Wiener Staatsoper – 1.11. La fille du régiment
Tenor triumphans
Zuletzt (2022) waren in Laurent Pellys Erfolgsproduktion (Wiener Premiere: 2007) die Belcantostarpaarung Pretty Yende und Juan Diego Flórez zu hören, am Allerheiligentag bot das Besetzungsbüro der Wiener Staatsoper eine nicht minder interessante Marie-Tonio Kombination auf: Erin Morley und Xabier Anduaga heißt das sonntäglich-feiertägliche Soldatendreamteam, und so viel sei vorweg genommen: Dieses Duo steht dem vorgenannten um nichts nach:
Das Wien-Debut der US-Amerikanerin Morley ist dem Publikum noch in bleibender Erinnerung, als sie bei der Rigoletto-Premiere als Gilda von ihrem Bühnenvater verlassen das „Vendetta-Duett“ allein auf der Bühne beenden musste und dabei unglaubliche Nervenstärke bewies. Seither war sie in einigen Rollen des Koloraturfachs zu Gast, feierte dabei ihre Erfolge und stellt sich nun als Donizettis Marie den Augen und Ohren der Zuseher- und -hörerschaft vor. Zunächst beginnt sie im Duett mit Sulpice etwas verhalten, steigert sich allerdings stimmlich von Szene zu Szene, und lässt in der Abschiedsszene des ersten Aktes schon viele traurige Töne hören. Ihre noch stärkeren Momente hat sie im zweiten Akt, in dem sie zuerst mit großer Komödiantik, dann in Cavatine und Cabaletta wiederum tragisch klingend, im Terzett mit Tonio und Sulpice („Tous les trois réunis, Quel plaisir, mes amis!“) mit viel Energie augenscheinlich sehr viel Spaß an der Sache hat und zuletzt beim finalen happy end, bei dem sie ihren Geliebten endlich in die Arme schließen kann und dabei mit warmem Timbre wahrhaft glücklich zu tönen vermag…
Zum Bericht von Sabine Längle
Wien/ Staatsoper
Wenn der Jubel im Saal losbricht: Kaufmann, Salsi und Car brillieren in Verdis Otello an der Wiener Staatsoper
Es gibt Opernanfänge, die höflich anklopfen. Und es gibt Verdis Otello, der die Tür eintritt. Kein Vorspiel, keine Ouvertüre, nur ein Orchester, das losdonnert, und ein Chor, der aufschreit. Am Montagabend in der Wiener Staatsoper brach dieser Sturm los, und schon nach wenigen Takten saß das Publikum aufrecht, viele mit eingezogenem Kopf.
Von Andreas Schmidt
Klassik-begeistert.de
Wien
Neue Oper Wien: In „Tree of Codes“ wachsen Orchester und Sänger zusammen (Bezahlartikel)
Surreal und bewegend: „Tree of Codes“, Liza Lims Oper nach Jonathan Safran Foer, fasziniert in Emily Hehls Inszenierung durch die poetische Aufhebung der Grenze zwischen Graben und Bühne.
DiePresse.com.neue.oper
„Tree of Codes“: In einem Land jenseits unserer Zeit
Schwer verständlich, doch ansprechend: Die Neue Oper Wien landet mit Liza Lims Rätselspiel „Tree of Codes“ einen Erfolg. Ein wenig erinnert der Beginn des Abends an Alice im Wunderland: Ist es in Lewis Carolls Kinderbuch ein Kaninchen, das zum Wegweiser in irreale Gefilde wird, übernimmt diese Rolle am Samstag ein Mann im Vogelkostüm. Der betritt die Bühne in einem Federrock, bläst in eine Zwitscherpfeife und signalisiert dem Publikum, ihm in den Hauptraum des Veranstaltungsgebäudes, des „Reaktors“ in Wien-Hernals, zu folgen: Startpunkt für 80 abwegige Minuten Musiktheater.
DerStandard.at.story.tree.of.codes
Wien modern: Donau, Geister, Vampire und Apokalypse (Bezahlartikel)
Das Festival Wien modern eröffnete mit einer Komposition von Pia Palme und einem brillanten Gesamtkunstwerk von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek.
Kurier.at.Kultur.geister,vampire
Rolex proudly presents Operalia, The World Opera Competition, hosted by the Shanghai Conservatory of Music and the Shangyin Opera House from 26 October to the 1st of November.
