Salzburg
Entscheidung in Salzburg? Peter de Caluwe soll Intendant der Festspiele werden
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,02 Minuten)
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Salzburg habet Papam?
Die Salzburger Festspiele stehen offenbar vor einer überraschenden Entscheidung: Peter de Caluwe soll neuer Intendant und damit Nachfolger von Markus Hinterhäuser werden. BackstageClassical hatte das bereits im letzten Newsletter spekuliert, nun bringen es auch die »Salzburger Nachrichten«. Demnach sind Barrie Kosky und Sophie de Lint in der Nachfolge von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen wohl aus dem Rennen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang allerdings noch aus. Damit würde das Auswahlverfahren eine neue Wendung nehemen, in dem lange Barrie Kosky als Favorit galt. Nun scheint sich das Blatt gedreht zu haben. De Caluwe war von 2007 bis 2025 Intendant des Brüsseler Opernhauses La Monnaie/De Munt. Sollte sich die Nachricht bestätigen, würde er die Salzburger Festspiele am 1. Oktober 2027 übernehmen. Bis dahin führt Karin Bergmann das Festival interimistisch.
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Neue Lösung für die Intendanz wohl Peter de Caluwe
Offenbar wurde die Notbremse gezogen. Der neue Intendant dürfte aus Belgien kommen
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Salzburger Festspiele: Der Belgier Peter de Caluwe wird Intendant
Das Kuratorium wird den Nachfolger von Markus Hinterhäuser und Karin Bergmann am Freitag präsentieren. Kristina Hammer wird im Amt der Präsidentin verlängert
DerStandard.atsalzburg.intendanz
Salzburger Festspiele: Besetzung der Intendanz krachend gescheitert
Die angepeilte Doppelführung mit Barrie Kosky und Sophie de Lint kommt nicht zustande. Nun muss das Kuratorium einen Plan B aushecken. Anhaltendes Chaos in Salzburg: Bis heute wurde weder verlautbart, mit welchem Grund das Kuratorium der Festspiele den erfolgreichen Intendanten Markus Hinterhäuser im März jäh abgesetzt hat, noch wie teuer dieser Akt der hoheitlichen Willkür wird.
DiePresse.com.salzburg
Salzburg
Salzburg: Verhandlungen unterbrochen – kommt Peter de Caluwe statt de Lint und Kosky?
Gestern ging noch die Meldung um, das zähe Verhandeln um die Intendanz der Salzburger Festspiele hätte sein mühevolles Ende gefunden, die Bekanntgabe sei für heute zu erwarten: Die Amsterdamer Operndirektorin Sophie de Lint stehe ante portas, der immens beschäftigte Weltregisseur Barrie Kosky stehe ihr als „Co-Artistic-Director“ zur Seite. Die nicht unumstrittene Präsidentin Kristina Hammer werde bleiben. Zumindest letztgenanntes dürfte zutreffen. Alles andere aber stand am Dienstagabend wieder schwerst zur Debatte, Informationen zufolge wurden die Verhandlungen vorerst abgebrochen: Zumindest Kosky hat sich infolge der chaotischen Gebarung, in die weder Landeshauptfrau Edtstadler noch Kunstminister ordnend eingreifen wollten, aus dem Bewerb genommen. Auch Sophie de Lint sei keine sichere Option mehr. Möglicherweise nähere man sich „Plan B“ in der Gestalt des Belgiers Peter de Caluwe, 63, der vom nachmaligen Salzburger Radikalreformer Gerard Mortier als Dramaturg an die Brüsseler Oper geholt wurde und dort fast 20 Jahre lang der sehr erfolgreiche Intendant war, ehe er sich im Sommer 2025 zurückzog.
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Salzburger Festspiele: Neue Lösung für Intendanz (Bezahlartikel)
Die Suche nach einer neuen Künstlerischen Leitung für die Salzburger Festspiele hat eine neue Wendung genommen: Offenbar sind Sophie de Lint und Barrie Kosky nicht mehr im Rennen.
