Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

25. JUNI 2026 – Donnerstag

25.06.2026 | Tageskommentar

 

 

Heute in München_ Premiere „DIE WALKÜRE“

Komponist Richard Wagner. Dichtung von Richard Wagner.
Erster Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (1870) empfohlen ab 14 Jahren
In deutscher Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.
Dauer ca. 5 Stunden 10 Minuten
Koproduktion mit dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Die Premiere wird live auf BR Klassik übertragen. Im Anschluss diskutiert das „Kritische Trio“ die Premiere live auf BR Klassik. Die Diskussion ist am folgenden Tag auf Staatsoper.tv zu sehen.

Erfahren Sie hier mehr über den Auftakt des Ring-Zyklus an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2024/25: Das Rheingold 

München/Bayerische Staatsoper
München feiert Opernfestspiele mit neuer «Walküre»
Festspielzeit in München: Die Bayerische Staatsoper feiert den Höhepunkt ihrer Saison mit einer neuen Version von Richard Wagners «Walküre». Der Hamburger Opernintendant Tobias Kratzer inszeniert bei den Münchner Opernfestspielen mit Wagners berühmtem Musikdrama um liebende Zwillinge und eine verstoßene Tochter den zweiten Teil des «Ring des Nibelungen» nach seiner «Rheingold»-Neuinszenierung im Oktober 2024.
Musik: München feiert Opernfestspiele mit neuer «Walküre» | DIE ZEIT

Wien
„Zauberflöte“: Staatsoper lässt Einspringer aus dem Urlaub einfliegen (Bezahlartikel)
Günther Groissböck war kurzfristig erkrankt und konnte den Sarastro nicht singen. Den Ersatz musste die Wiener Staatsoper direkt vom Strand holen. Auch sonst gab es mehrere (geplante) Rollendebüts. Völlig entspannt am Strand liegen können Spitzensänger frühestens im Ruhestand. Wenn irgendwo jemand kurzfristig ausfällt, werden sie einfach eingeflogen. Ante Jerkunica war das jüngste dieser Urlaubsopfer.
DiePresse.com.zauberfloete

Ich hätte angenommen, dass man in Wien einen akzeptablen Sarastro findet! Anscheinend war dies nicht der Fall! 

Mitarbeiter Fritz Krammer dazu: Die Zeiten eines Ensembles sind Vergangenheit. Wir hatten einmal: Kreppel – 130x, Walter Fink, Tugomir Franc, Rydl, Moll, Guthrie ja sogar Gottlob Frick! Zitat Ende

Leserin Waltraud.B. zum Thema: Es wurde doch ausdrücklich darauf hingewisen, dass der Einspringer die  Produktion kennt!. Ein Sarastro, der nur da steht und singt, ist heute nicht mehr üblich… Zitat Ende

Klosterneuburg
„Samson und Dalila“ bei operklosterneuburg
Die operklosterneuburg zeigt diesen Sommer „Samson und Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Die Oper feiert am 4. Juli Premiere im Kaiserhof des Stiftes Klosterneuburg (Bezirk Tulln). Wir haben erstmals ein Orchester der operklosterneuburg“, sagt Intendant Peter Edelmann. „Ein Festival dieser Größenordnung, das 33 Jahre besteht, finde ich, verdient ein eigenes Orchester.“ Das Festivalorchester geht aus dem Klosterneuburger Ensemble Neue Streicher hervor. „Mit dieser Entscheidung beginnt eine neue musikalische Ära, die das Festival noch stärker in der Stadt verwurzelt und seine künstlerische Identität weiter schärft“, wurde in einer Aussendung betont.
https://noe.orf.at/magazin/stories/3359550/

Salzburg
Oper „Agamemnon“ wurde in Salzburg uraufgeführt: Was führt zu Elektras mörderischem Hass auf ihre Mutter? (Bezahlartikel)
Der junge Komponist Vid Ožbolt legt an der Universität Mozarteum ein bemerkenswertes Musikdrama vor. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, was zur Eskalation der Ereignisse geführt hat?
SalzburgerNachrichten.at.agamemnon

