New York/Metropolitan Opera: Schlussbeifall nach Saisoneröffnung mit „Macbeth“
New York
Berliner Regisseurin feiert Premiere an New Yorker Met
Die Metropolitan Oper in New York, kurz Met, zählt zu den besten Häusern der Welt. Die Saisoneröffnung ist jedes Jahr ein gesellschaftliches Großereignis mit Starbesetzung. Diesmal stand auch eine Deutsche im Mittelpunkt. Die Berliner Regisseurin Louisa Proske bekam für ihre Inszenierung der Oper „Macbeth“ von Giuseppe Verdi Applaus, Jubel und „Bravo“-Rufe im voll besetzten Opernhaus in Manhattan. Erst im Oktober 2025 hatte Met-Chef Peter Gelb die Berlinerin für die Inszenierung angefragt, nachdem ein anderer Regisseur abgesagt hatte. Die Vorbereitung für eine Inszenierung an dem Haus kann sonst auch einmal Jahre dauern. „Mein Leben hat sich über Nacht verändert“, sagte Lousa Proske der „New York Times“.
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22.9. Solistenkonzert FLORIAN BOESCH, Bassbariton, MALCOLM MARTINEAU, Klavier
Franz Schubert, Winterreise, D 911
Es geschah zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres, dass der vielbeschäftigte niederösterreichische Bass Günther Groissböck seinen geplanten Auftritt bei einem Solistenkonzert der Wiener Staatsoper absagen musste, und es ist Florian Boesch, derzeit in der Endphase der Blaubart-Proben an der Wiener Staatsoper, zu danken, dass er kurzfristig gemeinsam mit einem der wohl besten Liedbegleiter der Gegenwart, dem Schotten Malcolm Martineau, den Abend übernommen und ein eigenes Programm gestaltet hat…
Zum Bericht von Sabine Längle
Wien/ Staatsoper: Eine „Winterreise“ im Schauerklang (Bezahlartikel)
Florian Boesch als Einspringer für den erkrankten Günther Groissböck: Das bescherte dem Publikum einen starken Schubert-Abend.
https://www.diepresse.com/41288469/staatsoper-eine-winterreise-im-schauerklang
Wien/ Konzerthaus
Das Wiener Konzerthaus gendert. Foto: Krammer
Muss das sein?
Salzburg: Peter de Caluwe: „Ich kenne keine Tabus“
Ein Leben ohne Oper wäre für ihn nicht einfach, sagt Peter de Caluwe, designierter Intendant der Salzburger Festspiele. Im Gespräch gibt er erste Einblicke in seine Pläne, den Umgang mit Stars und wie er Neues an der Salzach schaffen will. Wenn ich früher darüber nachgedacht habe, war das Höchste für mich immer Salzburg. Es fühlt sich wie eine Fügung, eine Bestimmung an. So gesehen würde ich sagen: Ja, aber was heißt am Ziel? Es gibt viel zu tun. Man kann nicht Vollkommenheit erreichen, sie aber anstreben. Wir können in einem kontinuierlichen Prozess als Teil einer Kette dazu beitragen, dabei das Ziel im Auge behalten und so Projekte zur Realisierung begleiten.
News.at.salzburg
Wien: Martha Argerich und Co: Übungen für 40 Finger im Wiener Konzerthaus
Martha Argerich, Lilya Zilberstein und die Gerzenberg-Brüder brillierten achthändig. Mit Virtuosität wurde gute Laune verbreitet. Dass Klavierspielen Teamarbeit ist, lässt sich unter normalen Umständen zwar nicht behaupten. Am Dienstag ergab es ausnahmsweise Sinn. Wie schon vor zwei Jahren bündelten die Tasten-Legende Martha Argerich, ihre Vertraute Lilya Zilberstein und deren virtuosen Söhne Anton und Daniel Arkadij Gerzenberg im Wiener Konzerthaus ihre Kräfte und wärmten sich erst einmal an Bedrich Smetanas Sonatensatz für acht Hände auf: ein rasantes Bravourstück mit rollenden Arpeggios.
