Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

DIE MONTAG-PRESSE (26.OKTOBER 2020- Österreichischer Nationalfeiertag)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MONTAG-PRESSE – 26. OKTOBER 2020

Wien/ Staatsoper
Wien feiert Tcherniakovs „Eugen Onegin“
In der Neuaufstellung der Repertoires ist der Wiener Staatsoper gestern Abend wohl jene Produktion gelungen, die so ziemlich alle Fraktionen im Haus am Ring zufrieden stellen konnte: Die Wien-Premiere von Dmitri Tcherniakovs Regieklassiker „Eugen Onegin“, 2006 zum ersten Mal am Bolschoi gezeigt und seither auch mehrfach prämiert, präsentierte Oper letztlich als überzeugende Form von Theater. Man durfte zu diesem Abend durchaus Interpretationen aus dem Theaterfach bemühen, etwa Alvis Hermanis’ „Platonov“-Arbeit, in der Art, wie hier die russische Sehnsuchtsgesellschaft in einen Bühnenguckkasten gesetzt wurde.
https://orf.at/stories/3186744/

Mailand
Infektionsherd an der Mailänder Scala
Neun Chorsängerinnen wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Das für Sonntag geplante Konzert wurde gestrichen.
Die Presse

Wien und wohl überall: Besucherschwund
Das Publikum traut sich nicht mehr ins Theater
Seit den Ampelschaltungen verzeichnen Theaterhäuser einen neuerlichen Besucherrückgang, obwohl die Sicherheitsmaßnahmen nachweislich greifen
Der Standard

Wien
Mozart hat Hochkonjunktur: Keine Übersetzung ins Heute nötig
Alfred Dorfer inszeniert den „Figaro“, an der Staatsoper gibt man die „Entführung aus dem Serail“, das Burgtheater dekonstruiert die „Zauberflöte“.
Die Presse

Regensburg
Joachim Raffs „Dame Kobold“: So geht inszenieren auf Abstand
Zwei Meter Distanz mussten mindestens eingehalten werden zwischen den Personen auf der Bühne – das ist bei einer Liebeskomödie nicht immer leicht umzusetzen. Doch Brigitte Fassbaender bringt dennoch Schwung in eine vergessene Spieloper von 1870.
BR-Klassik.de

Wien
„Der Humor hat uns noch nicht verlassen“
Bernhard Günther, Intendant von Wien Modern, über einen Festival-Jahrgang in bewegten Zeiten.
Wiener Zeitung

Romantisches in Vollendung
Die in Moskau geborene Georgierin Shorena Tsintsabadze wurde am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ausgebildet. Erste Erfolge feierte sie mit Klavierwerken der Romantik, bevorzugt von russischen Komponisten. Aufsehen erregte 2010 ihr Debütalbum für das NAXOS-Label, auf dem sie Klavierkonzerte Sergei Ljapunows interpretierte. Auf der nun vorgelegten CD des Labels Ars Produktion widmet sich die Pianistin drei der bedeutendsten Komponisten für Klavier der Romantik.
Eine CD-Besprechung von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert

Berlin
Mit Nationalstolz und kindischer Freude
Als kompletter Zyklus wird Mein Vaterland von Smetana selten aufgeführt. Nur einen berühmten Titel daraus hört man sehr oft: Die Moldau. Insofern war man dankbar, dass sich Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker in ihrer jüngsten Konzertserie einmal des gesamten Zyklus annahmen.
Kirsten Liese berichtet aus der Philharmonie Berlin
Klassik-begeistert

Musikalische »Dialoge«: Ausblick auf die 44. Dresdner Musikfestspiele vom 14. Mai bis 12. Juni 2021
Festspielintendant Jan Vogler und sein Team blicken optimistisch nach vorn und so steht für den Frühsommer 2021 die 44. Ausgabe der Dresdner Musikfestspiele mit einem reichen, internationalen und genreübergreifenden Programm in den Startlöchern. Geplant sind 64 Konzerte an 25 Spielstätten. Ein hochkarätiges und vielversprechendes musikalisches Unternehmen in vagen und stürmischen Zeiten, mit dem sich die Dresdner Musikfestspiele selbst treu bleiben.
Pauline Lehmann berichtet aus Dresden
Klassik-begeistert

Aus großer vereinter Liebe zur russischen Musik
Seit dem Jahr 2011 haben sich die aus Deutschland stammende Geigerin Natalia van der Mersch und die russische Pianistin Natalia Kovalzon der Duplizität ihrer Vornamen wegen zum Duo Natalia zusammengeschlossen. Die beiden Frauen verbindet außer dem Vornamen eine ähnliche Affinität zur russischen Musik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Für diese zweite gemeinsame CD-Einspielung wählten sie Werke ganz unterschiedlicher Komponisten aus, die in ihrer Gesamtheit aber das weite Spektrum der russischen Musik jener Epoche zum Klingen bringen.
Eine CD-Besprechung von Peter Sommeregger
https://klassik-begeistert.de/cd-rezension-magical-russia-duo-natalia/

Regensburg
Mittlerer komödiantischer Drive: Joachim Raffs „Dame Kobold“ am Theater Regensburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Chemnitz
Eine Liebe voller Tragik: Intime Einblicke und große Gefühle bei „Othello“
Am Samstagabend feierte im Chemnitzer Opernhaus „Othello“ eine bejubelte Premiere. Nach dem „Sommernachtstraum“ und „Romeo und Julia“ hat sich das Ballett der nächsten großen Liebesgeschichte von William Shakespeare (1564-1616) gewidmet.
https://www.tag24.de/chemnitz/kultur-leute/chemnitz-opernhaus-premiere

Berlin
Maskenkultur: Theater und Oper in Zeiten der Pandemie
2. Kulturpolitischer Salon im Deutschen Theater mit Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin und Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Jörg Königsdorf, Chefdramaturg der Deutschen Oper Berlin, Anne Lenk, Regisseurin
DeutschlandfunkKultur.de

Bern
«Eine Attacke auf das kulturelle Leben»
Tänzer, die ihre Koffer packen, Enttäuschung über das Vorgehen des Kantons und ein Festival, das zum zweiten Mal groundet: So trifft die verordnete Schliessung die Berner Kulturszene.
https://www.derbund.ch/eine-attacke-auf-das-kulturelle-leben-182779362858

Links zu englischsprachigen Artikeln

Rom
Italy Shuts Down Opera Houses, Theatres & Concert Halls
https://operawire.com/italy-shuts-down-opera-houses-theatres-concert-halls/

Brüssel
La Monnaie Shuts Down Amid Record COVID-19 Cases in Brussels
https://operawire.com/la-monnaie-shuts-down-amid-record-covid-19-cases-in-brussels/

London
Bail out our musicians or risk losing them for ever, say classical music stars
Conductor Sir Simon Rattle and violinist Tasmin Little are among those warning that struggling artists will be forced to give up
The Guardian

The Knife of Dawn/New Dark Age review
– isolation meditations Royal Opera House, London/livestream Hannah Kendal’s chamber opera failed to make a dramatic impact, but a piece reworking music by Anna Meredith, Missy Mazzoli and Anna Thorvaldsdottir was chillingly effective
The Guardian

Chicago
With performances by Yo-Yo Ma and many others, CSO raises $910K via “Sounds of Celebration’
https://www.chicagotribune.com/entertainment/music/howard-reich/ct-ent-cso-virtual

Los Angeles
Commentary: The L.A. Phil quiet no more
LA-Times

Melbourne
Classical music returns to Melbourne’s stage with beauty and flair
https://www.smh.com.au/culture/music/classical-music-returns-to-melbourne-s-stage

Perth
WA Opera return to His Majesty’s with Mozart’s comic opera Cosi fan tutte
https://thewest.com.au/entertainment/music/wa-opera-return-to-his-majestys

Feuilleton
Q & A: Baritone Kenneth Overton on Returning to Live Performance & Spotlighting the Lives of the Black Opera Greats
https://operawire.com/q-a-baritone-kenneth-overton-on-returning-to-live

