Wien ist heute im Ausnahmezustand. Das Finale des Song-Contests wird heute das Stadtbild beherrschen. Das Wetter hat alles getan, um den Contest „für die breite Masse“ unattraktiv zu machen (wer stellt sich bei dieser Kälte zum Public-Viewing?), ob die Rechnung der Gastronomie aufgeht, werden wir erfahren (oder eher doch nicht), „unser Cosmo“ wird vermutlich keine Bäume ausreissen (noch so ein Sieg – und wir sind verloren bzw. pleite, frei nach Pyrrhus). Trotzdem, „die Wiener sind heute Song-Contest“ und wir Außenstehende drücken die Daumen, dass nichts passiert. Auch kein Sieg von Cosmo! Ich wünsche ihm vom Herzen den zweiten Platz hinter Deutschaland – im Sinne gutnachbarlicher Beziehungen. Beides wird es den Wettquoten nach nicht spielen!
Demo und Sperren: ESC geht ins Finale: Ganz Wien im Ausnahmezustand
Die Song-Contest-Woche neigt sich ihrem Ende zu – aber für einen Abend ist die ganze Stadt noch einmal ganz auf Eurovisions-Kurs. Wo gibt es noch Plätze bei den Public Viewings? Mit welchen Einschränkungen muss wegen der Demo gerechnet werden? Und wie wird das Wetter beim großen Finale? Wir haben die Antworten.
https://www.krone.at/4142273
Auch die Wiener Volksoper veranstaltet ein Public-Viewing
HEUTE Wiener Volksoper: ESC Finale – Public Viewing
Gemeinsam jubeln und feiern!. Das Public Viewing ist ausverkauft!
Keine Tickets für das Finale ergattert?
Die Volksoper lädt zum Public Viewing in ihren wunderschönen Zuschauerraum. Gemeinsam heißt es: jubeln, mitfiebern, feiern! Wo ließe sich das besser tun als vor einer großen Leinwand, mit toller Sound-Anlage? Unsere Theater-Buffets haben natürlich geöffnet, holen Sie sich also ein Getränk und tauschen Sie sich in unseren Foyers und Wandelgängen über ihr Lieblingslied, über bizarre Auftritte und exzentrische Bühneshows, über berührende Momente und ihre Favoriten aus. Gemeinsam lässt sich „United by Music“ noch besser genießen!
Damit der Abend für alle Beteiligten ein großartiges Erlebnis wird, haben wir hier die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt:
- No bag policy: Bitte kommen Sie ohne Rucksäcke und (Hand-)taschen.
Die Garderobe ist an diesem Abend kostenlos. - Es dürfen keine Speisen und Getränke mitgebracht werden.
Doch keine Sorge: Wir denken auch an ihre kulinarischen Bedürfnisse! Vor Ort stehen Ihnen unsere Buffets wie gewohnt zur Verfügung. Die dort gekauften Getränke und Speisen können auch in den Saal mitgenommen werden, Sie können sich nach ausgiebigem Jubel also mit frischen Getränken stärken. - Und wenn Sie einmal eine kleine Auszeit benötigen: Selbstverständlich können Sie den Saal während des Live-Streams jederzeit verlassen und wieder betreten.
Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen zu feiern, denn das ESC-Motto „United by music“ gilt in der Volksoper an 300 Abenden pro Jahr.
Weiterlesen in den „Infos des Tagesw
Georgien ist Song-Contest würdig! Man glaubt kaum, welche Kriterien dafür ausschlaggebend sind. Die Menschenrechte sind offenbar außer Kraft gesetzt. Da regt sich kein Protest! Kein Wunder, Paata Burchuladze ist ein seriöser Opernsänger und hüpft nicht zum Play-back in Lichtmontagen mit Hintergrundhopsern auf der Bühne herum!
Tiflis/ Georgien: Paata Burchuladse zu 7 Jahre Haft verurteilt.
operawire
Paata Burchuladze Sentenced to Seven Years in Prison Following Election Day Protest in Georgia. Learn more on OperaWire.