DerStandard.at.story.martha.argerich
Graz: Oper Graz verliert Ballettdirektor Elwert
Elwert geht: „Erfolg wird nicht wertgeschätzt“
Völlig überraschend war Ulrich Lenz im Sommer nicht (wie erwartet) als Intendant der Oper Graz verlängert worden. Nun zieht auch sein Ballettchef Dirk Elwert die Konsequenzen. Er wird Graz am Ende der Saison 2027/28 verlassen. Im Interview mit der „Krone“ erklärt er den Schritt und spricht über seine Enttäuschung. Es ist ja eigentlich nicht überraschend, dass ein Intendantenwechsel auch einen Wechsel in den anderen Leitungsfunktionen bedeutet. Und nachdem Ulrich Lenz nicht verlängert wurde, war eigentlich auch klar, dass meine Zeit hier abläuft – jedoch früher als ich es mir erhofft hatte.
https://www.krone.at/4305290
Bayerische Staatsoper: Umbesetzungen bei LUCREZIA BORGIA am 18., 21., 24. und 27. Oktober 2026
Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:
LUCREZIA BORGIA
In den Vorstellungen von Lucrezia Borgia am 18., 21., 24. und 27. Oktober 2026 übernimmt Paolo Arrivabeni das Dirigat, Michael Borth singt die Partie des Gubetta anstelle von Daniel Vening und Liam Bonthrone singt die Partie des Rustighello anstelle von Granit Musliu.
Paolo Arrivabeni
Paolo Arrivabeni studierte am Boito-Konservatorium in Parma/Italien Komposition bei Camillo Togni und Dirigieren bei Daniele Gatti. Bisherige Engagements führten ihn u. a. an die Opernhäuser in Leipzig, Dresden, Berlin, Zürich, Wien, Venedig, Neapel, Paris, New York und Tokio sowie zum Wexford Festival. Sein Repertoire umfasst v. a. Werke italienischer Komponisten des 19. Jahrhunderts, allen voran Rossini, Donizetti und Verdi, daneben aber etwa auch Saverio Mercadantes, Darius Milhauds, Richard Wagner, Richard Strauss und Modest Mussorgski. Von 2008 bis 2017 war er Musikdirektor der Opéra Royal de Wallonie.
ZU DEN VORSTELLUNGEN
HELSINKI/ FINNISH NATIONAL OPERA: THE (R)EVOLUTION OF STEVE JOBS von Marc Campbell (Libretto) und Mason Bates (Musik) am 18.9. 2026 (Premiere)
„Steve Jobs“. Foto: Ilkka Saastomoinen
„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.“ sagte Karl Marx.
Viele Menschen haben das seither versucht, meistens zum Schlechten und zum Allerschlechtesten. Der Einzige, der unsere Welt und unser Leben bis heute zum Positiven verändert hat, war Steve Jobs.
An der Finnischen Nationaloper hatte nun eine Oper über diesen früh verstorbenen, so einflussreichen Technik-Visionär Premiere: The (R)evolution of Steve Jobs von Marc Campbell (Libretto) und Mason Bates (Musik). Kevin Newsburys Produktion stammt aus Santa Fé und war dort so sehr erfolgreich, dass sie danach auch noch in mehreren amerikanischen Städten gezeigt worden ist.
