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DIE DONNERSTAG-PRESSE (22. AUGUST 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DONNERSTAG – PRESSE – 22. AUGUST 2019

Salzburger Osterfestspiele
Nikolaus Bachler blockiert Thielemanns Pläne
Der Dirigent will 2022 „Lohengrin“ aufführen und bittet den Aufsichtsrat in einem Brief um die Bestätigung seiner Programmpläne
Der Standard
Osterfestspiele: Der Konflikt Bachler-Thielemann spitzt sich zu

Nächster Akt im Kampf zwischen dem designierten Intendanten Nikolaus Bachler und dem künstlerischen Leiter Christian Thielemann: dieses Mal geht es ans Eingemachte um das Programm und Opernproduktionen ab 2022.
Kleine Zeitung
Bachler gegen Thielemann: Showdown in Salzburg

Kratz- und Bisswunden sind nicht überliefert, auch kein Türenknallen. Aber frostig muss es gewesen sein, das Treffen Mitte Juli in Bayreuth. Der Ort hat dem einen der Kontrahenten, Nikolaus Bachler, nicht behagt, doch Gegenspieler Christian Thielemann beharrte drauf: Er habe am Grünen Hügel schließlich zu tun. Nicht nur um die Zukunft der Salzburger Osterfestspiele ging es damals, sondern auch darum, ob überhaupt ein kalter Friede zwischen beiden möglich ist.
Münchner Merkur
Streit rund um die Salzburger Osterfestspiele. Thielemann gegen Bachler

Das konnte nicht lange gut gehen: Nikolaus Bachler wird Intendant der Salzburger Osterfestspiele und trägt die „künstlerische Gesamtverantwortung“, Christian Thielemann bleibt „künstlerischer Leiter“. Nun ist die erste Beschwerde da, weil Thielemann „in hohem Maße besorgt“ ist.
BR-Klassik
Jetzt scheint der Skandal perfekt
Die Presse

Berlin
„Wir brechen den normalen Opernbesuch auf“: Festival „Berlin is not Bayreuth“ startet
Nur keine Ehrfurcht vor Wagner: Ein Berliner Festival nimmt den Bayreuther Meister auseinander – und setzt ihn neu zusammen. Matthias Kreienbrink
Die ziehen dann mal um die Tannhäuser. Bild vom Festival.
Tagesspiegel

Salzburg/ Festspiele
Lang Lang im pianistischen Rausch: Beethoven und Schubert treffen sich in Salzburg nahe an der Perfektion
Klassik-begeistert

Salzburg/ Festspiele:
Liederabend Mauro Peter: Zarte Locken, grober Kamm
„Auf, hebe die funkelnde Schale zum Mund…“ Richard Strauss‘ Heimliche Aufforderung verträgt einiges an Exaltiertheit. Wenn es nach dem lärmenden Mahle halbwegs ruhig abgeht „hinaus in den Garten“ Richtung Rosenstrauch. Das hat aber Strauss ohnehin so komponiert… Mauro Peter und Helmut Deutsch enttäuschen mit lautstarkem Schubert und Strauss.
DrehpunktKultur

Salzburg/ Festspiele
Ax springt bei Salzburger Festspielen für erkrankten Perahia ein
Der 72-jährige Pianist Murray Perahia muss seine beiden Konzerte bei den Salzburger Festspielen am 30. und 31. August aus gesundheitlichen Gründen absagen. Für ihn übernimmt Emanuel Ax den Klavierpart in Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op.58, teilte das Festival am Mittwoch mit. Das Klavierkonzert ist Teil eines Konzerts der Wiener Philharmoniker unter Bernard Haitink.
Salzburger Nachrichten

Wie man den Raum hört – Marco Arturo Marelli zum 70. Geburtstag
Der Schweizer Opernregisseur und Bühnenbildner hat die Opernbühnen in aller Welt mit seinen bildstarken Produktionen bereichert und verzaubert. Am 21. August feiert Marelli seinen 70. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung

Thomas Larcher erhält Großen Österreichischen Staatspreis
Der Große Österreichische Staatspreis geht heuer an den Innsbrucker Komponisten und Pianisten Thomas Larcher. Er sei ein „Grenzgänger der Musik, der eine spezifische eigene Klangfarbe entwickelt hat“, lobte ihn Kulturminister Alexander Schallenberg. Die höchste Kulturauszeichnung der Republik, die mit 30.000 Euro dotiert ist, wird Larcher am 10. Oktober im Bundeskanzleramt verliehen.
Salzburger Nachrichten

Musik in der Ostukraine : Auf russische Künstler zuzugehen kostet Überwindung
Frankfurter Allgemeine

Lucerne Festival: Am Ende treffen wir uns im Salon
Leonidas Kavakos und Yuja Wang, zwei denkbar gegensätzliche Künstlernaturen, geben zusammen einen Kammermusikabend im KKL: Ihre Suche nach einem gemeinsamen Nenner ist das eigentliche Ereignis dieses widersprüchlichen Konzerts.
Neue Zürcher Zeitung

London
Prom 44: Finley, LSO & Chorus, Orfeó Català, Rattle review – lurid inter-war triptych
https://theartsdesk.com/classical-music/prom-44-finley-lso-chorus-orf

Dorset
Opera review: Nabucco and Lucia di Lammermoor at Dorset Opera Festival
https://www.express.co.uk/entertainment/theatre/1168491/nabucco-lucia

Edinburgh
Edinburgh International Festival 2019: Eugene Onegin, Komische Oper review – no-holds-barred romanticism
https://theartsdesk.com/opera/edinburgh-international-festival-2019-eugene

Dublin
The Hunger review: An opera let down by its musical material
https://www.irishtimes.com/culture/music/the-hunger-review-an-opera-let

Santa Fe
Sante Fe Opera’s Unruly Thirteenth Child
https://www.sfcv.org/reviews/santa-fe-opera/sante-fe-operas-unruly-thirteenth-child

Sydney
Opera Australia announces its 2020 season
https://www.limelightmagazine.com.au/news/opera-australia-announces

Rock/ Pop

Jenseits von gut und böse: Feurige Ticketpreise für Rammstein
Gehen weg wie warme Semmeln: Rammstein-Tickets. Egal wo und egal wann sie spielen. Rammstein sind stets ausverkauft. Und das bei Ticketpreisen, die nach oben hin keine Grenze zu kennen scheinen. Bis zu 1000 Euro bezahlen eingefleischte Fans. Aber was kriegt man eigentlich für sein Geld? Wir haben uns dem Thema mal angenommen.
Futter/ Kleine Zeitung

Tanz/ Ballett

Nach Querelen: Berliner Staatsballett Kompanie des Jahres

Nach Querelen um die künstlerische Leitung ist das Berliner Staatsballett überraschend zur Kompanie des Jahres gewählt worden. Bei einer Umfrage bestimmten 25 internationale Kritikerinnen und Kritiker das größte Ballettensemble Deutschlands zu ihrem Favoriten, wie die Fachzeitschrift „Tanz“ am Mittwoch in Berlin bekanntgab.
Sueddeutsche Zeitung

Stuttgarter Ballettstar Vogel ist Tänzer des Jahres
Der Stuttgarter Ballettstar Friedemann Vogel ist zum „Tänzer des Jahres“ gewählt worden. Er teilt sich die Auszeichnung mit Jan Casier vom Ballett Zürich
Sueddeutsche Zeitung

Sprechtheater

Wien/ Burgtheater
Ex-Burg-Geschäftsführerin Stantejsky: Prozess im November
Der 64-Jährigen werden in 45-seitiger Anklageschrift Bilanzvergehen nach dem GmbH-Gesetz, Untreue und Veruntreuung angelastet.
Kurier
Burgtheater-Geschäftsführerin Stantejsky im Herbst vor Gericht

Mehrtägige Verhandlung am Wiener Landesgericht ab 14. November – 64-Jähriger werden in 45-seitiger Anklageschrift Bilanzvergehen, Untreue und Veruntreuung angelastet
Der Standard

Bayreuther Festspiele: Der Sohn des Meisters war ein Chamäleon
Zum ersten Mal zeigen die Wagner-Festspiele die Uraufführung eines Theaterstücks: «Siegfried – ein Monolog» von Feridun Zaimoglu, eine tragikomische Würdigung des 1869 in Tribschen geborenen «Meistersohnes» zu dessen 150. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung

Film

Geheimnis um Titel des neuen James Bond-Film gelüftet
https://www.krone.at/1981279

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Unter’m Strich

Epstein-Skandal: Prinz Andrew belastet
Der Sohn von Queen Elizabeth hatte in der Vergangenheit zwar immer wieder abgestritten, in einen Missbrauchsskandal um Multimillionär Jeffrey Epstein (der sich erhängt hat) verwickelt zu sein, doch nun kommen neue Details ans Tageslicht.
https://www.vol.at/neue-erkenntnisse-prinz-andrew-schwer-belastet/6323107

Ein Kreuzfahrtschiff ist so dreckig wie 21,45 Millionen VW Passat
Epoch Times13. November 2017 Aktualisiert: 10. Oktober 2018 17:59
Kreuzfahrtschiffe sind besonders dreckige Verkehrsmittel – allein die „Harmony of the Seas“ stößt so viel Feinstaub aus wie 21,45 Millionen Passat – täglich. In ganz Deutschland fahren „nur“ 45,8 Millionen Autos.
Epoch Times

