Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

DIE SONNTAG-PRESSE (24. JUNI 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SONNTAG-PRESSE – 24. JUNI 2018

Graz
Fulminante Eröffnung der heurigen styriarte
Die heurige styriarte wurde mit „Julo Ascanio, Re d’Alba“, einer Oper des steirischen Komponisten Johann Joseph Fux (1660-1741) fulminant eröffnet. Neben den gediegenen Musikern unter Alfredo Bernadini überraschte die ungewöhnliche, ausgreifend-füllige Bühnenästhetik samt Lichtshow.
https://www.krone.at/1728443

Berlin
Selbst das Pianissimo hat Tiefenschärfe
Außergewöhnlich: Der neue Chefdirigent Christoph Eschenbach, Organist Cameron Carpenter und das Konzerthausorchester.
Tagesspiegel

Berlin
Das Ende der Ära Rattle
Nach 16 Jahren hört Simon Rattle als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker auf. Ein Abgesang.
Tagesspiegel
Wie Simon Rattle das Orchester-Repertoire erweiterte
Serie zum Abschied von Simon Rattle, Teil 2: Der Dirigent begnügte sich nie mit den immer gleichen Stücken. Rattle war ein Abenteurer
Berliner Morgenpost

Wieder Auszeichnung für Jonas Kaufmann
https://www.forumopera.com/breve/jonas-kaufmann-decore

„Konzertgänger in Berlin“
Theatralyrisch: Vladimir Jurowski beim RSB mit Mozart und Zemlinskys „Lyrischer Sinfonie“
Viele Wege führen nach Wien, aber alle sind Umwege. Zu Beethoven nahm Vladimir Jurowski den teils faszinierenden, teils verstörenden Umweg über Gustav Mahler, der die ungeraden Sinfonien von der Eroica bis zur Neunten mit spätromantischen Instrumentierungs-Anabolika aufpumpte
https://hundert11.net/rsb2018-zemlinsky/

Hamburg
Die Elbphilharmonie ist sehr zufrieden mit dem Kartenvorverkauf
Der allgemeine Vorverkaufsstart für Konzerte in der kommenden Saison der Elbphilharmonie gestaltete sich wesentlich leichtgängiger als in den vorangegangenen Spielzeiten. Auf eine mehrwöchige schriftliche Bestellphase, nach deren Ende Tausende von Kunden Zehntausende von Tickets erwarben, hatten alle Karteninteressenten am gestrigen Donnerstag, den 21. Juni, erstmals Gelegenheit, Konzerttickets spontan zu kaufen. Die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (ELBG) begann an ihren drei Vorverkaufskassen morgens um 10 Uhr mit dem Schalterverkauf von Einzeltickets, um den Hamburgern einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen. Um 18 Uhr begann der Online-Verkauf. Nach anfänglichen Problemen mit der Aktualisierung des Verkaufsstatus einzelner Konzerte auf der Website der Elbphilharmonie lief es auch im Netz reibungslos. Dabei verzeichnete die ELBG gegen 21.00 Uhr den 500.000 Kunden ihres Webshops
Klassik begeistert

Rheingau Musik Festival startet 31. Ausgabe
Oestrich-Winkel – Das Rheingau Musik Festival startet am (heutigen) Samstag seine 31. Saison. Unter dem Motto „Freundschaft“ sind bis zum 1. September 150 Konzerte an 40 Spielstätten geplant. Laut einer Sprecherin sind von 123.500 Karten nur noch rund 20.000 erhältlich
http://www.musik-heute.de/18107/rheingau-musik-festival-startet-31-ausgabe/

Salzburg/ Mozarteum
Universität Mozarteum: A Midsummer Nights Dream
Passend zur Mittsommernacht am 24. Juni steht Benjamin Brittens Oper „A Midsummer Night’s Dream“ im Großen Studio der Universität Mozarteum am Programm. Die Premiere am schwülen Abend des 21. war ein rauschender Erfolg. Vor allem musikalisch ist die Produktion ein reines Vergnügen, doch auch die Szene bietet Ansehnliches.
DrehpunktKultur

Wiener Singakademie
Ein Chor, den große Maestros mögen
Die Wiener Singakademie feiert Geburtstag: Brahms leitete sie, Hindemith komponierte für sie.
Die Presse

Berlin
Simon Rattle’s farewell Mahler 6 at the Philharmonie
bachtrack

Paris
theartsdesk in Paris – following in the footsteps of Gounod Two operatic rarities prove that a revival is long overdue
https://www.theartsdesk.com/opera/theartsdesk-paris-following-footsteps-gounod

London
The week in classical: Berlin to Broadway; Le nozze di Figaro; BBC Symphony Orchestra – reviews
The Guardian

Miami
Miami Music Festival scores with chamber operas by Purcell and Menotti
http://southfloridaclassicalreview.com/2018/06/miami-music-festival-scores

Boston
Cambridge Symphony’s balletic concert serves up charming Mendelssohn confection
http://bostonclassicalreview.com/2018/06/cambridge-symphonys-balletic

Becket
Review: Royal Danes Deliver Fresh Shots of Bournonville
The New York Times

Sarasota
Sarasota Opera’s 60th Anniversary Season Welcomes Returning Favorites
https://www.sarasotamagazine.com/articles/2018/6/22/sarasota-opera-s-60th

Sydney
Athalia (Pinchgut Opera)
https://www.limelightmagazine.com.au/reviews/athalia-pinchgut/

Feuilleton
Opera Quiz: Tell Us The Last Thing
You Argued About And We’ll Tell You Which Operatic Villain You Are
http://operawire.com/opera-quiz-tell-us-the-last-thing-you-argued-about-and

Ein Besuch bei Ennio Morricone
Zu Hause bei einer Komponisten-Legende
Seit über 20 Jahren ist BR-KLASSIK-Redakteur Matthias Keller mit Ennio Morricone befreundet. Anlässlich seines bevorstehenden 90. Geburtstags hat er den Komponisten in Rom besucht, um sich mit ihm für die Sendung „Meine Musik“ auf musikalische Spurensuche zu begeben. Dabei war das Interview selbst schon ein Erlebnis
BR-Klassik

Tanz/ Ballett

Wiener Staatsballett: Martin Schläpfer übernimmt das Traditionsensemble
Frankfurter Allgemeine

Berlin
Sasha Waltz: „Utopien halten uns aufrecht“

Sasha Waltz probt gerade im Radialsystem ihr neues Tanzstück „Exodus“. Ein Gespräch
Berliner Morgenpost

Musical

Theater Augsburg zeigt Musical über Jakob Fugger
Das Leben des bekanntesten Geschäftsmanns aus der Fugger-Dynastie wird in diesem Sommer Stoff für ein Open-Air-Musical. Das Augsburger Theater zeigt vom 30. Juni bis 28. Juli das Stück „Herz aus Gold“ über Jakob Fugger auf seiner Freilichtbühne. Die Hauptrolle singt der deutsch-amerikanische Darsteller Chris Murray
Sueddeutsche Zeitung

Sprechtheater

Bayerische Theatertage künftig nur noch alle zwei Jahre
Die Bayerischen Theatertage soll es künftig nur noch alle zwei Jahre geben – statt wie bisher jährlich. Das gastgebende Haus bekommt gleichzeitig mehr Einfluss auf die Programmgestaltung. Darauf einigten sich die bayerischen Intendanten sowie die Mitglieder im Landesverband Bayern des Deutschen Bühnenvereins am Rande der Theatertage in Fürth
Sueddeutsche Zeitung
———-
Unter’m Strich

EU-Vorsitz bringt Brüssel österreichische Musik
Österreichs EU-Ratspräsidentschaft startet in Brüssel und Straßburg mit Musik aus allen Bundesländern. Das Spektrum reicht von Klassik über Pop zu Rockmusik.
Salzburger Nachrichten

Fußball-WM
Toni Kroos rettet Deutschlands Team in letzter Sekunde
https://www.krone.at/1728448

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. JUNI 2018)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. JUNI 2018)

PASST MARTIN SCHLÄPFER ÜBERHAUPT ZU WIEN? DIE BALLETTEXPERTIN DER „FRANKFURTER ALLGEMEINEN“ MELDET ZWEIFEL AN!

Nach der wenig aufregenden Neuinterpretation von „Schwanensee“ steht nun die Frage im Raum, wie gut Schläpfer zu Wien und das Gott sei dank traditionsstarke Staatsballett und sein Publikum zu einem Direktor passen, dessen Auffassung von Klassikerversionen unbekannt ist, der sich tanzhistorisch nur in der Moderne auskennt und, was zeitgenössischen Tanz betrifft, nicht stilsicher ist. Nicht zuletzt liegen seine besten Premieren ein paar Jahre zurück…

Wiener Staatsballett: Martin Schläpfer übernimmt das Traditionsensemble

Eine Einschätzung von Wiebke Hüster/ Frankfurter Allgemeine:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/martin-schlaepfer-uebernimmt-das-wiener-staatsballett-15654477.html

Bildergebnis für ballettschuhe
Ballettschuhe? Nicht unter Herrn Schläpfer!

Nein, das ist nicht die typische Wiener „Raunzerei“ – und zum Ballett gehe ich weder unter Manuel Legris noch unter Martin Schläpfer. So gesehen könnte es mir völlig gleichgültig sein, wen Bogdan Roscic aus dem Hut zaubert. Hier geht es aber um die Frage, ob Herr Roscic wirklich weiß, was er da macht, denn ein „ferngesteuerter“ Operndirektor kann auch mir nicht egal sein!

Für mich ist Martin Schläpfer kein Unbekannter, denn zwangsläufig muss ich mich jeden Tag auch durch den deutschen Blätterwald schlagen. Aus dem  habe ich erfahren, dass Martin Schläpfer und das, was wir als Klassisches Ballett bezeichnen, auf Kriegsfuß stehen. Angeblich, weil er in Düsseldorf gar keine Compagnie für das Klassische Ballett zur Verfügung hatte – Insider freilich vermuten, dass er gar keine klassische Compagnie wollte.

Haben zumindest Orthopäden mit Martin Schläpfer eine Freude? Aus gesundheitlichen Gründen müssten sie eine haben, aus geschäftlichen Gründen eher nicht. Aber gar so viele Orthopäden gibt es gar nicht und wie viele von denen gehen zum Ballett?

