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1. OKTOBER 2026 – Donnerstag

01.10.2026 | Tageskommentar

„Zaide“ in Frankfurt. Foto: Barbara Aumüller

Frankfurt
Selten gespielt: Mozarts Oper „Zaide“ in Frankfurt am Main
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (7.18 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio

München : Saisonbeginn

 

Bayerische Staatsoper, Infos zum Saisonbeginn

Die Spielzeit hat gerade erst begonnen, und schon gibt es einiges aus dem Nationaltheater zu berichten. Insbesondere freuen wir uns über eine Reihe von Auszeichnungen und Nominierungen: Bei der diesjährigen Kritikerumfrage des Fachmagazins Opernwelt wurde Of One Blood zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt. Claus Guth wurde unter anderem für seine Inszenierung dieses Werks zum „Regisseur des Jahres“ gewählt und Etienne Pluss für das „Beste Bühnenbild“ ausgezeichnet. Zudem ist die Bayerische Staatsoper bei den International Opera Awards 2026 in der Kategorie „World Premiere“ mit der Produktion Of One Blood nominiert.
 
Diese preisgekrönte Produktion sowie eine weitere Inszenierung von Claus Guth, Georg Friedrich Händels Semele, stehen in den kommenden Wochen auf dem Spielplan. Gute Nachrichten gibt es auch für alle, die das vergangene Oper für alle BMW Classics Konzert verpasst haben: Eine Aufzeichnung ist ab sofort auf Staatsoper.tv als Video-on-Demand verfügbar.
 
Außerdem ist im hauseigenen Label Bayerische Staatsoper Recordings zum ersten Mal eine Aufnahme auf Vinyl erschienen: Igor Strawinskys Le Sacre du printemps unter der Musikalischen Leitung von Zubin Mehta aus dem Jahr 2007.

Brett Dean „Of One Blood“

 
Regisseur Claus Guth und sein Team begegnen Of One Blood in ihrer Inszenierung nicht als historische Rekonstruktion, sondern als Versuch, die Geschichte der beiden im 16. Jahrhundert konkurrierenden Königinnen Mary Stuart und Elizabeth Tudor als gegenwärtiges Geschehen erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist die Westminster Abbey mit den gegenüberliegenden Mausoleen der beiden, die den Rahmen für eine vielschichtige Spurensuche bilden. In einem laborartigen Setting werden historische Schlüsselmomente aus dem Leben der beiden Regentinnen lebendig gemacht.
 
Für die Partitur greift Brett Dean auf das gesamte Spektrum eines großen modernen Orchesters mit umfangreicher Schlagwerkbesetzung zurück und verbindet dieses mit vorproduzierten Tonaufnahmen, die teils elektronisch verfremdet werden. Eine zentrale Rolle nimmt dabei auch die Musik der Tudor-Zeit und das Solo-Cembalo ein – jenes Instrument, auf dem die beiden historischen Königinnen damals selbst musizierten.
 MEHR DAZU       KARTEN

Wiener Staatsoper: La Clemenza di Tito 29.9.2026

 

Im Vergleich zu den drei Da Ponte-Opern fristete die „Clemenza“ über viele Jahre hinweg ein Mauerblümchen-Dasein. Dies ist vielleicht auch dem Libretto von Pietro Metastasio/Caterino Tommaso Mazzola geschuldet, das wahrlich nicht nobelpreiswürdig ist. Und ich denke, dass die Wiener Staatsoper für das Werk einfach zu groß ist – ein intimerer Rahmen wie zum Beispiel das Theater an der Wien würde der Oper besser zu Gesichte stehen.

