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14. JUNI 2026 – Sonntag

14.06.2026 | Tageskommentar

 

Programmzettel von drei „Siegfried-Vorstellungen. Foto: Erwin Messer

Wiener Staatsoper: Heute wird der Bechtolf-Ring mit „Götterdämmerung“ zu Grabe getragen (oder hoffentlich bloß „eingemottet“, man weiß ja nie, was nachkommt). Erinnerung von Dr. Ulrike Messer-Krol an einige „Ring“-Vorstellungen und Kurzbericht über die letzte „Siegfried“-Vorstellung

Wiener Staatsoper 10. Jun 2026: SIEGFRIED. Der 32 . und LETZTE in dieser Inszenierung

Vor rund 18 Jahre, zwischen Ostern – damals sehr früh – und Pfingsten, rund um den 1. Mai hob sich am Sonntag, 27.April 2008 , sicher ganz pünktlich um 17h in der Wiener Staatsoper der Vorhang zu SIEGFRIED, 2. Tag des Bühnenfestspieles RING DES NIBELUNGEN .  Eine  Neuinszenierung von Sven-Eric Bechtolf, dirigiert von Franz Welser-Möst. Ein junger damals 46 Jahre alter Tenor,  Stephen Gould trieb in Glittenbergscher Szenerie und Glittenbergscher Gewandung keinen Bären über die Bühne , sondern  erschreckte nur mit einem großen Schatten   Herwig Pecoraro als Mime. Wer in weiser Vorausplanung für den 10. Juni 2026 in der Staatsoper – nach fast zwei Jahrzehnten – eine Karte für  die Abschiedsvorstellung erstanden hatte, konnte beruhigt feststellen :  die Wände wackeln nicht, Mimes   grell bunter Schlafrock  ist nicht stärker zerschlissen als früher, das Geschirr auf dem Herd glänzt noch immer wie neu , das erlegte Wild, ein Hase ist schon  ein bisschen länger tot , lag im Fundus gut vor den Motten geschützt.

Die Besetzung hat im Laufe der Jahre immer wieder gewechselt. Was im Fall des Titelhelden   vieler weiteren  Vorstellungen vor drei Jahren zu großer Trauer in der gesamten Opernwelt geführt hat, als der in der Zwischenzeit  zum Österreichischen Kammersänger gekürte Heldentenor aus Roanoke in Virginia /USA  ganz  überraschend einer bösen Krankheit erlag. 22 Mal hat Stephen Gould auf dieser Bühne den Jung-Siegfried unter großem Applaus des nationalen und internationalen Publikums gestaltet, seine Schmiedelieder klingen allen, die ihn immer wieder mit großer Begeisterung gehört haben, noch  im Ohr.

Siegfried in Wien 22 Aufführungen, Götterdämmerung 18!. Stephen Gould und Nina Stemme. Foto Christine Sommer

Die Stars, die mit ihm den Weg des Helden gingen, eroberten einen sicheren Platz im Wagner-Kosmos. Bei der ersten Aufführung waren es Nina Stemme, die das Licht der Sonne begrüßte und der Finne Juha Uusitalo , der als Wanderer den Weg zu ihr erfolglos versperrte .Bei der Premiere von Walküre – noch als Wotan, verließ den Gott vor dem 3. Akt seine Stimmkraft. Direktor Joan Holender holte, so erzählt es die Mär, direkt von einem Wiener Würstelstand den deutschen Bariton Oskar Hillebrandt für die finale große Schlußszene ins Haus . Das Kostüm passte nicht, aber der Beginn des RING-Zyklus war gerettet. Der Opernchef hatte diesen nämlich, sich auf frühere Vorbilder berufend, mit dem 1. Tag des Bühnenfestspiels programmiert, das Vorspiel Rheingold stand dann einerseits am Schluß aber auch am Beginn eines neuen Zyklus. Das hatte  den ökonomischen Vorteil, dass der beliebteste Teil der Tetralogie zum Start öfter programmiert werden konnte, ohne gleich den großen Apparat für einen gesamten Zyklus in Bewegung setzten zu müssen. Sein Nachfolger Dominique Meyer hielt nach seiner Verabschiedung einen Vortrag zum Thema „Richard Wagner an der Wiener Staatsoper „, eingeladen vom  Cercle Richard Wagner Rive droite in Nizza. Auf eine Bemerkung aus österreichischem Munde zur Publikumsakzeptanz  der Wiener Inszenierung antwortete er lakonisch , sie habe ihre Qualität und ließe sich ohne Probleme jährlich in den Jahresspielplan integrieren, ohne das Haus wie es in anderen Städten notwendig ist, für ein halbes Jahr lahmzulegen. So konnte sich in Wien das Publikum fast jedes Jahr über einen , manchmal sogar zwei Ring-Zyklen freuen. – oder ärgern . Das Rheingold brachte es auf 27 Aufführungen, Siegried auf 32, Götterdämmerung auf 31und alle übertrifft Die Walküre mit 37 Abenden.  Wird der Ring im Durchschnitt mit einer Länge von 16 Stunden gerechnet, so waren es 2032 Stunden Musik, die aus dem Graben der Wiener Staatsoper ertönten.  An den großen US-amerikanischen Opernhäusern z.B. gibt es solche Vorstellungen nur alle „Wagner-heiligen“ Zeiten , 2013 zum 200. Geburtstag des Meisters zum Beispiel…

