmonie
Wie ein akuter Thriller: Theater, das unter die Haut geht
Der Komponist Sir George Benjamin selbst dirigiert im Großen Saal der Elbphilharmonie „Written on Skin“. Das Publikum jubelt.
https://www.abendblatt.de/kultur-live/

Wien/ Musikverein
Musik, zum Wahnsinnigwerden
Philippe Jordan stellte zum Berlioz-Jahr endlich einmal die viel gespielte Symphonie fantastique ihrem Schwesterwerk „Lélio ou Le retour à la vie“ gegenüber.
https://diepresse.com/home/kultur/klassik/5528205/Musik-zum-Wahnsinnigwerden

Salzburg
Bachler oder Thielemann: Es kann zu Ostern nur einen geben
Wären die beiden beste Freunde, es würde schon ob der Festivalstruktur für zwei ihres Formats nicht ausreichend Platz geben. Dem ist aber nicht der Fall –
Der Standard

Weimar
Fulminat“: Anton Yashkin gewinnt Klavierwettbewerb in Weimar
Hamburger Abendblatt

Interview
„Umgeben von Brex-Shitters“
Nigel Kennedy über Yehudi Menuhins Tee und Stéphane Grappellis Brandy, die offene Musikwelt und den engherzigen Brexit.
Wiener Zeitung

Musikgeschichte
Abseits der Konventionen
Der italienische Komponist Gioachino Rossini schrieb mit seinem Stil Operngeschichte. Am 13. November jährt sich sein Todestag zum 150. Mal.
Wiener Zeitung

Junge Pianisten: Leidenschaft und Ekstase
Zwei Pianisten ringen elegant um Perfektion ganz unterschiedlicher Art: Nuron Mukumi greift nach Franz Liszt, Daniil Trifonov schärft weiter sein Rachmaninoff-Bild.
Der Spiegel

London
La Bayadère review – moonlit heights from Nuñez and co
The Guardian

New York
Review: Hungarian National Ballet Opens With a Stale “Swan Lake’
The New York Times

Genre-crossing opera about border conflict a timely work in progress
http://newyorkclassicalreview.com/2018/11/genre-crossing-opera-about-border

Boston
“Le Médecin malgré lui ”:Gounod/Molière Comedy Delights
https://www.classical-scene.com/2018/11/10/gounod-moliere-doctor/

Uneven “Audubon” premiere fails to take wing with Chorus Pro Musica
James Kallembach’s oratorio “Audubon” was given its world premiere by Chorus Pro Musica Friday night at Jordan Hall.
http://bostonclassicalreview.com/2018/11/uneven-audubon-premiere-fails-to-take

Russian favorites soar with Nelsons, Boston Symphony
http://bostonclassicalreview.com/2018/11/russian-favorites-soar-with-nelsons

Chicago
Muti, CSO turn tragedy into spiritual transcendence with Verdi “Requiem”
http://chicagoclassicalreview.com/2018/11/muti-cso-turn-tragedy-into-spiritual

Sydney
Spartacus ballet review (Sydney Opera House)
https://dailyreview.com.au/spartacus-ballet-review/79165/

Ton- und Bildträger
Verdi: Otello (Jonas Kaufmann, Royal Opera House/Pappano)
https://www.limelightmagazine.com.au/reviews/verdi-otello-jonas-kaufmann-royal

Musical

München/ Deutsches Theater
Voll verdudelt: Der Medicus
Unter Marc Schubing wird aus Noah Gordons „Medicus“ am Deutschen Theater ein Historien-Schlamassel
https://www.sueddeutsche.de/kultur/musical-voll-verdudelt-1.4206660

Sprechtheater

Wien/ Theater in der Josefstadt
Regisseurin Mateja Koleznik: Archäologin der Emotion
Die Slowenin bringt dem deutschsprachigen Theater das Gefühl neu bei. Ihr verdichtetes Schauspielertheater macht auch in Wien Furore – derstandard.at/2000091006633/Regisseurin-Mateja-Koleznik-Archaeologin-der-Emotion
Der Standard

Hamburg/ Thaliatheater
Appell an Theatermacher: „Nehmen Sie keine Rücksicht!“
Mit einem Festakt feierte das Thalia Theater 175 Jahre. In den Jubiläumsreden ging es auch um die Verantwortung der Kunst.
Hamburger Abendblatt

Wien/ Kammerspiele
„Acht Frauen“ – und jede kann eine Mörderin sein
In den Wiener Kammerspielen zelebriert Herbert Föttinger die rein weibliche Komödie von Robert Thomas.
Die Presse

Zürich
Dialektik für Kids im Schauspielhaus Zürich: «Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch»
Zupackend und politisch, mitunter auch politisch daneben, adaptiert Christina Rast am Schauspielhaus Zürich Michael Endes Kinderbuch als Familienstück frei von erzieherischem Übereifer.
Neue Zürcher Zeitung

Literatur/ Buch

Basel
Peter Stamm erhält den Schweizer Buchpreis 2018
«Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt» – mit diesem Roman gewinnt der international erfolgreiche Autor Peter Stamm den Schweizer Buchpreis 2018. Dieser wurde am Sonntag im Rahmen des Literaturfestivals Buch Basel verliehen.
Neue Zürcher Zeitung

Ausstellungen/ Kunst

Abu Dhabi
Kein „Salvator Mundi“
Louvre Abu Dhabi mit einer Million Besucher
Hamburger Abendblatt
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Unter’m Strich

Württemberg
Nach „Fall Freiburg“: Grüner Landeschef warnt vor „jungen Männerhorden“
Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, ist mit Äußerungen zum Umgang mit Flüchtlingen auf Widerspruch gestoßen. Er hatte sich in einem Interview dafür ausgesprochen, künftig „junge Männerhorden“ aus Sicherheitsgründen aus Großstädten fernzuhalten. Der Gedanke, einige in die „Pampa“ zu schicken, sei „nicht falsch“, sagte Kretschmann der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“. „Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden.“ Die Führung der deutschen Grünen ging am Wochenende auf Distanz zur Wortwahl Kretschmanns.
https://www.krone.at/1806781

Waizenkirchen/ Oberösterreich: 22 jähriger wird Bürgermeister
Fabian Grüneis wurde im ersten Wahlgang gewählt. Er ist damit der wohl jüngsten Bürgermeister Österreichs.“ Stolz konnte ÖVP-Obmann von Waizenkirchen im Bezirk Grieskirchen, Klaus Schatzl, den Sieg des Jungkandidaten Grüneis bei der sonntägigen Bürgermeisterwahl verkünden.
Oberösterreichische Nachrichten

Fußball Österreich
Salzburg ringt im Finish Austria nieder
Der Standard

INFOS DES TAGES (MONTAG, 12. NOVEMBER 2018)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 12. NOVEMBER 2018)

NEU EINGETROFFENE KRITIKEN:

GRAZ: SALOME von Richard Strauss- Biblische Blutspuren. Premiere am 10.11.2018

Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele hatte es als absolut großartig gefunden, dass Romeo Castellucci eine „Salome“ ohne einen Tropfen Blut machen wollte, eine „Vermeidung von allem Plakativen“. Florentine Klepper, die Regisseurin in Graz war einer solchen Vermeidung aus dem Weg gegangen: Statt des Kopfs des Jochanaan wird der Königstochter für ihren Schlussgesang gleich der ganze blutüberströmten Körper des toten Propheten hingeworfen, auf welchem diese sich sodann, von Linnen umhüllt, ihrer Sehnsucht nach den toten Lippen mit ihrem ganzen Körper hingab.