Campbell und Bates begehen nicht den Fehler, ein vertontes Bio-Pic abzuliefern. Sie konzentrieren sich vielmehr auf den Konflikt zwischen seinem Genie (Apple I, Ipod, Iphone etc.) und seinem Charakter (Verleugnung seiner Tochter, schlechte Behandlung seiner Mitarbeiter, Bruch mit seinem Freund Wozniak etc.). Erzählt wird das alles nicht chronologisch, sondern quasi in Rückblicken auf sein Leben nach dem Erhalt der tödlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnose. „Geführt“ wird er dabei vom „Geist“ eines Zenmönchs (Jobs war in seiner Jugend tatsächlich Mitglied einer Zen-Buddhismus-Gemeinschaft). Anhand des persönlichen Schicksals von Steve Jobs wirft die Oper aber darüber hinaus gehende, allgemeingültigere Fragen auf: über den Preis, den der flammende Ehrgeiz, die Leidenschaft für den Beruf, das kompromisslose Streben nach absoluter Perfektion am persönlichen Glück und an der Gesundheit eines Menschen einfordern…
Zum Bericht von Robert Quitta
Mailand: Klein beleuchtet kurz 77: Ein Italiener bringt deutsche Romantik ins Teatro alla Scala
Brahms und Schumann erklingen in den himmlischen Sphären der Mailänder Scala. Mit dem jungen weltweit gefragten und mehrfach ausgezeichneten italienischen Dirigenten Daniele Rustioni gelingt dem Chor und Orchester des Teatro alla Scala eine bemerkenswerte Melange aus Tradition und Harmonie.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de
Köln: Kurz vor der Eröffnung: Gravierende Technikprobleme an Kölner Oper
Die gerade erst eröffneten Kölner Bühnen haben technische Probleme. Die sollen jetzt schnell behoben werden. Am Donnerstag wird die Eröffnung der Kölner Bühnen mit einem Festakt gefeiert. Am Freitag findet die Premiere im Schauspielhaus statt. In dem Stück „In bester Lage“ geht es um fehlgelaufene Sanierungen. Am Sonntag gibt es dann im Opernhaus die Premiere des „Rosenkavalier“ mit der Musik von Richard Strauss.
https://www1.wdr.de/nrw/koeln/koeln-buehnen-oper-schauspiel-technik-probleme-100.html
Frankfurt/Alte Oper
Alexander Soddy lüftet den Londoner Nebel in der Alten Oper
Ein gehöriges Maß an britischem Selbstbewusstsein gehört schon dazu, um dem Frankfurter Publikum beim Saisonauftakt der Museumskonzerte gleich zwei Komponisten von der eigenen Insel auf die Pulte zu legen. Alexander Soddy hat dieses Selbstbewusstsein. Mehr noch: Er besitzt die Gabe, den Großen Saal der Alten Oper nicht in ein staubiges Musentempel-Archiv zu verwandeln, sondern in eine Werkstatt für historische Gerechtigkeit.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Sprechtheater: Theater Forum Schwechat:
DIE PRÄSIDENTINNEN von Werner Schwab
Premiere: 23. September 2026
Drittabschlagen des Elends
Foto: Theater Forum Schwechat
Es gibt Dramatiker, die sind in ihrer großen Zeit bühnenbeherrschend, geradezu Stars der Theater, werden landauf, landab gespielt. Und dann – ist es aus. Vergessen. Jean Anoult zum Beispiel, oder Botho Strauss. Und im Grunde geht es auch Werner Schwab so.
1990, da war er 32, mit den im Wiener Künstlerhaus uraufgeführten „Präsidentinnen“ schlagartig ein Skandal und solcherart berühmt, schrieb er ein Stück nach dem anderen, und alle rissen sich um den Shooting Star, auch wenn nichts mehr an die „Präsidentinnen“ heran reichte. Und vier Jahre später war er tot, betrunken gestorben in der Silvesternacht 1993/94.
