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Die internationale Kulturplattform

DIE FREITAG-PRESSE (23. AUGUST 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die FREITAG – PRESSE – 23. AUGUST 2019

Berlin
Das sagen Berliner Philharmoniker über ihren neuen Chef
Die Geigerin Anna Mehlin, der Schlagzeuger Raphael Haeger und der Solo-Oboist Albrecht Mayer erzählen von ihren ersten Erlebnissen mit Kirill Petrenko.
Tagesspiegel
Ein Orchester ist verliebt (Glosse)
Ja, sie wollen: Kirill Petrenko scheint für die Berliner Philharmoniker viel mehr zu sein als bloß der neue Chefdirigent. Eine Glosse.
Tagesspiegel

Bregenzer Festspiele: „Rigoletto“-Clown geht in Winterschlaf
Die Bregenzer Festspiele haben nach Abschluss der Saison damit begonnen, das „Rigoletto“-Bühnenbild winterfest zu machen. Dazu wurde am Donnerstag unter anderem der gelb-weiß gestreifte Ballon abmontiert, er wird bis zum nächsten Sommer eingelagert. Der Clownkopf hat seine Augen geschlossen und scheint zu schlafen. Der Kopf benötigt keinen weiteren Schutz, er sei bereits winterfest konzipiert.
Salzburger Nachrichten

Der Domingo-Effekt
Die Reaktionen auf die Vorwürfe gegen Plácido Domingo, und was sie bedeuten.
https://van.atavist.com/domingo?fbclid=IwAR3z-p34u6cyvuXJa_lr8MmZS9w

Salzburg
Mozart auf den Müll
Leiden wir heutzutage unter einem «Meisterwerk-Komplex»? Darf man in die grossen Opern der Vergangenheit eingreifen? Peter Sellars will anlässlich seiner Salzburger Neuinszenierung des «Idomeneo» sogar Teile der Partitur entsorgen. Ein Widerspruch.
https://www.nzz.ch/feuilleton/mozart-auf-den-muell-ld.1502973

Mozart ist für alles gut
Mozart-Oper „Idomeneo als Protestveranstaltung
https://rp-online.de/kultur/musik/mozarts-idomeneo-bei-den-salzburger-festspielen_aid-45079105

Salzburg/ Festspiele
Ekstase pur auf allen Tasten
Auf einen ekstatischen Tastentripp mit LSD-Anstrich entführte Khatia Buniatishvili in ihrem Solistenkonzert mittels der psychogenen Substanzen Schubert, Liszt und Strawinsky: Die Pianistin Khatia Buniatishvili und die unauslotbaren Grenzen des Möglichen auf dem Klavier.
DrehpunktKultur

Frankfurt/ Schloss Johannesberg
Mitsuko Uchida: Ein Kraftakt aus großer Distanz
Die Pianistin Mitsuko Uchida mit den drei letzten Schubert-Sonaten auf Schloss Johannesberg.
https://www.fr.de/kultur/musik/mitsuko-uchida-kraftakt-grosser-distanz-12932637.html

Schleswig-Holstein Musikfestival
Feuerwerk der Emotionen – „tragischer“ Abschluss des Schleswig-Holstein Musik Festival Sommers
Klassik-begeistert

Ruhrtriennale/ „Nach den letzten Tages“
Alle Menschen werden müder
Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp sammelte Äußerungen von rechten und ganz rechten Politikern und machte daraus mit Regisseur Christoph Marthaler einen Abgesang auf Europa. Premiere war am 21. August. Musikalisch und textlich überzeugend war das nicht, eher plakativ.
BR-Klassik

Schwarzenberg/ Hohenems
Festival: Umbesetzungen bei der Schubertiade 2020
Elisabeth Leonskaja und Jussen statt András Schiff.
Wiener Zeitung

Innsbruck Early Music Festival 2019 Review: Merope
https://operawire.com/innsbruck-early-music-festival-2019-review-merope/

Bayreuth
Bychkov’s Masterly Control of the Remarkable Bayreuth Festival Orchestra is the Glory of this Parsifal
http://seenandheard-international.com/2019/08/bychkovs-masterly-control

Edinburgh
Breaking the Waves review at King’s Theatre, Edinburgh – “troubling opera based on Lars von Trier’s film’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2019/breaking-the-waves-review-at-kings

Edinburgh International Festival 2019: Breaking the Waves
Scottish Opera/Opera Ventures review – great film makes a dodgy opera
https://www.theartsdesk.com/opera/edinburgh-international-festival-2019

Mazzoli’s luminous Breaking the Waves receives European premiere in Edinburgh
bachtrack

Breaking the Waves review – Von Trier’s bleak drama feels lost in translation
The Guardian

New York
Dell’Arte Opera Ensemble 2019 Festival Review: Princess Maleine
https://operawire.com/dellarte-opera-ensemble-2019-festival-review-princess-maleine/

Los Angeles
Plácido Domingo harassment inquiry will be led by the lawyer behind USC investigation
https://www.latimes.com/entertainment-arts/story/2019-08-20/placido-domingo-harassment

Sydney
More grit, less glitter required for Opera Australia’s West Side Story
bachtrack

Rock/ Pop

Rammstein brannten Wien ohrenbetäubend nieder
Die Berliner Band legte am Donnerstag bei ihrem ersten von zwei Shows das Happel-Stadion in Schutt und Asche
Heute

Sprechtheater

Salzburg/ Landestheater
Mit Caligula auf Reisen
Ben Becker nähere sich in den Kammerspielen des Salzburger Landestheaters der Rolle des Caligula „nicht mit zynischer Ironie, sondern geradezu dionysischer Manier“, hieß es vorigen Herbst in der DrehPunktKultur-Besprechung. – Nun gibt es eine Wiederaufnahme und Gastspiele.
DrehpunktKultur

Bayreuth
Ein Theaterstück über Siegfried Wagner: Die Rache der Gold-Schnigalla
Mit Feridun Zaimoglus Stück über Siegfried Wagner veranstalten die Bayreuther Festspiele erstmals Sprechtheater – der Überraschungscoup der diesjährigen Saison.
Tagesspiegel
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Unter’m Strich

Wien/ Burgtheater
300.000 Euro in eigene Tasche gesteckt: Ex-Burgtheater-Chefin muss vor Gericht
Im November steht die ehemalige Geschäftsführerin des Burgtheaters Silvia Stantejsky vor dem Wiener Landesgericht. Ihr wird vorgeworfen, in ihrer Zeit als kaufmännische Leitung rund 300.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben.
VOL.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 23. AUGUST 2019)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 23. AUGUST 2019)

SALZBURGER FESTSPIELE: SONNTAG ERSTE KONZERTANTE „LUISA MILLER“-VORSTELLUNG. DOMINGO – SO SCHEINT ES – WIRD DABEI SEIN!

Es gab Erwartungen, dass Placido Domingo von sich aus die Veranstalter vor einer Peinlichkeit bewahren würde – aber so etwas spielt es bei Placido Domingo nicht! Unsere Konsequenz (die PD freilich „nicht kratzen“ wird):  Kein PD-Foto. Strafe muss sein!

Leading Team
  • James Conlon Musikalische Leitung
Besetzung
Nino Machaidze
Nino Machaidze. Copyright: Zemsky Green/ Artist Management
  • Roberto Tagliavini Il conte di Walter
  • Piotr Beczala Rodolfo
  • Yulia Matochkina Federica
  • Plácido Domingo Miller
  • Nino Machaidze Luisa
  • Cecilia Molinari Laura
  • John Relyea Wurm

Piotr Beczala. Foto: Johannes Ifkovits

Ensembles

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
H
uw Rhys James Choreinstudierung
Mozarteumorchester Salzburg

Der Domingo-Effekt
Die Reaktionen auf die Vorwürfe gegen Plácido Domingo, und was sie bedeuten.
https://van.atavist.com/domingo?fbclid=IwAR3z-p34u6cyvuXJa_lr8MmZS9wNE5594ftBSyCTwyq-tLtUtjRXQnZh9Jg

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Thielemann / Bachler wird uns noch lange beschäftigen, bis zu einem vermutlich „blutigen“ Ende, bei dem einer von ihnen „geopfert“ werden muss.

Renate Wagner fragt in ihrem „Apropos“ wieder einmal nach den Hintergründen: Wir  nehmen Fakten allzu ungefragt hin. Und diejenigen, die dahinter stecken, bleiben unerkannt. Wer, warum, cui bono sind Fragen, die man sich stellen muss und die in diesem Fall besonders interessant wären. (Dass wir nie erfahren werden, wer hinter „Ibiza“ steckt oder wer der „Causa Domingo“ so geschickt gebastelt hat, die ja auch nicht von selbst aus dem Nichts gekommen ist – damit muss man sich wohl abfinden.)

 

APROPOS: Entweder – oder

Kultur ist Politik, und Politik ist – wie man weiß und woran sie einen ununterbrochen erinnert – etwas Übles. Ich habe auch schon üble Aktionen beobachtet, Menschen aus ihren Funktionen einfach hinaus zu mobben. Aber so übel wie der Fall Christian Thielemann ist mir schon lange nichts vorgekommen.

Wenn man ihn bei den Salzburger Osterfestspielen nicht mehr will (wer eigentlich?), dann soll man seinen Vertrag nicht verlängern, was zwar peinlich, aber zumindest eine geradlinige Aktion wäre. Ihm Nikolaus Bachler vor die Nase zu setzen, war zweifellos eine himmelschreiende Gemeinheit. Zwei Männer, die, wie jeder weiß, nicht miteinander können. Ordinärer hätte man zu Thielemann nicht „Putz dich!“ sagen können.