Ballett/ Tanz

Aterballetto
Eindrucksvolle „Don Juan“-Premiere in St. Pölten
Ein beeindruckender Abend im Festspielhaus St. Pölten als Premiere im deutschsprachigen Raum: Am Samstagabend gastierte das italienische Aterballetto mit der erst am 9. Oktober in Ferrara uraufgeführten Produktion „Don Juan“ des schwedischen Choreografen Johan Inger. E
Niederösterreichische Nschrichten

Sprechtheater

Wien/ Sonnwendviertel/ Hauptbahnhof
DJ Elektra und die voll oage Familie
Die griechische Tragödie rund um Elektra als heftiges Solo-Schauspiel mit Live-Multimedia-Musik und Video – und Bezügen zu heute.
https://kurier.at/kiku/dj-elektra-und-die-voll-oage-familie/401076768

Ausstellungen/ Kunst/ Versteigerung

Nachlass von Filmproduzent Robert Evans versteigert
Rund ein Jahr nach dem Tod des legendären Filmmoguls Robert Evans, der Klassiker wie „Rosemaries Baby“, „Love Story“ und „Der Pate“ produzierte, sind viele Stücke aus seinem Nachlass versteigert worden.
https://orf.at/stories/3186722/

——-

Unter’m Strich

Am heutigen Nationalfeiertag in Österreich
Corona-Maßnahmen: Bayern warnt Österreicher vor Einkaufsreisen
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Keine Ausnahme der Einreise-Quarantäneverordnung.
Kurier

Bayern
Soldaten als Babysitter: In Schongau soll die Bundeswehr die Maskenpflicht bei Schülern kontrollieren
Münchner Merkur

„Der Schlauberger“
Mit einem A unterm Gaumen … und akademischer Wucht
Heute bin ich auf der Suche nach schönen Wörtern. In der Zeitung las ich eine Geschichte übers Waldbaden. Das ist so ein Wort, das gern unterm Gaumen verweilt. Ziehen Sie mal das zweite A ganz lang, dann wirkt es. Sonnenbaden ist auch so ein charmantes Wort. Das ist wie Waldbaden. Nur ohne Bäume.
Kuriositäten der Deutschen Sprache mit Reinhard Berger
Klassik-begeistert

INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. OKTOBER 2020). Österreichischer Nationalfeiertag

INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. OKTOBER 2020). Österreichischer Nationalfeiertag

WIENER STAATSOPER: ERSTE KRITIKEN UND FOTOS AUS DER EUGEN ONEGIN-PREMIERE

ZUM PREMIERENBERICHT von Renate Wagner

ZUM PREMIERENBERICHT von Heinrich Schramm-Schiessl


Helene Schneiderman, Nicole Car. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Bogdan Volkov, Andre Schuen. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Bogdan Volkov. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Nicole Car, Dmitri Ivashenko, Andre Schuen. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

__________________________________________________________________________

Graz/ Musikverein: Startenor Juan Diego Florez Ende Oktober in Graz
Der Grazer Musikverein bietet am 31. Oktober ein außergewöhnliches Konzert ganz kurzfristig an: Startenor Juan Diego Florez wird einen Abend mit Liedern und Arien gestalten. „In diesen turbulenten Zeiten sagen wir nicht ab, sondern laden ein und erweitern im Schulterschluss mit international gefragten Künstlern sogar unser Konzertangebot“, betonte Musikverein-Chef Michael Nemeth gegenüber der APA.
http://www.sn.at/kultur/allgemein/startenor-juan-diego-florez-ende-oktober-in-graz-94644073/amp
_____________________________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MAILAND/ Teatro alla Scala: FOTOS VOM KONZERT ANNA NETREBKO


ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

__________________________________________________________________________

Ich bin entsetzt über die Feigheit vieler Kollegen – Günther Groissböck – What’s Opera Doc

„Wo sind die Stimmen?“ Günther Groissböck im Gespräch mit Elisabeth Kulman in deren Videokanal über die derzeitige Situation für Künstler und Kunst!

ZUM VIDEO (32 Minuten)

„Der Künstler muss mehr sein als ein opportuner Unterhaltungsclown“, sagt Bass Günther Groissböck. Als „Seismographen der Gesellschaft“ haben Künstler die Pflicht, die Weichen zu stellen. So richtet er einen eindringlichen Appell an alle Kollegen, selbstbewusst ihre Meinung zu äußern und für Werte wie Freiheit, Demokratie und Kultur einzustehen.

HEUTE um 20,15 h auf ORF III

In der Tradition des Wiener Salons des 18. und 19. Jahrhunderts lädt Tausendsassa André Heller zu zwei Hauskonzerten der besonderen Art. Im privaten Ambiente seiner eigenen vier Wände geben die finnische Sopranistin Camilla Nylund und der österreichische Bass Günther Groissböck vor ausgewähltem Publikum jeweils ein stimmungsvolles Konzert u. a. aus den Genres Chanson und Wienerlied, begleitet von einigen wenigen Musikerinnen und Musikern. Die zweiteilige Koproduktion von ORF III und Interspot, gefördert von Filmfonds Wien und Land NÖ, feiert im Herbst in ORF III Kultur und Information Premiere. Für die Regie zeichnen Robert Neumüller und André Heller verantwortlich.

MONTAG, 26.10 um 20,15 h auf ORF III Günther Groissböck
_______________________________________________________________________________

BRÜSSEL SPERRT BIS ZUM 19.11.


____________________________________________________________________

Jasmin Solfaghari inszeniert zur Zeit die selten gespielte Märchenoper „Dornröschen“ von Engelbert Humperdinck

Der Weg zur Sternstunde - Klassik - Badische Zeitung

Jasmin Solfaghari. Foto: Cathleen von Bittenfeld/Beautyshots berlin


Kostüme/Foto: Walter Schütze

Am Landestheater Neustrelitz. Gemeinsam mit dem Ausstatter Walter Schütze erarbeitete sie eine Konzeption, die dem Publikum am Sonntag, den 15. November um 18 Uhr  vorgestellt wird.  Unter der musikalischen Leitung von Daniel Klein singen und spielen:

Syrinx Jessen, Misun Kim, Marina Medvedeva, Iuliia Tarasova, Grit Kolpatzik, Luise Hansen, Andrés Felipe Orozco, Ryszard Kalus, Ramin Varzandeh, Bernd Richert, Markus Kopp, Krysztof Napierala, sowie der Chor des Landestheaters. Für die Premiere gibt es noch wenige Restkarten!


Foto: Walter Schütze

Karten hier:

https://landestheater-mecklenburg.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/seatmap?eventId=4221&el=true

__________________________________________________________________________

WIEN: APOSTOL MILENKOV LÄDT ZUM KONZERT DES MÄNNERSOLISTENENSEMBLES „ORTHODOXIE“ EIN

LIVESTREAM: Männersolistenensemble ORTHODOXIE - geistliches Konzert -  YouTube

Am Donnerstag, 26.11., um 19:00 Uhr

in der Russisch-Orthodoxen Kathedrale in 1030 Wien, Jauresgasse 2.

Eintritt – freiwillige spende.

Platzreservierung erforderlich unter lilaschwan@gmail.com

Das Konzert wird live und kostenlos auf YouTube ausgestrahlt:

https://www.youtube.com/channel/UCc-JJBarXj4T61P3au2T4cQ/live

Ich würde mich sehr Sie/Euch beim Konzert persönlich begrüßen zu dürfen freuen!

https://www.facebook.com/Orthodoxiemaennersolisten

Das MSE „Orthodoxie“ des Vereins „Lila Schwan“ hat die Mission, hochqualitative Aufführungen geistlicher Musik mit Virtuosität aufzuführen und soll sich weiter auch in anderen a-capella Stilen entwickeln. Die stolze Gruppe besteht aus 8 ausgebildeten Opernsängern aus 6 Nationen, nämlich Bulgarien, Russland, Serbien, Slowenien, Ungarn und Kanada. Somit schafften wir es auch, die Europagrenzen weit zu überschreiten und hoffen mit unseren Auftritten große Begeisterung weltweit zu wecken. Das Repertoire des Ensembles beinhaltet zu diesem Zeitpunkt  geistliche Musikwerke vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die von bulgarischen, russischen, serbischen und ungarischen Komponisten geschrieben wurden und gehen von ein- bis achtstimmig.
__________________________________________________________________________

