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5. MAI 2026 – Dienstag

05.05.2026 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: „Salome“ am 4.5. 

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Foto: Lidia Fridman / Website 

Welch außerordentliche Prinzessin

Schon lange wurde in der Opernwelt kein Name so gehypt wie jener der derzeit dreißigjährigen Russin Lidia Fridman. Sie hat ihre Heimat nach der ersten Gesangsausbildung 19jährig verlassen und ging nach Italien, wo sie sich seit nunmehr sieben Jahren eine Karriere aufbaute, die jüngst geradezu explodierte. Dass Riccardo Muti sie zu seiner neuen Lieblingssängerin erhoben hat, schadet dabei sicherlich nicht… Interessant an Lidia Fridman ist, dass sie ohne irgendwelche „lyrische“ Umwege direkt ins hochdramatische Fach sprang – Donizetti-Königinnen, Nabucco-Abigail, Lady Macbeth, Norma, Wozzeck-Marie, Salome. (Mozart kann sie sie auch.) Opernfreunde, die ein bisschen im Internet stöbern, werden ihre Salome finden, die sie (in einer verrückten Inszenierung von Emma Dante) in Florenz sang, und ihren letzten Triumph: Die von Riccardo Muti dirigierte, von seiner Tochter Chiara respektabel inszenierte Aufführung des Macbeth im Teatro Regio di Torino, wo ihre Lady wirklich Gänsehaut erzeugt (und das im besten Sinn).

In Wien ist Lidia Fridman bereits als Norma zu hören gewesen, nun wartete man mit Spannung auf ihre Salome. Und tatsächlich – eine so außerordentliche Prinzessin hat man noch selten gehört. Die Stimme scheint sich immer wohler zu fühlen, je höher sie gefordert wird, wobei die kraftvollen Attacken mit technisch perfekten, getragenen Piani abwechseln. Sie erinnert an eine legendäre Salome, die man nur von der Schallplatte her im Ohr hat, nämlich an die stupende Leichtigkeit, mit der Ljuba Welisch einst diese Rolle sang. Wenn die Stimme von Lidia Fridman ein leises Defizit hat, dann in der Tiefe, aber das wird sie auch noch beheben. Was Stimmfülle, stählerne Kraft und Klarheit der Höhe betrifft, hat sie derzeit wohl wenig Konkurrenz. Interessant auch ihre akzentfreie Aussprache, obwohl die Salome außer der Wozzeck-Marie ihre bislang einzige deutschsprachige Rolle ist…

…Es war der Abend der Lidia Fridman, der man prophezeien möchte, dass sie bald ein Weltstar sein und in einem halben Dutzend Jahren auch in der Wagner-Welt unterwegs sein wird.

Zum Bericht von Renate Wagner

Bayerische Staatsoper: Das Nationaltheater öffnet seine Türen für Sie

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Ab kommendem Freitag öffnen sich die Türen des Nationaltheaters im Rahmen der Apollon Foyers jeden Freitag tagsüber zum Entdecken und Verweilen. Auch bei der Langen Nacht der Musik am Samstag, 9. Mai 2026 gibt es einiges zu erleben. Es erwartet Sie ein vielfältiges musikalisches Programm mit Mitgliedern der Herman-Levi-Akademie des Bayerischen Staatsorchesters, des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper sowie verschiedenen Jazz-Ensembles.
 
Am Sonntag, 10. Mai 2026, folgt ein weiteres Highlight: die Uraufführung von Brett Deans Of One Blood. Nutzen Sie die seltene Gelegenheit, diese Oper über die komplexe Beziehung zwischen Elizabeth I. und Mary Stuart zu erleben – inszeniert von Claus Guth und unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski.
 
Herzliche Grüße
Ihr Team der Bayerischen Staatsoper

 

Nationaltheater Mannheim:  Premiere von Georges Bizets komischer Oper »Le docteur Miracle« am So, 17.05.2026 um 18.00 Uhr ins OPAL.

Le Docteur Miracle: Amazon.de: CDs & Vinyl

In Georges Bizets rasanter Komödie geht es drunter und drüber, aber die Liebe findet immer einen Weg. Das musikdramatische Erstlingswerk des jungen Komponisten lässt dabei den Einfallsreichtum und die musikalische Zugkraft späterer Meisterwerke aufblitzen. Die Ensemblemitglieder des Internationalen Opernstudios am NTM bringen in dieser Produktion ihr sängerisches Können zu Gehör.

