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26. JULI 2026 – Sonntag

26.07.2026 | Tageskommentar

Salzburg: Heute Premiere CARMEN

𝗔𝘀𝗺𝗶𝗸 𝗚𝗿𝗶𝗴𝗼𝗿𝗶𝗮𝗻 (Carmen) and 𝗝𝗼𝗻𝗮𝘁𝗵𝗮𝗻 𝗧𝗲𝘁𝗲𝗹𝗺𝗮𝗻 (Don José) in Georges Bizet’s „Carmen“ at the Salzburger Festspiele | Salzburg Festival.
🗓 Performances on:
26, 30 July & 03, 08, 12, 15, 21, 26 August 2026.

alzburger Festspiele
Salzburger Machtspiele: Die ungelöste Krise der Salzburger Festspiele
Der Abgang des Intendanten Markus Hinterhäuser markiert nur den sichtbarsten Teil einer tieferen Krise der Salzburger Festspiele um Führungsversagen, mangelnde Transparenz und offene Kostenfragen
DerStandard.at.story.machtspiele

Buch kritisiert Hinterhäuser-Abgang scharf
Fast vier Monate hat er sich nach seinem unfreiwilligen Abgang als Intendant der Salzburger Festspiele zurückgezogen, jetzt ist Markus Hinterhäuser wieder präsent. Er besucht Proben ebenso wie Konzerte – und seit heute liegt ein Buch vor, das sich äußerst kritisch mit der Rolle des Kuratoriums im Zusammenhang mit seinem Ausscheiden beschäftigt.
https://salzburg.orf.at/stories/3364114/

Salzburger Hagerlziehen auf Kosten von Transparenz und Steuerzahlern
Bei den Salzburger Festspielen sind nach dem Abgang Hinterhäusers noch immer viele Fragen offen. Die machtbewusste Landeshauptfrau hat ein Transparenzproblem
DerStandard.at.story.salzburger.hagerlziehen

„Passion“ wird in Salzburg als vokale Stressbeziehung inszeniert
Die Salzburger Festspiele präsentieren Pascal Dusapins Oper in der Kollegienkirche. Das Ensemble Modern, Sarah Aristidou und Georg Nigl bieten höchste Qualität
DerStandard.at.story

Salzburg
Salzburger Festspiele: In der Unterwelt wird es intellektuell
 (Bezahlartikel)
„Passion“ von Pascal Dusapin in der Kollegienkirche – viel Applaus für Sarah Aristidou und Georg Nigl.
https://kurier.at/kultur/pascal-dusapin-passion-salzburger-festspiele-georg-nigl/403178028

Bayreuth
Eröffnung 150 Jahre Festspiele: Bayreuths Klänge treffen mitten ins Herz
E
s gibt Abende, an denen man schon während des Schlussapplauses weiß, dass sie ihren festen Platz in der Musikgeschichte finden werden. Die Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2026 war genau ein solcher Moment. Zum zweiten Mal in der 150 Jahre währenden Geschichte erklang Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie auf dem Grünen Hügel am Eröffnungstag (wie immer der 25. Juli) – und es fühlte sich überhaupt nicht wie etwas Außerordentliches an. Eher wie ein Werk, das schon immer hierher gehörte und nun wieder einmal seinen Platz gefunden hatte. Selten hat ein Eröffnungsabend eine solche Selbstverständlichkeit ausgestrahlt und zugleich eine so große historische Dimension besessen.Das hat einen besonderen symbolischen Hintergrund: Richard Wagner
(* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig) hat Beethoven verehrt wie kaum einen anderen Komponisten. Er bezeichnete die Neunte sogar als das „menschliche Evangelium der Kunst der Zukunft“, und sie spielte für seine eigene künstlerische Entwicklung eine zentrale Rolle. Deshalb kehrt die Sinfonie bei bedeutenden Festakten in Bayreuth immer wieder zurück.
Von Andreas Schmidt
Klassik-begeistert.de