Uraufführung Kammeroper Frankfurt: Die Reise nach Davos Uraufführung einer Monooper über das Begehren von Macht

Am Samstag, den 7. November 2020 um 19.30 Uhr laden wir Sie hiermit herzlich zur Uraufführung unserer nächsten Produktion in die Weihehalle der Unitariergemeinde ein:
Der Titel-Die Reise nach Davos Uraufführung einer Monooper über das Begehren von Macht
Text und Musik von Stanislav Rosenberg
Leitung: Rosenberg, Pudenz, Keller, Bresgen u. a.
Mitwirkende: Dzuna Kalnina + Ensemble der Kammeroper Frankfurt
weitere Vorstellungen: Montag 9., Dienstag 10., Donnerstag 12. und Freitag 13. November 2020 jeweils um 19.30 Uhr
Spielort: Unitarische Freie Religionsgemeinde K.d.ö.R, Fischerfeldstr. 16, Frankfurt am Main

Wegbeschreibung:
Die Unitarische Freie Religionsgemeinde K.d.ö.R befindet sich in der Fischerfeldstr. 16, Nähe Börneplatz, zwischen Mainova und dem Arbeitsamt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.
Straßenbahn: Linie 18 bis Hospital „Zum Heiligen Geist“. Via Lange Straße 3 Min. Fußweg. Alternativ Linie 12 bis Börneplatz, oder Linien 11 oder 18 bis Börneplatz/ Stoltzestraße. Via Kurt-Schumacher-Straße und Mainstraße 5 Min. Fußweg .
U-Bahn: Linie U5 bis Dom/Römer. Von dort aus 10 Min. Fußweg via Braubachstraße oder Mainkai.

Vorverkauf nur unter Email pudenz@kammeroper-frankfurt.de

Die einaktige Mono-Oper „Der Titel – Die Reise nach Davos“ wurde von dem Komponisten und Pianisten Stanislav Rosenberg für die Kammeroper Frankfurt eigens komponiert. Konzipiert wurde das Werk schon ein Jahr vor den Corona-Einschränkungen; eigentlich um der klassischen Tradition der Einheit von Zeit, Raum und Handlung in diesem Operngenre für einen einzigen Sänger eine zeitgemäße Form zu geben und sie mit zeitgenössischem Inhalt zu füllen. Jetzt erscheint sie angemessener denn je, sowohl wegen der aktuellen Hygienebestimmungen für Opernproduktionen, als auch angesichts der Vereinzelung der Gesellschaft in Folge der Pandemie.

Thema ist die Freiheit einer Frau – und die Freiheit aller. In der klassischen Oper gibt es viele starke Frauenpartien, Frauen, die nicht nur nach Liebe, sondern auch nach Freiheit dürsten und davon singen. Seltsamerweise sind sie regelmäßig dem Tode geweiht: Bizets Carmen ist frei und stirbt. Verdis Aida will frei sein und stirbt. Puccinis Tosca mordet für die Freiheit und stirbt. Arthur Honeggers Jeanne d’Arc kämpft sogar mit einer ganzen Armee für die Freiheit und stirbt (wird aber immerhin nach ihrem Tod heiliggesprochen). Die großen Komponisten und das Publikum früherer Zeiten liebten die wunderbaren Arien freiheitsliebender Frauen – solange sie zum Aktschluss starben.

Unsere Heldin, die zeitgenössische Heldin der Mono-Oper von Stanislav Rosenberg, strebt im Gegensatz dazu erst gar nicht nach Freiheit. Oder vielleicht doch? Auf jeden Fall singt sie nicht darüber. Sie ist auf dem Weg nach Davos zum Zauberberg des Wirtschaftsgipfels. Wonach sie strebt, ist etwas scheinbar gänzlich Banales: nach einem Doktortitel – als Eintrittskare in den Zirkel der Macht. Denn sie weiß: nur Macht bedeutet wirkliche Freiheit. SIE hat nicht vor, am Opernende zu sterben.

Ebenso wie in Poulencs Telefonoper „Die Menschliche Stimme“ (auch dies eine Mono-Oper) tauchen am Telefon während ihres Reiseweges störende Elemente auf: Sehnsucht, Hass, Verstrickungen und Offenbarungen. All‘ das lässt sie vom geplanten Weg abkommen und leitet sie auf einen anderen, unvorhergesehen Weg. Der aber führt, anders als in der Opernkonvention, nicht zum Tod der Heldin, sondern zum Mord; von dem man jedoch nicht weiß, ob er in der Wirklichkeit stattfindet, oder nur in ihr.

Stilistisch bewegt sich diese Mono-Oper zwischen Groteske und Tragik, musikalisch in einem ironischen Mix aus Moderne, Minimal Music und Neo-Klassik. Die Protagonistin – gespielt und gesungen von Dzuna Kalnina – wird von einem Miniatur-Orchester, bestehend aus zwei Musikern mit vier Instrumenten, begleitet.

___________________________________________________________________

Der Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn wurde mit dem Preis der Opernfreunde Bonn e.V. ausgezeichnet

Am 24. Oktober überreichte der Verein der Opernfreunde Bonn − im Rahmen der Premiere von FAUST – ein musikalisches Traumspiel nach Johann Wolfgang von Goethe − seinen mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis dem Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn.

Die Opernfreunde Bonn honorieren mit dem Preis das außergewöhnliche künstlerische und gesellschaftliche Engagement des Kinder- und Jugendchors, der zunehmend auch mit Eigenproduktionen unter der musikalischen Leitung von Ekaterina Klewitz auf sich aufmerksam macht.

„Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, dass unser Kinder- und Jugendchor diese Auszeichnung der Opernfreunde Bonn überreicht bekommen hat. Der Chor ist ein wichtiger Bestandteil unserer Oper und ich möchte mich bei Ekaterina Klewitz sowie allen Sängerinnen und Sängern für ihr Engagement und ihre tolle Leistung bedanken“, so Generalintendant Dr. Bernhard Helmich.

„Im Namen des Kinder- und Jugendchores des Theater Bonn bedanke ich mich bei den Opernfreunden Bonn für den Förderpreis. Der Chor bietet Kindern und Jugendlichen einen einmaligen Zugang zur Musik und Oper auf professioneller Ebene und ich freue mich, dass der Einsatz aller Mitwirkenden wertgeschätzt und gewürdigt wird“, sagt Ekaterina Klewitz.

Seit seiner Gründung in der Spielzeit 1992/1993 ist der Kinder- und Jugendchor mit seinen über 130 Mitgliedern, eine feste Größe im Bonner Theaterleben. Von Beginn an waren der Chor und seine Solisten an zahlreichen Produktionen am Theater Bonn beteiligt und auch über die Grenzen des Opernhauses hinaus steht der Kinder- und Jugendchor mit Konzerten und Gastspielen u. a. für den WDR, in der Kölner Philharmonie oder im Konzerthaus Dortmund auf der Bühne. Zuletzt wirkte der ausgezeichnete Chor am Theater Bonn in den Opernproduktionen STAATSTHEATER, WINTERREISE und BRUNDIBÁR mit.

