:Eduard Hanslick offering incense to Brahms; cartoon rom the Viennese journal ‚Figaro‘, 1890.jpg.
Gehört die Gegenwart bereits den Intendanten-Groupies?
Der neue Kritiker-Deal
Früher genügte eine Mail, und die Pressekarte war sicher. Heute sortieren Veranstalter aus – und alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Doch wer Kulturberichterstattung jahrelang abbaut, sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann die Frage gestellt wird: Wer braucht hier eigentlich noch wen?
Axel Brüggemann schreibt: Aber natürlich: Einige Häuser nutzen das Recht, ihre Pressekarten individuell vergeben zu können, eventuell auch, um missliebige Kritiker draußen zu halten. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Die Wiener Staatsoper erklärte mir vor einigen Jahren, dass man keine Premierenkarte mehr für mich übrig habe. Kaufkarten gab es nicht mehr. Lag es daran, dass ich zuvor energisch und kritisch über den Intendanten Bogdan Roščić berichtet hatte? Nachweisen kann ich das nicht. Ich habe mich damals entschieden, die Staatsoper einfach von meiner Liste zu streichen. Wenn mich eine Aufführung interessiert, kümmere ich mich um ein Ticket – ansonsten: eben nicht. Und ich glaube, dass niemand bei BackstageClassical bislang eine Premierenbesprechung aus dem Haus am Ring vermisst hat – und das Haus ist vielleicht auch glücklich, dass ich nicht mehr komme. Wir gehen uns aus dem Weg.
https://backstageclassical.com/der-neue-kritiker-deal/
Hat ein Theater das Recht, seine Pressekarten an die zu vergeben, die es für „geeignet“ hält? Natürlich, ich habe Verständnis dafür, dass Kritiker, denen ohnedies nicht viel gefällt, nicht in ihrer Arbeit durch Pressekarten unterstützt werden. Für diese gibt es Kaufkarten, inwieweit sich die jeweilige Redaktion finanziell daran beteiligt, bleibt dieser überlasse. Autor Axel Brüggemann und Wiens Staatsoperndirektor Bogdan Roscic sind nicht eben beste Freunde, auch ich gehöre nicht zu den Roscic-Groupies! Trotzdem greife ich in keine Kritik ein, wie Sie sich an Hand der umfangreichen Dokumentation in dieser Webseite überzeugen können. Das Recht auf Empfang von Pressekarten hat kein Medium, die Theater greifen sehr wohl selektionierend in die Vergabe ein. So sehen viele Kritiken dann auch aus. Angeboten wird die „Intendanten-Groupies“-Meinung. Solange diese als solche von der Leserschaft erkannt und auch bewertet wird, ist es auch vollkommen in Ordnung. Die Frage ist nur: brauchen wir das?
Ich habe mein Leben lang noch keine Pressekarte beansprucht, mich kann man nicht kaufen! Auch die Rezensenten des Online-Merker bezahlen sich ihre Karten an der Winer Staatsoper seit Jahrzehnten und somit durch mehrere Intendanzen hindurch selbst. Das habe ich bereits mehrmals gesagt – und gelegentlich erlaube ich mir, daran zu erinnern!
Mathias Döpfner: Oper ist nicht elitär, sondern populär
Der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer schreibt über die Faszination dieser Kunstform. Wenn man nichts über ein Werk weiß, wirkt eine Aufführung oft befremdlich. Oper ist die unnatürlichste oder besser gesagt: die künstlichste aller Kunstformen. Sterbende singen aufs Schönste, selbst während erbitterter Kämpfe herrscht oft noch Wohlklang, manchmal fangen ganze Heerscharen von Menschen an zu tanzen oder im Chor zu singen. Und außerdem versteht man meist kaum, was genau gerade gesungen, also eigentlich gesagt wird.
https://share.google/WMLDuNQudMPESisSz
Berlin/Staatsoper: Nach fast 300 Jahren: Elisabeth Sobotka ist die erste Chefin der Staatsoper
BILD zeigt am 8. Juli live von dort „Die Entführung aus dem Serail“. Diese Premiere wird ein Genuss! BILD überträgt am 8. Juli ab 19 Uhr erstmals eine Oper: „Die Entführung aus dem Serail“ mit Comedy-Star Bülent Ceylan (50) in der Sprechrolle des Bassa Selim, live aus der Staatsoper Unter den Linden. Elisabeth Sobotka (60) ist seit 2024 die erste Intendantin in der fast 300-jährigen Geschichte des Berliner Hauses. Bei BILD spricht sie über ihren Führungsstil und ihre Vision für die Staatsoper.
https://share.google/E2car40dqxEmXqWjP
München/Bayerische Staatsoper
“Nessun dorma” in München: Augen auf und Ohren zu!