In der Familie des Podestat gehen merkwürdige Dinge vor sich: Schon länger verdächtigt er den Hauptmann Silvio, sich an seine Tochter Laurette heranzuwerfen und ist ungehalten über die Vorgänge. Gut, dass sein neuer Diener Pasquin das ganz genauso sieht! Dieser verspricht, Silvio endlich auf die Schliche zu kommen, sollte er sich noch einmal ans Haus der Familie heranwagen. Was der Podestat nicht weiß: Der Jäger ist zugleich der Gejagte. Silvio hat sich inkognito als Diener anheuern lassen und schreckt vor keinen Mitteln der Täuschung zurück, um doch noch an Laurette zu gelangen…

Mit der Opèra-comiqe »Le docteur Miracle« gewinnt der gerade einmal 18-jährige Bizet den Wettbewerb des Théâtre des Bouffes-Parisiens und sichert sich neben den 10 erfolgreichen Folgeaufführungen sogleich die Protektion Gioacchino Rossinis. Auch die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Librettisten Ludovic Halévy sollte 18 Jahre später in keinem geringeren Werk als »Carmen« seine Vollendung finden.

Unter der packenden Musikalischen Leitung von Anton Legkii und Naomi Schmidt, der Musikalischen Leiterin des Opernstudios, erweist sich Bizets melodiestarke und temporeiche Komödie als ideales Stück die jungen Stimmen des Opernstudios. Regie führt Claudia Plaßwich.
 Weitere Termine Fr, 22.05.2026, 19.30 Uhr

Giuseppe Verdi: La forza del destino • Bühnen Bern • Premiere: 03.05.2026

Linker Messianismus, Kriegsverniedlichung und plumper Aktionismus

Mit Julia Lwowskis «La forza del destino» bringt Bühnen Bern linken Messianismus, Kriegsverniedlichung und plumpen Aktionismus, kurz allerübelstes Regietheater, auf die Bühne. Man fragt sich, wie der «repertoiretaugliche» Liebestrank aussehen könnte, den sie in der kommenden Saison auf die Bühne des Zürcher Opernhauses bringen soll. Um die musikalische Seite ist es leider kein bisschen besser bestellt.

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Foto © Florian Spring

Julia Lwowski (Regie) hat durchaus ein paar interessante Ideen zur Macht des Schicksals entwickelt. Leider gelingt es ihr nicht, diese in ein schlüssiges Konzept zu fassen. Je länger der Abend dauert, desto weiter klafft die Lücke zwischen dem musikalisch-textlichem Gehalt und der Szene auseinander. Die Regisseurin scheint eine ausgeprägte Angst vor der szenischen Ruhe zu haben: dabei gibt es einige Momente, die keiner szenischen Aktion bedürfen. Die hinzuerfundene Rahmengeschichte eines Vaters, der seine Tochter «standesgemäss» in eine Oper über die Macht des Schicksals ausführt und verhindert, dass die Tochter im Theater Kontakt zu einem unbekannten Zuschauer knüpft und die Tochter dann in der Oper ihre eigene Geschichte erzählt sieht, könnte ja noch passen. Aber warum muss das Ganze mit tumultartigem Klamauk erfolgen? 

Zum Bericht von Jan Krobot

Bern
Die Macht des Schicksals – Verdi inszeniert von Julia Lwowski in Bern
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,26 Minuten)
deutschlandfunk.de