______________________________________________________

NICHTS AUS ISCHGL GELERNT! Skisaison eröffnet: SKI HEIL in Austria – nur 70 statt 80 pro Gondel und Massenandrang 

Schauen Sie sich das Video an!  Aber bei uns werden Theater- und Konzertbesucher „karniefelt“

https://m.focus.de/gesundheit/news/nichts-aus-ischgl-gelernt-dicht-gedraengte-schlangen-videos-zeigen-heftigen-ansturm-in-tiroler-skigebieten_id_12579988.html

___________________________________________________________________

 

 

DIE SONNTAG-PRESSE (25. OKTOBER 2020)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SONNTAG-PRESSE – 25. OKTOBER 2020

Wien/ Staatsoper
Bariton Andrè Schuen: „Onegin ist nicht berechnend“
„Ich empfinde ihn anfangs als Mann auf der Suche. Als Dandy, der wirklich glaubt, dass er zu einer Beziehung nicht fähig ist“: Andrè Schuen über Eugen Onegin, den er am Sonntag in der Staatsoper erstmals szenisch verkörpert.
Die Presse

Graz/ Musikverein
Startenor Juan Diego Florez Ende Oktober in Graz
Der Grazer Musikverein bietet am 31. Oktober ein außergewöhnliches Konzert ganz kurzfristig an: Startenor Juan Diego Florez wird einen Abend mit Liedern und Arien gestalten. „In diesen turbulenten Zeiten sagen wir nicht ab, sondern laden ein und erweitern im Schulterschluss mit international gefragten Künstlern sogar unser Konzertangebot“, betonte Musikverein-Chef Michael Nemeth gegenüber der APA.
Salzburger Nachrichten

Patrick Hahn: Junger Steirer erobert die Welt der Klassik
Mit 11 Jahren an der Musikhochschule, mit 12 die erste Oper geschrieben, mit 19 ein Orchester dirigiert – und mit 25 nun jüngster Chefdirigent Europas. Die internationale Klassikwelt hat mit Patrick Hahn aus Eggersdorf ihren neuen Star entdeckt.
https://www.krone.at/2260037

Dresden
Ein Abend voll Glückseligkeit: Christian Thielemann dirigiert Beethovens Sechste und Siebte in Dresden

Die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann setzen ihren Beethoven-Zyklus fort. Zur musikalischen Idee einer ländlichen Idylle in der Sinfonia pastorale tritt der schöpferische, pathetische Gestus der Siebten Symphonie. Eine pure Hörfreude!
Pauline Lehmann berichtet aus der Semperoper Dresden
Klassik-begeistert

Lieses Klassikwelt 58: Walter Berry
Ich ringe gerade mit Fassung. Ein sehr netter Mann, der meinen alten Eltern einmal pro Woche im Haushalt geholfen hat, ist vor wenigen Stunden völlig unerwartet umgefallen und war weniger später tot. Feuerwehr und Notarzt konnten ihn nicht wiederbeleben. Er starb mit gerade einmal 65 Jahren an einem Herzinfarkt. Mich erinnert der Vorfall daran, wie schnell mitunter das Leben vorbei ist. Einfach so.
Kirsten Liese berichtet aus ihrer Klassikwelt
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-58-walter-berry/

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz: Folge 11
Heute unternehmen wir eine Art Weltreise. Alle Fragen verlangen nach einer Stadt als Antwort. Wir wünschen einen erfolgreichen Rätselflug!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-11/

St. Pölten
Meisterkonzerte: Trotz CoV „guten Mutes“
Die Meisterkonzerte St. Pölten warten ab 6. Dezember mit einem abwechslungsreichen Programm auf.
https://noe.orf.at/stories/3072817/

Frankfurt
Pergolesi an Frankfurts Oper : Der Eremit als glücklicher Sozialarbeiter
Frankfurter Allgemeine

Städtische Bühnen Frankfurt: Verfall erreicht neue Qualität
Ein Besuch bei den Technikern der Städtischen Bühnen Frankfurt, die verzweifelt um das knapp 60 Jahre alte Gebäude kämpfen.
Frankfurter Rundschau

Augsburg
Opern-Premiere „In der Strafkolonie“ wird verschoben
Grund ist allerdings nicht das Virus, sondern eine Erkrankung, genauer eine Verletzung (also kein Corona-Virus-Fall) im Ensemble des Staatstheaters Augsburg. Mehr darf die Pressesprecherin des Staatstheaters Augsburg, Julia Jahnke, zu dem Fall aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sagen. Nur so viel, auch die zweite Vorstellung am Dienstag, 27. Oktober, wird ausfallen.
Augsburger Allgemeine

Bozen
Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ verschoben
Die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) und die Bürgerkapelle Gries müssen die Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser, die sie anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Bürgerkapelle Gries in Koproduktion am 1. Jänner 2021 auf die Bühne des Stadttheaters bringen wollten, coronabedingt für die Saison 2020/21 absagen und auf die Saison 2021/22 verschieben.
https://www.stol.it/artikel/kultur/urauffuehrung-der-oper-blasmusikpop-verschoben

Kultur-Demo in München:“Sie hebt das Land hervor und lässt es leuchten“
Auf dem Königsplatz demonstrieren Hunderte Kulturschaffende dagegen, von der Politik ignoriert zu werden. Die Frage, wer systemrelevant ist, beantwortet Gerhard Polt – mit einer Fabel.
Sueddeutsche Zeitung

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
BWW Feature: ONLINE OPERA VIRTUAL TOUR OCT. 24-31 at Home
Computer Screens Opera, Fascinating and Fabulous, from Across the United States
https://www.broadwayworld.com/los-angeles/article/BWW-Feature-ONLINE

New York
Review: In a Cemetery, Music Lives
“To America,” a musical walking tour of Green-Wood Cemetery, is one of the few opportunities to experience live performance in New York this fall.
The New York Times

A Concert Review! From a Cemetery. (This is Not a Metaphor.)
https://www.vulture.com/2020/10/review-death-of-classicals-to-america.html

Atlanta
Q & A: Atlanta Opera Artistic & General Manager Tomer Zvulun on the Courage & Imagination of Making Opera into a Circus
https://operawire.com/q-a-atlanta-opera-artistic-general-manager-tomer-zvulun

Tel Aviv
For the Israeli Opera, the show must go on
„Now all we are waiting for is a government approval of our plan, so we can open our doors to the public,” said Israeli Opera general manager Zach Granit.“
Jerusalem Post

CD/DVD
Tenor Lawrence Brownlee Is Changing the Opera World Even With Venues Closed
https://observer.com/2020/10/lawrence-brownlee-amici-e-rivali-album-profile/

Classical home listening: Ralph Vaughan Williams and a Rossini feast
The Guardian

Feuilleton
Tchaikovsky: where to start with his music
The Guardian

Opera Quiz: How Well Do You Know Jon Vickers’ Career?
https://operawire.com/opera-quiz-how-well-do-you-know-jon-vickers-career/

Ballett/ Tanz

Hamburg
Viermal tänzerische Perfektion aus dem Hause Neumeier

Überhaupt ist es ein Abend der Frauen. Madoka Sugai sagte einmal in einem Interview, dass sie, wenn nicht Tänzerin, Olympiasiegerin werden wollte. Das merkt man ihr an. Sie zeigt eine vollkommen beherrschte Körperkraft, die es ihr ermöglicht, jeder technischen Anforderung leicht und im Ausdruck dennoch feminin nachkommen zu können.
Ralf Wegner berichtet aus der Hamburgischen Staatsoper
Klassik-begeistert

Rock/ Pop

Adrianne Lenker: Hüttenlieder und Improvisationen
Die US-Musikerin überrascht mit gleich zwei neuen Soloalben. Das schöne deutsche Wort „Wunderkind“ hat bekanntlich Eingang in die englische Sprache gefunden. Im Bereich der Indie-Musik passt es auf niemanden besser als auf Adrianne Lenker: Letztes Jahr hat sie mit ihrer Band Big Thief erst mit „U.F.O.F.“ und, nur fünf Monate später, mit „Two Hands“ zwei herausragende Alben veröffentlicht, die ohne Übertreibung zu Meilensteinen der letzten fünf Jahre gerechnet werden dürfen.
Wiener Zeitung

Ausstellungen/ Kunst

Wien/ Albertina
Wien: Freier Eintritt in die ALBERTINA am 25. & 26. Oktober
Besucherinnen und Besucher haben die einmalige Chance, die Schausammlung Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner und die Sonderausstellung My Generation. Die Sammlung Jablonka an diesen zwei Tagen kostenlos zu besuchen.
RegioNews

Wien/ Theatermuseum
Lachen, auch wenn es traurig ist
Das Theatermuseum zeigt eine Hommage an den barocken Theatermeister Lodovico Ottavio Burnacini.
Wiener Zeitung

Film/ TV

Udo Kier über Schlingensief: „Ich dachte: Wow! Der ist mutig“
Interview: Udo Kier über seine Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief, dem die Viennale einen Film-Schwerpunkt widmet.
https://kurier.at/kultur/ich-dachte-wow-der-ist-mutig/401076222

———

Unter’m Strich

12.000 Neuinfektionen in Deutschland: Kann Merkel bundesweiten Corona-Lockdown einführen? Das sagen Verfassungsrechtler
https://amp.focus.de/politik/d…__twitter_impression=true

Virologe warnt vor ‚Hysterie‘: 95% der Infizierten symptomfrei
Dieses Virus hat eine relativ niedrige Letalität, es kann zwar töten, ist aber nicht die Pest‘, so der Experte.
OE-24.at.