Dass dieser nicht kampflos aufgibt – warum soll er, Salzburg ist gut für ihn, ist ein schönes, seit Karajan personalisiertes Festival, und er ist die Persönlichkeit, es zu tragen, zumal er ein großes Orchester hinter sich hat. Dass er jetzt rechtzeitig in den Kampf zieht, ist auch vernünftig. Er kann nicht mit Bachler, er will nicht mit Bachler, also muss es auf eine „Er und ich“-Alternative hinaus laufen…

MEHR DARÜBER
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In eigener Sache: Forums-Erhalt gesichert – bis zu nächsten Problem

4000 Fake-Mails lähmten unsere Registrierung, wir mussten einen Schutzwall einbauen, der Sonntag kurzzeitig auch die Website-Besucher ausgesperrt hat.

Unsere Technikerin Sonja Haag urlaubt derzeit und hat vom Campingplatz aus repariert:

Liebe Merker-Leser,

es hat jetzt ein wenig gedauert bis ich wieder Strom hatte -> Campingplatzwechsel. Ich habe eben ein Anti Spam Tool eingebaut, das ausschliesslich das Registrierungs- und Logenformular schützt. 

Die Flutwelle an Mails sollte nun vorbei sein!

Zitat Ende!

Sie, liebe Leser, haben es kaum bemerkt, aber es war eine ernste Situation. Der Server hat Alarm geschlagen und hätte – wenn wir keine Lösung gefunden hätten – die Seite vom Netz nehmen müssen, bis das Forum deaktiviert ist. Deaktivieren kann aber nur unsere „Urlauberin“.

Danke für den Einsatz!

Womit auch die in letzter Zeit in verschiedenen Zeitungsartikel aufgeworfene Frage, ab ein Dienstleister/ Arbeitnehmer im Urlaub erreichbar sein muss, beantwortet ist: Er muss nicht, soll aber! Bei mir in der Firma hat das recht gut geklappt!

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WIENER KAMMERORCHESTER: SAMSTAG (24.8.) IM STEPHANSDOM: DIE VIER JAHRESZEITEN

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„Die vier Jahreszeiten“ im Stephansdom
Stephansdom Wien
Aufführungen
Sa, 24.08.2019 20:30 Wiener Stephansdom
Programm
Franz Joseph Haydn Die Jahreszeiten, Hob. XXI:3 , Arrangement für Streichquartett von H. Pascher
Antonio Vivaldi „Der Sommer“ aus „Die vier Jahreszeiten“ g-Moll, Op. 8, Nr. 2, RV 315
„Der Frühling“ aus „Die vier Jahreszeiten“ E-Dur, Op. 8, Nr. 1, RV 269
„Der Herbst“ aus „Die vier Jahreszeiten“, Op. 8, Nr. 3, RV 293
„Der Winter“ aus „Die vier Jahreszeiten“, Op. 8, Nr. 4, RV 297
Programmheft (PDF)

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KOMISCHE OPER BERLIN: Saisonauftakt 2019/20

»Flucht I« (15.9.) | Kinderfest (1.9.) | Wiederaufnahmen (ab heute)

Wir starten frisch zurückgekehrt vom gefeierten Edinburgh-Gastspiel in die neue Spielzeit! Der Spielbetrieb in Berlin fängt wieder an, gestern mit der Wiederaufnahme von Candide (in größtenteils neuer Besetzung, auch am 25.8.), weiter geht es heute mit Roxy und ihr Wunderteam (natürlich wieder mit den Geschwistern Pfister). Ab 30. August kehrt Jewgeni Onegin nach Berlin zurück: An fünf Terminen wird dieses »unforgettable staging« [The Daily Telegraph] im Haus an der Behrenstraße zu erleben sein.

Als erste »kleine« Premiere steht am 15. September der erste Teil der Konzert-Trilogie »Flucht« auf dem Programm – ein einzigartiges Konzertprojekt im intimen Rahmen: Die Zuschauer*innen nehmen ebenso wie die Musiker*innen auf der Bühne Platz. Zuvor öffnen wir aber noch Tür und Tor für unsere jüngsten Besucher*innen: Am 1. September dreht sich beim Kinderfest alles um die neue Kinderoper Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer nach dem weltberühmten Buch von Michael Ende.

Karten und Service

Kartentelefon (030) 47 99 74 00 | Mo bis Sa: 9 bis 20 Uhr, So und Feiertage: 14 bis 20 Uhr
karten@komische-oper-berlin.de
www.komische-oper-berlin.de

Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit Ihnen!

Herzliche Grüße aus der Komischen Oper Berlin
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14. viennaARTaward: Bildhauer Johannes Höfinger gestaltet Award-Skulptur

Am 22. Oktober wird mit dem 14. viennaARTaward einer der wichtigsten und renommiertesten Kunstpreise Österreichs vergeben. Das Wiener Landesgremium des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels würdigt damit Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Vermitteln, Bewerten, Bewahren und Fördern von alter und neuer Kunst verdient gemacht haben. Traditionell gestaltet wird die Award-Skulptur von einer Künstlerpersönlichkeit aus Österreich. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den niederösterreichischen Bildhauer Johannes Höfinger.
Honorarfreies Bildmaterial, Copyright s. Dateiname, unter: FOTOLINK

Wien, 20. 8. 2019. Der Preis für die Kunst. Am 22. Oktober ehrt der Wiener Kunsthandel zum 14. Mal im Wiener Novomatic Forum Persönlichkeiten und Institutionen für ihre Verdienste rund um die Vermittlung von Kunst mit dem viennaARTaward. Der Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Kunstbranche in Österreich. Ausgezeichnet wurden u.a. schon Agnes und Karlheinz Essl, Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein. Vergeben wird der viennaARTaward in den folgenden Kategorien: Klassischer Kunsthändler, Zeitgenössischer Kunsthändler, Museumswesen und Lebenswerk als Sammler. Traditionell stammen die Skulpturen, die den Gewinnern überreicht werden, von einem zeitgenössischen Künstler oder einer zeitgenössischen Künstlerin aus Österreich. In diesem Jahr konnte dafür der Sierndorfer (NÖ) Bildhauer Johannes Höfinger gewonnen werden.

Kunst als polierte Kugel aus Edelstahl


Johannes Höfinger. Copyright: Jerzy Palacz

Der akademische Bildhauer Johannes Höfinger (geb. in Wien 1967), studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Franz Xaver Ölzant und arbeitet seit 1995 als freischaffender Bildhauer in Sierndorf (NÖ). Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Hochchor der Wiener Augustinerkirche, das Kriegerdenkmal in Kleinmariazell und zahlreiche andere sakrale Arbeiten. Für den viennaARTaward schuf Höfinger, er ist der Sohn des renommierten Skulpteurs Oskar Höfinger, die 22 Zentimeter hohe Skulptur „Zentral“ aus Edelstahl. „Die Skulptur symbolisiert die Kunst als eine polierte Kugel. Die V-förmige Verbindung verweist auf den Künstler. Drei gebogene und tragende Formen als Raumlinien um die Kugel zeigen wieder symbolisch die Galerien, die Museen und die privaten Sammler“, fasst Höfinger die Formsprache seiner Schöpfung zusammen. Die Award-Skulptur wird 2019 als Edition in einer Auflage von 7 Stück produziert und ist in der Wiener Galerie Lilly`s Art in der Plankengasse 5 erhältlich. Die Verleihung des viennaARTawards 2019 steht unter dem Ehrenschutz von DI Walter Ruck, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien.

Tradition: Bedeutende Künstler gestalteten Award-Skulptur

Die Preis-Skulpturen, die bereits als begehrte Sammlerstücke gelten, haben folgende KünstlerInnen in den vergangenen Jahren gestaltet: Leo Zogmayer „schön“ (2002), Gerold Tagwerker „mirror light“ (2003), Oskar Höfinger „Symbiose“ (2004), Esther Stocker „Element“ (2005), Werner Feiersinger „12×32“ (2006), Marko Lulic „Gebäude I“ (2007), Roland Kollnitz „Sammlerstück“ (2008), Fabian Seiz „Sputnik“ (2009), Sonja Gangl „Amber“ (2010), Michael Kienzer „Goldene Nase“ (2011), Anna-Maria Bogner „o. T.“ (2013) und Peter Weibel „Scanned Object“ (2015) und Peter Paszkiewicz „kleine Terracotta-Sculptur (2017).

