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2. OKTOBER 2026 – Freitag

02.10.2026 | Tageskommentar

 

 

Wiener Staatsoper: TOSCA (Videos mit direktorlicher Ansage und Schlussapplaus)

ZU INSTAGRAM mit einigen Kurzvideos

Wiener Staatsoper: TOSCA. Ein Maler allein macht noch keinen Psychokrimi!

Alles begann mit einer Ansage: Eingangs der Vorstellung trat der Intendant vor den Vorhang, um dem Publikum launig-charmant mitzuteilen, dass sich der Tenor der Aufführung, Jonathan Tetelman, bereits früh morgens wegen Indisposition entschuldigt habe. Als man gerade auf der Suche nach Ersatz gewesen sei, habe sich auch der Scarpia, Ambrogio Maestri, krank gemeldet. Angeblich wüte die C-Seuche wieder in der Stadt. Die beiden hätten allerdings alles getan, um fit zu werden, deswegen würden sie auftreten, man bitte um Nachsicht.

Schade wäre es gewesen, wenn der derzeit unter den Jungtenören hochgehandelte chilenische US-Amerikaner seinen Cavaradossi nicht zum besten gegeben hätte, schließlich war eine erkleckliche Anzahl kulturbegeisterter Wienerinnen ausgeschwärmt, um seiner ansichtig- und (-)hörig zu werden.

Zum Bericht von Sabine Längle

Wien: Doppelte Wunderheilung: „Tosca“ an der Wiener Staatsoper
Jonathan Tetelman und Ambrogio Maestri genasen kurzfristig, Giampaolo Bisanti zelebrierte Puccinis Meisterwerk allzu sehr. Ansagen ohne Folgewirkungen finden in der Politik öfters statt – und werden von der Öffentlichkeit meist nur schulterzuckend zur Kenntnis genommen. In der Oper hingegen stoßen sie auf begeisterte Resonanz: Als Bogdan Roščić vor Beginn der Tosca-Vorstellung vor den Vorhang trat und ankündigte, dass sich Jonathan Tetelman und Ambrogio Maestri nach Krankmeldungen am Vormittag überraschenderweise erholt hätten und auftreten würden, war die Freude groß.
DerStandard.at.wunderheilung

WIEN / Staatsoper: MACBETH von Giuseppe Verdi
20. Aufführung in dieser Iszenierung am 01. Oktober 2026
Die schwarzen Scheinwerfer

 

Vor vielen, vielen und noch mehr Jahren gab es an der Wiener Staatsoper einen Running Gag: Was schenkt man Herbert von Karajan zum Geburtstag? Antwort: Einen schwarzen Scheinwerfer. Und wüsste man nicht, dass Barrie Kosky seine Wiener Inszenierung von Verdis „Macbeth“ vom Juni 2021 nicht schon fünf Jahre davor in Zürich gezeigt hat, könnte man vermuten, er habe in den Rumpelkammern der Staatsoper nach diesen schwarzen Scheinwerfern gesucht und gefunden.

Sehr nützlich bezüglich der Sparsamkeit – man taucht die Szene drei Stunden lang permanent in Schwarz, verzichtet auf jede weitere Ausstattung, es gibt kein was, wo, warum, man braucht im Grunde nichts als Macbeth, die Lady und einen Chor, der – wenn er Shakespeares Hexen verkörpert – nackt ist. Spart die Kostüme (aber vielleicht muss man Schmerzensgeld für die Nudität zahlen?).

Man weiß, wie gewissenlos Regisseure heutzutage agieren, aber müsste ein Mann, der auch nur das geringste Gefühl für ein Stück, einen Dichter hätte, nicht davor zurück schrecken, eine Geschichte so gar nicht zu erzählen? Kein Bankett, wieder nur Macbeth und die Lady (sie haben zwei Sesseln auf der Bühne), keine Geister der Ermordeten, die Sänger dürfen sich ein wenig beuteln, wenn sie Schockhaftes vermitteln wollen. Dass jemand, der von Macbeth möglicherweise nichts weiß, auch nicht das Geringste verstehen wird – wen stört das heutzutage? Mit „So schlimm wie andere Inszenierungen ist es nicht“, wollte man mich trösten. Möglich. Aber schlimm genug.

