Wird Ex-Kanzler Alexander Schallenberg Präsident der Salzburger Festspiele? Er gilt als haushoher Favorit auf dieses publicityträchtige Amt. Foto: Wikipedia
Wird Schallenberg Präsident? Ex-Kanzler als Favorit für Salzburger Festspiele
Ex-Außenminister Alexander Schallenberg werden gute Chancen auf die Präsidentschaft der Salzburger Festspiele nachgesagt. Im Rennen um die künftige Führung der Salzburger Festspiele fällt immer wieder ein prominenter Name: Ex-Außenminister und Kurzzeit-Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) werden laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ nicht nur Ambitionen, sondern auch hohe Chancen auf die Präsidentschaft nachgesagt.
https://www.heute.at/s/ex-kanzler-als-favorit-fuer-salzburger-festspiele-120219048
Für die künstlerische Ausrichtung ist freilich der Job der Intendantin/ des Intentanten wichtiger:
Salzburg
Glanz und Ruhm locken große Namen nach Salzburg (Bezahlartikel)
Pünktlich vor dem Start der Festspiel-Saison wird über die neue Führungsspitze von Salzburgs Kultur-Aushängeschild spekuliert. Sicher ist: Kein Stein bleibt auf dem anderen. Die „Krone“ gibt einen Überblick über die wichtigsten Kandidatinnen und Kandidaten für den Prestigeposten.
https://www.krone.at/4207340
Salzburger Festspiele: Lotte de Beer dementiert Bewerbung
Die Volksopern-Chefin will ihrem Haus treu bleiben. Alexander Schallenberg wird als Festspiel-Präsident gehandelt.Lotte de Beer, Intendantin der Volksoper Wien, dementiert eine Meldung der Kronen Zeitung, wonach sie „die derzeit besten Chancen“ für die ausgeschriebene Intendanz der Salzburger Festspiele habe soll. Es sei ihr „wichtig zu betonen, dass ich mich nicht beworben habe und selbstverständlich mit voller Überzeugung und großer Begeisterung meine Aufgabe an der Volksoper natürlich weiter erfüllen werde“, so ein der APA am Sonntagabend zugegangenes Statement.
DerStandard.at.story.salzburg-bewergung
Die Liste der Bewerbungen wird aus verständlichen Gründen geheim gehalten. Dass sich Frau de Beer nicht beworben hat, glaube ich ihr sogar aufs Wort!
BERLIN /Staatsoper Unter den Linden: ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL; 5.7.2026
Musikalisch sehr erfreulich – Comedy und Singspiel? Ein nur fast netter Versuch
Credit: Stephan Rabold
Mozarts Die „Entführung aus dem Serail“ ins Heute verlegt. Raimund Bauer schuf ein spektakuläres Bühnenbild in Form einer protzig güldenen Superyacht, Marke nouveau riche. Deren gelüftete Fassaden fallweise den Blick auf einen eleganten Salon mit Flügel, und gesellschaftlich hierarchisch darunter auf eine Bordküche in Chrom geben.
Oben versucht Bassa Selim, Konstanze mit allerlei Versprechen für sich zu gewinnen. Unten kabbeln sich der Prolo Osmin, Pedrillo und die aufmüpfige Blonde als Instagram Tussi. Bis der spanische Edle Belmonte auftaucht und als Baumeister in diese Sphäre eindringt, um Konstanze zu befreien. Dann werden alle bei der Flucht erwischt. Nur dank eines trotzigen Gnadenakts des Bassa Selim, der mit zusammengebissenen Zähnen alle raushaut, endet das Stück aufklärerisch versöhnlich. Natürlich zum Missfallen des Machos Osmin, der auf Blonde steht.