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Internationale Opernhäuser setzen sich für georgischen Sänger ein
Er trat in der Metropolitan-Opera in New York und der Mailänder Scala auf, jetzt sitzt der Opernsänger Paata Burtschuladse in einem georgischen Gefängnis, weil er sich für Demokratie in seinem Heimatland eingesetzt hat. Das britische Royal Opera House und die belgische Nationaloper La Monnaie haben die jeweiligen Regierungen aufgefordert, sich für den Bass-Sänger einzusetzen. Es sei offensichtlich, dass Burtschuladse kein faires Verfahren bekommen habe. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet darüber. Der Bassist setzt sich schon lange für die Demokratiebewegung in Georgien ein und sang häufiger bei Demonstrationen. Im vergangenen Herbst wurde er verhaftet, nachdem er die Regierung als illegitim bezeichnet hatte. In der vergangenen Woche wurde der 71-jährige zu einer siebenjährigen Haftstrafe veurteilt.
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Ach ja, „Brüggis Opi“ meldet sich auch zu Wort.
Auszug aus NEWS/ Heinz Sichrovsky/ Newsletter
16 Millionen vom ORF
Wissen Sie, was obszön ist? Die Summe von fast 40 Millionen, die der ORF und die Stadt Wien für den Song Contest (ESC) aufwenden. Eine künstlerisch wertlose, in den Gully politisierte Höchstrisikoveranstaltung ist das, deren israelische Teilnehmer dafür missbraucht werden, sich durch Serienboykotte demütigen zu lassen und dafür einen antisemitischen Schreipöbel zu erdulden.
Um nun mit dem ORF zu beginnen: Er könnte seine 16 Millionen gut anderswo gebrauchen, selbst wenn man davon absieht, dass ihm nächstens vielleicht 70 Millionen von der Regierung entzogen werden. Es dauerte Wochen, bis der neue Kunst- und Medienminister Babler das beschämende Feilschen um den Bestand des Radiosymphonieorchesters wenigstens bis 2029 ausgesetzt hatte (was im Lichte der jüngsten Verwerfungen bald auch schon wieder Makulatur sein kann). Mit den 16 Millionen jedenfalls könnte man den hoch spezialisierten, international renommierten Klangkörper beinahe zwei weitere Jahre erhalten…
Weiterlesen in den „Infos des Tages bzw. in der Zeitung „News“
Ach ja, Opernpremiere war auch! Im Vergleich zum Contest fand diese praktisch unter Ausschluss des öffentlichen Interesses statt. Oder haben Sie in den Fußgängerzonen irgendwem über die „Perlenfischer“ reden oder gar diskutieren gehört?
14.5. 2026. PREMIERE: LES PÊCHEURS DE PERLES
Exotischer Klassenkampf an dysfunktionaler Marmorrolltreppe
Hätte man Ende September anlässlich der Premiere von Smetanas Verkaufter Braut gewusst, dass es sich bei Dirk Schmedings verteddybärter, aber achtbarer Sicht auf die berühmteste Oper des tschechischen Komponisten um die mit Abstand beste Neuproduktion der laufenden Saison gehandelt haben würde, wäre man doch ein wenig ins Staunen geraten. Was folgte, waren der verpuppte Fidelio, der vertanzte Titus und die völlig vertane Luisa Miller. Ersan Mondtags Abarbeiten an der Ausbeutung der Working Poor durch die Bekleidungskonzerne der westlichen Welt anlässlich von Bizets Perlenfischern reiht sich nunmehr nahtlos in die Reihe der „Regieglücksgriffe“ der derzeit herrschenden Intendanz an der Wiener Staatsoper…
Zum Bericht von Sabine Längle
14.5.26 „Les Pêcheurs des Perles“, Premiere, Staatsoper, „Krampfhaftes Perlen-Shopping“
Die Wiener Staatsoper hat mit ihrer letzten Premiere in der laufenden Saison ihr Repertoire erweitert: Georges Bizets Oper „Les Pêcheurs des Perles“ erlebte die Erstaufführung im Haus am Ring.
Die Wiener Staatsoper hat mit ihrer letzten Premiere in der laufenden Saison ihr Repertoire erweitert: Georges Bizets Oper „Les Pêcheurs des Perles“ erlebte die Erstaufführung im Haus am Ring.