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. AUGUST 2019)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. AUGUST 2019)

HEUTE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: LIEDERABEND DIANA DAMRAU (Sopran)/ XAVIER DE MAISTRE (Harfe)


Diana Damrau. Foto: Jyiang Chen

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Auf Flügeln des Gesanges“ aus Sechs Gesänge op. 34/2
„Pagenlied“ aus Zwei Gesänge WoO 17/2
„Suleika“ aus Sechs Gesänge op. 34/4
„Der Mond“ aus Sechs Gesänge op. 86/5
Des Mädchens Klage WoO 23
 
Franz Liszt
Le Rossignol S 250/1
(für Harfe solo arrangiert von Henriette Renié)
Sergej Rachmaninow
Flieder („Siren’“) aus Zwölf Lieder op. 21/5
Trostlos ist die Nacht („Noč’ pečal’na“) aus 15 Lieder op. 26/12
Die Antwort („Oni otvečali“) aus Zwölf Lieder op. 21/4
Dämmerung („Sumerki“) aus Zwölf Lieder op. 21/3
„Zdes’ chorošo“ (Hier ist es schön) aus Zwölf Lieder op. 21/7
Wladimir Wlassow
Der Brunnen von Bachtschissarai („Bachčisarajskij fontan“)
 
Reynaldo Hahn
Fêtes galantes
Mai
Nocturne
L’Énamourée
 
Henriette Renié
Légende. D’après les Elfes de Leconte de Lisle (Harfe solo)
 
Francis Poulenc
La Courte Paille. Sieben Lieder nach Gedichten von Maurice Carême
Les Chemins de l’amour
 

Xavier de Maistre Harfe

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BUCHBESPRECHUNG: Peter Hagmann / Erich Singer: BERNARD HAITINK
„Dirigieren ist ein Rätsel“
Gespräche und Essays

Peter Hagmann / Erich Singer:
BERNARD HAITINK
„Dirigieren ist ein Rätsel“
Gespräche und Essays
164 Seiten, Verlag Bärenreiter HENSCHEL, 2019

Der „Neunziger“ wurde schon im Frühjahr gefeiert, vermutlich in London, wo Bernard Haitink heute lebt. Geboren am 4. März 1929 in Amsterdam, hat er ein auch für Dirigenten bereits hohes Alter erreicht. Nun zieht er freiwillig den Schlussstrich: Zweimal, am 30. und am 31. August, leitet er bei den Salzburger Festspielen noch Konzerte mit den Wiener Philharmonikern. Dabei wird ihn das Orchester, dem er seit 1972 verbunden ist, zum Ehrenmitglied ernennen. Am Programm stehen Beethovens 4. Klavierkonzert (Solist: Emanuel Ax anstelle des erkrankten Murray Perahia) und Bruckners 7. Symphonie. Am 6. September werden er und die Philharmoniker dieses Programm in Luzern wiederholen, denn diesem Festival ist Haitink besonders verbunden. Dann legt er den Dirigentenstab nieder…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner
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SAARBRÜCKEN/ Saarländisches Staatstheater: LE NOZZE DI FIGARO (DIE HOCHZEIT DES FIGARO)

Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart. Premiere Sonntag, 8. September 2019

Was für eine Komödie! Mozarts »Le Nozze di Figaro« hat alles, was man sich von einem unterhaltsamen Opernabend nur wünschen kann: Briefe verschiedenster Art, die verloren gehen oder in die Irre leiten, Heiratsverträge, Verkleidungen, Irrungen und Verwirrungen, Verwechslungen und Blamagen. Doch hinter all dem Spaß lauert die Tragödie: Abgründe der menschlichen Seele tun sich in Mozarts Musik auf. Da ist die Gräfin, die eine Liebesheirat einging, von der notorischen Untreue ihres Gatten aber nun an den Rand der Verzweiflung getrieben wird; Figaro, dem kurz vor der bevorstehenden Hochzeit mit Susanna zunehmend die Felle wegschwimmen und Barbarina, die mehr als nur eine Nadel verloren hat …

Die Opernregisseurin Eva-Maria Höckmayr | Bildquelle: Martin Baumgartner
Eva-Maria Höckmayr.Foto: Martin Baumgartner

Die junge Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, die der Opernwelt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der vergangenen Saison eine umjubelte »Krönung der Poppea« bescherte, setzt Mozarts Opera buffa zur Eröffnung der Spielzeit 2019/2020 für das Saarländische Staatstheater in Szene. Es ist Höckmayrs erste Regiearbeit für das Saarbrücker Haus – von der ersten Minute an hat die Energie des Ensembles sie begeistert: »Es ist einfach toll, mit welcher unbändigen Spielfreude die Sängerinnen und Sänger agieren, mit welcher Lust und Präzision sie ihre Figuren verkörpern, Charaktere zeichnen«, so Höckmayr, die Mozarts Oper als »hochmusikalisches Schauspiel« versteht. Es ist ihr daher Anliegen, alle Figuren bis zur kleinsten Rolle feinfühlig und präzise zu zeichnen, Subtext und Hintergründe klar und präzise auszuleuchten.

Optisch spielt sich die Inszenierung vom Hier und Heute zur Epoche des Rokoko: Anfangs schlichte Kostüme (Julia Rösler) gewinnen mehr und mehr an Opulenz, je turbulenter das Verwirrspiel, desto üppiger die Staffage, je mehr die Figuren zu verbergen oder zu verlieren haben, desto mehr Kleider benötigen sie als Schutzpanzer.

Im Saarbrücker »Figaro«, komplett aus dem hauseigenen Opernensemble besetzt, feiern übrigens gleich fünf Sängerinnen und Sänger ihre Rollendebüts: Marie Smolka (Susanna), Olga Jelinkova (Gräfin) und Carmen Seibel (Cherubino) singen ihre Partien zum ersten Mal, ebenso Markus Jaursch und Stefan Röttig, die alternierend in die Rolle des Figaro schlüpfen.

LE NOZZE DI FIGARO DIE HOCHZEIT DES FIGARO
Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart; Libretto von Lorenzo Da Ponte basierend auf der Komödie »La Folle Journée ou le Mariage de Figaro« von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln Musikalische Leitung Sébastien Rouland Inszenierung Eva-Maria Höckmayr Bühnenbild Volker Thiele Kostüme Julia Rösler Choreinstudierung Jaume Miranda Dramaturgie Renate Liedtke

Mit Peter Schöne/Salomón Zulic del Canto (Il Conte d´Almaviva), Olga Jelínková/Valda Wilson (La Contessa d´Almaviva), Marie Smolka (Susanna), Markus Jaursch/Stefan Röttig (Figaro), Carmen Seibel (Cherubino), Judith Braun (Marcellina), Hiroshi Matsui (Bartolo), Algirdas Drevinskas/Sung Min Song (Don Basilio/Don Curzio), Alto Betz/Vadim Volkov (Antonio), Bettina Maria Bauer (Barbarina); Opernchor; Saarländisches Staatsorchester; Statisterie

Premiere Sonntag, 8. September 2019, 18:00 Uhr | Großes Haus
Weitere Vorstellungen Mittwoch, 11. September 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 15. September 2019, 14:30 Uhr Samstag, 21. September 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 29. September 2019, 18:00 Uhr Dienstag, 1. Oktober 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 6. Oktober 2019, 18:00 Uhr Samstag, 12. Oktober 2019, 19:30 Uhr Freitag, 18. Oktober 2019, 19:30 Uhr Samstag, 30. November 2019, 19:30 Uhr Freitag, 13. Dezember 2019, 19:30 Uhr Samstag, 4. Januar 2020, 19:30 Uhr Donnerstag, 9. Januar 2020, 19:30 Uhr Samstag, 11. Januar 2020, 19:30 Uhr

KARTEN Vorverkaufskasse, Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr, Samstag: 10 – 14 Uhr Telefon (0681) 3092-486 | Fax (0681) 3092-416 | E-Mail kasse@staatstheater.saarland

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THEATERFEST DER STÄDTISCHEN BÜHNEN FRANKFURT/ MAIN

Zu Beginn der neuen Spielzeit 2019/20 veranstalten die Oper und das Schauspiel Frankfurt ein gemeinsames Theaterfest am
Sonntag, dem 1. September 2019, ab 11.00 Uhr.

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Foto: Städtische Bühnen Frankfurt

Zum Auftakt gibt es ab 11.00 Uhr ein gemeinsames Frühstück. Alle Theaterbegeisterten und Sonntagsbruncher sind eingeladen, etwas für diese erste Mahlzeit des Tages mitzubringen und zu teilen sowie gemeinsam mit Schauspielern, Sängern, der Theaterleitung und zahlreichen weiteren Mitarbeitern zu genießen. Für Kaffee und Tee ist gesorgt.

Um 12.00 Uhr eröffnen die Intendanten Bernd Loebe und Anselm Weber das Fest im Opernhaus, gefolgt von einem Konzert, in dessen Verlauf Ensemblemitglieder und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung von Kapellmeister Nikolai Petersen auf den Opernspielplan der Saison 2019/20 einstimmen. Danach erwartet die Besucher dann ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich alle Sparten und Abteilungen wiederfinden: Entdeckungstouren durch die verborgenen Winkel des Theaters (u.a. zur Zukunft der Städtischen Bühnen), Begegnungen mit den Theaterschaffenden, Lesungen, Gesang, Workshops und vieles mehr.