Der Abend hinterließ einen zwiespältigen Eindruck, sowohl was die Regie von Jan Lauwers, das Dirigat von Cornelius Meister als auch die Gesangsdarbietungen betrifft…

…Meine erste Begegnung mit Katleho Mokhoabane war eine positive. Ich konnte es kaum glauben, dass dieser Koloss eine derartig lyrische Tenorstimme besitzt. Er gab dem Tito wirklich die Aura, die diese Figur dem Libretto entsprechend haben sollte. Eine ganz feine Leistung  – zusammen mit Lindsey erhielt er den größten Schlussapplaus. Und mit was? Mit recht!!!

Insgesamt ein etwas zwiespältiges Resümee, mögen wir aber in dieser Saison keine schlechteren Vorstellungen haben.

Zum Bericht von Kurt Vlach

Wien/ Staatsoper: 27.9.26, „Macbeth“, Staatsoper, „Attraktive Lady“

Spannendes Repertoire mit szenischen Insuffizienzen: Die Staatsoper spielt wieder Barrie Koskys „Macbeth“-Produktion, ausstaffiert mit einem neuen Titelhelden und einer jugendlich-aparten Lady.

Anastasia Bartoli. Foto: In Art Management

Étienne Dupuis gibt zum ersten Mal den Macbeth in Wien: kein Macbeth, der sich sein Schicksal „schön“ färbt, sondern einer, dem man den „strauchelnden“ Krieger glaubt. Seine Stärke liegt mehr in der Attacke, und wenn er sich mit „Tod oder Ruhm“ in die finale Schlacht wirft, dann reißt es mit und macht noch einmal Energien frei.

http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/amacbeth11.htm
Dominik Troger/www.operinwien.at

Wien
Neue Oper Wien: Nina Hagen im „Club 2“ wird zur Performance (Bezahlartikel)
Der Countertenor Johannes Wieners machte die „Godmother of Punk“ zur Patin eines szenischen Lied- und Songabends. Er hat dafür zwei famose Partner: Begeisterung im Schönberg-Center.
DiePresse.com.neueoperwien

Oper Graz: Wimmelbild mit Marschgetön
Selten stehen Regie und Ausstattung der Musik im Wortsinn so im Wege, wie in Lorenzo Fioronis Regie von La Damnation de Faust in der Oper Graz. Das Gretchen, hier Marguerite, ist eine großbusige knallblonde Revuesängerin. Könnte auch ein Transvestit sein. Jungfrau oder Fräulein weniger. Dieser Männertraum in XL wird von Méphistophélès engangiert, den verzweifelten Faust – ja, was eigentlich? Zu kurieren? Ihn die Liebe zu lehren oder ihm den Degout auszutreiben?
DrehpunktKultur.at.opergraz

Uraufführung: Schmunzeln mit Cerha in Graz (Bezahlartikel)
Die Grazer Philharmoniker lockten mit Buchbinder, Strauss und einer Novität.
https://www.diepresse.com/41310527/urauffuehrung-schmunzeln-mit-cerha-in-graz

Salzburg
Nikolaus Bachler kritisiert den Festspielhausbau: „Man muss endlich über die Kunst reden“ (Bezahlartikel)
Osterfestspiel-Intendant Nikolaus Bachler kritisiert den Festspielhausbau: Die Budgetlimits seien zu rigide, es fehle eine künstlerische Vision.
SalzburgerNachrichten.at.nikolaus.bachler

TTT Kultur- / Musiktheaterdenken: Innovativ und keiner will? „Aha“ – Musiktheater! Mess- u. Fassbares mit Quanten & KI!

 

„Kann’s nicht behalten, kann’s nicht vergessen. Und fass ich es ganz, so kann ich’s nicht messen!“ Hans Sachs, Meistersinger, Richard Wagner.

Paradoxien der Kunst: … sind nicht fassbare, tief berührende Eindrücke, deren Essenz weder intellektuell noch messbar erscheint, denen dennoch real tiefe intuitive Wahrheit und Schönheit innewohnt, zu bisher nicht Mess-/Fassbarem, immer noch in Polarität zu Geistigem, Freiem, Unendlichem – zu Feinstofflichem.