Er war eine Zeiterscheinung. Seither ist die Schwab-Hausse wie abgerissen, ganz selten taucht ein Stück von ihm auf, der Skandal hat sich verflüchtigt, der rabiate Star der österreichischen Szene ist ohne den Input seiner Präsenz nicht mehr interessant…
WIEN / OFF-Theater: KÖRPERSCHAFFT
Jo Bertl / Sophie Delmas / Amina Mostageer
Premiere: 23.September 2026
Foto: Produktion
Das neue Frauen-Kabarett
Wann haben wir nur angefangen, uns dermaßen von unserem Körper „abzutrennen“, ihn bloß noch zu quälen in Richtung Schönheit, Schlankheit, Fitness, optimale Performance in den Sozialen Medien? Der Mensch schafft an und der Körper schafft, meint das Trio Jo Bertl / Sophie Delmas / Amina Mostageer in ihrer jüngsten Produktion, die sich „Körperschafft“ nennt und im OFF-Theater präsentiert wurde..
Die drei jungen Schauspielerinnen haben sich im Vorjahr mit ihrem „Stück“ namens „Ungeregelt“ sehr überzeugend vorgestellt, in dem sie die Probleme der weiblichen Regel durch die Widerstände der Gesellschaft, sich damit zu befassen, durchdekliniert haben.
Sie waren schon damals humorvoll genug, doch ihre Auseinandersetzung mit „Wir und unser Körper“ gelingt noch lustiger, ist, wenn man es genau nimmt, ein auf 70 Minuten gedehnter Kabarett-Sketch mit viel Musik, Action und Unterhaltungsanspruch.
Da sitzen sie auf Stühlen in der „Problemzone“, die Körper, die von ihren Besitzern abgelehnt werden. Sie hoffen darauf, friedlich zurück geholt zu werden, aber das dürfte nicht wirklich klappen. Untereinander erzählen sie, was ihnen – den Körpern – alles angetan wird. Der Mensch spannt sie in ein brutales Konzept totaler Kontrolle, dabei würden sie so gerne einmal schlafen und ein bißchen etwas Gutes essen, anstatt mit Salaten und Proteinen vollgestopft zu werden… Das inhaltliche Material ist hier ein wenig beschränkter als im vorigen Stück…
Singender Affe: Der Opernsänger des Waldes
Der Indri von Madagaskar gilt als einzige Lemurenart, die singen kann. Dabei nutzt der Affe eine Technik, die auch menschliche Sopranistinnen einsetzen. Klagend und betörend trägt er seine Arie vor. Kilometerweit hörbar erschallt der seltsame Morgengesang, der entfernt an Buckelwale erinnert. Wir befinden uns jedoch nicht in den Weiten des Ozeans, sondern im tropischen Regenwald im Nordosten von Madagaskar. Wer hier so lautstark sein Revier markiert, hört auf den wissenschaftlichen Namen Indri indri – eine Lemurenart mit großen buschigen Ohren und dichtem schwarz-weiß-grau gemustertem Fell. Oft singen Männchen und Weibchen der monogamen Affen im Duett. Sie stärken damit ihre Bindung untereinander und signalisieren benachbarten Artgenossen, sich möglichst fernzuhalten.
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Tonträger: Der große Naxos-Poker
Bei Naxos gibt es Streit zwischen den Eigentümern. Gründer Klaus Heymann hat einst die Mehrheit verkauft und später auch die operative Kontrolle verloren. Nun fordert er Darlehen zurück – und betreibt ausgerechnet Winding-up-Verfahren gegen Gesellschaften der Naxos-Gruppe, an der er selbst weiterhin beteiligt ist.
https://backstageclassical.com/der-grosse-naxos-poker/
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Amerikas unangefochtene Führungsrolle ist vorbei. Nun beginnt die Ära der zwei Giganten
Xi Jinping reist nach Washington, wenige Monate nach Donald Trumps Besuch in Peking. Von einer neuen Détente zwischen China und den USA ist die Rede. Doch die Rivalität ist ungebrochen.