Beim Blick hinter die Kulissen besteht die Möglichkeit, die Arbeit einzelner Abteilungen kennen zu lernen und ausgewählte Werkstatträume zu besichtigen. Die Kostümabteilung der Städtischen Bühnen bietet eine Ausstellung mit besonders aufwendigen Arbeiten sowie einen Kostümverkauf an. Die Maskenbildner haben u.a. ein Kinderschminken vorbereitet, und weitere Werkstätten präsentieren eine Auswahl ihrer Fertigungstechniken sowie aktuelle Bühnenbildmodelle. Nach einem Casting für Statisten steht der ein oder andere Besucher vielleicht künftig auf der Opern- oder Schauspielbühne.

Auch das Schauspiel Frankfurt stellt Auszüge seines neuen Spielplans vor. Mitglieder des Ensembles und Gäste stehen in der One-Minute Show in alphabetischer Reihenfolge jeweils eine Minute auf der Bühne und sind ungeprobt, hautnah und sprühend kreativ zu erleben. Die technischen Gewerke präsentieren sich u.a. mit einer Technikshow – ob Schneegestöber, Blitzgewitter oder alles einmal umgedreht. Was kann eine der größten Theaterbühnen der Welt eigentlich alles? In Workshops lernen die Teilnehmer u.a wie es ist, „ein Spieler zu sein“. Die jüngsten und künftigen Zuschauer haben in Kinderworkshops die Gelegenheit zu erfahren, wie man sich in 10 Sekunden blitzschnell verwandeln kann oder sich mit futuristischen Kinderbüchern auf ein Weltraumabenteuer einzulassen.

Die Oper Frankfurt präsentiert Opernkaraoke mit dem Tenor Michael McCown, ein Arienquiz mit Mitgliedern des Opernstudios und zahlreiche weitere Veranstaltungen wie Workshops mit dem Kinderchor, Kammermusik-Konzerte und öffentliche Gesangsstunden, die darüber Auskunft geben sollen, wie Sänger*innen ihre Partien lernen. Zum Abschluss gibt es die Möglichkeit, um 19.00 Uhr Händels Radamisto im Opernhaus zum Eintrittspreis von € 15 auf allen bis dahin noch verfügbaren Plätzen zu erleben. Tickets sind an der extra aus diesem Grund geöffneten Abendkasse erhältlich.

Doch zuvor bieten Oper und Schauspiel noch gemeinsam ein Speed-Dating an, bei dem man im persönlichen Gespräch diejenigen Menschen kennenlernt, die vor und hinter den Kulissen der Städtischen Bühnen arbeiten. Im World-Café erfährt man alles über die unterschiedlichen Theaterberufe. Und schließlich gibt es eine Sitzkissenlesung mit Musik aus dem Familienstück Tintenherz für Kinder und ein Singalong mit dem Mitarbeiter-Chor der Städtischen Bühnen.

Der Eintritt zum Theaterfest ist frei. Bei den teilnehmerbegrenzten Formaten ist eine Anmeldung vor Ort erforderlich. Das komplette Programm steht ab Ende August online unter www.schauspielfrankfurt.de bzw. www.oper-frankfurt.de zur Verfügung.
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NATALIA USHAKOVA „Arien in der Sommerarena“ live in der Sommerarena Baden

5. September 2019, 19.30 Uhr, Sommerarena Baden


Natalia Ushakova. Foto: Max Tschann

Mit „Arien in der Sommerarena“ präsentiert die Ausnahmesopranistin Natalia Ushakova wiederum ihr einziges Open-Air-Konzert im September 2019 in der Sommerarena Baden. Am 5. September 2019 lädt die Starsopranistin Natalia Ushakova bereits zum vierten Mal zu ihrem einzigartigen Open-Air-Abend in die großartige Kulisse der Sommerarena Baden. Nach den großen Erfolgen in den Vorjahren präsentiert die charismatische Wahlösterreicherin ihr neues Programm. Erleben Sie die beeindruckende Stimmgewalt der charismatischen Starsopranistin in einer einzigartigen Atmosphäre. „Ich freue mich schon sehr auf den Abend in der historischen Open-Air Arena im Herzen von Niederösterreich!“, so Natalia Ushakova.
Natalia Ushakova wird an diesem Abend Leidenschaftliches und Lustvolles aus Oper und Operette zum Besten geben: Die Ausnahmekünstlerin interpretiert die schönsten Werke von Puccini, Verdi, Strauß und Lehar und wird das Publikum mit ihrer atemberaubenden Stimme aufs Neue verzaubern. Begleitet wird die Sopranistin vom Czech Virtuosi Orchestra unter der Leitung von Dirigent Michael Zehetner. Damit ist ein außergewöhnlicher Musikgenuss unter dem Sternenhimmel für Freunde klassischer Musik in einem einzigartigen Ambiente garantiert. Der Pflichttermin für Klassikliebhaber Ende des Sommers.

Die Location
Ein würdiger Rahmen für eine faszinierende Klassik-Nacht.
Die Sommerarena der Bühne Baden: eine der schönsten und beliebtesten Sommerlocations des Landes. Der perfekte Ort, um eine unvergessliche, zauberhafte Nacht der Klassik zu erleben.

Auf dem Standplatz der heutigen Sommerarena befand sich ab dem Jahre 1841 das „k. u. k. privilegierte Tagstheater der landesfürstlichen Stadt Baden“. Im Jahr 2006 wurde das 100-jährige Bestehen der Sommerarena mit einem großen Festkonzert gewürdigt. Der Kultursommer in der Sommerarena Baden, erfreut sich mit seiner unnachahmlichen Atmosphäre beim Publikum größter Beliebtheit. Im Sommer 2009 stand dabei erstmals neben den jährlichen Operettenproduktionen auch eine Schauspielproduktion auf dem Programm.

Tickets und Service
Karten gibt es bei Ö-Ticket sowie direkt bei der „Bühne Baden“.

Infos
www.arienindersommerarena.at

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Oswald Panagl

Ein Dauergast der musikalischen Bühne

Der Mythos von Orpheus und Eurydike

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Konstanten und Variablen

                Der Verfasser dieses Beitrags durfte vor genau zehn Jahren ein Symposion über Antiker Mythos im Musiktheater des 20. Jahrhunderts einleiten und hat sein Eröffnungsreferat unter einen plakativ-griffigen Titel gestellt: Iphigenie geht – Ödipus kommt – Orpheus bleibt. Hinter dieser kontrastiven Formulierung steht eine Tendenz, die sich qualitativ am Hervortreten und Hinschwinden mythologischer Sujets und quantitativ an Vertonungszahlen wie Aufführungsfrequenzen im europäischen Musiktheater ablesen lässt. Die Manifestationen edler Menschlichkeit, aber auch die bukolischen Themen und idyllischen Motive aus dem griechischen Sagenschatz haben im Opernschaffen des 17. Jahrhunderts Konjunktur, erreichen ihren Höhepunkt im folgenden Saeculum und werden an der Wende zur Moderne vor neuen Erfahrungsschichten und Erlebnishorizonten als Stoffe obsolet.

                Dagegen wird der Mythos von König Ödipus mit seiner existentiellen Aussage, seiner irrationalen Betroffenheit vor der conditio humana erst in unserem Jahrhundert wirklich als Projekt des Musiktheaters entdeckt: von Ruggero Leoncavallo, Igor Strawinsky, George Enescu, Carl Orff und Wolfgang Rihm, um nur einige besonders markante Stationen aufzulisten. Dass diese Geschichte auch von so typischen geisteshistorischen Vertretern der Neuzeit wie Sigmund Freud und Claude Lévi-Strauss als Paradigma herangezogen und zur Chiffre auserwählt wird, passt lückenlos in dieses Szenario.

                Doch kommen wir nunmehr zum „Orpheus“-Mythos: Er steht am Anfang des operndramatischen Schaffens („Euridice“ von Jacopo Peri und Giulio Caccini, 1600) und hat seitdem die Bühne nicht mehr verlassen: Ob es sich um die Fortschreibung einer Tradition handelt (Haydn), ob das antike Milieu den Schauplatz und die Requisiten für eine Karikatur der Zeitgeschichte liefert (Offenbach), ob moderne Komponisten eine frühe Ausformung des Stoffes neu gestalten, zeitgenössisch wiederbeleben wollen (Monteverdi – Orff) oder ob ein Komponist der Zwischenkriegszeit eine Neufassung des Sujets in der Tonsprache seiner Tage beispielhaft umsetzt (Kokoschka – Krenek).