Die „Perlenfischer“ sind ein seltener Gast in Wien. In den 1990er-Jahren gab es eine Produktion an der Volksoper (in deutscher Sprache), 2014 hat die spätere Direktorin der Volksoper, Lotte de Beer, die Oper im Theater an der Wien inszeniert. Jetzt folgte also die Staatsoper und hat dafür mit Ersan Mondtag einen derzeit stark „gehypten“ Regisseur nach Wien geholt.
Ersan Mondtag hat in einem Interview auch gleich eingestanden, dass er es gewohnt ist, ausgebuht zu werden. („Der Standard“, online, 10. Mai 2026). Für Mondtag werden die vielen Buhs beim Schlussvorhang nach dieser Staatsopern-Premiere also nicht überraschend gewesen sein. Aber Mondtag ist auch nur Opfer und Getriebener der „Verhältnisse“. In einem Interview mit der Tageszeitung „Kurier“ (Printausgabe 14.5.2026) hat er die Situation, in der sich er – und der gesamte Opernbetrieb – befinden, gut umrissen: „Man müsste mindestens eine große Uraufführung im Jahr verpflichtend machen. Dann gäbe es auch nicht dieses krampfhafte Bedürfnis, ständig die alten Schinken zu modernisieren.“ Gut, über die Wortwahl könnte man diskutieren („alte Schinken“), aber das „krampfhaft“ trifft es punktgenau…
…Oder anders (und vielleicht etwas ketzerisch) formuliert: Was interessieren mich als Publikum bei „Les Pêcheurs des Perles“ der Kolonismusdiskurs und die Kritik an ausbeuterischen Bedingungen in der globalen Textilindustrie? Die Opern schwelgt doch in sentimentaler Poesie (und wer das „Kitsch“ nennt, ist selber schuld). „Les Pêcheurs des Perles“, 1863 uraufgeführt, bedient, so wie Jahrzehnte später tausende mal abertausende Kinofilme, den Wunsch des Publikums, in seelenentspannender Weise gerührt und berührt zu werden: von einer belanglosen, exotischen Liebesgeschichte, die für ein paar Minuten für einen beschleunigten Herzschlag und eine Träne im Augenwinkel sorgt – wie eine Gefühlsmassage: Weil es so „schön“ ist!…
http://www.operinwien.at/werkverz/bizet/aperlen2.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at
Weitere Pressekritiken: Es ist kein echter Verriss darunter! Ersan Mondtag ist eher „gebremst“ geblieben und dabei Gefahr gelaufen, dass die Buhrufe, die er angeblich so herbeisehnt, womoglich ausbleiben oder in der Minderheit verschallen. Keine Angst, das ist nicht passiert, zu einer echten Opernpremiere gehören eben Buhrufer und Bravoschreier!
Wien/ Staatsoper
Die Perlenfischer: Liebe entweiht den Konsumtempel (Bezahlartikel)
Bizets frühe Oper gelangt nach 160 Jahren erstmals an die Staatsoper
Kurier.at.perlenfischer
Wien
Wiener Staatsoper: „Die Perlenfischer“ im Shopping Center (Bezahlartikel)
Erstaufführung der Oper von Georges Bizet im Haus am Ring: Applaus für die Sänger, Buhs für die Regie.
Kurier.at.staatsoper
Wiener Staatsoper: „Perlenfischer“ in der Shopping-Mall „Carmen“ (Bezahlartikel)
Der Berliner Regisseur Ersan Mondtag verlegt Bizets elegantes Werk „Die Perlenfischer“ in die Modewelt – mit milde ausfallender Sozialkritik. Musikalisch gibt es Grund zur Freude.
DiePresse.at.shoppingmall
Ehre sei Shiva, Prada und Gucci!
Exotische Fantasien sind over, es erhebt sich das grässliche Antlitz der globalisierten Industriewelt: Ersan Mondtag zeigt Georges Bizets Jugendoper „Les Pêcheurs de perles“ in der Wiener Staatsoper als Erzählung über die Lieferketten im Textilgeschäft. Und stößt bei einem Gutteil des Premierenpublikums auf heftigen Widerspruch.
