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DIE DONNERSTAG-PRESSE (23. SEPTEMBER 2021)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DONNERSTAG-PRESSE – 23.September 2021

„In Wien hat Musik noch Bedeutung“ (Bezahlartikel)
Alain Altinoglu, Opernchef in Brüssel und Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, leitet nach viel Erfahrung mit den Musikern in der Staatsoper sein erstes philharmonisches Abonnementkonzert im Musikverein.
https://www.diepresse.com/6036883/in-wien-hat-musik-noch-bedeutung

Wien/ Festwochen
„Lieder ohne Worte“: Festwochen bergen Autowrack
Wiener Zeitung

Graz
Liederabend im Doppelpack: Elīna Garanča in Graz
Nach zwei Verschiebungen klappte es nun endlich mit dem Liederabend von Elīna Garanča im Musikverein Graz; den letztjährigen Corona-Vorschriften geschuldet wurde es gar ein Liederabend im Doppelpack. Zweimal an einem Abend wurde das etwa 75-minütige, pausenlose Programm gespielt.
bachtrack.com

Staatsoper Berlin: Tomowa-Sintow wird Ehrenmitglied
Die Berliner Staatsoper hat die Sopranistin Anna Tomowa-Sintow zum Ehrenmitglied ernannt. An ihrem 80. Geburtstag würdige man die Sängerin, teilte die Staatsoper am Mittwoch mit. Die gebürtige Bulgarin sei dem Haus, an dem sie zum Weltstar wurde, seit Jahrzehnten eng verbunden.
https://www.musik-heute.de/22947/staatsoper-berlin-tomowa-sintow-wird-ehrenmitglied/

Wiesbaden/ Hessen
Ministerin entschuldigt sich bei Intendant Laufenberg
Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hat auf die Rücktrittsankündigung von Uwe Eric Laufenberg als Intendant des Staatstheaters Wiesbaden reagiert. Bei der Terminierung der Gespräche über das Vertragsverhältnis sei ein Fehler unterlaufen. „Dafür hat sich Ministerin Angela Dorn heute bei Herrn Laufenberg persönlich entschuldigt“, hieß es in einer Stellungnahme vom Montag.
https://www.musik-heute.de/22940/ministerin-entschuldigt-sich-bei-intendant-laufenberg/

Schweitzers Klassikwelt 44: Operntitel und Marketing
Das Interesse an Opern nimmt ab. Das Fehlen von Nachwuchs an Opernfans wird bedauert. Fehlt es an Stimmenfetischisten? Liegt es an den Inhalten der Stücke? Oder wie sie gebracht werden? Unser heutiges Feuilleton beschränkt sich auf die Verpackung – und da nicht auf die Werbeplakate und CD-Designs, was sicher sehr interessant wäre, sondern auf die Namensfindung für Opernwerke.
Von Lothar Schweitzer
Klassik-begeistert.de

DVD-Rezension
Karl Lagerfeld als Star bei Rameau
Jean-Philippe Rameau
Platèe
Barock-Komponisten wie Jean-Philippe Rameau sind erheblich spröder als etwa die Werke Händels und seiner meisten Zeitgenossen. Das war ihrer Rezeptionsgeschichte nicht immer dienlich, aber speziell die Oper „Platée“ wird schon wegen ihrer tragisch-komischen Handlung immer wieder aufgeführt.
von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Linz
Durch das Riesentor…
Klangwolke / Mathilde Kralik
https://www.drehpunktkultur.at/index.php/rest-der-welt/oesterreich/15438-durch-das-riesentor

Mödling
Vorschau: „Don Giovanni“ in der Europahalle Mödling
Niederösterreichische Nachrichten

Bregenz
SOV vollendet mit Kirill Petrenko den großen Mahler-Zyklus
Gustav Mahlers 9. Symphonie / Karten für Generalprobe in Bregenz erhältlich
https://www.vol.at/sov-vollendet-mit-kirill-petrenko-den-grossen-mahler-zyklus/7132367

Frankfurt
Museumskonzert in Frankfurt: In der neuen Welt
Erstmals seit 18 Monaten ein Museumskonzert in voller Besetzung, Thomas Guggeis dirigiert.
Frankfurter Rundschau

Meiningen
Meiningen: Erste Sternstunde der neuen Spielzeit mit Händel-Oper
Mainpost.de

Nürnberg
Saison 2021/2022 der Nürnberger Symphoniker
Wunsch nach einem neuen Konzerthaus ist groß
BR-Klassik.de

Jubiläum
Sängerin des Mondlichts
Jürgen Kesting über die Sopranistin Anna Tomowa-Sintow
Frankfurter Allgemeine

Medien
Live aus der MET-Oper in New York: Cineplexx Opera Kinos starten Ticket-Vorverkauf am 29. September
OTS-Presseaussendung

Gluck-Festspiele
Gluck in neuem Gewand: Das Calmus-Ensemble in Castell
„Nicht weniger als eine Zeitreise durch 1000 Jahre Vokalmusik hatten sich die Mitglieder des Calmus-Ensembles für ihr Konzert bei den Gluck-Festspielen vorgenommen. Auch wenn die Besetzung mit fünf Stimmen musikhistorisch eher die Ausnahme als die Regel ist, hatte das Leipziger Quintett so manchen musikalischen Schatz ausgegraben. Die Johannes-Kirche im unterfränkischen Castell bot ihnen die passende Kulisse für die überwiegend geistlichen Kompositionen, deren Spannweite von mittelalterlicher Messvertonung bis zur zeitgenössischen Neukomposition nach Gluck reicht.“
Leon Battran berichtet aus der Johanneskirche Castell
Klassik-begeistert.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
OperaVision Announces World Opera Day Programming
https://operawire.com/operavision-announces-world-opera-day-programming/

San Francisco Opera’s Department Of Diversity, Equity And Community Offers
Interactive Conversations About Giuseppe Verdi in October Topics for the Zoom discussion series include Verdi’s early life; one of the composer’s most popular masterpieces, Rigoletto; and more!
broadwayworld.com

Berlin
DSO Berlin opens its 75th anniversary season
bachtrack.com

Sevilla
Jose Carreras to Open ICÓNICA Sevilla Fest
https://operawire.com/jose-carreras-to-open-iconica-sevilla-fest/

London
A gripping “Rigoletto” keeps the focus on emotion (Subscription required)
The production at the Royal Opera House relies on a series of striking tableaux
The Economist

Kanneh-Mason, Terfel, RPO, Philharmonia Chorus, Petrenko, RAH review
– an anniversary feast Full chorus and giant orchestra reunite at last to celebrate 75 years and counting
theartsdesk.com

Black British Musical Theatre 1900-1950, Wigmore Hall review
– a disappointing missed opportunity Lecture-recital leaves more questions than answers about an interesting subject ‚
theartsdesk.com

Birmingham
Kazuki Yamada and the CBSO open 2021 season with a triumphant mix of light and serious
bachtrack.com

New York
Review: For Armory Recitals, a Modest but Memorable Return
Paul Appleby and Conor Hanick presented a song program focused on cycles by Beethoven and Berg.
https://www.nytimes.com/2021/09/21/arts/music/review-armory-appleby-hanick.html

Chicago
Chicago Opera Theater Breathes New Life Into Carmen
https://icareifyoulisten.com/2021/09/chicago-opera-theater-breathes-new-life-into-carmen/

Washington
National Symphony Orchestra triumphs with Boyer and Lang Lang
bachtrack.com

St. Louis
For Leonard Slatkin, Classical Music’s “Crossroads’ Requires Boldness
https://news.stlpublicradio.org/show/st-louis-on-the-air/2021-09-20/for-leonard

Recordings
Adam Levowitz to Record Rock Version of “Don Giovanni’
https://operawire.com/adam-levowitz-to-record-rock-version-of-don-giovanni/

Mahler – Ives – Grime: Ruby Hughes in spellbinding form in Songs for New Life and Love
operatoday.com

Film
Conductor Sergiu Celibidache’s Life Featured in Upcoming
Film Academy Award-nominated actor John Malkovich will play the Romanian conductor in a biopic titled „The Yellow Tie“
https://theviolinchannel.com/sergiu-celibidache-played-by-actor-in-upcoming-film/

Obituary
Norman Bailey obituary
Bass-baritone who excelled as Wagner’s Wotan, Hans Sachs and Flying Dutchman, and in big Verdi roles
https://www.theguardian.com/music/2021/sep/22/norman-bailey-obituary