Interessant zu wissen wäre, wie Herr Roscic auf Martin Schläpfer überhaupt gekommen ist. Orientiert er sich an an Preisen, die „Opernwelt & Co.“ vergeben? Hier auszuführen, wie solche „Schmieranski-Preise“ zustande kommen, verbietet mir die Sorge um meine Brieftasche und die noch nicht abgeschlossene Suche nach  einem geeigneten Medienanwalt!

Passend dazu ist auch die Wahl seines Chefdramaturgen. Auch Stuttgart hat ein Abo auf den Titel „Opernhaus des Jahres“

Im Vergleich zu Martin Schläpfer ist Sergio Morabito jedoch eine begründbare Entscheidung – ob sie der Wiener Oper gut tut, ist eine andere Frage. Bei der Kür von Ballettdirektor Martin Schläpfer bleibt mir die Luft weg – und nicht nur mir!

A.C.

—————————————————————————————–

BAYREUTH: INTERVIEW MIT WALTRAUD  MEIER, DIE IN BAYREUTH DIE ORTRUD SINGT

Bildergebnis für waltraud meier
Waltraud Meier: Foto: Youtube

„Münchner Merkur“: Bayreuth/ Berlin – 18 Jahre ist es her, dass Waltraud Meier die Bayreuther Festspiele im Streit verließ – ausgerechnet sie, einer der größten Wagner-Stars unserer Zeit. Mit dem damaligen Festival-Chef Wolfgang Wagner hatte sie sich irgendwann ausgesöhnt. Und dieses Jahr nun das große Comeback der 62-Jährigen: als Ortrud in der Neuinszenierung des „Lohengrin“. Premiere ist am 25. Juli, es dirigiert Christian Thielemann. Ein Besuch bei Waltraud Meier in Berlin…

Waltraud Meier: „Ich will intelligent gefordert werden“
Ein letztes Mal kehrt Waltraud Meier zu den Bayreuther Festspielen zurück – nach 18 Jahren Abstinenz. Ein Gespräch über ihr Comeback, den Abschied von Rollen und über Regisseure, die sich nicht trauen.
Münchner Merkur
_____________________________________________________

MARTINA JANKOVA – EINE STÄDTE-REISE IN LIEDERN: Prag und Wien im 18. Jahrhundert – schönste Inspirationen

Bildergebnis für martina jankova prague vienna

Martina Janková, Schweizer Sopranistin mit tschechischen Wurzeln, wird international als Mozart- und Barock-Interpretin geschätzt. In Mozart/Da Ponte-Zyklen am Opernhaus Zürich und in Cleveland (USA) unter Leitung von Franz Welser-Möst sowie bei den Salzburger Festspielen (2013-2016) begeisterte sie als Susanna und Despina. An der Mailänder Scala debütierte sie 2016 als Bellezza in Händels IL TRIONFO DEL TEMPO E DEL DISINGANNO. Mit Les Arts Florissants unter William Christie war sie 2016 auf einer Europa-Tournée und beim Lucerne Festival in der Hauptrolle von Mozarts IL RE PASTORE zu erleben. Im Mai 2017 debütierte sie mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst als Mélisande in Debussy’s PELLÉAS ET MÉLISANDE.

Grossen Erfolg feierte die Sängerin in der Hauptrolle der Oper GUSTAV VASA von LEOPOLD KOžELUH im März 2018 in Helsinki, mit dem Helsinki Baroque Orchestra. Video der Aufführung HIER

Zur vorliegenden CD:

Die drei großen Wiener Klassiker – also der Burgenländer Joseph Haydn, der Salzburger Wolfgand Amadeus Mozart und der Bonner Ludwig van Beethoven – kamen ursprünglich alle nicht aus Wien. Zahlreiche Musiker kamen aus den Kronländern Böhmen und Mähren, von denen es hiess, sie seien das Konservatorium Europas.

Martina Jankova spürt diesen Wegen nach und hat einige echte überraschungen zutage gefördert: zum Beispiel den Slowaken Ján Josef Rösler, dessen Klangsprache erstaunlich an Mozart erinnert.

Martina Jankova wird von der Pianistin Barbara Maria Willi auf einem Fortepiano begleitet.

Martina Jankova im Sommer auf Tournee. So steht ein Auftritt bei der „STYRIARTE GRAZ“ bevor, wo der 100. Todestag von Peter Rosegger begangen wird. Jankova singt Rosegger-Vertonungen von Wilhelm Kienzl und Anton Webern.

Bei den Jubiläums-Festspielen Murten Classics 2018 ist Martina Jankova „Artist in Residence“ und wird als Sprecherin durch Smetanas „Mein Vaterland“ führen (16.8.)

Auf Tournee mit Cecilia Bartoli in Rossinis „La Cenerentola“ singt Martina Jankovic die Clorinda (14.9. in Martigny, 16.9. Lucerne-Festival, 23.10. in Madrid, 25.10. in Barcelona und 28.10. in Rimini.

Dezember: Tournee mit dem Zürcher Kammerorchester durch Spanien mit Händels „Messias“

Mehr Infos: www.martinajankova.com

__________________________________________________________________

Newsletter Freundeskreis Julian Rachlin & Friends

Sehr geehrte Stifter, Förderer, Mitglieder und Gäste des Freundeskreises Julian Rachlin

Der 8. Musiksalon – am 6. Dezember 2017 – im Audienzsaal des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, war ein voller Erfolg. 105 Musikbegeisterte – Stifter, Förderer, Mitglieder und Gäste des Freundeskreises wollten sich diesem Abend nicht entgehen lassen. Die Spannung im Saal war mit Händen zu greifen. Waren es die Schubertsonate, eröffnet von Julian Rachlin, oder das berührende Zwiegespräch zwischen Sarah McElravy, Viola, und Julian Rachlin, Violine in Mozarts Sinfonia concertante, die den Augenblick zum Erlebnis werden liessen? Der 1. Satz des Brahmskonzertes mit Robert Lakatos riss die Zuhörerinnen und Zuhörer zur Begeisterung hin. Da konnte erlebt werden, was das Werden und Können für eine grosse Karriere beinhaltet. 5 Stücke von Shostakovich für 2 Violinen und Pablo de Sarasates Navarra gaben zudem ein glanzvolles Bild der Talentschmiede. Wie immer – die einfühlsame und meisterliche Begleitung von Frau Prof. Sophie Rachlin am Klavier.


Robert Lakatos. Foto: Herta Haider

Talent ist keine Frage der Herkunft. Die Frage ist vielfach nur, ob man die Chance erhält, dieses Talent zu entwickeln. Es zu fördern und zu unterstützen ist eine wertvolle und grossartige Aufgabe, die der Freundeskreis wahrnimmt.

Robert Lakatos bereitet sich jetzt auf seine Doktorarbeit bei Prof. Roman Sinovic in Wien vor. Lakatos ist 27 Jahre alt und unterrichtet bereits wie sein Vater Imre am Musikkonservatorium in Novisad/Serbien.

http://www.robertlakatos.com/

Robert Lakatos gewann 2015 den ersten Preis bei Pablo der „Savasale Competition in Pamploma/ Spanien“

Weitere Preise:

Mary Smart Competition in New York
Andrea Postacchini/Italien

Jeunesse Musicals in Rumänien

Robert Lakatos spielt mit der Geige von Lorenzo Tovioni (1789), geliehen von der GOH-Familienstiftung. Der Bogen wurde gebaut von Vladir Radossavjevic

http://www.robertlakatos.com/

 

Weitere Infos „Julian Rachlin & Friends:

Nach einem sehr konstruktiven Gespräch mit Frau Mag. Wichart, Kabinett des Bundesministers, darf ich Ihnen mit grosser Freude den 9. Musiksalon des Freundeskreises Julian Rachlin & Friends ankündigen:

Montag, 8. Oktober 2018 – Save the date!

Er findet wieder im Audienzsaal statt. Julian Rachlin spielt selbst. Herr Bundesminister, Univ.-Prof. Dr. Heinz Fassmann, wird den Abend eröffnen.

Ob das Festival Julian Rachlin & Friends im September auf Mallorca stattfinden kann, hängt noch von verschiedenen Entscheidungen ab. Sobald ich weitere Informationen habe, werden Sie benachrichtigt.

Dem Verein Julian Rachlin & Friends geht es um die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses. Wir wollen hochbegabte Talente nachhaltig fördern und ihnen Meisterkurse, Stipendien für Studienaufenthalte in Zusammenarbeit mit interuniversitären Kooperationen ermöglichen.

Wir sind dankbar für jedes neue Mitglied. Zögern Sie nicht – und bringen Sie Freunde mit, um in einer spannenden Atmosphäre Gedanken und Erlebtes nach dem Konzert bei einem Glas Sekt oder Wein auszutauschen. Ich freue mich auf Sie!

Mit besten Wünschen und Grüssen

Freundeskreis Julian Rachlin & Friends

Foppe Friedrich Locher, Obmann locherfsm@bluewin.ch
“The Associates of Julian Rach

————————————————————————————————————–

Dresden /Cottaer Friedhof: ERINNERUNG AN ELFRIDE TRÖTSCHEL ZUM 60. TODESTAG– 20.6.2018

Bildergebnis für elfride trötschel

„Wen die Götter lieben, der stirbt jung“, äußerte der griechische Dichter Menander, aber das ist keine befriedigende Erklärung, für das künstlerisch so intensive, kurze Leben der unvergessenen Dresdner Kammersängerin Elfride Trötschel (* 22. Dezember1913 in Dresden – † 20. Juni1958 in Berlin), die bis heute von den Dresdnern geliebt und verehrt wird und die durch einen frühen Tod abrupt am Beginn ihrer Weltkarriere, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hatte, aus dem Leben gerissen wurde. Was hätte sie mit ihrer beseelten Stimme, großen Innigkeit und Vielseitigkeit noch alles gestalten können? Es hat nicht sollen sein.