Feinstoffliches ist  metaphysische, jenseits der fünf Sinne liegende Form der Realität (6. Sinn!), die objektiv parallel zur physischen „Konsensrealität“ existiert. Der Mensch ist mehr als reine Materie, verfügt über feinstoffliche Energien, deren Kraft sichtbare Realität formt.

Mit Quantenphysik als metaphorischer Brücke ist zu belegen, dass Geist, Gedanke, Intuition, auch Glaube feinstoffliche Materie sind, die sich in neuer Wirklichkeit mit Quanten + KI verdichten können. Es geht um theatralen Konsequenzen für Inszenierungen im Musiktheater.

Theater muss letztes lebendiges Refugium analoger Ästhetik mit einzigartigem Profil analoger dramatischer Kunst im Alleinstellungsmerkmal bleiben.Verantwortlicher Umgang mit KI und Quantenphänomenen muss darin bestehen analoges, lebendiges Bühnenerlebnis zu bewahren.

Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/ttt-kultur-musiktheaterdenken-innovativ-und-keiner-will-aha-musiktheater-mess-u-fassbares-mit-quanten-ki/

Salzburg Das leise Ende nach 434 Jahren
Morgen ist es tatsächlich geschehen um die Mayrische, das von der Universal-Edition betriebene Noten-Fachgeschäft im Pressvereinshaus in der Salzburger Bergstraße. Dasselbe Schicksal ereilt auch Musik Müller in Wien. Im Jahr 2020, als die Mayrische Musikalienhandlung schon einmal mit Schließung bedroht war, hat es eine Unterschriftenaktion gegeben. Über dreitausend Leute haben damals bekundet, dass es diese Institution weiter geben solle. Offenbar haben sie dann aber doch zu wenig Noten dort gekauft.„Durch die Verkleinerung und den Umzug des Standorts konnte damals eine Fortführung ermöglicht werden“, heißt es nun auf der Website. „Nach erneuter sorgfältiger Prüfung musste nun anerkannt werden, dass eine wirtschaftlich nachhaltige Fortführung des bisherigen Geschäftsbetriebs nicht mehr möglich ist.“
DrehpunktKultur.at

Köln: In die Falle gegangen
Marie-Ève Signeyrole inszeniert Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ für die Oper Köln. Dabei verlegt sie die Handlung von Wien nach Köln und stülpt der Geschichte ein Preisverleihungs-Kostüm über. Es lag nicht an der Haustechnik, es war die Genderfalle, die krachend zuschnappte in diesem Eröffnungs-„Rosenkavalier“. Statt im Palais des frischgeadelten Edlen von Faninal im kongenial von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss erdachten Pseudo-Wien findet man sich in Köln bei der 48. Filmpreisverleihung „Silberne Rose“ wieder. Mit eingeblendeter Silberrose im Video und der Ankündigung, dass (Achtung) als Preisverleiherin (!) Octavian Rofrano auftreten werde. Die/der Angekündigte kommt dann auch. Frei nach Jan Böhmermanns „dazwischen und außerhalb“ mit männlich kurzer Frisur im silberhellen Unisex-Hosenanzug mit Damenabsatzschuhen. In Köln ist Bianca Andrew die Frau, die den jungen Liebhaber der (eigentlich) doppelt so alten, attraktiven Fürstin spielt, die/der dann ein junges Mädchen spielt, das dem Ochs den Kopf verdreht, um sich am Ende mit der jungen, hübschen (und dank Giulia Montanari auch betörend singenden) Sophie in ein Happyend zu träumen.
DieDeutsche.bühne.de