Hohes Ansehen in der internationalen Kunstwelt: Die bisherigen Preisträger

Herbert Asenbaum, Wolfgang Bauer, Peter Baum, Benediktinerstift Admont, Heike Curtze, Jenö Eisenberger, Agnes und Karlheinz Essl, EVN Sammlung, Gerbert Frodl, Helmut A. Gansterer, Alexander Giese, Herbert Giese, Roman Herzig, Ernst Hilger, Grita Insam, Renate Kainer, Edelbert Köb, Eberhard Kohlbacher, Horst Köhn, Wolfgang Kos, Walter Koschatzky, Erika und Peter Kovacek, Johann Kräftner, Ursula Krinzinger, Helga Krobath, Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich, Manfred M. Lang, Ilse Lehner-Dorner, Rudolf Leopold, I.I.D.D. Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein, Erwin Melchart, Christian Meyer, Oesterreichische Nationalbank, Tobias G. Natter, Universalmuseum Joanneum, Heike Maier-Rieper, Ernst Ploil, Sonja Reisch, Thaddaeus Ropac, John Sailer, Klaus Albrecht Schröder, Rosemarie Schwarzwälder, Harald Schweiger, Rudolf von Strasser, Elisabeth Sturm-Bednarczyk, Sammlung Verbund, Alois Wienerroither, Eleonore Wiesinger, Hubert Winter, Barbara Wimmer, Gabriele Wimmer, Reinhold Würth, Christa Zetter, Heinz Josef Angerlehner, Miryam Charim, Patrick Kovacs, Johannes Faber, Sabine Haag, Klaus und Elisabeth Thoman, Josef Schütz, Karola Kraus, Gustav Schörghofer und Herbert Stepic.

Über den viennaARTaward

Museumsdirektoren, Galeristen, Kunsthändler, Sammler, Kunstjournalisten und Kunsthistoriker beschäftigen sich täglich mit Künstlern und Künstlerinnen und deren kreativem Potential. Sie vermitteln, bewerten, bewahren, stellen aus und verhelfen Neuem zum Durchbruch. Um diese Leistungen in der Öffentlichkeit zu würdigen, vergibt das Wiener Landesgremium des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels seit 2002 den viennaARTaward – vormals OscART-, einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Kunst, ihre Vermittlung und Vermarktung in den Kategorien Klassischer Kunsthändler, Zeitgenössischer Kunsthändler, Museumswesen und Lebenswerk als Sammler.

Der viennaARTaward 2019 wird unterstützt durch: artmagazine, Brod Media GmbH, Bundesgremium des Juwelen-, Uhren-, Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels, Dorotheum GmbH & Co KG, Graphisches Atelier Neumann GmbH, Im Kinsky Kunst Auktionen GmbH, Kovacek Wein, M.A.C. Hoffmann & Co. GmbH, Novomatic Forum, RESSLER KUNST AUKTIONEN, WIKAM, Wirtschaftskammer Wien.
www.viennaartaward.at
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DRINGEND: Camerata Salzburg sucht Dirigent!

Aufnahme vom Kulturfestival - Schubert in Gastein, als Hommage an Franz Schubert
Schubert in Gastein – Camerata (c) Gasteinertal Tourismus GmbH

200 Jahre ist es fast her, als Franz Schubert die längste Reise seines Lebens antrat. 1825 visitierte der Virtuose in Bad Gastein, wo nun vom 12.-15. September 2019, ein Klassikfestival der ganz besonderen Art, zum bereits siebten Mal, Schubertfans in seinen Bann zieht. Die Camerata Salzburg, gerade noch vor dem Publikum (des ausverkauften) Festspielhauses, sorgt für die entsprechende musikalische Wertschätzung dieses einzigartigen Komponisten, unter der Leitung von Shane Woodborne. Mit der Unterstützung des Dirigenten Howard Arman und der österreichischen Musikerlegende Willi Resetarits werden an inspirierenden Orten die schönsten Stücke Schuberts erlebbar. Auf knapp 2.200 Meter des Glocknerblicks bietet sich nämlich die einmalige Gelegenheit, der Camerata Salzburg als Dirigent den Takt bei Mozarts kleiner Nachtmusik vorzugeben.
Willi Resetarits verreist mit Camerata auf persönliche Empfehlung Schuberts

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Willi Resetarits. Foto: Lukas Beck

Franz Schubert und Willi Resetarits sind definitiv zwei der außergewöhnlichsten österreichischen Liedermacher aus sehr unterschiedlichen Epochen. Grund genug für die Camerata Salzburg eine Brücke zu schlagen zwischen einst und jetzt, um die Vielfältigkeit ihrer selbst zu präsentieren. Betitelt wird diese Begegnung als „Camerata Offroad“, am 14.9. ab 20:00 Uhr in Bad Hofgastein, bei der neben dem legendären Ostbahnkurti auch Arrangeur, Saxophonist und Mundharmonika-Virtuose Herbert Berger sowie Mitglieder der Camerata Lieder zum Thema „Liebe und Leid“ intonieren. Hierfür dienen als Grundlage eigens produzierte Bearbeitungen für die einmalige Stimme Resetarits´ und das einzigartige Kammerorchester der Camerata.

Eingestimmt wird allerdings schon am Donnerstag 12.9. ab 19:30 Uhr, wenn der künstlerische Leiter des Bayerischen Rundfunks (BR), Howard Arman das Eröffnungskonzert in der ehrwürdigen Preimskirche am Wasserfall mit der Camerata Salzburg anstimmt. Der englische Star-Dirigent führt durch Stücke wie „Kyrie“ und „Gloria“ aus der zweiten Messekomposition Schuberts. Ausklang findet dieser Abend beim Eröffnungsempfang ab 21:00 Uhr im prunkvollen Foyer des Grand Hotel del´Europe. Mit Walzerklängen und impulsiven Polkas des schick besetzten Salonorchesters der Camerata wird fast wie in vergangenen Jahrhunderten beschwingt durch die Nacht getanzt.

Der Freitag, 13.9., steht ganz im Zeichen der Kammermusik. Angefangen mit einem Klaviertrio im Cesta Grand Hotel ab 11:00 Uhr, wird mit einem Streichquintett in der Wallfahrtskirche Böckstein um 19:00 Uhr fortgesetzt. Der nächste Vormittag, Samstag 14.9., bietet dem einheimischen Gasteiner Familienquartett Fraiss.Saiten, in der wunderbaren Atmosphäre des Weitmoser Schlössl, die Präsentation von Schubert und seinem Bezug zur Volksmusik. Gemeinsam mit ausgewählten Sängern des Salzburger Kammerorchesters und dem Kontrabassisten Sepp Radauer wird den Themen „Natur, Nacht, Liebe, Wasser“ von Schubert musikalisch nachgespürt.
An den Taktstock, fertig, los!

Eines der besten Kammerorchester der Welt selbst dirigieren? Diese außergewöhnliche Möglichkeit bietet sich den Besuchern am 14.9., ab 14:30 Uhr, auf der Aussichtsplattform Glocknerblick des Subnerkogels. Die Camerata Salzburg, in Szene gesetzt durch die atemberaubende Kulisse der Gasteiner Bergwelt, wartet auf den Einsatz der Gäste, um gemeinsam „Eine kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf 2.200 Metern Höhe aufzuführen. Hier darf sich groß und klein versuchen die Streicher des Orchesters im Zaum zu halten, während die klassischen Klänge die Höhenluft verzaubern. Und wer weiß, vielleicht fährt mit der letzten Gondel ein neuer Amadé ins Tal zurück.

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„1825“ – Elisabeth Plank (Harfe)

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1825 – der Titel der neuen CD der jungen österreichischen Harfenistin Elisabeth Plank nimmt Bezug auf das Instrument dieser Einspielung, die historische Doppelpedalharfe. Die Auswahl der Werke machen die Entstehung eines eigenständigen Harfenstils hörbar, der zuallererst aus der stilistischen Abgrenzung der Harfe vom Klavier bestand, die durch die technischen Innovationen beider Instrumente in dieser Zeit ermöglicht wurde. So finden sich Kompositionen von Louis Spohr, Ludwig van Beethoven und Ignaz Pleyel, die noch für die Einfachpedalharfe entworfen wurden, neben Werken des damals berühmtesten, auch in Wien wirkenden Harfenisten Elias Parish Alvars, von Franz Lachner, Charles Nicholas Bochsa und Gioacchino Rossini. „Für mich ist dieses Album der Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit der historischen Doppelpedalharfe, wie auch mit der harfenistischen Vergangenheit Wiens, und so soll diese CD dazu einladen, in eine heute unbekannte Klangwelt und in ein unbekanntes Wien einzutauchen“ (Elisabeth Plank).
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DIE DONNERSTAG-PRESSE (22. AUGUST 2019)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DONNERSTAG – PRESSE – 22. AUGUST 2019

Salzburger Osterfestspiele
Nikolaus Bachler blockiert Thielemanns Pläne
Der Dirigent will 2022 „Lohengrin“ aufführen und bittet den Aufsichtsrat in einem Brief um die Bestätigung seiner Programmpläne
Der Standard
Osterfestspiele: Der Konflikt Bachler-Thielemann spitzt sich zu

Nächster Akt im Kampf zwischen dem designierten Intendanten Nikolaus Bachler und dem künstlerischen Leiter Christian Thielemann: dieses Mal geht es ans Eingemachte um das Programm und Opernproduktionen ab 2022.
Kleine Zeitung
Bachler gegen Thielemann: Showdown in Salzburg

Kratz- und Bisswunden sind nicht überliefert, auch kein Türenknallen. Aber frostig muss es gewesen sein, das Treffen Mitte Juli in Bayreuth. Der Ort hat dem einen der Kontrahenten, Nikolaus Bachler, nicht behagt, doch Gegenspieler Christian Thielemann beharrte drauf: Er habe am Grünen Hügel schließlich zu tun. Nicht nur um die Zukunft der Salzburger Osterfestspiele ging es damals, sondern auch darum, ob überhaupt ein kalter Friede zwischen beiden möglich ist.
Münchner Merkur
Streit rund um die Salzburger Osterfestspiele. Thielemann gegen Bachler