Sprechtheater

Wenig Publikum in den Wiener Theatern
65 Prozent Auslastung im Burgtheater, Josefstadt mit 60 Prozent – Grund dürften Corona-Bedingungen sein.
Wiener Zeitung

Wien
Corona – Wiener Theater kämpfen mit geringer Auslastung
Bühnen haben wenig Publikum – Auslastung von 60-65 Prozent in Burgtheater und Josefstadt, Volkstheater „unter den Erwartungen“
Der Standard.at

Corona und Überangebot: Theater kämpfen mit geringer Auslastung
Der Premierenreigen nimmt kein Ende, das Interesse ist enden wollend: Die Wiener Theater sind zu maximal zwei Drittel voll
Kurier.at

Ausstellungen/ Kunst

Paris
Russische Impressionisten-Sammlung erstmals in Europa
on Cézanne und Monet bis zu Gauguin und Matisse: Die Fondation Louis Vuitton hat die legendäre Sammlung der russischen Brüder Morosow nach Paris geholt. Die Sammlung, die so erstmals außerhalb Russlands gezeigt wird, vereint neben Ikonen der französischen Moderne auch Werke bedeutender Künstler der russischen Avantgarde wie Malewitsch und Serow. Die Event-Schau mit rund 200 Exponaten ist bis 22. Februar 2022 zu sehen.
https://volksblatt.at/russische-impressionisten-sammlung-erstmals-in-europa/

Millionen-Verkäufe am ersten Tag der Art Basel
Auf der Art Basel konnten bereits am Tag der Vorbesichtigung mehrere Galerien Verkäufe in Millionenhöhe tätigen. Besonders erfolgreich war die Galerie Hauser & Wirth. Die Zürcher Galerie mit weltweiten Standorten konnte Kunstwerke zum Gesamtpreis in zweistelliger Millionenhöhe verkaufen, wie aus dem Verkaufsreport der Kunstmesse vom Dienstag hervorgeht. Den Spitzenpreis von 6,5 Mio. Dollar erzielte das 1975 entstandene abstrakte Ölgemälde „The Poet“ von Philip Guston.
Salzburger Nachrichten

Film/ TV/ Medien

Film
Philipp Stölzl: „Das Sakrosankte tut der Kunst nicht gut“
Der deutsche Regisseur über seine Verfilmung von Stefan Zweigs „Schachnovelle“, die er für das Kino stark veränderte.
Wiener Zeitung

Heute startet Schachnovelle in den Schweizer Kinos
Nach der Netflix-Serie «The Queen’s Gambit» gibt es ein neues filmisches Highlight zum Thema Schach. Ab morgen Donnerstag läuft in den Schweizer Kinos «Schachnovelle».
https://www.chess-international.com/?p=44926

Krise traf sie hart. Karina Sarkissova hat „tiefe Depression erlebt“
https://www.krone.at/2512117

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Unter’m Strich

Dummheit ist vielleicht doch besiegbar
Frankfurter Allgemeine

Salzburg
Alternative Straßennamen
Heute also wurde im Salzburger Gemeinderat diskutiert, was sowieso schon beschlossene politische Sache ist: Eine Mehrheit aus ÖVP, FPÖ und Neos erteilt, wie berichtet, einer Umbenennung von 13 NS-belasteten Straßennamen eine Absage.
DrehpunktKultur

Österreich
Erste Anklage gegen Christian Pilnacek
Suspendierter Justiz-Sektionschef soll gegenüber einer Journalistin das Amtsgeheimnis verletzt haben – Hintergrund war eine Strafanzeige der WKStA wegen eines kritischen Artikels.
https://kurier.at/politik/inland/erste-anklage-gegen-christian-pilnacek/401744676

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 23. SEPTEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 23. SEPTEMBER 2021)

ARTE präsentiert in Kooperation mit 21 europäischen Opernhäusern die neue digitale Opernspielzeit Saison ARTE Opera 21/22

21 Opernhäuser – 12 Länder – eine Opernspielzeit für Europa: Die Saison ARTE Opera geht in die vierte Runde!

ARTE präsentiert in Kooperation mit 21 europäischen Opernhäusern die neue digitale  Opernspielzeit Saison ARTE Opera 21/22 - ARTE Presse

Ab Oktober 2021 können sich ZuschauerInnen in ganz Europa auf neue Opernübertragungen aus den renommiertesten Opernhäusern des Kontinents freuen – untertitelt in sechs Sprachen und nach der Übertragung im Replay abrufbar auf arte.tv/opera

Zum Auftakt der neuen Spielzeit überträgt ARTE am 1. Oktober, um 20.00 Uhr im Netz Cyril Testes Neuinszenierung von Ludwig van Beethovens Fidelio unter der musikalischen Leitung von Raphaël Pichon live aus der Pariser Opéra Comique. Darüber hinaus stehen Übertragungen aus den Opernhäusern in Wexford, Prag, Dresden, Wien, Lausanne, Palermo, London, Brüssel, Helsinki und Hamburg auf dem aktuellen Programm.

Entdecken Sie die ganze Saison ARTE Opera 2021-22 auf unserer Presseseite.

> Zum Spielzeitheft und zum Trailer

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OPER GRAZ: Interview zum Eröffnungskonzert 

Chefdirigent Roland Kluttig im Gespräch mit Musikdramaturg Bernd Krispin über die komplexen Herausforderungen bei Georg Friedrich Haas und Richard Strauss, über fragile Klänge und technische Virtuosität.

Samstag, 25. Sep 2021, 19.30 Uhr

Roland Kluttig und die Grazer Philharmoniker eröffnen die Saison

Informationen & Tickets

Roland Kluttig. Foto: Bühnen Graz

99 Jahre liegen zwischen der Uraufführung der „Alpensinfonie“ von Richard Strauss und dem „Concerto grosso Nr. 1 für vier Alphörner“ von Georg Friedrich Haas. Welche spieltechnischen Herausforderungen warten auf die Grazer Philharmoniker – bei Haas, aber auch bei Strauss?
Roland Kluttig:  Die Herausforderungen liegen ganz weit auseinander. Kurz gesagt, sind es bei Haas nur wenige und bei Strauss unendlich viele Noten. Bei Haas ist es das genaue Hinhören, denn es werden nicht nur Viertel-, sondern auch Sechstel- und Achteltöne verlangt. Bei Strauss hingegen haben wir es mit enormer Virtuosität und bei manchen Instrumenten wie zum Beispiel in den Trompeten mit enormer physischer Anstrengung zu tun.

 Kein einziger Ton, den wir je in Oper oder Konzert hören, kommt ohne Obertöne aus. Was also ist das Besondere, wenn Haas Obertonreihen nutzt?
Roland Kluttig:  Er macht die entfernten Obertöne hörbar – insbesondere durch Flageoletts – und verlässt damit die temperierte Stimmung. Es ist ein Farbspiel, vergleichbar mit einem Regenbogen, gleichzeitig ist der Klang sehr fragil.

Hier geht das Interview weiter!

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 23. – 29. SEPTEMBER – 2021

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

25.9. DER ZWERG (aus Amsterdam, Aufnahme v. 18.9.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
DIE ENTFÜHRUNG A.D. SERAIL (aus Wien, Aufnah,me v. 12.10.2020) Bayern 4- 19.05 Uhr
KÖNIGSKINDER (aus Bonn, Aufnahme v. 4.9.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
SAMSON ET DALILA (aus Orange, Aufnahme v. 10.7.) ORF Ö1-19.30 Uhr
THE MIDSUMMER MARRIAGE (Live aus London) BBC 3-19.30 Uhr
MACBETTO (aus Wien, Aufnahme v. 10.6.) HR 2-20 Uhr
MANON (aus Paris, Aufnahme v. 15.9.) France Musique-20 Uhr
26.9. KÖNIGSKINDER (aus Bonn, Aufnahme v. 4.9.) WDR 3-20.04 Uhr
28.9. IL BARBIERE DI SIVIGLIA (Live aus Wien) ORF Ö1-19 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET

ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.htmlSWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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Gesangswettbewerb „Klaudia Taev“ – Pärnu, 14 – 19.09.2021

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Die Protagonisten des „Turco in Italia“ mit dem Dirigenten Erki Pehk (Foto : Promfest)

Tradition wird bei diesem Wettbewerb groß geschrieben : Traditionell wird der der Gesangspädagogin Klaudia Taev gewidmete Konkurs (zu ihren Schülern gehörte u.a. Gorg Ots) alle zwei Jahre im estnischen Pärnu ausgetragen, traditionell steht eine Sängerin der Jury vor, traditionell gehört Schuberts Ave Maria zum Pflichtkanon, und traditionell erhalten die Gewinner nicht nur Geldpreise, sondern darüber hinaus die Gelegenheit, zwei Jahre später in einer szenischen Opernproduktion in Hauptpartien mitzuwirken.