Salome Johanni van Oostrom, Thomas Gazeli als Jochanaan, Pavel Petrov mit Kamera als Narraboth Foto:W.Kmetitsch

Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele hatte es als absolut großartig gefunden, dass Romeo Castellucci eine „Salome“ ohne einen Tropfen Blut machen wollte, eine „Vermeidung von allem Plakativen“. Florentine Klepper, die Regisseurin in Graz war einer solchen Vermeidung aus dem Weg gegangen: Statt des Kopfs des Jochanaan wird der Königstochter für ihren Schlussgesang gleich der ganze blutüberströmten Körper des toten Propheten hingeworfen, auf welchem diese sich sodann, von Linnen umhüllt, ihrer Sehnsucht nach den toten Lippen mit ihrem ganzen Körper hingab…

…Und wenn das Geheimnis der Liebe – laut Originaltext – größer als das Geheimnis des Todes ist, so stecken aber die letzten Geheimnisse der Regie wie immer auch diesmal im Programmheft und nicht in der Logik der Bühne…

Zum Premierenbericht von Peter Skorepa

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WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: Léo Delibes: »SYLVIA«. Premiere am 10.11.2018

»Sylvia«: Mihail Sosnovschi (Eros) mit den beiden Jägerinnen (Alice Firenze, links, und Ioanna Avraam) © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor
Sylvia«: Mihail Sosnovschi (Eros) mit den beiden Jägerinnen (Alice Firenze, links, und Ioanna Avraam). Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Ein großes Geschenk. Am gestrigen Abend feierte das Wiener Staatsballett die Première von Sylvia zur Musik von Léo Delibes in der Choreographie von Manuel Legris nach Louis Mérante. Nach Les Troyens im vergangenen Monat konnte das Haus am Ring gleich noch einmal einen großen Erfolg verbuchen.

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=20ECB610-E4F3-11E8-A0A5005056A62983 (Ulrike Klein)

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INNSBRUCK: THE FALL OF THE HOUSE OF USHER. Premiere am 10.11.2018


A.-Avedissian-A.-M.-Kalesidis-D.-Albright-J.-Jurgens. Copyright: Rupert Larl

Nun hält das Grauen Einzug in die Kammerspiele des TLT. Philip Glass‘ 1987 uraufgeführte Oper „The fall of the house of Usher“ nach Edgar Allan Poe’s gleichnamiger „Shortstory“, die von Inzest, Wahnsinn und Tod im Hause der adeligen englischen Familie Usher handelt, beeindruckte das Premierenpublikum nachhaltig. Eine enorm dichte, spannende Regie (Johannes Reitmeier), die atmosphärisch düstere Bühnengestaltung von Michael D. Zimmermann, Markus Braunhofers prächtige, zeitgemässe Kostüme, das (anfänglich zu laut aufspielende) sich mit dem typischen Glass-Stil erstaunlich vertraut gebende Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, von Seokwon Hong souverän geleitet, sowie vor allem das großartige Sängerdarstellerquartett sorgten für atemlose Spannung während und grenzenlose Begeisterung am Ende der Vorstellung…

Zum Premierenbericht von Dietmar Plattner
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CHEMNITZ: SIEGFRIED. Vorstellung am 10.11. 2018

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Mime und der Wanderer tafeln opulent . Foto: Nasser Hashemi   

Nachdem in der Staatsoper Stuttgart und im Badischen Staatstheater Karlsruhe der “Ring” von unterschiedlichen männlichen Regisseuren in Szene gesetzt wurde, war es an der Zeit, dieses Projekt in die Hände von Frauen zu geben. Nach der Götterdämmerung wird man erfahren, ob das Konzept ein erfolgreiches Ende gefunden hat…

Zum Bericht von Franz Roos

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WIEN/ Volksoper: DIE RÄUBER von Giuseppe Verdi. Vorstellung am 10.11.2018


Kurt Rydl als Maximilian. Copyright: Barbara Palffy/ Volksoper

Wieder am Spielplan der Volksoper, „I masnadieri“ „Die Räuber“ nach Schiller von Giuseppe Verdi. Verdi kam musikalisch infolge der holprigen Übersetzung der italienischen auf die deutsche Sprache eindeutig zu kurz…

Zum Bericht von Elena Habermann
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STUTTGART: GASTSPIEL DES BÈJART-BALLET LAUSANNE am 10.11. 2018


Finale Ensemble-Wirkung in „Béjart fete Maurice: Copyright: Lauren Pasche

Zum Bericht von Udo Klebes

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ERFURT: Ballett GISELLE  von Adolphe Adam/ Premiere 10.11.18

Giselle als getanztes Innenleben einer Betrogenen


Daria Suzi als Giselle und Filip Kwacak als Albrecht. Copyright: Ronny Ristok

Um es gleich vorweg zu sagen, Silvana Schröder erfindet ihre eigene Geschichte zur Musik von Adolphe Adam und weicht damit stark von der ursprünglichen Giselle-Geschichte ab. Sie entwickelt eine eigene Story und auch eine eigene Choreographie.

Zum Bericht von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

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OBERHAUSEN/ Metronom-Theater BAT OUT OF HELL- Musical von Jim Steinman (8.11.)

Deutschlandpremiere: 08.11.2018


Copyright: Stage Entertainment

In Oberhausen fliegen wieder die Fledermäuse durch das Stage Metronom Theater am Centro. Nein, es ist nicht der Dauerbrenner „Tanz der Vampire“ der hier für ein erneutes Gastspiel zu sehen ist. In dem seit dem Jahr 2005 zum Musicalkonzern Stage Entertainment gehörenden Theater fand in der vergangenen Woche die deutschsprachige Uraufführung von Jim Steinman´s „Bat out of Hell“ statt. Diente das schöne Theater bisher vor allem als Spielstätte großer Musicals, die bereits an anderen Orten in Deutschland entsprechende Erfolge feiern konnten, durfte hier nun erstmals seit vielen Jahren wieder eine Deutschlandpremiere gefeiert werden. Und die hatte es wahrlich in sich.

https://www.deropernfreund.de/oberhausen.html

Markus Lamers (www.deropernfreund.de)

PS.: „Opernfreund“ Peter Bilsing, der oft „mit seiner Maschin“ unterwegs ist, legt auf die Feststellung wert, dass er bei diesem Spektakel nicht mitgewirkt hat – auch wenn ihn einige zu erkennen glauben.


“ Der Wilde auf seiner Maschin“: Peter Bilsing

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WIENER STAATSOPER/ Staatsballett: Premiere „SYLVIA“ am 10.11. (Erste Fotos)

Zum Premierenbericht von Meinhard Rüdenauer

Zum Premierenbericht von Ulrike Klein


Denys Chrevychko und Nikisha Fogo. Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor


Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

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RHEINISCHES LANDESTHEATER NEUSS: Weltuntergangsrevue

RLT Neuss – UA-Premiere am 10.11.18
Braucht der Mensch eine neue Erde – oder braucht die Erde einen neuen Menschen?

Die Collage aus musikalischen Bildern, verblüffenden Thesen, Texten und Songs über hunderttausend Jahre Menschheitsgeschichte an einem einzigen kurzen Abend – so viel gleich vorweg – ist gelungen und wurde vom Premierenpublikum geradezu furios mit etlichen schon fast Bayreuth-würdigen Vorhängen eine gute Viertelstunde mehr als bejubelt. So etwas erlebt man als urtümlicher Opernkritiker im Sprechtheater absolut selten.

https://www.deropernfreund.de/neuss-rlt.html

Der Rezensent kann sich am Ende dem begeisterten Premierenpublikum im uneingeschränkten Jubel nur anschließen. Bitte hinfahren!