Operalia 2026 Winners
Placido Domingo mit zwei Gewinnern. Photo: Shanghai Conservatory of Music / Shangyin Opera House
First Prize
Emma Marhefka, soprano, USA
Vladyslav Buialskyi, bass-baritone, Ukraine
Second Prize
Tessa McQueen, soprano, USA
Junhyeok Felix Park, baritone, South Korea
Third Prize
Roman Chabaranok, bass, Ukraine
Birgit Nilsson Prize
Tessa McQueen, soprano, USA
Robert Lewis, tenor, UK
The Pepita Embil Prize of Zarzuela
Emma Marhefka, soprano, USA
The Don Plácido Domingo Ferrer Prize of Zarzuela
Eleomar Cuello, baritone, Cuba
Rolex Prize of the Audience
Emma Marhefka, soprano, USA
Vladyslav Buialskyi, bass-baritone, Ukraine
CulturArte Prize
Sofía Esparza, soprano, Spain
Hertogenbosch: Lea Shaw is the winner of IVC Opera & Oratorio 2026
Following a festive Grand Finale, American mezzo-soprano Lea Shaw emerged as the overall winner of the 59th International Vocal Competition ’s-Hertogenbosch. The internationally acclaimed jury awarded her the first prize, the Grand Prix ’s-Hertogenbosch. In addition, she took home the Van Amelsvoort Prize, the ANED Fund Audience Prize, and the Press Prize. Tenor Jack Lee from the UK received the second prize, while Swiss bass-baritone Evan Gray was awarded the third prize.
Ukrainian soprano Victoriia Shamanska received the Marianne Blok Prize and the Young Talent Prize. Baritone Chao Liu from China was the favorite of the Junior Jury, while the ‚Friends of the IVC‘ selected Maria Knihnytska as their winner. In addition to his second-place finish, Jack Lee also won the Bierens Foundation of the Arts Operetta Prize.
Among the engagement prizes, soprano Irene Hoogveld received the Händel Choir Award, and tenor Milan de Korte was presented with the Andrew Wise Talent Award. On October 14, Lea Shaw performed a sold-out lunch concert at Het Concertgebouw. You can see her account of that special day here.
Watch the IVC Grand Finale 2026, (3 Stunden , 45 Minuten)
Affektive Resonanz oder Hermeneutik? „ Koryphäen“ sträuben sich – aber was stört vergangenes Faible?
Affektive Resonanz beschreibt körperliche und emotionale Beteiligung des Publikums. Gefühle, Stimmungen und Intensitäten zirkulieren kosmisch. Protagonisten auf der Bühne und Publikum erleben wechselseitig Emotionen. Im „Theater der Affekte und Assoziationen“ aus Eisensteins Assoziationsmontage galt das schon 1923.
Beim Gegensatz der hermeneutischen Resonanz bleibt Publikum distanzierter Betrachter, Handlungen, Symbole und Narrationen sind primär kognitiv zu interpretieren, statt unmittelbar von der Atmosphäre erfasst zu werden, um mglw. erst durch Programmheft –Texte zu erfahren, was da gesagt werden soll, aufgrund irreführenden szenischen Gehalts.
Auf dieser Schiene ist auch Verzicht auf Verfremdung und Medienbrüche nötig, keine digitalen/cineastischen Einschübe: Projektionen, Videoeinspielungen und multimediale Effekte untergraben die „lebendige Integrität“, affektive Resonanz der Aufführung und blockieren das, was als „magisches Fluidum“ gilt.
Die deutsche Theatergeschichte ist durchzogen von einem Legitimationsmythos, der seit dem 18. Jahrhundert wirkt: Gottsched nannte die Bühne „weltliche Kanzel“, Lessing „Schule der moralischen Welt“, Friedrich Schiller proklamierte die „Schaubühne als moralische Anstalt“. Diese Diktate haben das Theater in Deutschland zu einem gesellschaftlichen Korrektiv überhöht, ihm eine Sonderstellung zugewiesen, einen vermeintlich „systemrelevanten“ Status gegenüber anderen kulturellen Einrichtungen. Das Ergebnis: Das Theater hat sich dem Publikum als Bildungsinstitution verkauft, als Ort, an den man nicht zum Vergnügen geht, sondern zur Selbsterkenntnis, zur moralischen Reinigung, zur politischen Aufklärung.
