WIEN / Staatsoper:
GÖTTERDÄMMERUNG von Richard Wagner
30. undvorletzte Aufführung in dieser Inszenierung
4.Juni 2026
Dämmerungs-Donner
Der derzeitige Wiener „Ring“, nun abgeschlossen und noch einmal wiederholt (Streams der zweiten Serie wären das wahre Geschenk für Wagnerianer in aller Welt…), hatte mit dem „Rheingold“ hoch solide begonnen, explodierte mit der „Walküre“ und erreichte einen Höhepunkt, wie man ihn selten erlebt, mit „Siegfried“. Dass da nichts mehr „über drüber“ drinnen war, schien logisch, die Makellosigkeit stellte sich nicht mehr ein. Dennoch haben die Protagonisten ihren jubelnden Beifall verdient, bei Wagner sitzen Fachleute im Publikum (andere halten das ja gar nicht aus) und wissen, was der Meister den Sängern abverlangt hat.
Nur Andreas Schager konnte sein Siegfried-Niveau halten, wobei er die Figur weiter entwickelt hat, spürbar erwachsen geworden (wohl durch die Gemeinsamkeit mit Brünnhilde), wäre er den Gibichungen vermutlich nicht hinein gefallen, wenn bei Wagner nicht so gerne Tränke kredenzen würde – ein Vergessenstrank, um die Handlung möglich zu machen, ein Erinnerungstrank, um ihm seinen tragisch schönen Tod zu schenken… Dazwischen noch die bemerkenswerte Szene, wie sehr er sich auch stimmlich verwandelt, wenn er für Gunther um Brünnhilde wirbt, und im übrigen wieder eine gesanglich und darstellerisch wundervoll ausgefeilte Leistung. Seien wir froh, dass wir Andreas Schager haben…
Optisch und in der Gestaltung überragt Camilla Nylund wohl heute viele ihrer Kolleginnen. Der Weg zur Brünnhilde führt für Sängerinnen, die nicht als „gestandene“ Hochdramatische geboren sind, über die Charakteristika der Rolle, die hart erarbeitet werden müssen – die attackierenden, sicheren Spitzentöne. Hat man die, singt man Wotans Tochter. Und vergißt, dass da sehr viel Mittellage ist, die Kraft und Klang braucht. Klappt das nicht, bricht die Leistung immer wieder – die „Starken Scheite“ waren wirklich nicht aus einem Guss…
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Kritik Klaus Billand
Zur Kriti/ Besprechung von Klaus Billand
WIEN/ Wiener Konzerthaus: Meisterstimme Asmik GRIGORIAN wirkt mit Charisma und intensiven Gefühlsausbrüchen
Foto: Susanne Lukas
Am 3.6.2026
Zum letzten saisonalen Konzert des Meisterstimmen-Zyklus im Großen Saal lockt Starsopranistin Asmik Grigorian, die überhaupt keine Divenhaftigkeit erkennbar werden lässt. Die Litauerin wirkt vollkommen natürlich, ungekünstelt und stets authentisch im einfachen hochgeschlossenen Kleid in Petrol – ohne weiteren Kostümwechsel im Laufe des Abends. Damit unterscheidet sie sich mit diesem uneitlen Verhalten von ihren Sängerkolleginnen und präsentiert ihr Programm zwischen Tschaikowski und Puccini-Opernauszügen mit ungeheuerlicher Intensität, wirkungsvoller Interpretation und kraftvoller Gestaltung jeder der dargebrachten Opernfiguren – eine Elementargewalt, wie man die Künstlerin seit Jahren kennt, schätzt und verehrt.
Zum Bericht von Susanne Lukas
Wien/ Konzerthaus
Asmik Grigorian im Konzerthaus: Leidensklänge, Schmerzenslaute (Bezahlartikel)
Jubel für Asmik Grigorian und das RSO Wien mit Opernausschnitten, darunter Briefszenen von Tschaikowsky und Puccini – und einer Überraschung als Zugabe.
DiePresse.com.asmikgrigorian
Grafenegg
Große Stimmen: Asmik Grigorian – Interview Sie hat die Opernwelt im Eiltempo erobert.
Asmik Grigorian ist der Rockstar unter den großen Diven. Am 4. September kommt sie mit einem ganz besonderen Programm nach Grafenegg. Der Grafenegg-Abend mit Asmik Grigorian und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich (Dirigent: Fabien Gabel) gibt ein klares Versprechen: Er wird zum Weinen schön. Respighi, Verdi, Strauss und Bellinis „Casta Diva“. Die Ausnahmestimme wird am 4. September Grafenegg das große Klassikkino bieten. Aber wie tickt Grigorian? Was motiviert sie? Ein BÜHNE-Gespräch bietet Einblicke:
https://www.buehne-magazin.com/news/grosse-stimmen-asmik-grigorian
Martha Argerich ist 85!
Martha Argerich – ein Star, der keiner sein will
Ihre Virtuosität und ihr Temperament sind atemberaubend. Heute wird die Pianistin Martha Argerich 85 Jahre alt. Woher nimmt sie die Kraft, noch so präsent zu sein?