Peter Bilsing 11.11.2018
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ORF2: „kulturMontag“ zum Gedenkjahr : „European Balcony Project“, Weimarer Lehren, „New European Songbook – War & Peace“

 Außerdem: „#Female Pleasure“ über Befreiung der Frau =

Bildergebnis für orf

Wien (OTS) – Clarissa Stadler präsentiert am 12. November 2018 ab 22.40 Uhr in ORF 2 einen „kulturMontag“ im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts „1918 – Die Geburt der Republik“. So ist Schriftsteller Robert Menasse anlässlich seines „European Balcony Project“ zu Gast im Studio, bei dem an mehr als 120 Orten in ganz Europa, u a. in Theatern und Kulturinstitutionen, die „Europäische Republik“ ausgerufen wird. Mit den Lehren aus der Weimarer Republik befassen sich Historiker, Antisemitismusforscher und Gesellschafts-Wissenschafter in einem weiteren Beitrag. Und: Unter dem Titel „New European Songbook 2018 – War & Peace“ steht eine Dokumentation über ein musikalisches ORF-EBU-Projekt auf dem Programm, bei dem europäische Künstlerinnen und Künstler aufgefordert waren, sich musikalisch mit der Thematik Krieg und Frieden auseinanderzusetzen. Für Österreich steuerte die Band Cari Cari einen Song bei. Außerdem befasst sich die Kultursendung anlässlich des neuen Kinofilms „#Female Pleasure“ mit der Unterdrückung der weiblichen Lust in unterschiedlichen Gesellschaften.

Zwischen Wien, Berlin und Weimar – Künstlerinnen und Künstler rufen die Republik Europa aus

„Stell dir vor, Europa geht unter und keinen interessiert‘s“ – in Anlehnung an das berühmte Zitat „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“, das fälschlicherweise dem deutschen Dichter Bert Brecht zugeschrieben wird, sorgen die renommierte Politologin Ulrike Guérot und der österreichische Schriftsteller Robert Menasse mit ihrem ebenso eindringlichen wie provokanten Slogan für jede Menge Aufmerksamkeit. Um nichts weniger als den Zustand Europas geht es den beiden Initiatoren in ihrem großangelegten „European Balcony Project“. Für Robert Menasse, Ulrike Guérot und den Dritten im Bunde, den Schweizer Regisseur Milo Rau, ist es Zeit zu handeln. „Wollen wir die Zukunft gestalten oder sie erleiden?“ fragt sich das „Trio Infernale“ und ruft am 10. November um exakt 16.00 quer durch die alte Welt die „Republik Europa“ aus. An mindestens 120 Orten zwischen Wien und Weimar, Berlin und Budapest, zwischen Lissabon und Ljubljana proklamieren Künstler/innen und Kulturschaffende zeitgleich das Manifest. Robert Menasse ist live zu Gast im Studio.

Die Lehren von Weimar – Spuken die alten Geister wieder?

Die ersten beiden Staffeln der TV-Serie „Babylon Berlin“ führten das Fernsehpublikum zurück in die Weimarer Republik, wenige Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Schon 1929 waren die Zeichen unübersehbar: Der Faschismus machte sich auf den Straßen breit, die Gesellschaft radikalisierte sich, nationalistische Parteien hatten an Zulauf gewonnen. Als es zur Erosion der Weltordnung gekommen war, schien innenpolitische Zusammenarbeit nur von geringem Nutzen zu sein, dafür war extremistische Rhetorik opportun. Heute warnen Experten davor, dass sich Geschichte wiederholen könnte. Lässt sich diese Epoche, die Ende der 1920er begonnen hatte, mit heute vergleichen? Historiker, Antisemitismusforscher und Gesellschafts-Wissenschafter über die Lehren aus der Weimarer Republik.

Neuer Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ – Die Befreiung der Frau“

Fünf Frauen, fünf Weltreligionen, ein Thema: die weibliche Sexualität. In ihrem neuen Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ befasst sich die Schweizer Regisseurin Barbara Miller anhand der Porträts außergewöhnlicher Frauenpersönlichkeiten mit der Unterdrückung der weiblichen Lust in unterschiedlichen Gesellschaften. Fünf Aktivistinnen von verschiedenen Kontinenten setzen sich für die sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung der Frau ein und kämpfen gegen patriarchalische Strukturen und für Gleichberechtigung. Die jüdische New Yorker Autorin Deborah Feldman, die gegen weibliche Genitalverstümmelung eintretende Somalierin Leyla Hussein, die japanische Bildhauerin und Manga-Künstlerin Megumi Igarashi, die frühere Nonne Doris Wagner und die für Liebesheirat kämpfende indische Aktivistin Vithika Yadav brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren oft archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Der „kulturMontag“ stellt den beim Filmfestival in Locarno ausgezeichneten Film vor.

Dokumentation „New European Songbook 2018 – War & Peace“ (23.25 Uhr)

Nach den erfolgreichen Projekten „Songbook – Klassisches Lied trifft Videoclip“ (2015), „New Shakespeare Songbook“ (2016) und „New European Songbook“ (2017) – zuletzt mit Conchita und der syrischen Band Basalt – setzt der ORF seine völkerverbindenden Kulturinitiativen auch 2018 fort. Das Motto des diesjährigen EBU-Projekts ganz im Zeichen des Gedenkjahrs 2018 lautet „Krieg und Frieden“. Heimische Künstler/innen waren aufgefordert, sich musikalisch mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Österreichs Beitrag kommt heuer vom österreichischen Indie-Rock-Duo Cari Cari, das den Song „Dark Was the Night, Cold Was the Ground“ beisteuert. Die zu den Liedern neu entstandenen Videoclips wurden gemeinsam mit Background-Storys und Interviews unter der Regie von Torstein Vegheim zu einer Dokumentation verflochten und zeugen einmal mehr von der Vielfalt der europäischen Musiklandschaft. Für den österreichischen Video-Clip zeichnet Regisseurin Luzi Katamay verantwortlich.

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DIE SONNTAG-PRESSE (11. NOVEMBER 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SONNTAG-PRESSE – 11. NOVEMBER 2018

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: Pizzicato im Märchenwald verzückt Wien
Auch mit seiner zweiten abendfüllenden, sehr historisch angelegten Choreografie konnte Staatsopern-Ballettchef Manuel Legris gestern Abend das Publikum in Wien an der Staatsoper in seinen Bann ziehen.
https://orf.at/stories/3100252/

Salzburg
„Wir vergraulen Thielemann nicht!“
Die Osterfestspiele Salzburg sollen wieder auf Kurs gebracht werden.
Salzburger Nachrichten

Wien/ Staatsoper
„Die Weiden“-Komponist Staud: „Ich hoffe auf offene Ohren“
Am 8. Dezember ist an der Wiener Staatsoper nach langer Zeit erstmals wieder eine Uraufführung zu erleben – das Auftragswerk „Die Weiden“ von Komponist Johannes Maria Staud und Librettist Durs Grünbein. In einer Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage Europas, mit der dunklen Seite der deutschen Romantik, unternehmen beide bei ihrem dritten gemeinsamen Werk ein mystische Reise entlang der Donau.
https://www.vol.at/die-weiden-komponist-staud-ich-hoffe-auf-offene-ohren/5990579

Berlin/ Deutsche Oper
Wiederaufnahme von Janáčeks unheimlichem Spätwerk Die Sache Makropulos an der Deutschen Oper Berlin
Die Zeiten, da es Evelyn Herlitzius‘ wunderbar flexiblen Sopran streifen- und knitterfrei gab, sind lange vorbei. Aber als hochdramatische Emilia Marty liefert Herlitzius einmal mehr ein packend präzises und messerscharfes Porträt dieser unheimlichsten aller Opernfiguren Janáčeks. Auch die weiteren Rollen sind Deutsche-Oper-typisch äußerst ansprechend besetzt. David Hermanns zwei Jahre alte Inszenierung wirkt dagegen wie ein Janáček-Versuchsballon, dem auf halber Höhe die Luft ausgeht. Am Pult steht der Makropulos-erfahrene Marko Letonja. 
Opern&KonzertkritikBerlin/Klassikblog