Per aspera ad astra

                Claudio Monteverdi hat den „Orfeo“, seine erste „Favola in musica“, für den Karneval des Fürstenhofes zu Mantua komponiert. Die Uraufführung am 22. Februar 1607 gestaltete sich zu einem überwältigenden Triumph für den Autor und zu einem folgenschweren Ereignis für die weitere Geschichte der Gattung Oper. Die allegorische Gestalt der Musik verkündet zu Beginn persönlich das Thema: es geht um den göttlichen Sänger Orpheus. Dieser und die ihm eben vermählte Euridice preisen im Verein mit Nymphen und Hirten als dem ländlichen Ambiente ihr junges Liebesglück. Orpheus ist voll von Begeisterung und Dankesgefühlen für die Götter und erhofft sich dauerhafte Erfüllung. Als der Sänger später in der Mittagsglut wieder an Euridice denkt und sich an die schmachtenden Klagelieder seiner noch unerfüllten Liebe erinnert, berichtet eine Botin den Tod der Gattin: Eine Schlange hat sie gebissen, als sie gerade Blumen pflückte, und der Name „Orpheus/Orfeo“ war ihr letztes Wort. Der Verlassene beschließt den Gang in die Unterwelt: Kann er Pluto nicht erweichen, so will er selbst mit Euridice bei den Toten bleiben. Er dringt bis zu den Pforten des Schattenreichs vor, das sich mit dem Wort aus Dantes „Divina commedia“ erklärt: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren!“ Orpheus kann die Gemahlin des Totenherrschers, Proserpina, mit seinen Klagen erweichen. Sie erinnert Pluto an ihr eigenes Liebesglück und bittet Euridice frei. Doch Orpheus – und das ist ja das Leitmotiv aller Gestaltungen – darf sich nicht nach ihr umsehen, ehe sie wieder das Licht der irdischen Welt erreicht haben. Als er sich und Euridice von Furien bedroht glaubt, durchbricht er das Verbot und verliert die Geliebte endgültig. Dem Leben zurückgegeben, verzweifelt Orpheus über sein Geschick und gelobt der Verstorbenen ewige Treue. Apollo, der Vater des Sängers (eine neuere Variante des antiken „deus ex machina“), tröstet den Sohn mit der Verheißung ewigen Künstlerruhms und der Überwindung persönlichen Schmerzes. In einer jenseitigen Welt der Gestirne, in die Orpheus dem Gotte folgt, werde er auch Euridices Licht begegnen. Die Hirten feiern als treue Begleiter die Verklärung des göttlichen Sängers. Diese Schlussapotheose hat Monteverdi freilich erst für die veröffentlichte Fassung geschaffen. In der Erstaufführung des Werkes 1607 bildete die Flucht des Sängers vor den Bacchantinnen das dramaturgisch offene Ende.

                Als der Librettist Ranieri de Calzabigi 1761 in Wien für seinen Operntext „Orfeo“ einen geeigneten Komponisten suchte, wurde er auf Christoph Willibald Gluck aufmerksam, dessen Ideen zu einer Reform der Oper hier auf ein besonders taugliches Sujet stießen. Die 1762 am Wiener Hofburgtheater uraufgeführte italienische Fassung machte wohl Eindruck, konnte sich aber gegen den Druck anspruchsloserer Konkurrenz nicht auf Dauer behaupten. So entschloss sich Gluck ein Jahrzehnt später zu einer Umarbeitung und Erweiterung, die als Pariser Fassung mit dem Titel „Orphée et Euridice“ in französischer Sprache und mit obligatem Ballett 1774 einen anhaltenden Erfolg erzielt hat.

                Bei Gluck und Calzabigi zeigt schon der Beginn der Oper den verlassenen und verzweifelten Orpheus, der über dem Tod der Gattin seine Kunst vergessen hat, dem die Leier nicht mehr tönt – eine tiefe Symbolik! Er will sich eben aufraffen, der Unterwelt die Tote zu entreißen, als ihm der Liebesgott Amor/Eros den Entschluss der Götter verkündet, Euridice dem Gatten freiwillig zurückzugeben. Doch muss er sie selbst aus dem Totenreich wieder auf die Erde führen und darf sie auf diesem Wege nicht anblicken. Orpheus, dem die künstlerische Schaffenskraft zurückgekehrt ist, besänftigt mit seinem Gesang die unterirdischen Schreckensgestalten und entlockt den seligen Geistern den Schatten seiner Gattin. Doch diese kann sein seltsames Betragen, die Abwendung seines Blickes, nicht verstehen. Sie muss an seiner Liebe zweifeln, ihr vernehmlicher Todeswunsch lässt Orpheus seinen Auftrag vergessen. Durch ihren neuerlichen Tod in den Wurzeln seiner Existenz getroffen und tief verwundet, sucht der Sänger nur noch das Ende. Da erscheint abermals der Liebesgott als Bote des Himmels. Seine treue Liebe habe die Götter gerührt, die ihm seinen Ungehorsam verzeihen und Euridice wieder zuführen. Inmitten der Hirten preisen die Liebenden vereint die Macht des Eros.

                Als Joseph Haydn schon in reifem Lebensalter am Neujahrstag 1791 von Calais nach Dover übersetzte, um die nächsten anderthalb Jahre in England zu leben, hatte er neben seiner symphonischen Arbeit auch einem musikdramatischen Kompositionsauftrag zu genügen. Der Operndirektor Gallini bot ihm 300 Pfund für die Vertonung eines Textes von Carlo Francesco Badini, der unter dem Titel „L’anima del filòsofo“ den Mythos von Orpheus und Eurydike behandelte. Im Gegensatz zu den meisten Fassungen des 18. Jahrhunderts, vor allem aber zu Calzabigi und Gluck, deren gemeinsame Schöpfung damals bereits weithin bekannt und gefeiert war, endet dieses Libretto tragisch. Eurydike darf nicht ins Leben zurück, und Orpheus trinkt einen Todestrank, den ihm Bacchantinnen, die ja in der antiken Erzählung von Orpheus‘ Tod eine verhängnisvolle Rolle spielen, kredenzen. Sie entführen ihn danach auf einem Schiff, das in einem heftigen Sturm zerschellt.

                Dieser Gegenentwurf zu Gluck enthält viele Chöre, das ariose Element erscheint stark zurückgedrängt. Das Werk, dessen Aufführung durch einen erbarmungslosen Konkurrenzkampf zwischen dem King’s-Theatre und der italienischen Oper im Pantheon zu London verhindert worden war, ist 1806/7 in verkürzter Fassung (11 Musiknummern) und unter dem eindeutigen Titel „Orfeo ed Euridice“ im Druck erschienen, wobei der Verlag Breitkopf & Härtel offenbar eher an eine konzertante Aufführung gedacht hat. Ob die vereitelte Premiere in London daran schuld war, dass diese Partitur Haydns letztes Bühnenwerk geblieben ist?

Nach Vermutungen des Haydn-Experten Georg Feder ist ja auch der abrupte Schluss nicht künstlerisch gewollt, sondern durch das Scheitern der Bühnenaufführung verursacht.

                III. Im Zerrspiegel der Travestie

                „Orpheus in der Unterwelt“ („Orphée aux enfers“) von Jacques Offenbach nach dem Libretto der Autoren Hector Crévieux und Ludovic Halévy, 1858 in den Bouffes-Parisiens uraufgeführt, ist als Fallstudie der Mythenrezeption in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. Dass die antike Gewandung zeitgenössische Gesellschaftskritik und Politikschelte transportiert, hat man längst bis ins Detail analysiert: Das Leben im Olymp mit dem popanzhaften Jupiter, seiner aufmüpfigen Großfamilie und dem allgemeinen Überdruss an Nektar und Ambrosia, sprich: den Privilegien und Attitüden der Nobilität, parodiert den Hof Napoleon III. im sogenannten Zweiten Kaiserreich (‚Seconde Empire`). Dass sich alle Akteure, selbst die Herren des Himmels und der Unterwelt, der personifizierten öffentlichen Meinung beugen müssen und vor ihren Ansprüchen zu jedem Opfer bereit sind, ist ein nur allzu deutlicher Seitenhieb auf die Macht des wuchernden Journalismus. Und wenn Orpheus, der bürgerliche Virtuose und Geigenlehrer am Konservatorium von Theben, der längst aus seiner verhassten Ehe ausgebrochen ist, vor den Göttern mit dem Zitat von Glucks Klagearie seelischen Schmerz simuliert, so wird auch die musikalische Repertoirekenntnis und Hörerfahrung in den Dienst der Travestie gestellt. Zwei subtile Beobachtungen von Volker Klotz seien zur Charakterisierung dieses Archetyps der ätzend-aufmüpfigen Operette noch angeführt. Die durchgängige Triebkraft der Personen und zugleich das Movens der Dramaturgie ist die Konkurrenz: ob in der Kunstübung, in erotischen Belangen oder in der Machthierarchie, immer ist der Wettbewerb, ist der Positionskampf angesagt. Der zweite Hinweis des genannten Interpreten ist vielleicht noch gewichtiger: Dieses Bühnenwerk ist auch ein Stück emanzipatorischer Literatur. Denn Eurydice ist die einzige Figur der Handlung, der es wesentlich um das Lieben und Geliebtwerden, nicht aber um maskierte Besitzansprüche geht. Aus allen drei Duetten mit den Männern (Orpheus, Aristeus-Pluto, Jupiter als Fliege) geht sie innerlich enttäuscht, aber als emotionale Siegerin hervor. Und wenn sie am oberflächlich fröhlichen Ende des Geschehens als Bacchantin in den Reigen des Gottes der Ekstase – Bacchus – eingeht, so kann sie endlich ihre seelische Disposition, ihre Vorliebe für ein Dasein  ohne Zwänge und Rücksichten ausleben.