Bayernweite Masken-Kontrollaktion: Bisher hunderte Anzeigen
Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen gilt an immer mehr Orten: Maske auf! Um das zu kontrollieren, waren am Freitag hunderte Polizisten im ganzen Freistaat unterwegs. Nach sechs Stunden haben die Beamten schon hunderte Maskensünder erwischt.
BR.Infos.de

Zu frühe Normalität : Warum die Pandemie die Tschechen so hart trifft
Ganz gleich, was Roman Prymula tatsächlich in jenem Lokal zu sich genommen hat, vor dem er beim Herauskommen fotografiert wurde: Selten war der Vorwurf so treffend, der tschechische Gesundheitsminister habe anderen Wasser gepredigt und selbst Wein getrunken. Die Opposition rügte ihn, Ministerpräsident Andrej Babiš schloss sich kurz darauf an. Das war das Ende der kurzen politischen Karriere des Virologen Prymula als Chefkrisenbekämpfer in der Pandemie, die die Tschechische Republik ausweislich der offiziellen Zahlen so schlimm heimsucht wie kein anderes Land auf der Welt.
Frankfurter Allgemeine

Österreich
Welche neuen Corona-Maßnahmen ab Sonntag in Österreich gelten
Ein-Meter-Abstände werden rechtsverbindlich. Die Personen-Obergrenzen für Treffen im öffentlichen Raum sinken, die Maskenpflicht wird ausgedehnt
Der Standard

Österreich
Fußball vor dem Verhungern: Wurstsemmel auf Rängen erlaubt Schlupflöcher in Abhängigkeit von Veranstaltungsdauer

– VIP-Klubs und Kantinenbetrieb doch möglich
Der Standard

Fußball/Deutschland/Corona
Fehlalarm – alle Tests negativ: Heidenheim kann gegen Osnabrück spielen

– Das Heimspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim gegen den VfL Osnabrück kann am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) stattfinden. Nach der Verwirrung um mehrere Corona-Tests brachte auch eine weitere Testreihe an diesem Samstag ausschließlich negative Ergebnisse hervor, wie der FCH mitteilte. Bei Testungen durch ein anderes Labor waren noch am Donnerstag sechs Personen des Zweitligisten positiv getestet worden, anschließend ließ der Club neue Tests durch das Klinikum Heidenheim durchführen.
Die Welt.de

INFOS DES TAGES (SONNTAG: 25. OKTOBER 2020)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 25. OKTOBER 2020)

HEUTE ZEITUMSTELLUNG:ZUM LETZTEN MAL? 

Sommerzeit – Wikipedia

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober bekommen wir wieder eine Stunde „geschenkt“: Die Uhren werden in Europa auf Winterzeit umgestellt – und das vielleicht zum letzten Mal: Die umstrittene Sommerzeit geht nämlich am Samstag um 3 Uhr zu Ende, die Zeiger werden dafür um eine Stunde zurückgedreht und wir alle dürfen eine Stunde länger schlafen.
____________________________________________________________________________

ERSTE FOTOS AUS DER GENERALPROBE ZUR HEUTIGEN PREMIERE „EUGEN ONEGIN“


Nicole Car (Tatjana). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wesentlichste Besetzungen

Nicole Car (Tatjana)
Anna Goryachova (Olga)
Andrè Schuen (Onegin)
Bogdan Volkov (Lenski)
Dimitry Ivashchenko (Fürst Gremin)
Helene Schneiderman (Larina)
Larissa Diadkova (Filipjewna)


Andrè Schuen (Onegin). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Helene Schneiderman (Larina). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Bogdan Volkov (Lenski), Anna Goryachova (Olga). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

_______________________________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MAILAND: Kaufmann nach dem Quartettabend im Ristorante Galleria 


Jonas Kaufmann, Anita Hartwig, Dominique Meyer und Andre Comploi

ZU INSTAGRAM

——

Der nächste Privatjet unterwegs nach Moskau (Beczala, Volle)

ZU FACEBOOK
________________________________________________________________________

OPER FRANKFURT: Premiere / Frankfurter szenische Erstaufführung
LE VIN HERBÉ (DER ZAUBERTRANK)

Le vin herbé (Der Zaubertrank) Premiere / Frankfurter
Markus Poschner. Foto: Steffen Jänicke

Weltliches Oratorium (1938/1941) von Frank Martin nach drei Kapiteln des Romans Tristan et Iseut (1900) von Joseph Bédiers
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Markus Poschner / Nikolai Petersen (Januar 2021)
Inszenierung: Tilmann Köhler
Bühnenbild: Karoly Risz
Kostüme: Susanne Uhl
Licht: Jan Hartmann
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Le vin herbé (Der Zaubertrank) Premiere / Frankfurter
Tilman Köhler. Foto: Matthias Horn

Iseut, die Blonde: Eleonore Marguerre
Iseut, die Weißhändige: Marvic Monreal
Tristan: Ian Koziara
Branghien: Bianca Tognocchi
König Marc: Kihwan Sim
Kaherdin: Theo Lebow
Die Mutter von Iseut der Blonden: Judita Nagyová
Herzog Hoël: Anthony Robin Schneider
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Eigenwillig und durchaus mutig war das Vorhaben des Schweizer Komponisten Frank Martin (1890-1974), die Tristan-Sage sechzig Jahre nach Richard Wagner in einer grundlegend neuen Form zu vertonen. Ein anderer Tristan entstand, dessen Gattungsbezeichnung als weltliches Oratorium wie ein klar gesetztes kompositorisches „Gegenprogramm“ zu Wagners Musikdrama wirkt. Im Gegensatz zum übermächtigen, musikdramatischen Vorbild beschränkte sich Martin in seiner Partitur auf Solostimmen, ein Vokalensemble – dessen Part in dieser Produktion ausnahmsweise vom Chor der Oper Frankfurt übernommen wird –, sechs solistische Streicher und Klavier. Auch bei der Wahl der Vorlage unterscheidet er sich von Wagner, indem er sich nicht auf Gottfried von Straßburg, sondern auf Le Roman de Tristan et Iseut (1900) des Franzosen Joseph Bédier bezieht. Die epische Form des Textes erzwang eine epische Konzeption der Musik. Die Partitur pflegt archaisierende Momente á la Gesualdo, und die deklamierende Textaufbereitung schlägt den Bogen zum frühen attischen Theater. Martins Le vin herbé wurde am 26. März 1942 konzertant auf Französisch in der Tonhalle Zürich uraufgeführt, die erste szenische Präsentation erfolgte am 15. August 1948 in deutscher Sprache bei den Salzburger Festspielen. In Frankfurt ist das Werk erst jetzt in szenischer Erstaufführung zu erleben.

In 18 Bildern mit einem Prolog und einem Epilog gestaltete Martin in seinem außergewöhnlichen, eigensinnigen Meisterwerk der Moderne die Geschichte von Tristan und Isolde (Iseut) von der Überfahrt nach Cornwall, wo sie gegen ihren Willen König Marke (Marc) heiraten soll, bis zu beider Tod.
Die ursprünglich geplante Neuproduktion von Zemlinskys Der Traumgörge wird wegen der Corona-Krise durch Martins weltliches Oratorium ersetzt; das Team bleibt dasselbe. Die musikalische Leitung hat somit der Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz, Markus Poschner. 2015/16 debütierte er in Frankfurt mit einer szenischen Aufführung von Händels Messias. Der ursprünglich vom Schauspiel kommende Regisseur Tilmann Köhler ist ein gern gesehener Gast in Frankfurt, wo er bisher mit verschiedenen Barockopern auch Arbeiten für das Musiktheater vorlegte. Die in Heidelberg geborene Sopranistin Eleonore Marguerre (Iseut, die Blonde) kehrt nach langer Zeit zurück nach Frankfurt. Puccinis Manon Lescaut und Verdis Traviata führten sie inzwischen an das Staatstheater Nürnberg und die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Der aus Chicago stammende Tenor Ian Koziara (Tristan) war von 2016 bis 2019 Mitglied des Lindemann Young Artist
Development Program an der Metropolitan Opera. 2018/19 gab er als Fritz in Schrekers Der ferne Klang sein Debüt im Haus am Willy Brandt-Platz. Die Mezzosopranistin Marvic Monreal (Iseut, die Weißhändige) wurde auf Malta geboren und verstärkt seit 2020/21 das Frankfurter Opernstudio.