„Konzertgänger in Berlin“
Sehn(en)ziehend: DSO und Ticciati mit Berlioz“ „Roméo et Juliette“. Berlioz, entfunkt, dafür bewischmopt
Merkwürdiger Fall eines Konzerts, an dem eigentlich nichts schlecht ist, aber sich der Funke nicht finden will, der das Ganze entzündet. Und wenn der fehlt, kann einem Hector Berlioz“ Roméo et Juliette ganz schön lang werden. Selbst wenn das Deutsche Symphonie-Orchester unter seinem Chefdirigenten Robin Ticciati spielt. Liegts an den Musikern? Vielleicht am Hörer? Oder gar an … Berlioz?
https://hundert11.net/sehnziehend/

München/ Gärtnerplatztheater
„Wiener Blut“. Überall „Herzblut“: Hingabe und Enthusiasmus auf der Bühne und im Auditorium
https://onlinemerker.com/muenchen-gaertnerplatztheater-wiener-blut-spielzeitpremiere/

Zürich
Serebrennikovs Mozart-Regie: „Cosi fan tutte“ in ZürichProben ohne Regisseur
Christian Gampert im Gespräch mit Britta Bürger
DeutschlandfunkKultur

Wien/ Musikverein
Sternstunden im Wiener Musikverein.Zwei Franzosen und eine Georgierin werben für kammermusikalische Abende…
Selten sieht und hört man ein Klaviertrio im Großen Saals des Musikvereins Wien, doch am 5. November 2018 war es soweit. Die Namen sind zu groß und zu preisgekrönt, um sie in einem der kleineren Säle auftreten zu lassen. Allen voran der Cellist in Residence Gautier Capuçon – nicht zu verwechseln mit seinem älteren Bruder, dem Violinisten Renaud Capuçon! Als Gaststar wurde die georgische Violinistin und Echo-Klassik-Preisträgern Lisa Batiashvili mit ins Boot geholt – wiederum nicht zu verwechseln mit der georgischen Pianistin Buniatishvili. Und an der Spitze des „Dreirads“: der französische Pianist Jean-Yves Thibaudet – sein Name sollte relativ unverwechselbar sein im Klassikbetrieb, der Pianist Alexandre Tharaud kommt ihm namentlich eventuell ein wenig nahe. Doch genug der Namensspielereien… Das Programm war abwechslungsreich.
Julian Dworak berichtet aus dem Goldenen Saal des Musikvereins Wien.
Klassik-begeistert

Wien
Philharmonische Botschaften
Wiens Meisterorchester erinnert unter Franz Welser-Möst in Paris an das Ende des Ersten Weltkriegs – und reist danach nach Fernost.
https://diepresse.com/home/kultur/klassik/5527604/Philharmonische-Botschaften

Berlin/Neuköllner Oper
Der Diktator“ in Neuköllner Oper: Starker Mann, wackeliger Boden
Die Neuköllner Oper zeigt Ernst Kreneks selten gespieltes Stück „Der Diktator
Tagesspiegel

Leipzig
Igor Levit tritt beim Europa-Parteitag der Grünen auf: „Ich bin einfach Bürger“
Bündnis 90/Die Grünen haben am Freitag den Pianisten Igor Levit als Gast zu ihrem dreitägigen Parteitag in Leipzig eingeladen, auf dem sie ihre Kandidaten für die Wahl des EU-Parlaments im Mai 2019 bestimmen und ihr Wahlprogramm verabschieden. Levit spielte Beethovens „Ode an die Freude“, die Europahymne, und hatte eine klare Botschaft dabei.
BR-Klassik

London
The week in classical: Così fan tutte; Testament; Maudite soit la guerre – review
The Guardian

Glyndebourne
Fiona Shaw’s Cendrillon casts a spell: Glyndebourne Tour 2018
http://www.operatoday.com/content/2018/11/fiona_shaws_cen.php

New York
A revival of Robert Carsen’s production of Mefistofele at the Metropolitan Opera, New York
https://www.ft.com/content/55c78bb2-e412-11e8-a8a0-99b2e340ffeb

Review: “Mefistofele’ at the Met Opera Is a Devil That Dances
The New York Times

Houston
Opera in the Heights‘ Production of Cosi fan tutte is Filled With Bounce, Charm and Great Music
https://www.houstonpress.com/arts/things-to-do-a-review

Los Angeles
Tanz
Bill T. Jones/Arnie Zane Company Tackles Marathon 7-Hour Performance
bachtrack

Melbourne
Giacomo Puccini: La bohème
Maija Kovalevska, (Mimì), Yosep Kang (Rodolfo)
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=13438

Feuilleton
Opera Quiz: Baroque Or Bel Canto? French Or German? Which Opera Style Suits You Best?
http://operawire.com/opera-quiz-baroque-or-bel-canto-french-or-german

CD
Neue Klassik-Veröffentlichungen: Wie sich Schubert weiterdenken lässt
DeutschlandfunkKultur

Filmmusik

Filmkomponist Ennio Morricone: Komplize des Kinos
Er hat Neue Musik studiert und Free Jazz gespielt. Er hat gezeigt, dass alles Musik sein kann, was Geräusche macht. Dem Italo-Western gab er seinen Klang. Zum neunzigsten Geburtstag von Ennio Morricone.
Frankfurter Allgemeine

Sprechtheater

Das alte BURGTHEATER-DEUTSCH würde heute keiner mehr aushalten
Bühnensprache: Das Pathos war der darstellenden Kunst in die Wiege gelegt. Feierliche Ergriffenheit hat sicherlich ihren Sinn, aber auch das natürliche Sprechen bringt Vorteile.
Die Presse

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Unter’m Strich

Österreich
Waagner-Biro Insolvenz: Weitere 40 Jobs weg!
Nachdem bereits Ende Oktober mehr als 100 Mitarbeiter des Wiener Stahlbaukonzerns Waagner-Biro erfahren hatten, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren werden, erreichte die Belegschaft am Freitag eine neue Hiobsbotschaft: Bei dem traditionsreichen Anlagenbauer gibt es eine weitere Pleite, denn auch die Brückenbau-Sparte hat ein Insolvenzverfahren beantragt. 40 Beschäftige wurden zur Kündigung angemeldet.
https://www.krone.at/1805922

Österreich/ „Migrations-Pakt“
Nur 29% dagegen: Klare Mehrheit für Ausstieg aus UNO-Migrationspakt
Österreichs Austritt aus dem „Globalen Pakt für sichere, geordnete und geregelte Migration“, kurz UN-Migrationspakt, hat für eine heiße Debatte gesorgt. Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, befürwortet knapp die Hälfte der Österreicher (exakt 49 Prozent) die Entscheidung
https://www.krone.at/1806350

Österreich
Passt das Kleid von Conchita Wurst in das „Haus der Geschichte“?
https://www.krone.at/1806419

Fußball/ Deutschland
Bayern nach Pleite bei BVB: „Können Tabelle lesen“
Der FC Bayern München ist nach der 2:3-Niederlage im Spektakel gegen Borussia Dortmund „not amused“.
Obwohl das Team laut Trainer Niko Kovac die beste Leistung seit dem Spiel gegen Schalke bot, verließ der Rekordmeister das Stadion des Erzrivalen mit leeren Händen.
Dortmund ringt Bayern in irrem „Clasico“ nieder
Der Westen

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 11. NOVEMBER 2018)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 11. NOVEMBER 2018

Nikisha Fogo zur Ersten Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt


Nikisha Fogo (auf dem Foto mit Mihail Sosnovshi)  bei der Probenarbeit zu „Sylvia“. Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Im Anschluss an die gestrige, 10. November 2018, vom Publikum mit 20minütigem Jubel und Standing Ovations bedachte Premiere von Sylvia – Ballettdirektor Manuel Legris’ zweiter abendfüllender Choreographie für das Wiener Staatsballett – haben Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Manuel Legris Nikisha Fogo auf offener Bühne zur Ersten Solotänzerin der Compagnie ernannt. Die aus Schweden stammende Tänzerin brillierte an diesem Abend in der Titelpartie der Neuproduktion.