BAYREUTH: KÜNFTIG ZWEI NEUINSZENIERUNGEN PRO SPIELZEIT HEUTE „RIENZI-PREMIERE

Bayreuth/Festspiele
Bayreuther Festspiele 2027: Künftig zwei Premieren jährlich – ohne Mehrkosten
Die Bayreuther Festspiele wollen ihr Profil schärfen und ihr Angebot stärker an veränderte Publikumsgewohnheiten anpassen. Ab 2027 soll es jährlich zwei Neuinszenierungen geben, allerdings mit jeweils halbiertem Produktionsbudget. Zugleich setzt die Festspielleitung auf Innovationen wie den KI-gestützten „Ring des Nibelungen“ und hofft auf eine intensive Diskussion über die erste Bayreuther Aufführung von Wagners „Rienzi“.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/bayreuther-festspiele-2027-ausblick-100.html

So ganz verstehe ich das nicht. Ein Sparkurs ist angesagt und offenbar auch nötig. anderseits kostet eine zweite Neuinszenierung  viel Geld. Oder übersehe ich etwas? Ich muss unseren Wolfgang Habermann fragen, der ist Mathematiker, vielleicht kann mir der erklären, wie man eine zweite Neuinszenierung „wegsparen“ kann! Für meine Firma habe ich auch eine Steuerberaterin gebraucht, sonst hätte ich „lieb ausgschaut“ 

Hitlers Liebling? Das ist eine Friedensoper! (Bezahlartikel)
Nathalie Stutzmann bringt Richard Wagners frühe Oper „Rienzi“ bei den 150. Bayreuther Festspielen zum ersten Mal auf den Grünen Hügel. Ihr Ideal ist ein Orchesterklang, der atmet und singt.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/musik-und-buehne/oper/nathalie-stutzmann-dirigiert-erstmal-den-rienzi-in-bayreuth-accg-201046302.html

Bayreuth
Zwei Opern mit einer Klappe: 2027 „Lohengrin“ und „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen
Die Bayreuther Festspiele beugen sich dem veränderten Publikumsverhalten und zeigen ab 2027 zwei Neuproduktionen pro Sommer. Besonders der „Lohengrin“ verspricht, aufregend zu werden. Nur ein Premierenaufschlag pro Sommer, das ist ab kommendem Jahr in Bayreuth Geschichte. Die Festspiele bringen dann zwei Neuproduktionen heraus – und beugen sich damit auch dem veränderten Publikumsverhalten, wie Geschäftsführer Heinz-Dieter Sense am Freitagabend bei der Jahres-Pressekonferenz einräumte. Für 2027 bedeutet das ein beziehungsreiches Doppel: „Lohengrin“ und „Parsifal“, Letzterer ist der Sage nach ja der Vater des Ersteren.
MünchnerMerkur.de

„Ring“ in Bayreuth: Eine Frau, die Männer in die Schranken weist
Die Sopranistin Camilla Nylund gehört seit Jahren zu den tragenden Säulen des Ensembles der Bayreuther Festspiele. Im Jubiläumsjahr wartet eine ganz große Aufgabe auf sie. Ein Interview.
Frankfurter Allgemeine.net.bayreuth

Bücher
Richard Wagner und der Nationalsozialismus: Gesamtkunstwerk Faschismus
Die Bayreuther Festspiele feiern Jubiläum. Derweil hat Anno Mungen mit seinem Buch »Von Bayreuth nach Auschwitz« den Finger tief in die Wunde gelegt.
nd.aktuell.de.gesamtkunstwerkfaschismus

Bregenzer Festspiele: Auf dem Mond herrscht Grapschverbot!
Leoš Janáčeks Spießbürgersatire „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ erheitert und erfreut als Hausoper der Bregenzer Festspiele szenisch wie musikalisch. Dem Brouček sei Bier is ned deppert! Falls jemand unbedingt nachrechnen möchte, dann waren es heute schon acht – nein: neun Krügel, frisch gezapft und zugestellt vom Würfl nebenan, dem Wirten seines Vertrauens.
DiePresse,com.bregenz.broucek

Bregenz
Der einzig Normale unter lauter Verrückten
Yuval Sharon inszeniert bei den Bregenzer Festspielen „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janáček. Bei der Premiere verleihen die Wiener Symphoniker, der Philharmonische Chor Prag und das Ensemble der Musik regelrecht Flügel.
DieDeutscheBuehne.de