Kompliment an die Jury des Jahres 2019, die eine wirklich gute Auswahl getroffen hat. In Rossinis „Il turco in Italia“ fielen 3 Preisträger des 2019er Wettbewerbs ausgesprochen positiv auf, mit interessant-individuell timbrierten Stimmen und großer Eignung für die für Rossini erforderte Agilität : die Ukrainer ANNA TVERDOVA (Fiorilla) und VLADYSLAV TIUSHCH (Prosdocimo) sowohl der Armenier SARGIS BAZHBEUK-MELIKYAN in der Titelrolle. Der ukrainische Bass TARAS BEREZHANSKY, der 2017 zu den Preisträgern gehörte, nennt ein imponierendes, aber für Don Geronio weniger geeignetes Material sein eigen, während der russische Tenor YURI ROSTOTSKY (Preisträger 2015) als Narciso mit seinem weißen Timbre und ziemlich körperloser Tonproduktion eher unangenehm auffiel. Als Zaida ergänzte die Litauerin KAMILA BONTÉ.

 Zu den Traditionen des PROMFEST genannten Festivals, von dem der Wettbewerb ein Teil ist, gehört (leider) auch, dass die Opernproduktionen Künstlern anvertraut werden, zu deren bisherigen Tätigkeiten das Regie-Handwerk nicht gehörte, so z.B. einem Choreographen „Die Zarenbraut“ (2013), einem Designer „Aida“ (2015) und nun „Turco in Italia“ einem älteren Schauspieler des Endla-Theaters, in dem die Vorstellung stattfand. Seine „Idée fixe“ (oder sollte man nicht besser sagen, fixe Idee) war es, das Stück im Stile einer „soap opera“ aufzuführen, eine Idee, die (zumindest bei mir) für wenige Minuten Aufmerksamkeit und ansonsten viel Langeweile sorgte. Schade, dass diese Künstler der Musik offenbar nicht vertrauen. ERKI PEHK, der Leiter des Wettbewerbs und Festivals, hatte das Orchester der litauischen Kaunas-Oper sehr gut auf Rossini eingeschworen und sorgte für einen brillanten Unterbau der Gesangsprotanisten.

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Die Jury : Plamen Kartaloff, Thomas Hermann, Alain Surrans, Anna Samuil, Mariusz Kwiecien, Stefan Vogel, Christoph Seuferle, Helen Lepalaan, Erki Pehk, Cynthia Makris (Foto : Promfest)

Von 39 Sängern, die die Live- bzw. Video-Vorauswahl überstanden hatten, waren 26 in Pärnu erschienen : 6 aus Süd-Korea (aber in Deutschland studierend), 5 aus Polen, je 3 aus Estland und der Ukraine, je 2 aus Russland und Litauen, je 1 aus Armenien und Ungarn. 13 Soprane, 4 Mezzosoprane, 5 Tenöre, 3 Baritone und 1 Bass.

Die Anforderungen an das Repertoire der Teilnehmer waren nicht gering : in der 2. Runde (der 1. in Pärnu) ein Stück von Mozart oder früher plus eine Arie, in der 3. Runde Schuberts Ave Maria plus ein Lied / Romanze, im Semi-Finale ein Stück, komponiert nach 1950, plus eine Opernszene sowie im Finale 2 Arien (mit Orchester).

In den Vorrunden hörte ich einige ausgezeichnete Leistungen von Künstlern, die es nicht bis ins Finale schafften, so die Süd-Koreanerinnen SARAH SEUNGHWA CHAE, HAEWON LEE (hatte kürzlich Contessa de Folleville in Pesaro gesungen), SOYOON LEE und SARAH YANG, allesamt hohe Koloratursoprane, prädestiniert für Rollen wie Zerbinetta. Mag sein, dass die Jury bezweifelte, ob das Volumen ihrer Stimmen ausreichte, um im Finale über das (teilweise sehr laute) Orchester zu kommen, oder dass für „ihre“ Arien kein Orchestermaterial vorlag. Interessant auch der armenische Tenor TIGRAN HAKOBYAN, der an der Armenischen Nationaloper schon Canio gesungen hatte und sich in Pärnu mit einem etwas irritierenden Repertoire von Mozarts Don Ottavio zu Tschaikowskys Hermann vorstellte. Seinen Calaf, mit dem er sich im Finale präsentiert hätte, hätte ich gerne gehört.

Natürlich kann man immer etwas an Jury-Entscheidungen kritisieren, besonders dann, wenn sie nicht dem eigenen Votum entsprechen. Eher ist kritisch zu bewerten, dass zwei der Juroren erst zum Semi-Finale „einstiegen“, sie also nicht dieselben Eindrücke hatten, die ihre Kollegen bekamen, die von Anfang an dabei waren. Auch würde ich zu gerne wissen, ob es denjenigen Juroren erlaubt war, über Sänger abzustimmen, die sie entweder schon engagiert hatten bzw. die sie von Meisterklassen her kannten.

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Die Finalisten Kamila Dutkowska, Gyungmin Gwon, Zuzana Nalewajek Serhii Moskalchuk, Yuliia Zasimova, Kadi Jürgens (Foto : Promfest)

Ich muss gestehen, ein schlechter Juror gewesen zu sein, denn weder hätte ich zwei der Finalisten (sogar beide Preisträger) ins Finale gelassen noch haben meine Favoritinnen einen Preis erhalten. Letztere waren die Polin KAMILA DUTKOWSKA und die Ukrainerin YULIIA ZASIMOVA. Dutkowska hatte im Semi-Finale mit einem ausdrucksstarken Vortrag der großen Anna Bolena-Szene begeistert, in dem sie sich nicht nur als großartige Sängerin, sondern als KÜNSTLERIN erwies. Mag sein, dass die Mimi-Arie im Finale die falsche Wahl war, denn hier hatte sie unüberhörbar Schwierigkeiten, sich gegenüber dem Orchester Gehör zu verschaffen. Diese Schwierigkeiten hatte Zasimova überhaupt nicht; Lucia und Juliette ließen ein interessantes Timbre von sehr guter Geläufigkeit mit brillanten Höhen hören. Wenigsten wurde sie mit dem Sonderpreis der Estnischen Nationaloper bedacht. Drittplazierte wurde die Estin KADI JÜRGENS, die mir in den Vorrunden nicht als eine überdurchschnittliche Sängerin aufgefallen war, ein Eindruck, den ich auch im Finale nicht revidierte. Das Timbre fand ich nicht besonders interessant, also : wichtiger als das Womit scheint das Wie gewsesen zu sein. Den dritten Preis teilte sich mit ihr der ukrainische Bassbariton SERHII MOSKALCHUK, sehr gut im Finale als Leporello und Gounods Mephistophélès. Zweiter wurde der süd-koreanische Bariton GYUNGMIN GWON, dessen Material für die Vorrunden im Endla-Theater bzw. (für Ave Maria) in einem kleineren Raum beinahe zu groß war. Sein Final-Tonio (mit Orchester!) war erstklassig. Vielleicht hätte er mit dem Rossini-Figaro besser abgeschnitten als mit Valentin, bei dem er Probleme hatte, die benötigte ruhige Stimmführung zu finden. Gewinnerin wurde die erst 23jährige polnische Mezzosopranistin ZUZANNA NALEWAJEK, die mir sowohl in allen Vorrunden als auch im Finale nicht mit einem mir im Ohr haften bleibenden Timbre gesegnet vorkam, was vielleicht auch eine Geschmackssache ist, denn die Jury, die aus erfahrenen Juroren bestand, hatte offensichtlich etwas herausgehört, was mir noch verborgen geblieben ist. Nicht verborgen geblieben ist sie ihrem Landsmann Mariusz Kwiecien, diesem großartigen Bariton, der sie noch vor diesem Wettbewerb als Dorabella und Cherubino a das Opernhaus von Wroclaw eingeladen hatte, wo er als Künstlerischer Direktor fungiert.

Sune Manninen

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Opernrarität in Hildesheim: MEDEA von Giovanni Pacini

Archivio Storico Ricordi | Collezione Digitale
Copyright: Verlag Ricordi

Mit einer deutschen Erstaufführung startet auch das Musiktheaterensemble des tfn am Sonntag, 2. Oktober, in die neue Spielzeit. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ziemen und in einer Inszenierung von Beka Savić ist Giovanni Pacinis „Medea“ zu erleben.