Zum Bericht von Ulrike Messer-Krol

Salzburg/ Zum Festakt im Juli
Festspiel-Hammer! Präsidentin hält keine Rede
Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Vizekanzler Andreas Babler, ja sogar Schauspielgrande Klaus Maria Brandauer werden neben der heurigen Festspielrednerin Maria Kalesnikava Grußworte ans Publikum richten. Das ist der Einladung zu entnehmen. Normalerweise ist auch die amtierende Festspiel-Präsidentin fest in diesem Ablauf eingeplant. Noch vergangenes Jahr war dies der Fall, Hammer erzählte unter anderem über die Historie der Festspiele und begrüßte Ehrengäste. Eine Aufgabe, die 2026 jemand anderes übernehmen wird – vielleicht auch über den 26. Juli hinaus. Denn die Abwesenheit Hammers auf der Bühne könnte ein Zeichen für das generelle Ende ihrer Zeit an der Spitze des Kulturfestivals sein.
https://www.krone.at/4173564

Salzburg
Salzburger Positionierungen
Salzburgs neue Intendantin Karin Bergmann geht ein wenig auf Distanz zu Markus Hinterhäuser und kritisiert fehlende Aufklärung zu dessen Abgang. Zugleich wird bekannt, dass Präsidentin Kristina Hammer bei der kommenden Festspieleröffnung nicht sprechen wird.
https://backstageclassical.com/salzburger-positionierungen/

Wien/ Konzerthaus
Konzerthaus: Orlińskis Lockerungsübung mit waghalsigen (Stimm-)Sprüngen
Er setzt zum Singen an, macht einen Breakdance-Move und fährt dann mit Koloraturen fort: Unkonventionell ist ein Hilfsausdruck für Jakub Józef Orlińskis Auftritte.
DiePresse.com.konzerthaus

Wien/Festwochen
Music minus man: Konzert von Komponistinnen und Transpersonen in Wien
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (7,21 Minuten)
deutschlandfunk.de.podcast

Wien
Reaktionen aufs Kulturbudget: „Es sind gerade viele schlechte Nachrichten“
Die Flaggschiffe der heimischen Kulturbranche machen sich weniger Sorgen als Vertreter der freien Szene. Kommendes Jahr wird es statt der bisherigen 629,8 Millionen Euro nur mehr 608,7 Millionen im Kulturbudget geben, diese Zahl präsentierte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Mittwoch. 2028 sollen es dann minimal mehr sein, ehe die Summe bis 2030 wieder stark sinkt. Bauvorhaben werden auf die lange Bank geschoben. Die Basisabgeltungen für Bundesmuseen und -theater bleiben zwar gleich, was bei infolge der Inflation steigenden Kosten aber de facto einem Budgetrückgang gleichkommt. Wie sehen das die Betroffenen? Ein Überblick nach Sparten.
DerStandard.at.story2026.reaktionen

Wien
Wiener Philharmoniker bestätigen Vorstand

Daniel Froschauer/Michael Bladerer. Foto: Wiener Philharmoniker

Das Orchester bestätigt Daniel Froschauer und Michael Bladerer als Geschäftsführer und Bernhard Hedenborg als Kassier. Sie haben die Wiener Philharmoniker in den letzten Jahren als »Weiter-so-Orchester« positioniert: Erfolgreiche Auslastung, aber spieltechnische Kritik aus Teilen des Feuilletons. Nun haben die Musikerinnen und Musiker ihren Vorstand Daniel Froschauer, Geschäftsführer Michael Bladerer und Kassier Bernhard Hedenborg zum vierten Mal wiedergewählt.