In Mozarts Singspiel in drei Akten aus dem Jahr 1782 darf Bülent Ceylan in der von Andrea Moses inszenierten und von Thomas Guggeis dirigierten Neuproduktion den Bassa Selim mimen. Die Staatsoper Unter den Linden kommentiert das Engagement so: „Mit Bülent Ceylan konnte ein prominenter Comedian gewonnen werden, sowohl die Sprechrolle des Bassa Selim zu übernehmen als auch das Bühnengeschehen, den Text und die Musik aus wechselnden Perspektiven zu kommentieren – und das alles mit Elementen und Stilmitteln, die aus seinen bundesweit erfolgreichen Comedy-Shows bekannt sind. Mozarts Entführung erscheint auf diese Weise in einem neuen Licht, aus heutiger Zeit bewusst reflektiert und zugleich humorvoll und unterhaltsam.“
Das wäre sehr nett ausgefallen und startete auch durchaus amüsant, hätte das Leading Team nicht einfach zu viel des Guten gewollt. Die Neufassung samt Moderationen von Bülent Ceylan, Andrea Moses und Michael Höppner unter Verwendung des Originaltextes von Johann Gottlieb Stephanie d. J. will nämlich nicht nur Oper und Comedy sein, sondern auch ein Lehr- und Lernstück sowie eine moralische Anstalt der political correctness. Da wird über kulturelle Aneignung gequatscht – ich habe kein Wort davon kapiert – und natürlich auch darüber, welche Textteile heute gar nicht mehr gehen. Als ob das nicht alle längst selbst wüssten. Auch konnte man sich offenbar nicht entscheiden, ob ein satirischer Ton angemessen ist (das Beste an den Texten) oder ob nicht zwischendurch das Wacheln mit dem Zeigefinger pädagogisch genauso opportun wäre. So irgendwie peinlich nach Volkshochschulenart…
Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger
Berlin/ Staatsoper: Sopranistin Adela Zaharia kannte Bülent Ceylan nicht
Am 8. Juli live aus der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Es wird ein einzigartiges Klassik-Ereignis! Am 8. Juli überträgt BILDplus exklusiv und live die Aufführung der Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ aus der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Eine der Hauptrollen hat Comedy-Star Bülent Ceylan (50) übernommen. An seiner Seite singt und spielt Sopranistin Adela Zaharia (39) als Konstanze. Die kannte ihn vor den Proben nicht, wie sie BILD verrät.
https://share.google/nl9LjS0n4lLob0MiK
Klassik-Woche
Willkommen in der neuen Klassik—Woche, heute mit prominenter Kritik am Opern-Zirkus, einer spielerischen Wagner-Gaudi und der Frage, wie gut uns der allgemeine Jugendwahn tut.
Das Wagner-Quartett
Rheintöchter stechen Wotan!
Da ist er: Unser Beitrag zum Wagner-Jahr! Spielen Sie mit! Pünktlich zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele bringt BackstageClassical ein Wagner-Quartett heraus. Wer hat die größere Mythos-Qualität: Wotan oder Lohengrin? Und wer stirbt schöner: Senta oder Elsa? Mit »Wagner-Wahn« können Sie sowohl klassisches Quartett als auch Trumpf spielen. Sammeln Sie alle Protagonisten einer Oper, oder lassen Sie die einzelnen Charaktere gegeneinander antreten. Eine Gaudi für alle Wagner-Nerds. Wagner-Anfänger lernen hier die Opern und ihr Personal kennen. Das Spiel ist ab sofort online (und in ausgewählten Geschäften) erhältlich. Bestellen Sie Ihr Exemplar für 12,95 Euro direkt bei backstage classical. Ich wünsche Ihnen viel Spaß.