Erste Premiere in der Oper Köln: „Der Rosenkavalier“ als deftige „#MeToo“-Komödie
Nach 14 Jahren Bauzeit zeigte sich der Offenbachplatz am letzten September-Wochenende als attraktiver Mittelpunkt des Kölner städtischen Kulturlebens mit zwei Spielstätten des Schauspielhauses, einer neu gebauten Kinderoper und dem Opernhaus mit 1280 Plätzen. Die erste Opernpremiere am 27. September 2026 erwies sich als radikale Analyse der „#MeToo“-Problematik. Regisseurin und Videogestalterin Marie-Ève Signeyrole holte das Sujet in die Gegenwart und stellte den Baron Ochs als mächtigen Filmproduzenten und die Marschallin Fürstin Werdenfels als Filmregisseurin dar, die gleichzeitig ihre eigene Hauptdarstellerin ist.
opernmagazin.de.erste.premiere

Großes Opernkino mit Abstrichen
Oper Köln „Der Rosenkavalier“: Rückkehr ins Stammhaus mit zahlreichen Rollendebüts.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/09/29/koeln-der-rosenkavalier/

Johann Strauss: Die Fledermaus • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 29.09.2026

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist

Die Wiederaufnahme der Fledermaus überrascht in musikalischer Hinsicht. In szenischer Hinsicht gilt frei nach dem Trinklied aus dem Finale des ersten Akts «Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist».

Foto © Herwig Prammer

Mit der Wiederaufnahme der Fledermaus gibt Jonathan Bloxham (Musikalische Leitung) sein Debüt am Opernhaus Zürich und feiert einen grossen Erfolg. Gleich nach der Ouverture beweist er seinen theatralischen Spürsinn: der Vorhang möchte sich nicht öffnen und so lässt er die Ouverture gleich nochmal spielen. Das Orchester der Oper Zürich zeigt sich erneut in allen Registern in Höchstform und spielt wunderbar klangschön, luftig, leicht und kristallklar. Bloxhams grosse musikalische Umsicht zeigt sich auch im weiteren Verlauf des Abends in der perfekten Koordination von Graben und Bühne, schlüssigen Akzenten und guten Spannungsbögen. Gerne möchte man ihn, Musikdirektor des Luzerner Theaters, öfter in Zürich erleben…

Zum Bericht von Jan Krobot

Filme der Woche 

Filmstart: 1. Oktober 2026 : BRUNO – DER JUNGE KREISKY
Österreich / 2026
Regie: Harald Sicheritz
Mit:
Nils Arztmann. Maria Unge u.a.

Bruno, der Held

 

Österreicher, die alt genug sind, dass Bruno Kreisky (1911-1990) in ihrem eigenen Leben noch eine Rolle gespielt hat, denken mit aller Nostalgie an ihn, seine Ära und an seine Persönlichkeit uirück, die ein Format vorgab, das keiner seiner Nachfolger erreicht hat. Seine Schwächen – nicht zuletzt sein deklarierter Antisemitismus – kehrt man dabei unter den Teppich, angesichts dessen, was er für Österreich (und zumal für die Rechte der österreichischen Frauen) geleistet hat.

Wie man nun erfuhr, hat Gerhard Zeiler einen finanziellen Beitrag zu dem Projekt des „Bruno – Der junge Kreisky“-Films geleistet, für den es eigentlich keinen „Jahrestag“ gibt. Und ob außerhalb der SPÖ-Community noch sonderliches Interesse für dieses Bio-Pic herrscht, ist auch nicht sicher. Tatsache ist, dass Harald Sicheritz, der einst als Fachmann für gnadenlose Österreich-Satiren begonnen hat, hier eine Lobeshymne auf den jungen Bruno Kreisky gezaubert  hat, die wie ein gefälliger Fernsehfilm wirkt.^^

Kreisky, Jahrgang 1911. Wird als Sohn einer wohlhabenden, überaus sympathischen jüdischen Großbürgerfamilie eingeführt. Dass der Gymnasiast auch ein Verhältnis mit dem Dienstmädchen des Hauses hat, ist kein Machtmißbrauch, da wird schon gezeigt, dass sie ihm jede Mange Avancen gemacht hat.