Nachtkritik.de.wien.perlenfischer
Kritik „Die Perlenfischer“ in Wien: Hier schimmern edle Stoffe
Georges Bizets „Les pêcheurs de perles“ ist erstmals an der Wiener Staatsoper zu sehen: Regisseur Ersan Mondtag verlegt das Werk mit mild ausfallender Sozialkritik in die Welt von Modeproduktion und Luxusmarken, inszeniert aber ansonsten recht konventionell. Musikalisch gelingt der Abend unter Daniele Rustioni sehr erfreulich.
BR-Klassik.de.edle.stoffe
Romantische Opernperle unterm schönen Regenbogen
Der Opernschreck bleibt zahm: Ersan Mondtags Inszenierung von Bizets „Die Perlenfischer“ („Les pêcheurs de perles“) unterhält musikalisch erfreulich in farbenfröhlicher Verpackung.
https://www.krone.at/4142901
Operngrüße aus der globalisierten Welt
Wie man sich das indigene Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausmalte – und wie Ersan Mondtag als Regisseur mit einem solchen Stoff im Heute umgeht: Seine neu konstruierte Handlung von Georges Bizets Jugendoper Les Pêcheurs de perles in der Wiener Staatsoper stieß bei einem Gutteil des Premierenpublikums auf heftigen Widerspruch. Musikalisch war’s ein Genuss.
DrehpunktKultur.at.globalisiert
Wien/Musikverein: Muti mit Haydn: Die schillerndste Musik-Monokultur (Bezahlartikel)
Die Philharmoniker und die drei letzten Londoner Symphonien im Musikverein: eine Abenteuerreise. Ein reines Haydn-Programm? Zum Jubiläum 1983 fand sich keiner der ständigen philharmonischen Dirigenten dazu bereit. Riccardo Muti stand als prägender Maestro erst in den Startlöchern. Er war bald zu erstaunlichen Überraschungen in Sachen Wiener Tradition gut. So setzte er die Erste Symphonie des Teenagers Schubert als Hauptwerk ans Ende eines Programms – und alle Zweifler verstummten. Und nun: Haydns „Letzte“ – 102 bis 104 – an einem Vormittag. Fazit: Spannender geht‘s nicht.
DiePresse.com.mutimithaydn
Die Philharmoniker mit Hell-dunkel-Spielen bei Papa Haydn
Riccardo Muti und die Philharmoniker im Wiener Musikverein mit den letzten drei Symphonien von Joseph Haydn
DerStandard.at.story.philharmoniker
Berlin: Vorbericht: „Orlando“ als queeres Sci-Fi-Opernspektakel
Die Komische Oper zeigt die deutsche Erstaufführung von Olga Neuwirths „Orlando“ und kündigt sie an als „The ultimate queer Sci-Fi hybrid Grand opéra!“. Das 2019 in Wien uraufgeführte Werk wird in Berlin von Ewelina Marciniak neu inszeniert, Ema Nikolovska singt die Titelpartie. SIEGESSÄULE-Autor Ecki Ramón Weber traf die beiden Queer Allies vor der Premiere zum Interview
siegessauele.de.opernspektakel
Vorbericht – „Orlando“ im Schillertheater Sängerin Ema Nikolovska:
Die Urgewalt der Oper Wenn Ema Nikolovska über ihre Rolle als Orlando an der Komischen Oper im Schillertheater spricht, umweht die 32-Jährige eine Begeisterung, die ansteckend ist. Jeder Satz ein Wasserfall, jeder Gedanke ein Funke, der ein Feuer in der Welt anzünden will. Was für eine Urgewalt!