https://backstageclassical.com/die-grosse-klassik-luege/
Regula Mühlemann: „Die Zeit der großen Operndiven ist vorbei“
Mit ihren 40 Jahren zählt die Sopranistin Regula Mühlemann zu den gefragtesten Opernsängerinnen der Welt. Die Schweizerin trat heuer erstmals auch im Linzer Brucknerhaus auf, nächstes Jahr ist ein Konzert im Musiktheater geplant. „Die Zeit der großen Diven ist vorbei“, so Mühlemann in der ORF-OÖ-Interviewreihe „Auf ein Wort“. Die Sopranistin aus dem Schweizer Kanton Luzern hat schon auf fast allen großen Bühnen der Welt gesungen. „Für mich waren immer die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera in New York die wichtigsten Häuser. Nur die Met habe ich noch nicht erlebt.“
„Die Zeit der großen Operndiven ist vorbei“ – ooe.ORF.at – Oberösterreich Magazin
Aix en Provence: Die Frau ohne Schatten und Accabadora – Premieren beim Festival in Aix
Audio von Jörn Florian Fuchs (8,39 Minuten)
deutschlandfunk.de
Zopott
Baltic Opera Festival 2026 begeistert und beeindruckt und läßt Vorfreude auf 2027 aufkommen
Die Waldopernbühne Zopott wurde im Jahr 1909 eröffnet, und avancierte schnell zu einer höchst erfolgreichen Spielstätte. Anfangs traten Sänger aus verschiedenen Teilen Deutschlands auf, später bevorzugt mit Kräften der Berliner Staatsoper besetzt, wurden vor allem die Wagner-Aufführungen zu Publikumsrennern. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges schien ein Neubeginn zunächst nicht möglich. Die Beharrlichkeit und das Charisma des polnischen Bassbaritons Tomasz Konieczny führten aber schließlich doch zu einer Revitalisierung der Bühne, die nun auch ein regensicheres Zeltdach erhielt.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Interview: Alex Ross kündigt seinen Posten beim „New Yorker“
Für diejenigen, die sich genreübergreifend mit der Musik des 20. Jahrhunderts und mit der nichtmusikalischen Wagner-Rezeption auseinandersetzen, ist Alex Ross seit vielen Jahren eine feste Größe. Kaum jemand denkt so interdisziplinär, wenige haben soviel Detailwissen und dabei dennoch den ganz großen Überblick wie er. Nach 30 Jahren gibt der Musikwissenschaftler, Journalist und Autor seinen Posten als leitender Musikkritiker bei dem renommierten US-amerikanischen Kultur-Magazin „New Yorker“ auf.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de
München/ Bayerische Staatsoper: Grigorian, Finley, Tetelman in Verdis Macbeth: Morden mit Luxusbesetzung!
Verdis Macbeth in der Inszenierung von Martin Kušej steht wieder einmal auf dem Spielplan der Münchner Opernfestspiele. Zugpferde sind in diesem Jahr Asmik Grigorian und Gerald Finley in den Rollen der Lady Macbeth und ihres Ehegatten. Auch die kurzfristige Besetzung der Rolle des Macduff mit Jonathan Tetelman besitzt Festspielcharakter. Die Zuhörer werden an diesem Abend nicht enttäuscht und erleben eine packende Aufführung unter der musikalischen Leitung von Andrea Battistoni.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de
Grafenegg: Klassik unter Sternen“ mit Garanča ist in Grafenegg angekommen Bezahlartikel
Das hochkarätige Klassikkonzert mit Elīna Garanča begeisterte am Samstagabend mit Hits und Heiterkeit.
Kurier.at.grafenegg
Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 03.07.2026
Zwei fulminante Rollendebüts und eine hervorragende Leistung des Orchesters
Die Wiederaufnahme der Inszenierung von Kirill Serebrennikov ist durch zwei fulminante Rollendebüts und eine hervorragende Leistung des Orchesters geprägt.
Foto © Monika Rittershaus
Die Inszenierung (auch Bühnenbild und Kostüme) von Kirill Serebrennikov hat vor allem aufgrund ihrer Entstehungsbedingungen, Serebrennikov stand zu dieser Zeit in Moskau unter Hausarrest und die Kommunikation konnte nur über seinen Anwalt erfolgen, und breiter Berichterstattung der Medien einige Bekanntheit erreicht…
Zum Bericht von Jan Krobot
Jules Massenet: Werther • Opernhaus Zürich • Vorstellung: 04.07.2026
«Hoffentlich irgendwann mal viel Vergnügen!»
Die Formulierung «Alles, was jetzt zählt, entsteht hier, live und unmittelbar», ist Teil der Begrüssungsansage am Opernhaus Zürich. Dass dies nicht nur eine beliebige Floskel ist, zeigt sich bei der vergangenen Vorstellung von «Werther» am Opernhaus Zürich, als wenige Takte nach dem Prélude die Musik abbricht.