https://backstageclassical.com/wiener-philharmoniker-bestaetigen-vorstand/

Venedig
Dirigentin Venezi ficht Entlassung durch Oper in Venedig an
Die italienische Dirigentin Beatrice Venezi hat ihre Entlassung durch das Opernhaus „Teatro La Fenice“ in Venedig rechtlich angefochten. In einem Anwaltsschreiben wird die Kündigung als „nichtig, rechtswidrig, unwirksam und diskriminierend“ bezeichnet. Die 36-Jährige sollte eigentlich ab Oktober 2026 die musikalische Leitung der Oper übernehmen. Seit ihrer Ernennung gab es jedoch Kritik. Gegner bemängelten, ihre Unerfahrenheit und Nähe zu Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Ausschlaggebend für die Beendigung der Zusammenarbeit im April waren laut Stiftung des Opernhauses „wiederholte und schwerwiegende öffentliche Äußerungen“ von Venezi. So hatte sie in einem Zeitungsinterview unter anderem das Orchester der Vetternwirtschaft bezichtigt.
Deutschlandfunk.kultur.de.dirigentin

OPER FRANKFURT: Fotos aus der Premiere Der Triumph von Zeit und Erkenntnis von Georg Friedrich Händel 

 Monika Buczkowska-Ward (Bellezza) sowie im Hintergrund v.l.n.r. Michael Porter (Tempo), Katharina Magiera (Disinganno) und Younji Yi (Piacere). Foto: Monika Rittershaus

Premiere 13.6.2026/ Frankfurter Erstaufführung im Bockenheimer Depot

Weitere Termine: 15./17./18./20./22./24.Juni 2026

Muss der Mensch seine Eitelkeiten überwinden, um Selbsterkenntnis zu erlangen? Und liegt der Schlüssel zum Glück tatsächlich in der Akzeptanz unserer eigenen Endlichkeit?
Mit brillanten Improvisationen auf der Orgel machte sich der 22-jährige Händel seit Januar 1707 in der Kulturszene Roms einen Namen und gewann gut betuchte Freunde. Einer von ihnen war Kardinal Benedetto Pamphilj. Dieser lieferte dem Komponisten nicht nur die Gelegenheit und finanziellen Mittel, sondern auch gleich den Text zu jenem musikalischen Streitgespräch zwischen der Schönheit, dem Vergnügen, der Erkenntnis und der Zeit. Die Schönheit muss sich entscheiden: Soll sie sich dem Vergnügen ganz verschreiben oder auf die Ermahnungen von Zeit und Erkenntnis hören und die Gedanken an ihre eigene Endlichkeit zulassen?

Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Inszenierung: Katharina Kastening
Bühnenbild, Kostüme: Ashley Martin-Davis

ellezza: Monika Buczkowska-Ward
Piacere: Younji Yi
Disinganno: Katharina Magiera
Tempo: Michael Porter
Mehr darüber/mehr Fotos in den „Infos des Tages

Tanztheater/ Linz:„DAS SPIEL IST AUS“– Uraufführung im Musiktheater des Landestheaters Linz, Black Box, 13. 06.2026

 

Tanzstück von Lilit Hakobyan, Preisträgerin der 39. International Choreographic Competition Hannover 2025, nach dem Filmdrehbuch „Les Jeux sont faits“ von Jean-Paul Sartre

Das 1947 von Jean Delannoy verfilmte Werk dreht sich um Ève Charlier und Pierre Dumaine, die unter einer Gewaltherrschaft aus unterschiedlichen Motiven umgebracht werden: Sie wird von ihrem Ehemann André vergiftet, damit sich dieser an Èves Schwester heranmachen kann; Pierre wird von einem Spitzel der Machthaber umgebracht. Von jenseitigen Amts wegen können sie zwar unbemerkt unter den Lebenden weiterwandeln, aber nicht auf Geschehnisse Einfluß nehmen – auch nicht auf beide peinigende Entwicklungen. Doch stellt das Amt fest, daß Ève und Pierre eigentlich füreinander bestimmt gewesen wären, jedoch irrtümlich anderen Lebenswegen zugeordnet wurden. So erhalten sie die Chance, unter gewissen Auflagen doch wieder ins reale Leben zurückkehren zu dürfen. Ein happy end ist aber – bei Sartre wenig überraschend – nicht vorgesehen…