Wie es dazu kommt, dass Gymnasiast Bruno  die Tanzstunden bei Elmayer schwänzt und lieber zur  sozialistischen Arbeiterjugend geht, ist nicht ganz klar, macht aber nichts –  es ist schließlich nicht unglaubwürdig, dass auch Reiche ein soziales Gewissen haben können. Hauptsache man begreift, wie tapfer er sich dort durchsetzt, weil ihn die Proletarier eigentlich gar nicht wollen. Schließlich war er das Feindbild eines jüdischen Kapitalisten – aber er erkämpft sich entschlossen seinen Platz unter ihnen. Und ist damals schon nicht Irgendwer, sondern einer, der nach Verantwortung, auch nach Führungspositionen strebt.

Zum Einführen politischer Diskussionen hat das Drehbuch, an dem Sicheritz mitarbeitete, Figuren und Liebesgeschichten erfunden. Der Antisemitismus in Wien wird mit den Schwierigkeiten thematisiert, die man den Juden als Jusstudenten auf der Universität macht. Doch Bruno, der Held, ist ebenso kämpferisch im Gerichtssaal wie auch im Gefängnis, wo er – es ist die Zeit des Ständestaats –  u.a. mit einem Nazi einsitzt. Dass er mit diesem anständig umgegangen ist, wird als (gegenüber der Realistät etwas vereinfachende) Begründung benommen, dass man ihm nach dem Anschluß gestattet, das Land zu verlassen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Wien
„Eine Bühne reicht“. Grüne will Wiens größtes Musicaltheater schließen
Die Wiener Kultursteuer ist zwar vom Tisch. Bürgermeister Ludwig hat das Vorhaben nach massiven Protesten aus der Kulturszene zurückgezogen. Der Konsolidierungsbedarf im Stadtbudget bleibt enorm. Die Suche nach Alternativen geht weiter.
Jetzt lässt die grüne Gemeinderätin Ursula Berner mit einem radikalen Vorschlag in der „Krone“ aufhorchen: Sie fordert eine Schließung des Ronacher!
https://www.krone.at/4313138