Nikisha Fogo wird noch am 12. November 2018 die Sylvia tanzen – u. a. neben Denys Cherevychko als Aminta und Davide Dato als Orion; in den Vorstellungen von Sylvia am 13. und 17. November sind Olga Esina in der Titelpartie, Jakob Feyferlik als Aminta und Robert Gabdullin bzw. Vladimir Shishov (17. November) als Orion zu erleben. Die letzten Vorstellungen der Serie am 24. und 28. November gestalten Kiyoka Hashimoto als Sylvia, Masayu Kimoto als Aminta und Robert Gabdullin als Orion. Weitere Vorstellungen der Neuproduktion stehen am 17., 19., 24. und 26. Jänner 2019 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper.

Nikisha Fogo, Erste Solotänzerin des Wiener Staatsballetts

Geboren in Stockholm (Schweden). Sie erhielt ihre Ausbildung an der Kungliga Svenska Balettskolan und der Royal Ballet School in London. 2013 wurde sie Mitglied des Wiener Staatsballetts, 2015 wurde sie zur Halbsolistin ernannt. 2016 erfolgte ihr Avancement zur Solotänzerin und 2018 zur Ersten Solotänzerin.

Zu ihren wichtigsten Rollen zählen die Titelpartie von Manuel Legris’ Sylvia, Kitris Freundin und Amor in Rudolf Nurejews Don Quixote, Gefährtin des Prinzen, Kleiner Schwan und Ungarischer Tanz (Solistin) in Nurejews Schwanense, Solo-Schneeflocke in Nurejews Der Nussknacker, Clémence in Nurejews Raymonda, Olga in John Crankos Onegin, Freundin in Frederick Ashtons La Fille mal gardée, Odaliske in Manuel Legris’ Le Corsaire, Zigeunerin in Michael Corders Die Schneekönigin, George Balanchines Pas de deux Tarantella und Stars and Stripes, Schatten der Marie Antoinette in Patrick de Banas Marie Antoinette, Ein Bauernpaar in Elena Tschernischovas Giselle, Die Frau in Grün und Anitra, Tochter eines Beduinen-Häuptlings, in Edward Clugs Peer Gynt sowie Partien in Balanchines Allegro Brillante und Thema und Variationen (Hauptpaar), William Forsythes The Second Detail, Alexander Ekmans Cacti, Patrick de Banas Creatures, Jiří Bubeníčeks Le Souffle de l’esprit, John Neumeiers Le Sacre, Verklungene Feste und Bach Suite III, Kenneth MacMillans Concerto und Wayne McGregors EDEN|EDEN. Rollen kreierte sie in András Lukács’ Movements to Stravinsky (2. Paar) und in Andrey Kaydanovskiys Der Feuervogel (Putzfrau).

Auszeichnungen: Bei den Wettbewerben Stora Daldansen in Falun und beim Ballettwettbewerb in Grasse (Frankreich) erhielt sie 2010 jeweils einen 1. Preis.

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STAATSOPER BERLIN: BAROCKTAGE-Premiere am 25. November: Jean-Philippe Rameaus HIPPOLYTE ET ARICIE in der Regie von Aletta Collins, unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle und mit Olafur Eliasson als Bühnen- und Kostümbildner sowie Lichtgestalter

Barocktage 2018/Staatsoper Unter den Linden @ Staatsoper Unter den Linden, Berlin [vom 1. bis 2. Dezember]
Copyright: Staatsoper Berlin

Als Herzstück der BAROCKTAGE, die in diesem Jahr erstmals stattfinden, feiert am 25. November HIPPOLYTE ET ARICIE Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Zum ersten Mal überhaupt kommt damit an der Staatsoper ein Werk von Jean-Philippe Rameau auf die Bühne – in der Regie von Aletta Collins und unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle, der sein Debüt mit dem Freiburger Barockorchester gibt. Als Bühnen- und Kostümbildner sowie Lichtgestalter konnte Olafur Eliasson gewonnen werden. Die Hauptrollen übernehmen Anna Prohaska, Magdalena Kožená, Reinoud Van Mechelen, Gyula Orendt und Elsa Dreisig.

Für HIPPOLYTE ET ARICIE entwickelte Olafur Eliasson gemeinsam mit Aletta Collins ein übergreifendes szenisches Konzept, das die Grenzen zwischen Zeit, Raum, Licht, Kostüm und Bewegung neu denkt. Eliasson setzt seine umfassende Beschäftigung mit Naturphänomenen wie Wasser, Nebel, Licht und Spiegelungen mit der Handlung der Oper in Beziehung, um Räume wie Dianas Wälder, die Unterwelt Plutos oder auch das Meeresreich Neptuns zu erschaffen. Die Sänger, die Tänzer und der Chor werden darin zu »Instrumenten des Lichts«, die mit ihren Kostümen und ihren Bewegungen mit dem Raum interagieren.

Die Arbeiten des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson umfassen u. a. Installationen, Malerei, Skulptur und Fotografie. Weltweit haben Museen seinem Werk Soloausstellungen gewidmet, darunter: »Innen Stadt Außen« im Martin-Gropius-Bau in Berlin (2010); »BAROQUE BAROQUE« im Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen in Wien (2015) und »The unspeakable openness of things« im Red Brick Art Museum in Peking (2018). Zu seinen bekanntesten Kunstwerken zählen »The weather project« (2003) in der Tate Modern in London; »The New York City Waterfalls« (2008) und »Ice Watch«, bei dem Eliasson große Blöcke arktischen Eises auf öffentliche Plätze in Kopenhagen (2014) und Paris (2015) platzierte, um die Realität des Klimawandels greifbar zu machen. In seinem 1995 in Berlin gegründeten Studio arbeitet ein Team von über 100 Personen mit u. a. Handwerkern, Architekten und Technikern.

Aletta Collins, geboren in London, studierte an der London Contemporary Dance School und war Tänzerin und Choreografin für das London Contemporary Dance Theatre. Als Regisseurin und Choreographin war sie u. a. am Royal Opera House Covent Garden engagiert. Darüber hinaus inszenierte sie LA CENERENTOLA, LA FANCIULLA DEL WEST, DIDO AND AENEAS, LA VOIX HUMAINE und LES NOCES für die Opera North (Leeds) sowie CARMEN für die Salzburger Festspiele. Sie choreographierte LA TRAVIATA für die Glyndebourne Festival Opera, JENŮFA für die Opera North sowie ANNA NICOLE für die New York City Opera. Mit HIPPOLYTE ET ARICIE gibt Aletta Collins ihr Debüt an der Staatsoper Unter den Linden.

Mit der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin verbindet Simon Rattle eine langjährige Zusammenarbeit. Er dirigierte hier u. a. Aufführungen von PELLÉAS ET MÉLISANDE, DER ROSENKAVALIER und LA DAMNATION DE FAUST und begann mit AUS EINEM TOTENHAUS und KATJA KABANOWA einen vielbeachteten Janáček-Zyklus. Am 11. und 12. November leitet Simon Rattle erstmals ein Sinfoniekonzert der Staatskapelle Berlin.