Das ist Kategorienfehler und eigentlicher Grund, warum Regietheater seit fünfzig Jahren Publikum verliert – nicht, weil es „zu intellektuell“ wäre, sondern weil es den Grundvertrag mit dem Zuschauer bricht: Der Zuschauer geht ins Theater, um unterhalten zu werden. Das ist keine Entwertung, keine Kommerzialisierung, kein „Rückfall“. Es ist die eigentliche Funktion des Theaters. Bertolt Brecht – oft als Vater des „kognitiven Theaters“ missverstanden – hat das durchgehend betont: Der Zuschauer erwartet „Spaß“ und „Vergnügen“, auch im politischen Theater. Denn nur dieses Vergnügen veranlasse ihn, ins Theater zu gehen.
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Klagenfurt: Premiere „Così fan tutte“: Mozarts Liebeskomödie am Stadttheater Klagenfurt
Liebe, Eifersucht, Verwechslungen und jede Menge musikalische Raffinesse: Mozarts „Così fan tutte“ feierte am Donnerstag, 29. Oktober, Premiere am Stadttheater Klagenfurt. Regisseurin Nilufar K. Münzing bringt eine Liebeskomödie auf die Bühne, die neben ihren humorvollen Seiten auch ernste Fragen über Vertrauen und Beziehungen aufwirft.
MeinKlagenfurt.at.mozarts.liebeskomödie
Hamburg/Staatsoper: Wagners Walküre: Maestro Omer Meir Welber führt alle Mitwirkenden zu Höchstleitstungen
Endlich werden auch die Hamburger wieder musikalisch verwöhnt. Die viel zu lange Leidenszeit hat ein Ende. Warum nur wurde keine DVD von dieser fantastischen Aufführung mitgeschnitten, damit alle Mitwirkenden selbst einmal sehen und hören können, wie wunderbar sie miteinander agieren und harmonieren, damit sie sich selbst feiern können.
Von Iris Röckrath
Klassik-begeistert.de
Omer Meir Wellber entfacht einen musikalischen „Walküren“-Brand
Was für ein Alptraum muss das sein, wenn man plötzlich merkt, dass man kein selbstbestimmtes Leben führt, sondern nur Teil des riesigen Experiments einer höheren Macht ist! Diese Idee aus dem Film „Die Truman Show“ von Peter Weir aus dem Jahr 1998 hatte Regisseur Claus Guth bereits 2008 auf die Bühne der Staatsoper Hamburg gebracht. Mit der aktuellen Besetzung und dem Dirigat von GMD Omer Meir Wellber geriet Wagners „Walküre“ auch am 1. November 2026 zu einem beeindruckenden Opernabend.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de
Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor feiert am 10. Jänner 2027 um 11:00 Uhr ihr 100-jähriges Bestehen mit einer festlichen Matinee in der Wiener Staatsoper.
Auf dem Programm steht Carl Orffs monumentales Werk Carmina Burana. Unter der Leitung von Marco Armiliato singen neben dem Chor die Solisten Slávka Zámečníková (Sopran), Matthäus Schmidlechner (Tenor) und Étienne Dupuis (Bariton).
Der Ticketvorverkauf hat am 1. November online über die Website der Wiener Staatsoper sowie an den Bundestheater-Kassen begonnen.