Medea verliebt sich in Giasone, den Anführer der Argonauten und tut alles für ihn: Sie verrät ihre Heimat und tötet sogar ihren Bruder. Giasone und Medea gründen eine Familie und bekommen zwei Kinder. Doch das Liebesglück währt nicht lang Giasone wünscht die Trennung von Medea, da er die Tochter des Königs Creonte heiraten möchte. Medea bleibt mit sich und ihrem untröstlichen Schmerz allein.

Der Mythos um Medea, die Frau, die ihre Kinder tötet, fasziniert bis heute und bietet reichlich Stoff für Diskussionen. Auch Komponist Giovanni Pacini war inspiriert von dem weltberühmten Stoff und schuf eine Belcanto-Oper, die bis heute nur auf italienischen Bühnen zu erleben war. Die musikalische Leitung der deutschen Erstaufführung in Hildesheim übernimmt Generalmusikdirektor Florian Ziemen, Beka Savić setzt die packende Geschichte in Szene. Für den Chor zeichnet Achim Falkenhausen verantwortlich. Die Oper ist als Teil der diesjährigen Trilogie zu erleben; das tfn widmet sich dem Stoff auch im Schauspiel und im Tanztheater. Verbindendes Element der drei Inszenierungen ist das Bühnenbild von Ausstattungsleiterin Anna Siegrot.

Karten für die Premiere am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr sowie die nächsten Vorstellungen am Samstag, 9. Oktober und Samstag, 23. Oktober, kosten zwischen 12 und 38 Euro und sind im Service Center (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 1693 1693 sowie online auf www.mein-theater.live erhältlich.

Am Sonntag, 31. Oktober, sind alle drei Medea-Inszenierungen an einem Tag im Stadttheater Hildesheim zu sehen, ergänzt durch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Für Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich zwei oder alle drei Inszenierungen ansehen möchten, bietet das tfn ein Kombiticket an, mit dem die zweite und dritte Karte 50 % günstiger ist. Das Angebot ist ausschließlich im Service Center erhältlich.
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MITTELSÄCHSISCHES THEATER (Freiberg, Döbeln)

Erste Opernpremiere seit langer Zeit: am Samstag, den 2. Oktober 2021 um 19.30 Uhr in der Freiberger Nikolaikirche.

Intendant Ralf-Peter Schulze inszeniert in der Ausstattung von Tilo Staudte zwei Einakter: „Das Telefon“ von Gian Carlo Menotti und „Il Tabarro“ (Der Mantel) von Giacomo Puccini.

Eine „Opera buffa“, die heiter und spielerisch das Entstehen einer Beziehung beschreibt, in außergewöhnlicher Kombination mit einer Oper über einen hochdramatischen Beziehungsverlauf, der in einem Mord endet.

Die musikalische Leitung hat GMD Jörg Pitschmann.
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DIE MITTWOCH-PRESSE (22. SEPTEMBER 2021)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MITTWOCH-PRESSE – 22.September 2021

Wien
Ab 1. Oktober Ungeimpfte dürfen nicht mehr in die Staatsoper oder ins Burgtheater

Die 2G-Regel in Wien hat zur Folge, dass ab 1. Oktober Ungeimpfte weder in die Staatsoper und ins Burgtheater noch ins Austria- und Rapid-Stadion dürfen. Bundestheater-Chef begrüßt die Regelung.
Kleine Zeitung

Linz/ Brucknerhaus
Es gibt Momente, da fühlt man sich als Versager“ Bezahlartikel
Günther Groissböck: Als Mann ein Bär, als Bass ein Weltstar mit sensiblem Innenleben. Heute gastiert der Waidhofener mit Waltraud Meier und Antonio Pappano im Brucknerhaus.
https://www.nachrichten.at/kultur/es-gibt-momente-da-fuehlt-man-sich-als-versager;art16,3462333

60 Jahre Deutsche Oper Berlin: Wir sind das Fest
Raum für Gedanken und Austausch: eine Liebeserklärung an die Deutsche Oper Berlin, die vor 60 Jahren eröffnet wurde, am 24. September 1961.
Tagesspiegel.de

Wien/ Staatsoper
Meeresfluten, Seelenstürme und Ritualmord in der Oper (Bezahlartikel)
Hans Werner Henzes „Verratenes Meer“ unter Simone Young, erstmals vor Publikum nach der TV-Premiere während des Lockdowns: ein düsteres Kammerspiel von musikalischer Kraft. Vera-Lotte Boecker betört als Witwe, Bo Skovhus beeindruckt als markanter Marineoffizier.
Die Presse.com

Graz
Liederabend in Graz: Elina Garanča zeigte ihren Facettenreichtum
Kleine Zeitung.at

Wien/ Theater an der Wien
Himmel und Hölle: Ur-Oper wirkt noch
Im Theater an der Wien wurde mit „Rappresentatione di Anima et di Corpo“ die erste Oper überhaupt bejubelt.
https://www.tt.com/artikel/30801496/himmel-und-hoelle-ur-oper-wirkt-noch

Cavalieris „Rappresentatione di Anima et di Corpo“ als Fest
Regisseur Robert Carsen holt im Theater an der Wien das erste erhaltene Stück Musiktheater ins Hier und Jetzt
Der Standard.at

Rappresentatione di Anima et di Corpo:Juchzen und Schluchzen
Sueddeutsche.de

Fürth
Mein Bericht über die Eröffnung der Gluck-Festspiele
Ein Glanzstück für drei Soprane: Die Gluck-Festspiele feiern einen gelungenen Auftakt
„Mit dem beliebtesten Bühnenwerk des Komponisten sind am vergangenen Donnerstag die Gluck-Festspiele in der Metropolregion Nürnberg gestartet. Michael Hofstetter, der 2020 die Intendanz des Festivals übernommen hat, dirigierte Glucks „Orfeo ed Euridice“ in der selten gespielten Parma-Fassung. Bei der Uraufführung 1769 sang der Soprankastrat Giuseppe Millico die Partie des Orfeo. Wie das damals geklungen haben mag, ließ nun der junge Sopranist und „Rising Star“ der Barockmusikszene Bruno de Sá erahnen, dessen Stimme natürlicherweise im Sopranregister zuhause ist.“
Leon Battran berichtet aus dem Stadttheater Fürth
Klassik-begeistert.de

Wiesbaden
Respekt, aber kein Wort des Bedauerns: Ministerin lässt Intendant Laufenberg ziehen
/ Gesprächstermin verpennt
Sensor-Wiesbaden.de

Halle
Zaubernacht und Handwerkerspaß: ein Theaterfest begeistert an der Oper Halle
Ein Theaterfest der feinsten Art und eine prächtige Ensembleoper bietet uns der britische Regisseur Walter Sutcliffe mit seinem Team an der Oper Halle zu Beginn seiner neuen Intendanz. Er feiert damit das Musiktheater und zugleich das Publikum.
Von Guido Müller
Klassik-begeistert.de

CD-Kritik: Jonas Kaufmann: Ein Liszt-Plädoyer in Luxus-Besetzung
Der Star-Tenor widmet sich gemeinsam mit Helmut Deutsch den Liedern des Ungarn. Unterdessen erkundet ein junges Nonett die tänzerische Seite des Neoklassiszismus.
Wiener Zeitung

Neumarkt/Oberpfalz
Gesangsakrobat und Gipfelstürmer: Sopranist Samuel Mariño mischt die Gluck-Festspiele auf
„Samuel Mariño ist ein Sänger, der durch viele Dinge glänzt: durchschneidend helle Spitzentöne, schrille Outfits, eine Spiel- und Lebensfreude, die ansteckend ist. In der Welt von Samuel Mariño gibt es kein Nullachtfünfzehn. Er liebt die Extreme, das sieht man, hört man, spürt man. Im Rahmen der Internationalen Gluck-Festspiele führte der Sopranist im Historischen Reitstadel in Neumarkt in der Oberpfalz Ausschnitte aus dem Opernschaffen von Gluck und Händel vor und zog sein Publikum mit hinein in diese seine quietschbunte Welt der virtuosen Gesangsakrobatik.“
Leon Battran berichtet aus dem Historischen Reitstadel Neumarkt
Klassik-begeistert.de

Linz
Gleichberechtigung bis 2030: „Dieses Ziel können wir erreichen“ (Bezahlartikel)
Marin Alsop ist seit 2019 Chefdirigentin des RSO, das am 30. September in Linz gastiert
Oberösterreichische Nachrichten