BerlinerZeitung.de.unterhaltung
WIENER FESTWOCHEN / MuseumsQuartier / Halle E: DAS BESTE STÜCK ALLER ZEITEN von Milo Rau
Fotos: Wiener Festwochen Ines Bacher
75 Jahre Wiener Festwochen
Premiere: 15. Mai 2026
Happening à la Milo
„Das beste Stück aller Zeiten“ ist, wie so vieles am Theater und im Leben, eine leere Behauptung. Es ist gar kein „Stück“, das Intendant Milo Rau in eigener Verantwortung zur Eröffnung der diesjährigen Wiener Festwochen auf die große Bühne des MuseumsQuartiers stellt. Es ist, wie so oft bei ihm, ein Happening in seiner eigenen Handschrift, das sich nicht, wie vorgegeben, um „ 75 Jahre Wiener Festwochen“ dreht, sondern dramaturgisch gänzlich flapsig nur um seine bekannten Inszenierungs-Maschen bedient. Wird er dessen nicht einmal müde, oder fällt ihm nichts anderes ein?…
…Es gibt zwei „echte“ Schauspieler, Inge Maux und Samouil Stoyanov. Sie darf den Abend einleiten und dann auch kurz den Hamlet-Monolog anschlagen und kurz einen Ausbruch der Arkadina (mit verzerrter Stimme) hinlegen, das soll wohl an Zadek und Stein erinnern, aber selbst, wenn er es weiß, hat der Zuschauer nichts davon, denn, wie gesagt, die Festwochen als Thema sind nur ein Vorwand…
…Wie gesagt, kommen die Festwochen nur rudimentär vor, am stärksten, wenn an Christoph Schlingensief erinnert wird und die Erregung, die er mit seinem Container vor der Staatsoper erregte. Ganz „zufällig“ kam Kritiker Heinz Sichrovsky aus dem Publikum auf die Bühne und lieferte mit seinen Erinnerungen an den Mann mit dem sanften Gesicht und der Fähigkeit zur Provokation den vielleicht stärksten Eindruck des Abends.
Lukas Kaltenbäck, vierzig Jahre lang als Beleuchter bei den Festwochen tätig, durfte per Hologramme mit den Toten sprechen, aber der große George Tabori hatte wenig zu sagen, René Pollesch nichts von Relevanz, aber wenigstens konnte Milo Rau hier mit Reflexionen über Sterben und Tod anknüpfen, die tiefsinnig sein sollten und nur banal waren. Dafür mißbraucht er dann auch aus seinem Echtmenschen-Ensemble einen offenbar wirklich Totkranken… Immerhin liegt am Ende eines der Babys mitten auf der Bühne.
Ob darauf die „besten Festwochen aller Zeiten“ folgen werden? Warten wir es ab.
ROM/Teatro dell’Opera : ROMÉO ET JULIETTE – Neuinszenierung Der Schatten des Todes
Copyright: Fabrizio Sansoni
Die Neuinszenierung von Charles Gounods „Roméo et Juliette“ durch Luca de Fusco am schönen Teatro dell’Opera in Rom war in erster Linie von einer Todesahnung der zwischen beiden Geschlechtern der Capuleti und Montecchi unlösbaren Konflikten gekennzeichnet, dem die beiden jungen Liebenden Roméo und Juliette zum Opfer fallen. Die Bühnenbilder von Marta Crisolini Malatesta im auch dunklen Licht von Gigi Saccomandi waren weit weniger farbenfroh als die Szenerie in der Inszenierung von André Heller-Lopes an der Ópera de Tenerife einen Monat zuvor (siehe weiter unten).
Luca de Fusco legt mehr Gewicht auf die Tragik, die hinter dem nicht enden wollenden und immer wieder angefachten Krieg zwischen den beiden Geschlechtern steht. Es geht gleich los mit der Choralszene zu Beginn. Eine Art Todes-Chor in Masken, die an Totenköpfe erinnern, macht mit der Geschichte der beiden Familien alle darauf aufmerksam, dass es hier sehr ernst werden würde. Im Hintergrund sieht man die Konstruktion einer zweigeschossigen typisch alt-italienisch wirkenden Galerie, die wie die Arena di Verona wirkt und wohl auch diese Assoziation hervorrufen soll…
Zum Bericht von Klaus Billand
Ausstellungen/ Kunst New Y0rk. Max Holleins „goldener“ Deal: Ronald S. Lauder schenkt dem Metropolitan Museum die „Neue Galerie“
Eine derart große private Schenkung an ein Museum gab es wohl noch nie – und sie hat Wiener Wurzeln: Ronald S. Lauder übergibt sein Lebenswerk samt Gustav Klimts „Goldener Adele“ dem Metropolitan Museum. Wie es dazu kam, darüber sprach die „Presse“ mit Met-Direktor Max Hollein.