Turandot, letzte und unvollendete Oper von Giacomo Puccini, wird an der Bayerischen Staatsoper in München seit 2011 in der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa, Mitbegründer der katalanischen Theatergruppe “La Fura dels Baus” gezeigt. Es ist ein Festspiel für das Auge! Dies kann man an diesem Abend von der musikalischen Darbietung leider nicht sagen. Der Dirigent Andrea Battistoni setzt vor allem auf Lautstärke ganz nach dem Motto “Nessun dorma – Keiner schlafe!” Und die Sänger folgen ihm mit lautem Gebrüll!
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de
St. Margarethen: Voluminöse Kleider zwischen Himmel und Erde – Glanzvolle Details bei „Tosca“ in der Oper im Steinbruch
Die Schleppe am Kostüm der „Tosca“. Foto: Zoltan Hamori
Wenn Leidenschaft in Tragödie umschlägt, entfaltet Puccinis Meisterwerk seine ganze emotionale Wucht. Mit „Tosca“ kehrt ab dem 15. Juli eine der beliebtesten Opern der Welt in den Steinbruch St. Margarethen zurück, wo die visuellen Welten der Inszenierung hinter den Kulissen bereits in die finale Phase gehen. Bis zum 22. August sorgt nicht nur der Gesang des Cavaradossi für leuchtende Augen, sondern auch die 271 von Giuseppe Palella in Mailand gefertigten Bühnenbekleidungen. Es sind oft die Details, die den Unterschied machen. Die Kostüme spielen hierbei eine zentrale Rolle: Sie machen Charaktere sichtbar, verstärken Emotionen und übersetzen die Inszenierung in eine kraftvolle visuelle Sprache, die das Publikum unmittelbar in den Bann zieht.
Einfach engelsgleich – nicht von dieser Welt
Der Auftritt der Tosca wird mit einer neun Meter langen Schleppe aus weißen Blumen kraftvoll verstärkt, wenn sie auf ihren Gegenspieler Scarpia trifft. Dessen neapolitanischer Mantel in tiefdunklen Tönen spiegelt all die Qualen und die Gewalt wider, die von seiner Leidenschaft für Tosca angetrieben werden…
Ausführlicher in den „Infos des Tages“
2.7.2026- „Die Walküre“- Premiere- Waldoper in Sopot- BALTIC OPERA FESTIVAL- Polen
Eine grandiose „Walküre“ im faszinierenden „Bayreuth des Nordens“!!!
Fotocredit: Karpati & Zarewicz
Zum 150. Jubiläum der Uraufführung des Ring des Nibelungen präsentierte das Baltic Opera Festival, dessen Initiator und künstlerische Leiter, der aus Polen stammende Star-Bassbariton KS Tomasz Konieczny ist, in seiner vierten Ausgabe „Die Walküre“ in der Waldoper in Sopot.
In Kooperation mit der Königlich Dänischen Oper und der Griechischen Nationaloper wurde Richard Wagners Monumentalwerk in der eindrucksvollen Kulisse des überdachten, 5000 Plätze umfassenden, Freiluft-Amphitheaters fulminant umgesetzt.
Weltstar und Intendant Tomasz Konieczny übernahm höchstpersönlich die Rolle des Wotan und war in seiner unvergleichlichen Interpretation seiner Paraderolle sensationell zu erleben!!!
In der Inszenierung von John Fulljames (Wiederaufnahme-Regie: Johanne Holten) befand sich Wotan von Anfang an auf der Bühne und lenkte sowie beobachtete das Geschehen. Wotan repräsentierte den Chef eines Planungsbüros mit unzähligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die an ihren Computern arbeiteten und auf Wotans Befehl agierten. Auch er bediente seinen Computer, um jede Situation auch virtuell zu beherrschen.
Zum Bericht von Marisa Altmann-Althausen
Gars
Oper Gars: Babenberger-Burg wird „Madama Butterfly“-Tempel
Das Festival präsentiert heuer Puccinis Fernost-Tragödie, Intendant Clemens Unterreiner mischt tatkräftig auf der Bühne mit. Kaum zu glauben, aber: Vor tausend Jahren stand Gars im Rang eines Machtzentrums. Die Babenberger hatten hier nicht nur eine Burg errichtet, sondern diese anfangs auch als ihren Hauptsitz behaust. Das Glück lachte Österreichs frühen Landesherren im Kamptal aber nur kurz: Die Schlacht im nahen Mailberg geriet zum Fiasko, das Leopold II. nur dank einer Flucht mit heiler Haut überstand und eine Hungersnot zur Folge hatte.