Alle übrigen Partien sind mit Frankfurter Ensemblemitgliedern besetzt: Bianca Tognocchi (Branghien), Kihwan Sim (König Marc), Theo Lebow
(Kaherdin), Judita Nagyová (Die Mutter von Iseut der Blonden) und Anthony Robin Schneider (Herzog Hoël).
Premiere / Frankfurter szenische Erstaufführung: Sonntag, 22. November 2020, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 27. November, 3., 5. (18.00 Uhr), 11. Dezember 2020 sowie im Januar 2021
Falls nicht anders angegeben, beginnen die Vorstellungen im November und Dezember 2020 um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 182 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Ab dem 7. eines Monats sind Karten für den Folgemonat bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
_____________________________________________________________________________

Remigius Klacansky gewinnt Wiener Filmmusik Preis 2020

 Der 26-jährige Komponist überzeugte die Jury mit einer neu vertonten Sequenz des Films „KAVIAR“ – weitere Preisträger sind Florian Emanuel Tiefenbacher (2. Preis) sowie Levente Kovács und Hans Georg Krones (3. Preis)

(Wien, am 24. Oktober 2020) Der Österreichische Komponistenbund (ÖKB) verlieh im Rahmen des Austrian Composers‘ Day 2020 am 24. Oktober in der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – den Wiener Filmmusik Preis 2020 an Remigius Klacansky (26). Der Nachwuchspreis ist mit € 7.000,- dotiert und wird vom Filmfonds Wien/Stadt Wien gestiftet. Der zweite Preis ging an Florian Emanuel Tiefenbacher (29) den dritten Platz belegten Levente Kovács (26) und Hans Georg Krones (31). Die Preisverleihung moderierte der Komponist und Vorsitzende der ÖKB-Fachgruppe Film- & Medienmusik Prof. Peter Janda.

Nachwuchs-Filmmusik auf künstlerisch hohem Niveau

Der Wiener Filmmusik Preis 2020 suchte die beste Neuvertonung einer Sequenz des Films „Kaviar“ (Regie: Elena Tikhonova, Produktion: Witcraft, Film AG, MR-Film, 2019). Einreichen konnten junge Filmkomponistinnen und Filmkomponisten unter 40 Jahren aus ganz Österreich. Eine Fachjury des Österreichischen Komponistenbundes wählte zunächst sechs Finalbeiträge aus, aus denen eine internationale Fachjury anschließend die Gewinner kürte. 

„Allen Preisträgern ist es gelungen auf einem künstlerisch hohen Niveau, spannend gestaltete, eigene kompositorische Wege zu gehen“ sagte die Juryvorsitzende und Filmkomponistin Jessica de Rooij über die Nachwuchskünstler.

Erster Preis an Komponist und Pianist Remigius Klacansky

Remigius Klacansky betont die Komik des Films mit subtilen Harmonien sowie sehr interessanten Sounds und Instrumenten sehr treffend“, so die Juryvorsitzende und Komponistin Jessica de Rooij. „Seine Musik passt immer zum Bild und fügt diesem darüber hinaus zusätzliche Stimmungs- und Inhaltsebenen hinzu. Zudem wurden zu den einzelnen Szenen sehr stimmig russische Stilelemente eingesetzt und die Umsetzung des Wiener Walzers „auf russisch“ ist eine tolle Idee. Es macht Spaß zuzuhören!“

Der im norwegischen Drammen geborene Klacansky begann seine Ausbildung im Alter von 4 Jahren mit Klavierunterricht in Bratislava. Dort studierte er zunächst am Konservatorium Komposition, bevor er nach dem Abschluss seine Studien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Bratislava weiterführte. Ein Erasmus-Semester an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst brachte ihn schließlich nach Österreich. Klacansky erhielt bereits als Student erste Kompositionsaufträge für das slowakische Fernsehen und arbeitete dort mit etablierten slowakischen Film- und Medienkomponisten wie Lukas Koba sowie Michal Novinski. Daneben ist er als Keyboarder und Pianist in verschieden Bands tätig und spielte am Piano selber Filmmusiken ein.

Den zweiten Platz belegte in diesem Jahr der Kärntner Florian Emanuel Tiefenbacher. Nachdem er sich sehr früh das Klavierspielen autodidaktisch beigebracht hatte, erhielt er ab seinem 8. Lebensjahr zunächst (Jazz)Klavier- und später zusätzlich Schlagzeugunterricht. Nach der Matura begann er ein Studium für Jazz-Schlagzeug am Konservatorium der Stadt Klagenfurt. 2017 erhielt er in Wien den IGP Abschluss im Fach Pop Schlagzeug mit Schwerpunkt Jazz. Parallel zu seinem Studium begann er für TV- und Rundfunk Werbungen zu komponieren. Seit 2017 arbeitet er als freischaffender Komponist sowie als Schlagzeuger u. a. für den englischen Produzenten und Songwriter Christopher Taylor aka SOHN mit dem er weltweit Tourneen und Konzerte spielt.

In diesem Jahr gab es mit Hans Georg Krones und Levente Kovács gleich zwei Drittplatzierte.

Der gebürtige Grazer Hans Georg Krones erlernte Schlagzeug, Gitarre und Klavier, bevor er an der Fachhochschule Salzburg sein Studium begann, dass er mit einem Bachelor im Fachbereich Audio-Design abschloss. Während seines Studiums absolvierte er diverse Praktika und Seminare u. a. bei Marcel Barsotti. Neben seiner Leidenschaft für Film- und Medienmusik schreibt er vermehrt Stücke für Blasmusik.

Der junge Komponist Levente Kovács studierte zunächst an der Franz Liszt

Universität, bevor er 2019 sein Studium der Medienkomposition an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien abschloss. Er ist vielfacher Preisträger von Kompositionswettbewerben. So wurde er u. a. 2017 für den vier wöchigen ASCAP Filmscoring Workshop mit Richard Bellis ausgewählt und konnte seine Musik für eine Filmszene in den 20th Century Fox Studio in Los Angeles aufnehmen. Zweimal (2018/2019) belegte er beim Wiener Filmmusik Preis bereits den zweiten Platz. 2019 wurde er beim Pannonia Film Music Competition ebenfalls Zweitplatzierter. Zuletzt gewann er im Juni 2020 den German Game Musik Award. Daneben kann er bereits auf einige vielbeachtete realisierte Filmmusikkompositionen verweisen.

Der „Wiener Filmmusik Preis“ ist eines der wichtigsten Förderinstrument für junge österreichische Filmmusik-Talente!

 „Immer wieder gelingt es, mit dem Wiener Filmmusikpreis junge Talente zu entdecken und zu fördern“, sagt ÖKB-Präsident Prof. Harald Hanisch. „Neben der Attraktion des Preises und des Preisgeldes sind es auch die weiteren Angebote des Österreichischen Komponistenbundes im Bereich Filmmusik – wie vertiefende Workshops und Fachtage wie z. B. der Austrian Film Music Day – die unsere Branche erlebbar machen, zusammenhalten und ständig weiter professionalisieren“.

Weitere Informationen unter: www.komponistenbund.at

__________________________________________________________

Die Gewinner*innen von „Julius Deutschbauer: Suche die unpolitischste Theaterproduktion Wiens 2019/20″

WERK X - Home | Facebook

And the winner is….Obwohl die Preisverleihung und Gala bedingt durch die COVID-19-Infektion von Künstler Julius Deutschbauer abgesagt werden musste, wurden heute Abend dennoch per Video-Postings auf Twitter, Youtube und der WERK X-Website „die unpolitischsten Theaterproduktionen 2019/20“ zum zehnten Mal ausgezeichnet.