Foto © Toni Suter
Zum Bericht von Jan Krobot
Jerewan
Mythen im Schatten des Ararat – Oper in Armenien (Podcast)
Das imposante Opernhaus beherrscht das Stadtbild von Jerewan. Gespielt werden dort neben Opern-Klassikern auch Werke von Tigran Tschuchadschjan, Armen Tigranyan oder Alexander Spendiaryan. Diese Komponisten erzählen auf der Opernbühne Mythen und historische Ereignisse aus der armenischen Geschichte. Zur Zeit der Loslösung vom Osmanischen Reich und später zur Sowjetzeit stärkten sie damit das nationale Bewusstsein. Als Vater der klassischen armenischen Musik gilt der Priester, Komponist und Musikethnologe Komitas. In seiner Musik schwingt eine gewisse Tragik mit, geprägt von seinen Erlebnissen während des Völkermords an den Armeniern 1915.
swr.de.Kultur.de
Giudittas heiße Küsse im Stadttheater Bad Hall in einem Fest der Superlative
Begeisterung, Bewunderung, Staunen – enthusiastischer Beifall für die scheinbar leichte Muse
Es ist längst bekannt. Das relativ junge, kleine Stadttheater Bad Hall steigt langsam aber sicher zu einer Musiktheaterbühne auf, die es mit größeren Häusern aufnehmen kann. Die Premiere von Franz Lehárs nicht allzu oft gespieltem Spätwerk „Giuditta“ am Samstag, dem 4. Juli 2026, gelang bei den heurigen Operettenfestspielen als ein weitbeachtetes Ereignis in der frequentierten Kurstadt.
Zum Bericht von Georgina Szeless
Filme der Woche
Filmstart: 9. Juli 2026
VIRGINIA WOOLF’S NIGHT AND DAY
USA, GB / 2026
Regie: Tina Gharavi
Mit: Haley Bennett, Elyas M’Barek, Lily Allen, Jack Whitehall, Jennifer Saunders, Timothy Spall u.a.
Der Aufschrei der Emanzipation
Im England des Jahres 1910 antwortet eine junge Frau aus besten Kreisen einem „passenden“ hoffnungsvollen künftigen Ehemann auf seinen Heiratsantrag nicht mit „Ich habe andere Pläne“. Genau das tut Katharine Hilbery, die Heldin von Virginia Woolfs 1919 erschienenem Roman „Night and Day“, den man noch als Frühwerk bezeichnen kann und der allseits als leicht und humoristisch beschrieben wird.
Filmemacherin Tina Gharavi hat hier mit Hilfe von Drehbuchautorin Justine Waddell enorm nachgeschärft und die Geschichte mit genauer Milieuschilderung der Edwardianischen Epoche auf die Leinwand gebracht, Hier erkämpft sich die Heldin ein Frauenschicksal jenseits von „Love and Marriage“, das einzige, was Frauen aus besseren Kreisen damals zugestanden wurde…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Nato-Gipfel mit Trump und Erdogan – so haben sich die Europäer vorbereitet, um einen Eklat zu verhindern: Grönland-Krise, Iran-Krieg, US-Teilrückzug: Die Verteidigungsallianz hat turbulente Monate hinter sich. Nun steht ein entscheidendes Treffen an.
Jetzt lesen
Putin sieht keinen Anlass für ein Einknicken: Der Kreml lenkt mit vermeintlichen Erfolgsmeldungen von der schwierigen Versorgungslage in Russland ab. Eine Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges ist nicht zu erkennen.
Jetzt lesen
«Iran steht viel schlechter da, von seinem Atomprogramm ist nicht mehr viel übrig»: James Jeffrey war stellvertretender Berater für nationale Sicherheit unter George W. Bush sowie Botschafter im Irak und in der Türkei. Im Interview erklärt er, warum das iranische Regime den Krieg langfristig verliert und Trump noch viel härter zuschlagen könnte.