Das konnte nicht lange gut gehen: Nikolaus Bachler wird Intendant der Salzburger Osterfestspiele und trägt die „künstlerische Gesamtverantwortung“, Christian Thielemann bleibt „künstlerischer Leiter“. Nun ist die erste Beschwerde da, weil Thielemann „in hohem Maße besorgt“ ist.
BR-Klassik
Jetzt scheint der Skandal perfekt
Die Presse

Berlin
„Wir brechen den normalen Opernbesuch auf“: Festival „Berlin is not Bayreuth“ startet
Nur keine Ehrfurcht vor Wagner: Ein Berliner Festival nimmt den Bayreuther Meister auseinander – und setzt ihn neu zusammen. Matthias Kreienbrink
Die ziehen dann mal um die Tannhäuser. Bild vom Festival.
Tagesspiegel

Salzburg/ Festspiele
Lang Lang im pianistischen Rausch: Beethoven und Schubert treffen sich in Salzburg nahe an der Perfektion
Klassik-begeistert

Salzburg/ Festspiele:
Liederabend Mauro Peter: Zarte Locken, grober Kamm
„Auf, hebe die funkelnde Schale zum Mund…“ Richard Strauss‘ Heimliche Aufforderung verträgt einiges an Exaltiertheit. Wenn es nach dem lärmenden Mahle halbwegs ruhig abgeht „hinaus in den Garten“ Richtung Rosenstrauch. Das hat aber Strauss ohnehin so komponiert… Mauro Peter und Helmut Deutsch enttäuschen mit lautstarkem Schubert und Strauss.
DrehpunktKultur

Salzburg/ Festspiele
Ax springt bei Salzburger Festspielen für erkrankten Perahia ein
Der 72-jährige Pianist Murray Perahia muss seine beiden Konzerte bei den Salzburger Festspielen am 30. und 31. August aus gesundheitlichen Gründen absagen. Für ihn übernimmt Emanuel Ax den Klavierpart in Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op.58, teilte das Festival am Mittwoch mit. Das Klavierkonzert ist Teil eines Konzerts der Wiener Philharmoniker unter Bernard Haitink.
Salzburger Nachrichten

Wie man den Raum hört – Marco Arturo Marelli zum 70. Geburtstag
Der Schweizer Opernregisseur und Bühnenbildner hat die Opernbühnen in aller Welt mit seinen bildstarken Produktionen bereichert und verzaubert. Am 21. August feiert Marelli seinen 70. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung

Thomas Larcher erhält Großen Österreichischen Staatspreis
Der Große Österreichische Staatspreis geht heuer an den Innsbrucker Komponisten und Pianisten Thomas Larcher. Er sei ein „Grenzgänger der Musik, der eine spezifische eigene Klangfarbe entwickelt hat“, lobte ihn Kulturminister Alexander Schallenberg. Die höchste Kulturauszeichnung der Republik, die mit 30.000 Euro dotiert ist, wird Larcher am 10. Oktober im Bundeskanzleramt verliehen.
Salzburger Nachrichten

Musik in der Ostukraine : Auf russische Künstler zuzugehen kostet Überwindung
Frankfurter Allgemeine

Lucerne Festival: Am Ende treffen wir uns im Salon
Leonidas Kavakos und Yuja Wang, zwei denkbar gegensätzliche Künstlernaturen, geben zusammen einen Kammermusikabend im KKL: Ihre Suche nach einem gemeinsamen Nenner ist das eigentliche Ereignis dieses widersprüchlichen Konzerts.
Neue Zürcher Zeitung

London
Prom 44: Finley, LSO & Chorus, Orfeó Català, Rattle review – lurid inter-war triptych
https://theartsdesk.com/classical-music/prom-44-finley-lso-chorus-orf

Dorset
Opera review: Nabucco and Lucia di Lammermoor at Dorset Opera Festival
https://www.express.co.uk/entertainment/theatre/1168491/nabucco-lucia

Edinburgh
Edinburgh International Festival 2019: Eugene Onegin, Komische Oper review – no-holds-barred romanticism
https://theartsdesk.com/opera/edinburgh-international-festival-2019-eugene

Dublin
The Hunger review: An opera let down by its musical material
https://www.irishtimes.com/culture/music/the-hunger-review-an-opera-let

Santa Fe
Sante Fe Opera’s Unruly Thirteenth Child
https://www.sfcv.org/reviews/santa-fe-opera/sante-fe-operas-unruly-thirteenth-child

Sydney
Opera Australia announces its 2020 season
https://www.limelightmagazine.com.au/news/opera-australia-announces

Rock/ Pop

Jenseits von gut und böse: Feurige Ticketpreise für Rammstein
Gehen weg wie warme Semmeln: Rammstein-Tickets. Egal wo und egal wann sie spielen. Rammstein sind stets ausverkauft. Und das bei Ticketpreisen, die nach oben hin keine Grenze zu kennen scheinen. Bis zu 1000 Euro bezahlen eingefleischte Fans. Aber was kriegt man eigentlich für sein Geld? Wir haben uns dem Thema mal angenommen.
Futter/ Kleine Zeitung

Tanz/ Ballett

Nach Querelen: Berliner Staatsballett Kompanie des Jahres

Nach Querelen um die künstlerische Leitung ist das Berliner Staatsballett überraschend zur Kompanie des Jahres gewählt worden. Bei einer Umfrage bestimmten 25 internationale Kritikerinnen und Kritiker das größte Ballettensemble Deutschlands zu ihrem Favoriten, wie die Fachzeitschrift „Tanz“ am Mittwoch in Berlin bekanntgab.
Sueddeutsche Zeitung

Stuttgarter Ballettstar Vogel ist Tänzer des Jahres
Der Stuttgarter Ballettstar Friedemann Vogel ist zum „Tänzer des Jahres“ gewählt worden. Er teilt sich die Auszeichnung mit Jan Casier vom Ballett Zürich
Sueddeutsche Zeitung

Sprechtheater

Wien/ Burgtheater
Ex-Burg-Geschäftsführerin Stantejsky: Prozess im November
Der 64-Jährigen werden in 45-seitiger Anklageschrift Bilanzvergehen nach dem GmbH-Gesetz, Untreue und Veruntreuung angelastet.
Kurier
Burgtheater-Geschäftsführerin Stantejsky im Herbst vor Gericht

Mehrtägige Verhandlung am Wiener Landesgericht ab 14. November – 64-Jähriger werden in 45-seitiger Anklageschrift Bilanzvergehen, Untreue und Veruntreuung angelastet
Der Standard

Bayreuther Festspiele: Der Sohn des Meisters war ein Chamäleon
Zum ersten Mal zeigen die Wagner-Festspiele die Uraufführung eines Theaterstücks: «Siegfried – ein Monolog» von Feridun Zaimoglu, eine tragikomische Würdigung des 1869 in Tribschen geborenen «Meistersohnes» zu dessen 150. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung

Film

Geheimnis um Titel des neuen James Bond-Film gelüftet
https://www.krone.at/1981279

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Unter’m Strich

Epstein-Skandal: Prinz Andrew belastet
Der Sohn von Queen Elizabeth hatte in der Vergangenheit zwar immer wieder abgestritten, in einen Missbrauchsskandal um Multimillionär Jeffrey Epstein (der sich erhängt hat) verwickelt zu sein, doch nun kommen neue Details ans Tageslicht.
https://www.vol.at/neue-erkenntnisse-prinz-andrew-schwer-belastet/6323107

Ein Kreuzfahrtschiff ist so dreckig wie 21,45 Millionen VW Passat
Epoch Times13. November 2017 Aktualisiert: 10. Oktober 2018 17:59
Kreuzfahrtschiffe sind besonders dreckige Verkehrsmittel – allein die „Harmony of the Seas“ stößt so viel Feinstaub aus wie 21,45 Millionen Passat – täglich. In ganz Deutschland fahren „nur“ 45,8 Millionen Autos.
Epoch Times

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. AUGUST 2019)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. AUGUST 2019)

HEUTE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: LIEDERABEND DIANA DAMRAU (Sopran)/ XAVIER DE MAISTRE (Harfe)


Diana Damrau. Foto: Jyiang Chen

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Auf Flügeln des Gesanges“ aus Sechs Gesänge op. 34/2
„Pagenlied“ aus Zwei Gesänge WoO 17/2
„Suleika“ aus Sechs Gesänge op. 34/4
„Der Mond“ aus Sechs Gesänge op. 86/5
Des Mädchens Klage WoO 23
 
Franz Liszt
Le Rossignol S 250/1
(für Harfe solo arrangiert von Henriette Renié)
Sergej Rachmaninow
Flieder („Siren’“) aus Zwölf Lieder op. 21/5
Trostlos ist die Nacht („Noč’ pečal’na“) aus 15 Lieder op. 26/12
Die Antwort („Oni otvečali“) aus Zwölf Lieder op. 21/4
Dämmerung („Sumerki“) aus Zwölf Lieder op. 21/3
„Zdes’ chorošo“ (Hier ist es schön) aus Zwölf Lieder op. 21/7
Wladimir Wlassow
Der Brunnen von Bachtschissarai („Bachčisarajskij fontan“)
 
Reynaldo Hahn
Fêtes galantes
Mai
Nocturne
L’Énamourée
 
Henriette Renié
Légende. D’après les Elfes de Leconte de Lisle (Harfe solo)
 
Francis Poulenc
La Courte Paille. Sieben Lieder nach Gedichten von Maurice Carême
Les Chemins de l’amour
 