Salzburger.festapiele.at.intendanz
Es sieht so aus, als ob der Belgier Peter de Caluwe nach Karin Bergmann Intendant der Salzburger Festspiele wird. Ist er eine Notlösung? eine solche muss nicht zwangsläufig abwertend bezeichnet bzw. empfunden werden, aber die teils widersprechenden Meldungen des gestrigen Tages könnten böse Zungen auch als Kasperltheater bezeichnen. Zuerst wurde Sophie de Lint in Co-Intendanz mit Favorit Barrie Kosky gehandelt – und diese Lösung wäre sicher die teuerste überhaupt gewesen. Zwei Intendanten, davon eine, die in erster Linie dazu ausersehen ist, Barrie Kosky den Rücken freizuhalten – und eben der große Meister selbst – wenn er gerade Zeit für den Job hat. Das scheint man sich im letzten Moment doch nicht getraut haben (vor allem wegen der doppelten Kosten, die in Zeiten wie diesen der Öffentlichkeit gegenüber schwer zu rechtfertigen gewesen wären) – und so kam man auf Peter de Caluwe, der bereits einmal gegen Markus Hinterhäuser das Nachsehen hatte. Diesmal scheint es zu klappen – und auch die nicht unumstrittene Präsidentin dürfte „verlängert werden“.
WIEN / MusikTheater an der Wien: : LA CALISTO von Francesco Cavalli
Koproduktion mit Staatsoper Unter den Linden Berlin
Premiere: 16. September 2026
Hier kocht der Chef
Dass aus einer Nymphe der antiken Götterwelt ein „Großer Bär“ am Himmelszelt werden konnte, das war im Barock durchaus ein Stoff für eine große Oper. Allerdings war „La Calisto“ von Francesco Cavalli bei der Uraufführung 1651 in Venedig kein besonderer Erfolg. Doch Ende des 20. Jahrhunderts hat man das Werk wieder entdeckt und oft gespielt, auch als Barockspektakel, als solche beim Publikum beliebt waren.
Im MusikTheater an der Wien lässt sich Intendant Stefan Herheim, diesmal selbst am Regiepult, darauf nicht ein. Die Bühne von Silke Bauer bildet als Hauptmotiv eine Art unendliche Röhre, aus Bögen bestehend, die mit Beleuchtung „alles“ kann, farblich, stimmungsmäßig, wirkt aber doch kühl zeitgemäß. Eigentlich gibt es nur eine „zaubrische“ Szene, wenn vor der Pause schwarz gekleidete Tänzer mit Lichtern in den Händen einen Sternenhimmel schaffen… Im übrigen bleibt die Szene kühl, gelegentlich meint man, das Auge eines Kino-Aliens zu erblicken, das hier herein sieht. Nein, auf ein optisches Spektakel hatte es „Chef“ Herheim nicht abgesehen…
…Am Pult des von ihr gegründeten Ensembles L’Arpeggiata dirigiert Christina Pluhar (mit unser Erika weder verwandt noch verschwägert) Cavalli mit so viel Schwung, wie es die Partitur zuließ, immer wieder waren Längen nicht zu vermeiden. Starker Beifall, aber nicht der lang andauernde frenetische Jubel, den Barockopern in diesem Haus schon geerntet haben.
Berlin/Komische Oper: LEAR von Aribert Reimann
Foto: Monika Rittershaus
Erste Kritik online- Genauere Besprechung erfolgt morgen
Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger
Zürich: Benjamin Bernheim tritt mit seiner Frau Sandra Hamaoui auf
Graz
Die Oper Graz muss sparen – eine neue Führung soll das richten, die Aufregung ist groß
Auf das Musikhaus könnten Schicksalsjahre zukommen: Die Rücklagen sind fast aufgebraucht, der Kulturauftrag ist ausgesetzt – und Intendant Ulrich Lenz geht 2028. Ulrich Lenz versteht die Welt nicht mehr. „Bewirb dich noch einmal!“, hätten ihm alle gesagt: die Kollegen, die Freundinnen, die Entscheidungstragenden in Graz. Die Ausschreibung seines Postens sei nur eine Formalität, seine Arbeit als Opernchef der Stadt hochgeschätzt. Doch Anfang Juli kam es anders. Die Entscheidung lautete, Lenz‘ Vertrag wird nicht über den Sommer 2028 hinaus verlängert, es bleibt bei einer Amtszeit von fünf Jahren. Und das, obwohl dem deutschen Direktor und seinem Team in den vorigen drei Saisonen einiges gelungen sei, wie er im Gespräch mit dem STANDARD beklagt.