Berlin
Das DSO beim Musikfest Berlin
Lachen und letzte Worte
Tagesspiegel.de

Frankfurt
Hoffnungsvolle Klänge: Norma an der Oper Frankfurt
bachtrack.com

Wiesbaden
Intendant Laufenberg will am Staatstheater Wiesbaden nicht mehr verlängern: Das ziemlich laute Schweigen
Frankfurter Rundschau

Lübeck
Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“ – in Kiel genussvoll ausgepresst
Unserluebeck.de

Leipzig
Mahler-Festival 2023 in Leipzig
Alle Sinfonien und weitere Orchesterwerke interpretiert von 10 Weltklasseorchestern vom 11. – 29. Mai 2023 erleben
https://www.leipziginfo.de/aktuelles/artikel/mahler-festival-2023-in-leipzig/

Medien
ARTE präsentiert in Kooperation mit 21 europäischen Opernhäusern die neue digitale Opernspielzeit Saison ARTE Opera 21
OTS.at-presseaussendung

Eröffnungskonzert der Tonhalle Zürich in 3sat
Außerdem Doku „Zurück in die Tonhalle“ über die Renovierungsarbeiten
https://www.presseportal.de/pm/6348/5025686

Starpianist Vikingur Ólafsson: Zerlege den Komponisten!
Frankfurter Allgemeine

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Pre-Baroque rarity for a grand season opening at Theater an der Wien
bachtrack.com

London
Magdalena Kozena/LSO, Barbican, London, review
Sir Simon Rattle reinvents the natural world in sound
https://inews.co.uk/culture/magdalena-kozena-lso-barbican-london-review-sir

New York
WRTI’s Debra Lew Harder is the new host of Metropolitan Opera broadcasts
www.inquirer.com

The New York Philharmonic Returns, in the Midst of Transitions
As the orchestra’s season opens, its music director announced he would step down, its hall is under renovation and it’s still trying to diversify.
TheNewYorkTimes.com

Chicago
Risking all for opera
A gloomy Macbeth, a gender-bent Carmen, and a doubleheader about pioneering women scientists kick off the season.
https://chicagoreader.com/arts-culture/performing-arts-review/risking-all-for-opera/

Prophesy Proves True: A Review of Macbeth at Lyric Opera
https://www.newcitystage.com/2021/09/21/prophesy-proves-true-a-review-of-macbeth-at-lyric-opera/

Glover brings crisp stylistic authority to Music of the Baroque’s Handelian opener
chicagoclassicalreview

Washington
Golda Schultz kicks off Vocal Arts’ virtual fall with women composers
washingtonclassical.review

Salt Lake City
Hilary Hahn’s instinctual Brahms kicks off Utah Symphony season
https://utahartsreview.com/2021/09/hilary-hahns-instinctual-brahms-kicks

Los Angeles
Review: L.A. Opera ends its pandemic hiatus with a triumphant, season-opening “Il Trovatore’
LaTimes.com

Ojai
At 75, the Ojai Music Festival Stays Focused on the Future
This storied California haven of contemporary classical music returned, organized by the composer John Adams.
The New York Times

Ballett/ Tanz

English National Ballet
Ballerina Erina Takahashi: “I didn’t think I would have this challenge at this age
The Guardian.com

Sprechtheater

Theater / Frankfurt
Michael Kohlhaas“ am Schauspiel Frankfurt: Das Herz pocht
Frankfurter Rundschau

Buch

Des Meeres und der Oper Wellen
Venedig und die Oper- das ist die Geschichte einer über die Jahrhunderte gewachsenen gegenseitigen kulturellen Befruchtung. An diesem magischen Ort verbanden sich aber schon auch in früheren Epochen alle Künste zu einem lebendigen Ganzen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Zwei Österreicher auf Shortlist für Deutschen Buchpreis
Monika Helfer und Norbert Gstrein finden sich mit ihren Romanen neben Christian Kracht, Thomas Kunst, Mithu Sanyal und Antje Rávik Strubel.
https://www.diepresse.com/6036716/zwei-osterreicher-auf-shortlist-fur-deutschen-buchpreis

Film/ TV

Zürich
Daniel Brühl wird Jurypräsident beim 17. Zurich Film Festival
Der früherer Berlinale-Leiter Dieter Kosslick ist ebenfalls Jurymitglied des am Donnerstag startenden Festivals.
Wiener Zeitung

Film
Verfilmung von Stefan Zweig. In dieser „Schachnovelle“ trifft dunkles Genie auf hellen Wahnsinn
Tagesspiegel-de

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Unter’m Strich

Träumen Sie noch oder lesen Sie schon? Die Wirklichkeit ist ausgewandert
Von Michael Fleischhacker
https://mailchi.mp/b510defdefd2/soll-man-aussteigen-bevor-man-am-meer-ist-5652468

Deutschland
Angela Merkel: Die mächtigste Frau der Welt verlässt das Amt
Biograf Ralph Bollmann beleuchtet die wichtigsten Schritte ihrer Karriere und empfiehlt tolle Lektüren und Videos über die Bundeskanzlerin und ihr Erbe.
https://getpocket.com/collections/bollmann-merkel?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Deutschland wählt: Mit „Links“ ist alles möglich
SPD, Linkspartei und Grüne stehen einander nahe und doch trennt vor allem die Außenpolitik. Doch das ist nicht die einzige Hürde: Die Linke zittert um den Wiedereinzug in den Bundestag.
Kurier.at

CDU holt im Wahlkampffinale noch einmal auf
Wenige Tage vor der Bundestagswahl in Deutschland können die Unions-Parteien in der Wählergunst laut einer neuen Umfrage weiter zulegen, die SPD bleibt stabil.
https://www.krone.at/2512140

Ärger um U-Boot-Deal: Ein bisschen Bedauern – und ein wenig Häme
Frankreich zieht seinen Botschafter aus Washington ab. Im Weißen Haus gibt man sich betont gelassen.
Sueddeutsche Zeitung.de

Mauerbach/NÖ
Thomas Wohlfarter ab sofort im Schlosspark Mauerbach
Das Restaurant »Vier Jahreszeiten« im 4 Sterne Hotel Schlosspark Mauerbach am Stadtrand von Wien hat einen neuen Chefkoch. Thomas Wohlfarter soll frischen Wind und kulinarische Innovation in das von Gault & Millau mit zwei Hauben prämierte Restaurant des Wienerwald-Resorts bringen
https://www.falstaff.at/nd/thomas-wohlfarter-ab-sofort-im-schlosspark-mauerbach/

Wien
Corona-Regeln: Nur noch geimpft oder genesen zu Rapid und Austria
Neuigkeiten für alle Fußball-Fans in Wien: Die neuen Corona-Regeln betreffen auch den Besuch im Stadion.
Kurier.at

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 22. SEPTEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 22. SEPTEMBER 2021)

WIEN: Ab 1. Oktober Ungeimpfte dürfen nicht mehr in die Staatsoper oder ins Burgtheater

Impfungen: Das ist bei Diabetes wichtig | Diabetes Ratgeber

Die 2G-Regel in Wien hat zur Folge, dass ab 1. Oktober Ungeimpfte weder in die Staatsoper und ins Burgtheater noch ins Austria- und Rapid-Stadion dürfen. Bundestheater-Chef begrüßt die Regelung.
https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/6036995/Ab-1-Oktober_Ungeimpfte-duerfen-nicht-mehr-in-die-Staatsoper-oder

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HEUTE IM LINZER BRUCKNERHAUS (19,30 h)

Waltraud Meier,
Günther Groissböck &
Sir Antonio Pappano
Liederabend

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Sir Antonio Pappano (Klavier)

Programm

Hans Rott (1858–1884)
Der Sänger (1880)**
Geistesgruß (ca. 1876–77)**
Wandrers Nachtlied (1876)**
Anton Bruckner (1824–1896)
Im April, WAB 75 (vor 1865)**
Herbstkummer, WAB 72 (1864)**
Mein Herz und deine Stimme, WAB 79 (1868)**

Hugo Wolf (1860–1903)
Drei Gedichte von Michelangelo (1897)**
„Wohl denk’ ich oft“
„Alles endet, was entstehet“
„Fühlt meine Seele“
Sechs ausgewählte Lieder aus:
Gedichte von Eduard Mörike (1888)*
In der Frühe, Nr. 24
Denk’ es, o Seele!, Nr. 39
Wo find’ ich Trost?, Nr. 31
Das verlassene Mägdlein, Nr. 7
Verborgenheit, Nr. 12
Gesang Weyla’s, Nr. 46