Der Jedermann-Spießer in uns allen
Die zweite Neuinszenierung der Bregenzer Festspiele 2026 fördert weit mehr Erkenntnisse als die an der Oberfläche kratzende „La Traviata“. Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ sind in der Inszenierung von Yuval Sharon eine Einladung zu erforschen, wieviel gräuliche Bürgerlichkeit ins uns allen steckt.
Concerti.de.oper

„Die Ausflüge des Herrn Brouček“ in Bregenz: Endstation Bierfass (Bezahlartikel)
Eine großartige, farbenprächtige Hommage an das Absurde: Yuval Sharon fasziniert mit Leoš Janáčeks Opernsatire
Kurier.at.broucek

Mit neun Krügerl durch ein absurdes Libretto
Großer Jubel für Leoš Janáčeks Opernsatire „Die Ausflüge des Herr Brouček“ im Bregenzer Festspielhaus.Herr Käfer, so heißt Brouček auf Tschechisch, ist ein Kleinbürger, der Genüge findet in seinen vier Wänden und jeden Abend beim Wirt Schweinebraten und neun Krügerl Bier konsumiert. Konstant alkoholisiert, schwebt er samt Häuschen auf den Mond, im zweiten Teil mitten in den Hussitenkrieg. Ein merkwürdiges Libretto, das Leoš Janáček, der Brünner, für seine erste Oper in Prag gewählt hat. Verständlich, dass es damalige Kunstrichtungen aufs Korn nimmt und im zweiten Teil ein zentrales Thema tschechischer Identität aufgreift. In Bregenz erlebte man das Werk in der Originalsprache dank des wunderbaren Prager Philharmonischen Chors, und eines hochklassigen Ensembles, das in diverse Rollen schlüpft.
https://www.krone.at/4230832

80 Jahre Bregenzer Festspiele: Im Jubelrausch für das neue Opernprogramm
Von Georgina Szeless

 

Man wusste es, hielt es aber nicht für möglich. Das traditionelle Opernfestival im westlichsten Bundesland Österreichs feierte am Mittwoch und Donnerstag, dem 22. Juli 2026 und tags darauf dem 23. Juli, sein 80-jähriges Bestehen mit zwei Opern in Bregenz, die bisher noch nicht in Bregenz aufgeführt wurden. Ein altbekanntes und ein neuentdecktes Werk, in beiden Fällen mit einem geradezu sensationellen Erfolg. Den Auftakt machte Verdis berührendes Seelendrama, an Ostern bereits ausverkauft, „La Traviata“ nach dem Roman Alexandre Dumas d. J., uraufgeführt 1853 in Venedig, eigentlich ein intimes Werk, das man bei den Dimensionen der größten Seebühne der Welt gar nicht so am rechten Platz glauben würde. Am Bodensee gelten andere Gesetze. Man inszeniert bei Ausnützung des Sees und macht diesen zum Mitspieler der Oper. Während die elegante Gesellschaft in der Pariser Oper sich aller Lebensfreuden hingibt, und Verdis Musik die Charaktere in schwungvollen Klängen aufmarschieren lässt, gibt es unten im Wasser eine fröhliche Schwimmstunde für die ungeladenen Gäste. Zur Zeit der Roaring Twenties spielt das spektakuläre Bühnenbild von Paolo Fantin in der Inszenierung von Damiano Michieletto, wenn auch große physische Anforderungen an die badenden Personen gestellt werden. ..

 

Das längst fällige Festspielgeschenk – Leos Janaceks „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ als Hausoper der Bregenzer Festspiele

Es war kaum zu erwarten, dass das so gut wie unbekannte Werk des tschechischen Meisters so bedingungslos angenommen würde. Es wurde enthusiastisch applaudiert, und der Stoff geht einem wegen seines überirdischen Sujets lange nicht aus dem Sinn. Verstehen wird man es besser, wenn man sich eingehend damit beschäftigt. Bisher gab es bemühte Versuche zur populären Annäherung. Schon die Entstehung der Oper war sorgenvoll für den Komponisten und machte bereits Probleme bei der Suche nach Librettisten. 