DerStandard.at.story.graz.muss.sparen
Rosie Aldridge übernimmt vier große Partien in Deutschland in der Spielzeit 2026/27
Rosie Aldridge. Copyright: Jacobus Snyman.
Die britische Mezzosopranistin ist als Goneril in Lear, Katerina Ismailowa in Lady Macbeth von Mzensk, Kostelnička in Jenůfa und Mrs Lovett in Sweeney Todd in Berlin, Stuttgart und Düsseldorf zu erleben
Rosie Aldridge verkörpert in der Spielzeit 2026/27 vier höchst unterschiedliche Frauen in bedeutenden Produktionen der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart und der Deutschen Oper am Rhein. In zwei Neuproduktionen gibt sie große Rollendebüts: als Goneril in Reimanns Lear an der Komischen Oper Berlin und als Katerina Ismailowa in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an der Staatsoper Stuttgart. Anschließend kehrt sie als Kostelnička in Jenůfa an die Deutsche Oper am Rhein und als Mrs Lovett in Sondheims Sweeney Todd an die Komische Oper Berlin zurück.
Die Spielzeit beginnt für Aldridge am 16. September 2026 an der Komischen Oper Berlin, wo sie ihr Rollendebüt als Goneril in Lear gibt. Barrie Koskys Neuproduktion wird im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Tempelhof gezeigt. Nicholas Carter übernimmt die musikalische Leitung. Reimanns kompromisslose Adaption von Shakespeares Tragödie stellt außergewöhnliche stimmliche und darstellerische Anforderungen an das Ensemble. Goneril steht im Zentrum jenes Machtkampfes, den Lear mit der Aufteilung seines Reiches auslöst.
„Goneril ist enorm anspruchsvoll, doch mit Barrie Kosky an der Spitze fühle ich mich fast wie eine Schauspielerin in einem Theaterstück – er verlangt eine solche Präzision, Konzentration und Wahrhaftigkeit“, sagt Rosie Aldridge. „Lear aus dem Opernhaus heraus in einen so gewaltigen Raum zu bringen, ist etwas einschüchternd, aber gleichzeitig auch aufregend. Mir ist wichtig, dass meine Goneril nicht einfach nur ein Bösewicht ist: Sie ist eine komplexe, vielschichtige Frau, und es ist faszinierend, sie zu verkörpern.“
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Wien: Der „Kultureuro“ kommt nicht – zumindest nicht unter diesem Namen
Bgmstr. Ludwig: Nach Abwägung aller Argumente habe ich entschieden: Der Kultureuro kommt nicht.
Aber: Wir werden gemeinsam neue Wege gehen müssen für die nachhaltige Absicherung der Kulturlandschaft in Wien. 🤝 Denn eines ist klar. Unser Ziel ist weiterhin: Kultur für alle.
Und was heißt das? Die „neuen Wege“ werden auch das Geld von ohnehin schon Steuerzahlern kosten! Der Kultureuro bekommt ein neues „Mascherl“! Das muss besser kommuniziert werden, denn der „Kultureuro“ wurde ganz „patschert“ angekündigt. Die „Wien-Finanzer“ lernen aus ihren Fehlern.
Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
12,5 Prozent Kultursteuer: Bürgermeister Ludwig sagt Kultureuro in Wien ab
Mittwochnachmittag gab der Landeschef das überraschend per Video bekannt. Institutionen waren dagegen Sturm gelaufen. Der Aufschrei sämtlicher Wiener Kulturinstitutionen von den großen Theatern über die Staatsoper hin zu den Museen, Konzertveranstaltern und Kabarettisten war letztlich wohl zu groß. Am Mittwochnachmittag ruderte das Wiener Rathaus in puncto „Kultureuro“ zurück, per Video stellte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) klar: „Nach Abwägung aller Argumente habe ich entschieden: Der Kultureuro kommt nicht.“
DerStandard.at.story.buergermeister
Wien
Kritik an „Kultureuro“: Grüne wollen Finanzierung aus Tourismusabgabe
Die Wiener Grünen kündigen Antrag im Gemeinderat an – IG Autorinnen Autoren fordert Offenlegung und Diskussion des Entwurfs – Niavarani: „Der größte Blödsinn“
DerStandard.at.story
Mit der Finanzierung aus der Tourismusabgabe könnte ich mich anfreunden, kenne freilich die Detaiis nicht!
14.9.26 „Adriana Lecouvreur“, Staatsoper, „Veilchen des Todes“
Foto: Wikipedia
Vor dem tödlichem Duft dieser vergifteten Veilchen muss sich niemand im Publikum fürchten: Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur” bietet großes „Opernkino“ ohne gesundheitliche Nebenwirkungen.
„Adriana Lecouvreur“ hat erst 2014 im Rahmen einer internationalen Koproduktion mehrerer Opernhäuser ihren Platz im Staatsopernspielplan gefunden. Die etwas unausgegorene Handlung und der „Verismo-Ekklektizismus“ des Komponisten setzen die Oper nicht unter die ersten ihrer Epoche, aber sie kann trotzdem Zugkraft entwickeln, wenn starke Bühnenpersönlichkeiten sich ihrer annehmen. Steht dann noch ein im italienischen Fach so versierter Dirigent wie Marco Armiliato am Pult, dann paaren sich Krimi und Kitsch zu einer phasenweise betörenden Mischung, dann nehmen Adriana und die eiskalte Fürstin von Bouillon das Publikum in die emotionale Zange…
…Die Ausgestaltung des Eisernes Vorhangs für diese Saison hat der Maler Herbert Brandl übernommen. Das tiefe Blau des Hintergrunds mit weißen Pinselstrichen versehen, die an aufgerollte Spiralgalaxien erinnern, holt etwas vom Ewigkeitsanspruch barocker Kirchenfresken in die Staatsoper: bezogen auf den im letzten Jahr verstorbenen Künstler ein gelungenes „Memento mori“.
http://www.operinwien.at/werkverz/cilea/alecov4.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at
WIEN / Vienna’s English Theatre: FRANK AND PERCY von Ben Weatherill
Kontinentaleuropäische Uraufführung
Premiere: 16. September 2026,
besucht wurde die Voraufführung
Fotos: Karin_Svadlenak
Eine alternative Liebesgeschichte
Hunde haben schon manche heterosexuelle Ehe gestiftet, warum also nicht auch jene von Frank und Percy? Wir leben im 21. Jahrhundert, selbst in England ist die gleichgeschlechtliche Beziehung nicht mehr strafbar. Warum sollte man also nicht Liebesgeschichten der anderen Art erzählen, wie Autor Ben Weatherill es tut?
Damit hat Vienna’s English Theatre ein echtes Erfolgsstück aus London geholt, wo es 2023 mit Ian McKellen und Roger Allam ein solcher Erfolg war, dass man „Frank and Percy“ in dieser Besetzung mittlerweile auch verfilmt hat. Der Streifen soll noch diesen Herbst / Winter in die Kinos kommen, wobei man das Zwei-Personen-Stück für die Leinwand mit weiteren Rollen angereichert hat. Auf der Bühne sind Zwei-Personen-Stücke allerdings Klassiker – und so überzeugt auch dieses.