 

Trotz drückender Hitze hatten sich zahlreiche Opernfreunde und Musikliebhaber, darunter ihr Sohn, Dr. Andreas Trötschel mit Gattin, enge Freunde der Familie und (ehemalige) Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle in der Feierhalle des Friedhofes im Stadtteil Dresden-Cotta, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte und seit 1952, jung gestorben, neben ihrer Mutter in einem, mit Anteilnahme gepflegten, Grab ruht, eingefunden, um einer der ganz Großen der Opernbühne an ihrem 60. Todestag zu gedenken. Mit sachlichen Worten würdigte Prof. Matthias Herrmann, Musikwissenschaftler an der Hochschule für Musik Dresden, Leben und Wirken der unvergessenen Künstlerin, in deren Stimme ein Zauber lag, dem man immer wieder ganz erlegen ist, sobald man Aufnahmen mit ihr hört, dieauch bei dieser kleinen Feier abgespielt wurden und immer wieder berühren, gleich wo, wann und wie oft man ihnen begegnet.

 

Mit dieser „Träne in der Puccini-Stimme“, wie sie Joseph Keilberth seinerzeit treffend charakterisierte, einer Stimme, diespontan anspricht,hat sie ganze Generationen von Musikliebhabern geprägt, sei es durch persönliches Erleben bei ihren legendären Auftritten oder auch nur durch Schallplatten- und CD-Einspielungen. Es gibt erstaunlicherweise auch in unserer hektischen Zeit mit Überangeboten an Musik immer wieder Nachgeborene, die durch Tonaufnahmen ihrer Stimme, speziell ihr „Lied an den Mond“, berührt und gefangen genommen werden und plötzlich ihr Interesse an der „klassischen“ Musik entdecken, was erfreulicherweise immer noch und immer wieder geschieht. In ihrer geschmeidigen Stimme, die man nicht mehr vergisst, schwingtso viel Seele mit, wahrscheinlich auch geprägt durch ihren persönlichen Lebens- und Leidensweg.

 

Sie war eine „Legende des lyrischen Gesanges“, aber obwohl sie so viel Schönes und Gutes in ihrem relativ kurzen Leben auf der Opernbühne und im Konzertsaal geleistet und den Menschen nahe gebracht hat, blieb ihr Leben unvollendet. Es fiel in eine politisch und gesellschaftlich schwierige Zeit – vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Trotzdem hat sie Großartiges bewirkt und vielen Menschen in so schwieriger Zeit nicht nur im zerstörten Dresden ein tiefes Erleben, Zuversicht, Trost und Linderung geschenkt, was bis heute nachwirkt.

 

Sie hat den Ruf der Dresdner Oper maßgeblich mitgeprägt. 21jährig wurde sie von Karl Böhm aus dem Opernchor ins Ensemble der Dresdner Oper geholt und sehr schnell mit großen Rollen betraut, die sie mit großem Enthusiasmus ausfüllte. Es ist ihrer Verkörperung der Rusalka zu verdanken, dass Dvoráks Oper, die außerhalb Tschechiens kaum Beachtung fand, jetzt weltweit zu den beliebtesten romantischen Opern zählt. Mit ihrer beseelten, unnachahmlichen Stimme und ihrer intensiven, fast zwingenden künstlerischen Gestaltungskraft wurde sie schnell nicht nur zum Liebling des Dresdner Publikums, sondern europaweit, in Edinburgh, beim Glyndebourne-Festival, in Hamburg, München, Bordeaux, Wien, Rom und Salzburg gefeiert. Nichts scheint ihr zu viel geworden zu sein. An der Wiener Staatsoper sang sie drei große Partien in nur vier Tagen: die Michaela in Bizets „Carmen“, die Pamina in der „Zauberflöte“ und das Evchen in Wagners „Meistersingern“.

 

Sie lebte in ihren Rollen nahm jede Frauengestalt sehr ernst, vom Ännchen im „Freischütz“, dem Evchen in den „Meistersingern“ über die bewegenden, zerbrechlichen Frauengestalten der„Rusalka“, „Katja Kabanowa“, „Tatjana“, „Mimí“ oder „Butterfly“, mit denen sie litt und „zugrunde ging“, bis hin zu Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“, zu der sie Walter Felsenstein an die Komische Oper nach Berlin gelockt hatte. Sie hat immer das gesungen, was sie empfunden hat.

 

Ihr stilles, zurückhaltendes Wesen machte sie trotz großer internationaler Erfolge auf den Opernbühnen ganz Europas, gefeiert und bewundert von der Fachpresse, ihren Sänger-Kollegen, Dirigenten und Orchestermitgliedern, nicht zum lauten, glamourösen Star. „Die kleine große Trötschel“, wie sie von den Dresdnern liebevoll genannt wurde,blieb die warmherzige und liebenswerte Künstlerin, die noch immer in den Herzen sehr vieler Menschen lebt. Noch immer bekommen die Opernbesucher von damals, die das Glück hatten, sie live zu erleben,leuchtende Augen und Kapellmusiker geraten, wenn der Name Elfride Trötschel fällt, ins Schwärmen über ihre großen Frauenrollen auf der Opernbühne und ihre innige Gestaltung von Liedern im Konzertsaal, der Sopranarie im „Deutschen Requiem“ von J. Brahmsund„Des Knaben Wunderhorn“ von G. Mahler, von denen Otto Klemperer sagte: „Keine Sopranistin gestaltet den Wunderhorn-Text so innig, schlicht und mädchenhaft wie die Trötschel“.

 

Walter Felsenstein schrieb in seinem Nachruf: „Die von Elfride Trötschel gesungenen Partien ergeben den besten Beweis für die ganz ungewöhnliche Vielfalt dieser großen Begabung, die über ihren Fleiß, über ihr großes technisches Können hinaus Beziehungen zu Bezirken hatte, die nur ganz großen Künstlern zugänglich sind“. Lisa Otto, ihre langjährige Dresdner Ensemble-Kollegin und „Konkurrentin“ in Besetzungsangelegenheiten verehrte sie noch im hohen Alter: „Sie hatte eine Art, ins Überirdische zu gehen“, und der langjährige Konzertmeister der Staatskapelle Dresden,Reinhard Ulbricht, hatte immer vor Augen, „wie die Trötschel reihenweise die Menschen beim Tod der Butterfly zum Weinen gebracht hat“ und dabei nicht nur er sich im Orchestergraben zusammenreißen musste, „um das Instrument nicht abzusetzen und ihr zuzuhören“.

 

Was ist geblieben von dieser großartigen, überaus beliebten Sängerin? Nicht nur die Erinnerung, sondern dank der Erfindung der Tontechnik ein reiches Erbe an bewegenden Aufnahmen auf Schallplatten und CDs, die man, inspiriert von der berührenden, ja eindringlichen Stimme, nicht müde wird, immer wieder aufzulegen.

 

Ingrid Gerk


GRAZ: Eröffnung der Styriarte 2018 mit „Fux.OPERNFEST“ (Helmut List Halle & Glücksgarten)

22.6. 2018 — Karl Masek


Copyright: Andrea Masek

Man startete mit „Julo Ascanio, Re d‘Alba“, einer von insgesamt 18 Opern des um 1660 im kleinen steirischen Weiler Hirtenfeld, etwa 20 km östlich von Graz geborenen Johann Joseph Fux. Aus dem Bauernbuben wurde ein Starkomponist der Barockzeit mit geradezu märchenhafter, gleichzeitig dauerhafter Karriere. Für drei Habsburgerkaiser war Fux Hofkapellmeister und „Hofcompositeur“, diente dort nicht weniger als 42 Jahre. War offenbar eine ideale Mischung aus kompositorisch-kontrapunktischer Meisterschaft, effektsicherem „Gewusst-wie“, der schillernden Farbigkeit, der  musikalischen Inspiration. Er war Superstar, er war populär,…, er war exaltiert, because er hatte Flair,…“: Falcos Zeilen aus dem „Amadeus“ könnten auch für Fux gelten. Aber auch mit  „Beständigkeit im Dienst“, Verhandlungsgeschick, Geschäftstüchtigkeit wusste er seine Dienstgeber zu beeindrucken…

Einen Sechsjahresplan hat man seitens der styriarte mit einem Fux-Opernzyklus. Als besonderes „Abenteuer im Garten der Kunst“, wie der künstlerische Leiter der styriarte, Mathis Huber, im Editorial des Festspielprospekts angekündigt hat. Mit „prickelnder Fröhlichkeit“. Und mit Überraschungen. Die Oper aus dem Jahr 1708, Libretto: Pietro Antonio Bernardoni, handelt von Ascanius, dem Sohn des trojanischen Helden Aeneas, der von der antiken Stadt Alba Longa aus die Politik Aeneas‘ weiter führt. Er triumphiert wieder einmal nach blutiger Schlacht. Er verliebt sich ausgerechnet in die Schwester des geschlagenen Feindes Evandro mit Namen Emilia. Damit das Werk nicht zu früh endet, will sich Emilia ihrerseits aufkeimende Zuneigung zu Ascanius nicht eingestehen. Carmentas mütterliche Autorität bewirkt eine Art unschlüssiges Lieto fine, zumal auch Emiliens Bruder Evandro für Heirat plädiert, sie  prophezeit ihrer Tochter reiche Nachkommenschaft, aus der sehr viel später römische Kaiser und die Habsburgerdynastie (!) hervorgehen werden. Viel Mythos, viel Habsburger-Huldigung. Das gefiel Fuxens Chefs! Und dann noch das Hohelied der Mildtätigkeit. Da verzeiht einer am Ende sogar seinen Feinden. Da ließ sich trefflich dem Vatikan eins auswischen, lag doch Joseph I. im Clinch mit dem damaligen Papst…

Dieses 90-Minuten-Werk  allein schien dem Intendanten ungeachtet vieler musikalischer Kühn- und Schönheiten nicht abendfüllend zu sein, und so bekam diese Serenata“ eine Outdoor-Rahmenhandlung für den Glücksgarten dazu. Der Komponist tritt hier selbst auf. Derlei hat man in letzter Zeit schon in allzu vielen Operninszenierungen gesehen. Dramaturgie und Fux-Szenen: Karl Böhmer. 

Der Grazer Schauspieler Christoph Steiner machte das allerdings ziemlich gut. Beim kaiserlichen Fest, verbunden mit ländlichem Musikvergnügen treten auch Überraschungsgäste, Musiker aus Fuxens oststeirischer Heimat, auf, weil das der Wiener Kaiserhof besonders schätzt. Die fidelen Hirtenfelder vergnügten mit barocken G‘stanzeln, z.B. aus dem Dantz Büchlein von F.J. Dreysser aus dem Jahr 1720 und allerlei Schmankerln vom in Scheibbs geborenen Johann Heinrich Schmelzer sowie einer „Gavotta Styriarca“. Also durchaus originell, diese Idee, für den Glücksgarten!

