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STUTTGART: ROMEO UND JULIA – Dramatisches (Spielzeit)-Ende

STUTTGART : ROMEO UND JULIA – Dramatisches (Spielzeit-) Ende

 Stuttgarter Ballett: „Romeo und Julia“ 29.07.2014 – Dramatisches (Spielzeit-) Ende

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Alexander Jones und Hyo-Jung Kang als Romeo und Julia Foto: Stuttgarter Ballett

In der Spielzeit 2013 / 2014 erwies das Stuttgarter Ballett William Shakespeare gleich mit 3 Stücken die Ehre zum 450. Geburtstag. So wurde bereits zur Spielzeiteröffnung „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufgeführt, eine Komödie wie es sie im Ballett nur selten gibt, über zwei scheinbar gegensätzliche Charaktere, die erst über Umwegen zueinander, zur wahren Liebe und Glück finden.

Kontrastreicher könnte „Romeo und Julia“, mit der nun die Spielzeit beendet wurde, kaum sein: auf den ersten Blick verliebt, alsbald heimlich getraut, wird das Paar durch alte Familienfeindschaft und eine Kette unglücklicher Ereignisse zu verzweifelten Taten getrieben, die zu ihrem tragischen Tod führen.

 Hyo-Jung Kang und Alexander Jones debütierten vor vier Jahren gleich so eindrucksvoll in den Hauptrollen, dass sie anschließend beide zu ersten Solisten ernannt wurden. Darstellerisch und technisch gereift, berührten sie an diesem Abend erneut das Publikum, vor allem Kang, die nun die volle Bandbreite ihres Charakters, von entzückend fröhlich und verspielt in der ersten Szene mit der Amme, bis zum dramatischen Ende, voller Leidenschaft interpretiert.

Während Roman Novitzky und Clemens Fröhlich beide in dieser Spielzeit als Tybalt und Graf Paris ihr Rollendebüt gaben, verabschiedete sich der Solist Brent Parolin vom Stuttgarter Publikum als überzeugenden Mercutio, mit sichtlichem Spaß, technisch akkurat und entsprechender Nuance für die Tragik der Rolle. Mit Blumen und viel Applaus wurden er sowie auch einige andere Mitglieder der Compagnie verabschiedet.

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Würdiger Abschied als Mercutio: Brent Parolin Foto: Stuttgarter Ballett

Wolfgang Heinz leitete das Staatsorchester Stuttgart durch den Abend, in dem sich das gesamte Ensemble wieder einmal von der besten Seite zeigte. Mit Vorfreude kann das Publikum die nächste Spielzeit erwarten, der Vorhang geht am 30.09 mit Christian Spucks „Leonce und Lena“ wieder auf.

Dana Marta

 

 

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