Zum Bericht von Georgina Szeless

ERL/Tiroler Festspiele: WE ARE THE LUCKY ONES 24.7.2026 (Susanne Lukas)

Frederick Ballentine, Alex Rosen und Germán Olvera singen und rocken durchs Leben. Copyright: Scheffold-Media

Leben, um davon zu erzählen – nicht von atemberaubenden Biografien berühmter Persönlichkeiten, sondern von mehr als 70 Westeuropäern und Nordamerikanern, geboren in den 1940er-Jahren. Menschen wie Du und ich mit – insgesamt 64 – kleinen Szenen und persönlichen Episoden: erzählt wird Historisches wie die Kriegswirren aus kindlicher Sicht um brennende Häuser, Vergewaltigung der Mutter und lauten Bomben, Mondlandung („was noch, wenn die Raketen zum Mond schicken können?“), Mauerfall, Ängste, dass Flugzeuge vom Himmel fallen („let them fall“) und Computerausfällen zum Millenium-Jahreswechsel, Klimawandel („durch die Wetteränderungen wird es Städte geben, in denen man nicht mehr leben kann“) und der Sorgen in den heutigen Tagen mit anhaltender Armut, Bootsflüchtlingen und Politikern, die Hitler verehren und trotzdem gewählt werden…

Zum Bericht von Susanne Lukas

»Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich«

Die »Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich ― Musik am Ursprung« feiern von 30. August bis 1. November 2026 zum 66. Mal den Genius Loci von elf mit be-
rühmten Musikerpersönlichkeiten verbundenen Schauplätzen

Fotos (v.l.): Schloss St. Peter/Au©Johannes Zinner; Valer Sabadus©schneiderphotography; Schloss Atzenbrugg/Konzert©Richard Marschik; Camilla
Nylund©Shirley Suarez; Annely Peebo©zVg; Rafael Fingerlos©Theresa Pewal; Clemens Unterreiner©Ulrik Hoelzel; Hagar Sharvit©Andrej Grilc; Ehem. Synagoge St.
Pölten©Pfoser ZT/Herfert.

30.08., 18 Uhr: Carl-Zeller-Serenade, Schloss St. Peter/Au
06.09., 16 Uhr: Schubert-Serenade, Schloss Atzenbrugg
13.09., 19 Uhr: Schloss-Serenade, Schlosstheater Laxenburg
19.09., 18 Uhr: Gottfried von Einem-Serenade, Kirche zur Hl. Katharina Oberdürnbach
27.09., 16 Uhr: Beethoven-Serenade, Haus der Kunst Baden
04.10., 17 Uhr: Randhartinger-Serenade, Festsaal Ruprechtshofen
11.10., 18 Uhr: Hugo-Wolf-Serenade, Burg Perchtoldsdorf
16.10., 19:30 Uhr: Schönberg-Serenade, Schönberghaus Mödling
18.10., 19 Uhr: Joseph-Haydn-Serenade, Haydn Geburtshaus Rohrau
25.10., 18:30 Uhr: Serenade des Exils, Ehemalige Synagoge St. Pölten
01.11., 17 Uhr: Krenek-Serenade, Salon Krenek Krems

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL

 

DER GÖTTERGATTE von Franz Lehár
Premiere: Fr., 14. August 2026, 19:30 Uhr
Im Kongress & TheaterHauses Bad Ischl

DER GÖTTERGATTE
 ist eine seltene Perle des Operettenrepertoires, eine Kuriosität. Mit leichtfüßigem Witz und Lehárs musikalischem Esprit vergreifen sich hier der Komponist und seine Librettisten an der griechischen Mythologie. Die Uraufführung 1904 wurde umjubelt.
Auf der Suche nach einer spektakulären Geschichte für ein neues Theaterstück spricht Theaterdirektor Mäandros bei Gottvater Jupiter höchst persönlich vor. Dieser ist schnell überzeugt – er will den Stoff für die Theatersensation selber erleben und mischt sich mit Merkur heimlich unter die Sterblichen, nur um letztendlich von keiner geringeren als seiner eigenen Gattin Juno verführt zu werden.
Das Lehár Festival bringt dieses hinreißende Kleinod halbszenisch erstmals auf die Bad Ischler Bühne. Freuen Sie sich auf ein vergnügliches Gefühlschaos, umrahmt von Lehárs berührenden, einfallsreichen Kompositionen.