Berlin/ Deutsche Oper
Wenn Mordlust Mordlust anzieht
Turandot. Die Oper ist so grausam. – Wenn das ein Film wäre, würdest du ihn dir nicht angucken. Ich übrigens auch nicht. – Stimmt. Aber ich bin ja wegen des Tenors hier. – Welchen Tenors? – SeokJong Baek. Und außerdem singt Catherine Foster. –Ja, ist denn bei Euch Festivalzeit? –Nein, ganz normale Repertoireaufführung.
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de

Zürich: „Tannhäuser“, Richard Wagner: Koksende Minnesänger
Die Fragen „Wer bin ich?“, „Was will ich noch vom Leben?“, „Hat das Leben mir noch mehr zu bieten, als bisher?“, „Genüge ich den Ansprüchen, die von außen an mich gestellt werden?“ beschäftigten seit jeher Künstler aller Gattungen. Viele suchten Antworten in exzessiven Drogenexzessen, nimmermüder Arbeitswut, Ausstiegen aus dem bisherigen Umfeld oder verfielen gar in Wahn oder Depressionen. (Beispiele gibt es unzählige: Im Bereich der Kunst etwa van Gogh mit seinen unzähligen Selbstbildnissen in diversen emotionalen Zuständen, Beckmann oder Frida Kahlo, die persönlichen körperlichen und psychischen Traumata in ihrer Kunst offenlegten.
Von Kaspar.Sannemann
https://deropernfreund.de/musiktheater/zuerich-tannhaeuser-richard-wagner/

150 Jahre „Ring des Nibelungen“ – Matthias Kirschnereit verdichtet Wagner aufs Klavier

Bayreuth. Anlässlich des 150. Jubiläums der Bayreuther Festspiele und der Uraufführung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ wagt der Pianist Matthias Kirschnereit gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Ettore Prandi ein außergewöhnliches Experiment: Sie führen Wagners monumentale Tetralogie zurück auf ein einziges Instrument – das Klavier. Entstanden ist für Apple Music eine exklusive Aufnahme mit acht Charakterstücken, die sechzehn Stunden „Ring“ zu einem kammermusikalisch-intimen Mini-Zyklus verdichten: eine Nibelungen Suite!

Ausgehend von Wagners Klangwelt und inspiriert von der Idee imaginärer „Intermezzi“ und „Préludes“ eröffnen diese Stücke neue, lyrische und intime Perspektiven auf den „Ring“ – fernab einer bloßen Klavierbearbeitung, vielmehr als eigenständige, erzählerische Suite. Eine Aufnahme zum Jubiläum – und zugleich ein frischer, persönlicher Zugang zu einem Mythos, der die Musikgeschichte seit 150 Jahren prägt.

Das digitale Album erscheint am 24.07.2026 beim Label Berlin Classics und ist zunächst exklusiv nur auf Apple Music verfügbar.

Guten Tag,  zu konzertanten Ring-Aufführungen: :  es braucht nicht Paris, auch das Konzerthaus in Wien hat ein höchst interessantes konzertantes RING Angebot.

https://konzerthaus.at/de/abonnements/der-ring-des-nibelungen/3395#events

Fritz Krammer

Tonträger
Der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele wird im Juli gemeinsam mit Matthias Goerne ein neues Schumann-Album vorstellen
– ob es zu einem Konzert in Salzburg kommt, scheint ungewiss. Markus Hinterhäuser meldet sich zurück: Am 24. Juli, pünktlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele, erscheint ein neues Album bei der Deutschen Grammophon, auf dem er gemeinsam mit seinem Liedpartner Matthias Goerne Schumann-Lieder – unter anderem die Gesänge des Harfners und die Gedichte der Königin Maria Stuart – unter dem Titel Zwielicht interpretieren wird. Die beiden traten bereits oft gemeinsam auf, auch in Salzburg, etwa mit der Winterreise. Während Hinterhäuser sich auf seiner letzten Einspielung mit Asmik Grigorian noch als durchaus inspirierter Liedbegleiter behauptete, zeigte sich bei den letzten Liederabenden von Goerne, dass er seinen Zenit längst überschritten hat.
https://backstageclassical.com/hinterhaeuser-meldet-sich-zurueck/