Seit nunmehr 40 Jahren wird in Hannover ein bedeutender Choreographiewettbewerb abgehalten – die neueste Auflage fand just am Premierenabend dieser Produktion statt. Lilit Hakobyan hatte bei der 39. Auflage für Ihre Choreographie „LUCK“ den vom Linzer Landestheater ausgelobten Preis gewonnen und damit einen Vertrag für eine Choreographie (samt Regieverpflichtung). Als Stoff auserkoren wurde das 1943, also unter Deutscher Besatzung, verfaßte Drehbuch des „Proto-Existenzialisten“. Der zuerst angesprochene Verlag verweigerte die Freigabe, jedoch konnte das Landestheater mit Sartres Erben eine Übereinkunft erzielen.

Zum Premierenberichtvon Petra und Helmut Huber

BERLIN / Kühlhaus „INTONATIONS“ Jerusalem Chamber Music Festival 2026, 2. Tag; 11. bis 14.6.2026

„Das ist ein Flöten und Geigen….“ (Heinrich Heine)

Foto:  Copyright Neda Navaee

Elena Bashkirova ruft und alle kommen, Musiker wie Publikum im ausverkauften „Cube“ gleichermaßen. Auch am zweiten Tag stand klarerweise wieder Martha Argerich im Epizentrum des Interesses. Unter den Zuhörern fand sich wieder Daniel Barenboim, der alle Worte von Robert Schumanns herzergreifenden Zyklus „Die Dichterliebe“, op. 48, mit seinem Mund behutsam nachformte und natürlich der befreundeten Pianistin aus Argentinien achtsam lauschte.

Bariton Thomas Bauer hatte nicht seinen besten Tag. Er versuchte jedoch, mit Textdeutlichkeit, Ausdruck und vollem körperlichem Einsatz wettzumachen, was ihm an diesem Abend an Geschmeidigkeit und Leichtigkeit, ergo an romantischem Schwärmen und Entzücken mangelte. Martha Argerich war vom ersten Ton an die mit dem Sänger wachsam kommunizierende Poetin, die Dichterin am Klavier, die den verästeltsten Seelenregungen der zwischen Übermut, Liebeseuphorie und nächtlichen Tränen schwankenden Gemüts im sensibel ausgedeuteten Klavierpart nachspürte…

Zum Berichtvon Dr. Ingobert Waltenberger

WIEN / Scala; DER BOCKERER von Ulrich Becher und Peter Preses
Premiere: 12. Juni 2026,
besucht wurde die zweite Vorstellung am 13. Juni 2026

Foto: Bettina Frenzel 

Diesmal kein Schelmenstück

Es gibt viele Gründe, warum „Der Bockerer“, den sich Peter Preses und Ulrich Becher im Exil ausgedacht haben und der 1948, sehr bald nach dem Krieg, am Theater Scala (ein anderes als das gegenwärtige, damals in der Favoritenstraße, später abgerissen) uraufgeführt wurde, so populär gewonnen ist. Erstens die Titelrolle – kreiert von Fritz Imhoff, im Fernsehen von Fritz Muliar, im Film (und im Volkstheater) von Karl Merkatz gespielt, in der Josefstadt von Otto Schenk und zuletzt von Johannes Krisch… Und zweitens – weil es gar kein gutes Stück ist. Zwar eines, das man gerne sehen und glauben möchte, doch verlogen und klischeebehaftet wie aus der Hollywood-Traumfabrik. Ein Wunsch-Erfüller, den es so nie gab.

Wenn  Bruno Max das Stück nun in seiner Scala heraus bringt, weiß er das und sagt er das: Mit dem Wiener Fleischhauer Karl Bockerer steht ein „identitätsstiftender. wenn auch etwas zweifelhafter Archetypus märchenhaft auf der Bühne“. Wäre doch schön gewesen, hätte es solche „Schelme“ wie Bockerer gegeben, der sich in den schweren Nazi-Zeiten durch gespielte Dummheit durchlavierte (wie einst der Schweyk zu Kaisers Zeiten). Ja, schön, wenn die aufrechten Wiener Typen wirklich nicht eine Sekunde dem braunen Zauber hereingefallen wären. Wenn… Nur so war es nicht.

Warum man das Stück heute spielt? Als Warnung vor neuen Entwicklungen taugt es nicht, und wenn der Hauptdarsteller nicht seine vordergründige Komödiantik ausspielen darf, warum?..