Persönliche Trauerarbeit am Mythos

                Oskar Kokoschka hat sein Drama „Orpheus und Eurydike“ 1915 im Ersten Weltkrieg gedichtet, um es dann 1917 gründlich umzuarbeiten. Das Kriegserleben, eine schwere Verwundung und die Bewältigung einer krisenhaften Liebesbeziehung zu Alma Mahler-Werfel spiegeln sich allenthalben in dieser Dichtung, sind Motiv und prägende Kraft der Neudeutung des überkommenen Stoffes. In einem späteren Brief bekennt Kokoschka, er habe diesen Text nach seiner schweren Kriegsverletzung „gesprochen, geflüstert in Ekstase, im Delirium, geweint, gefleht, geheult in Angst und Fieber der Todesnähe“. Und im Rückblick formuliert der betagte Künstler 1956: „Ich schrieb in dieser Zeit ein Bühnenstück, `Orpheus‘, das ich im russischen Militärlazarett ausdachte in Erinnerung an jene Frau, der ich Blumen täglich nach Nizza gesandt habe. Nur noch die bunte Glasschnur roter Perlen band mich an die Frau. An diesem Abend glimmte die Schnur am Hals einer anderen im dunklen Zuschauerraume. Was sie jemals zu mir heimlich gesagt und was ich sie gefragt habe, Orpheus und Eurydike sollen es, auf der Bühne, aller Welt verraten.“ Ein Drama seelischer Konflikte, emotionaler Befreiung und aktueller Zeiterfahrung also hat da Ernst Krenek nach einer Begegnung mit Oskar Kokoschka vertont und die Komposition 1923 vollendet.

                Der heimkehrende Orpheus und Eurydike versichern einander ihre bedingungslose Liebe. Doch die Furien als Abgesandte der Unterwelt erwirken bei der dienenden Psyche (mit Doppelsinn des Namens!) Eingang zum Schlafgemach. Eurydike soll für sieben Jahre zu Hades – als Person und Bereich verstanden – hinabsteigen. Als sie Orpheus ihre Liebe ausspricht („Selbst in tausend Toden lieb ich noch mehr dich“), entfällt ihrer Hand bedeutungsschwer der Ring. – Nach fünf Jahren dringt Orpheus in die Unterwelt ein und erbittet Eurydikes Rückkehr „für einen kurzen Sommer“. Auf einer abenteuerlichen Meerfahrt fischen Matrosen einen Totenkopf; diesem entrollt ein Ring, dessen Inschrift nur noch eine zweideutige Aussage erkennen lässt: Allos makar, „Glück ist anders“ oder „der andere glücklich“. Eurydike bekennt, die Geliebte des Hades geworden zu sein, und verlässt das Schiff, in das nun ein Blitz einschlägt. – Nach zwei weiteren Jahren findet Orpheus im Schutt seines Hauses die zerbrochene Leier und verflucht, indem er wieder auf ihr zu spielen versucht, „Sonne und Mond, alte Zeiten, Wollust und Wahnsinn, selbst das Bild Eurydikes“. Er wird das Opfer seiner empörten Umgebung und im Ruinenfeld aufgehängt, das sich nunmehr in ein Niemandsland zwischen Leben und Tod verwandelt. Orpheus ist unfähig, die Untreue seiner Gattin im Jenseits zu vergeben, er versucht sie dennoch wieder an sich zu binden („Triumph! Ich lass‘ dich nicht sterben … Hinter der Liebe bis in den Tod steckt Hass!“) Doch sie reißt sich endgültig von ihm los und entschwindet im Geisterreigen („So im letzten Kampf umarmend, voll Entsetzen, für letzten Kuß, aus des Orpheus erstarrten Kiefern lös‘ ich mich endlich ledig …“). Erst das Nachspiel, in dem ein Chor hoffender Seelen dem Nachen der Psyche folgt, bringt einen Hoffnungsschimmer in dieses Drama einer verquälten Passion, einer mythisch-metaphysisch unterlegten Zweierbeziehung.

                Kreneks Oper, die erst 1926 in Kassel uraufgeführt worden ist, entzieht sich einer eindeutig klassifizierenden Zuordnung. Debussys Harmonik, Wagners Leitmotivik, Mahler-Reminiszenzen, die Erweckung alter Formen wie der Passacaglia und atonale Passagen ergeben einen gemischten Personalstil, den der Komponist in seiner „Selbstdarstellung“ so beschreibt: „Wiederum schrieb ich die Musik in fieberhaftem Tempo, wie in einem Traum. Ab und zu erfaßte ich die tiefere Bedeutung des Textes in plötzlicher Erleuchtung, dann tappte ich wieder im Dunkel, mehr meinem schöpferischen Instinkt vertrauend als meinem Intellekt.“

                Der Orpheus-Mythos vereinigt nach Art eines Brennspiegels verschiedenartige Motive und Handlungsfacetten: den Zauber und die verwandelnde Kraft der Musik, die Spannung zwischen endlichem Leben und unendlicher Sehnsucht, den Verlust eines geliebten Partners, den Zwiespalt zwischen Auftrag und spontanem Gefühl, die Ausgesetztheit des Menschen. Die jeweilige Mischung, die veränderte Perspektive, die subjektive Gewichtung erlauben ein schier unendliches Spiel der Variation, das sich auch im modernen Drama (Cocteau, Anouilh, Tennessee Williams) oder im Film (Orfeu Negro) reizvoll verfolgen ließe. Ein Ende der Herausforderung durch diesen Stoff ist nicht abzusehen.

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Musiktage Mondsee, 30. August – 7. September 2019

Johann Sebastian Bach, einer der ganz großen Meister, steht heuer im Mittelpunkt bei den Musiktagen Mondsee. Zu Gast sind u.a. Benjamin Schmid, Anna Lucia Richter, Veronika Hagen, Quirine Viersen, Julian Bliss, das Javus Quartett u.v.m. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Auryn Quartetts.

In Kürze beginnen die Musiktage Mondsee, die dieses Jahr unter dem Motto „Johann Sebastian Bach – Anfang und Ende aller Musik“ stehen. Das erste Konzert findet am 30. August in der Basilika St. Michael statt, bei dem die Sopranistin Anna Lucia Richter zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach singen wird. Die weiteren Konzerte werden im Konzertsaal im Schloss Mondsee gespielt. Stargeiger Benjamin Schmid ist sowohl ganz „klassisch“ u.a. mit der berühmten Chaconne von Bach sowie mit seinem Jazzprogramm „Bach:Reflected“ mit Improvisationen über Bach zu Gast. Auch das Auryn Quartett, das für die Programmierung der Musiktage Mondsee verantwortlich zeichnet, tritt selbst bei den meisten Konzerten auf.
Weitere Höhepunkte im Programm der Musiktage Mondsee sind der groß besetzte Konzertabend „Concerto grosso“ (3.9.) mit dem 2. Brandenburgischen Konzert oder das Konzert mit der Bach-Preisträgerin Schaghajegh Nosrati, die Bachs „Die Kunst der Fuge“ spielen wird. Mit dem Konzertformat „Surprise“ werden jedes Jahr Nachwuchskünstler vor den Vorhang gebeten. Dieses Jahr ist mit dem Javus Quartett ein junges Quartett aus Salzburg eingeladen.
Vielfältiges Rahmenprogramm

Ein alljährlicher Fixpunkt im Rahmenprogramm ist die Musikalische Landpartie mit Thomas Weismann. Weiters gibt es einen vertiefenden Vortrag zum Thema „Bach zwischen Kaffeehaus und Geniekult“, und eine Veranstaltung ist unserem Konzertflügel gewidmet: Fazioli – Porträt einer Legende.
Konzerteinführungen runden das Rahmenprogramm ab.

Über 30 Jahre Musiktage Mondsee

Seit über 30 Jahren stehen die Musiktage Mondsee für höchste künstlerische Qualität in intimer, persönlicher Festivalatmosphäre. Diese Mischung garantiert Jahr für Jahr sowohl Künstlern als auch Besuchern eine Woche voller musikalischer Sternstunden und berührender Begegnungen. Die Schönheit des Salzkammergutes bildet dazu die perfekte Ergänzung.

Das Kammermusikfestival am wunderschönen Mondsee ist vor allem András Schiff zu verdanken. Es war 1989, als der weltberühmte Pianist und Dirigent die gleichnamige Gemeinde im Salzkammergut für sich entdeckte und beschloss, hier alljährlich mit den Musiktagen Mondsee einen hochkarätigen Klangzauber zu veranstalten. Ein Festival, das in kürzester Zeit große internationale Bedeutung erlangte: In Mondsee, diesem malerischen Ort mit seiner faszinierenden Geschichte und Tradition, gastierten etwa Cecilia Bartoli, Oleg Maisenberg und Peter Schreier. Seit 2010 hat das vielfach preisgekrönte Auryn Quartett die künstlerische Leitung inne.