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«China verfügt über einen enormen Hebel gegenüber den USA», sagt Trumps frühere Sicherheitsstrategin: Heute empfängt Donald Trump den chinesischen Staatschef Xi Jinping. Nadia Schadlow entwarf 2017 die Sicherheitsstrategie, mit der Trump China zum strategischen Rivalen erklärte. Im Interview sagt sie, warum die USA Peking unterschätzt haben. Jetzt lesen
«Treibe ich sie in die Hölle?» Vor der Uno droht Trump, Iran zu vernichten: In seiner Rede vor den Vereinten Nationen zeigt sich der amerikanische Präsident unnachgiebig. Iran müsse zum Einlenken gebracht werden, sagt er. Innenpolitischer Druck vor den Zwischenwahlen kümmere ihn nicht.
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Grönland, Dänemark und die USA einigen sich: Das sind die wichtigsten Punkte des Abkommens: Begleitet vom Song «Send in the Clowns» haben die drei Parteien ein neues Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Aber wer hat hier nun wen zum Narren gehalten?
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Die EU nimmt zwei russische Oligarchen von der Sanktionsliste – und schafft damit einen Präzedenzfall: Frankreich, Luxemburg und die Slowakei setzten sich für Alischer Usmanow und Michail Fridman ein. Lettland stellte sich zuerst quer, knickte dann aber ein. Die Unterstützung aus der Ukraine half nichts.
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Lieber nach Ceuta als ins Wahllokal: Viele junge Marokkaner haben die Hoffnung auf Verbesserung verloren: In dem nordafrikanischen Land sind viele Jugendliche frustriert. An den Parlamentswahlen beteiligen sie sich trotzdem nicht. Warum eigentlich?
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Der Playboy, der Brasiliens Elite mit Millionen geschmiert und zu Sexpartys geladen hat: Die veröffentlichten Handy-Nachrichten des Bankers Daniel Vorcaro erschüttern Brasiliens Machtelite. Sie belasten Spitzenkräfte aus Justiz, Politik und Finanzwelt – ausgerechnet kurz vor der Präsidentschaftswahl.
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Neuanfang am Gorki-Theater: das Schauspiel als Kern eines vielgestaltigen künstlerischen Organismus: Çağla Ilk, die neue Intendantin der traditionsreichen Berliner Bühne, fürchtet sich vor Langeweile und will künftig auf unterschiedliche Künste setzen. Als Erstes erinnert sie an das polnische Theatergenie Tadeusz Kantor.
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Keine Antworten, keine Reue: Die ehemalige RAF-Terroristin Astrid Proll erzählt von alten Zeiten und geht allen heiklen Fragen aus dem Weg
Sie gehörte zur ersten Generation der Rote-Armee-Fraktion: Astrid Proll hat ihre Lebenserinnerungen geschrieben. Doch sie sagt nichts Neues zum Terrorismus, der in den «Deutschen Herbst» führte.
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Monika Maron sucht in ihrem neuen Roman nach dem Sinn des Lebens: Was, wenn alles nur Zufall ist?: Die grosse Stilistin erzählt in «Vier Minuten» von einer Berliner Journalistin, die nach einem Herzstillstand beginnt, ihr bisheriges Leben infrage zu stellen – und zwischen DDR-Erinnerungen, alten Lieben und metaphysischen Fragen in ein «Hamsterrad der Sinnsuche» gerät.
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Wenn alle Arbeit getan scheint – es gibt keinen unentbehrlichen Rat, den die Alten den Jungen erteilen könnten: Der serbische Schriftsteller Bora Ćosić kann mit 94 Jahren auf ein Leben zurückblicken, dessen Akkumulation von Erfahrung tiefere Einsicht in das Wesen der Existenz verheisst. Nur hält er diese Idee für einen Irrtum: Sehr alt sein heisse, in einem eigenen Land zu wohnen.