…In der zweiten Vorstellung gab es viel junges Publikum, das vermutlich mit seinen Sozialen Netzwerken andere Dinge im Kopf hat, aber doch interessiert mitging und heftig klatschte. Märchenhaft, nicht wahr?

Zum Bericht von Renate Wagner

Zell an der Pram: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn“ Ein Bombenerfolg für „My Fair Lady“ bei der Sommeroperette Zell an der Pram

Foto: Sommeroperette Pram

Der Titel kann nur aus dem bekanntesten Bühnenwerk der leichten Muse sein, mit dem die Pramtaler Sommeroperette 2026 ein Haupttreffer im Programm gelungen ist. Die schnell ausverkaufte Premiere am Freitag konnte leider nicht als Open-Air-Produktion gezeigt werden, aber das nasse Wetter schmälerte keineswegs den Erfolg durch die Übersiedlung in den Kultursaal im Nordflügel des Schlosses. Neun Vorstellungen sind geplant, und jetzt schon ein Zusatztermin vergriffen, für welche dem Theater bessere Wetterchancen zu wünschen sind. Was macht eigentlich dieses Sommerfestival im süddeutschen Sprachraum seit 13 Jahren so beliebt und attraktiv ? Für die heurige Produktion ist es sicher das Stück selbst nach Bernard Shaws „Pygmalion“ mit der Musik von Frederick Loewe und dem Libretto von Alan Jay Lerner. Es ist eher eine Operette als ein Musical, also am richtigen Platz bei diesem Sommerfestival und steht auch schon ewig auf der Liste etlicher Auszeichnungen, die Bände sprechen. Von den Spielplänen wird und soll es wohl kaum verschwinden. Nach dem Entstehungsjahr Mitte der 1950er Jahre fand die Broadway Premiere von „My Fair Lady“ 1956 statt, die legendäre Verfilmung erfolgte 1964 mit Audrey und Rex Harrison. Sechs Tony Awards und acht Oscars sowie drei Golden Globes auf der Liste von Bestkategorien bestätigen weiter den Welterfolg des spontan zugänglichen Werkes. Das heißt aber noch lange nicht, dass das literarische Musikjuwel leicht darzustellen wäre, vorausgesetzt man hat dazu die richtige Besetzung…

Zum Bericht von Georgina Szeless

Wissenswertes aus „Neu Zürcher Zeitung)

Suspendierung von Karim Khan wegen Verdachts auf sexuelle Übergriffe: Dem Internationalen Strafgerichtshof stellen sich unangenehme Fragen: Die Haftbefehle gegen Netanyahu und Putin haben den ICC politisch exponiert. Seit der Chefankläger die Arbeit niedergelegt hat, steckt das Gericht erst recht in der Schwebe. Sind Verfahren nun blockiert?
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Deal oder kein Deal: Ein Abkommen zwischen den USA und Iran scheint in Griffnähe – aber das Verwirrspiel geht weiter: Seit Monaten laviert Präsident Trump zwischen Drohungen und Friedensbotschaften. In Washington rätseln Experten und Politiker beider Parteien darüber, welche Strategie er verfolgt.
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Gehen in Japan wegen des Iran-Kriegs die Bananen aus?: Keine Frucht importiert Japan häufiger als Bananen. Doch dieses kulinarische Vergnügen könnte den Japanern bald vorenthalten werden.
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 Prinzessin Bha ist tot. Thailands mystifizierte Monarchie lebt – doch wie lange noch? Prinzessin Bajrakitiyabha lag nach einem Infarkt dreieinhalb Jahre im Koma. Sie war beliebt und galt als wichtige Bezugsperson des thailändischen Königs. Am Donnerstagabend starb sie – und offenbarte ein Königshaus in der Krise.
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Der «Poulet-Bezwinger» von Saint-Ouen will Präsident von Frankreich werden: Karim Bouamrane führt seit Wochen einen erbitterten Kleinkrieg gegen eine Fast-Food-Kette. Dadurch wurde der Bürgermeister aus der Pariser Banlieue im ganzen Land bekannt. Nun will er bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten.
Jetzt lesen «Wir haben unsere Geschichte ausgelöscht. Sie lässt sich nicht wiederherstellen»: Architektin Xu Tiantian über den chinesischen Bauboom: In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde in China massiv gebaut – und massiv abgerissen. Xu Tiantian, eine der einflussreichsten Architektinnen ihrer Generation, sieht nun aber eine Kehrtwende.
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 Die Welt ist ein Buch und das Dasein ein Spiel mit dem Chaos: Warum James Joyces «Finnegans Wake» das Leben ein bisschen leichter macht: James Joyces letzter Roman gilt als schwierig, fast unlesbar. Dabei hilft er, die Gegenwart besser zu verstehen.
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Christian Spuck fliegt in Berlin von Erfolg zu Erfolg – wie macht er das?: Der ehemalige Zürcher Ballettdirektor hat das Staatsballett aus dem Dornröschenschlaf geholt und ist für seine Arbeit jüngst mit dem Deutschen Tanzpreis geehrt worden. Der raffinierte Doppelabend «Fearful Symmetries» verrät sein Erfolgsgeheimnis.
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Ein Land im Spiegel seiner Nationalelf: Fussball und Identität: Die BBC-Serie «Dear England» verhandelt die grossen Fragen aus ungewöhnlicher Perspektive.
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 Als SP und Gewerkschaften gegen «Überfremdung» wetterten und Ausländer loswerden wollten: Die Schweiz stimmt über die 10-Millionen-Initiative ab. Die Fronten sind dabei klar: Linke sind pro Migration, Rechte eher für eine Beschränkung. Früher war das noch anders.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Formel 1/ Barcelona
Barcelona-Pole! Russell „spürt wieder den Groove“
George Russell hat sich am Samstag mit der Poleposition in Spanien im WM-Kampf der Formel 1 zurückgemeldet. Der Mercedes-Pilot holte sich im Qualifying knapp vor Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton (+0,064 Sek.) den ersten Startplatz für den Großen Preis von Barcelona-Katalonien am Sonntag (15.00 Uhr/ORF 1, Sky). WM-Leader Kimi Antonelli belegte im zweiten Mercedes den dritten Platz (+0,319) vor Weltmeister Lando Norris (+0,322) im McLaren und Red-Bull-Star Max Verstappen (+0,342).
https://www.krone.at/4173862