Eine Parkbank, zwei Männer, die ihre Hunde rufen (die im Theater natürlich nicht auftauchen, sondern nur im Hintergrund bellen). So elegant Percy daher kommt, mit dem allerschönsten britischen Upper-Class-Akzent, während Frank mit schlimmem Unterschicht-Tonfall versehen ist, könnte man meinen, dass nur ein „soziales“ Stück über gesellschaftliche Abgründe (und möglicherweise auch Versöhnung durch die Kunst des Theaters) anheben würde. Aber erstens war nicht nur Percy Universitätsprofessor, sondern Frank immerhin Geschichtslehrer (wobei man sich fragt, in welcher Schule man solchen Dialekt spricht), und zweitens kommt es ganz, ganz anders…
…Liebe ist Liebe, wem immer sie begegnet, und wenn sie natürlich auch immer (im Leben und notabene im Theater) ein Stolperpfad ist, so stolpert man hier ins Theaterglück großer Schauspielkunst. Das Publikum war entzückt.
Filme der Woche
Filmstart: 17. September 2026
GENTLE MONSTER
Österreich, Frankreich / 2026
Drehbuch und Regie_ Marie Kreutzer
Mit: Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp, Catherine Deneuve, Regina Fritsch u.a.
Man sieht es den Tätern nicht an
Wer und was sind Pädophile? Gierige alte Männer, denen die Geilheit aus den Augen brennt und die Lust aus dem Mund rinnt? Wenn es so einfach wäre. Dass man sie nicht erkennt, diese Erfahrung hat die Regiseurin Marie Kreutzer selbst gemacht. Der biographische Hintergrund ihres Films „Gentle Monster“ ist offensichtlich und wird auch nicht geleugnet. Sie hatte Florian Teichtmeister im Team ihres „Corsage“- Films – und er hätte ihr fast den Erfolg ruiniert, als herauskam, dass er ein Pädophiler schlimmster Sort war, „passiv“ zwar, wie es heißt, aber offenbar besessen davon die Fotos mißbrauchter Kinder zu sammeln. Seine Sache? Eben nicht.
Immerhin war Marie Kreuzer „nur“ beruflich mit ihm befasst (was sie immer wieder, gewissermaßen von der Realität abrückend, betont). Dass ihr das Thema keine Ruhe ließ, ist verständlich, Dass der Film, den sie dazu machte, zwischen einsichtig und äußerst verkrampft ausgefallen ist, kann man verstehen – macht ihn aber für den Betrachter zu einer etwas mühsamen Slalomfahrt der Fakten und Gefühle.
Jeder Regisseur freut sich, wenn er die Möglichkeit einer EU-Coproduktion erhält, wenn man ihm französische Schauspieler zur Verfügung stellt. Dann schafft man im Drehbuch sogar das etwas mühselige Konstrukt einer französischen Musikerin, die offenbar trotz mehrjähriger Ehe mit einem Deutschen die Sprache noch nicht spricht und mit dem Gatten auf Englisch konversiert, während der kleine Sohn Johnny (Malo Blanchet) problemlos mit der Mama Französisch und mit dem Papa Deutsch spricht…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Die Ukrainer erobern Gebiete im Donbass zurück – und profitieren dabei von verfälschten Militärkarten im Kreml: In aller Heimlichkeit haben die Ukrainer bei einer Gegenoffensive ein Territorium von 200 Quadratkilometern unter ihre Kontrolle gebracht. Erst mit Verspätung realisiert man in Moskau, dass die verantwortlichen russischen Offiziere wochenlang ihre prekäre Lage beschönigt hatten.
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Spätes Urteil in Den Haag: Kosovos früherer Präsident Hashim Thaci wegen Kriegsverbrechen verurteilt: Das Kosovo-Sondertribunal hat gegen den ehemaligen Widerstandskämpfer und drei Mitangeklagte langjährige Freiheitsstrafen verhängt. Die in ihrer Heimat als Helden Gefeierten sollen unter anderem für Folter und Morde an Zivilisten während des Kosovo-Krieges verantwortlich sein.