– Pause –

Gustav Mahler (1860–1911)
Zwölf ausgewählte Lieder nach Texten der Sammlung
Des Knaben Wunderhorn
Lob des hohen Verstands (1896)**
Rheinlegendchen (1893)*
Revelge (1899)**
Der Schildwache Nachtlied (1892)*
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Das irdische Leben (1892–93)*
Zu Straßburg auf der Schanz’, Nr. 1 aus:
Lieder und Gesänge, Heft III (1887–90)**
Lied des Verfolgten im Turm (1898)*
/
**
Wo die schönen Trompeten blasen (1898)*
Selbstgefühl, Nr. 5 aus:
Lieder und Gesänge, Heft III (1887–90)**
Des Antonius von Padua Fischpredigt (1893)*
Der Tamboursg’sell (1901)**
Urlicht (1893)*

Waltraud Meier & Günther Groissböck mit Sir Antonio Pap
Waltraud Meier

Liederabend mit Pappano, Meier und Groissböck beim Brucknerfest
Günther Groisböck

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DONNERSTAG STREAM AUS DEM WIENER GARTENPALAIS LIECHTENSTEIN

Donnerstag wird der LVHF Prolog 2021 aus dem Gartenpalais in Wien mit Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 live übertragen.

Die Sendung beginnt um 19.10 Uhr, Auf dem Programm stehen geistliche Werke von Antonio Vivaldi, darunter Dixit Dominus RV595, das in der einzigen Abschrift in der Welt im Archiv des Ritterordens vom Roten Stern existiert, und die Welt-Uraufführung eines Stücks von Johann Melchior Pichler.

Programm: https://www.lvhf.cz/de/cz-program-koncertu-collegium-1704-collegium-vocale-1704/

Karten

Link auf LVHF YouTube: https://youtu.be/eqhwz0lh_Bs

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OPER FRANKFURT: GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: AMADIGI

Premiere / Frankfurter Erstaufführung vom 25. September 2021

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Brennan Hall, Kateryna Kasper. Foto: Barbara Aumüller für Oper Frankfurt

Opera seria in drei Akten
Text vermutlich von Nicola Francesco Haym, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Roland Böer
Inszenierung: Andrea Bernard
Bühnenbild: Alberto Beltrame
Kostüme: Elena Baccaro
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

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Brennan Hall, Elizabeth Reiter. Foto: Barbara Aumüller für Oper Frankfurt

Amadigi: Brennan Hall
Oriana: Kateryna Kasper
Melissa: Elizabeth Reiter
Dardano: Beth Taylor

Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

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MANNHEIM: Neues Opernstudio am NTM stellt sich vor – Konzerte am 25. September

Die neuen Mitglieder des Internationalen Opernstudios am Nationaltheater Mannheim (NTM) stellen sich erstmals bei zwei Benefizkonzerten des Richard-Wagner-Verbandes Mannheim-Kurpfalz e. V. am Samstag, den 25. September um 15.30 Uhr und 18 Uhr in der Pfingstbergkirche Mannheim-Rheinau unter dem Motto »Junge Stimmen« dem Publikum vor.

Rebecca Blanz, Haesu Kim, Serhii Moskalchuk und Maria Polanska geben ihr Debüt unter anderem mit Werken von Mozart, Tschaikowski, Schubert und Verdi. Naomi Schmidt, die musikalische Leiterin des Opernstudios, begleitet die vier jungen Talente am Klavier, während Thomas Hermann, Operndirektor für den musikalischen Bereich, die Konzerte moderiert.
Der Erlös fließt in Meisterklassen und Workshops, die die umfassende Ausbildung im Opernstudio abrunden.

Das Internationale Opernstudio des NTM dient als Nachwuchsplattform für junge Sänger*innen, um den Übergang zwischen Studium und Berufseinstieg zu erleichtern. Bis zu zwei Spielzeiten erhalten die Mitglieder des Opernstudios die Möglichkeit, ihre sängerischen, künstlerischen und darstellerischen Fähigkeiten auszubauen und eine künstlerisch anspruchsvolle Gesangskarriere zu starten.

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„Immer bekam der blöde Tenor die Dame“. Bernd Weikl beim Richard-Wagner-Verband Wien

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Dr. Thomas Trabitsch, Direktor des Theatermuseums Wien und KS Bernd Weikl nach der Übergabe der Falstaff- Puppe im  Palais Lobkowitz im Gespräch. Foto: Privat

Wie schade, daß Agnes Pistorius, vormals Kuratorin für die Sammlungen: Gemälde und Künstlerandenken des Wiener Theater Museums, diesen Abend nicht mehr erlebt hat (sie verstarb Ende August). Als man ihr von Bernd Weikls Falstaff-Inszenierung in Kaiserslautern 2010 und von der Funktion der Falstaff-Puppe darin erzählte, war sie fasziniert: Eine Puppe, die nicht Requisit, sondern Mitspieler ist, das ist, wenn nicht singulär, so doch sehr selten. Frau Pistorius ruhte nicht, bis sie sie für die Puppensammlung des Museums bekam. Zur Übergabe am 9. September kam Bernd Weikl nach Wien.

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Foto: Pfalztheater Kaiserslautern

In seiner Inszenierung war die Puppe einerseits Stellvertreter des Darstellers, wurde z.B. statt seiner ins Wasser geworfen. Sie war aber gleichzeitig auch sein früheres Ich, der schlanke, junge Page des Herzogs von Norfolk, dem es zweifellos leichter gefallen wäre, die Damen Alice und Meg zu erobern, als dem abgetakelten Sir John. Deshalb schob er bei seiner Werbung immer wieder sein anderes Ich vor, die Damen sollten ihn so wahrnehmen, wie er einmal war. Da man aber „immer die/der gleiche ist“, wie die Marschallin weiß, fühlte sich auch der alte Falstaff zweifellos durch sein Alter ego verjüngt.

Der Titel für den Abend, zu dem der Wiener Wagner-Verband anlässlich der Übergabe der Puppe einlud, ist (natürlich) ein Zitat von Bernd Weikl. Präsidentin Liane Bermann paraphrasierte, der Bariton sei „das ärmste Schwein der Oper“. Oft wurde allerdings betont, dass der Bariton, zumal in der Oper des 20. Jahrhunderts, „der Mensch in seinem Widerspruch“ sei, was ihn von den Heldentenören unterscheide, die oft Märchenfiguren ohne psychologische Tiefe seien: Siegfried ist ebensowenig menschlich wie Superman. Wozzeck, der Prinz von Homburg Henzes, Rigoletto, Renato im Maskenball, Posa, Iago, Hans Sachs… sind problematische Charaktere und insofern sehr dankbare Rollen (auch, wenn zuletzt ein anderer das Mädel kriegt).

Vor einem zahlreichen Publikum verwies Weikl auf wichtige Stationen seiner Biographie und gab viel Persönliches preis. Eines seiner ersten Bücher – inzwischen hat er eine ganze Reihe veröffentlicht, zu ganz unterschiedlichen Themen – trug den (natürlich nicht ironiefreien) Titel Meine Weltkarriere als Opernsänger. Trotz mancher Rückschläge und Absagen, die zweifellos schmerzlich waren, entwickelte sich diese Karriere alles in allem bemerkenswert zügig und geradlinig: Im Alter von dreißig Jahren sang er erstmals bei den Bayreuther Festspielen, von 1972 bis 1996 trat er 25 Spielzeiten in Folge in Bayreuth auf, bevor er sich zum Rücktritt entschloss. 1972 debütierte er auch an der Wiener Volksoper, wenig später an der Staatsoper.

Dass bei negativen Kritiken z.B. in Amerika Deutschenfeindlichkeit eine Rolle spielt, wie Weikl annimmt, ist nicht unwahrscheinlich (unser aller Denken ist viel mehr von nationalen Stereotypen geprägt, als wir wahrhaben wollen). Allerdings sind, um Frau Bermann zu variieren, die Kritiker die ärmsten Schweine im Opernbetrieb. Wenn (wie kürzlich zum x-ten Mal an Pasquinis Idalma bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu beobachten) zwei, durchaus erfahrene, Kritiker sehr ähnliche Beobachtungen machen, aber zu diametral entgegengesetzten Wertungen kommen, wird klar, dass man Opernkritiken in etwa den Verbindlichkeitsgrad der Horoskope in Tages- und Wochenzeitungen zugestehen sollte. Wenn freilich Intendanten, Operndirektoren, das künstlerische Betriebsbüro… die Kritiken zur Grundlage ihrer Engagements machen, weil sie selbst nicht über Kriterien für die Beurteilung von Sängerleistungen verfügen, wird es grotesk, da hat Bernd Weikl völlig recht.