Alle Informationen auf der Webseite der Musiktage Mondsee
-mail: info@musiktage-mondsee.at
Web: www.musiktage-mondsee.at

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ORF III am Donnerstag (heute): „Agatha Christie’s Poirot“ im Dreierpack mit „Mord in Mesopotamien“

Außerdem: „Köchin gesucht“ und „Poirot riecht den Braten“

Wien (OTS) – In ORF III Kultur und Information ermittelt am Donnerstag, dem 22. August 2019, „Agatha Christie’s Poirot“ wieder in drei ungewöhnlichen Fällen von Edward Bennett. Zu Beginn ruft in der Folge aus 2001 ein „Mord in Mesopotamien“ (20.15 Uhr) Hercule Poirot zur Wiege der Zivilisation. Arthur Hastings (Hugh Fraser) besucht zusammen mit Poirot (David Suchet) seinen Neffen Bill Coleman (Jeremy Turner-Welch), der Teil eines Teams ist, das archäologische Arbeiten im Irak ausführt. Die Stimmung im Team ist gedrückt, da wenige Tage zuvor ein Arbeiter ermordet wurde. Gerade als Poirot abgereist ist, der den Komfort eines Hotels in Bagdad der Unterbringung in der Nähe der Grabungsstätte vorzieht, gibt es eine weitere Leiche: die Frau des Grabungsleiters Mrs. Leidner (Barbara Barnes).

Anschließend zeigt ORF III zwei Folgen aus dem Jahr 1989. Um 22.00 Uhr wird eine „Köchin gesucht“. Als Mrs. Todd (Bright Forsyth) Hercule Poirot bittet, nach ihrer spurlos verschwundenen Köchin zu suchen, ist dieser zunächst wenig geneigt, sich der Sache anzunehmen. Aber als Mrs. Todd ihn kurz darauf mit einer bescheidenen Bezahlung von seinem Auftrag entbindet, ist Poirot empört und sein Ehrgeiz geweckt. Seine Beharrlichkeit macht sich bezahlt, denn er findet nicht nur die Köchin, sondern klärt zugleich einen Diebstahl und einen Mord auf.

Den Abschluss des Abends macht „Poirot riecht den Braten“ (22.55 Uhr). Selbstmord oder Mord, der als Selbstmord getarnt ist? Chief Inspector Japp (Philip Jackson) zieht Poirot in einem kniffligen Fall zu Rate, in dem eine Frau erschossen aufgefunden wird. Ihr Zimmer war verschlossen, aber der Schlüssel zum Zimmer ist verschwunden und auf der Waffe finden sich keine Fingerabdrücke. Recherchen ergeben, dass sie erpresst wurde.

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DIE MITTWOCH-PRESSE (21. AUGUST 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MITTWOCH – PRESSE – 21. AUGUST 2019

Salzburger Festspiele
Festspiele gehen ins Finale: Noch Karten zu haben
Noch 11 Tage bis zum Ende der Salzburger Festspiele. Alle szenischen Premieren – sprich Oper und Schauspiel – sind bereits über die Bühne gegangen; was noch folgt, sind konzertante Aufführungen und Konzerte. Noch gibt es die Möglichkeit Karten für einzelne Vorstellungen zu erwerben.
https://salzburg.orf.at/stories/3009216/

Mit Nestlé steigt ein wichtiger Sponsor der Salzburger Festspiele aus
Im kommenden Jahr feiert das Kultur-Event Österreichs 100-jähriges Jubiläum. Doch kurz davor sucht die Festival-Chefin dringend Sponsoren.
Handelsblatt

Salzburg/ Osterfestspiele
Konflikt um künstlerische Leitung der Osterfestspiele Salzburg spitzt sich zu  Bezahlartikel
Thielemann gegen Bachler: Mitten in den sommerlichen Salzburger Festspielen kommen die Osterfestspiele ins Wanken.
https://www.sn.at/osterfestspiele

Salzburg/ Osterfestspiele
Der Brief von Christian Thielemann im Wortlaut Bezahlartikel
Salzburger Nachrichten

Kirill Petrenko: „Als Musiker sind wir Geschichtenerzähler“
Kirill Petrenko über seine Lehrjahre, Momente, in denen Philharmoniker gezügelt werden müssen, und eine Taktik, wie man sich die Musik der Moderne erschließt.
Tagesspiegel

Salzburg
Ein „Mozart-Versteher“ und ein echter Könner
Morgens interpretatorischer Überdruck mit Pichon, abends Brillanz mit Viotti.
Die Presse

Salzburg
Das Leben ein Kampf – Enescus „Œdipe“ bei den Salzburger Festspielen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Salzburg
Médée in Salzburg
http://www.operatoday.com/content/2019/08/medee_in_salzbu.php

Berlin
Fanmeile für die Philharmoniker am Brandenburger Tor. 30 000 werden erwartet
Beim Open-Air-Konzert am Brandenburger Tor stellt sich am 24. August der neue Chefdirigent Kirill Petrenko vor.
Berliner Morgenpost
Gratiskonzert am Brandenburger Tor. Petrenko lädt alle Berliner ein
Tagesspiegel

Grafenegg
Jugendorchester in Grafenegg: Mahler, plakativ
Das European Union Youth Orchestra konfrontierte die Fünfte mit Mozart und einer Novität von Peter Ruzicka.
Die Presse

Salzburg
Was Schönberg in seinem Herzen fühlte
Maurizio Pollini fesselte mit Stücken von Arnold Schönberg und Luigi Nono.
Die Presse

New York
At the Joyce, a Feast of Dancers at a Sometimes Meager Table
The New York Times

Critic’s Choice for 2019-20
https://newyorkclassicalreview.com/2019/08/critics-choice-for-2019-20/

Annandale-on-Hudson
The dead arise: Bard Musical Festival presents a thrilling Die tote Stadt
bachtrack

Cooperstown
Queen: A Royal Jewel at Glimmerglass
http://www.operatoday.com/content/2019/08/queen_a_royal_j.php

Saratoga
Opera Saratoga Announces 2020 Summer Festival Programming
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&channel=trow&q=west+edge+opera

Berkeley
West Edge Opera’s Threepenny Opera Is on the Edge
https://www.sfcv.org/reviews/west-edge-opera/west-edge-operas-threepenny-opera

Kommentare
To save opera, we have to let it die
Washington Post

Carol Jean Delmar on Opera—The Domingo Scandal —A Developing Story
https://bhcourier.com/2019/08/19/carol-jean-delmar-on-opera-the-domingo-scandal

Nachruf
Obituary: Argentinian Soprano Adelaida Negri Passes Away At 75
http://operawire.com/obituary-argentinian-soprano-adelaida-negri-passes-away-at-75/

Rock/ Pop

Gabalier: ‚Bin komplett zerstört‘
Andreas Gabalier hat sich selbst zu viel zugemutet. Er muss sich nun schonen. Für seine Fans entschied sich Schlager-Star Andreas Gabalier (34) gegen die Vernunft und für das Risiko. Trotz eines schweren Virus und einer Lebensmittelvergiftung stürmte er nach einer Woche Spitalsauf­enthalt wieder die große Bühne in Kitzbühel.
https://www.oe24.at/leute/oesterreich/Gabalier-Bin-komplett-zerstoert/393691256

Tanz/ Ballett

Kieler Schloss/ Schleswig Holstein-Festival
Aufwühlend und bewegend statt einschläfernd: Bachs Goldberg-Variationen, mitreißend getanzt
Klassik-begeistert

Wuppertal
Kündigung bleibt unwirksam. Ex-Intendantin gewinnt in zweiter Instanz gegen Wuppertal
Als das berühmteste Tanzensemble Deutschlands seiner Intendantin fristlos kündigt, fallen hässliche Anschuldigungen. Adolphe Binder wehrt sich und gewinnt vor Gericht gegen die Stadt – jetzt auch in zweiter Instanz.
Berliner Zeitung
Tanztheater Wuppertal: Kündigung von Intendantin unwirksam

Der Vorsitzende Richter Alexander Schneider ermahnte alle Seiten eindringlich, nach einer Lösung zu suchen. „Es tut mir in der Seele weh, dass das Aushängeschild Wuppertals dermaßen leidet“, sagte der Richter
Sueddeutsche Zeitung

Sprechtheater

Salzburg/ Festspiele
Liliom in jenseitiger Selbsterfahrungsgruppe
Sensibel und kurzweilig inszenierte der Ungar Kornél Mundruczó das 110 Jahre alte Stück seines Landsmanns Ferenc Molnár. Die Koproduktion mit dem Hamburger Thalia-Theater ist durchaus gelungen. Ein toller Abend.
Die Presse
Das Krokodil steckt im Kasten, der Teufel im Detail
Sex, Gewalt und irritierend gute Laune: Kornél Mundruczó inszeniert Molnárs Vorstadtlegende „Liliom“ mit Robotergreifarmen, und Theresia Walser veranstaltet in ihrem neuen Stück ein Blutbad in der Fußgängerzone. Zwei Premieren bei den Salzburger Festspielen.
Frankfurter Allgemeine
Rechtspopulisten am Rande des Nervenzusammenbruchs
Die Welt.de
Versteckte Leiche

Caroline Peters brilliert bei der Uraufführung von Theresia Walsers Politsatire „Die Empörten“ bei den Salzburger Festspielen
Münchner Merkur

Film

Salzburg
„Seniorenkino“: Leinwandstars aus der Jugend
Voll besetzte Säle und beste Stimmung – das ist die Erfahrung nach sieben Monaten Seniorenkino. Die Initiative wurde von Kulturressortchef Bernhard Auinger im Herbst 2018 in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Filmkulturzentrum Das Kino ins Leben gerufen.
DrehpunktKultur

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Unter’m Strich

Österreich
Trauer um Rudolf Hundstorfer: „Großer Sozialdemokrat und wahrer Menschenfreund“
https://www.krone.at/1980863
Herzinfarkt nach Sprung in den Pool
https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Rudolf-Hundstorfer-Herzinfarkt-nach-Sprung-in-Pool/393803618

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 21. AUGUST 2019)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 21. AUGUST 2019)

NUN IST KLAR: OSTERFESTSPIELE MIT CHRISTIAN THIELEMANN UND NIKOLAUS BACHLER FUNKTIONIEREN NICHT

Der Brief von Christian Thielemann im Wortlaut steht als Bezahlartikel in den Salzburger Nachrichten. Ich kenne den Inhalt, bin aber aus juristischen Gründen nicht befugt, ihn an dieser Stelle im Wortlaut zu veröffentlichen.