Xavier de Maistre Harfe

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BUCHBESPRECHUNG: Peter Hagmann / Erich Singer: BERNARD HAITINK
„Dirigieren ist ein Rätsel“
Gespräche und Essays

Peter Hagmann / Erich Singer:
BERNARD HAITINK
„Dirigieren ist ein Rätsel“
Gespräche und Essays
164 Seiten, Verlag Bärenreiter HENSCHEL, 2019

Der „Neunziger“ wurde schon im Frühjahr gefeiert, vermutlich in London, wo Bernard Haitink heute lebt. Geboren am 4. März 1929 in Amsterdam, hat er ein auch für Dirigenten bereits hohes Alter erreicht. Nun zieht er freiwillig den Schlussstrich: Zweimal, am 30. und am 31. August, leitet er bei den Salzburger Festspielen noch Konzerte mit den Wiener Philharmonikern. Dabei wird ihn das Orchester, dem er seit 1972 verbunden ist, zum Ehrenmitglied ernennen. Am Programm stehen Beethovens 4. Klavierkonzert (Solist: Emanuel Ax anstelle des erkrankten Murray Perahia) und Bruckners 7. Symphonie. Am 6. September werden er und die Philharmoniker dieses Programm in Luzern wiederholen, denn diesem Festival ist Haitink besonders verbunden. Dann legt er den Dirigentenstab nieder…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner
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SAARBRÜCKEN/ Saarländisches Staatstheater: LE NOZZE DI FIGARO (DIE HOCHZEIT DES FIGARO)

Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart. Premiere Sonntag, 8. September 2019

Was für eine Komödie! Mozarts »Le Nozze di Figaro« hat alles, was man sich von einem unterhaltsamen Opernabend nur wünschen kann: Briefe verschiedenster Art, die verloren gehen oder in die Irre leiten, Heiratsverträge, Verkleidungen, Irrungen und Verwirrungen, Verwechslungen und Blamagen. Doch hinter all dem Spaß lauert die Tragödie: Abgründe der menschlichen Seele tun sich in Mozarts Musik auf. Da ist die Gräfin, die eine Liebesheirat einging, von der notorischen Untreue ihres Gatten aber nun an den Rand der Verzweiflung getrieben wird; Figaro, dem kurz vor der bevorstehenden Hochzeit mit Susanna zunehmend die Felle wegschwimmen und Barbarina, die mehr als nur eine Nadel verloren hat …

Die Opernregisseurin Eva-Maria Höckmayr | Bildquelle: Martin Baumgartner
Eva-Maria Höckmayr.Foto: Martin Baumgartner

Die junge Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, die der Opernwelt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der vergangenen Saison eine umjubelte »Krönung der Poppea« bescherte, setzt Mozarts Opera buffa zur Eröffnung der Spielzeit 2019/2020 für das Saarländische Staatstheater in Szene. Es ist Höckmayrs erste Regiearbeit für das Saarbrücker Haus – von der ersten Minute an hat die Energie des Ensembles sie begeistert: »Es ist einfach toll, mit welcher unbändigen Spielfreude die Sängerinnen und Sänger agieren, mit welcher Lust und Präzision sie ihre Figuren verkörpern, Charaktere zeichnen«, so Höckmayr, die Mozarts Oper als »hochmusikalisches Schauspiel« versteht. Es ist ihr daher Anliegen, alle Figuren bis zur kleinsten Rolle feinfühlig und präzise zu zeichnen, Subtext und Hintergründe klar und präzise auszuleuchten.

Optisch spielt sich die Inszenierung vom Hier und Heute zur Epoche des Rokoko: Anfangs schlichte Kostüme (Julia Rösler) gewinnen mehr und mehr an Opulenz, je turbulenter das Verwirrspiel, desto üppiger die Staffage, je mehr die Figuren zu verbergen oder zu verlieren haben, desto mehr Kleider benötigen sie als Schutzpanzer.

Im Saarbrücker »Figaro«, komplett aus dem hauseigenen Opernensemble besetzt, feiern übrigens gleich fünf Sängerinnen und Sänger ihre Rollendebüts: Marie Smolka (Susanna), Olga Jelinkova (Gräfin) und Carmen Seibel (Cherubino) singen ihre Partien zum ersten Mal, ebenso Markus Jaursch und Stefan Röttig, die alternierend in die Rolle des Figaro schlüpfen.

LE NOZZE DI FIGARO DIE HOCHZEIT DES FIGARO
Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart; Libretto von Lorenzo Da Ponte basierend auf der Komödie »La Folle Journée ou le Mariage de Figaro« von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln Musikalische Leitung Sébastien Rouland Inszenierung Eva-Maria Höckmayr Bühnenbild Volker Thiele Kostüme Julia Rösler Choreinstudierung Jaume Miranda Dramaturgie Renate Liedtke

Mit Peter Schöne/Salomón Zulic del Canto (Il Conte d´Almaviva), Olga Jelínková/Valda Wilson (La Contessa d´Almaviva), Marie Smolka (Susanna), Markus Jaursch/Stefan Röttig (Figaro), Carmen Seibel (Cherubino), Judith Braun (Marcellina), Hiroshi Matsui (Bartolo), Algirdas Drevinskas/Sung Min Song (Don Basilio/Don Curzio), Alto Betz/Vadim Volkov (Antonio), Bettina Maria Bauer (Barbarina); Opernchor; Saarländisches Staatsorchester; Statisterie

Premiere Sonntag, 8. September 2019, 18:00 Uhr | Großes Haus
Weitere Vorstellungen Mittwoch, 11. September 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 15. September 2019, 14:30 Uhr Samstag, 21. September 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 29. September 2019, 18:00 Uhr Dienstag, 1. Oktober 2019, 19:30 Uhr Sonntag, 6. Oktober 2019, 18:00 Uhr Samstag, 12. Oktober 2019, 19:30 Uhr Freitag, 18. Oktober 2019, 19:30 Uhr Samstag, 30. November 2019, 19:30 Uhr Freitag, 13. Dezember 2019, 19:30 Uhr Samstag, 4. Januar 2020, 19:30 Uhr Donnerstag, 9. Januar 2020, 19:30 Uhr Samstag, 11. Januar 2020, 19:30 Uhr

KARTEN Vorverkaufskasse, Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr, Samstag: 10 – 14 Uhr Telefon (0681) 3092-486 | Fax (0681) 3092-416 | E-Mail kasse@staatstheater.saarland

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THEATERFEST DER STÄDTISCHEN BÜHNEN FRANKFURT/ MAIN

Zu Beginn der neuen Spielzeit 2019/20 veranstalten die Oper und das Schauspiel Frankfurt ein gemeinsames Theaterfest am
Sonntag, dem 1. September 2019, ab 11.00 Uhr.

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Foto: Städtische Bühnen Frankfurt

Zum Auftakt gibt es ab 11.00 Uhr ein gemeinsames Frühstück. Alle Theaterbegeisterten und Sonntagsbruncher sind eingeladen, etwas für diese erste Mahlzeit des Tages mitzubringen und zu teilen sowie gemeinsam mit Schauspielern, Sängern, der Theaterleitung und zahlreichen weiteren Mitarbeitern zu genießen. Für Kaffee und Tee ist gesorgt.

Um 12.00 Uhr eröffnen die Intendanten Bernd Loebe und Anselm Weber das Fest im Opernhaus, gefolgt von einem Konzert, in dessen Verlauf Ensemblemitglieder und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung von Kapellmeister Nikolai Petersen auf den Opernspielplan der Saison 2019/20 einstimmen. Danach erwartet die Besucher dann ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich alle Sparten und Abteilungen wiederfinden: Entdeckungstouren durch die verborgenen Winkel des Theaters (u.a. zur Zukunft der Städtischen Bühnen), Begegnungen mit den Theaterschaffenden, Lesungen, Gesang, Workshops und vieles mehr.

Beim Blick hinter die Kulissen besteht die Möglichkeit, die Arbeit einzelner Abteilungen kennen zu lernen und ausgewählte Werkstatträume zu besichtigen. Die Kostümabteilung der Städtischen Bühnen bietet eine Ausstellung mit besonders aufwendigen Arbeiten sowie einen Kostümverkauf an. Die Maskenbildner haben u.a. ein Kinderschminken vorbereitet, und weitere Werkstätten präsentieren eine Auswahl ihrer Fertigungstechniken sowie aktuelle Bühnenbildmodelle. Nach einem Casting für Statisten steht der ein oder andere Besucher vielleicht künftig auf der Opern- oder Schauspielbühne.

Auch das Schauspiel Frankfurt stellt Auszüge seines neuen Spielplans vor. Mitglieder des Ensembles und Gäste stehen in der One-Minute Show in alphabetischer Reihenfolge jeweils eine Minute auf der Bühne und sind ungeprobt, hautnah und sprühend kreativ zu erleben. Die technischen Gewerke präsentieren sich u.a. mit einer Technikshow – ob Schneegestöber, Blitzgewitter oder alles einmal umgedreht. Was kann eine der größten Theaterbühnen der Welt eigentlich alles? In Workshops lernen die Teilnehmer u.a wie es ist, „ein Spieler zu sein“. Die jüngsten und künftigen Zuschauer haben in Kinderworkshops die Gelegenheit zu erfahren, wie man sich in 10 Sekunden blitzschnell verwandeln kann oder sich mit futuristischen Kinderbüchern auf ein Weltraumabenteuer einzulassen.