Nun aber doch noch zum Hauptwerk. „Julo Ascanio“ ist ein Einakter mit Ouvertüre, 15 Arien, Rezitativen, einem Terzett und einem Chorfinale, bei dem alle 5 Rollen sängerisch eingreifen.

Fux muss damals ein sehr gutes Orchester gehabt haben: Den Musiker(innen) des Zefiro Barockorchester werden nämlich außerordentliche Schwierigkeiten abverlangt. Das 1989 gegründete Ensemble (spezialisiert auf Musik des 18. Jhts) machte seinem Namen Ehre, spielte über weite Strecken wie Zephir, der sanfte, freundliche Gott der Westwinde. Das klang seidig, sanft, mitunter aber auch etwas dünn. Die Helmut List Halle erweist sich einmal mehr als für Barockmusik nur bedingt geeignet. Dirigent Alfredo Bernardini einer der Gründer des Ensembles und Oboist, legte Wert auf Leichtigkeit und Schlankheit der Tongebung sowie Schattierungen gerade im Pianobereich.

Szenisch war, ehrlich gestanden, bei dieser fast konzertanten Wiedergabe wenig los. Eine markante Handschrift blieb Wolfgang Atzenhofer schuldig. Ansätze der neuerdings wieder in Mode kommenden „barocken Gestik“. Sonst blieb es statisch. Bei der abschließenden Hochzeit gestattete man sich Spurenelemente an ironischen Tanzschrittchen (Choreographie: Jörg Weinöhl). Lob für die modernistisch-barocken  Kostüme sowie für die originelle Glücksgartengestaltung durch Lilli Hartmann.

Das Bühnenbild der Medienproduktionsfirma OchoReSotto ist eine gigantomanische Hausfassaden-Bestrahlung. Das wirkt eine Zeitlang als toller Blickfang, aber die Effekte nützen sich mit der Zeit ab, das Auge ermüdet mit Fortdauer des Abends.


Monika Piccinini, Arianna Venditelli. Bühne: OchoReSotto. Copyright: Styriarte

Was die sängerischen Leistungen betrifft: Die Palme des Abends gebührt der in Rom geborenen Sopranistin Arianna Venditelli. Sie gewann 2015 den Publikumspreis beim renommierten Innsbrucker Cesti-Wettbewerb und hat einige Jahre intensiv mit Riccardo Muti gearbeitet. Eine bemerkenswert schöne, weiche Stimme, die in der Höhe wunderbar aufgeht und als unschlüssig Liebende/Hassende eine ungeheure Bandbreite an innigen Tönen aufweist. Der Lover aus dem Feindeslager Ascanio, der Altist Kai Wessel, war die Enttäuschung des Abends. Zu blass klang die Stimme des eigentlich sehr renommierten Counters, den ich u.a. aus der Uraufführung von Jörg Widmanns „Babylon“ in München in besserer Erinnerung hatte. Die drei weiteren Protagonisten fallen in die Kategorie „gut“. Monika Piccinini als resolute Mutter Carmenta mit stilsicherem Sopran und perfekter Höhe, der schlankstimmige, angenehme Bass des Mauro Borgioni als Evandro und der ausgeglichene, technisch gut fundierte Tenor Valerio Contaldo (Teucro).

Leider war der Wettergott den Veranstaltern nicht sonderlich gut gesinnt. Nach wochenlangem Sommerwetter ging die Quecksilbersäule ausgerechnet an diesem Abend auf 13 Grad Celsius zurück, der Wind machte es gefühlt noch kühler, und so war der Glücksgarten nach Ende der Oper nurmehr das halbe Vergnügen. Schade, man hatte sich auch kulinarisch große Mühe gegeben.

Karl Masek


PROGRAMMTIPP WIEN: DIENSTAG 26. JUNI

———————————————————————————–

DUNDALK/MÜNCHEN – Forberg Schneider-Stiftung: Verleihung des Belmont-Preises 2018 für zeitgenössische Musik Freitag, 22. Juni 2018, 19.30 Uhr, The Oriel Centre at Dundalk Gaol


Copyright: Allanagh Brennan

Der Preisträger
Eamonn Quinn, 1967 in Nordirland geboren und dort aufgewachsen, gründet 2006 zusammen mit seiner Frau, der Musiklehrerin Gemma Murray, LCMS, die Louth Contemporary Music Society. Bis heute ist er ihr spiritus rector .
Eamonn Quinn ist musikalischer Autodidakt. Er brennt für die zeitgenössische Musik und dafür, seine Faszination mit anderen Menschen zu teilen. Mangels musikalischer Angebote in der 30.000- Einwohner-Stadt Dundalk, Co. Louth, seinem Lebensmittelpunkt in der Republik Irland (die kulturellen Zentren Dublin und Belfast liegen jeweils ca. 80 km entfernt), ergreift er mit der Gründung von LCMS selbst die Initiative: „I like to create a unique listening experience.“

LCMS hat weder ein eigenes Budget noch einen Organisationsapparat, keine Marketing- oder Sponsorenabteilung, nicht einmal einen unterstützenden Freundeskreis oder feste Mitarbeiter: „LCMS is just me“. Er allein ist es, der die bis heute um die 40 Konzerte entwickelt hat und verantwortet, oft unter erheblichem finanziellen Risiko.
Mit der Klarheit, Instinktsicherheit und Neugier eines staunenden Kindes komponiert Quinn sehr spezielle, facettenreiche Programme. Die Kräfte des angeblich so segensstiftenden Freien Marktes, Zeitgeist, kommerzielle Kompromisse, big names , geschmackliche Trends der internationalen Musik szene interessieren ihn nicht: „I would prefer if people just focus on the music.“ „People“ sind wie selbstverständlich auch junge Menschen: Musikschüler seiner Frau Gemma Murray, die er mit liebevollem Aufwand und pädagogischem Geschick an der Aufführung ausgewählter Stücke beteiligt. „The bottom line for me: is the music any good?” Er studiert haufenweise Partituren, schweift durchs Internet und entdeckt, mit schlafwandlerischer Sicher heit, inmitten des Dickichts gutgemeinter Belanglosigkeiten, die Perlen, die er so liebt. Dann greift er zum Telefon, als gäbe es keine Agenten, keinen hierarchischen Veranstaltungsapparat. Und sie alle kommen nach Dundalk: Musiker und Komponisten erliegen dem Charisma von Quinns unverbrauchter Spontaneität und Begeisterungsfähigkeit.

Die erste Saison 2006 eröffnete die britische Pianistin Joanna MacGregor mit Blues, Bach und Tango. Elf Jahre später (2017) steht einer der großen Komponisten unserer Zeit, Salvatore Sciarrino beim Festival „Silenzio“ im Mittelpunkt – sowohl mit einem Werkporträt als auch als Gesprächspartner des britischen Musikkritikers, Autors und Librettisten Paul Griffiths. In den Jahren dazwischen konnte Quinn meist jährlich eine Uraufführung in Auftrag geben (oft gefördert vom Arts Council Ireland), etwa von Terry Riley (2007), Arvo Pärt (2008), Alexander Knaifel (2009), Dmitri Yanov-Yanovsky (2011), Rabih Abou Khalil (2012), Betty Olivero (2014) und Frode Haltli (2016) – damals schon unterstützt von der Forberg-Schneider-Stiftung. Auch David Langs Stück „Just (After Song of Songs)“ wurde 2014 mit dem Trio Mediaeval in Dundalk uraufgeführt und aufgenommen. Als Soundtrack zu Paolo Sorrentinos Film „Youth“ gelangte es zu Weltruhm.

Als jüngstes von neun Geschwistern wuchs Eamonn Quinn in einer Arbeiterfamilie in Newry (Co. Armagh, Nordirland) auf. Heute lebt und arbeitet er in Dundalk (Co. Louth), 23 km von seiner Geburtsstadt entfernt, auf der irisch-republikanischen Seite der Grenze. Er, der hier während „The Troubles“ immer wieder Zuflucht suchte („Nobody with guns, you weren’t worried about bombs going off“) , mutmaßt über sein heutiges Engagement: „I wonder, is this me giving something back?“ (The Guardian, 16.6.2017).

Die Forberg-Schneider-Stiftung würdigt mit der Preisvergabe an Eamonn Quinn seinen dramaturgischen Wagemut, sein feines Gespür für Zusammenhänge des Repertoires, aber auch seine musikalische und menschliche Unbeirrbarkeit als Ausdruck einer humanistischen Haltung. Der Belmont-Preis für zeitgenössische Musik ist seine erste Auszeichnung.

DIE SAMSTAG-PRESSE (23. JUNI 2018)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SAMSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2018

München
Münchner Opernfestspiele mit großen Namen
Oper, Ballett, Konzert – die Münchner Staatsoper lädt wieder zu ihren Festspielen. Für einen besonderen künstlerischen Akzent sorgt in diesem Jahr der Maler Georg Baselitz, der sich mit dem Werk Richard Wagners auseinandergesetzt hat
Münchner Abendzeitung

Grafenegg
Grafenegger Pomp und Glanz
Astronomischer und programmatischer Sommersaisonbeginn in Grafenegg: Und ja, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Zumindest zeitweilig fühlte man sich im Verlauf des ersten Zusammentreffens mit dem Wolkenturm in diesem Jahr ein wenig zu euphorisch.
Wiener Zeitung

Wien
Der Abend der gewieften Weiber
Verdis „Falstaff“ ist an die Staatsoper zurückgekehrt.
Wiener Zeitung
„Falstaff“: Auf Schloss Windsor brennt finster die Eifersucht
Die Staatsoper lässt neue lustige Weiber auf Falstaff los.
Die Presse

Wien
Neuer Staatsballett-Direktor fixiert
Der Schweizer Martin Schläpfer (58), derzeit künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des Balletts der Deutschen Oper am Rhein, wird ab 1. September 2020 neuer Direktor und Chefchoreograph des Wiener Staatsballetts und seiner Ballettakademie
Salzburger Nachrichten
Martin Schläpfer wird Ballettdirektor an der Staatsoper
Der vielfach prämierte Schweizer Tänzer und Choreograf kommt von Düsseldorf ins Haus am Ring
Kurier
Martin Schläpfer wird Staatsballett-Direktor
Der Schweizer Choreograf folgt auf Manuel Legris und kündigt an, klare zeitgenössische Zeichen zu setzen
Wiener Zeitung