Nur soviel: Christian Thielemannn hat für die von ihm zu verantwortenden Festspielsaisonen  2021 und 2022 die Planung fertig und darüber hinaus für 2023 infolge der langen Vorlaufzeiten auch bereits vorgeplant. Konkret soll 2022 „Lohengrin“ und  2023 „Elektra“ in jeweils prominenter Besetzung gespielt werden.

Herr Nikolaus Bachler hat diese Planung nicht akzeptiert. Damit kann Herr Thielemann auch nicht die Verträge abschließen.

Es kommt zum offenen Konflikt. Herr Thielemann beruft sich auf die ihm übertragene Künstlerische Leitung bis 2022 und folgert logisch, dass eine Künstlerische Leitung nicht zweimal vergeben werden kann – wie das der Aufsichtsrat ziemlich offensichtlich plant.

Thielemann ersucht, die Kompetenzen zu klären. Der Brief steht vollinhaltlich in den Salzburger Nachrichten – als Bezahlartikel. Selbst wenn ich die Lektüre bezahlen würde, darf ich nicht veröffentlichen!

Quelle: sn.at/osterfestspiele-salzburg…mann-im-wortlaut-75079738 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

Anton Cupak

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SALZBURGER FESTSPIELE: 2020 ZUM JUBILÄUM: FRANZ WELSER-MÖST DIRIGIERT „ELEKTRA“

Von F.K. soeben in der Kronen-Zeitung gefunden

Da die „feunen“ Opernfreunde die Kronen Zeitung nicht einmal anrühren, mag ihnen die Info entgangen sein. Besetzung ist noch keine zu erfahren. Etwas Spannung bleibt also doch!

Die auf die Meldung nachfolgenden Zeilen beziehen sich natürlich auf die heurige „Salome“ (ab 25.8.)
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Am 21. September 2019 werden im Konzerthaus Berlin erstmals die OPER! AWARDS verliehen.

Damit bekommt Deutschland seinen ersten ausschließlich der Oper gewidmeten und öffentlich verliehenen Branchenpreis überhaupt. Die OPER! AWARDS werden in insgesamt 20 Kategorien an die besten nationalen und internationalen Akteure auf und hinter der Opernbühne vergeben.

Deutschland verfügt über die meisten Opernhäuser weltweit, bislang aber über keinen Preis, der die Besten der nationalen und internationalen Opernbranche öffentlich und im Rahmen einer Preisverleihung auszeichnet. Um dies zu ändern, wurden die OPER! AWARDS ins Leben gerufen. Beginnend mit der Preisgala am 21. September 2019 werden sie fortan jährlich verliehen. Die OPER! AWARDS werden von einer prominent besetzten, achtköpfigen Journalisten-Jury vergeben. Die Gewinner werden auf der Preisverleihung am 21. September 2019 in Berlin bekanntgegeben. Nähere Informationen unter www.oper-awards.com.

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SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE KONZERT Khatia Buniatishvili Klavier

Pianistin Khatia Buniatishvili Klavierspielerin
Khatia Buniatishvili © Sony Classical / Gavin Evan

Großes Festspielhaus, 21 h (!) bis 23 h

Franz Schubert
Impromptus D 899
„Ständchen“ aus Schwanengesang D 957/4
(Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt)
Gretchen am Spinnrade D 118
(Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt)
Erlkönig D 328
(Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt)

Franz Liszt
Mazeppa aus Études dʼexécution transcendante
Ungarische Rhapsodie Nr. 6 Des-Dur

Igor Strawinsky
Trois mouvements de Pétrouchka
Interpreten


Khatia Buniatishvili. Copyright: Julia Wesely

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 Buch über bzw. von  Adam Fischer erscheint

„Zeitnah“ (wie das deutsche Modewort heißt) zu seinen Salzburger Dirigaten und der Buchpräsentation in der Oper.

Andreas Oplatka:
DIE GANZE WELT IST EIN ORCHESTER
DER DIRIGENT ADAM FISCHER
Biographie
288 Seiten, Zsolnay Verlag, 2019

70 ist heutzutage kein Alter, am allerwenigsten bei Dirigenten, von denen viele – sie gelten als langlebige Spezies – bis in die hohen Achtziger tätig sind. Da hat Adam Fischer, geboren am 9. September 1949 in Budapest, also noch Zeit für vieles. Diesen Sommer 2019 dirigiert er bei den Salzburger Festspielen zwei Mozart-Matineen am 24. und 25. August, bevor er weiterzieht, um in München und Hamburg Opern zu dirigieren, ebenso wie an der Wiener Staatsoper, wo für ihn im November einige „Don Giovanni“-Vorstellungen bevorstehen. Abgesehen davon, dass er im März 2020 den Wiener „Ring“-Zyklus betreuen wird. Und zu Fischers alljährlichen Wagner-Tagen in Budapest pilgern Wiener Opernfreunde ohnedies schon automatisch… 70 und kein bisschen müde also. Dabei hat Fischer in seinem Leben schon unendlich viel getan und erreicht, wie die Biographie zeigt, die sein Landsmann Andreas Oplatka über ihn geschrieben hat und die der Zsolnay Verlag am 2. September 2019 in der Wiener Staatsoper präsentiert...

Zur Buchbesprechung (Renate Wagner)
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Literarische Sommerfrische mit Elisabeth Orth im Südbahnhotel Semmering

Bildergebnis für kultursommer semmering

Elisabeth Orth beschließt mit der berührenden Novelle „Die spät bezahlte Schuld“ den diesjährigen Stefan Zweig Schwerpunkt im Südbahnhotel Semmering. Hier, wo der Autor oftmals selbst Kraft tankte, setzt sie gemeinsam mit Otto Lechner am Akkordeon dem grandiosen Erzähler ein weiteres Denkmal seiner literarischen Genialität. Alljährlich werden beim Kultur.Sommer.Semmering hochkarätige SchauspielerInnen dazu eingeladen, ihre liebsten Erzählungen von Stefan Zweig im malerischen Waldhofsaal zu präsentieren.

Rund um die „literarische Sommerfrische“, bei welcher im Anschluß an die Vorstellung wieder elegant soupiert werden kann, darf man auch in der 8. Festivalwoche wieder kulturelle Vielfalt von Alter Musik bis hin zu neu interpretierten Wienerlied-Klängen, von Weltliteratur bis hin zu Humorvollem erwarten.

  1. & 25. August 2019 I 15.30 Uhr I Südbahnhotel I Jahrhunderwende-Lesezyklus Literarische Sommerfrische

Elisabeth Orth & Otto Lechner I Stefan Zweig – Die spät bezahlte Schuld I & Souper im Speisesaal

Burgtheater-Doyenne und Kammerschauspielerin Elisabeth Orth ist auch in diesem Sommer wieder im Südbahnhotel zu Gast und taucht in die unvergleichlich mitreißende Welt der Zweig’schen Novellen ein. Dabei präsentiert sie gemeinsam mit Otto Lechner am Akkordeon ein nur selten zu hörendes Kleinod aus dem brasilianischen Exil Stefan Zweigs. Mit der Beichte einer Briefschreiberin erzählt Stefan Zweig höchst einfühlsam die Geschichte einer Jugendschwärmerei und „eines jener tiefen Geheimnisse, die man trotzig sogar sich selber verschweigt“. Beim eleganten Menu à la Belle Époque wird es dem Publikum am Samstag und am Sonntag im Anschluss an die Vorstellung zudem wieder möglich sein, im prunkvollen großen Speisesaal des Südbahnhotels zu soupieren – begleitet von edlen Weinen aus der Region, exquisiten historisch inspirierten Köstlichkeiten und den Klängen des Semmeringer Salonquartetts.

 

  1. August 2019 I 19.30 Uhr I Curios! I Musikalische Raritäten mit Geißbock, Viola d’amore und Maultrommel

Ein Dudelsack-ähnlicher Geißbock, mehrere Maultrommeln sowie eine Viola d’amore: Das Concilium musicum Wien widmet sich immer wieder leidenschaftlich der (Wieder-)Entdeckung zu Unrecht vergessener Kompositionen und verleiht historischen Instrumenten neue Stimmen in zeitlosem Klangkleid. An diesem außergewöhnlichen Konzertabend im geschichtsträchtigen Südbahnhotel trifft das Ensemble auf Albin Paulus und sein ungewöhnliches Instrumentarium. Der vielseitige Solist hat mit Geißbock und Maultrommel zwei musikalische Raritäten im Gepäck, die nur selten im Rahmen klassischer Konzerte zu erleben sind. Wenn sich dazu die Viola d’amore des Concilium-Mitbegründers Christoph Angerer gesellt, trifft eine wahrlich curiose Besetzung aufeinander.