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John Coltrane ging es in seiner Musik um expressive Entgrenzung. Zuletzt erwies sich die Freiheit als grösste Herausforderung: Mit seiner Genialität hat der amerikanische Saxofonist musikalische Grenzen überschritten. Jazz wurde zur Musik politischer und spiritueller Befreiung. Vor hundert Jahren wurde er geboren.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Politik: Schlecht für Österreich“. Nach Israel-Eklat – jetzt hagelt es Kritik an VdB
Die Kritik an Bundespräsident Van der Bellen wegen seiner Israel-Aussagen wird immer lauter. Auch Stimmen aus Österreich meldeten sich nun zu Wort. Aktuell gibt es einiges an Wirbel um Äußerungen, die Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei einer Pressekonferenz am Rande der UNO-Generaldebatte in New York getätigt hatte. Das Staatsoberhaupt warf Israel „Verletzungen des Völkerrechts“ und „Kriegsverbrechen“ im Gazastreifen und im Westjordanland vor.
Heute.at.kritikanvanderbellen
Van der Bellens „Kriegsverbrechen“-Vorwurf: Tabubruch oder die neue Linie?
Bundespräsident Van der Bellen wirft Israel „Kriegsverbrechen“ vor. Die kritischen Worte kommen überraschend. Österreichs Solidarität mit Israel gilt als historische Pflicht. Doch die ist längst nicht mehr bedingungslos.
Kurier.at.neue.linie
Wien
Regierung gespalten. Wiener NEOS sind gegen neue Steuern
Nach dem Ende des „Kultur-Euros“ steht eine neue Haushaltsabgabe im Raum, die den Kunstbetrieb finanzieren soll. Doch die Debatte darüber entzweit die Stadtregierung. So oder so – auf die Wiener kommen neue Belastungen zu. Wie berichtet, ist der Vorhang für den „Kultur-Euro“ gefallen, der mit seinem Namen sowieso ein Etikettenschwindel gewesen wäre. Denn geplant war nicht nur bloß ein Euro auf jedes Ticket – von der Oper über den Zirkus bis zum Kino –, sondern ein saftiger Aufschlag von 12,5 Prozent. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) stieg bei der Gebühr auf die Bremse, kündigte aber eine Alternative an.https://www.krone.at/4306844
Österreich
Bitteres Prozess-Ende für Benko: 30 Monate Haft
Milliardenpleitier und Signa-Gründer René Benko muss sich am Dienstag erneut wegen des Verdachts der betrügerischen Krida vor einem Schöffengericht in Innsbruck verantworten. Der Grund: Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte Anfang Juli einen Teilfreispruch aufgehoben und zur Neuverhandlung an das Landesgericht zurückverwiesen. Am Ende setzte es für Benko – unter Einbeziehung des rechtskräftigen Urteils vom Oktober 2025 – insgesamt 30 Monate Haft.
https://www.krone.at/4304854
Österreich
Bundesregierung beschließt jetzt Zeitumstellung
Nicht nur Wirtschaft & Energie: Minister Hattmannsdorfer muss sogar die Uhrzeit regeln, bringt Verordnung zur Sommerzeit bis 2031 in den Ministerrat. Es lebe die Bürokratie! Sogar für die jährliche Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt braucht es eine eigene Verordnung. Damit Österreich auch in den kommenden Jahren pünktlich die Uhren vor- und zurückdreht, tritt jetzt die Regierung auf den Plan. Neben Budget, neuen Gesetzen und Vorhaben läuft auch die Zeitumstellung über den Ministerratstisch.
Heute.at.zeitumstellung
Wenn sich die Regierung mit solchen Dummheiten herumschlagen muss, wundert es nicht, wenn sonst nichts weitergeht! Die Zeitumstellung gehört überhaupt abgeschafft, statt dessen wird sie verlängert. Aber das liegt nicht im Ermessen von Österreichs Regierung!
Heute Hochrisiko-Fußballspiel Österreich gegen Israel. Das Spiel selbst wird voraussichtlich fair verlaufen, das Hochrisiko ist lediglich politisch begründet. Und der Bundespräsident schüttet noch Öl ins Feuer und bringt Chaoten auf Ideen!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