DiePresse.com.metropolitanmuseum
Nachruf
„Unbeugsame Vordenkerin“: Politik und Kunstszene trauern um VALIE EXPORT
Die bedeutende Aktionskünstlerin starb am Donnerstag im Alter von 85 Jahren. Mit ihrer feministischen Pionierarbeit prägte die Linzerin Generationen
DerStandard.at.trauerumvalieexport
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Applaus oder Boykott: wie Israel zum globalen Streitfall der Kulturwelt wurde
Anlässe wie der Eurovision Song Contest oder die Biennale in Venedig sind seit Beginn des Gaza-Kriegs zu moralischen Kampfplätzen mutiert. Es stellt sich die Frage, welche Funktion Kunst in liberalen Demokratien noch spielen darf.
Jetzt lesen
Audienz im Allerheiligsten: Xi Jinping bittet Trump in das Zentrum der Macht: Zum Abschluss des Gipfels in Peking trafen sich die beiden Staatschefs in Zhongnanhai, dem Wohnsitz der politischen Elite. Die Ergebnisse des Staatsbesuchs blieben indes vage.
Jetzt lesen
Kuba ist offiziell das Öl ausgegangen. Derweil macht Donald Trump neuen Druck auf die Karibikinsel: In Havanna ist es aufgrund der Blackouts zu Protesten gekommen. Am Donnerstag besuchte der CIA-Chef John Lee Ratcliffe Havanna. Zudem kursieren Gerüchte, wonach die amerikanische Justiz den Revolutionsführer Raúl Castro anklagen will.
Jetzt lesen
Wes Streeting tritt aus der Regierung zurück – und schielt auf das Amt des britischen Premierministers: Er wuchs in armen Verhältnissen mit sieben Geschwistern auf. Seine Grosseltern waren Bankräuber. Nun ist Wes Streeting als Gesundheitsminister zurückgetreten – doch strengte er zunächst keine Kampfabstimmung gegen Starmer an.
Jetzt lesen
Andri Jermak stand jahrelang an der Seite Selenskis – bis eine Korruptionsaffäre ihn einholte: Er war ein mächtiger Drahtzieher in Kiew, jahrelang praktisch eins mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski. Nun sitzt der Ex-Stabschef Andri Jermak in Untersuchungshaft. Wer ist der Mann?
Jetzt lesen
Wegen Drohnenalarm stand Helsinki am Freitagmorgen still. In Lettland musste die Ministerpräsidentin wegen abgestürzter Flugkörper zurücktreten: In einer sicherheitspolitisch heiklen Lage zerbricht Lettlands Regierung. Prorussische Kreise nutzen die politische Krise für Propaganda.
Jetzt lesen
Der heimliche Krieg: Saudiarabien und Emirate sollen Iran angegriffen haben: Riad und Abu Dhabi lösen sich offenbar zunehmend von der amerikanischen Schutzgarantie und definieren ihre Rolle in der Region neu. Gleichzeitig arbeiten sie an einer neuen Sicherheitsordnung für die Region.
Jetzt lesen
Skandal um ein Sofa voller Bargeld: Südafrikas Präsident Ramaphosa setzt darauf, dass die Zeit seine Probleme löst: Das Verfassungsgericht rollt die Affäre über gestohlene Gelder neu auf. Das Parlament muss über eine Amtsenthebung entscheiden. Doch ein Sturz Ramaphosas bleibt unwahrscheinlich. Seine Nachfolger wären noch problematischer.
Jetzt lesen
ICE werde jetzt NICE, verspricht Trump. Auch das berüchtigte Abschiebegefängnis «Alligator Alcatraz» soll geschlossen werden: Der amerikanische Präsident scheint seiner harten Immigrationspolitik abzuschwören. Oder gibt er ihr nur einen humaneren Anstrich?
Jetzt lesen
Eine Topmanagerin muss im Umerziehungs-Retreat das Fühlen lernen – ein Roman im Zeichen des Zeitgeists: Maxim Leos Roman «Einatmen. Ausatmen.» ist sprachlich lax und findet keine Haltung gegenüber dem diagnostischen Furor unserer Zeit.