DerStandard.at.story.babenberger.burg
Bad Hall
Operetten-Hit: „Meine Lippen küssen so heiß“ (Bezahlartikel)
Franz Lehárs Operette „Giuditta“ feierte Premiere im Stadttheater Bad Hall. Franz Lehárs Operette „Giuditta“ feierte Premiere im Stadttheater Bad Hall. Erzählt wird die Geschichte der Liebe zwischen Giuditta und dem Offizier Octavio. Die Inszenierung wurde gestrafft und um einen Straßenmusiker ergänzt, der die Handlung musikalisch verbindet. Die musikalische Leitung liegt bei Walter Rescheneder.
https://www.krone.at/4208748
5.07.2026: Theaterzelt Landshut „TURANDOT“
Foto: Landestheater Niederbayern
Nach zweimal Wagner boten die „Burgenfestspiele“ des Landestheater Nierderbayern heuer Puccinis Schwanengesang am Saisonende an. Während in Passau auf der Veste im Burghof gespielt wird, sollte es in Landshut im Prantl-Garten unterhalb der Burg Trausnitz um Kopf und Kragen der Turandot-Werber gehen – aufgrund der instabilen Wetterlage, es schüttete alle paar Stunden, wurde die Vorstellung aber ins „Theaterzelt“ verlegt, der Landshuter regulären Spielstätte während der ganzen Saison. Da das alte Theater seit Jahren baufällig ist, wurde als jahrelanges „Provisorium“ dieses „Zelt“ , weit draussen außerhalb der Stadt errichtet – Parkplätze gibt es genug und der Theaterraum an sich ist so schlecht nicht! Die Überlegung, ganz aus dem Landestheater Niederbayern auszusteigen, dürfte glücklicherweise vom Tisch sein…
Zum Bericht von Michael Tanzler
Spoleto
Samuel Barbers Oper Vanessa in Spoleto
Samuel Barbers selten gespielte Oper „Vanessa“ kehrte nach 65 Jahren wieder an den Ort der italienischen Erstaufführung zurück, nach Spoleto in Umbrien, anläßlich des Festivals dei Due Mondi.
https://www.klassikinfo.de/samuel-barbers-oper-vanessa-in-spoleto/
Feuilleton: Reisender zwischen Lied und Oper
Der Bariton Konstantin Krimmel pendelt mit atemberaubender Sicherheit zwischen der grossen und der kleineren Bühne, zwischen Solo und Ensemble, zwischen Oper und Lied. Vielfach ausgezeichnet, gehört er mittlerweile zur ersten Garde der jüngeren Sänger.
https://www.journal21.ch/artikel/reisender-zwischen-lied-und-oper
Berlin: Sängerin Aigul Achmetshina: „Nur in der Oper bin ich zu Hause“
Die russische Mezzosopranistin übernimmt jetzt an der Staatsoper die Rolle von B.Z.-Kulturpreisträgerin Elīna Garanča (49) in „Samson et Dalila“. Für Aigul Akhmetshina ist es das Debüt an der Staatsoper. „Natürlich ist es aufregend, die Rolle von so einer großartigen Sängerin wie Elīna zu übernehmen. Unsere Stimmen sind tatsächlich sehr ähnlich, aber theatralisch sind wir unterschiedlich. Sie ist sehr ruhig und fokussiert, während ich temperamentvoll bin“, verrät Akhmetshina.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/nur-in-der-oper-bin-ich-zu-hause
Dresden
Semper Oper Dresden: Schlussapplaus für eine starke Spielzeit
In der ausklingenden Spielzeit 2025/26 begrüßte die Semperoper Dresden in ihren Opern- und Ballettvorstellungen sowie den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden rund 300.000 Gäste und damit 10.000 mehr als in der Vergleichssaison 2024/25. Mit einer Auslastung von rund 97 Prozent im Kerngeschäft und damit fast mehr als 3 Prozent im Vergleichszeitraum erfreut sich die Semperoper Dresden auch nach der zweiten Saison unter der Künstlerischen Leitung von Nora Schmid einer äußerst erfolgreichen Bilanz.
https://kulturfreak.de/semper-oper-dresden-schlussapplaus-fuer-eine-starke-spielzeit
Baden-Baden
Wie viel ein Dirigent doch ausmacht! (Bezahlartikel)
In Baden-Baden lässt Yannick Nézet-Séguin mit dem London Symphony Orchestra bei Rachmaninow die Sonne aufgehen. Aber was hat Antonio Pappano mit Wagners „Tristan“ angerichtet?