Günther Groissböck – Singende Seele: Gedanken eines herausragenden Sängers
Der Österreicher Günther Groissböck ist in seinem Fach weltspitze. Er hatte immer schon höchste Ansprüche. Die erfüllt er jetzt auch mit der Lieder-CD „HERZ-TOD“. Er ließ den KURIER-Autor an seinen Gedanken teilhaben: über seine Karriere, die schon seltsam begann, über die Aufgabe von Künstlern und die Probleme der (Klassik)-Welt.
Kurier

Waltraud Meier: „Ich will intelligent gefordert werden“
Ein letztes Mal kehrt Waltraud Meier zu den Bayreuther Festspielen zurück – nach 18 Jahren Abstinenz. Ein Gespräch über ihr Comeback, den Abschied von Rollen und über Regisseure, die sich nicht trauen.
Münchner Merkur

Bonn
Wiederentdeckung: Aus dem Krieg in den Krieg
Das Theater Bonn macht sich mit Verve für Hermann Wolfgang von Waltershausens Oper „Oberst Chabert“ stark
Frankfurter Rundschau

Leipzig
Alban Bergs „Lulu“ in Leipzig: Letzter Kunde: Jack the Ripper
Frankfurter Allgemeine

Richard Clayderman plant Konzerte in Teheran
In Iran ist er ein Star. Der französische Pianist Richard Clayderman tritt jetzt in Teheran auf
Hamburger Abendblatt

Garmisch-Partenkirchen
Alexander Liebreich im Gespräch: „Ich tue mich schwer mit Persönlichkeitsverehrung“
BR-Klassik

Schwerpunkt an den Rändern: Lied-Gesang beim Bachfest Leipzig 2018
Neue Musikzeitung/nmz.de

Salzburg/ Mozarteum
Ein wahrlich zauberhafter Reigen
Etwas mehr als 68 Jahre nach der Uraufführung von Benjamin Brittens Oper „A Midsummer Night’s Dream“, basierend auf der gleichnamigen Komödie von William Shakespeare, nahm sich das Department für Oper- und Musiktheater der Universität Mozarteum dem inhaltlich fantastisch-heiteren, musikalisch gesehen jedoch mitunter anspruchsvollen Stoff an
Salzburger Nachrichten

Sachsen-Anhalt plant mehr Geld für Theater und Orchester
Magdeburg – Die Theater und Orchester in Sachsen-Anhalt können in den kommenden Jahren mit mehr Geld vom Land rechnen. Kulturminister Rainer Robra (CDU) kündigte am Freitag in Magdeburg an, die Grundförderung für die Häuser werde aufgestockt. Auch die jährliche Dynamisierung, die bislang von Landesseite ein Prozent betrage, solle erhöht werden. Aktuell laufe die Haushaltsaufstellung. Und auch Gespräche mit Trägern seien nötig, die Kommunen sollten ebenfalls mehr Geld geben. Die Theater- und Orchesterverträge für die Jahre 2019 bis 2023 werden derzeit ausgehandelt
Musik heute

Jenaer Philharmonie hat erstmals einen Composer in Residence
Mit dem Schweizer Komponisten Andrea Lorenzo Scartazzini hat die Jenaer Philharmonie zur neuen Spielzeit erstmals einen Composer in Residence zu Gast. Er wird sich mit dem Werk von Gustav Mahler auseinandersetzen und für das Jenaer Orchester komponieren.
Sueddeutsche Zeitung

Berlin/ Staatsoper
Titanensang: Netrebko und Domingo an der Staatsoper Berlin
Sie ist abonniert auf große Liebende. Aber jetzt erlebt man den Sopran-Superstar Anna Netrebko mal in einer ganz anderen Rolle: In Verdis „Macbeth“ verkörpert sie die Lady – neben Plácido Domingo
Die Welt.de

Leipzig
What Does It Mean to Play the “Best’ of Bach?
The New York Times

Paris
Opéra National de Paris 2017-18 Review – Il Trovatore
Sondra Radvanovsky & Anita Rachvelishvilli Shine In Overindulgent Production
operawire.com/opera-bastille-2017-18-review-il-trovatore-sondra-radvanovsky

London
A slick and smart Kiss Me, Kate at the Coliseum, London
https://www.ft.com/content/87333186-7547-11e8-b6ad-3823e4384287

Outdoor opera that’s open to all? Holland Park’s got it covered
The Guardian

Prokofïev down the pub: how the capital is shaking up classical music
This summer experimental and established groups are innovating with pop-up programmes and unusual venues
https://www.ft.com/content/7c0c81b0-741e-11e8-aa31-31da4279a601

Royal Ballet musical director steps in to save the day… only for audience members to leave in protest at his performance
The Telegraph

New York
Exit Interview: Juilliard President Joseph Polisi
https://www.wqxr.org/story/plotkin-interview-juilliard-president-joseph

San Francisco
Valkyries parachute into San Francisco
bachtrack

Musical

Skandal um Billy-Elliot-Musical nach homophober Kampagne
Nach einer homophoben Kampagne in der regierungsnahen ungarischen Tageszeitung „Magyar Idök“ hat die ungarische Staatsoper 15 Vorstellungen des Musicals „Billy Elliot“ abgesagt. Das Bühnenstück von Elton John und Lee Hall handelt vom schwierigen Schicksal eines Buben aus armen Verhältnissen in Großbritannien vor dem Hintergrund eines Bergarbeiterstreiks. Homosexualität spielt dabei eine Rolle
Salzburger Nachrichten

Sprechtheater

Der absolute Spieler
Klaus Maria Brandauer wird 75 Jahre alt. Annäherung an einen Weltstar aus der österreichischen Provinz.
Wiener Zeitung

Wien/ Theater in der Josefstadt
„Auf dem Land“: Unglück aus der Stadt
Die Probebühne der Josefstadt zeigt Martin Crimps Thriller
https://derstandard.at/2000082092381/Unglueck-aus-der-Stadt

New York
Kinder, es war eine Schnapsidee
Das großartige New Yorker Ensemble mit dem Stück „The Iceman Cometh“ von Eugene O’Neill macht greifbar, wie hier alle von Geschichten leben, indem sie einander Geschichten erzählen und die Wiederholung nicht scheuen.
Frankfurter Allgemeine

Film/ TV

Berlin/ Biennale
Behutsamer Neustart
Die Berlinale bekommt mit Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek eine Doppelspitze
Wiener Zeitung
Die Berlinale bekommt eine Doppelspitze
Sueddeutsche Zeitung

—————-

Unter’m Strich

Der Fall James Levine Die Geschichte eines verdrängten Skandals
Wenn ein berühmter Dirigent 75 wird, gibt es ein festgelegtes Ritual. Orchester, mit denen der Jubilar zusammengearbeitet hat, reißen sich um Auftritte in möglichst großer Nähe zum runden Geburtstag. Plattenlabels werfen Boxen mit den schönsten CDs des Künstlers auf den Markt. Und Journalisten schreiben und senden Porträts. Im Fall von James Levine, der am Samstag 75 Jahre alt wird, und der von den 70er Jahren bis zum vergangenen Dezember einer der teuersten Dirigenten der Welt war, herrscht beredtes Schweigen. Das ist keine Lösung – sagt BR-KLASSIK-Redakteur Bernhard Neuhoff. Ein Kommentar
BR-Klassik

Fußball-WM: Schweizer provozieren mit Albanien-Torjubel
Granit Xhaka packte bei seinem 1:1-Ausgleich gegen Serbien den albanischen Adler aus. Auch Xherdan Shaqiri bejubelte sein 2:1 so
Heute.at

 

 

 

 

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 23. JUNI 2018)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 23. JUNI 2018)

WIENER STAATSOPER: FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG DER „FALSTAFF“-SERIE


Schluss-Szene. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor


Ambrogio Maestri. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor


Olga Bezsmertna, Andrea Carroll, Monika Bohinec, Margaret Plummer. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor


Andrea Carroll, Xu Xiahou. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor


MARTIN SCHLÄPFER KÜNFTIGER BALLETTDIREKTOR DES WIENER STAATSBALLETTS

Nachstehende Info erreichte uns in den Mittagsstunden des Freitags:

Sehr geehrter Herr Redakteur,

liebe PartnerInnen und FreundInnen des Wiener Staatsballetts,

Wir möchten Sie sehr gerne persönlich darüber informieren, dass der designierte Direktor der Wiener Staatsoper Bogdan Roščić gemeinsam mit dem Direktor der Volksoper Wien Robert Meyer heute via APA OTS Aussendung mitgeteilt haben, dass mit der Saison 2020/2021 Martin Schläpfer zum neuen Direktor des Wiener Staatsballetts bestellt wurde.

Martin Schläpfer, derzeit künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des Balletts der Deutschen Oper am Rhein, wird ab 1. September 2020 – mit Beginn der Direktionszeit von Bogdan Roščić an der Wiener Staatsoper – neuer Direktor und Chefchoreograph des Wiener Staatsballetts und seiner Ballettakademie. Das gaben heute Robert Meyer, Direktor der Volksoper Wien, und Bogdan Roščić bekannt.