Kontrapunkt
„Der Opernfreund.de. Kontrapunkt: „Rettet den Freischütz!“

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Grafik: Peter Klier

Webers Freischütz war bis dato Deutschlands beliebteste Familienoper. Die müssen wir zerstören! – sagt heute anscheinend der Zeitgeist auch auf der Opernbühne. Die schön schaurige Liebesgeschichte (Kern der Oper) macht natürlich keinen Sinn mehr, wenn Agathe lesbisch ist, oder? Jetzt gibt es in Bonn den „Freischütz gegen rechts“. Die AFD wird quasi geadelt, weil die bekannten Gesichter nun Hauptrollen bekamen. Alle Dialoge wurden natürlich umgeschrieben – versteht sich 😉 Erste Anrufe und Mails, die ich heute schon erhielt, sprachen davon, daß das Theater Bonn nach der Pause halb leer war. Das Premierenpublikum stimmt mit den Füssen schon vor dem Ende ab (so der einheitliche Tenor) und flüchtete wohl in Scharen… Was soll man da noch sagen? Mir fehlen die Worte…
Kontrapunkt: „Rettet den Freischütz!“ – Der Opernfreund

Der Freischütz – Theater Bonn: Durch die Wälder mit den Blauen

Wenn Volker Lösch und Lothar Kittstein auf Carl Maria von Webers urdeutsche Oper treffen, ist Deutliches zu erwarten. So kam es auch. Durch diesen „Freischütz“ geistert die AfD-Prominenz, während ein CDU-Kanzler den Teufelspakt sucht. Im Publikum gab’s vernehmlichen Widerspruch.

Nachtkritik.de.der.freischütz

Bonn: „Der Freischütz“, Carl Maria von Weber
Selten dürfte ein Zwischenruf so viel Beachtung gefunden haben wie jener, der bei der Premiere von Der Freischütz an der Oper Bonn durch den Saal hallte: „Weber weint!“ war dort zu vernehmen. Und tatsächlich – dieser Abend ließ kaum jemanden unberührt, provozierte, irritierte und regte vor allem eines an: heftige Reaktionen.

Dass es dazu kommen würde, war im Grunde absehbar. Sobald ein Regisseur wie Volker Lösch ans Werk geht, stellt sich nicht die Frage, ob es Proteste gibt, sondern wie laut sie ausfallen. In Bonn fielen sie sehr laut aus – und zahlreich, denn das, was hier auf der Bühne passierte, war letztlich keine herkömmliche Opernaufführung, sondern etwas, das neben reinen Geschmacksfragen auch Generationenfragen stellte und durch eine unfassbare Politisierung noch zusätzlichen Sprengstoff mit sich brachte. Lösch verlegt Webers romantische Oper kurzerhand in eine düstere Zukunft und lässt sich vom Autor Lothar Kittstein zusätzliche Texte schreiben. Der Abend firmiert unter dem Titel „Alptraum für Deutschland“ – und genau als solcher entfaltet er sich auch…

… Am Ende bleibt ein Abend, der stark polarisiert. Die Regie muss sich erwartungsgemäß einen heftigen Buh-Orkan abholen, gleichwohl hört man auch Bravos und Zustimmung. Man könnte viel über diese Produktion, über Erwartungen, über Generationenkonflikte, über die Frage, wie politisch Theater sein darf oder muss, über die „Gefahr von rechts“, über die Frage, ob Weber wirklich weint und was ein „vernünftiger Freischütz“ sein kann, diskutieren. Letztlich bleibt dies ein Abend, der Traditionalisten enttäuschen wird, aber zugleich ein Publikum anspricht, das sich für experimentelles, politisches Musiktheater interessiert. Vor allem aber ist es ein Abend, der einen nicht kalt lässt – und das ist vielleicht die größte Stärke dieser Produktion.

Denn, ob man ihn nun ablehnt oder verteidigt: Gleichgültigkeit ist hier keine Option.

Sebastian Jacobs, 4. Mai 2026

https://deropernfreund.de/theater-bonn/bonn-der-freischuetz-carl-maria-von-weber/

Düsseldorf:
„Elektra“, Richard Strauss. Szenischer Totalausfall

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Zum Video

Die Deutsche Oper am Rhein stand bei ihrer neuen Produktion von Richard Strauss’ Elektra bereits vor der Premiere vor einer großen Herausforderung: Kurzfristig erkrankte die Hauptdarstellerin, sodass die Sängerin der Titelpartie ihre eigentliche Premiere erst in der dritten Vorstellung absolvieren konnte. Für ein Opernhaus ist eine solche Situation immer heikel – für eine Partie wie Elektra, die vokal wie darstellerisch einem Marathonlauf gleicht, erst recht. Quasi aus dem Stand musste sich nun Magdalena Anna Hofmann nach krankheitsbedingter Unterbrechung in diese extrem fordernde Rolle werfen, ohne die entscheidende finale Probenphase vollständig durchlaufen zu haben.
Von Sebastian Jacobs