Die Oper Frankfurt präsentiert Opernkaraoke mit dem Tenor Michael McCown, ein Arienquiz mit Mitgliedern des Opernstudios und zahlreiche weitere Veranstaltungen wie Workshops mit dem Kinderchor, Kammermusik-Konzerte und öffentliche Gesangsstunden, die darüber Auskunft geben sollen, wie Sänger*innen ihre Partien lernen. Zum Abschluss gibt es die Möglichkeit, um 19.00 Uhr Händels Radamisto im Opernhaus zum Eintrittspreis von € 15 auf allen bis dahin noch verfügbaren Plätzen zu erleben. Tickets sind an der extra aus diesem Grund geöffneten Abendkasse erhältlich.

Doch zuvor bieten Oper und Schauspiel noch gemeinsam ein Speed-Dating an, bei dem man im persönlichen Gespräch diejenigen Menschen kennenlernt, die vor und hinter den Kulissen der Städtischen Bühnen arbeiten. Im World-Café erfährt man alles über die unterschiedlichen Theaterberufe. Und schließlich gibt es eine Sitzkissenlesung mit Musik aus dem Familienstück Tintenherz für Kinder und ein Singalong mit dem Mitarbeiter-Chor der Städtischen Bühnen.

Der Eintritt zum Theaterfest ist frei. Bei den teilnehmerbegrenzten Formaten ist eine Anmeldung vor Ort erforderlich. Das komplette Programm steht ab Ende August online unter www.schauspielfrankfurt.de bzw. www.oper-frankfurt.de zur Verfügung.
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NATALIA USHAKOVA „Arien in der Sommerarena“ live in der Sommerarena Baden

5. September 2019, 19.30 Uhr, Sommerarena Baden


Natalia Ushakova. Foto: Max Tschann

Mit „Arien in der Sommerarena“ präsentiert die Ausnahmesopranistin Natalia Ushakova wiederum ihr einziges Open-Air-Konzert im September 2019 in der Sommerarena Baden. Am 5. September 2019 lädt die Starsopranistin Natalia Ushakova bereits zum vierten Mal zu ihrem einzigartigen Open-Air-Abend in die großartige Kulisse der Sommerarena Baden. Nach den großen Erfolgen in den Vorjahren präsentiert die charismatische Wahlösterreicherin ihr neues Programm. Erleben Sie die beeindruckende Stimmgewalt der charismatischen Starsopranistin in einer einzigartigen Atmosphäre. „Ich freue mich schon sehr auf den Abend in der historischen Open-Air Arena im Herzen von Niederösterreich!“, so Natalia Ushakova.
Natalia Ushakova wird an diesem Abend Leidenschaftliches und Lustvolles aus Oper und Operette zum Besten geben: Die Ausnahmekünstlerin interpretiert die schönsten Werke von Puccini, Verdi, Strauß und Lehar und wird das Publikum mit ihrer atemberaubenden Stimme aufs Neue verzaubern. Begleitet wird die Sopranistin vom Czech Virtuosi Orchestra unter der Leitung von Dirigent Michael Zehetner. Damit ist ein außergewöhnlicher Musikgenuss unter dem Sternenhimmel für Freunde klassischer Musik in einem einzigartigen Ambiente garantiert. Der Pflichttermin für Klassikliebhaber Ende des Sommers.

Die Location
Ein würdiger Rahmen für eine faszinierende Klassik-Nacht.
Die Sommerarena der Bühne Baden: eine der schönsten und beliebtesten Sommerlocations des Landes. Der perfekte Ort, um eine unvergessliche, zauberhafte Nacht der Klassik zu erleben.

Auf dem Standplatz der heutigen Sommerarena befand sich ab dem Jahre 1841 das „k. u. k. privilegierte Tagstheater der landesfürstlichen Stadt Baden“. Im Jahr 2006 wurde das 100-jährige Bestehen der Sommerarena mit einem großen Festkonzert gewürdigt. Der Kultursommer in der Sommerarena Baden, erfreut sich mit seiner unnachahmlichen Atmosphäre beim Publikum größter Beliebtheit. Im Sommer 2009 stand dabei erstmals neben den jährlichen Operettenproduktionen auch eine Schauspielproduktion auf dem Programm.

Tickets und Service
Karten gibt es bei Ö-Ticket sowie direkt bei der „Bühne Baden“.

Infos
www.arienindersommerarena.at

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Oswald Panagl

Ein Dauergast der musikalischen Bühne

Der Mythos von Orpheus und Eurydike

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Konstanten und Variablen

                Der Verfasser dieses Beitrags durfte vor genau zehn Jahren ein Symposion über Antiker Mythos im Musiktheater des 20. Jahrhunderts einleiten und hat sein Eröffnungsreferat unter einen plakativ-griffigen Titel gestellt: Iphigenie geht – Ödipus kommt – Orpheus bleibt. Hinter dieser kontrastiven Formulierung steht eine Tendenz, die sich qualitativ am Hervortreten und Hinschwinden mythologischer Sujets und quantitativ an Vertonungszahlen wie Aufführungsfrequenzen im europäischen Musiktheater ablesen lässt. Die Manifestationen edler Menschlichkeit, aber auch die bukolischen Themen und idyllischen Motive aus dem griechischen Sagenschatz haben im Opernschaffen des 17. Jahrhunderts Konjunktur, erreichen ihren Höhepunkt im folgenden Saeculum und werden an der Wende zur Moderne vor neuen Erfahrungsschichten und Erlebnishorizonten als Stoffe obsolet.

                Dagegen wird der Mythos von König Ödipus mit seiner existentiellen Aussage, seiner irrationalen Betroffenheit vor der conditio humana erst in unserem Jahrhundert wirklich als Projekt des Musiktheaters entdeckt: von Ruggero Leoncavallo, Igor Strawinsky, George Enescu, Carl Orff und Wolfgang Rihm, um nur einige besonders markante Stationen aufzulisten. Dass diese Geschichte auch von so typischen geisteshistorischen Vertretern der Neuzeit wie Sigmund Freud und Claude Lévi-Strauss als Paradigma herangezogen und zur Chiffre auserwählt wird, passt lückenlos in dieses Szenario.

                Doch kommen wir nunmehr zum „Orpheus“-Mythos: Er steht am Anfang des operndramatischen Schaffens („Euridice“ von Jacopo Peri und Giulio Caccini, 1600) und hat seitdem die Bühne nicht mehr verlassen: Ob es sich um die Fortschreibung einer Tradition handelt (Haydn), ob das antike Milieu den Schauplatz und die Requisiten für eine Karikatur der Zeitgeschichte liefert (Offenbach), ob moderne Komponisten eine frühe Ausformung des Stoffes neu gestalten, zeitgenössisch wiederbeleben wollen (Monteverdi – Orff) oder ob ein Komponist der Zwischenkriegszeit eine Neufassung des Sujets in der Tonsprache seiner Tage beispielhaft umsetzt (Kokoschka – Krenek).

Per aspera ad astra

                Claudio Monteverdi hat den „Orfeo“, seine erste „Favola in musica“, für den Karneval des Fürstenhofes zu Mantua komponiert. Die Uraufführung am 22. Februar 1607 gestaltete sich zu einem überwältigenden Triumph für den Autor und zu einem folgenschweren Ereignis für die weitere Geschichte der Gattung Oper. Die allegorische Gestalt der Musik verkündet zu Beginn persönlich das Thema: es geht um den göttlichen Sänger Orpheus. Dieser und die ihm eben vermählte Euridice preisen im Verein mit Nymphen und Hirten als dem ländlichen Ambiente ihr junges Liebesglück. Orpheus ist voll von Begeisterung und Dankesgefühlen für die Götter und erhofft sich dauerhafte Erfüllung. Als der Sänger später in der Mittagsglut wieder an Euridice denkt und sich an die schmachtenden Klagelieder seiner noch unerfüllten Liebe erinnert, berichtet eine Botin den Tod der Gattin: Eine Schlange hat sie gebissen, als sie gerade Blumen pflückte, und der Name „Orpheus/Orfeo“ war ihr letztes Wort. Der Verlassene beschließt den Gang in die Unterwelt: Kann er Pluto nicht erweichen, so will er selbst mit Euridice bei den Toten bleiben. Er dringt bis zu den Pforten des Schattenreichs vor, das sich mit dem Wort aus Dantes „Divina commedia“ erklärt: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren!“ Orpheus kann die Gemahlin des Totenherrschers, Proserpina, mit seinen Klagen erweichen. Sie erinnert Pluto an ihr eigenes Liebesglück und bittet Euridice frei. Doch Orpheus – und das ist ja das Leitmotiv aller Gestaltungen – darf sich nicht nach ihr umsehen, ehe sie wieder das Licht der irdischen Welt erreicht haben. Als er sich und Euridice von Furien bedroht glaubt, durchbricht er das Verbot und verliert die Geliebte endgültig. Dem Leben zurückgegeben, verzweifelt Orpheus über sein Geschick und gelobt der Verstorbenen ewige Treue. Apollo, der Vater des Sängers (eine neuere Variante des antiken „deus ex machina“), tröstet den Sohn mit der Verheißung ewigen Künstlerruhms und der Überwindung persönlichen Schmerzes. In einer jenseitigen Welt der Gestirne, in die Orpheus dem Gotte folgt, werde er auch Euridices Licht begegnen. Die Hirten feiern als treue Begleiter die Verklärung des göttlichen Sängers. Diese Schlussapotheose hat Monteverdi freilich erst für die veröffentlichte Fassung geschaffen. In der Erstaufführung des Werkes 1607 bildete die Flucht des Sängers vor den Bacchantinnen das dramaturgisch offene Ende.