Martin Schläpfer studierte Ballett in St. Gallen und an der Royal Ballet School in London. 1977 wurde er zum Basler Ballett engagiert, wo er schnell zum Solisten avancierte und 1990 die Ballettschule Dance Place gründete, an der er auch zu unterrichten begann. 1994 wurde er als Direktor zum Berner Ballett berufen und gründete die Stiftung Visions of Dance. Von 1999 bis 2009 leitete Martin Schläpfer das von ihm neu formierte Ballett Mainz, das unter seiner Direktion in die erste Reihe der deutschen Ballettcompagnien aufrückte. 2009/10 übernahm er als Direktor und Chefchoreograph das Ballett der Deutschen Oper am Rhein, das die internationale Kritikerumfrage der Zeitschrift „tanz“ bereits nach seiner ersten Spielzeit mehrfach als „Kompanie des Jahres“ nominierte. Schläpfer selbst kürte sie 2010 zum „Choreographen des Jahres“ und das Ballett am Rhein 2013, 2014, 2015 und 2017 zur „Besten Kompanie“. Neben den Aufführungen in den Stammhäusern Düsseldorf und Duisburg tritt die Compagnie regelmäßig bei Gastspielen im In- und Ausland sowie bei internationalen Festivals auf.
In seinem inzwischen über 60 Werke umfassenden Schaffen hat Martin Schläpfer seinen Stil immer mehr zu einer ebenso individuellen wie zeitgemäßen Ballettkunst verdichtet. Uraufführungen entstanden für das Bayerische Staatsballett München und Het Nationale Ballet Amsterdam. Das Ballett Zürich zeigte 2014 sein „Forellenquintett“ im Zürcher Opernhaus. Im Januar 2017 war er als Choreograph und Pädagoge an Canada’s National Ballet School in Toronto zu Gast. Nachdem Martin Schläpfer 2012 bereits für den Pas de deux „The Old Man and Me“ als Tänzer auf die Bühne zurückkehrte, kreierte Hans van Manen mit „Alltag“ 2014 erstmals eine Uraufführung für ihn als Solisten.

Martin Schläpfer ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Kunstpreises des Landes Rheinland-Pfalz, des Tanzpreises der Spoerli Foundation (2003), des Prix Benois de la Danse (2006) sowie 2009 und 2012 des deutschen Theaterpreises Der Faust. 2013 folgte der Schweizer Tanzpreis und 2014 der „Taglioni“ – European Ballet Award in der Kategorie „Best Director“ durch die Malakhov Foundation. Sein abendfüllendes Ballett „Deep Field“ auf eine Auftragskomposition von Adriana Hölszky war für den Prix Benois de la Danse 2015 nominiert, im November 2015 erhielt er als dritter Choreograph nach Hans van Manen und Pina Bausch den Musikpreis der Stadt Duisburg. Seit 2017 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Mehrere Choreographien Martin Schläpfers wurden fürs Fernsehen aufgezeichnet (ZDF/Theaterkanal, 3sat, arte, SWR). In der Regie von Annette von Wangenheim ist für arte/WDR und das Schweizer Fernsehen SRF das Filmporträt „Feuer bewahren – nicht Asche anbeten“ entstanden, das 2016 auch im Kino zu sehen war.
Bogdan Roščić: „Martin Schläpfer ist zuallererst ein Schöpfer, ein Choreograph, und als solcher einer der bedeutendsten der Gegenwart. Das verleiht eine ganz eigene Perspektive auf die Aufgabe eines Ballettdirektors. Gleichzeitig ist er aber auch ein Tänzer und erfahrener Leiter von Compagnien, der in seiner Repertoire-Arbeit immer bemüht war, die besten Kreationen anderer großer Choreographen an sein jeweiliges Theater zu holen. Damit steht er nicht nur für neue Ballette, sondern auch für die klassische Tradition des 20. Jahrhunderts – gepflegt und weiterentwickelt mit dramaturgischem Gespür, Liebe zur Vielseitigkeit, höchster akademischer Präzision und einem kompromisslosen Streben nach Qualität. In dieser Kombination zieht Martin Schläpfer seit Jahren seine vollkommen eigenständige Bahn und hat damit den Tanz als Disziplin auch in neue Bahnen gelenkt. Seine Bereitschaft, die Aufgabe in Wien zu übernehmen, ist ein großer Gewinn für die Wiener Staatsoper und für die Stadt als ein Zentrum des Balletts auf höchstem Niveau.“

Robert Meyer: „Ich bin sehr erfreut darüber, dass Martin Schläpfer das Angebot, Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts zu werden, angenommen hat. Seine ungemein spannenden Choreographien im klassischen, wie auch besonders im zeitgenössischen Tanz werden der bisher schon so erfolgreichen Compagnie zusätzliche, neue Impulse bringen.“

Martin Schläpfer: „Es ist für mich eine große Ehre und Freude, ab der Spielzeit 20/21 die Direktion des Wiener Staatsballetts und seiner Ballettakademie übernehmen zu dürfen. Ich werde diese wunderbare Herausforderung mit all meinem Wissen und meiner Erfahrung – aber vor allem mit meiner ganzen schöpferischen Kraft angehen und zu füllen versuchen; mit großer Demut und Respekt vor den beiden Häusern, der Stadt – ihrer Historie – und der Leistung meiner Vorgänger. Das Wiener Staatsballett wird auch unter meiner Direktion das grandiose klassische Repertoire pflegen und aufführen, aber auch klare Zeichen in Richtung des Zeitgenössischen unserer Kunstform setzen. Ich werde alles für das weitere künstlerische Wachstum der Compagnie tun. Das ist mein Auftrag und mein Ziel. Ich danke Bogdan Roščić und Robert Meyer für das in mich gesetzte Vertrauen und freue mich sehr auf eine baldige Begegnung mit den Tänzerinnen und Tänzern des Ensembles, dem gesamten Team und allen Mitgliedern der Akademie.“
____________________________________________________________

Martin Schläpfer zum neuen Direktor des Wiener Staatsballetts berufen

Der Chefchoreograph und Künstlerische Leiter des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg wechselt zur Saison 2020/21 vom Rhein an die Donau.

Bildergebnis für martin schläpfer
Martin Schläpfer. Copyright: Deutsche Oper am Rhein

Der Chefchoreograph und Künstlerische Direktor des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg, Martin Schläpfer, ist zum neuen Direktor des Wiener Staatsballetts, der Compagnie der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien, sowie der Wiener Ballettakademie berufen worden. Er wird sein neues Amt zur Saison 2020/2021 mit Beginn der Intendanz von Bogdan Roščić an der Wiener Staatsoper antreten.

In den zwei Spielzeiten bis zu seinem Wechsel wird Martin Schläpfer das Ballett am Rhein weiterhin gemeinsam mit Ballettdirektor Remus Şucheană leiten.

Martin Schläpfer hatte das Angebot aus Wien im Frühjahr 2018 erhalten, wenige Monate, nachdem im November 2017 vereinbart worden war, dass er von Spielzeit 2019/2020 bis 2023/2024 als „Choreographer in Residence“ für das Ballett am Rhein tätig sein werde.

Der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, kommentiert den Wechsel des mehrfach preisgekrönten Choreographen vom Rhein an die Donau: „Wir freuen uns sehr für Martin Schläpfer, auch wenn dies für uns einen großen Verlust bedeutet. Martin Schläpfer hat das Ballett am Rhein in kurzer Zeit an die Spitze der Ballettwelt geführt und auf internationalem Parkett zu einer der wichtigsten Adressen der Tanzkunst gemacht. Dass er jetzt das Angebot erhalten hat, mit dem Wiener Staatsballett eine der größten Ballettcompagnien der Welt zu leiten, ist nach den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen eine Würdigung seiner unvergleichlichen Arbeit in Düsseldorf und Duisburg.“

Martin Schläpfer: „Meine Arbeit als Ballettdirektor und Chefchoreograph des Balletts am Rhein war und ist  für mich künstlerisch sehr wichtig, sehr intensiv und schön. Ich bin dem Kulturdezernenten Hans-Georg Lohe und dem Generalintendanten Christoph Meyer sehr dankbar, dass sie mir 2009 ihr Vertrauen ausgesprochen und die Leitung dieser wunderbaren Compagnie anvertraut haben; ich bin zudem dankbar für die Unterstützung, die ich hier erfahre, und für das Publikum, das uns auf unserem Weg mit Aufgeschlossenheit und Neugierde begleitet hat. Doch nun, nach zehn Jahren, in denen ich zahlreiche Angebote aus dem In- und Ausland abgelehnt habe, um ausschließlich in Düsseldorf und Duisburg zu wirken, habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, die neue Aufgabe in Wien anzunehmen, die für mich eine große, künstlerisch notwendige und in diesem Sinne folgerichtige Herausforderung darstellt.“

Generalintendant Christoph Meyer wird nun gemeinsam mit der Kulturpolitik in Düsseldorf und Duisburg über das Nachfolgemodell beraten. „Martin Schläpfer arbeitet noch volle zwei Jahre mit dem Ballett am Rhein. Das bietet uns genügend Spielraum, um rechtzeitig eine Nachfolgeregelung zu präsentieren, die dem hohen Anspruch der Aufgabe und dem künstlerisch herausragenden Niveau unserer Compagnie entspricht“, so Meyer.

_______________________________________________________________________

Wiener Staatsoper, 21.6.: Österreichischer Verdienstorden für Aki Nuredini

Bildergebnis für aki nuredini sole
Aki Nuredini. Copyright: Restaurant Sole

Nahe zur Wiener Staatsoper: Ein Ristorante als Sammelbecken für Opernfreunde – das SOLE in der Annagasse. Ein italienisches Lokal, italienische Oper? Nicht nur …. in dem von der verstorbenen Architektur-Größe Johannes Spalt gestalteten Lokal haben heimische und in Wien gastierende Künstler aller Art ihr Stammlokal gefunden. Aktuell zuletzt gerade etwa Plácido Domingo, Ferruccio Furlanetto, Daniel Barenboim etc. Aber auch zu internationalen politischen Vernetzungen hat das SOLE immer wieder beigetragen, wie zuletzt für die griechisch-mazedonischen Verhandlungen im nun beigelegten Mazedonien-Namensstreit oder etwa für OECD-Gesprächsrunden.

Also, Padrone Aki Nuredini hat sich als gebürtiger Mazedonier und Opernfreund auch in internationalen Fragen sehr verdienstvoll gemacht. Uns so konnte ihm Bundesttheater-Chef Christian Kircher das ihm zugesprochene Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich im Teesalon der Staatsoper überreichen. Kircher wies auf Nuredinis internationale Vermittlungen hin, Operndirektor Dominique Meyer hielt die Laudatio als bekennender SOLE-Freund. Somit einmal mehr: Nuredinis SOLE als vereinender Treffpunkt internationaler Politiker – und gleichsam ein unterhaltsames Wiener Wohnzimmer für eine reisende Künstlerschar.