DerOpernfreund.Elektra.duesseldorf

Bremerhaven: „Meine Gattin, meine Heilige“ –  Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ in Bremerhaven
Eigentlich kann man Pauls Wahnsinn in Erich Wolfgang Korngolds Oper heute kaum noch nachvollziehen: Nach dem symbolistischen Roman „Bruges -la-Morte“ (1892 von Georges Rodenbach) in dem Libretto von Paul Schott hat Paul nach dem Tod seiner Frau Marie, der „Heiligen“, in einem Zimmer die „Kirche des Gewesenen“ eingerichtet. Es ist voll mit Utensilien, wovon die wichtigsten ein Haarschopf, ein Schal und eine Laute sind.
neue.Musikzeitung/nmz.de.korngold

Magdeburg „Manon“, Jules Massenet
Musikalisch hinreißender, regielich plakativer Massenet in Magdeburg. Die Oper Manon geht auf einen Roman zurück, der lange vor der Gründung der Vereinigten Staaten entstanden ist: Abbé Prévost hat 1731 die Geschichte publiziert, in der ein junges Mädchen zwischen freier Liebe und Verlangen nach Luxus aufgerieben wird und schließlich in Amerika ihr Leben aushaucht. Das Libretto stammt von Henri Meilhac und Philippe Gille nach dem Roman Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut des Abbé Prévost. Die Uraufführung fand am 19. Januar 1884 an der Opéra-Comique in Paris statt. Das Theater der Stadt Magdeburg hat jetzt erstmals diese Opera comique in fünf Akten in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln herausgebracht.
Von Dieter David Scholz
https://deropernfreund.de/theater-magdeburg/magdeburg-manon-jules-massenet/

Wie gefährlich sind Männerblicke für Frauen?
Christian Øland gibt mit Jules Massenets „Manon“ seinen Operneinstand als neuer GMD in Magdeburg. Er lässt die tragisch umschimmerte Traurigkeit in der Leichtigkeit der Musik wunderbar aufscheinen.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/theater-magdeburg-manon-2-5-2026/

Schwetzingen: Nachts im Museum
Im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspielen inszeniert Regisseur Markus Bothe für das Nationaltheater Mannheim Claudio Monteverdis „L’Orfeo“ als fließendes Spiel zwischen Bühne und Publikum – und als Hommage an die Renaissance- und Barockmalerei.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/schwetzinger-swr-festspiele-l-orfeo/

Wiederaufnahme „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss am 3. Mai im Badischen Staatstheater/KARLSRUHE . Eine spannende Zeitreise


Ann-Beth Solvang, Florence Losseau. Foto: Felix Grünschloss

Dieser „Rosenkavalier“ in der Inszenierung von Andreas Homoki öffnet den Blick auf eine ungewöhnliche Perspektive. Die Konzeption als Dialogstück im Stil von Tschechow möchte er nicht übertreiben. Die Theaterfiguren treten miteinander in eine höchst lebendige dynamische Aktion. Die Fixiertheit erhält hier automatisch mehr Freiheit – und so entsteht eine spannungsvolle Zeitreise…

Zum Bericht von Alexander Walther

Wettquoten vor ESC in Österreich: Ein Top-Favorit, Enttäuschung für Cosmó
Knapp zwei Wochen vor dem Mega-Event in Wien gibt es bei den Buchmachern einen klaren Favoriten. Österreich ist es aber eher nicht. Glaubt man der Einschätzungsübersicht der Wettbüros, dann hat der 70. Eurovision Song Contest in Wien einen klaren Favoriten auf die Trophäe: Finnlands Linda Lampenius & Pete Parkkonen. Mit (noch) komfortablen 29 Prozent Siegchance geht den Buchmachern zufolge das Duo ins Rennen. Allerdings hat Griechenlands Publikumsliebling Akylas („Ferto“) im Vergleich zu Mitte April gehörig aufgeholt (16 Prozent Siegchance). Im Gegensatz dazu tanzt Cosmós „Tanzschein“ weiter weit hinten.
Kurier.at.song.contest