Berlin/ Deutsche Oper: Wenn Mordlust Mordlust anzieht
Turandot. Die Oper ist so grausam. – Wenn das ein Film wäre, würdest du ihn dir nicht angucken. Ich übrigens auch nicht. – Stimmt. Aber ich bin ja wegen des Tenors hier. – Welchen Tenors? – SeokJong Baek. Und außerdem singt Catherine Foster. –Ja, ist denn bei Euch Festivalzeit? –
Nein, ganz normale Repertoireaufführung.
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de

Innsbruck/Landestheater „DON QUICHOTTE“  –  Volltreffer zu Saisonende 20.6.2026

Foto: Barbara Palffy für Landestheater

Es bedarf nicht immer Gastsänger, um eine Aufführung, eine Produktion zum Glänzen zu bringen. An so manche „Besetzungs-hoppalas“ in den letzten Jahren darf dezent hingewiesen werden. Diesmal stand also „nur“ das Hausensemble im Einsatz und das Ergebnis hätte beglückender nicht ausfallen können. Sämtliche Rollen waren sorgfältig ausgesucht, die Regie (immer wieder Anlass zu Stirnrunzeln bis hin zum Ärgernis) verzichtete diesmal auf modernistische „Umschreibungen“ der Textvorlage, sowie ein Dirigent, der an die betörend schön-melancholischen Musik Massenets glaubte. Das Erfolgsrezept für einen schon lange mit mehr erlebten gesamtheitlichen Operngenuss war gegeben.

Der mit Werken wie „Manon“, „Werther“, „Le roi de Lahore“, „Le Cid“ und vielen anderen mehr äußerst erfolgreiche Jules Massenet (1840 – 1912) ging als bereits Endsechziger an die Arbeit zu seiner neue Kreation, der als„comédie histórique“ bezeichneten Oper „Don Quichotte“. Als Titelheld war der legendäre russische Bassist Fjodor Schaljapin ausersehen. Die Uraufführung am 19.2.1910 in der Operá Monte Carlo gestaltete sich zu einem wahrenTriumph für beide. Schaljapin zog mit seiner neuen Paraderolle rund um die Welt, doch nach dessen Tod ließ das Interesse an diesem Meisterwerk nach. Erst mit Einsetzen der nur kurz aufflackernden Massenet-Renaissance ab 1970 setzten sich wieder Bassgrößen wie Kurt MollNicolai Ghiaurov und vor allem der kürzlich verstorbene José van Dam vehement für diese wirkungsvolle Oper ein…

Zum Premierenbericht von Dietmar Plattner

HEUTE VOR 100 JAHREN WURDE INGEBORG BACHMANN GEBOREN

Dieter Burdorf:
DIESES UNRUHIGE ICH: INGEBORG BACHMANN
EINE BIOGRAPHIE
ZUM 100. GEBURTSTAG DER DICHTERIN
764 Seiten, Verlag C.H.Beck, 2026

 

Ein Leben in Briefen

Allein die Anzahl von Neuerscheinungen anlässlich ihres hundertsten Geburtstags am 25. Juni 2026  erweist es erneut: Ingeborg Bachmann war schon zu Lebzeiten für ihre Mitwelt ein Enigma, und sie ist es lange über ihren Tod hinaus, der auch schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück liegt, geblieben. Dutzende Autoren haben sich die Finger wund geschrieben, die Bachmann zu ergründen, so dass man sich fragt, ob es noch Neues zu sagen gibt.

Dieter Burdorf. seines Zeichens Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Leipzig, der eine Hölderlin-Biographie geschrieben hat und als Verfasser einer Geschichte der deutschen Lyrik einem wichtigen Teil von Ingeborg Bachmanns Schaffen ganz nahe gekommen ist, kann für seine Bachmann-Biographie tatsächlich auf einen neuen Arbeits-Aspekt hinweisen.

Wie so vieles an ihr manisch war, war Ingeborg Bachmann auch eine manische Briefschreiberin, und zahlreiche ihrer Briefwechsel (vor allem der so wichtige und voluminöse mit Max Frisch) sind erst seit kurzen in der Gänze bekannt, tatsächlich sind zehn komplett edierte Briefwechsel in den letzten Jahren erschienen. Diese konnten also noch nie so ausführlich in die biographische Betrachtung eingehen wie hier. Der Bachmann-Nachlass in der Österreichischen Nationalbibliothek verzeichnet Briefwechsel mit über tausend (!) Partnern. Das ergibt auch die vom Autor genützte Möglichkeit, die anderen nicht nur mit Bachmann-Augen – sondern sie auch aus der Perspektive der anderen zu betrachten. Der Anteil an Briefzitaten ist in diesem Buch jedenfalls bedeutend, wobei zu beachten ist, wie sehr sich Ingeborg Bachmann auf ihr Gegenüber schreibend einstellte…