Meinhard Rüdenauer

________________________________________________________

BENEFIZGALA „operklosterneuburg“ am 10. Juli

12. Benefizgala Rotary Club Klosterneuburg
LA TRAVIATA
Oper von Giuseppe Verdi
Dienstag, 10. Juli 2018, 20:00, Kaiserhof Stift Klosterneuburg
Der Reinerlös wird für rotarische Benefizprojekte verwendet.
Restkarten unter Tel. 02243 444 424 oder karten@operklosterneuburg.at


Incoming-Präsident Gerhard Säckl, Maestro Christoph Campestrini, Intendant Michael Garschall, Bassbartion Alexander Grassauer, Präsident Josef Leutgeb
Foto von Christian Klug


LINZER LANDESTHEATER: TRISTAN UND ISOLDE | HANDLUNG IN DREI AUFZÜGEN VON RICHARD WAGNER

ORIGINALPRODUKTION BAYREUTHER FESTSPIELE 1993
HEINER MÜLLER INSZENIERUNG | MARKUS POSCHNER MUSIKALISCHE LEITUNG
ERICH WONDER BÜHNE | YŌHJI YAMAMOTO KOSTÜME
EINE KOPRODUKTION MIT DER OPÉRA DE LYON

PREMIERE SA 15. SEPTEMBER 2018, 17.00 UHR, MUSIKTHEATER | LINZ

Erste Opernpremiere der Spielzeit 2018/2019 „Tristan und Isolde“ am 15. September 2018 im Großen Saal des Musiktheaters.
1993
inszenierte der deutsche Dramatiker und Regisseur Heiner Müller dieses Werk bei den Bayreuther Festspielen. In den visionär-weitläufigen Bühnenraumfantasien von Erich Wonder entfaltete Müller einen Liebes- und Todesreigen von antiker Klarheit. Als Koproduktion mit der Opéra de Lyon wird Heiner Müllers damaliger Regiemitarbeiter, der jetzige Linzer Schauspieldirektor Stephan Suschke, diese viel diskutierte und hochgelobte Festspielinszenierung auf der Bühne des Linzer Musiktheaters wiedererstehen lassen. Die Musikalische Leitung hat Chefdirigent Markus Poschner inne. Es spielt das Bruckner Orchester Linz.

_______________________________________________________________

WIEN/ GALERIE DES ONLINE-MERKER: MÖRBISCH-INTENDANT PETER EDELMANN ZU GAST (SAMSTAG 30. JUNI  UM 12 h (Achtung, ungewöhnliche Zeit!)

Prof. Peter Edelmann ist Gast in der Online Galerie  „Strichelei“, er wird über die Produktion der „GRÄFIN MARIZA“ erzählen und natürlich auch über seine Arbeit als Professor an der Musikuniversität Wien.

Für Gratis-Imbiß und Getränke ist gesorgt.

Wir freuen uns auf Sie!

____________________________________________________________________

UNGARISCHES TANZFESTIVAL 2018 in Györ (18. bis 24.6) – von buntem Folklore-Taumel bis zu sensibler Moderne

Magyar Nemzeti Balett: A vágy villamosa
Magyar Nemzeti Ballet: A VÁGY VILLAMOSA. Copyright: Ungarisches Tanzfestival Györ

Es scheint eine ewige Melodie zu sein. Klänge, Rhythmen, die zum Tanz auffordern. Dieser Sog der so spezifisch mitreißenden ungarischen Musik zieht sich durch das ganz Land, unterstreicht nationale Gefühle. Und es klingt immer gut und kraftvoll – von professionellen Ensembles wie von Laien musiziert.

Auch das große alljährliche Ungarische Tanzfestival in Györ vermittelt solch einen positiven Eindruck. Das durch sein stilistisch fein gestalteten modernen Tanzstücke auch international erfolgreiche Györi Balett ist Veranstalter dieses nun schon zur Tradition geworden einwöchigen Festivals. Eingeladen sind alle Kompanien des Landes, vom Nationalballett der Budapester Staatsoper bis zu kleineren Folklore-Amateur-Formationen. Aber auch das Europaballett St. Pölten mit einer Choreographie von Renato Zanella, Tänzer aus Brünn oder das Kiev Modern Ballet sind heuer gern gesehene Gäste.

KIJEVI MODERN BALETT: ВOLERO
Kijevi Modern Balett: BOLERO. Copyright: Ungarisches Tanzfestival Györ

Rassige ungarische Folklore als hochkultivierte Ausdrucksform drückt dem XIV. Magyar Táncfesztivál einen markanten Stempel auf. Genau so wie die Pflege des zeitgenössischen Tanzes durch die Kompanien etwa aus Kecskemét, Szeged, Eger. Lászlo Felekei ist zur Zeit der Choreograph, welcher dem Györi Balett zu einer noblen modernen Linie verhilft. Eröffnungsabend mit der Uraufführung von Felekeis „Pianoplays“ zu Klaviermusik von Franz Liszt und Richard Wagner (nun ja, „Tristan“-Klänge in Klaviertranskription). Acht Paare, nicht nackt, doch so gestylt, führen in wunderbarer Harmonie und mit verblüffender Eleganz feinsinnige Liebesspiel, –beziehungen, –versprechungen vor. Auf frauliche Schönheit zielend und in reinster tänzerischer Harmonie – und somit erinnert „Pianoplays“ doch auch an die edlen Klavierballette des Jerome Robbins.

Es überrascht vor allem, dass sich reiner ungarischer, auf Folklore beruhender Tanz in den letzten Jahren derartig verfeinert weiter entwickelt hat. Früher sind es geschlossene Tanzgruppen gewesen, jetzt finden sich mehr und mehr Jugendliche, Kinder, reifere Menschen in sogenannten ‚Tanzhäuser‘, welche zu Volkstanz in gepflegter Manier einladen. Und alle sind mit vollster Freude mit dabei – wie beim Táncfesztivál auf dem Platz vor dem Theater auf improvisierter Bühne mit aller Hingabe stimmungsvoll demonstriert wird.

MINDEN, AMI TÁNC
Minden: AMI TÁNC. Copyright: Ungarisches Tanzfestival Györ

Zoltán Zsuráfsky, alterprobte Folklore-Choreograph und Leiter des Ungarischen Nationalen Tanzensembles, bereitet mit seinen Tänzern große historische Tableaus auf, überreich verführerisch mit dem buntesten regionalen Trachtenzauber. Beim Tanzfestival zu sehen: „Compromise / 150“. Es beginnt zwar kriegerisch vor 150 Jahren – ungarische Revolutionäre werden anno 1848 im Aufstand gegen die Habsburger-Herrschaft exekutiert. Doch schnell wendet sich bei Zsuráfsky das Blatt zu einer Hommage auf das Haus Habsburg: Das bürgerliche Budapest blüht in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf, zeigt sich am Ende k.u.k. Monarchie in habsburgischem Glanz. Und somit gibt es in schier endloser Folge eine überwältigende Folklore-Revue. Johann Strauß mit einbezogen. Und womit klingt dieses Tanzfeuerwerk aus? Bitte …. der Radetzkymarsch.

FEHÉR FERENC: THE STATION
Feher Ferenc: THE STATION.  Copyright: Ungarisches Tanzfestival Györ

János Kiss, der langjähriger Chef des Györi Balett, ist es, der für das Festival dieses riesige Angebot an Ensembles herbeizaubert. Kiss meint: „Unser Magyar Táncfesztival ist der mit Abstand größte populäre Tanzevent in Mitteleuropa. Tanz wird bei uns gefördert, doch trotz immer stärker wachsender Folklore-Truppen bleiben die Subventionen hinter Musik und Theater“. Zum Glück: Audi Hungaria mit seiner großen Produktionsstätte in Györ hilft mit. Und da sich Györ neben Veszprém und Debrecen bemüht, für das Jahr 2023 als Kulturhauptstadt Europas gekürt zu werden: Das Györi Balett zählt zu den Pluspunkten der gepflegt wirkenden Stadt mit ihren schönen historischen Baujuwelen im Zentrum.

www.magyartancfesztival.hu

Meinhard Rüdenauer

_____________________________________________________________

KERZENLICHT-KONZERTE (7. JULI, Pfarrkirche Japons)

„KERZENLICHT – KONZERTE“

Samstag,7. Juli 2018,  20.00 Uhr

Pfarrkirche Japons – Waldviertel

Soirée bei Kerzenlicht mit

YOKO SAOTOME-HUBER, Violine & ROBERT POBITSCHKA, Orgel

Die Geigerin Yoko Saotome-Huber trat bereits mehrfach im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“ in Erscheinung. Zuletzt errang sie im Herbst 2017 als Solistin in Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, begleitet von einem Ensemble aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, einen beachtlichen Erfolg.

Ihr Partner beim Konzert in Japons ist der dem Publikum auch gut bekannte Robert Pobitschka, diesmal an der Orgel. Gemeinsam interpretieren sie Werke von Bach und Händel. Ebenfalls am Programm steht Tartinis mitreißende „Teufelstriller-Sonate“, die im geschützten, sakralen Kirchenraum natürlich vollkommen ohne Gefahr gehört werden kann…

Erstmals fiel die Wahl des Konzertortes auf die Pfarrkirche Japons. Ausschlaggebende gründe waren die gute Qualität der Orgel und das besonders stimmungsvolle Ambiente. Wie bei allen Konzerten der Reihe sorgt auch diesmal  Kerzenbeleuchtung für die ganz besondere Stimmung.