Sprechtheater
Salzburg/Festspiele/Perner Inseln:
Faust pur – ganz ohne Bierhumpen und Hexenbesen

Goethes „Faust I“ in der Regie von Ulrich Rasche hat am Samstag bei den Salzburger Festspielen Premiere. Zu sehen ist auf der Perner Insel eine stark reduzierte Fassung des Klassikers.
https://www.krone.at/4231042

Film: Ornella Muti und Tochter beantragen russische Staatsbürgerschaft
Die Schauspielerin hat familiäre Wurzeln in Russland und war wegen ihrer Nähe zu Putin in Italien bereits ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die italienische Schauspielerin Ornella Muti (71), die wegen ihrer Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin in ihrer Heimat öfter ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist, hat die russische Staatsbürgerschaft beantragt. Der Schritt sei Ausdruck ihrer familiären Verbundenheit zu Russland und kein Bruch mit ihren italienischen Wurzeln, berichtete ihre Tochter Naike Rivelli (51), die ebenfalls die russische Staatsbürgerschaft beantragt hat. Mutis Mutter war Russin.
Kurier.at.ornellamuti

 

Apropos“ von Renate Wagner

 

Durchstehen, Aussitzen, Widerstand?

Es wäre ein Denkfehler zu meinen, dass Kulturjournalisten zu anderen Themen den Mund halten sollen (weil sie ja nichts davon verstehen). Man ist schließlich ein denkender Mensch, man lebt in einer Umwelt, über die jeder reflektiert, also hat man eine Meinung. Auch zur Causa Walter Ruck.

Natürlich ist es besonders schwer, weil unsicher, darüber zu schreiben, weil sich jede Minute etwas ändern kann und alles, was man gedacht hat, obsolet wird. Und es ist auch schwer, wenn man abseits des Mainstreams denkt. Aber auch solche Leute muss es geben…

Also, Herr Ruck hat natürlich Unrecht. Es gibt mit Sicherheit auch Frauen, die mit in den Weinkeller gehen und dort auf Augenhöhe mitzechen (er ist ihnen bloß noch nicht begegnet). Und es gibt wohl auch – nicht viele, aber doch -, die sich mit ihrer adipösen Figur abgefunden haben, auf Cholesterin pfeifen und bei einer Stelze mithalten. Weil Herr Ruck möglicherweise nur ganz braven Damen  begegnet ist, sollte er keine allgemeinen Urteile fällen.

Aber – was geht es uns an, wenn ein gestriger Macho gestrige Ansichten über Frauen hat? Soll er doch, wir sind nicht die Gedanken- und Meinungspolizei. Machen wir doch nicht ein solches Theater um alles!!! Das berührt uns doch nicht, macht die Frauen von heute nicht kleiner. Ihn jetzt wegen „misogyner Aussagen“ in den Orkus zu schicken, zeigt, wie die moralinsaure Wokeness bereits die ganze Gesellschaft durchdrungen hat.

Ich bin überzeugt, dass durchaus nicht jeder, der in der ÖVP für den Partei-Ausschluß von Ruck mitgestimmt hat, innerlich dieser Meinung ist. Aber sie machen sich in die Hose vor den Sozialen Medien. Was für einen Shitstorm es gegeben hätte, wenn sie ihn nicht ausgeschlossen hätten! Undenkbar (zumal bei den gegenwärtigen Umfragewerten).

Wann werden wir endlich aufhören, vor jedem Klick und Furz der Sozialen Medien in die Knie zu gehen? Wissen wir nicht, dass all diese Dinge in ein paar Tagen wieder weg sind, „wenn die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird“, wie Thomas Birkmeir (ein Betroffener)  es einmal so schön formulierte?

Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/apropos-durchstehen-aussitzen-widerstand/