Das Publikum verabschiedete den in Wien sehr beliebten Sänger mit langem, herzlichen Beifall.

Prof. Dr. Albert Gier

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KS Bernd Weikl mit seinem alter ego aus der legendären Falstaff-Inszenierung von 2010  – die nun ihr neues Zuhause im Theater-Museum der Stadt Wien gefunden hat. Foto: Privat

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Szenenfoto aus der Falstaff-Inszenierung 2010 am Pfalztheater Kaiserslautern. Copyright: Pfalztheater Kaiserslautern.

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AUS UNSEREN JUBILÄEN:Anna TOMOWA-SINTOW wird heute 80 (22.9.)

anna tomowa sintow

 Ihre Mutter sang im Opernchor in Stara Zagora; sie stand dort bereits als Kind der Butterfly auf der Bühne. Ausbildung am Konservatorium von Sofia bei Zlatew-Tscherkin; auch Schülerin von Katja Spiridonova in Sofia. Debüt am Theater von Stara Zagora als Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin«. Beginn der internationalen Laufbahn 1969 am Opernhaus von Leipzig, wo sie als Abigaille in Verdis »Nabucco« debütierte und bis 1972 wirkte. Hier erregte sie in Partien wie der Butterfly, der Traviata, der Leonore im »Troubadour«, der Desdemona in Verdis »Otello«, der Manon Lescaut in der gleichnamigen Puccini-Oper, der Donna Anna im »Don Giovanni«, der Ninabella in Werner Egks »Die Zaubergeige« und der Arabella von Richard Strauss Aufsehen. 1969 erstes Gastspiel an der Staatsoper Berlin als Butterfly. 1970 Preisträgerin beim Gesangwettbewerb von Sofia, 1971 erster Preis beim Concours von Rio de Janeiro. Sie wurde dann 1972 Mitglied des Ensembles der Berliner Staatsoper, wo sie bereits während ihres ersten Jahres zur Kammersängerin ernannt wurde. Hier vergrößerte sie ihr Repertoire um die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Titelrolle in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, die Aida, die Tosca, die Elisabeth im »Tannhäuser« und die Elsa im »Lohengrin«. Der erste internationale Durchbruch gelang 1973 mit dem Verdi-Requiem im Invaliden-Dom in Paris und ein paar Monate später mit der Desdemona in Genf, wo sie 1983 auch die Gräfin in »Le nozze di Figaro« sang. Noch im selben Jahr eröffnete sie die NHK Hall in Tokyo mit Beethovens 9. Sinfonie unter Wolfgang Sawallisch. 1973 wurde sie von Herbert von Karajan entdeckt und für die Uraufführung von Carl Orffs »De temporum fine comoedia« (20.8.1973) bei den Salzburger Festspielen verpflichtet. Seither war sie ständiger Gast bei den Salzburger Festspielen. Sie sang hier 1975-78 die Stimme vom Himmel in Verdis »Don Carlo«, 1976 und 1980 die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, 1977-78 und 1987-88 die Donna Anna, 1982 die Ariadne, 1983-84 die Marschallin im »Rosenkavalier«, 1985-86 und 1990 die Gräfin im »Capriccio« von R. Strauss und 1989 die Tosca. Sie wirkte dort auch in Konzerten mit: 1976 in Beethovens 9. Sinfonie und den Vier letzten Lieder von R. Strauss, 1984 im Verdi-Requiem und 1989 im Mozart-Requiem (im Salzburger Dom zum Gedächtnis für Herbert von Karajan); 1991 gab sie bei den Salzburger Festspielen sehr erfolgreich einen Liederabend. Bei den Salzburger Osterfestspielen sang sie 1976 und 1984 die Elsa im »Lohengrin«, 1977 in der Matthäuspassion von J.S. Bach, 1979 in Beethovens Missa solemnis, 1980 im Mozart-Requiem, 1982 die Vier letzten Lieder von R. Strauss, 1983 das Sopran-Solo im Deutschen Requiem von Brahms, 1987 die Donna Anna, 1989 im Verdi-Requiem. Nach ihrem Debüt als Fiordiligi an der Covent Garden Opera London (1975) kehrte sie regelmäßig dorthin zurück, als Elsa, als Gräfin in »Le nozze di Figaro«, als Ariadne, als Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«, als Maddalena in »Andrea Chénier«, als Jaroslawna in Borodins »Fürst Igor«, als Kaiserin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, als Tosca und als Marschallin. Ihr Debüt an der Mailänder Scala gab sie 1975 mit den Vier letzten Liedern von R. Strauss unter Wolfgang Sawallisch; sie sang hier 1981 die Elsa im »Lohengrin« unter Claudio Abbado in einer Inszenierung von Giorgio Strehler und 1982 die Maddalena in »Andrea Chénier«; 1992 gab sie hier sehr erfolgreich einen Liederabend. Mit dem Ensemble der Scala gastierte sie 1981 als Desdemona in Japan (mit Plácido Domingo als Otello unter der musikalischen Leitung von Carlos Kleiber). Beim Maggio Musicale Fiorentino gastierte sie 1989 als Marschallin. 1977 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Gräfin in »Le nozze di Figaro« unter Herbert von Karajan und leitete damit eine lange Gastspielkarriere an diesem Haus ein. Hier sang sie bis 1996 in insgesamt 89 Vorstellungen die Tosca, die Donna Anna, die Ariadne, die Leonore in »La forza del destino«, die Marschallin, die Arabella, die Elisabeth im »Tannhäuser«, die Desdemona, die Titelrolle in Puccinis »Manon Lescaut«, die Aida, die Tatjana, die Gräfin im »Capriccio« von R. Strauss sowie die Vier letzten Lieder von R. Strauss. 1987 wurde sie zur Wiener Kammersängerin ernannt. Regelmäßige Gastspiele an der Bayerischen Staatsoper München als Aida (unter Riccardo Muti), als Manon Lescaut von Puccini (unter Riccardo Chailly), als Marschallin, als Arabella, als Ariadne, als Donna Anna, als Amelia in Verdis »Un ballo in amschera«, als Butterfly und als Tosca. Bei der Japan-Tournee der Bayerischen Staatsoper 1988 sang sie die Arabella in der japanischen Erstaufführung der gleichnamigen Richard-Strauss-Oper. Die Arabella hat immer eine sehr wichtige Rolle in ihrer Karriere gespielt. Sie sang diese Partie jeweils bei Neuproduktionen in Köln, Hamburg (Regie: Otto Schenk) und Zürich. In Zürich folgten auch erfolgreiche Neuinszenierungen von »Ariadne auf Naxos« und von »Tosca« (Regie: Tito Gobbi). An der Grand Opéra Paris wurde sie gefeiert 1981 als Donna Anna und als Leonora in »La forza del destino«, 1982 als Elsa und 1984 als Elisabeth im »Tannhäuser«. 1984 sang sie am Grand Théâtre Genf neben Luciano Pavarotti und Piero Cappuccilli unter der musikalischen Leitung von Riccardo Chailly in einer vom Fernsehen übertragenen Aufführung von Verdis »Un ballo in maschera«. Ihr USA-Debüt gab sie 1974 in San Francisco als Donna Anna, hierher kehrte sie 1976 als Leonora in »La forza del destino« und 1979 als Elisabetta in Verdis »Don Carlo« zurück. Auch an der New Yorker Metropolitan Oper hatte sie ihre Erfolge, wo sie 1978 als Antrittsrolle die Donna Anna sang. Hier hörte man sie bis 1993 in insgesamt 62 Vorstellungen als Marschallin, als Elsa, als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«, als Aida, als Traviata und als Tosca sowie in der Gala anlässlich des 100jährigen Bestehens der MET, wo sie das Publikum mit einer sensationellen Darbietung der Arie der Elvira aus Verdis »Ernani« begeisterte. Sie wurde ein besonderer Liebling des Publikums in Chicago. Nach ihrem Debüt als Donna Anna im Jahr 1980 sang sie dort auch die Aida, die Butterfly, die Leonora im »Troubadour«, die Traviata, die Marschallin und die Tatjana. 1990 sang sie am Opernhaus von Bonn ihre erste Kaiserin in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 1991 in Barcelona die Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«, in Madrid die Ariadne. 1992 gastierte sie in Leipzig als Tosca, an der Deutschen Oper Berlin als Leonore im »Troubadour«. 1993 sang sie zunächst konzertant in Paris und dann szenisch in der Megaron-Halle in Athen die Titelrolle in der R. Strauss-Oper »Die ägyptische Helena«, 1995 am Opernhaus von Zürich die Norma. 1998 sang sie an der Berliner Staatsoper die Santuzza in »Cavalleria rusticana« und im Palau de la Musica Barcelona (konzertant) die Titelrolle in »Salome« von R. Strauss. 1999 hörte man sie am wieder aufgebauten Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Turandot in der gleichnamigen Puccini-Oper. 2000 sang sie an der an der Deutschen Oper Berlin die Kaiserin in der »Frau ohne Schatten« unter Christian Thielemann sowie in Oviedo die Maddalena in »Andrea Chénier«. 2001 feierte sie in Sofia mit einer konzertanten Aufführung der »Aida« ihr 35jähriges Bühnenjubiläum. 2002 gastierte sie mit dem Ensemble des Opernhauses Sofia mit Verdis »Un ballo in maschera« und »Don Carlo« in Japan. 2004 sang sie an der Oper von Tel Aviv die Fremde Fürstin in »Rusalka« von A. Dvorák. 2013 kehrte sie sehr erfolgreich an die Berliner Staatsoper zurück als Saburova in Rimsky-Korssakows Oper »Die Zarenbraut« und gab 2014 in der gleichen Partie ein erfolgreiches Comeback an der Mailänder Scala. Als 2017 nach jahrelangen Renovierungsarbeiten die Staatsoper Unter den Linden in Berlin wiederöffnet wurde, rezitierte sie im Rahmen eines Festaktes den Prolog zu Goethes »Faust« vor einer szenischen Aufführung von Robert Schumanns »Szenen aus Goethes Faust«. Noch 2018 trat sie als Madelon in »Andrea Chénier« am Gran Teatre del Liceu in Barcelona auf. Auch als Konzert- und Oratoriensängerin hatte sie eine große Karriere auf internationaler Ebene. Dabei sang sie Beethovens 9. Sinfonie und Missa solemnis, das Deutsche Requiem von Brahms, Bruckners Te Deum, die Krönungsmesse und das Requiem von Mozart, Bachs Magnificat, H-Moll-Messe und Matthäus-Passion, das Verdi-Requiem und die Vier letzten Lieder von Richard Strauss. Sie hat außerdem zahlreiche Liederabende in Paris, London, an der Mailänder Scala, im Wiener Musikvereinssaal, in Berlin, Hamburg, München, Barcelona, Madrid, Athen, beim Schleswig-Holstein Festival und in Tokyo gegeben.