…Weiß man am Ende des Buches. das so viel bringt, endlich „alles“ über Ingeborg Bachmann? Sicher nicht. Letztendlich tritt jeder Leser in einen persönlichen Dialog mit dem Schöpfer dessen, was er liest. Dass die vielen widersprüchlichen Eigenschaften der Ingeborg Bachmann Eingang in ihr Werk genommen haben – dazu verdankt man dem Buch von Dieter Burdorf eine Menge Erkenntnisreiches.

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Am 25.6. in der Galerie/ Redaktion  des ONLINE-MERKER. Maryna Lopez singt die Kindertotenlieder von Gustav Mahler (am Klavier Adolfo Lopez-Gomez)

Die Mezzosopranistin Maryna Lopez, derzeit am Theater Erfurt engagiert, lädt gemeinsam mit dem mexikanischen Konzertpianisten Adolfo Lopez Gomez zu einem besonderen Sommerkonzert ein.

📅 25. Juni 2026, 19:00 Uhr

📍 Galerie Online Merker

Zeleborgasse 20/Ecke Vivenotgasse, 1120 Wien

Auf dem Programm stehen die berührenden „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler.
Der Eintritt ist frei!

Nutzen Sie diese besondere Gelegenheit, einen eindrucksvollen Konzertabend mit hochkarätigen Künstlern zu erleben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Online-Merker: Ecke Vivenotgasse/ Zeleborgasse in 1120 Wien. Erreichbar U 6, Station Bahnhof Meidling (Ausgang Wilhelmstraße, dann Vivenotgasse ca. 3 Minuten runtergehen)

 

Bitte Termin vormerken – und kommen!. Eintritt und Büffet frei. Wir laden gerne Gäste ein – nicht immer, aber von Zeit zu Zeit!!

Filme der Woche

Filmstart:  25. Juni 2026
OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN
Obsession / 2025 / USA
Drehbuch und Regie: Curry Barker
Mit: Michael Johnston, Inde Navarrette u.<.

 

 Achtung bei Wünschen!

Der junge Mann heißt „Bear“, hat aber gar nichts Bäriges an sich (Michael Johnston). Weit eher ist er ein schmales Handtuch, dem man ansieht, dass er sich für einen Verlierer hält. Er arbeitet mit einer Handvoll Gleichaltriger in einem Musik-Shop, und selbstverständlich ist er hoffnungslos in Kollegin Nikki  (Inde Navarrette) verliebt, die ihn freundlich-gleichgültig links liegen lässt. Amerikanischer Alltag, wie er hunderttausendfach wohl vorkommt.

Und doch wird „Obsession“ von Curry Barker, der das  Drehbuch schrieb und Regie führte, als einer der interessantesten Horrorfilme, die derzeit am Markt sind,   gelobt. Weil hier Psycho-Horror in den Alltag eingreift, es aber auch eine irrationale Schiene gibt. Denn wenn Bear in einem seltsamen Shop eine Art Kapsel kauft, die verspricht, dass jeder Wunsch erfüllt wird, wenn man die Kapsel öffnet – was denkt er, wenn er möchte, dass Nikki ihn wahnsinnig liebt? Natürlich nur an ein paar romantische Stunden, in denen er einmal der Begehrte und nicht der hoffnungslos Begehrende ist…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Glyndebourne
Glyndebourne’s First Orfeo Is Musically Outstanding but Hampered by an Overloaded Staging
operatoday.glyndebourne

Alresford
The Grange festival: Giulio Cesare review – nightmarish take on Handel has snakes, sadism and a mummy
TheGuardian.com.music.grange.festival

West Horsley
Grange Park Opera opens its four-year Ring cycle with a theatrical Das Rheingold (Subscription required)
Wagner’s tale of avarice and power unfolds against the backdrop of the industrial revolution in this clearly sung, well-paced production
https://www.ft.com/content/2079431f-eb8b-4584-966a-9aabda3c96a3