Jetzt lesen
Exkommunikation: Der Papst zieht eine fast schon vergessene Strafe aus den Katakomben der Kirchenjustiz hervor: Leo XIV. schliesst die Bischöfe der Pius-Bruderschaft aus der Kirche aus. Damit wird eine ferne Vergangenheit lebendig. Seit Jahrhunderten ist die Exkommunikation die härteste Strafe des Papstes.
Jetzt lesen
Tränen, schiitische Symbolik und ein Überraschungsgast: In Teheran beginnt die Trauerzeremonie für Ayatollah Ali Khamenei: Zehntausende Iraner strömen mit einer Mischung aus Trauer und Wut zum Sarg des getöteten Revolutionsführers. Auffällig ist, wer in Teheran fehlt – und wer gekommen ist.
Jetzt lesen
Plantagenbesitzer, Revolutionäre, eine CIA-Agentin, Influencer: wie vier Generationen der Castros Kuba prägten: Seit 67 Jahren ist die Tropeninsel fest in der Hand der Familie von Fidel und Raúl. Doch nun macht sich Dekadenz breit – und der Clan könnte seine Macht verspielen.
Jetzt lesen
Hitzewelle, Rekord-Feuerwerk und eine riesige Trump-Show: So hat Amerika seinen 250. Geburtstag gefeiert: An der grossen Jubiläumsfeier in Washington präsentierte sich Donald Trump gleich selber als Hauptattraktion. Die Party stand im Zeichen des Wetters – und der politischen Polarisierung.
etzt lesen
USA wollen Gelder streichen: Die Stabilisierungsmission in Somalia steht auf der Kippe: Das Land am Horn von Afrika wird von islamistischen Gruppen terrorisiert, doch die Regierung Trump kapituliert nun: Alle Bemühungen hätten nichts gebracht.
Jetzt lesen
Die Nato liegt im Koma. Überleben wird sie nur als primär europäische Allianz – mit dem Bollwerk Ukraine_ Am Gipfel in Ankara wird man das Trugbild einer neuen Nato inszenieren. Doch dahinter herrscht eine andere Realität. Amerika hat einen Bruch mit Europa vollzogen, der schwer zu kitten ist – ausgerechnet in einem Moment der wachsenden Bedrohungen.
Kommentar
Der gesellschaftliche Kitt wird porös: Wie Stadt und Land auseinanderdriften: Während die Städte zunehmend in eine Parallelwelt abheben, positioniert sich das Land als Gegenpol dazu. Keine gute Entwicklung für einen Staat, der auf gegenseitiges Verständnis angewiesen ist.
Kommentar
Designerbabys rücken näher: Experimente eines Schweizer Forschers zeigen die Präzision einer neuen Technik. «Ob sie eingesetzt werden soll, müssen andere entscheiden», sagt er: Dem Zellbiologen Dieter Egli ist es gelungen, die Gene in Embryonen gezielt zu bearbeiten. Seine Studie könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu genveränderten Babys sein.
Interview
Independent Collectors by NZZ Art: Private Sammlungen, die eine Reise wert sind: Das weltweit führende Netzwerk für private Sammlungen zeitgenössischer Kunst bietet Zugang zu knapp 7000 Sammlungen aus rund 100 Ländern – wir stellen sechs Trouvaillen vor.
Jetzt lesen
Er malte die Bilder damals, die man heute sehen will – und wird gerade erst von einem breiteren Publikum entdeckt: Vilhelm Hammershøi ist der Altmeister der Moderne und wurde von seiner Zeit nicht verstanden. Nun ist der dänische Maler der Ereignislosigkeit im Kunsthaus Zürich in der ersten umfassenden Museumsausstellung in der Schweiz zu entdecken.
Jetzt lesen
Lukaschenko weiss nicht, ob ihm jemand auf den Kopf gemacht hat – Intellektuellenhatz in Weissrussland: Um das Lukaschenko-Regime ist es nach Trumps Annäherung stiller geworden. Dennoch werden unabhängige weissrussische Künstler, Verleger und Wissenschafter als angebliche Extremisten verfolgt, schreibt der Autor Felix Ackermann. Die grosse Mehrheit von ihnen lebt im Exil oder steckt im Gefängnis.