Sprechtheater: Spitzentöne: Wird das Theater totgespart?
Die gute Nachricht: Der Wiener Bühnenkonzern VBW bekommt eine neue Geschäftsführung, die Probleme des Theaters an der Wien könnten sich bald verflüchtigen. Die schlechte: Babler lässt Theaterschließungen durchrechnen. Tatsächlich bloß aus taktischen Gründen?
https://www.news.at/menschen/wien-theater-schliessungen-2026

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

«Projekt Freiheit»: Donald Trump will gestrandete Schiffe aus der Strasse von Hormuz führen – aber wie?: Der amerikanische Präsident startet einen Versuch, die iranische Blockade der Meerenge zu durchbrechen. Denn die Verhandlungen um ein Ende des Krieges sind weiterhin festgefahren.
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 Gegen die Billigdrohnen des Hizbullah kann Israels Armee kaum etwas ausrichten: Die libanesische Schiitenmiliz fügt israelischen Soldaten mit sogenannten Glasfaserdrohnen empfindliche Nadelstiche zu. Eine Waffe, die in der Ukraine längst Standard ist, trifft die Truppen scheinbar unvorbereitet. Was bedeutet das für Israels «Sicherheitszone» in Südlibanon?
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Das neue Selbstbewusstsein der «Hinterwäldler»: warum sich Wales immer mehr von England abwendet: Ihre bedrohte Sprache haben die Waliser bereits gerettet. Nun berufen sie sich auf ihre eigene Identität und wollen bei der Regionalwahl die Nationalisten von Plaid Cymru wählen. Eine Spurensuche in der walisischen Provinz.
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Demokratisierung in Ungarn: Peter Magyar soll seine Macht nutzen und zugleich begrenzen: Die neue ungarische Regierung tritt mit dem Versprechen an, aus Orbans illiberaler Demokratie wieder eine echte zu machen. Wie kann das gelingen, ohne dass Magyar selbst autokratisch agiert?
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Mexikos Kampf gegen Drogenkartelle: «Das Hauptgeschäftsfeld der Kartelle ist die Produktion von Gewalt», sagt der Sicherheitsexperte: Die Regierung von Präsidentin Sheinbaum konnte jüngst führende Köpfe der mächtigen Drogenbande Cártel de Jalisco Nueva Generación (CJNG) ausschalten. Falko Ernst warnt aber vor Optimismus: In Mexiko seien die Kartelle nicht vom Staat zu trennen.
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 Taiwans Präsident trickst China aus: China versuchte mit hemdsärmligen Mitteln, einen Staatsbesuch beim einzigen diplomatischen Alliierten Taipehs in Afrika zu verhindern. Am Samstag tauchte Präsident Lai Ching-te plötzlich dort auf.
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 Keine Macht für Niemand: Weshalb die doppelte Verneinung gar nicht so uninteressant ist. Die Zugabe von Manfred Papst.
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Das Schauspielhaus Zürich blickt auf seine erste Spielzeit zurück: «Warum haben alle ein Abo für Netflix, aber nicht fürs Theater?»
Künstlerisch überzeugt das neue Intendanten-Duo Pinar Karabulut und Rafael Sanchez, doch die Auslastung am Schauspielhaus ist noch immer tief. Im Gespräch erklären sie, wie sie das ändern wollen.
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«Wir haben, äh, gelogen»: Die dreiste Wiederkehr der Stars:Peter Kraus geht auf Abschiedstournee – zum achten Mal. Über den ältesten Trick im Showbusiness, den es vielleicht bald nicht mehr braucht.
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Der neue Zürcher «Tatort» vereint harten Thriller und leise Sozialkritik: Ein Alltag in der Illegalität, eine tödliche Beobachtung und ein fatales Versprechen: Die Folge «Könige der Nacht» zeigt, wie Privilegien und Schattenseiten brutal aufeinanderprallen.
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Von «Margo’s Got Money Troubles» bis «Euphoria»: Pornografie, ja und?: Onlyfans ist kein Tabu mehr, sondern Stoff für Serien. Aber von Online-Sexarbeit zu erzählen, ist gar nicht so einfach. Besonders vor dem Hintergrund der Debatten über Deepfakes und Revenge-Porn.
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«Collection de l’Art brut»: Sie leiden an einer Psychose – und malen sich die Hölle aus: Grosse Kunst von kranken Menschen: Die weltweit einmalige «Collection de l’Art brut» in Lausanne feiert ihren fünfzigsten Geburtstag.
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 Auf Zitatpirsch zwischen Waschküche und Weinkeller: Unser Kolumnist oszillierte erfolgreich. Die Zugabe von Manfred Papst
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Österreich
Polit-Hammer in Linz: Schuldig: Wöginger tritt als ÖVP-Klubchef zurück!
Innenpolitischer Paukenschlag am Landesgericht Linz: Für August Wöginger gab es am Montag im Amtsmissbrauchsprozess einen Schuldspruch! Daraufhin gab der 51-Jährige seinen Rücktritt als ÖVP-Klubobmann bekannt. ÖVP-Klubobmann August Wöginger erhält sieben Monate bedingt sowie eine unbedingte Geldstrafe von 43.200 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Wöginger hofft auf einen Freispruch in der nächsten Instanz. Sein ganzes Statement kann man hier nachlesen.
https://www.krone.at/4128438