Longborough
With its revival of Tristan und Isolde Longborough is back with what it does at its very best
seenandheard.international.com.longborough

New Jersey
Princeton Festival 2026 Review: Madama Butterfly
Illness Divides the Title Role in a Production That Points at America
https://operawire.com/princeton-festival-2026-review-madama-butterfly/

„Katja Kabanova“ von Leos Janacek am 23. Juni 2026 im Wilhelma-Theater/STUTTGART 
Ein veränderter, beklemmender Schluß

 

Ein weiterer Meilenstein der Opernschule der HMDK. Allerdings ist es die Erstaufführung der Fassung von Eberhard Kloke für Soli und Kammerorchester. Obwohl das Klangbild so reduziert ist, kommen die Instrumentationseffekte trotzdem überzeugend zur Geltung.  In dieser Oper nach Ostrowskis Drama „Das Gewitter“ geht es weniger um schlechtes Wetter als vielmehr um schlechte Beziehungen. ..

Zum Bericht von Alexander Walther

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

Der wandelbare Andy Burnham wird wohl der nächste britische Premierminister: vom Londoner Technokraten zum Rebellen gegen das Establishment: Über seine politische Ausrichtung ist wenig bekannt. Der «König des Nordens» fiel in jungen Jahren mit steilen Karrieresprüngen auf und später mit jähen Richtungswechseln.
Jetzt lesen
Die Geopolitik der US-Basen: Die «Donroe-Doktrin» und Chinas Aufstieg verändern Europas militärische Rolle
Dank seinem Netzwerk aus Stützpunkten kann Washington weltweit Kriege führen. Es nutzt sie aber auch als Instrumente der Soft Power – oder bestraft Alliierte mit Truppenabzügen. China sichert seine geopolitische Macht auf andere Weise.
Jetzt lesen
«Erdogan wird im Ausland als eine Art natürlicher Führer auf Lebenszeit wahrgenommen», sagt ein türkischer Politikwissenschafter: Mit der Absetzung des Oppositionsführers Özgür Özel zementiert der türkische Präsident seine Herrschaft. Der Politologe Murat Somer erklärt im Interview, warum sich der Staatschef mächtiger als je zuvor fühlt und auch die veränderte Weltordnung dabei eine Rolle spielt.
Jetzt lesen
 Ende der Eiszeit in Mitteleuropa: Peter Magyar belebt die Visegrad-Gruppe wieder: Nach Viktor Orbans Sturz formiert sich das mitteleuropäische Viererbündnis überraschend schnell neu. Auch dessen enge Verbündete Babis und Fico trauern Ungarns früherem Regierungschef kaum nach.
Jetzt lesen
Versteckspiel um Taliban-Besuch bei der EU: Ohne Gegenleistungen wollen die Islamisten nicht über Ausschaffungen reden: Unter grosser Geheimhaltung sind Vertreter der afghanischen De-facto-Regierung nach Brüssel gereist. Die EU-Staaten sind auf ihre Mitarbeit angewiesen, wollen sie aber nicht diplomatisch anerkennen.
Jetzt lesen
Grosse Resignation in der iranischen Protestbewegung: «Es war eine Wette, und wir haben sie verloren»: Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte den iranischen Bürgern Hilfe versprochen. Doch das alte Regime hat den Krieg überlebt. Viele Iraner ziehen sich deshalb ins Private zurück. Aber auch Regimeanhänger sind teilweise enttäuscht.
Jetzt lesen
Trumps grünes Fiasko: Die Sanierung des «Reflecting Pool» in Washington droht an den Algen zu scheitern: Trump will das grösste Bassin auf der National Mall pünktlich zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung blau erstrahlen lassen. Das Projekt misslingt bis jetzt gründlich.
Jetzt lesen
Er schuf die inoffizielle Nationalhymne der Antiapartheidbewegung: Die Jazz-Ikone Abdullah Ibrahim ist gestorben: Mit «Mannenberg» schrieb der als Dollar Brand bekannt gewordene Pianist Musikgeschichte. Auch Zürich hatte einen Anteil an seiner Karriere. Jetzt lesen
 Kultur: Jazzpianist Abdallah Ibrahim mit 91 Jahren gestorben: Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.
Jetzt lesen
Lemusa: die Insel, auf der das Kochen zelebriert wird: Der Kunsthistoriker, Literat und Künstler Samuel Herzog hat sich eine eigene Welt geschaffen: Jetzt ist sein Führer zu seiner fiktiven Insel in sieben Bänden erhältlich.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Österreich
„Krone“-Kommentar: Wenn Kanzler-Elf auf Reisen geht, dann kostet das
Jaja, wir sind wer in der Welt. Nein, da ist jetzt gar nicht der Fußball gemeint, der uns international Beachtung verschafft. Da geht es – Achtung, Ironie! – um die Politik.
Sie werden doch nicht umsonst um die Welt fliegen, unsere Regierungsspitzen. Die Außenministerin tummelt sich gerade in China, der Vizekanzler ließ es sich nicht nehmen, unser Nationalteam beim WM-Auftaktmatch in San Francisco – Achtung, Ironie! – zum Sieg zu peitschen. Und zum noch wichtigeren Spiel gegen Argentinien reiste der noch wichtigere Kanzler: Christian Stocker war gestern in Dallas live dabei. Und er musste nicht alleine nach Texas fliegen. Was macht man als Politiker, wenn man um den halben Erdball zu einem Fußballspiel seiner National-Elf jettet? Man reist zu elft! Jaja, wenn die Kanzler-Elf auf Reisen geht, dann kostet das – Achtung, Ironie! – ein bisschen Geld, das ist es aber allemal wert. Handelt es sich doch nicht um eine privat finanzierte Reise. Auch nicht um eine aus Parteigeldern bezahlte, das ginge sich – Ironie! – kaum aus, wurde doch die Erhöhung der Parteienfinanzierung nach medialer Aufregung abgeblasen. Wer zahlt also? Jene Österreicherinnen und Österreicher, denen der Finanzminister bekanntlich immer tiefer in die Taschen greift.
https://www.krone.at/4189174