Aus dieser schwarzen Welt tauchte – wenn er auch im langen schwarzen Kaftan wie ein Mönch wirkt, bevor er ganz zum Schluß in einem T-Shirt da sitzt, damit man die symbolischen Rabenfedern besser sieht – da taucht eine veritabler Macbeth auf. Einer, der laut Kosky auf sein Schicksal nicht neugierig ist, weil er es (vielleicht) ohnedies nur als Alptraum noch einmal erlebt. Aber wie Etienne Dupuis das singt und spielt, ist bemerkenswert. Er hat den Posa in der „Don Carlo“-Premiere und zuletzt in der jüngsten Serie der Staatsoper gesungen, aber sonst trotz einiger Hauptrollen noch nie so reüssieren können wie hier. Ein prachtvoller, samtiger Bariton, der gleicherweise durch seine Kraft (nicht zuletzt im Durchhalten) wie durch seine Ausdrucksmöglichkeiten besticht. Besonders viel darf er in dieser Inszenierung nicht spielen, wo ihn seine Lady am Nasenring herum führt, aber man glaubt ihm die permanente Verzweiflung, die kaum je durchbrochen wird. Was mit seiner Figur eigentlich geschieht, weiß nur jener, der das Werk kennt – Koskys Inszenierung bleibt da alles schuldig.

Seine Lady war Anastasia Bartoli (mit „der“ Bartoli nicht verwandt), eine Italienerin, die man nur als „rassig“ bezeichnen kann und die ihre Rolle in jeder Hinsicht furios anpackte. Technisch hat sie sich wohl auf die Attacke und auf triumphierende Spitzentöne spezialisiert, die enorme Wirkung machen. Wo es ans Mezzavoce oder gar ins Piano geht, ist diese Bartoli nicht ganz sattelfest, aber in „Mörderpartien“ (wie dieser Lady oder Abigaile oder Odabella) wird sie immer reüssieren, Zusammen mit Dupuis gab sie ein Paar ab, das den Abend lohnte…
Zum Bericht von Renate Wagner

Barcelona: Anna Netrebko muss „Aida“ unterbrechen Plötzlich geht Alarm los
Dieser Opernabend in Barcelona lief anders als geplant: Die Star-Sopranistin Anna Nebrebko war mitten in einer „Aida“-Aufführung, als plötzlich bei vielen der Handyalarm losging. Die Vorstellung wurde unterbrochen. mAm Montagabend wurde eine „Aida“-Vorstellung im Gran Teatre de Liceu in Barcelona von hunderten klingelnden Handys gestört. Anna Netrebko befand sich gerade als Aida auf der Bühne, als der Handyalarm im Zuschauerraum losging: eine Warnung des Zivilschutzes vor Küstenstürmen und starkem Regen am Dienstagmorgen. Anna Netrebko nahm die Störung mit Humor. Dirigent Antonello Manacorda musste die Vorstellung kurzerhand unterbrechen – mitten im dramatischen dritten Akt. Ein Video zeigt, wie die Star-Sopranistin sich über den Vorfall amüsierte und mit dem Publikum lachte.
https://share.google/oxb6zOgDx8HwPhOts

Salzburger Machtspiele: Die Karten in Salzburg sind neu gemischt. Was heißt das für die Festspiele?
Hoffnungsträger, Überraschungssiegerin und Genervter: Ein Blick auf die wichtigsten Akteure vor und hinter den Kulissen des Prestigefestivals und was sie für die Zukunft bedeuten. ass es sich bei Peter de Caluwe um einen umgänglichen Menschen handeln dürfte, legte schon sein erster Medienauftritt in Salzburg Mitte September nah. Dies allerdings aus einem peinlichen Grund: Da sich die Mitglieder des Festspielkuratoriums nicht über die korrekte Aussprache des Namens informiert hatten, war vom Podium anfangs ein wilder Mix an Varianten zu hören. Mal wurde der Name auf der ersten, mal auf der zweiten, mal auf der letzten Silbe betont, mal war gar von „Calüw“ die Rede. Eine Verwirrung, die der Belgier ohne einen Anflug von Gekränktheit ausräumte: Sein Name, klärte der 63-Jährige freundlich auf, werde auf der ersten Silbe akzentuiert.
DerStandard.at.salzburgkarten