Nach Rücktritt von Wöginger: Ernst Gödl soll als ÖVP-Clubchef nachfolgen
SalzburgerNachrichten.at 

Babler: 600.000 Euro für Urin-Performance
Ekel-Alarm im Österreich-Pavillon! Skandal-Performerin Florentina Holzinger (38) sorgt bei der Kunst-Biennale 2026 für Wirbel. Der Plan für „Seaworld Venice“: Mobil-WCs für Besucher, deren Inhalt in riesige Container fließt: Als Schwimmbecken für die Künstler. Das wird massiv gefördert. Venedig zittert vor Holzingers „Kläranlage“. Laut Insidern sollen zwei Urin-Tanks das Zentrum der Schau bilden. Das Ministerium versucht gegenüber oe24 zu beruhigen: „Die Künstler:innen performen auf der Biennale 2026 in geklärtem und aufbereitetem Wasser“, heißt es aus dem Büro von Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). Man betont die „innovative Kraft“ des Konzepts, das aus 54 Einreichungen von einer Fach-Jury gewählt wurde.
oe24.atvenedig

Wien. Gasleck sorgte für Riesenstau und Sperren
Ein Gasleck beim Matzleinsdorfer Platz hat am Montagnachmittag für größere Einschränkungen gesorgt. Der Gürtel war kurzzeitig gesperrt, inzwischen ist die Sperre wieder aufgehoben. Das Gebrechen sorgte für erhebliche Staus, auch die Wiener Linien und die Badner Bahn waren betroffen.
https://wien.orf.at/stories/3352794/

Österreich: Wegen Scheidung: Steirerin missbrauchte Ehemann
Prozess mit Seltenheitswert in Graz: Eine Steirerin musste sich wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs an ihren Ehemann verantworten. Sie wollte die bevorstehende Scheidung offenbar nicht akzeptieren. Die Einsicht kam spät, aber doch.
KronenZeitung.at

Österreich
Heli-Einsatz abgelehnt: Frau soll trotzdem zahlen. „Flug war unnötig“
Die Volksanwaltschaft übt schwere Kritik am Salzburger Roten Kreuz: Eine Niederösterreicherin wurde diesen Winter nach einem Skiunfall mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen – obwohl dies laut einer Ärztin offenbar nicht notwendig war und die Verletzte den Einsatz eigentlich abgelehnt hatte …
https://www.krone.at/4127815

Das ist ein interessanter Fall: Wer entscheidet über die Notwendigkeit eines Einsatzes?  Ich habe eine derartige Situation bereits miterlebt. Ein Passant hat die Rettung gerufen, weil ein Betrunkener auf dem Gehsteig lag. Als die Sanitäter kamen, war der Betrunkene soweit ansprechbar, das er die Hilfestellung vehement  ablehnte. Die Sanitäter erzählten mir, dass sie nun „tricksen“ müssen, weil streng genommen der besorgte Passant nun den Einsatz zahlen müsste. Haben Sie das gewusst? Man lernt nie aus!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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