Zum Sängerensemble gehören Anna Prohaska (Aricie), Magdalena Kožená (Phèdre), Reinoud Van Mechelen (Hippolyte), Gyula Orendt (Thésée), Elsa Dreisig (Diane), Adriane Queiroz (Œnone), Peter Rose (Pluto), Roman Trekel (Tisiphone), Michael Smallwood (Mercure), Sarah Aristidou (La grande Prêtresse de Diane/Une Matelote), Slávka Zámečníková (Une Chasseresse), Serena Sáenz Molinero (Une Bergère), Linard Vrielink (Première Parque), Arttu Kataja (Deuxième Parque), Jan Martiník (Troisième Parque). Darüber hinaus tritt der Staatsopernchor auf, einstudiert von Martin Wright, sowie ein zehnköpfiges Ensemble von Tänzerinnern und Tänzern.

Phèdre, die zweite Frau des Königs Thésée, begehrt ihren Stiefsohn Hippolyte, der wiederum Aricie liebt, die Tochter des von Thésée vernichteten Königs Pallas. Zwischen Phèdre, Hippolyte und Aricie entspinnt sich eine Dreieckskonstellation, die der Einflussnahme der Götter Diana, Jupiter, Pluto und Neptun ausgesetzt ist. Seine erste Oper HIPPOLYTE ET ARICIE präsentierte Jean-Philippe Rameau 1733, im Alter von bereits 50 Jahren an der renommierten Pariser Acádemie Royale de Musique. Farbenreich und voller Kontraste gestaltete Rameau die Musik, mit einer Vielzahl an Klängen und Formen, die den seelischen Regungen und kaum beherrschbaren Emotionen der Figuren Ausdruck verleihen.

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Sonntag, dem 11. November um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden eine Einführungsmatinee mit der Musikwissenschaftlerin Philine Lautenschläger statt, die sich intensiv mit Rameau und dessen Opern beschäftigt hat. Der Eintritt ist frei.

Die BAROCKTAGE wurden als neues Festival mit der Intendanz von Matthias Schulz eingeführt und finden in diesem Jahr vom 23. November bis 2. Dezember erstmals statt. Neben der Neuproduktion von HIPPOLYTE ET ARICIE werden als Wiederaufnahmen zwei Musiktheaterwerke von Claudio Monteverdi zu erleben sein: L’INCORONAZIONE DI POPPEA, inszeniert von Eva-Maria Höckmayr und unter der musikalischen Leitung von Diego Fasolis (ab 24. November), sowie L’ORFEO in der Regie und Choreographie von Sasha Waltz, dirigiert von Leonardo García Alarcón (bereits ab 17. November). Bereits am 18. November wird im Apollosaal A MONTEVERDI PROJECT, eine Tanz-/Theaterperformance der israelischen Regisseurin und Choreographin Saar Magal nach Musik von Claudio Monteverdi, uraufgeführt (weitere Vorstellungen bis 30. November). Das weitere Festival umfasst ein dichtes Konzertprogramm (u.a. mit Marc Minkowski, Christophe Rousset, Jordi Savall, Dorothee Oberlinger, Voces Suaves) einen Roundtable sowie Führungen durch das Opernhaus und Stadtspaziergänge durch die historische Mitte Berlins. Parallel zu den BAROCKTAGEN sind Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin auf Tournee und gastieren am National Centre for the Performing Arts in Peking und am Sydney Opera House. Auf dem Programm der Konzertreise steht u. a. der Brahms-Zyklus.

HIPPOLYTE ET ARICIE
Tragédie lyrique in fünf Akten (1733/1757)
Musik von Jean-Philippe Rameau
Text von Simon-Joseph Pellegrin nach der Tragödie »Phèdre« von Jean Racine, 3. Fassung von 1757, mit ausgewählten Passagen aus der 1. Fassung von 1733
BAROCKTAGE-Premiere am 25. November 2018 um 18:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 29. November sowie 2., 4., 6. und 8. Dezember 2018

Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

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SALZBURG CAMERATA: VON ABU DHABI NACH PEKING

Nach 7 Konzerten in 4 Ländern ist die CAMERATA letzte Woche von einer umjubelten Asien Tournee mit Renaud Capuçon heimgekehrt.

Mit im Gepäck hatten Salzburgs musikalische Botschafter zwei Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart sowie Werke von Joseph Haydn und Eric Satie.

Ausverkaufte Häuser und Standing Ovations standen an der Tagesordnung.
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GRAZ/ MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK. 2. LIEDERABEND So 25.11.2018 UND 2. ORCHESTERKONZERT (26. und 27.11.)

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The King’s Singers Gold50

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Stefaniensaal, Musikverein Graz

THE KING’S SINGERS

In Kooperation mit dem Chorverband Steiermark | Voices of Spirit

Werke aus Renaissance und Romantik, beliebte Klassiker und Überraschungen aus dem Repertoire der King’s Singers von Claude Le Jeune über Max Reger bis Gabriel Fauré

„Happy anniversary, The King’s Singers!“

Mit lebensbejahender Virtuosität und unwiderstehlichem Charme zieht das britische Ensemble weltweit das Publikum in seinen Bann. Feiern Sie gemeinsam mit den King’s Singers deren bereits 50 Jahre zurückreichende Tradition! Im Jahre 1968 am King’s College in Cambridge gegründet, zählen sie zu den führenden Ensembles im Bereich der Vokalmusik. Wie das zum diesjährigen Jubiläum erschienene Album GOLD, kennzeichnet auch das in Kooperation mit dem Festival Voices of Spirit im Musikverein gestaltete Konzert das breite Repertoire der sechs Vokalisten. In der Süddeutsche Zeitung war Anfang des Jahres zu lesen: „[Die King’s Singers sind] zum Inbegriff einer britischen Vokalkultur geworden, die über den eher engen Zirkel der üblichen Kenner hinaus Popularität erlangen, ohne qualitativ Kompromisse zu machen.“ Auch der Musik des 20. Jahrhunderts fühlen sich die Sänger verpflichtet, und so entstanden Werke, welche Komponisten wie György Ligeti speziell für die King’s Singers komponierten. Erleben Sie einen Streifzug von der Renaissance bis zur Romantik!

  1. ORCHESTERKONZERT

Mo 26.11.2018

Di 27.11.2018

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Stefaniensaal, Musikverein Graz

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THEODOR GUSCHLBAUER

GRAZER PHILHARMONIKER

CHOR und EXTRACHOR DER OPER GRAZ

CHORUS VIENNENSIS

BERNHARD SCHNEIDER Gesamtleitung der Chöre

 

Hector Berlioz
Grande messe des morts, op. 5, H 75

„Hector Berlioz schrieb 1837 seine Grande messe des morts, die im Pariser Dôme des Invalides von 450 bis 500 Mitwirkenden uraufgeführt wurde. Diese Zahl ist angesichts des Riesenraumes nicht übertrieben. Doch auch im kleineren Rahmen hinterlässt dieses grandiose Werk einen tiefen, nachhaltigen Eindruck.“ (Theodor Guschlbauer)

Berlioz selbst beschreibt seine Grande Messe des morts  als „das größte, je geschriebene Werk“. So waren bei der Uraufführung über 400 Musikerinnen und Musiker im Einsatz – eine Monumentalität, wie man sie eher im ausgehenden 19. Jahrhundert als im Jahr 1837 vermuten würde. Unter der Leitung von Theodor Guschlbauer bringen die Grazer Philharmoniker, der Chor und Extrachor der Oper Graz sowie der Chorus Viennensis nun Berlioz‘ Vertonung der Totenmesse, 181 Jahre nach der Uraufführung im Pariser Invalidendom, erstmals im Grazer Musikverein zum Erklingen.

KARTEN

Konzertkasse

Sparkassenplatz 2, 8010 Graz

Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr

0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at

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BÜHNE BADEN: Die Vorweihnachtszeit beginnt an der Bühne Baden immer mit der Premiere des jeweiligen Familienmusicals.