Köln: Kölner Opernhaus: Glücklich ist, wer die Kosten vergisst
Köln feiert die Wiedereröffnung seines Opernhauses mit Strauss’ «Rosenkavalier». Das Haus ist traumhaft schön, die Inszenierung ein Jammer. Und die vierzehnjährige Sanierung wirft eine Frage auf: Warum werden öffentliche Bauten notorisch später fertig – und immer teurer?
https://share.google/6ZEFatsw0A5QtedFN

Berlin/Deutsche Oper. Tosca: Wer Oper lebt, kann Tyrannen nicht lieben …
Ja, natürlich schwelgen wir alle in den unvergänglichen Puccini-Melodien, auch bei der Tosca: Non la sospiri la nostra casetta – Vissi d’arte – E lucevan le stelle … in jedem Akt ein Gassenhauer. Und ja, natürlich unterstreicht das den Gruselfaktor. Den Gruselfaktor, der mit dem Henker von Rom, dem grausamen Polizeipräsidenten Scarpia, auf die Bühne kommt. Den Tosca schließlich ersticht. Bravo! Wer mit den Bühnenfiguren mitlebt, weil sie heute so lebensnah sind wie eh und je, der muss dem Tod des Tyrannen entgegenfiebern. Und wird, wenn ein Tyrannenmord heute auch nicht angezeigt ist, sich niemals einen Diktator wünschen können…
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de.

Frankfurt: Kritik Mozarts „Zaide“ in Frankfurt: Macht ohne Sinn und Verstand
Von Jörn Florian Fuchs
Dystopie im Straßenbahn-Depot: Mozarts Opernfragment „Zaide“ in Frankfurt zeigt eine gnadenlose Machtmaschine. Spektakuläres Bühnenbild, starke Musik – doch David Hermanns Inszenierung verschenkt ihr politisches Potenzial.
BR.Klassik.de

Weltstar am Rhein: Anna Netrebko feiert Debüt an der Bonner Oper

Anna Netrebko. Cpoyright: Olga Rubio Dalmau

Sie gilt als die bedeutendste Sopranistin unserer Zeit: Anna Netrebko. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme eroberte sie die renommiertesten Bühnen der Welt im Sturm, Auftritte abseits der großen Metropolen sind bei ihr die absolute Ausnahme. Umso größer die Sensation: Anna Netrebko ist in dieser Saison erstmals an der Oper Bonn zu erleben – in gleich zwei verschiedenen Rollen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Am 6. November 2026 singt sie die Abigaille in Verdis NABUCCO und entfesselt in dieser Paraderolle die ganze Wucht ihrer dramatischen Stimme. Am 10. Januar 2027 übernimmt sie die Mimì in Puccinis LA BOHÈME und zeigt hier die andere Seite ihrer Kunst: zart, verletzlich und zutiefst berührend…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

BERLIN / Staatsoper Unter den Linden: LA VESTALE, 2. Vorstellung der Premierenserie; 30.9.2026

Foto Credit: Stephan Rabold

Theokratische Exzesse: Von besoffenen Generälen und folternden Priesterinnen

Eigentlich ist Gaspare Spontinis „La Vestale“ im Kern eine typische – banale – Opern-Liebesgeschichte des ausgehenden 18. Jahrhunderts eines ungleichen Paares, zerrissen zwischen Pflicht und Leidenschaft. Auch wenn letztere im zweiten Akt recht mäßig ausfällt. Zwei Personen aus völlig unterschiedlichen staatlichen Strukturen, eine auf Keuschheit eingeschworene Vestalin (wie das halt in den meisten Orden so ist), Hüterin des Feuers einer nicht näher spezifizierten Staatsräson, und ein römischer Feldherr wollen miteinander, dürfen aber gesellschaftlich nicht. Einst waren sie einander versprochen.