Wien, 23. Oktober 2020.– 2020 ist und bleibt ein Ausnahmejahr: Plakatkünstler und Theatergeheimrat Julius Deutschbauer infizierte sich einige Tage vor der Gala mit dem COVID-19-Virus, weswegen die Preisverleihung für „die unpolitischsten Theaterproduktionen 2019/20“ abgesagt werden musste. Die Jury bedauerte die Absage, aber wies darauf hin, dass es aufgrund des guten Schutzkonzepts aller Beteiligter noch in keiner Phase zur räumlichen oder personellen Berührung der Produktion mit den Häusern der Jurymitglieder gekommen ist und somit die Spielbetriebe unbeeinträchtigt geblieben sind. Die Preise wurden dennoch heute Abend per Videopostings der Jury-Laudationes verliehen. Heuer wurden fast ausschließlich die Performances und Darbietungen der Bundesregierung während des Corona-Lockdowns nominiert und ausgezeichnet.

Die Preise wurden in insgesamt 7 Kategorien vergeben: Zu den gewohnten Kategorien wie „Die größte Scheinheiligkeit“ und „Der längste Zeigefinger“, kam dieses Jahr eine neue Kategorie „Die/Der aufgeblühteste Ausnahmezustandsgewinnler*in“ hinzu. Der Spezialpreis stand bereits fest: Werner Kogler und Ulrike Lunacek bekamen ihn für ihre Pressekonferenz über „Aktuelles im Bereich Kunst und Kultur sowie Veranstaltungen im Allgemeinen“ vom 17.April 2020.

Unter den Nominierungen „zum Preis, den niemand haben will“, fanden sich heuer politisch schwergewichtige Namen wie Sebastian Kurz, Karl Nehammer, Rudi Anschober und Werner Kogler

Spitzenreiter mit 4 Nominierungen waren ex aequo Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer. Sebastian Kurz ging trotz rekordverdächtiger vier Nominierungen leer aus.

Als Laudator*innen fungierten neben Julius Deutschbauer die diesjährigen Jurymitglieder Kira Kirsch (brut), Bettina Kogler (Tanzquartier), Ali M. Abdullah (WERK X) und Harald Posch (WERK X).

Laudatio Julius Deutschbauer „Die/Der aufgeblühteste  Ausnahmezustandsgewinnler*in" - YouTube
Foto: © privat

 

Die Jury 2019/20

Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie alle Videos und Texte der Laudationes finden Sie hier: https://werk-x.at/premieren/julius-deutschbauer-suche-die-unpolitischste-theaterproduktion-wiens-2019-2020/

Zusätzlich finden Sie die Videos der Laudationes und die Einspielvideos der Kategorien auf dem YouTube-Kanal von WERK X: https://www.youtube.com/user/GarageXKlubX/videos?view_as=subscriber

DIE PREISTRÄGER / DIE PREISTRÄGERINNEN 

KATEGORIE I: DER GROSSE GÖNNER / DIE GROSSE GÖNNERIN

PK mit Elisabeth Köstinger: Ausrufung des „außerordentlichen Zivildienstes in Österreich“

 Auszug Laudatio von Julius Deutschbauer (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

„Nicht nur, dass Elisabeth Köstinger sich des Versuchs schuldig machte, aus der Not eine Tugend zu machen und Corona für die Tourismuswerbung zu nutzten: zum Beispiel mit dem urlaubsprotektionistischen Satz: „Inländer und Deutsche willkommen“, sondern zugleich forderte sie, den außerordentlichen Zivildienst in Österreich.

Was kann man dazu sagen als, außerordentliche Erscheinungen müssen erscheinen, sie können nicht anders.

Ja, diese Ministerin gönnt Österreichs Zivildienern mal was Außerordentliches; etwas außerordentlich Außerordentliches, während sich auf der PK nach dem Ministerrat nur eine Woche davor ihr Kollege Innenminister Karl Nehammer sich als Flex, die Trennscheibe für die Gesundheitsbehörden“ bezeichnete. Allein deshalb bedauere ich es, dass dieses Jahr keine Live-Gala zum Unpolitischsten stattfindet. Der Ankündigungstschingel für die einzelnen Gewinner*innen in den sieben Kategorien wäre eine funkenspritzende Flex gewesen.

Ja, was eine Ausnahmesituation so alles hervorbringen kann! Fabulierte nicht schon Carl Schmitt, bedeutender und ebenso umstrittener Staatsrechtler der 20iger- und 30iger-Jahre, in seiner Poltischen Theologie: „Souverän ist, wer den Ausnahmezustand erklären kann.“

 

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Der große Gönner / Die große Gönnerin“:

KATEGORIE II: DIE GRÖSSTE SCHEINHEILIGKEIT
17.03.: PK – Rudolf Anschober erlebt privat die Einfühlsamkeit der Exekutive: „Das ist genau das, was eine hochqualitative, an Bürgerrechten, an Einfühlsamkeit orientierte Arbeit der Exekutive ist, und das wird wertgeschätzt.“ 

Auszug aus der Laudatio von Harald Posch (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):„Die Spannung war mit Händen zu greifen, denn TV- wie Live-Publikum mussten bereits 15 Minuten vor dem mit zeitgenössischem Videoeinsatz erzeugten, schlichten Insert „Republik Österreich“, auf die Protatgonisten warten. Dann war es endlich soweit. Der Darsteller des Gesundheitsministers, Rudolf Anschober in schlicht marthalerischem Kostüm – mausgrauer Einreiher samt Krankenkassenbrille – und der dem 90er-Jahre-Klassiker „Top Dogs“ entsprungene Heldendarsteller Nehammer, in neoliberal sattem dunkelblau, betraten die Bühne.
Da die gesamte Bevölkerung auf ihre Eigenheim-Balkone gesperrt war, wurde salopp auf Mund-Nasenschutz verzichtet und die grimmig entschlossenen Minen der Akteure vermittelten bei Nehammer die geschmeidige Allmacht eines Shakespearschen König Claudius und bei Anschober die traurige Weltenlast des aufrichtig um Rettung bemühten, schwer am Schicksal leidenden „Timon von Athen“.
Moderner Postdramatik gemäß fanden sich beide aber rasch hinter den, in heutigen Inszenierungen unvermeidlichen, Mikrophonen ein, und durchbrachen sofort die 4. Wand.“

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Die größte Scheinheiligkeit“:

KATEGORIE III: DER LÄNGSTE ZEIGEFINGER

27.04.: PK mit Karl Nehammer „Aktuelles zum Coronavirus“: „Es gibt über 46 verletzte Beamtinnen und Beamten, die im Einsatz verletzt worden sind, wenn Menschen sich nicht an die Maßnahmen gehalten haben.

Auszug aus der Laudatio von Bettina Kogler (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

Der Innenminister wendet sich in dieser Phase der Rückkehr zum normalen Leben an die Eigenverantwortung der Österreicher*innen. Diese sei nun entscheidend. „Nicht alles was nicht verboten ist, ist vernünftig. Nicht alles was nicht klug ist, kann auch kontrolliert werden,“ so Nehammer. Eigenverantwortung und Kooperation, das ist es, was wir jetzt brauchen. Er lobt den Einsatz der österreichischen Polizisten und Polizistinnen. In einer so großen Krise haben die Polizistinnen und Polizisten die Aufgabe für Sicherheit zu sorgen – sie tun das unter großen Entbehrungen. Um das zu unterstreichen, erzählt Nehammer, dass es den Sicherheitskräften trotz der vielen Corona-Arbeit vor Kurzem gelungen ist, vier Staatsfeinde, die die Sicherheit der Republik und die Sicherheit der Menschen gefährden, zu verhaften. Er ist stolz darauf Innenminister zu sein!

(…)
Der ÖVP-Politiker Karl Nehammer, der wohl eher am rechten Rand dieser türkisen Mitte-rechts Partei angesiedelt ist, absolvierte von 2012 bis 2014 einen Lehrgang in politischer Kommunikation an der Donauuniversität Krems beim Politologen Peter Filzmeier und schloss diese Ausbildung auch ab. Was Peter Filzmeier über seinen ehemaligen Studenten heute wohl persönlich denkt, wie er seine Kommunikation und Performance heute beurteilt, würde mich sehr interessieren.“

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Der längste Zeigefinger“:

KATEGORIE IV: DIE GRÖßTE WEINERLICHKEIT

„Verteidigungsministerin Klaudia Tanner dafür, dass sie sich von Bundespräsident Alexander van der Bellen für ihre Pläne, die militärische Landesverteidigung auf ein Minimum zu reduzieren, zurechtstutzen ließ. (Krone, 25.06., Die Presse 25.06., Heute 25.06.)