Jetzt lesen
Das Phantom der Oper: Der Musiker, der verschwindet, sobald der Vorhang aufgeht: Pablo Salido Pulido bringt als Korrepetitor ein ganzes Orchester in seinen zehn Fingern unter, ist das externe Ohr der Dirigentin und Psychologe der Sänger. Seine Arbeit ist in der Oper «Gianni Schicchi» zu hören. Porträt eines Daseins fernab vom Rampenlicht.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Song Contest: Wie (un)erfolgreich ist Österreich eigentlich wirklich?
Dreimal haben wir „den Schas“ bisher gewonnen. Ansonsten ist Österreichs ESC-Bilanz eher durchwachsen. Österreich kann dank JJ („Wasted Love“) im Vorjahr auf drei Siege beim Eurovision Song Contest zurückblicken. Zuvor hatten Conchita Wurst („Rise Like A Phoenix“ 2014) und Udo Jürgens („Merci Chérie“ 1966) schon den Eurovision Song Contest nach Österreich geholt. Aber das ist nur die rühmliche Seite der Geschichte. So kamen die Interpreten der Jahre 1981 (Marty Brem), 1984 (Anita), 1988 (Wilfried) und 1991 (Thomas Forstner) nicht über einen letzten Platz hinaus. 2007 schied Eric Papilaya mit „Get A Life – Get Alive“ bereits im Semifinale aus und wurde dort mit vier Punkten Vorletzter. Nicht zuletzt deshalb verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme. Und für heute sind die Wettquoten schrecklich.
Kurier.at.unerfolgreichodererfolgreich
„Dürft mir nicht reinreden!“ – Swarovski verliert die Nerven bei ESC-Probe
Eigentlich wollten Victoria Swarovski und Michael Ostrowski nach dem gelungenen 2. Halbfinale am Donnerstag weiterhin mit Souveränität glänzen. Doch Regie-Probleme brachten die Kristall-Erbin kurz aus dem Gleichgewicht. Ein Event dieser Größenordnung ist ein absoluter Drahtseilakt, und bei der Final-Probe schlug der Fehlerteufel gleich mehrfach erbarmungslos zu. Die Nerven in der Stadthalle sind zum Zerreißen gespannt, doch die Show-Profis geben alles, um das Mega-Spektakel zu retten. Schon der Start der Probe verzögerte sich spürbar, bevor das spektakuläre Opening mit der Video-Reise des Papierschiffchens von Vorjahressieger JJ und dem glanzvollen Gold-Auftritt mit der Siegerhymne „Wasted Love“ samt Live-Orchester endlich über die Bühne gehen konnte.
oe24.at.moderation
Vorfreude aufs Finale
Swarovskis ESC-Looks: Einer heißer als der andere!
Es war ein wahres Fashion-Feuerwerk, das Victoria Swarovski an den beiden Halbfinal-Abenden auf die Bühne gebracht hat! Die Moderatorin überzeugte nämlich nicht nur mit Charme und ihrem Gesangstalent, sondern zog mit ihren heißen Looks auch alle Blicke auf sich. Da steigt die Vorfreude aufs Finale …
https://www.krone.at/4142407
Sport: Er war Kult: Fußball-Österreich trauert: Alfred Tatar ist tot
Große Trauer in Fußball-Österreich! Alfred Tatar, genialer Kicker, legendärer TV-Analytiker, ist mit 62 Jahren verstorben. Am Donnerstag verlor er den Kampf gegen die Krankheit ALS.
https://www.krone.at/4141364
Wirtschaft: Falsche Finanzamt-Mails erkennen: Elster stellt klar, was die Behörde niemals per E-Mail schickt
Um an sensible Daten zu gelangen, lassen sich Cyberkriminelle ständig neue Methoden einfallen. Aktuell landen wieder viele Phishing-Mails in den Postfächern, die angeblich vom Elster-Portal stammen.
da-news.falsche.finanzamtemails
Meist ist bei den Geschädigten schon etwas Geldgier vorhanden verbunden mit Naivität ist das eine selbst gefährdende Mischung. Aber selbst bei Bankgeschäften sind Sie nicht auf der sicheren Seite. Mir hat vor vielen Jahren ein mir gut bekannter Banker zur Geldanlage Kansdische Dollars eingeredet – und ich bin damit auf die Schnauze gefallen.
Ich wünsche einen schönen Tag“
A.C