Dann hat Julia, so heißt die zuerst brav mit ihrem Eintritt in die Garde der Vestalinnen dem Vater gehorchende Tochter, ihren geliebten Licinius verraten. Der gute Mann war nämlich zur Stärkung seines Ansehens und um seiner Angebeteten auf Augenhöhe begegnen und sie heiraten zu können, in den Krieg gezogen. Der galante Held kehrte siegreich heim. Julia lud ihn nächtens in den Tempel der Vesta, wo sie ihren Dienst zu versehen hatte und sich eigentlich um die Flamme kümmern müsste. Da bei Techtelmechtel-Aktionen nicht unbedingt die Tugend Arbeitseifer im Vordergrund steht, erlosch das Feuer, und das Malheur war angerichtet…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

HERBSTTAGE BLINDENMARKT/NÖ: HEUTE PREMIERE „DER ZAREWITSCH“

„Der Zarewitsch“. Foto: Lukas Beck

DER ZAREWITSCH
Operette von Franz Lehár
Clemens Kerschbaumer (Zarewitsch)
Maja Triler (Sonja)

Vom 2. bis 26. Oktober 2026

www.herbsttage.at

Brief von Brüggi
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ja, ein Sinn der Kunst ist es, unterschiedlicher Meinung zu sein: zu streiten über Ästhetiken, darüber, was das Vergangene (der Partitur) unserem Heute (den Künstlerinnen und Künstlern) zu sagen hat. Kritik ist immer auch Diskurs: über Moral, Ästhetik und Gesellschaft. Über den Kölner »Rosenkavalier« kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Nicht aber darüber, dass das Gürzenich-Orchester unter Andrés Orozco-Estrada schlichtweg überfordert war. Allein Vorspiel und erste Szene – man kann das alles ja nachhören: Die Streicher verwackeln, die Einsätze stimmen nicht, der Rhythmus gerät außer Kontrolle, eindeutige Pianissimo-Stellen erklingen mindestens im Mezzoforte. Klar, man kann all das relativieren: neues Haus, schwere Akustik oder Nervosität. Aber man kann diese Fehler nicht einfach ignorieren und seine Texte auf die wohlwollende Kritikerfloskel »Die Regie war zwar fürchterlich, aber das Orchester immerhin okay« herunterbrechen. »Sagen, was ist« muss – gerade in der Kritik – gelten, bevor gilt: schreiben, was man empfindet. Oder sind wir inzwischen alle Opera-Berts?

https://backstageclassical.com/liebe-kolleginnen-und-kollegen/

WIEN / Theater in der Josefstadt: ROMEO UND JULIA von William Shakespeare
Premiere: 1. Oktober 2026,
besucht wurde die Generalprobe

Foto: Theater in der Josefstadt

Vertreiben wir die Alten!

Ein Spielplan bedeutet gar nichts. Schnitzler! Shakespeare! Schööön!? Was sich am Abend auf der Bühne begibt, hat in unserer Zeit und Welt schon seit langem extrem wenig mit der Vorlage zu tun. Was man sieht, sind Inszenierungen. Und da gibt es im deutschen Sprachraum – parallel zu der formalisierten, standartisierten Ö-Norm in der Wirtschaft – eine D-Norm für das Theater. Alle Inszenierungen sehen im Grunde gleich aus. In Wien sind Burgtheater und Volkstheater schon auf den Zug des Regie-Einheitsbreis aufgesprungen. Nun ist die Josefstadt an der Reihe.