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

Die spannendste Frage der amerikanischen Zwischenwahlen: Können die Demokraten den Senat erobern? Das Repräsentantenhaus dürften die Demokraten im November zurückgewinnen. Für den Senat aber brauchen sie historische Siege in republikanischen Hochburgen wie Texas, Alaska oder Ohio. Trumps Umfragetief rückt dies in den Bereich des Möglichen.
Jetzt lesen
FBI wird gehackt – Cyberkriminelle entwenden heikle Personaldaten und Informationen zu Geheimaufträgen: Die Hackergruppe Shiny Hunters hat schon manchen spektakulären Coup ausgeführt. Jetzt hat sie persönliche Daten von Tausenden von FBI-Agenten gestohlen. Für die amerikanische Bundespolizei ist es ein Debakel – und ein beträchtliches Sicherheitsrisiko.
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Die Rohölexporte aus den Golfstaaten steigen leicht – doch neue Risiken sind schon in Sicht: Die Golfstaaten exportierten im September mehr Rohöl als in den Vormonaten. Nachhaltig ist die Situation allerdings nicht.
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Gefährliche Kritik am Kreml: Ein russischer Politologe ist plötzlich wegen angeblichen Drogenhandels in Haft: Alexander Kynew hat dem Kreml grossangelegten Wahlbetrug vorgeworfen. Kurz darauf wird er verhaftet. Der Fall zeigt, wie gnadenlos der Kreml gegen seine Kritiker vorgeht, wirft aber auch ein Schlaglicht auf Kämpfe innerhalb des Machtapparats.
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«Wir leben wieder in einem freien Land»: Sexuelle Minderheiten wurden unter Orban ausgegrenzt – nun setzen sie ihre Hoffnung auf Magyar: Die LGBTQ-Gemeinschaft wurde in Ungarn schikaniert und teilweise sogar strafrechtlich verfolgt. Nach Orbans Sturz hat die Hetze zwar aufgehört, aber die neue Regierung zögert mit Reformen.
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 Österreichs Sozialdemokratie in der Krise: Ein TV-Millionär kämpft um die SPÖ-Krone: Gerhard Zeiler, 71, international erfolgreicher Manager bei Warner Bros., fordert Österreichs Vizekanzler Andreas Babler als SPÖ-Vorsitzenden heraus. Die einst staatstragende Partei ist in Umfragen auf 15 Prozent abgestürzt und weiss nicht, wohin und mit wem.
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 Jetzt will Grossbritannien den Staat zurück: Der britische Premierminister Andy Burnham plant einen politischen Kurswechsel. Er stellt die Wiederverstaatlichung der Wasserversorgung in Aussicht. Zugleich setzt er bei der Berufsbildung auf ein Modell, das sich in der Schweiz bewährt hat.
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 Nach nächtelangen Verhandlungen kommt die Ambulanz: Belgien droht ein Budget-Fiasko: Als gleich zwei Politiker aus medizinischen Gründen ausfallen, müssen die Gespräche in Brüssel abgebrochen werden. Ist das schlechte Planung – oder politisches Theater?
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Malaysia schickt Rohingya zurück nach Myanmar – und bricht damit ein Tabu: Das Regime in Myanmar will internationale Anerkennung und bietet an, Flüchtlinge zurückzunehmen. Malaysia knickt ein. Obwohl die Rohingya in Myanmar alles andere als sicher sind.
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Simon de Pury versteigert Kunst wie ein DJ. Der Film «The Hammer» begleitet ihn auf seinen Kunsthandels-Eskapaden.: Er kennt die Psychologie des Kunstmarkts aus eigener Erfahrung. Als Auktionator ist der Schweizer ein Star. Er ist aber auch Galerist, Ausstellungsmacher und leidenschaftlicher Kunstsammler: Simon de Pury im Filmporträt.
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 Greta Thunberg besucht Zürich – und nennt einen Heuchler, wer globale Solidarität fordere, aber sich nicht für die Westsahara einsetze: Die Klima- und Palästina-Aktivistin macht sich nun für das Volk der Sahraouis in der Westsahara stark. Sie glaubt, Marokko habe ihren schlecht besuchten Auftritt am Zurich Film Festival sabotiert.
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«Digger»: Wie gelungen ist die Klimasatire mit Tom Cruise?: Alejandro González Iñárritu will mit seinem Weltuntergangsszenario unsere Gegenwart aufs Korn nehmen. Doch das wirre Spektakel bleibt erstaunlich substanzlos.
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Vom Eklat beim Nations-League-Spiel bis zum Streit zwischen Ed Sheeran und Macklemore: Irland hat eine Palästina-Obsession: Die Palästina-Solidarität prägt in Irland Politik, Fussball und Pop-Kultur. Ihre Wurzeln reichen tief in die Geschichte des Landes zurück.
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Eine Feministin, die Männer mag, und vor allem den einen: Svenja Flasspöhler macht ihre Ehe zum philosophischen Argument: Sie denkt vom eigenen Leben aus: In «Zusammenbleiben» bricht Svenja Flasspöhler mit dem feministischen Zeitgeist und sagt: «Eine Frau, die sich bindet, ist erst richtig frei.» Eine Begegnung
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Öffentlich inszeniertes Sterben: Die letzten Tage eines Schriftstellers: Der an Krebs erkrankte Autor Joachim Lottmann dokumentiert seinen Kampf gegen den Krebs auf Facebook. Damit steht er in einer langen Tradition.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Deutschland
Philipp Amthor: Neue Wende im Streit um Strandkorb im Kanzleramt
Berlin. Eine ZDF-Doku über Philipp Amthor sorgt wegen eines Strandkorbs im Kanzleramt für Wirbel. Nun reagiert der CDU-Politiker auf die Kritik. Barocke Musik, eine weitläufige Treppe im Kanzleramt, ein Mann, der gerade befördert wurde und sichtlich genießt, wo er angekommen ist: Die Szene aus der ZDF-Dokumentation „Inside CDU“ dauert nur wenige Sekunden. Doch sie reicht aus, um Philipp Amthor (33) zur Zielscheibe von Spott im Netz zu machen. Und das ausgerechnet in einem Jahr, in dem seine Partei einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen musste.
BerlinerMorgenpost.de