Dieses Jahr ist des der 17. November 2018, 15 Uhr

Robert Persché, der letztes Jahr mit seinem ALADDIN reüssierte, inszeniert dieses Jahr DER ZAUBERLEHRLING

Frei nach Johann Wolfgang von Goethe


Copyright: Lukas Beck

Besetzung:

Heliodor, Zauberlehrling Christopher Dederichs
Ariel, Hexenmeister Janos Mischuretz
Laluna, seine Tochter Ulrike Figgener
Morgana, seine Haushälterin Sylvia Rieser
Zauberbesen Kehrein/ Federkiel/Bürste Martina Riegler Zauberbesen Kehraus/ Tintenfass/Schwamm Benjamin Plautz
Zauberbesen Kehrum/ Buchhalter/Handtuchhalter Beppo Binder Undine, eine Meerjungfrau Susanna Hirschler

Leading Team:

Regie Robert Persché
Musikalische Leitung Michael Zehetner
Bühnenbild Stephan Prattes
Kostüme Isabel Toccafondi Videlo-
Animation Andreas Grininger
Choreografie Michael Kropf

Karten: Bühne Baden Theaterplatz 7 A – 2500 Baden T.: +43 2252 22522 F: +43 2252 22522/200 ticket@buehnebaden.at www.buehnebaden.at

HÖHEPUNKTE IM NOVEMBER:

FIDELIO | bis 23.11. Stadttheater

DER ZAUBERLEHRLING | ab  17.11. Stadttheater

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LUDWIGSBURGER SCHLOSSFESTSPIELE: »AUSBLICKE« AUF DIE SAISON 2019 

Mit den »Ausblicken 2019« gab der Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele Thomas Wördehoff heute ausgewählte Veranstaltungen der Festspiel-Saison 2019 bekannt. Neben vier Orchesterkonzerten und zwei großen Koproduktionen, »Der Freischütz« und »Himmelerde«, freut sich Thomas Wördehoff auch in seiner letzten Spielzeit auf ein »Fest der Interpreten« mit vielseitigen Künstlern und spannenden Kollaborationen.

Die Saison 2019 beginnt am 9. Mai und endet am 20. Juli 2019. Karten sind ab sofort verfügbar. Das vollständige Programm erscheint am 22. Februar 2019.

Chefdirigent Pietari Inkinen und das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele eröffnen die Festspielsaison gemeinsam mit René Pape und dem finnischen Männerchor Ylioppilaskunnan Laulajat, der beim Festspielpublikum bereits im Jahr 2015 wahre Begeisterungsstürme auslöste. Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts (9. Mai) steht mit Dmitri Schostakowitschs Sinfonie »Babi Jar« ein überwältigendes Bekenntnis zur Freiheit des Geistes und zur Menschlichkeit in Zeiten der Unterdrückung.

VORVERKAUF
Karten sind ab sofort bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie landesweit bei allen Easy-TicketVorverkaufsstellen erhältlich und können telefonisch, per E-Mail oder über die Homepage www.schlossfestspiele.de gebucht werden.

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VORSCHAU: MERKER-KUNSTSALON „ADVENTKONZERT“

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KÖLN: Weihnachten auf dem Balkon – Premiere im Theater am Dom (8.11.2018 – Vorstellungen bis 27.1.2019)

Von Dr. Egon Schlesinger


Premiere am 8.11. Foto: Andrea Matzker

Ein köstliches Spektakel zu Weihnachten! Zwölf Rollen werden von sechs Schauspielern dargestellt, die sich in rasantestem Tempo viele Male während des Stücks umziehen. Weihnachten, das große „Fest der Liebe“, gerät nur allzu oft – wie wir alle wissen dürften – durch all die großen Ansprüche zu einem Stress-Ereignis. Auf sehr humorvolle Weise versammeln sich in diesem Stück alle nur erdenklichen Schreckmomente, die Grund zu familiären Auseinandersetzungen bieten könnten. Im Hintergrund fällt die fertig gebratene Pute auf die Erde, die Weihnachtstorte fliegt durch die Lüfte, die Nachbarin kommt plötzlich nieder und Kinder stiften Unsinn. Im Vordergrund ein alkoholisierter Weihnachtsmann, eine resolute Schwiegermutter, eine völlig überforderte Hausfrau und Mutter und ein falscher Arzt, der in Wirklichkeit von Beruf Metzger ist, aber am Ende die Sturzgeburt zu einem glücklichen Ausgang führt. Durchweg hervorragende Darsteller, die ihren jeweiligen Charakter auf den Punkt genau treffen, über geradezu akrobatische Fähigkeiten verfügen und das gesamte Publikum zu lautem Lachen animieren. Bei der Premierenfeier fragten sich viele Zuschauer, wie es denn der riesige Weihnachtsmann, dargestellt von Frank Büssing, nur geschafft habe, so gekonnt auf diesem winzigen Balkon auf den Boden zu stürzen… „Weihnachten auf dem Balkon“ steht noch bis zum 27. Januar auf dem Programm.


Weihnachten auf dem Balkon“. Foto: Andrea Matzker


Marianne Rogée und Oliver Durek. Foto: Andrea Matzker.


Gundel und Max Schautzer. Foto-Andrea-Matzker.


Weihnachten auf dem Balkon: Cynthia Thurat, Simone Pfennig, Markus Majowski mit Havaneser Utzy. Foto: Andrea Matzker

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NUR AN EINEM TAG IN DEN KINOS: Sarah Brightman In Concert”

Von CinEvents kommt “HYMN: Sarah Brightman In Concert”, ein Konzertauftritt in voller Länge als einmalige Sondervorführung am 9. Dezember in ausgewählte Kinos, einschließlich exklusiver Blicke hinter die Kulissen. Das Kinoevent begleitet die weltweite Veröffentlichung von Brightmans neuem Album “HYMN”, das ab Freitag, 9. November, erhältlich ist (Decca/ Universal Music Group). Das Album ist nach fünf Jahren die erste Veröffentlichung des internationalen Superstars und der meistverkaufenden Sopranistin der Welt, Sarah Brightman.
Tickets für “HYMN: Sarah Brightman In Concert” sind auf Fathomtheatrical.com und in den teilnehmenden Kinos erhältlich.
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Wien Modern, Woche drei: Spektakuläre Premiere von Olga Neuwirths «The Outcast»

Ensemble-Wochenende mit Haubenstock, Poppe & Schimana im Semperdepot (10.11. & 11.11.), Olga Neuwirth: The Outcast (14.11.), Patricia Kopatchinskaja & Bernhard Lang (16.11.)

Das kommende Wien-Modern-Wochenende macht das Semperdepot zum temporären Festivalzentrum. Zu Gast sind das Klangforum Wien, das ensemble mosaik aus Berlin und das ensemble recherche aus Freiburg, u.a. mit Musik von Roman Haubenstock-Ramati und Ur- und Erstaufführungen von Enno Poppe und Elisabeth Schimana. Das richtige Maß an Extremismus lotet das Ensemble Phace im Wiener Konzerthaus aus, bevor zur Festival-Halbzeit die heuer mit Abstand größte Produktion von Wien Modern stattfindet: Olga Neuwirths multimedial-orchestrales «Musik-Installations-Theater» The Outcast in einer konzertanten Neuproduktion mit Video, Bühnen- und Kostümdesign der britischen Künstlerin Netia Jones. Im Dschungel Wien findet eine Musiktheaterpremiere für junges Publikum statt, die sich dem Thema Flucht aus der Perspektive von aus Syrien geflohenen Kindern widmet. Im Wiener Konzerthaus steht ein großes Konzert zwischen Alter und Neuer Musik mit Patricia Kopatchinskaja und dem venezianischen Barockorchester Il Giardino Armonico auf dem Programm. Und gleich zweimal wird das Porgy & Bess in dieser Woche zur Wien Modern Spielstätte, mit Georg Graewes neuer Großformation und einem Late Night mit Ur- und Erstaufführungen von Bernhard Lang.