Kanzler und Mitarbeiter schliefen in US-Luxushotel
Sparen predigen, Luxushotel buchen. Bundeskanzler Christian Stocker und seine übergroße Delegation nächtigten während der WM-Reise zum Spiel gegen Argentinien im „W Hotel“ – dort, wo auch die österreichische Nationalmannschaft untergebracht war.Politik-Routiniers kennen die obligatorische Frage nach fast jeder Auslandsreise eines Staatsvertreters: Wie viel hat denn der Spaß den Steuerzahler gekostet? Dazu gab es bereits in der Vergangenheit Dutzende parlamentarische Anfragen, und auch Bundeskanzler Stocker wird sich wohl Fragen gefallen lassen müssen. Immerhin hatte er bei seinem USA-Besuch – wie berichtet – zehn Begleitpersonen mit im Gepäck.
https://www.krone.at/4191809

Wie man so wenig Gespür in Krisenzeiten aufbringen kann, ist mir unverständlich. Das Volk muss und soll sparen, Kanzler und Vizekanzler fahren auf Regimentskosten zur Fußball- WM – und wundern sich dann über Umfragewerte!

Österreich
Rektor und AKH-Chef Müller: „Ein Kassenarzt hat vier Minuten pro Patient
Der Rektor der Med Uni Wien über die Mehrklassenmedizin, warum das Burgenland ein „superplakatives Beispiel für eine Fehlentwicklung“ ist und warum er die KI positiv sieht.
Kurier.at.kassenarzt

Wisssen Sie, was ein Kassenarzt pro Patient von der Gesundheitskassa ersetzt bekommt? Da gingen sich knapp vier Minuten Beratung/Behandlung aus! Trotzdem breiten viele Patienten bei einem Kasssenarztbesuch ihr ganzes Leben aus. Das finde ich rücksichtslos, dem Arzt, der Kasse und auch den anderen Patienten gegenüber! 

Fußball-WM: Die Schweiz ist der erste Gruppensieger (vor Kanada. Bosnien steigt als drittes Team in die K.O.-Phase ein). Auch Brasilien ist durch! Die Stadien sind voll, es ist eine Weltmeisterschaft der Superlative! Die Rechnung von FIFA-Chef Infantino scheint aufzugehen! Viel gewagt, noch mehr gewonnen! 

Haben Sie einen schönen Tag! Und kommen Sie heute abend zu Konzert in die Redaktion!

A.C.

 

Diese Seite drucken