„Ihr wisst, auf unsern deutschen Bühnen / Probiert ein jeder, was er mag“, wusste schon Goethe im „Faust“, aber was sie alle mögen, gleicht sich in erschreckender Uniformität. „Modernisierung“ um jeden Preis, Verhäßlichung, Verzerrung , man reiße immer wieder ein Mikrophon an sich und brüllt oder singt hinein – und warum sollen junge Männer Shakespeare nicht sprechen, als ob sie Rapper wären? Von dauernd eingefügten Pop-Songs ganz zu schweigen. So „holt man ein Publikum heute ab“, um sich eine Politiker-Phrase auszuborgen. Oder?

Wenn Marie Rötzer in der Josefstadt so weiter macht, ist sie das Josefstadt-Publikum bald los. Man erinnert sich, in welch atemberaubender Schnelligkeit vor gut einem Jahrzehnt Anna Badora das unter Schottenberg blühende Volkstheater leer gespielt hat…

…Nach der Pause waren ganze Reihen leer. Eine ältere Dame meinte: „Ich hätte meine Enkelin hierher schicken sollen.“ Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen – denn der Verdacht lässt sich nicht vertreiben, dass eine Aufführung, so schäbig wie diese (und damit unsere schäbige Gegenwart abbildend), Absicht ist. Damit sollen die „Alten“ vertrieben und das immer wieder beschworene junge Publikum ins Haus gequetscht werden. Bloß, was sehen sie, außer dass Optik und Musik-Akustik ihnen vertraut ist? Shakespeare? Den wohl nicht. Aber ein klebriges, sinnloses Stück Zeitgeist ohne Nachhaltigkeit.

Zum Bericht von Renate Wagner

Wien/Volkstheater. Theater in Wien: Wenn der Eindeutigkeitshöhepunkt naht (Bezahlartikel)
Aufrichtig gemeint, aber entsetzlich langweilig: Das Volkstheater bringt einen Monat vor Jelineks 80. Geburtstag ein Medley ihrer Stücke zum Rechtsradikalismus auf die Bühne.
FrankfurterAllgemeine.net.jelinek

Wien/Kellertheater. Theater Experiment: Wie man einander in Stücke reißt (Bezahlartikel)
Das Kellertheater Experiment zeigt August Strindbergs „Totentanz“.
Kurier.at.theaterexperiment

Bregenz. Tom Stoppards „Leopoldstadt“ am Landestheater Vorarlberg
Vor dem Rassenwahn der Nazis ist keiner sicher: Das Drama um die Genese einer assimilierten jüdischen Familie im Wien feiert am 2.10. Premiere
DerStandard.at.tom.stoppard