  1. August 2019 I 19.30 Uhr I Agnes Palmisano I In mein Heazz

Mit ihrem unverwechselbaren Stil zwischen Tradition und Moderne transferiert Agnes Palmisano Heurigenklänge in Hochkultur und musikalische Ideen aus dem 19. Jahrhundert direkt ins Hier und Jetzt. Dies gleicht einer Liebeserklärung an die autochthone Wiener Musik, die sich dabei stets auch neuen Sprachen und Stilen öffnet. Begleitet von Aliosha Biz, Andreas Teufel, Daniel Fuchsberger und Paul Gulda entsteht ein im wahrsten Sinne des Wortes herzhaftes Konzerterlebnis.

  1. August 2019 I 19.30 Uhr I Heinz Marecek I Das ist ein Theater!

Seit 35 Jahren auf und hinter der Bühne zu Hause, beweist Heinz Marecek einmal mehr, was ihn nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Erzähler zum Publikumsliebling gemacht hat: einen unfehlbaren Sinn für launigen Humor. An diesem heiteren Abend rund um das Theater gibt er Geschichten, Parodien und Anekdoten von Schauspielern, Regisseuren, Direktoren, Autoren und Bühnenbildnern zum Besten. Im malerischen Südbahnhotel wird von kleinen Missgeschicken und großen Katastrophen erzählt. Auf der Bühne, hinter der Bühne, im Souffleurkasten, in den Garderoben. Von Qualtinger bis Karajan, von Nestroy bis Peymann, von Wien bis Hollywood.

  1. August 2019 I 19.30 Uhr I Johannes Krisch, Yury Revich und Hanna Bachmann I Die Kreutzersonate – Von Tolstoi zu Beethoven

Auf Lew Tolstoi übte die „Kreutzersonate“ einen derart infernalischen Eindruck aus, dass er die vielleicht bekannteste Eifersuchts- und Mordgeschichte der Weltliteratur daraus dichtete. Das tiefgreifende Psychogramm einer zerrütteten Ehe gilt als eines der kontroversesten Werke des russischen Literaten. Bei Johannes Krischs fesselnder Interpretation der meisterhaften Schilderung fataler Zweisamkeit darf selbstverständlich auch ihr titelgebendes musikalisches Gegenstück nicht fehlen. Eine bewegende literarisch-musikalische Reise in die Tiefen und Untiefen der Seele.

Weiterführende Links
www.kultursommer-semmering.at
www.suedbahnhotel-semmering.at
www.floriankrumpoeck.com

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LEHAR-FESTIVAL BAD ISCH: WIEDER „FROSCH DES MONATS“

BR-Klassik: Und der Frosch des Monats geht an ….
Das Lehár Festival!

Bildergebnis für br klassik frosch des monats

Das Lehár Festival Bad Ischl hat für die Produktion „CLO-CLO“ den Operetten-Preis „Frosch des Monats August“ erhalten. 

Seit vier Jahren vergibt die Redaktion des „Operetten-Boulevard“ (BR-Klassik) Monat für Monat einen Preis für „Operetten-Mut“. 

„Sei kein Frosch, küss ihn: Die Redaktion Operette ist überzeugt und gratuliert zu großem Operettenmut.“ 

(BR-Klassik)

Mit der dritten Produktion CLO-CLO präsentierte das Lehár Festival in halbszenischer Form ein Werk des Bad Ischler Ehrenbürgers Franz Lehár, das noch nie bei den Festspielen zu erleben war. Das Publikum wurde dabei nicht nur von wunderbarer Walzermusik verzaubert, denn Franz Lehár überrascht in diesem Werk auch mit modernen Jazz-Melodien.

Clo-Clo Mustache ist eine berühmte Varieté-Sängerin. Unter ihren vielen Verehrern befindet sich auch der Bürgermeister, zu dem sie liebevoll „Papa“ sagt. Eines Tages bittet Clo-Clo ihn schriftlich um finanzielle Hilfe, der Brief mit dem Ausdruck „Mon chére Papa“ erreicht jedoch seine Gattin, was den Bürgermeister und seine vermeintliche Tochter in reichlich Turbulenzen verwickelt.

Das deutsche Klassik-Label cpo wird eine Aufnahme der Produktion als CD veröffentlichen. 

Musikalische Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Markus Kupferblum
Ausstattung: Toto
Chordirektor: Gerald Krammer 

Clo-Clo Mustache: Sieglinde Feldhofer
Severin Cornichon, Bürgermeister von Perpignan: Gerd Vogel
Melousine, seine Gattin: Susanna Hirschler
Maxime de la Vallé: Daniel Jenz 

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STAATSTHEATER MAINZ: OPERNGALA ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG am 25. August, 18 Uhr im Großen Haus

„Ich wusste es genau … die Zukunft gehört uns“ (Je le savais bien … l’avenir est à nous), singen Dorin Rahardja und Eric Laporte im Duett aus Hoffmanns Erzählungen. Und geben damit am kommenden Sonntag den optimistischen Grundton für die Opernsaison 2019/20 vor, die mit der Operngala im Großen Haus eröffnet wird.

Die Sommerpause ist beendet, auf den Probebühnen wird bereits intensiv gearbeitet, wir freuen uns auf die neue Spielzeit! Solistinnen und Solisten des Ensembles, das Philharmonische Staatsorchester Mainz sowie der Opernchor machen mit musikalischen Kostproben aus Wiederaufnahmen und Premieren Lust auf den kommenden Spielplan – neben Hoffmanns Erzählungen erklingen unter anderem Arien aus Boris Godunow, Manon Lescaut, Al gran sole carico d’amore sowie erste Ausschnitte aus dem Musical The Producers. Durch den Abend führt wie gewohnt Markus Müller.

OPERNGALA ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG am 25. August um 18 Uhr im Großen Haus

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Samuel Hogarth, Robert Houssart, Paul Johannes Kirschner Leitung Opernchor: Sebastian Hernandez-Laverny Moderation: Markus Müller

Mit: Marie Christine Haase, Solenn‘ Lavanant-Linke, Dorin Rahardja, Alexandra Samouilidou, Maren Schwier, Linda Sommerhage, Nadja Stefanoff; Derrick Ballard, Peter Felix Bauer, Stephan Bootz, Brett Carter, Michael Dahmen, Alin Deleanu, Vincent Doddema, Steven Ebel, Michael Kamp, Eric Laporte, Johannes Mayer, Alexander Spemann
Philharmonisches Staatsorchester Mainz Opernchor Mainz
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TULLN/ NÖ: EGON-SCHIELE-MUSEUM TULLN

Bildergebnis für egon schiele museum tulln

Wally – Muse, Modell, Mensch
Szenische Lesung zu Egon Schieles berühmtem Modell

Für zentrale Werke Egon Schieles ist seine Lebensgefährtin Wally Neuzil Modell gestanden. Aber wer war dieser Mensch, der heute aus den Bildern zu uns spricht?

In Form einer szenischen Lesung mit dem Titel „Wally – Muse, Modell, Mensch“ hebt Hannelore Fischer Knuth das Modell des Ausnahmekünstlers aus der Anonymität und macht sie begreifbar. Gemeinsam mit Gerhard Dorfer und Angelika-Ditha Morosowa setzt die Autorin des Stücks die Beziehung Wally Neuzils mit Egon Schiele in Verhältnis mit der Geschichte des 100 Jahre später lebenden Modells Nina von Kaschnitzky und ihrem Geliebten Paul. Während Egon Schiele Wally zu Gunsten einer bürgerlichen Ehe abserviert ist es bei Nina ihr Vater, der bei ihr als Modell die Grenzen von Missbrauch und Ausbeutung überschreitet und so ihren Geliebten Paul in die Flucht treibt.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen lädt das Egon Schiele Museum in Tulln als Kompetenzzentrum für Schieles Biographie auch heuer wieder ein, den Menschen hinter dem Ausnahmekünstler Egon Schiele besser kennenzulernen.

Zeit & Ort: Sonntag, 15. September 2019, 11:00 Uhr
Egon Schiele Museum, Donaulände 28, 3430 Tulln

Kosten: Die Veranstaltung ist im Eintrittspreis des Museums inkludiert.
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ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz zum Ableben von Rudolf Hundstorfer 

 ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Der plötzliche Tod von Rudolf Hundstorfer macht mich sehr betroffen. In seinen vielen Funktionen war er immer ein wichtiger Unterstützer des öffentlichen Rundfunks. Als Konsumentenschutzminister lagen ihm die vom ORF-Servicemagazin ,konkret‘ initiierten Projekte sehr am Herzen. In seiner Funktion als Präsident der Bundessport-Organisation war ihm der heimische Sport besonders wichtig – allen voran die gute Zusammenarbeit der österreichischen Verbände mit ‚ihrem‘ Sportsender ORF SPORT +, um das heimische Sportgeschehen in seiner gesamten Vielfalt abbilden zu können. Mein Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie.“
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