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Ursula von der Leyen: Kanada könnte «erstes assoziiertes EU-Mitglied» werden: In ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union kündigt die Kommissionspräsidentin an, die Beziehungen zu Kanada auszubauen.
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Trinken unter Islamisten? Wie Syrien um den Alkohol kämpft: Der Ernstfall ist nicht eingetreten: Bier und Whiskey bleiben auch nach Ahmed al-Sharaas Machtübernahme in Syrien verfügbar. Doch hinter den Kulissen zieht der neue Staat die Daumenschrauben beim Alkoholkonsum langsam an.
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Vor vier Jahren starb Jina Mahsa Amini, weil ihr Schleier zu locker sass. Heute sind in Teheran kaum noch Kopftücher zu sehen: Eine Iranerin berichtet, wie sich die Menschen diese Freiheit erkämpft haben – und welche Rolle Israel dabei spielte.
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Dokumentarfilm «Naza»: In Venedig gefeiert, in Jerusalem als Verrat gebrandmarkt: Zwei Filmemacher werfen Israels Armee schwere Verfehlungen in Gaza vor. Nun fordert ein Minister ihre Ausbürgerung.
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Fulminantes Feuerwerk auf den Bahamas: Ein Putin-Günstling sponsert das Hochzeitsfest von Donald Trump junior: Im Mai feierte der Präsidentensohn seine Heirat mit dem Model Bettina Anderson ausgiebig in der Karibik – mitfinanziert von einem russischen Sportfunktionär. Die Trumps sehen darin kein Problem.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Wien/ Religion: Festakt im sanierten Stadttempel
Der Abschluss der Generalsanierung des Stadttempels in der Wiener Innenstadt ist am Mittwochabend mit einem Festakt gefeiert worden. Die größte Synagoge Österreichs begeht in diesem Jahr zugleich ihr 200-Jahr-Jubiläum.
https://wien.orf.at/stories/3371477/
Wien/ Missbrauchsfall: Mutter und Oma in Haft. Missbrauch: „Gunkl“ zahlte 150.000 € Schweigegeld
Der von der „Krone“ aufgedeckte Missbrauchsfall in der Kulturszene entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der jüngsten Zeit. Ein Mutter-Tochter-Gespann wurde wegen „schwerer Erpressung“ angeklagt, Günther „Gunkl“ Paal wegen „Kindesmissbrauch“ und „Besitz von Missbrauchsdateien Unmündiger“ – beide Fälle werden zusammen verhandelt.
https://www.krone.at/4296990
Fall Gunkl: Anklage wegen Missbrauchsverdachts, 960 Bilddateien und 19 Videos
Der Künstler soll ein damals dreijähriges Mädchen missbraucht haben. Ermittler fanden Kindesmissbrauchsmaterial auf PC von Günther Paal.
Kurier.at.chronik.gunkl
Pädophilie-Anklage: Das wird Gunkl vorgeworfen
Konkret soll der Beschuldigte das vierjährige Kind Anfang 2025 einmal auf die nackten Genitalien geküsst haben, wie es in der Anklage der Staatsanwaltschaft heißt. Weiters wird ihm vorgeworfen über einen längeren Zeitraum zumindest 960 Bilder und 19 Videodateien von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial erlangt/besessen zu haben.
Die Strafdrohung beträgt in beiden Fällen sechs Monate bis fünf Jahre.
oe24.at.gunkl
Eine undelikate Geschichte, auf die man besser gar nicht eingeht. Gar so eine große Nummer ist „Gunkl“ nicht, dass er die beiden Frauen erhalten auf Dauer erhalten kann. Hier wurde der Bogen überspannt und die Erpresserinnen werden hoffentlich schwer dafür büßen müssen. Was den Herrn Gunkl/Paal betrifft, hätte er besser gleich Selbstanzeige erstatten sollen – das wäre billiger gewesen. Nachher ist man immer klüger! Die Karriere ist nun sowieso zerstört.
Haben Sie einen schönen Tag!
A.C.