 

CHRONOLOGIE & DETAILS WOCHE 3

Am Sonntag 11.11. erkundet das Klangforum Wien seine Ursprünge und widmet sich in Haubenstock 99.2. seinem Mitbegründer Roman Haubenstock-Ramati sowie dessen Lehrer Artur Malawski.

Im Anschluss geht im Semperdepot eine ansteckende Uraufführung von Elisabeth Schimana über die Bühne: Bei Schimana Virus spielt das Klangforum Wien das neueste, durchaus elektronische Ensemblewerk der Komponistin und Künstlerin.

Mit etwas Extremismus startet die neue Kalenderwoche am Montag 12.11. im Wiener Konzerthaus. Das Ensemble Phace holt sich für diesen Großeinsatz gegen das Unauffällige reichlich Verstärkung auf die Bühne. Nach dem Konzert präsentieren die KomponistInnen des Abends unter dem Titel Mit viel Extremismus die extremsten Platten ihrer Sammlung.

Der stilprägende Pianist und Komponist Georg Graewe hat neu das Sonic Fiction Orchestra ins Leben gerufen, zu hören am Dienstag 13.11. im Porgy & Bess bei Georg Graewe + Sonic Fiction Orchestra. Fortschritt + Vergnügen. Sämtliche ProtagonistInnen sind auch in anderen Zusammenhängen bei Wien Modern vertreten.

Genau in der Festivalmitte steht die mit Abstand größte Produktion des laufenden Festivals Wien Modern auf dem Programm: Anlässlich des 50. Geburtstags von Österreichs bekanntester Komponistin Olga Neuwirth wird eines ihrer zentralen Werke neu auf die Bühne gebracht: The Outcast. Olga Neuwirth 50.2 am Mittwoch 14.11. erlebt im Wiener Konzerthaus mit 9 SolistInnen, 2 Chören und Orchester die Uraufführung der Neufassung mit Design und Video der britischen Ausnahmekünstlerin Netia Jones. Den Impuls gab Neuwirths Beschäftigung mit Moby-Dick-Autor Herman Melville und seinem messerscharfen Blick auf Machtmissbrauch, Autorität und Ausbeutung – Themen die auch heute mehr als aktuell sind.

Am Donnerstag 15.11. feiert Über uns nur der Himmel im Dschungel Wien Premiere. Dieses Stück richtet sich an junges Publikum und beschäftigt sich mit der Frage, was aktuell Millionen Kindern auf der Flucht Sicherheit gibt und wie sie zur Ruhe kommen. Das Koehne Quartet steuert dazu Musik zahlreicher Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart bei.

Das Originalklang Ensemble Il Giardino Armonico hatte der zeitgenössischen Musik eigentlich abgeschworen, in der Zusammenarbeit mit Patricia Kopatchinskaja interpretieren die venezianischen Barockspezialisten am Freitag 16.11. im Wiener Konzerthaus jedoch neue Werke von italienischen Komponisten unserer Zeit.

Bernhard Lang lädt danach gemeinsam mit drei seiner langjährigen musikalischen Weggefährten zu Late Night 4, einer spätabendlichen Begegnung zwischen Komposition und Interpretation im Porgy & Bess: Langs Stücke werden erst notengetreu aufgeführt, daraufhin hat der der legendäre britische Turntablist Philip Jeck mit Vinylaufnahmen dieser Stücke freies Spiel.

 

AUSBLICK WOCHE 4

Nach einer weiteren Großproduktion, mit Georg Nussbaumers begehbarer Symphonie für über 300 Mitwirkende am mdw Campus, steht am 17./18.11 im Semperdepot erneut ein runder Geburtstag an: Das legendäre Gemüseorchester feiert den Zwanzigsten und lädt zur traditionellen Suppe. Das ensemble]h[iatus lässt in der Alten Schmiede die Grenzen zwischen Interpretation und Improvisation verschwimmen. Am Montag 19.11. gibt es im Rathaus spannende Komponistinnen zu entdecken, am Mittwoch 21.11. ist Agata Zubel sowohl als Komponistin als auch als Interpretin und aktuelle Erste Bank Kompositionspreisträgerin mit dem Klangforum Wien zu Gast. Tags darauf ist das RSO Wien in einer konzertanten Aufführung von Gottfried von Einems Der Prozess nach dem Roman von Franz Kafka im Wiener Konzerthaus zu hören. Am Freitag 23.11. gastiert erst das Arditti Quartet gemeinsam mit Ensemble Modern, gefolgt von Irvine Arditti solo im fünften Late Night Konzert des Festivals.
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EINIGE KÜNSTLERNACHRICHTEN (Machreich Artist Team)

Nachdem die Spielzeit 2018/2019 mittlerweile wieder gut zwei Monate alt ist, freuen sich unsere Künstler in den kommenden Wochen unter anderem auf folgende spannende Opern- und Konzertprojekte:

Violetta Valéry, Protagonistin von Giuseppe Verdis nach der Romanvorlage von Alexandre Dumas entstandenen Oper La Traviata, war lange Zeit die Wunschpartie von Patricia Petibon. An der Oper Malmö wird sich die französische Sopranistin demnächst ihren Wunsch erfüllen und in der Regie von Olivier Py als die auf tragische Art und Weise „vom Wege Abgekommene“ zu erleben sein.

Fast zeitgleich setzt Iris Vermillion ihre Auseinandersetzung mit den dramatischen Strauss-Partien fort und leiht, nach zwei erfolgreichen Vorstellungen als Klytämnestra an der Wiener Staatsoper im vergangenen Oktober, der Herodias in einer Neuinszenierung in Graz ihre eindrucksvolle Stimme.

Peter Lodahl hingegen wird sich am Theater Bern einer Neuproduktion von Puccinis unverwüstlichem Klassiker La Bohème widmen und in einer szenischen Umsetzung des südafrikanischen Regisseurs Matthew Wilde den Dichter Rodolfo singen, mit dem er bereits an seinem Stammhaus in Kopenhagen zu hören war.

Im Konzertbereich hingegen widmet sich der vielgefragte österreichische Bassbariton Florian Boesch in zwei Liederabenden Schuberts Winterreise in Amsterdam und Wien, bevor ihn eine Fortsetzung seiner Zusammenarbeit mit Teodor Currentzis und musicAeterna mit ausgewählten Liedern aus Gustav Mahlers Des Knaben Wunderhorn nach Moskau, St. Petersburg, Madrid, Mailand, München, Budapest und Berlin führt.

Während Michael Schade am MuTh – dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben – in einer neuen Version von Gerald Wirths Oper Die Reise des kleinen Prinzen die eigens für ihn geschaffene Rolle des singenden Erzählers übernimmt, legt die belgische Sopranistin Sophie Karthäuser ihre neue, bei Harmonia Mundi erscheinende CD Le Bal des animaux vor und präsentiert das Programm in einem Liederabend in Paris.

Jan Petrykas erste Zusammenarbeit mit Thomas Hengelbrock und dessen Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble schließlich führt den polnisch-österreichischen Tenor als Solist in Mozarts Requiem gleich auf eine ausgiebige Tournee, die in Baden-Baden, Basel, Berlin, Brüssel und Dortmund Station macht.

Last but not least präsentiert das innovative Duo BartolomeyBittmann das Programm des mit Spannung erwarteten neuen Albums „Dynamo“ in der Berliner Philharmonie, in Frankfurt, Mainz und St. Gerold.

Einen abwechslungsreichen Spätherbst und viel Vergnügen mit spannenden Hörerlebnissen wünscht mit herzlichen Grüßen

Helga Machreich-Unterzaucher & das gesamte Machreich Artists Team
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