Lit. H.P. Müller: »Anna Tomowa-Sintow« (Leipzig, 1980), Anna Tomowa-Sintow (in »Opera«, 1987).

Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.tomowa-sintow.com/

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Auf zur Unterhaltung im Schönbrunner Stöckl: Warum nicht doch noch alter Wiener Schmäh? (17.9.2021)

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Show im alten Stil mit Wiener Schmäh: Troiani, Schenk, Neiss. Foto: Stephanie Schlabitz

Die Frage stellt sich Jahr für Jahr, stets verstärkt: Wie sieht es wirklich mit nicht eingekaufter, doch einigermaßen eigenständig gewachsener Kultur in Wien aus? Rundum zogen und ziehen in den Wiener Kulturinstitutionen neue DirektorInnen ein, welche minimale oder so gut wie keine Bindungen zu ihren neuen Wirkungsstätten haben. Bitte, Wiens diverse Kunst-, Kultur-, Ensemblechefs  hatten etwa zuvor in Dortmund, Berlin, Düsseldorf ihre Dienststätten, kommen aus Maastricht, Brüssel ….. Und sie bringen auch ihr eigenes Netzwerk mit. Statt Wiener Schmäh wird Schreitheater oder ähnliche Mode abgeliefert. So ganz ohne Widerspruch hat sich dies in den letzten Jahren entwickelt. Und manch derartige verwunderliche Bestellungen von Kulturchefs haben der heimischen Kulturszene, bis jetzt jedenfalls, keinen Glanz gebracht.

Andererseits: Wo finden wir etwas, dass wir noch so als eher gut wienerisch angestaubte Art bezeichnen können? Gibt es noch, gibt es einiges, wohl aber in kleineren Rahmen. Wienerisch? Am Rande des Areals des Schlosses Schönbrunn, im Schönbrunner Stöckl etwa. Könnten die beiden Entertainer der dortigen Dinnershows nicht auch so etwas wie Stars des Ronacher sein? Ja, ihrer künstlerischen Qualitäten nach sehr wohl. Jedenfalls heißt es dort „Herzlich willkommen bei Tamara Troiani & Konstantin Schenk“. Dieser ist der begabte und auch nicht mehr so ganz junge Sohn des Otto Schenk, ein studierter Dirigent und Klaviervirtuose und ist als solcher früher oft in Deutschland unterwegs gewesen. Nun ist er als schlagfertiger Komödiant und Musik-Arrangeur zu erleben, und seine Partnerin Tamara Troiani, die familiäre Nachfolge-Wirtin des Stöckls, ist eine bombige Gesangsdame, mal als  freche Furie, dann herzlich voll aufblühend.

Wechselnde Dinnershows wie „Kaiser & Schmarren“ (hier genau am Platz), „Cin Ci Là“ (bester italienischer Operettenzauber) oder „Flotter Dreier“ (mit Stargast Waltraud Haas) oder ein Ungarischer Operetten-Mulatschak sind angekündigt. Und gerade hat die Wiederaufnahme von „Ship Ship Hurra“ richtig gezündet. Na ja, da hört man unzählige der alten Schlager des Udo Jürgens, von Caterina Valente, Freddy Quinn, Vicky Leandros. Gehen diese doch nicht besser in Ohr und Gemüt als ein aus der Asche aufsteigender Phönix? Also, keine Hochkultur oder modisches, sondern ein vierstündiges Programm vollgestopft mit den Hits früherer Generationen und Bühnengags der Reihe nach. Schenk, Troiani und als zweite Revuebombe dazu Nici Neiss scheinen lustvoll und musikalisch perfekt für sich zu spielen, sich auszuleben und zur eigenen Freude zu explodieren.

Diese Gegenüberstellung von Anklängen an gute Wiener Tradition zu europäischem Modekultur-Netzwerk mag wohl ein etwas hinkender Vergleich sein. Höchst problematisch bleibt es jedoch, wenn bodenständiges Kulturgut aus der eigenen Hand gegeben wird und aus welchen Gründen auch immer nach Wien geholte Kunstgrößen aller Sparten versuchen, sich mit ihrer wohl bald  wieder vergessenen Handschrift aufzuspielen. Tut der Stadt mit ihrer mehr und mehr zersplitternden Bevölkerung nicht gut, hilft auch nur wenig zu einer Reifung des eigenen künstlerischen Nachwuchses. Zu fahrlässig ist es jedenfalls, diese heikle Themenstellung zu umgehen.

Info: www.dinnertheater.wien

Meinhard Rüdenauer
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ORF: „Meine großen 10 – Polit-Hoppalas“ am 22. September in ORF 1

 Peter Klien präsentiert bei Caroline Athanasiadis und Gerald Fleischhacker sein persönliches Ranking

Wien (OTS) – Peter Klien ist am Mittwoch, dem 22. September 2021, um 21.10 Uhr in ORF 1 zu Gast bei Caroline Athanasiadis und Gerald Fleischhacker und präsentiert in der dritten Ausgabe von „Meine großen 10“ sein ganz persönliches Ranking der „Polit-Hoppalas“: Ausraster im Parlament, kuriose Fanbriefe und peinliche Werbevideos – mediale Fettnäpfchen sind Österreichs Politikerinnen und Politikern nicht fremd. Gemeinsam mit seinen Gastgebern widmet sich der Kabarettist und Satiriker unter anderem den Fragen, warum manche Politiker Pizzen austragen und andere singen, wie es um die Englischkenntnisse der Polit-Elite steht und warum die Polizei Pferde und eine Katze benötigt.

„Meine großen 10“ – die weiteren Sendungen im Überblick:

„Meine großen 10 – legendären Events“ mit Silvia Schneider Mittwoch, 29. September

„Meine großen 10 – Promi-Momente“ mit Dagmar Koller Mittwoch, 13. Oktober
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