Jetzt lesen
Kriminalität, Tornados, Donald Trump, zu viele Teams und zu wenige Fans: Diese WM ist eine Katastrophe. Zumindest haben das die Medien vorausgesagt. Kaum ein Turnier wurde derart schlechtgeredet wie die Fussball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA. Zum Glück haben sich die Miesepeter geirrt.
Jetzt lesen
Wo Wunder an der Tagesordnung sind – Miroslav Hlauco beschwört eine friedliche, vormoderne Welt: In seinem Roman «Pfingsten» porträtiert der Tscheche Miroslav Hlauco mit Witz und Verve eine Berggemeinde, die sich dem technischen Fortschritt am liebsten verweigern würde. Seine rückwärtsgewandte Utopie verzichtet ganz auf Tragik.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Betrunkener Bergsteiger ohne Ausrüstung am Gipfel der Drachenwand
Ein völlig hirnloses und lebensgefährliches Verhalten legte ein Vorarlberger am Samstag bei St. Lorenz in OÖ an den Tag. Nachdem er mehrere Flaschen Bier gekippt hatte, unternahm er drei schwierige Bergtouren. Darunter waren auch zwei Klettersteige – Mahdlgupf und Drachenwand, die er ohne Ausrüstung bezwang. Am Gipfel fiel der schwankende Mann glücklicherweise einem anderen Bergsteiger auf.
https://www.krone.at/4207804
Fußball-WM
Tränen beim Gastgeber
„Rache“ bei der WM: Fußball-Welt feiert USA-Aus. USA – Belgien 1:4
Wenn man nach dem WM-Aus der USA auf die internationalen Pressestimmen blickt, wird eines deutlich: Die Fußball-Welt verspürt eine gewisse Genugtuung. Zuvor hatte der Fall um Stürmer Folarin Balogun und die Einmischung von US-Präsident Donald Trump für jede Menge Wirbel gesorgt.
https://www.krone.at/4209967
Fußball-WM
Einmischung von Trump? „Absolute Schande!“ Ärger über aufgehobene Sperre
Die aufgehobene Rot-Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun schlägt hohe Wellen. Nicht nur der belgische Trainer, der mit seinem Team am Dienstag (ab 2 Uhr MESZ – im sportkrone.at-Liveticker) im Achtelfinale auf Gastgeber USA trifft, sieht darin eine unfaire Entscheidung. Gleich mehrere Experten, zahlreiche Fans und sogar die Politik sind empört. Zumal der Verdacht aufkommt, dass die Entscheidung nach Intervention von US-Präsident Donald Trump getroffen wurde.
https://www.krone.at/4208515
Große Aufregung um nichts! Die USA scheiden trotz angeblicher Trump-Intervention sang- und klanglos gegen Belgien mit 1:4 aus der WM aus! Die Höhe des Belgien-Triumphs ist freilich überraschend.
Ganz so ungewöhnlich ist es freilich nicht, dass eine Rote Karte zurückgenommen wird. Zum konkreten Fall kann ich nichts sagen, ich habe die Szene nur ganz kurz gesehen. Erster Eindruck: Mordversuch war es keiner! Es ist gängige Praxis, dass bei einer unstrittigen Roten eine Mindestsperre von einem Spiel verhängt wird, allerdings darf die Möglichkeit, eine offensichtliche Fehlentscheidung zu korrigieren, nicht beschnitten werden. Auch mir ist es in meiner Fußballfunktionärszeit sogar zweimal gelungen, eine Rote Karte erfolgreich zu bekämpfen, dazu habe ich keinen Trump gebraucht. Ich habe Widersprüche im Schiedsrichterbericht geltend gemacht! In diese Richtung hätte auch Herr Infantino die Sache hintrimmen können. Er ist sicher ein begnnadeter Manager, aber kein findiges „Schlaucherl!
Aber was solls? Die USA sind draußen und mit wurde der Ausgang der WM in keiner Weise beeinflusst. Und das ist gut für dieses großartige Sportereignis!
Haben Sie einen schönen Tag!!
A.C.