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

«Geht zum Teufel, wir wollen euch nicht!»: Warum sind die Amerikaner so wütend auf die KI-Rechenzentren? Eine Spurensuche in Texas
Der Widerstand gegen die KI-Rechenzentren wächst in den USA. Erbittert ist er selbst im wirtschaftsfreundlichen Texas. Reportage über einen Bürgerprotest, der die Politik vor den Zwischenwahlen in Bewegung versetzt.
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«Erst wenn es knallt, hört man uns zu»: Die Schülerproteste in Frankreich schlagen in Gewalt um. Unterrichtsausfall, marode Schulen, soziale Ungleichheit: In Frankreich machen Schüler seit Tagen ihrem Unmut Luft. Die Linkspartei La France insoumise unterstützt die Proteste – einer ihrer Bürgermeister findet sogar, Gewalt könne legitim sein.
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Showdown auf der Strasse und im Parlament: Die «Maricarmens» können Spaniens Zukunft prägen: Zahlen belegen das Ausmass der Krise auf dem Wohnungsmarkt. Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Sánchez setzt auf ein Ad-hoc-Dekret. Derweil schockieren weitere Zwangsräumungen das Land.
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Urteil im Fall Regeni: Der Tod des Italieners in Kairo offenbart die Methoden des ägyptischen Machtapparats: Vor zehn Jahren wurde der 28-jährige Giulio Regeni am Rand der ägyptischen Hauptstadt tot aufgefunden. Sein Leichnam zeigte Spuren schwerer Folter. Die Verantwortlichen könnten ihrer Strafe entgehen.
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Rumänien steckt in der politischen Sackgasse fest: Zum dritten Mal seit Juni ist in Bukarest die Bildung einer Regierung gescheitert. Der Stillstand kommt das Land teuer zu stehen. Jetzt lesen
Der Sohn eines Hamas-Führers erhält die britische Staatsbürgerschaft – und plant dann Terroranschläge in Europa: Mohammed Naim war einst Leibwächter des Hamas-Chefs und schmuggelte Waffen nach Gaza. Danach baute er sich in Grossbritannien offenbar unbehelligt ein zweites Leben auf. Für die britischen Behörden wirft der Fall unbequeme Fragen auf.
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China eröffnet ein Luftwaffen-Ausbildungszentrum in Laos – und vergrössert seine militärische Präsenz in Südostasien: Offiziell soll die Einrichtung laotische Piloten ausbilden. Doch Experten glauben, dass Peking einen Truppenstützpunkt aufbauen könnte. Ein ähnliches Zentrum betreibt China bereits in Kambodscha.
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 Baut Iran sein Atomprogramm wieder auf? Neue Satellitenbilder zeigen verdächtige Aktivitäten: Teheran renoviert eine Militäranlage, die im Zusammenhang mit dem Nuklearprogramm steht und schon zweimal bombardiert wurde. Ob die Iraner Atomwaffen derzeit wirklich herstellen können, ist aber fraglich. Nun droht Donald Trump erneut mit Angriffen.
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Generation ratlos – warum der japanische Nachkriegsroman eines melancholischen Aussenseiters bei Südkoreas jungen Lesern derart Begeisterung weckt: Nicht alle Japaner wandten sich nach dem Desaster des Zweiten Weltkriegs glücklich und tapfer dem Wiederaufbau zu. Osamu Dazai war einer, der sich verweigerte. Sein düsterer Roman «Gezeichnet» von 1948 stürmt nun ausgerechnet in Südkorea die Bestsellerlisten.
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Führt Israel den Krieg wie ein Videospiel? Was «Naza» zeigt und was nicht: Der umstrittene Film erhebt schwere Vorwürfe gegen die israelische Kriegsführung und den Einsatz von KI. Bei aller Einseitigkeit stellt die Dokumentation Fragen, die weit über den Gaza-Krieg hinausreichen.
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«Deutsches Essen ist wirklich furchtbar»: Endlich erscheint das Tagebuch von Samuel Beckett, das er auf seiner Reise durch Nazideutschland verfasst hat
Die Aufzeichnungen des irischen Literaturnobelpreisträgers sind eine dichte Beschreibung des Alltags in der NS-Diktatur. Aber sie offenbaren auch das Seelenleben des sonst so verschlossenen Autors.
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Britisches Soul-Revival: Trotz und Trost aus der Tradition: Sängerinnen wie Raye, Olivia Dean und Aiyana-Lee setzten mit analogen Soul-Arrangements einen Kontrast zu synthetischem Pop. Aber sie zeigen auch, welche musikalischen Qualitäten die KI nicht wird einholen können.
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Reisen auf Russisch, gestern und heute: Erst war der Westen ein Traum, dann ein Einkaufsparadies und mittlerweile wieder ein ferner Ort: In der Sowjetunion war Reisen eine Form des Entkommens. Heute ist es für Russen wieder schwieriger geworden, die Welt ausserhalb ihres Landes zu erleben. Für Putin ist das ein Vorteil, schreibt der Autor Andrei Kolesnikow: Je weniger seine Bürger vom Westen sehen, desto leichter kann er sein Bild vom Westen durchsetzen.
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Der Streit um Markt- oder Staatsversagen löst keine Probleme. Besser wäre eine freiheitliche Lebensführung als liberales Zeugnis: Wenn bürgerlich-liberale Kräfte mehrheitsfähig bleiben wollen, müssen sie sich aus akademischen Fachdiskursen zurückziehen und die prägenden Institutionen aktiv mitgestalten.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Politik Österreich. „Krone“-Kommentar: Die Suppe, die die SPÖ kocht, ist kaum bekömmlich
Es brodelt in der roten Küche, seit Gerhard Zeiler kundgetan hat, er würde sich gerne die Chefmütze als Parteichef aufsetzen. Noch klammert sich Andreas Babler an den Herd – allerdings steht er dort ziemlich allein, weil Solidaritätsadressen für den aktuellen SPÖ-Vorsitzenden und Vizekanzler weitestgehend ausbleiben. Andererseits verschanzen sich die Brigaden des Möchtegern-Babler-Nachfolgers auch noch im Keller, wollen lieber nicht gesehen werden. Sie werden sich allerdings rasch aus der Deckung wagen müssen, sonst passiert, was ein hochrangiger Roter drastisch formuliert: Wenn man Babler jetzt nicht loswird, „dann ist er einzementiert, werden wir ihn nie mehr los“.
https://www.krone.at/4314645