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

Indischer Bildungsminister tritt nach massenweiten Jugendprotesten zurück: Proteste gegen Missstände im indischen Bildungssystem haben Bildungsminister Dharmendra Pradhan zum Rücktritt gezwungen. Zuvor hatte sich erstmals auch Premierminister Narendra Modi zu den Unruhen geäussert und harte Strafen für Prüfungsbetrug angekündigt.
Jetzt lesen
 Trump versucht sich an einer Journalistengala als launiger Festredner. Die Anwesenden finden das nicht lustig: Am Freitag wiederholte man in Washington das Korrespondentendinner, das im April wegen eines Attentatsversuchs gegen den Präsidenten hatte abgebrochen werden müssen. Trump nutzte seinen Auftritt, um das Publikum zu beleidigen. Jetzt lesen
«Wir werden siegen!»: Der Krieg kommt der russischen Bevölkerung näher, aber längst nicht alle wollen ein rasches Ende: Innerhalb einer Woche haben ukrainische Drohnenangriffe mehrere Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries in Russland zerstört. Auch das Benzin bleibt knapp. Das sorgt für Unmut, aber nicht für Widerstand gegen den Kriegskurs des Kremls.
Jetzt lesen
Mamdani contra Netanyahu: Der New Yorker Bürgermeister phantasiert davon, den israelischen Ministerpräsidenten festzunehmen: Er betreibt Symbolpolitik. Doch bei seiner Wählerschaft verfängt der virulente Antizionismus. Die jüdische Gemeinschaft sieht sich derweil mit einer Welle von antisemitischen Hassverbrechen konfrontiert.
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«Den Wählern von Marine Le Pen ist es egal, ob Sie ihre Partei als rechtsextrem bezeichnen»: Das Rassemblement national ist längst keine Protestpartei mehr. Der französische Politologe Jean-Yves Camus erklärt, wie Marine Le Pen und Jordan Bardella die Partei mehrheitsfähig gemacht haben – und weshalb ihr Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2027 dennoch nicht ausgemacht ist.
Jetzt lesen
Mani Matter: «Was den modernen Menschen vor allem bedroht, ist die Langeweile»: Durch seine Lieder ist er zu einem nationalen Monument geworden. Als Jurist engagierte sich Mani Matter aber auch in der Politik, wo er ideologischem Denken eine Absage erteilte. Am 4. August wäre er 90-jährig geworden.
Jetzt lesen
Er war im Zweiten Weltkrieg der umstrittenste Bundesrat: Doch wer war Marcel Pilet-Golaz wirklich? Zwischen Anpassung und kühler Staatsräson: Eine biografische Trilogie von Hanspeter Born deutet Pilets Aussenpolitik nicht als Kapitulation vor dem Nationalsozialismus, sondern als Strategie der «strikten Neutralität».
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Berlin
Berlin: In Feiernde gerast:
 Berliner Pride: Gesuchter aus islamistischer Szene
Nach dem Angriff auf den Christopher Street Day in Berlin ist ein mutmaßlicher Verdächtiger identifiziert. Der Mann ist laut Polizeisprecher Florian Nath „polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“. Der 21-Jährige, der noch nicht gefasst ist, soll am Samstag mit einem weißen Transporter in die feiernde Menge gerast sein und auch mit einer Stichwaffe auf Passanten eingestochen haben. Eine Frau starb, 16 weitere Menschen wurden verletzt.
https://www.krone.at/4232655

CSD in Berlin abgebrochen: Auto fuhr in Menge, mindestens ein Toter
Der Christopher Street Day wurde von den Veranstaltern abgebrochen. Es soll mehrere Verletzte und mindestens einen Toten geben.
Kurier.at.berliner.pride

Österreich: Kultur oder Vögel? Neue Euro-Scheine: So können Sie mitbestimmen
Die Euro-Scheine, die Millionen Menschen täglich in Händen halten, sollen ein völlig neues Aussehen bekommen. Doch bevor die Europäische Zentralbank (EZB) eine Entscheidung trifft, sind erstmals die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Noch bis zum 21. September kann online darüber abgestimmt werden, welche Motive künftig die neuen Banknoten zieren sollen.
https://www.krone.at/4230976

Doch kein Macho?
Freundin packt aus: Gabalier ist „perfekter Hausmann“
Ausgerechnet der Volks-Rock’n’Roller mit dem Macho-Image: In einem ServusTV-Teaser plaudert Monika Gruber über ihren Freund Andreas Gabalier.
Heute.at.gabalier

Heute Formel 1 Autorennen auf dem Hungaro-Ring. Lando Norris startet aus der Pole-Postion. Unter „ferner liefen“: Max Verstappen. Soll ich dem meinen Aotomechaniker vermitteln? Ich habe diese Woche für meine Karre aus 2007 relativ problemlos das „Pickerl“ bekommen! 

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C. 

 

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