FrankfurterAllgemeine.net.baden.baden
Buch
Katrin Unterreiner: LIEBE & MACHT
HINTER DEN KULISSEN DES WIENER KONGRESSES
152 Seiten, Verlag Carl Ueberreuter. 2026
Was trug die elegante Dame damals?
Selbstverständlich hat der Kongress nicht nur getanzt. Es wurde dort auch eine Menge – und übrigens weitgehend erfolgreich – gearbeitet. Aber wer „Kongress“ sagt, denkt an den Wiener Kongress von 1814/15 und die daran klebende Floskel, die von einer exzessiven Unterhaltungs- und Feste-Kultur erzählt – was es teilweise wohl auch war..
Zu „runden“ Jubiläen (zuletzt 2014/15) hat man die politischen Leistungen, die damals in Wien gesetzt wurden, gewürdigt. Ein Vierteljahrhundert hatte Napoleon Europa in seinen Grundfesten erschüttert. Königshäuser abgesetzt und sich und seine Familie eingesetzt – er sich selbst als „Kaiser der Franzosen“, seine Brüder als Könige von Spanien und Holland, seinen Schwager als König von Neapel, seinen Stiefsohn verheiratete er in ein deutsches Fürstentum, und seinen Baby-Sohn krönte er zum „König von Rom“. Da musste vieles rückabgewickelt werden, und vor allem ein völlig zerrissenes Deutschland, das aus zahlreichen Fürstentümern und auch Königshäusern bestand, verlangte einigermaßen Konsolidierung. Europa war ausgeblutet, erschöpft, ideologisch verwirrt. Aber all das steht in anderen Büchern.
Karin Unterreiner, die derzeitige Spezialistin für populäre Historie, hat das Thema Kongress – mit besonderer Berücksichtigung der Weiblichkeit, sprich, „Liebe und Macht“ – doppelt verwertet: In der derzeitigen Burgenländischen Landesausstellung in Schloß Halbturn und in dem gleichnamigen Buch, das man als begleitende Lektüre nehmen kann.
Die Autorin ist Historikerin, man muss also nicht befürchten, nur mit Klatsch und Tratsch versorgt zu werden. Aber nach den faktischen Präliminarien wendet sich das Buch, seinem Titel entsprechend, der Verknüpfung von Erotik und Politik „hinter den Kulissen“ zu, wenn man sich etwa „Salons und Salonnièren“ oder „Kongressbummlern“ zuwendet, sich für die großen Feste ebenso interessiert wie die damals so wichtigen „Spitzelberichte“ (heute sagt man „Geheimdienste“ dazu)…
Zur Buchbesprechung von Renate Wagner
Wissenwertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Berufungsgericht bestätigt Urteil gegen Le Pen, verringert aber die Strafe: Eine Kandidatur bleibt somit möglich: Es ist ein folgenschweres Urteil, das in Paris erwartet wurde. Für die rechtsnationale Le Pen bleibt eine Chance aufs Amt als Präsidentin.
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Bombenangriffe in Damaskus während Macrons Staatsbesuch: Frankreichs Präsident reist für eine riskante Visite nach Syrien: Für Ahmed al-Sharaa ist die erste Reise eines EU-Regierungschefs nach Syrien ein Coup. Macron erhofft sich, den französischen Einfluss in Nahost auszubauen.
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Finnland hat die höchste Arbeitslosigkeit Europas. In der Kleinstadt Heinola zeigt sich, was in dem Land schiefläuft: Die Finnen sollen die Glücklichsten sein. Dabei sind wirtschaftlicher Kriechgang und Arbeitslosigkeit längst zur Normalität geworden. Auf der Spur eines Paradoxons.
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Auch nach 250 Jahren in transatlantischer Hassliebe verbunden: Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung bedeutete nicht nur eine politische Abnabelung von Grossbritannien, sondern auch eine kulturelle Abgrenzung. Das Vereinigte Königreich galt als verknöcherter Obrigkeitsstaat, dem man eine junge Nation gegenüberstellte. Aber die Wirklichkeit ist komplexer.