Mit freundlichen Grüßen, Mag. art. Jaroslav Pehal, Geschäftsführer der Konzertvereinigung Wr. Staatsopernchor
WIEN / Verein der Freunde der Beethoven-Gedenkstätte Floridsdorf: MUSIK IM MAUTNER-SCHLÖSS’L 1210 Wien. Prager Strasse 33
Samstag, 7. November 2026, 18:00 Uhr
ICH HAB‘ EINEN GUSTO AUF WIEN oder EINES SCHÖNEN TAGES WIRD’S VORBEI SEIN
Musikalische Erinnerungen an den Komponisten und Radiopionier BERT SILVING
dargeboten von Thomas SCHMIDT (Tenor) Eva Maria WAGNER (Violine)
Miyuki SCHÜSSLER (Klavier)
Flensburg: Thomas Borchert begeistert als „Vampir am Klavier“ in Flensburg
Wer Thomas Borchert als Graf von Krolock aus „Tanz der Vampire“ kennt, weiß, dass er auf der Bühne nicht lange um Aufmerksamkeit bitten muss. Im Deutschen Haus in Flensburg brauchte er am Samstagabend weder ein Schloss noch ein Ensemble, um den Saal in seinen Bann zu ziehen. Ein Flügel, seine facettenreiche Stimme und Geschichten aus 36 Jahren Musicalgeschäft reichten völlig aus. Mit „Der Vampir am Klavier“ präsentierte er einen unterhaltsamen und musikalisch vielseitigen Abend. Das Publikum war begeistert und ließ Borchert erst nach zwei Zugaben
Von Marc Rohde
Klassik-begeistert.de
Wien. Andreas Ottensamer dirigiert – und die Tonkünstler müssen es ausbaden (Bezahlartikel)
Die Tonkünstler Niederösterreich mit einem schönen ungarisch gewürzten Programm und einem altbekannten Pultneuling: Das hatte eine Prise Mr. Bean. Solisten, die zum Taktstock greifen, gab es immer wieder. Große, ordentliche, aber auch Flops
DiePresse.com.tonkuenstler
ROM/Accademia di Santa Cecilia: SIEGFRIED (halb-)szenisch Premiere am 21. Oktober 2026
Foto: ANSC/MUSA
Halbszenisch bis szenisch – eine Alternative zum Regietheater?!
Bereits 2025 begann die renommierte Accademia di Santa Cecilia im Auditorium Parco della Musica Rom mit einer halbszenischen Produktion von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Man verortete mit einer für den großen Konzertsaal ungewöhnlich weitgehenden Interpretation die „Walküre“ im griechisch/römischen Ambiente Italiens und legte den „Siegfried“ nun mit Assoziationen zur christlich-römischen Religion im Umfeld des Vatikan an. Dass wirkte auf den ersten Blick etwas befremdlich, erwies sich im Laufe der Premiere bei gut besetztem Saal aber als durchaus interessant und unterhaltsam…
Zum Bericht von Klaus Billand
PARIS/Opéra de la Bastille : GÖTTERDÄMMERUNG – Premiere
Siegfried als Gabelfrühstück Hagens !
Waltraute und Brünnhilde. Foto: Herwig Prammer
Der neue „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner an der Opéra national de Paris Bastille ging nun mit der „Götterdämmerung“ zu Ende. Einer der Altmeister des Wagnerschen Regietheaters, Calixto Bieito, konnte nach den wenig überzeugenden Darbietungen von „Rheingold“, „Walküre“ und „Siegfried“ inszenatorisch keine neuen Akzente setzen. Es gab eher weiteren interpretatorischen und ästhetischen Rückschritt.
Deshalb sei hier mit dem viel besseren musikalischen Teil begonnen. Der Spanier Pablo Heras-Casado lieferte mit dem Orchestre de l‘Opéra national de Paris eine musikalische Interpretation von hoher Eleganz und Qualität. Das Orchester hat nach dem „Ring“ von Günter Krämer vor etwa 15 Jahren unter dem damals noch am Anfang stehenden Philippe Jordan, mit einem konzertanten „Ring“ vor einigen Jahren, sowie mit der nun abgeschlossenen Inszenierung die grandiose „Ring“-Musik Wagners voll erschlossen und unter der Leitung Heras-Casados einen beeindruckenden Wagner-Sound entwickelt. Die Bläser, allen voran die Hörner, glänzten mit farbenreichem Klang. Schon der Auftakt des Prologs mit den drei Akkorden war in dieser Hinsicht wunderbar. Die Tempi waren stets gut gewählt, auch im Hinblick auf die Sänger. Pablo Heras-Casado hat sich mittlerweile zu einem sehr ernstzunehmenden Wagner-Dirigenten entwickelt. So ist es kein Wunder, dass er auch den neuen „Ring“ ins Bayreuth 2028 dirigieren wird…
Zum Premierenbericht von Klaus Billand
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
In den Zwischenwahlen sind die Republikaner in der Defensive. Warum sich ihre Verluste dennoch in Grenzen halten könnten: Voraussichtlich werden die Demokraten am Dienstag die Mehrheit im Repräsentantenhaus und eventuell sogar im Senat zurückgewinnen. Doch es gibt Faktoren, die den Republikanern helfen können.