Die SPÖ steuert auf einen Showdown am Sonntag zu
Am Sonntagnachmittag sind die roten Landesparteivorsitzenden bei Andreas Babler. Davor treffen sie sich untereinander, um ihr Vorgehen zu akkordieren, inklusive Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil. Die Möglichkeit für einen dritten Kandidaten steigt.
DiePresse.com.showdown

Österreich Nach Rücktritt neuer Parteijob für verurteilten August Wöginger
August Wöginger musste nach seiner Verurteilung wegen der Anstiftung zum Amtsmissbrauch den ÖVP-Klubvorsitz räumen. Jetzt bekommt er eine neue Aufgabe in der Bundespartei. Auch in der Klubführung mischt er wieder mit. Dass sich die Volkspartei nie von ihrem „Gust“ abgewandt hat, ist kein Geheimnis. Auch als Bundesobmann des mächtigen ÖAAB-Bundes wurde er im September wiedergewählt – Kanzler Christian Stocker gratulierte sogar noch
https://www.krone.at/4314599

Deutschland/Berlin: „Größte Gruppe im deutschen Linksextremismus“ – die Linke Wahlsiegerin Eralp war jahrelang Mitglied der Roten Hilfe
Elif Eralp war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Die Bundesregierung nennt den Verein eine der wichtigsten Gruppen im Linksextremismus. Kurz vor ihrer Spitzenkandidatur für die Linken in Berlin verließ Eralp laut Angaben der Partei die Rote Hilfe.
DieWelt.de.berlin

Österreich; Brisante Details um Morgenstern-Heli: Deshalb stiegen Eurofighter nicht auf
So etwas hat es tatsächlich nicht gegeben: Dass eine hochversierte Bande – die neben einem Piloten auch einen Komplizen mit Kenntnissen in Flugzeug- und Heli-Mechanik dabei gehabt haben muss und von weiteren Komplizen zielgenau zum Hangar chauffiert worden waren – von dort einen der auffälligsten Helis im Breitling-Design entwendeten bzw. entwenden konnten. Und nicht nur das: Zusätzlich zapften sie 365 Liter AVGAS-Flugbenzin ab, obwohl der Standardtank nur etwa 170 Liter fasst. Was auch für eine minutiöse Planung spricht: Alle Sicherheitskameras am Flughafen wurden ausgeschaltet und alle lokalen Webcams abgedeckt. Zudem waren Transponder und ELT entfernt worden, der (Tief-)Flug mutmaßlich in Richtung Kroatien und weiter auf den Balkan quasi unsichtbar.
oe24.at.morgenstern-helikopter

Es geht mich zwar nichts an, aber ich zermartere mir den Kopf, wie man einen Hubschrauber so landen und verstecken kann, dass die Nachbarn nichts merken! So ein Helikopter macht doch einen Höllenlärm. Der Diebstahl wurde hochprofessionell ausgeführt, eben deshalb wäre interessant zu wissen, was damit bezweckt wurde. Werde ich es je erfahren?

Einen schönen Tag wünscht

A.C

 

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