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WIEN/Amtshaus Hietzing: KONZERT DER HARMONIA CLASSICA . „Musical, Operette, Evergreens““

Konzertkritik 144. Konzert der Harmonia Classica, am 20. Februar 2014, Amtshaus Hietzing, Großer Festsaal, Wien 13

 Das Faschingskonzert der Harmonia Classica stand unter dem Motto „Musical, Operette, Evergreens“ und fand im Amtshaus Hietzing statt, gesponsert wurde es von der Firma Johann Heinisch. Das Konzert war wieder, wie in den letzten Jahren, ausverkauft.

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Foto: Harmonia Classica

 Man konnte Arien aus Operetten der bekannten Komponisten Johann Strauß, Franz Lehár, Emmerich Kálmán, Otto Nicolai und Carl Zeller hören.

Alexander Blechinger überraschte uns mit der Uraufführung seiner sehr packenden, dramatischen und dämonischen Kurzoper „Des Teufels Nacht“ und mit weiteren neuen ins Ohr gehenden Arien aus dem Musical „Mütter“ nach dem Libretto von Ingrid Heinisch.

 Erstmals trat die mazedonsiche Sopranistin Irena Krsteksa bei einem Konzert der Harmonia Classica auf und sie bestach vor allem im Lied der Sylva aus der „Csardasfürstin“ und in der weiblichen Hauptrolle der Kurzoper „Des Teufels Nacht“ durch ihre große Stimme und ihr schauspielerisches Talent. Anna Kornfeind gefiel bei der Arie „Spiel ich die Unschuld vom Lande“ aus der Fledermaus und Apostol Milenkov brillierte in Otto Nicolais Arie „Als Büblein klein“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“, in der auch Michael König gekonnt den betrunkenen 1. Bürger gab, und in der Rolle des Teufels in „Des Teufels Nacht“ bestach.

 Annamaria König sang wie immer souverän, u. a. die Arie „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus der „Fledermaus“ und die Arie von Mutter und Vater „Erwachsen mein Kind“ aus dem Musical „Mütter“ gemeinsam mit Apsotol Milenkov.

 Alexander Blechinger beeindruckte vor allem im Krisenlied und im Wienerlied „Heute kommen d’Engerln auf Urlaub nach Wien“ von Ferry Wunsch.

 Die Musiker Rupert Stelzer, an der Klarinette und am Saxophon, Alfred Hertel an der Oboe und Michael Blechinger am Schlagzeug trugen durch ihre Spielfreude auch sehr zum Erfolg des Konzertes bei.

 Nicht zu vergessen die hervorragende Pianistin Aya Mesiti, die einen großen Anteil am Gelingen des Konzerts hatte, da sie die Sänger und Instrumentalisten stets sehr gekonnt begleitete.

 Sehr gut gefielen auch die zwischen den Musikstücken gelesenen originellen, kritischen und lustigenTexte der Dichterin Ingrid Heinisch, die von ihr selbst sehr ausdrucksstark gesprochen wurden.

 Der starke Applaus vor der Pause und am Ende des Konzerts sprach für die gelungene Auswahl der Stücke und den Erfolg dieses abwechslungsreichen Abends.

 Eva Kaufmann

 

 

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