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Die Rettung von Einwohnern der ukrainischen Frontstadt Oleschki ist ein kleiner, aber ungewöhnlicher Erfolg in diesem Krieg: Dank einer konsequent eingehaltenen Feuerpause an der Dnipro-Front ist es gelungen, Hunderte vom Hungertod bedrohte Menschen in Sicherheit zu bringen. Eine wichtige Vermittlerrolle hatte die amerikanische Präsidentengattin Melania Trump gespielt.
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Russlandfreundliche Jotowa gewinnt die Stichwahl in Bulgarien klar: Ilijana Jotowa hat sich laut Hochrechnungen bei der Präsidentschaftswahl deutlich gegen ihren prowestlichen Herausforderer durchgesetzt. Sie lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.
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«Es kann keinen Kompromiss geben»: Der Machtkampf um das Verfassungsgericht stürzt Polen in eine Krise: Nach den staatsstreichartigen Szenen in Warschau und der Absetzung des Gerichtspräsidenten ist unklar, wie der Streit beigelegt werden kann. Das Verfassungsgericht dürfte auf Dauer handlungsunfähig sein.
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Der Wahlkampf in Serbien ist vorbei, aber der Kampf gegen den «gekaperten Staat» steht erst am Anfang: Die Studentenliste hat in Serbien den langjährigen Machthaber Aleksandar Vucic gestürzt. Sie will die Demokratie wiederbeleben. Doch die Erwartungen an die neue Regierung sollten nicht zu hoch sein.
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«Meine Liebe für das Meer ist stärker als meine Angst vor Haien», sagt ein australischer Surfer, der einen Haiangriff nur knapp überlebte: Vor fünfzehn Jahren wurde Dave Pearson bei einem Haiangriff schwer verletzt. Schon kurz darauf begann er wieder zu surfen. Heute hilft er anderen Opfern von Haiangriffen, mit dem Schock umzugehen.
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Unbekannte verstecken Nadeln und Schrauben in Halloween-Süssigkeiten. In ganz Deutschland entdecken Kinder Nadeln, Nägel und Schrauben in Halloween-Süssigkeiten. Die Polizei vermutet in vielen Fällen, dass die gefährlichen Gegenstände dort mit Absicht platziert wurden.
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Das Lügen wird Routine, und Routine birgt Eskalation: Putins Russland in Zeiten der Krise und des Krieges
«Lügen und Verschleiern» ist neben «Gehorchen und Bestrafen» eine der wichtigsten Formeln für das Fortbestehen totalitärer Regime. So funktionierte die Sowjetunion zur Zeit ihres Bestehens, und so funktioniert Russland heute, schreibt Andrei Kolesnkikow.
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Ein Casanova aus der Schweiz: Wegen seines ausschweifenden Liebeslebens und seiner Bewunderung für Mozarts «Don Giovanni» trug der Komponist Jean Baptiste Édouard Dupuy den Beinamen «Don Juan des Nordens». Nun wird die Musik des freigeistigen Westschweizers wiederentdeckt.
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Neun Quadratmeter in Paris – Tatiana Tibuleac erzählt grandios vom Abstieg einer Frau aus der Moldau: Als in Paris gestrandete moldauische Emigrantin lernt man das Leben leicht von ganz unten kennen. Tatiana Tibuleacs neuer Roman «Schlag zu, sagt das Glück» ist ein wild geschütteltes Puzzle, der zersplitterte Lebensspiegel einer Frau, der alle Illusionen abhandenkommen.
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Ein TV-Kommentator nutzte das Olympia-Bobrennen für antiisraelische Äusserungen. Nun wurde er gerügt: Ein RTS-Kommentator sprach während eines olympischen Bobrennens über den Gaza-Krieg statt über den Sport. Damit habe das Westschweizer Fernsehen die Programmrichtlinien verletzt.