Reservierungen: info@kerzenlicht-konzerte.at oder telefonisch unter 0650 – 53 29 909

Zusendung der Karten und Zahlung per Überweiseung spesenfrei

Weitere Informationen:

www.kerzenlicht-konzerte.at

www.yokosaotomehuber.net

www.robertpobitschka.com

——————————————————————————–

KAMMEROPER FRANKFURT IM PALMENGARTEN

Ab Samstag, den 21.07.2018 laden wir Sie herzlich zu unserer nächsten Sommerproduktion in den Palmengarten ein:
Domenico Sarro
Der Impresario von den Kanaren (Frankfurter Erstaufführung)
Intermezzo in zwei Teilen, Text von Pietro Metastasio, Musik von Domenico Sarro

Ruggero Leoncavallo
Der Bajazzo
Oper in zwei Akten, Text und Musik von Ruggero Leoncavallo

In neuen deutschen Übersetzungen von Thomas Peter

Die Kammeroper Frankfurt betritt in diesem Sommer im Palmengarten neue Pfade. Gleich zwei Opern werden dort unter dem nächtlichen Sternenhimmel zu erleben sein: der weltberühmte veristische Reißer „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo und eine burleske Barockoper: „Der Impresario von den Kanaren“ von Domenico Sarro, die erstmals in Frankfurt zu sehen sein wird. Die Kombination ist außergewöhnlich. Der melodramatische „Bajazzo“, der das bekannteste schmerzliche Lachen der Opernliteratur enthält, wird meistens mit der zeitgleichen „Cavallaria rusticana“ kombiniert. Auch die Kammeroper kostet das Melodram voll aus, aber hebt den Commedia dell Arte-Charakter der Oper und das schillernde „Spiel im Spiel“ des „Bajazzo“ hervor. Dazu passt Sarrros „Impresario“ vorzüglich: Die Barockperle von 1724 präsentiert uns einen zwielichtigen, singenden Intendanten, der versucht, – frei nach dem Motto „Singen Sie schön, der Rest ist egal“ – eine Sängerin zu verführen. Das bietet aktuell nicht nur Einblicke in das Operngeschehen des Barock, sondern spiegelt auch unruhige und heutige Begegnungen wieder.

Leoncavallo sprengt im „Bajazzo“ die traditionelle Commedia-Form seiner Oper, indem er das Spiel im Spiel auf ein böses Ende zusteuern lässt. Vor den Augen eines entsetzten Publikums schlägt die Commedia dell‘ Arte um in die Commedia della morte. Aus Spiel wird plötzlich Ernst, der eifersüchtige Canio wird zum Doppelmörder mit Publikum.
Beide Opern werden in einem Bühnenraum gespielt, sie zeigen klassische Alltagssituationen die eskalieren. Liebe, Verzweiflung, Hass, verräterische Arien und komische Kantilenen, pralles Musiktheater verschiedener Zeitalter also zeigt die Kammeroper ab dem 21. Juli im schönsten Opernhaus Frankfurts: dem sommerlichen Palmengarten. Weitere Details können Sie dem beiliegenden Handzettel entnehmen.


Wir freuen uns auf Sie

___________________________________________________________________

ORF III am Wochenende: Gert Steinbäcker, Pizzera & Jaus, Voodoo Jürgens, Granada u. v. m. live von der Donauinsel
Live-Einstiege, Interviews und Backstage-Berichte sowie „Best of Open Air“ u. a. mit Fendrich, Seiler und Speer, Opus und Sportfreunde Stiller

Die Insel ruft! Am Samstag, dem 23., und am Sonntag, dem 24. Juni 2018, meldet sich ORF III Kultur und Information wieder ganztags vom größten Open-Air-Festival Europas und präsentiert abends die besten Konzerte der Festbühne und der FM4/Planet.tt-Bühne live-zeitversetzt für das Fernsehpublikum. Auf dem Programm stehen so viele österreichische Acts wie nie zuvor – darunter Gert Steinbäcker, Voodoo Jürgens, Ina Regen, Pizzera & Jaus und Granada. Zur Einstimmung sind tagsüber in „Best of Open Air“ Kultkonzerte aus den Vorjahren von u. a. Rainhard Fendrich, Opus und Seiler und Speer zu sehen.
Außerdem melden sich die ORF-III-Moderatorinnen Birgit Denk und Ani Gülgün-Mayr, die Ö3-Moderatoren Benny Hörtnagl und Elke Rock sowie „Wien heute“-Präsentatorin Elisabeth Vogel mit Interviews und Backstage-Berichten von der Festbühne. FM4-Moderatorin Conny Lee ist für ORF III an beiden Tagen auf der FM4-Bühne im Einsatz.

Samstag, 23. Juni: ab 9.00 Uhr „Best of Open Air“, ab 18.50 Uhr „ORF III LIVE“ vom „Donauinselfest 2018“ mit „Virginia Ernst“ (18.50 Uhr), „Lola Marsh“ (19.25 Uhr), „Konstantin Wecker“ (20.30 Uhr), „Gert Steinbäcker“ (21.35 Uhr), „Lisa Stansfield“ (22.40 Uhr), „Voodoo Jürgens & Haberer“ (23.55 Uhr), „Shout Out Louds“ (1.20 Uhr)
Der Samstag beginnt mit „Best of Open Air“ um 9.00 Uhr mit einem Senkrechtstarter der österreichischen Musikszene: Lemo. 2016 rockte er mit seinen Hits „Der Himmel über Wien“ und „Vielleicht der Sommer“ die Festbühne. Danach folgen weitere Konzerte der Vorjahre wie die junge Finnin Alma (9.50 Uhr), die österreichische Band Tagträumer (10.30 Uhr), das Duo Lions Head (11.15 Uhr), Weltstar Michael Bolton und Band (12.05 Uhr), Hitgarant Milow (13.30 Uhr), die schottische Singer-Songwriterin Amy MacDonald (14.30 Uhr), Dire Straits mit „On the Night“ (15.40 Uhr), Genesis“ mit „When in Rome“ (16.40 Uhr) und schließlich Sportfreunde Stiller (17.45 Uhr), die im vergangenen Jahr zu den Donauinsel-Highlights zählten.
Ab 18.50 Uhr geht es live zum Donauinselfest 2018 und Virginia Ernst. Nach ihrer Karriere als Eishockeyspielerin wechselte sie ins Musikbusiness, wo ihr 2014 mit der Single „Rockin’“ der Durchbruch gelang. Danach folgt die aus Tel Aviv stammende Indie-Folk-Band Lola Marsh (19.25 Uhr). Schon ihre erste EP „You’re Mine“ begeisterte die Musikwelt – jetzt haben sie mit ihrem ersten Album „Remember Roses“ nachgelegt. Auf eine mittlerweile 50-jährige Karriere kann Konstantin Wecker (20.30 Uhr) zurückblicken. Der deutsche Liedermacher gibt auch bei seinem diesjährigen Auftritt einen Einblick in sein umfassendes Schaffen, bei dem vor allem sein politisches Engagement nie zu kurz kam. Eine österreichische Musikerlegende folgt danach: STS-Mitglied Gert Steinbäcker (21.35 Uhr), der neben Solosingles wie „Ja eh“ auch Hits wie „Großvater“ und „Fürstenfeld“ aus seiner Zeit mit STS zum Besten gibt. Eine „British Queen of White Soul“ steht danach auf dem Programm: „Lisa Stansfield“ (22.40 Uhr), die bisher mehr als 20 Millionen Tonträger verkaufte und jetzt mit ihrem achten Album „Deeper“ auf die große Bühne zurückkehrt. „Heite grob ma Tote aus“ ist anschließend die Devise bei Voodoo Jürgens & Haberer (23.55 Uhr). Voodoo Jürgens zählt zu den größten Stars der heimischen Popszene. Mit seinem Album „Ansa Woar“ stieg er von null auf Platz eins der österreichischen Charts ein. Bekannt ist er aber auch für seinen Humor, den er auch auf der FM4-Bühne nicht zu kurz kommen lässt. Mit dabei: seine sogenannten Haberer, die keine Geringeren sind als die Vollblutmusiker Ernst Molden und Der Nino aus Wien. Der Abend schließt mit einer weiteren Übertragung von der FM4-Bühne: Mit den schwedischen Indie-Popstars Shout Out Louds (1.20 Uhr), die nach einer mehrjährigen Bandpause endlich wieder vereint zu erleben sind.

Sonntag, 24. Juni: ab 8.30 Uhr „Best of Open Air“, ab 20.00 Uhr „ORF III LIVE“ vom „Donauinselfest 2018“ mit „Darius & Finlay“ (20.00 Uhr), „Flowrag“ (20.35 Uhr), „Ina Regen“ (21.20 Uhr), „Ofenbach“ (22.05 Uhr), „Pizzera & Jaus“ (22.50 Uhr), „Granada“ (23.45 Uhr), „Portugal. The Man“ (0.50 Uhr)
Auch am Sonntag zeigt ORF III tagsüber Konzerthighlights vergangener Jahre, beginnend mit dem britischen Singer-Songwriter James Cottriall (8.30 Uhr). Danach folgen ausschließlich österreichische Acts, darunter Stefanie Werger (9.10 Uhr), Norbert Schneider und Band (10.00 Uhr), A 3 (10.55 Uhr), Minisex (12.00 Uhr), Russkaja (12.55 Uhr), Seiler & Speer (14.15 Uhr), Opus (15.40 Uhr), STS mit „Die Herzverbunden-Tour“ (17.10 Uhr) und Rainhard Fendrich (18.50 Uhr).
Um 20.00 Uhr startet die Live-Übertragung von der Festbühne mit dem DJ-Duo Darius & Finlay, das mit Partyhits wie „Do It All Night“ und „Get up“ für Stimmung sorgt. Danach folgt das Mödlinger Trio Flowrag (20.35 Uhr), das mit „Dann kommt die Musik“ die Charts im Sturm eroberte. Ina Regen (21.20 Uhr) löste mit ihrer Dialektballade „Wie a Kind“ größte Begeisterung aus und wurde beim Amadeus-Award für den Song des Jahres nominiert. Wild wird es, wenn das französische DJ-Duo Ofenbach (22.05 Uhr) die Festbühne betritt. Mit ihren Singles „Be Mine“ und „Katchi“ schafften sie nicht nur Gold und Platin, sondern auch Millionen YouTube-Klicks. Zurück in die heimische Musikszene geht es mit Pizzera & Jaus (22.50 Uhr), die aus den österreichischen Hitparaden nicht mehr wegzudenken sind und mit Songs wie „Eine ins Leben“, „Jedermann“ und „Hooligans“ längst Kultstatus erreicht haben. Ebenfalls österreichische Durchstarter gibt es auf der FM4-Bühne mit Granada (23.45 Uhr), die mit Liedern wie „Pina Colada“ und „Eh ok“ immer den perfekten Sommerhit parat haben. Zum Finale zeigt ORF III ein weiteres Konzert von der FM4-Bühne: die US-amerikanische Indie-Rockband Portugal. The Man (0.50 Uhr), die u. a. mit einem Grammy in der Kategorie „Beste Popdarbietung“ ausgezeichnet wurde. Ihr Musik-Bouquet kombiniert Hits des neuen Albums „Woodstock“ sowie Klassiker wie „The Sun“.
——————————————————————————————————————–

 

Diese Seite drucken