                Als der Librettist Ranieri de Calzabigi 1761 in Wien für seinen Operntext „Orfeo“ einen geeigneten Komponisten suchte, wurde er auf Christoph Willibald Gluck aufmerksam, dessen Ideen zu einer Reform der Oper hier auf ein besonders taugliches Sujet stießen. Die 1762 am Wiener Hofburgtheater uraufgeführte italienische Fassung machte wohl Eindruck, konnte sich aber gegen den Druck anspruchsloserer Konkurrenz nicht auf Dauer behaupten. So entschloss sich Gluck ein Jahrzehnt später zu einer Umarbeitung und Erweiterung, die als Pariser Fassung mit dem Titel „Orphée et Euridice“ in französischer Sprache und mit obligatem Ballett 1774 einen anhaltenden Erfolg erzielt hat.

                Bei Gluck und Calzabigi zeigt schon der Beginn der Oper den verlassenen und verzweifelten Orpheus, der über dem Tod der Gattin seine Kunst vergessen hat, dem die Leier nicht mehr tönt – eine tiefe Symbolik! Er will sich eben aufraffen, der Unterwelt die Tote zu entreißen, als ihm der Liebesgott Amor/Eros den Entschluss der Götter verkündet, Euridice dem Gatten freiwillig zurückzugeben. Doch muss er sie selbst aus dem Totenreich wieder auf die Erde führen und darf sie auf diesem Wege nicht anblicken. Orpheus, dem die künstlerische Schaffenskraft zurückgekehrt ist, besänftigt mit seinem Gesang die unterirdischen Schreckensgestalten und entlockt den seligen Geistern den Schatten seiner Gattin. Doch diese kann sein seltsames Betragen, die Abwendung seines Blickes, nicht verstehen. Sie muss an seiner Liebe zweifeln, ihr vernehmlicher Todeswunsch lässt Orpheus seinen Auftrag vergessen. Durch ihren neuerlichen Tod in den Wurzeln seiner Existenz getroffen und tief verwundet, sucht der Sänger nur noch das Ende. Da erscheint abermals der Liebesgott als Bote des Himmels. Seine treue Liebe habe die Götter gerührt, die ihm seinen Ungehorsam verzeihen und Euridice wieder zuführen. Inmitten der Hirten preisen die Liebenden vereint die Macht des Eros.

                Als Joseph Haydn schon in reifem Lebensalter am Neujahrstag 1791 von Calais nach Dover übersetzte, um die nächsten anderthalb Jahre in England zu leben, hatte er neben seiner symphonischen Arbeit auch einem musikdramatischen Kompositionsauftrag zu genügen. Der Operndirektor Gallini bot ihm 300 Pfund für die Vertonung eines Textes von Carlo Francesco Badini, der unter dem Titel „L’anima del filòsofo“ den Mythos von Orpheus und Eurydike behandelte. Im Gegensatz zu den meisten Fassungen des 18. Jahrhunderts, vor allem aber zu Calzabigi und Gluck, deren gemeinsame Schöpfung damals bereits weithin bekannt und gefeiert war, endet dieses Libretto tragisch. Eurydike darf nicht ins Leben zurück, und Orpheus trinkt einen Todestrank, den ihm Bacchantinnen, die ja in der antiken Erzählung von Orpheus‘ Tod eine verhängnisvolle Rolle spielen, kredenzen. Sie entführen ihn danach auf einem Schiff, das in einem heftigen Sturm zerschellt.

                Dieser Gegenentwurf zu Gluck enthält viele Chöre, das ariose Element erscheint stark zurückgedrängt. Das Werk, dessen Aufführung durch einen erbarmungslosen Konkurrenzkampf zwischen dem King’s-Theatre und der italienischen Oper im Pantheon zu London verhindert worden war, ist 1806/7 in verkürzter Fassung (11 Musiknummern) und unter dem eindeutigen Titel „Orfeo ed Euridice“ im Druck erschienen, wobei der Verlag Breitkopf & Härtel offenbar eher an eine konzertante Aufführung gedacht hat. Ob die vereitelte Premiere in London daran schuld war, dass diese Partitur Haydns letztes Bühnenwerk geblieben ist?

Nach Vermutungen des Haydn-Experten Georg Feder ist ja auch der abrupte Schluss nicht künstlerisch gewollt, sondern durch das Scheitern der Bühnenaufführung verursacht.

                III. Im Zerrspiegel der Travestie

                „Orpheus in der Unterwelt“ („Orphée aux enfers“) von Jacques Offenbach nach dem Libretto der Autoren Hector Crévieux und Ludovic Halévy, 1858 in den Bouffes-Parisiens uraufgeführt, ist als Fallstudie der Mythenrezeption in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. Dass die antike Gewandung zeitgenössische Gesellschaftskritik und Politikschelte transportiert, hat man längst bis ins Detail analysiert: Das Leben im Olymp mit dem popanzhaften Jupiter, seiner aufmüpfigen Großfamilie und dem allgemeinen Überdruss an Nektar und Ambrosia, sprich: den Privilegien und Attitüden der Nobilität, parodiert den Hof Napoleon III. im sogenannten Zweiten Kaiserreich (‚Seconde Empire`). Dass sich alle Akteure, selbst die Herren des Himmels und der Unterwelt, der personifizierten öffentlichen Meinung beugen müssen und vor ihren Ansprüchen zu jedem Opfer bereit sind, ist ein nur allzu deutlicher Seitenhieb auf die Macht des wuchernden Journalismus. Und wenn Orpheus, der bürgerliche Virtuose und Geigenlehrer am Konservatorium von Theben, der längst aus seiner verhassten Ehe ausgebrochen ist, vor den Göttern mit dem Zitat von Glucks Klagearie seelischen Schmerz simuliert, so wird auch die musikalische Repertoirekenntnis und Hörerfahrung in den Dienst der Travestie gestellt. Zwei subtile Beobachtungen von Volker Klotz seien zur Charakterisierung dieses Archetyps der ätzend-aufmüpfigen Operette noch angeführt. Die durchgängige Triebkraft der Personen und zugleich das Movens der Dramaturgie ist die Konkurrenz: ob in der Kunstübung, in erotischen Belangen oder in der Machthierarchie, immer ist der Wettbewerb, ist der Positionskampf angesagt. Der zweite Hinweis des genannten Interpreten ist vielleicht noch gewichtiger: Dieses Bühnenwerk ist auch ein Stück emanzipatorischer Literatur. Denn Eurydice ist die einzige Figur der Handlung, der es wesentlich um das Lieben und Geliebtwerden, nicht aber um maskierte Besitzansprüche geht. Aus allen drei Duetten mit den Männern (Orpheus, Aristeus-Pluto, Jupiter als Fliege) geht sie innerlich enttäuscht, aber als emotionale Siegerin hervor. Und wenn sie am oberflächlich fröhlichen Ende des Geschehens als Bacchantin in den Reigen des Gottes der Ekstase – Bacchus – eingeht, so kann sie endlich ihre seelische Disposition, ihre Vorliebe für ein Dasein  ohne Zwänge und Rücksichten ausleben.

Persönliche Trauerarbeit am Mythos

                Oskar Kokoschka hat sein Drama „Orpheus und Eurydike“ 1915 im Ersten Weltkrieg gedichtet, um es dann 1917 gründlich umzuarbeiten. Das Kriegserleben, eine schwere Verwundung und die Bewältigung einer krisenhaften Liebesbeziehung zu Alma Mahler-Werfel spiegeln sich allenthalben in dieser Dichtung, sind Motiv und prägende Kraft der Neudeutung des überkommenen Stoffes. In einem späteren Brief bekennt Kokoschka, er habe diesen Text nach seiner schweren Kriegsverletzung „gesprochen, geflüstert in Ekstase, im Delirium, geweint, gefleht, geheult in Angst und Fieber der Todesnähe“. Und im Rückblick formuliert der betagte Künstler 1956: „Ich schrieb in dieser Zeit ein Bühnenstück, `Orpheus‘, das ich im russischen Militärlazarett ausdachte in Erinnerung an jene Frau, der ich Blumen täglich nach Nizza gesandt habe. Nur noch die bunte Glasschnur roter Perlen band mich an die Frau. An diesem Abend glimmte die Schnur am Hals einer anderen im dunklen Zuschauerraume. Was sie jemals zu mir heimlich gesagt und was ich sie gefragt habe, Orpheus und Eurydike sollen es, auf der Bühne, aller Welt verraten.“ Ein Drama seelischer Konflikte, emotionaler Befreiung und aktueller Zeiterfahrung also hat da Ernst Krenek nach einer Begegnung mit Oskar Kokoschka vertont und die Komposition 1923 vollendet.