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Bob Dylan, eine singende Baustelle: Bei seinem desolaten Auftritt in Zürich präsentiert sich der legendäre Singer/Songwriter eigensinnig, unnahbar, beschädigt. Er lässt sein Publikum ratlos zurück.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
USA
Was von Trumps „goldenem Zeitalter“-Versprechen geblieben ist
Fast zwei Drittel der US-Bevölkerung sind der Meinung, dass Trumps Wirtschaftspolitik die Lage verschlechtert hat. Ob der US-Präsident dafür die Rechnung bekommt, wird sich am Dienstag bei den Midterm-Wahlen zeigen.
Kurier.at.us-wahlen
Midterms 2026: „Demokratische Wähler wollen einen Kandidaten, der Feuer spucken kann“
Schlechte Werte, lautes Organ: Donald Trump verzeichnet miserable Zustimmungswerte, dominiert aber weiterhin die mediale Diskussion in den USA. Politikstratege Julius van de Laar über die Relevanz der Kongresswahlen für Europa, warum Trans-Sportler mehr aufregen als Korruption, Amerikas Wut und weshalb so wenige zum Demonstrieren auf die Straße gehen.
News.at.midterm-wahlen
KI-generiert und gesteuert: Prorussische Kampagnen vor der Wahl
KI senkt die Schwelle für gezielten Rufmord auf ein Minimum: Eine einzelne Person kann in kurzer Zeit ein massenhaftes, glaubwürdig wirkendes Textnetzwerk gegen eine andere Person aufbauen – die KI-Texte sind für Empfänger nicht von echten Artikeln unterscheidbar, und die Quelle bleibt dabei unsichtbar, sodass es wie ein breiter Medienkonsens wirkt.
BR.de. prorussische.kampagnen
Österreich: Kommt „Spar-Start“? Marterbauers Mannschaft: Für wen es jetzt eng wird
Kürzt die größte Bundesregierung aller Zeiten doch auch noch bei sich selbst? Durch den Wechsel von Andreas Babler zu Markus Marterbauer als Vizekanzler dürfte zumindest ein Fenster dafür aufgehen. Zwei Staatssekretariate könnten fallen, mehrere Ministerien ausgetauscht werden. Für wen es jetzt eng wird – auch bei der ÖVP.
https://www.krone.at/4359093
Deutschland- Krawalle in Deutschland: Kanzler Merz droht Tätern
Nach den Krawallen in mehreren deutschen Städten am Wochenende spricht sich der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz für ein hartes Vorgehen gegen die Gewalttäter aus. „Gewalt hat auf unseren Straßen nichts zu suchen, und meine Regierung wird hier keine Toleranz zeigen“, betont der CDU-Chef.
https://www.krone.at/4359463
Österreichs Haushalten droht jetzt Gaspreis-Schock
Die Straße von Hormuz ist nur wenige Kilometer breit – doch sie hat sich heuer zum teuersten Nadelöhr für Österreichs Haushalte entwickelt. Seit dem Iran-Krieg und der Blockade der Meerenge hat sich der Großhandelspreis für Gas mehr als verdreifacht: von unter 30 Euro auf rund 100 Euro pro Megawattstunde. Was viele nicht wissen: Der Konflikt trifft nicht nur Sprit und Öl, sondern auch Gas – weil Katar, einer der größten Flüssiggas-Lieferanten der Welt, seine Anlagen nicht mehr beliefern kann und die Tanker oft nicht durch die Meerenge kommen. Ein Preisschock rollt jetzt auf die Haushalte zu. Und dieser Preisschock rollt jetzt erst richtig auf die Haushalte zu. „Die Gasversorger geben die Großhandelspreise mit Verzögerung weiter“, sagt Experte Leo Lehr von der Aufsichtsbehörde E-Control. Heißt: Was an der Börse schon längst Realität ist, kommt erst jetzt bei den Tarifen der Kunden an.
https://www.krone.at/4359099
Von Schwarzfahren bis Lottospielen: Was Teuerung mit Menschen macht
Alles ist teurer, der finanzielle Spielraum kleiner. Aber was macht das mit den Menschen? Werden sie risikobereiter?
Kurier.at.wirtschaft
Weder das eine noch das andere sind eine Lösung. Aber bevor unsere deutschen Nachbarn glauben, dass in Österreich der gr0ße Notstand ausgebrochen ist, sei denen gesagt: Schauen Sie mal in die gehobene Gastronomie, da merkt man nichts von Krise. Zum Essen und Trinken haben die Österreicher immer Geld!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