Auszug Laudatio von Julius Deutschbauer (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

„Der Bundespräsident und Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres Alexander van der Bellen zitierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zu einem Gespräch zu sich in die Hofburg, nachdem sie ihre Pläne, die militärische Landesverteidigung auf ein Minimum zu reduzieren, der Öffentlichkeit präsentierte. Die Presse berichtete ausführlich darüber.

Wie gern wäre ich dabei gewesen, als der Bundespräsident zum Rapport blies. Dies stellte gewiss so manche Pressekonferenz nach dem Ministerrat was Dramatik und darstellerisches Geschick anbelangt, in den Schatten.

Man konnte sich nur wundern über des grünen Bundespräsidenten neu erwachten grünen Soldatenstolz; den Hut ziehen vor den Abrüstungsplänen der türkisen Verteidigungsministerin.

Auch wenn sie nach dem Rapport beim Bundespräsidenten einen Rückzieher machte: Der gute Wille zählt.“

 

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Die größte Weinerlichkeit“:

 

KATEGORIE V: DIE/DER AUFGEBLÜHTESTE AUSNAHMEZUSTANDSGEWINNLER*IN

02.06., Der Standard: Gerry Foitik: „Samariterbund hat außer ‚Grüß Gott‘ nie etwas gesagt“. Gerry Foitik macht sich durch die alleinige Handhabe der „Stopp Corona“-App zum Schatteninnenminister, tritt auch gerne mit Ministern und Kurz und Babyelefant vor’s Mikro. (Kurier, 03.06.)

Auszug Laudatio von Julius Deutschbauer (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

„Ich ließ mich vorgestern noch schnell auf Covid-19 testen, bevor der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes Gerry Foitik diese in Österreich beschränken lässt, um den österreichischen Tourismus zu retten. Auch er ein wahrer Kämpfer für den österreichischen Tourismus!

Und was ist Theater daran? Selbst vielleicht nicht, jedoch das Theater, das um ihn gemacht wird, ist großes Theater.

Aber das eigentliche Theater kommt jetzt, einschließlich Rachenabstrich. Den ließ ich mir ohne direkten Anlass, ohne etwaige Symptome an mir bemerkt zu haben, machen, um den Befundbericht in meine Moderation der heutigen Gala einzubauen.

Nun halte ich den Befundbericht zu SARS-CoV-2 vom 22.10.2020 in Händen, mir vor Augen und erkläre die heutige Gala zur Verleihung der Preise für die unpolitischsten Theaterproduktionen Wiens 2019/20 für abgesagt und Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, zum Gewinner in der Kategorie Die/der aufgeblühteste Ausnahmezustandsgewinnler*in.“

 

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Die/Der aufgeblühteste Ausnahmezustandsgewinnler*in“:

 

KATEGORIE VI: HELDEN UND HELDINNEN DER PROVINZ

17.03. ZIB II: Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg im Interview mit Armin Wolf über Ischgl: „Ich glaube, dass die Behörden in Tirol sehr richtig agiert haben.“

 Auszug aus der Laudatio von Ali M. Abdullah (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

 „Was ist passiert, Herr Landesgesundheitsrat Dipl. Ing. Dr Bernhard Tilg, Herr Landessanitätsdirektor Dr. Katzgraber, Herr Landeshauptmann Dr Gerhard Platter, Herr Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz?

War da irgendwas Ende Februar bis zur endgültigen Quarantäne Mitte März in Ischgl? Wie viele Warnungen aus dem In- und Ausland gab es? Wie falsch wurde die Situation eingeschätzt, wie unwahr wurde die Bevölkerung informiert und wie chaotisch und stümperhaft wurde dann die Reißleine gezogen und die Quarantäne ohne Vorabinfo an die örtlichen Behörden über Ischl verhängt? Ging und geht es da wirklich immer nur um die Tourismusgelder? Seilbahnen, Hotels, Bars, Restaurants? Wo jeder einzelne Tiroler mitnascht und mitmachen muss….?

Ist das österreichische Politik im Jahre 2020, für eine mündige Bevölkerung? Oder lebt da in Tirol noch irgendwo ein Kaiser der befiehlt und wir alle folgen? Frau Felipe, ihre Stimme als

Frau Landeshauptfrau Stellvertreterin ist in diesem Zusammenhang auch sehr, sehr leise gewesen.“

Weitere Nominierungen in der Kategorie „Helden und Heldinnen der Provinz“:

 

KATEGORIE VII: SPEZIALPREIS

PK vom 17.04.: Werner Kogler und Ulrike Lunacek über Aktuelles im Bereich Kunst und Kultur sowie Veranstaltungen im Allgemeinen: „Bei Theater geht’s dann auch oft heftig zu, vielleicht auch mal eine Schlägerei oder vielleicht auch eine Liebesszene – das wird nicht gehen, ja?“

 Auszug aus der Laudatio von Kira Kirsch (Die gesamte Video-Laudatio finden Sie hier):

 „ Wenn wir uns eine Pressekonferenz als Song und eine Politikerin als Popkünstlerin vorstellen, kann man Ulrike Lunacek wie folgt beschreiben: Sie kommt aus dem grünen Underground und macht sich durch beharrliches Touren einen Namen in der Szene – bis zum 17. April ist sie vor allem Insi-dern bekannt, als sie sich dann plötzlich über Nacht an die Spitze der Charts katapultiert.

Bald nach der Pressekonferenz gibt Lunacek bekannt, dass sie von der politischen Showbühne abtritt – sie wird Österreich aber als One-Hit-Wonder in Erinnerung bleiben.

Dabei befindet sie sich in bester Gesellschaft – man denke an die steirische Band Opus und „Live is Life“.

Einen Hit zu landen, jeder weiß das, ist keine einfache Sache und kann nicht generalstabsmäßig geplant werden.

Kompositionsgeschick alleine ist zu wenig, man muss auch den Nerv der Zeit treffen und viel Glück haben – eben so wie Opus im Jahr 1984. „Live is Life“ konnte die Massen emotionalisieren, selbiges ist Lunacek gelungen.“

JULIUS DEUTSCHBAUER

1961 in Klagenfurt geboren, lebt als Künstler in Wien, 2000 bis 2007 Zusammenarbeit mit Gerhard Spring als Duo „Deutschbauer/Spring“. Ausstellungen (u.a. Kunsthalle Wien, Shedhalle Zürich, Galeria Zacheta Warschau, Fotomuseum Winthertur, Belvedere Wien), Performances und Theateraufführungen (u. a. Garage X, Tanzquartier Wien, Thalia Theater Hamburg, Politik im Freien Theater Berlin, Volksbühne Berlin, brut Wien). Das Zentrum seiner Arbeit bilden die inzwischen über hundert Plakate. Die Suche nach dem unpolitischsten Theaterprojekt findet dieses Jahr bereits zum zehnten Mal statt.

http://julius-deutschbauer.com/

KONTAKT UND RÜCKFRAGEHINWEIS WERK X:

WERK X Presse und Kommunikation

Mag. Bernhard Bilek

T:  01 535 32 00 22

bernhard.bilek@werk-x.at

WERK X
WERK X vereint zwei künstlerisch unabhängige und für die Wiener Theaterszene wichtige Spielstätten unter einer Dachmarke: Zum einen WERK X im ehemaligen Kabelwerk in Meidling, das sich als Produktionshaus für zeitgenössisches Sprechtheater einen Namen gemacht hat. Zum anderen WERK X-Petersplatz, eine kuratierte Bühne für die freie Szene im ersten Wiener Gemeindebezirk, das sich als überregionales Kooperationshaus etabliert hat. www.werk-x.at

facebook.com/werkxwien | instagram.com/werkxwien | twitter.com/WERK_X | Pressekontakt WERK X: presse@werk-x.at

facebook.com/WERKXPetersplatz | instagram.com/werkxpetersplatz | Pressekontakt WERK X-Petersplatz: presse@werk-x-petersplatz.at
________________________________________________________________________

 

 

Diese Seite drucken