                Der heimkehrende Orpheus und Eurydike versichern einander ihre bedingungslose Liebe. Doch die Furien als Abgesandte der Unterwelt erwirken bei der dienenden Psyche (mit Doppelsinn des Namens!) Eingang zum Schlafgemach. Eurydike soll für sieben Jahre zu Hades – als Person und Bereich verstanden – hinabsteigen. Als sie Orpheus ihre Liebe ausspricht („Selbst in tausend Toden lieb ich noch mehr dich“), entfällt ihrer Hand bedeutungsschwer der Ring. – Nach fünf Jahren dringt Orpheus in die Unterwelt ein und erbittet Eurydikes Rückkehr „für einen kurzen Sommer“. Auf einer abenteuerlichen Meerfahrt fischen Matrosen einen Totenkopf; diesem entrollt ein Ring, dessen Inschrift nur noch eine zweideutige Aussage erkennen lässt: Allos makar, „Glück ist anders“ oder „der andere glücklich“. Eurydike bekennt, die Geliebte des Hades geworden zu sein, und verlässt das Schiff, in das nun ein Blitz einschlägt. – Nach zwei weiteren Jahren findet Orpheus im Schutt seines Hauses die zerbrochene Leier und verflucht, indem er wieder auf ihr zu spielen versucht, „Sonne und Mond, alte Zeiten, Wollust und Wahnsinn, selbst das Bild Eurydikes“. Er wird das Opfer seiner empörten Umgebung und im Ruinenfeld aufgehängt, das sich nunmehr in ein Niemandsland zwischen Leben und Tod verwandelt. Orpheus ist unfähig, die Untreue seiner Gattin im Jenseits zu vergeben, er versucht sie dennoch wieder an sich zu binden („Triumph! Ich lass‘ dich nicht sterben … Hinter der Liebe bis in den Tod steckt Hass!“) Doch sie reißt sich endgültig von ihm los und entschwindet im Geisterreigen („So im letzten Kampf umarmend, voll Entsetzen, für letzten Kuß, aus des Orpheus erstarrten Kiefern lös‘ ich mich endlich ledig …“). Erst das Nachspiel, in dem ein Chor hoffender Seelen dem Nachen der Psyche folgt, bringt einen Hoffnungsschimmer in dieses Drama einer verquälten Passion, einer mythisch-metaphysisch unterlegten Zweierbeziehung.

                Kreneks Oper, die erst 1926 in Kassel uraufgeführt worden ist, entzieht sich einer eindeutig klassifizierenden Zuordnung. Debussys Harmonik, Wagners Leitmotivik, Mahler-Reminiszenzen, die Erweckung alter Formen wie der Passacaglia und atonale Passagen ergeben einen gemischten Personalstil, den der Komponist in seiner „Selbstdarstellung“ so beschreibt: „Wiederum schrieb ich die Musik in fieberhaftem Tempo, wie in einem Traum. Ab und zu erfaßte ich die tiefere Bedeutung des Textes in plötzlicher Erleuchtung, dann tappte ich wieder im Dunkel, mehr meinem schöpferischen Instinkt vertrauend als meinem Intellekt.“

                Der Orpheus-Mythos vereinigt nach Art eines Brennspiegels verschiedenartige Motive und Handlungsfacetten: den Zauber und die verwandelnde Kraft der Musik, die Spannung zwischen endlichem Leben und unendlicher Sehnsucht, den Verlust eines geliebten Partners, den Zwiespalt zwischen Auftrag und spontanem Gefühl, die Ausgesetztheit des Menschen. Die jeweilige Mischung, die veränderte Perspektive, die subjektive Gewichtung erlauben ein schier unendliches Spiel der Variation, das sich auch im modernen Drama (Cocteau, Anouilh, Tennessee Williams) oder im Film (Orfeu Negro) reizvoll verfolgen ließe. Ein Ende der Herausforderung durch diesen Stoff ist nicht abzusehen.

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Musiktage Mondsee, 30. August – 7. September 2019

Johann Sebastian Bach, einer der ganz großen Meister, steht heuer im Mittelpunkt bei den Musiktagen Mondsee. Zu Gast sind u.a. Benjamin Schmid, Anna Lucia Richter, Veronika Hagen, Quirine Viersen, Julian Bliss, das Javus Quartett u.v.m. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Auryn Quartetts.

In Kürze beginnen die Musiktage Mondsee, die dieses Jahr unter dem Motto „Johann Sebastian Bach – Anfang und Ende aller Musik“ stehen. Das erste Konzert findet am 30. August in der Basilika St. Michael statt, bei dem die Sopranistin Anna Lucia Richter zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach singen wird. Die weiteren Konzerte werden im Konzertsaal im Schloss Mondsee gespielt. Stargeiger Benjamin Schmid ist sowohl ganz „klassisch“ u.a. mit der berühmten Chaconne von Bach sowie mit seinem Jazzprogramm „Bach:Reflected“ mit Improvisationen über Bach zu Gast. Auch das Auryn Quartett, das für die Programmierung der Musiktage Mondsee verantwortlich zeichnet, tritt selbst bei den meisten Konzerten auf.
Weitere Höhepunkte im Programm der Musiktage Mondsee sind der groß besetzte Konzertabend „Concerto grosso“ (3.9.) mit dem 2. Brandenburgischen Konzert oder das Konzert mit der Bach-Preisträgerin Schaghajegh Nosrati, die Bachs „Die Kunst der Fuge“ spielen wird. Mit dem Konzertformat „Surprise“ werden jedes Jahr Nachwuchskünstler vor den Vorhang gebeten. Dieses Jahr ist mit dem Javus Quartett ein junges Quartett aus Salzburg eingeladen.
Vielfältiges Rahmenprogramm

Ein alljährlicher Fixpunkt im Rahmenprogramm ist die Musikalische Landpartie mit Thomas Weismann. Weiters gibt es einen vertiefenden Vortrag zum Thema „Bach zwischen Kaffeehaus und Geniekult“, und eine Veranstaltung ist unserem Konzertflügel gewidmet: Fazioli – Porträt einer Legende.
Konzerteinführungen runden das Rahmenprogramm ab.

Über 30 Jahre Musiktage Mondsee

Seit über 30 Jahren stehen die Musiktage Mondsee für höchste künstlerische Qualität in intimer, persönlicher Festivalatmosphäre. Diese Mischung garantiert Jahr für Jahr sowohl Künstlern als auch Besuchern eine Woche voller musikalischer Sternstunden und berührender Begegnungen. Die Schönheit des Salzkammergutes bildet dazu die perfekte Ergänzung.

Das Kammermusikfestival am wunderschönen Mondsee ist vor allem András Schiff zu verdanken. Es war 1989, als der weltberühmte Pianist und Dirigent die gleichnamige Gemeinde im Salzkammergut für sich entdeckte und beschloss, hier alljährlich mit den Musiktagen Mondsee einen hochkarätigen Klangzauber zu veranstalten. Ein Festival, das in kürzester Zeit große internationale Bedeutung erlangte: In Mondsee, diesem malerischen Ort mit seiner faszinierenden Geschichte und Tradition, gastierten etwa Cecilia Bartoli, Oleg Maisenberg und Peter Schreier. Seit 2010 hat das vielfach preisgekrönte Auryn Quartett die künstlerische Leitung inne.

Alle Informationen auf der Webseite der Musiktage Mondsee
-mail: info@musiktage-mondsee.at
Web: www.musiktage-mondsee.at

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ORF III am Donnerstag (heute): „Agatha Christie’s Poirot“ im Dreierpack mit „Mord in Mesopotamien“

Außerdem: „Köchin gesucht“ und „Poirot riecht den Braten“

Wien (OTS) – In ORF III Kultur und Information ermittelt am Donnerstag, dem 22. August 2019, „Agatha Christie’s Poirot“ wieder in drei ungewöhnlichen Fällen von Edward Bennett. Zu Beginn ruft in der Folge aus 2001 ein „Mord in Mesopotamien“ (20.15 Uhr) Hercule Poirot zur Wiege der Zivilisation. Arthur Hastings (Hugh Fraser) besucht zusammen mit Poirot (David Suchet) seinen Neffen Bill Coleman (Jeremy Turner-Welch), der Teil eines Teams ist, das archäologische Arbeiten im Irak ausführt. Die Stimmung im Team ist gedrückt, da wenige Tage zuvor ein Arbeiter ermordet wurde. Gerade als Poirot abgereist ist, der den Komfort eines Hotels in Bagdad der Unterbringung in der Nähe der Grabungsstätte vorzieht, gibt es eine weitere Leiche: die Frau des Grabungsleiters Mrs. Leidner (Barbara Barnes).

Anschließend zeigt ORF III zwei Folgen aus dem Jahr 1989. Um 22.00 Uhr wird eine „Köchin gesucht“. Als Mrs. Todd (Bright Forsyth) Hercule Poirot bittet, nach ihrer spurlos verschwundenen Köchin zu suchen, ist dieser zunächst wenig geneigt, sich der Sache anzunehmen. Aber als Mrs. Todd ihn kurz darauf mit einer bescheidenen Bezahlung von seinem Auftrag entbindet, ist Poirot empört und sein Ehrgeiz geweckt. Seine Beharrlichkeit macht sich bezahlt, denn er findet nicht nur die Köchin, sondern klärt zugleich einen Diebstahl und einen Mord auf.

Den Abschluss des Abends macht „Poirot riecht den Braten“ (22.55 Uhr). Selbstmord oder Mord, der als Selbstmord getarnt ist? Chief Inspector Japp (Philip Jackson) zieht Poirot in einem kniffligen Fall zu Rate, in dem eine Frau erschossen aufgefunden wird. Ihr Zimmer war verschlossen, aber der Schlüssel zum Zimmer ist verschwunden und auf der Waffe finden sich keine Fingerabdrücke. Recherchen ergeben, dass sie erpresst wurde.

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