Berlin
Elif Eralp war Mitglied bei Roter Hilfe – Verein sammelte Spenden für RAF-Terroristin
Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp war über Jahre Mitglied der linksextremistischen Organisation Rote Hilfe. Laut Landesgeschäftsstelle der Linken wollte Eralp mit der Mitgliedschaft unterstützen, „dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen“. So berichtete es die „FAZ“ am Dienstag. Nun zeigt ein Blick in die Verbandszeitschrift der Roten Hilfe, dass der Verein 2024 öffentlich zu Spenden für die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette aufrief.
DieWelt.de.linkspartei

Serbien und Russland verlängern Gas-Abkommen
Serbien bezahlt für russisches Gas nur einen Freundschaftspreis. Die Vereinbarung werde unter den gleichen „vorteilhaften Bedingungen“ fortgeführt, sagte der Chef des staatlichen serbischen Gasunternehmens Srbijagas, Dusan Bajatovic, dem Sender RTS. Ohne Einigung wäre das Abkommen am Mittwoch ausgelaufen. Der serbische Staatschef Aleksandar Vucic, der am Sonntag seinen Rücktritt erklärt hatte, hatte am Samstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und anschließend seine Hoffnung auf eine Verlängerung des Erdgas-Abkommens geäußert. Vucic erklärte, Serbien könne dann weiterhin von einem „guten, niedrigen Gaspreis von 318 Euro pro 1000 Kubikmeter profitieren, anstatt den Marktpreis zu zahlen, der heute bei 868 Euro liegt“.
Kurier.at.politik.gaspreis

Österreich
Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky gestorben
Die ehemalige Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Die Ärztin hatte ihren Kampf gegen den Krebs wiederholt öffentlich thematisiert. In die Regierung hatte die Ärztin und Personalvertreterin vor fast 20 Jahren die ÖVP entsandt, später stellte sie ihre Expertise den Neos zur Verfügung. Auch für das Land Burgenland war Kdolksy in ihren späteren Jahren tätig. Kdolsky war als streitbare und wortgewaltige Interessensvertreterin bekannt geworden. Unter anderem war die Anästhesistin Vorsitzende der Hochschullehrer-Gewerkschaft. Später war sie Geschäftsführerin der niederösterreichischen Landeskliniken-Holding. Von dort wechselte sie 2007 für die ÖVP ins Kabinett von Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und war für Gesundheit und Familie zuständig.
DerStandard-at

„Ich habe 11.000 € für Sex mit einem Mann ausgegeben“
Zehn Monate lang traf sich eine Frau mit einem verheirateten Mann. Hotels, Cocktails und gemeinsame Einkäufe bezahlte sie – jetzt hat sie Schulden. Luxushotels, gutes Essen und Cocktails: Zehn Monate lang genoss eine Frau die Zeit mit ihrem verheirateten Liebhaber. Sie war überzeugt, dass er sie tatsächlich liebe und beide füreinander bestimmt seien. Doch inzwischen ist die Affäre vorbei – und ihr bleiben nach eigenen Angaben Schulden in Höhe von 10.000 Pfund, rund 11.000 Euro.
Heute.at.sex-schulden

Für das, was hier aufgezählt wird, sind 11.000 Euro ein Schnäppchen. Die Dame hat ja wohl auch ihr Vergnügen dabei gehabt. Ich kenne Fälle, die deutlich kostspieliger verliefen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C. 

 

 

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