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Aus der «Spezialoperation» in der Ukraine wird ein «echter Krieg» – warum der Kreml gerade jetzt seine Wortwahl ändert: Wer das Wort «Krieg» in den Mund nimmt, kann in Russland hart bestraft werden. Nun tut der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow genau das – und gibt dem Westen die Schuld dafür. Das ist kein Zufall.
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Nato-Gipfel in Ankara: Die Mitglieder tricksen beim Verteidigungsbudget, und nur 40 000 Militärangehörige sind im Ernstfall verfügbar: Karten und Grafiken zeigen, wer zu den Ausgabensündern und den Strebern gehört, wo die Nato besonders von den USA abhängig ist und wie sich das Bündnis in Zukunft aufstellen will.
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Erbstreit in angesehener Zürcher Familie: Es geht um Hunderte Millionen Franken und eine Kunstsammlung von Weltrang: Kurz vor seinem Tod hat der Kunstsammler Werner Merzbacher sein Testament angepasst und eine enge Mitarbeiterin als Erbin eingesetzt. Die Nachkommen wussten nichts davon. Nun tobt ein Kampf – mit unabsehbaren Folgen auch für das Kunsthaus Zürich.
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Türkischer Antisemitismus: Erdogans Aussenminister bezeichnet Israel als «Problem der Menschheit»:Kurz vor dem Nato-Gipfel in der Türkei macht das Gastgeberland mit einer Äusserung von sich reden, die Israel das Existenzrecht abspricht – und den Juden die Zugehörigkeit zum Menschsein.
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Wenn die Moral erst nach dem Fressen kommt: «Der Besuch der alten Dame» als Oper in München: Dürrenmatt selbst hat das Textbuch für die Musiktheater-Adaption des Komponisten Gottfried von Einem verfasst. Am Münchner Gärtnerplatztheater wird die reizvolle Rarität neu zur Diskussion gestellt.
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Er organisierte mehr Filmfestivals als jeder andere und vermittelte zwischen Ost und West: Nun ist Moritz de Hadeln mit 85 Jahren gestorben: Der kantige Kosmopolit leitete Berlin, Venedig, Locarno und Nyon. Sein Biograf lernte von ihm, dass man reisen und mit Menschen reden muss, um an grosse Filme heranzukommen. Eine persönliche Erinnerung.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
IOC-Paukenschlag! Russland wieder bei Olympia
Eine bemerkenswerte Entscheidung vom Internationalen Olympischen Komitee. Die Suspendierung von Russland wurde vorläufig aufgehoben. Das Internationale Olympische Komitee öffnet Athletinnen und Athleten aus Russland den Weg zur Rückkehr in den Weltsport. Am Dienstag gab das IOC nach einer Sitzung der Exekutive bekannt, dass die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands ROC vorläufig aufgehoben und die Empfehlungen an die Fachverbände damit hinfällig sind. Russische Mannschaften könnten damit ebenso wieder bei internationalen Wettbewerben an den Start gehen wie russische Sportler bei den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Dafür müssen sie die Anforderungen im Anti-Doping-Kampf erfüllen: Jeder russische Athlet muss sich mehreren Tests unterziehen, bevor er wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen darf.
Heute.at.paukenschlag
Fußball-WM
Später Jubel: Die Schweiz gewinnt im Elfmeterschießen
Die Schweizer setzten sich im Achtelfinale gegen Kolumbien im Elfmeterschießen durch. Das letzte Achtelfinale dieser WM zwischen der Schweiz und Kolumbien war das erste, in dem die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Am Ende setzten sich die Schweizer knapp mit 4:3 durch und zogen erstmals seit 1954 wieder in ein WM-Viertelfinale ein. Es war schon zu befürchten, dass dieses Achtelfinale nach dem Knüller Argentinien – Ägypten (3:2) abfallen würde. Zu pragmatisch ist der Ansatz der beiden Teams, zu sehr suchen beide Trainer das Heil in der defensiven Disziplin.
Kurier.at.schweiz-kolumbien
Argentinien gegen Ägypten war eines der besten und spannendsten Spiele dieser Weltmeisterschaft. Die favorisierten Argentinier setzten sich erst in einem „Herzschlagfinish durch. Zur Titelverteidigung wird es in dieser Verfassung wohl nicht reichen. Auch erweist sich aber immer mehr:Österreich und auch Deutschland haben in diesem nun elitären Kreis wirklich nichts verloren und wurden zu Recht heimgeschickt!!
Haben Sie einen schönen Tag!
A.C.