Wien: Trotz Regen. 320.000 Menschen bei Wiener Pride-Parade
Das schlechte Wetter hat der Beteiligung an 30. Regenbogenparade offenbar keinen Abbruch getan: Trotz des Regens strömten am Samstag laut Veranstaltern 320.000 Menschen auf den Wiener Ring, um unter dem Motto „Sichtbar seit 1996“ gemeinsam für die Rechte der LGBTQIA+ Community in Österreich einzustehen. „Unsere Rechte stehen unter Druck, und genau deshalb ist Pride heute politischer als seit vielen Jahren“, sagte Organisatorin Katharina Kacerovsky-Strobl der APA.
oe24.at.pride

Fußball-WM
Gegen Jordanien. Über ÖFB-Stadion liegt unheimlicher Fluch
Am Mittwoch geht das rot-weiß-rote WM-Abenteuer in San Francisco gegen Jordanien los. Die ÖFB-Stars müssen sich im Levi’s Stadium, das bei der WM unter dem Namen San Francisco Stadium läuft, allerdings vor einem vermeintlichen Fluch in Acht nehmen.
oe24.at.fluch.ueber.stadion?

Womit wir bei der Fußball-WM wäre. Die aktuellsten Ergebniss: Australien – Türkei 2:0, Brasilien – Marokko 1:1, Schottland – Haiti 1:0, Schweiz – Quatar 1:1. 

Ich will nicht stänkern, zumal ich von Österreichs Team bei derartigen Großereignissen mehr als bloß einmal enttäuscht wurde. aber was die Schweiz gestern abgeliefert hat, war unterirdisch. Natürlich haben unsere Nachbar-Kicker das Spiel klar dominiert, brauchten für das Tor jedoch einen Elfmeter, der keiner war. Wozu hat man den VAR? Es war doch eine Abseitsstellung des Gefoulten klar erkennbar, nur die Videoschiris haben offenbar geschlafen. Die Katarys? Mit Fußball hatte deren Auftritt wenig zu tun, die Aufstockung auf 48 Teams ist ein arger Flop. Jetzt warte ich bis zu K.O-Phase, denn erst dann beginnt die WM wirklich!.

Die Türkei hat gegen Australien  0:2 verloren. Zur Erinnerung: Die Türkei ist jenes Team, das die Ösis samt ihren „Wundertrainer“ bei der vergangenen Europameisterschaft eliminiert hat. Es ist merkwürdig still in Klein-Istanbul, also der Meidlinger FUZO. Aber auch wir werden uns noch wundern!

Haben Sie einen schönen Sonntag!
A.C. 

 

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