Pianistin Martha Argerich wird 85 Jahre alt | tagesschau.de
2.6.26 „Lady Magnesia“, „Zweimal Alexander“, TaW in der Kammeroper
Copyright: Kammeroper
Zwei Einakter für Raritätensammler“ Nichts scheint Ehemänner mehr zu beunruhigen, als eine mögliche Untreue der Gemahlin. Diesen Eindruck vermitteln zumindest zwei Einakter, mit denen das MusikTheater an der Wien seine Präsenz in der Wiener Kammeroper für erste beendet.
Soll das wirklich die letzte Premiere in der Kammeroper gewesen sein? Seit 1961 wird am Fleischmarkt, einem ehemaligen Tanzsaal, Oper gespielt. Die Geschichte der Kammeroper ist eng mit dem Namen Hans Gabor verknüpft, der die kleine Oper im Herzen Wiens über Jahrzehnte bis zu seinem Ableben im Jahr 1994 geleitet hat. Nachdem mit Ende der Spielzeit 2010/11 der Betrieb aus finanziellen Gründen eingestellt werden musste, wurde das Haus in Folge vom Theater an der Wien übernommen. Aus Einsparungsgründen ist jetzt damit Schluss, zumindest in der kommenden Saison sind seitens des TaW keine Produktionen geplant. Wie es weitergehen wird? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
http://www.operinwien.at/werkverz/weinberg/amagnes.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at
Wien
Wiener Kammeroper verabschiedet sich mit Doppelabend der Eifersucht
Die Einakter „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“ leben vom tollen Ensemble und schrill-pointierter Regie
DerStandard.at.story.doppelabend
Letzte Premiere der Kammeroper begeistert mit Witz und musikalischer Raffinesse
Mit „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“ feierte die Kammeroper ihre vorerst letzte Premiere. Das Publikum dankte dem humorvollen und musikalisch brillanten Doppelabend mit begeisterten Ovationen.
News.at.witz.raffinesse
Kammeroper Wien: Furioses Finale in einem Haus, das fehlen wird (Bezahlartikel)
Mit zwei Einaktern von Weinberg und Martinů schließt die Kammeroper.
https://kurier.at/kultur/musik-oper-kammeroper-premiere-finale/403165787
Jubel für letzte Premiere in der Wiener Kammeroper: Zum Abschied eine Ladung Leichtigkeit (Bezahlartikel)
Das Theater an der Wien zeigt seine letzte Produktion in der Wiener Kammeroper. Das Haus für zeitgenössisches und experimentelles Musiktheater fällt den politischen Sparzwängen zum Opfer.
SalzburgerNachrichten.at.allgemeinjubel
Verheerendes Signal: Der letzte Vorhang für die Wiener Kammeroper
Der Betrieb des kleinen Opernhauses auf dem Fleischmarkt wird eingestellt. Man sagt vorübergehend, doch das endgültige Ende dier Kulturinstitution Wiener Kammeroper scheint besiegelt. Das Signal ist für eine angebliche Musikstadt Wien jedenfalls verheerend.
https://www.krone.at/4164608
Interview: Kahchun Wong horcht Schostakowitsch aus
Dirk Schauß, Kahchun Wong
Ein Dirigent ringt unentwegt um die Gunst der hundert Seelen auf dem Podium. Wenn dann ein international akklamierter Dirigent wie Kahchun Wong (KW) – Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra und des Hallé Orchestra in Manchester – sein mit Spannung erwartetes Debüt beim hr-Sinfonieorchester in Frankfurt gibt, knistert die Luft im Saal weit vor dem ersten Auftakt. Unser Redakteur Dirk Schauß (DS) packte diese seltene Gelegenheit beim Schopfe und sprach mit dem bescheidenen Maestro. Heraus kam ein bemerkenswert persönliches Gespräch, das den strukturellen Kern der musikalischen Arbeit freilegt und den weiten Weg von jugendlicher Nervosität zur reifen Gelassenheit zeichnet.
Klein beleuchtet kurz 74: Zweimal Daniele Gatti und nie wieder
Ein Doppelkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden in der ausverkauften Elbphilharmonie Hamburg wurde unter dem Dirigat von Daniele Gatti zum Stresstest der Langeweile – mein Fazit: ich werde künftig einen Bogen um seine Dirigate machen – sorry.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de
München
Kollege statt Maestro: Was Petr Popelka für die Bayerische Staatsoper bedeutet
Diesen Namen hatte kaum einer auf dem Zettel. Drei Tage, nachdem durchgesickert war, dass Petr Popelka mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Generalmusikdirektor (GMD) der Bayerischen Staatsoper wird, ist die Überraschung noch immer groß. Zwar ist nichts unterschrieben, die Entscheidungsträger hüllen sich offiziell in Schweigen. Doch alles deutet darauf hin, dass der gebürtige Tscheche 2029 Nachfolger von Vladimir Jurowski wird.
MuenchnerMerkur.de
Münchner Rundfunkorchester: Leo Hussain wird neuer Chef in München
Das Münchner Rundfunkorchester hat Leo Hussain zu seinem neuen Chefdirigenten berufen. Der 47-jährige Brite folgt auf einen Posten, der für ihn die erste Leitungsfunktion in einer Großstadt ist.
https://backstageclassical.com/leo-hussain-wird-neuer-chef-in-muenchen/
ZÜRICH: 3 Tage, 3-mal live und Open Air: 1 Oper, 1 Ballett, 1 Konzert
«Opernhaus für alle» auf dem Sechseläutenplatz – moderiert von Gülsha Adilji und Tama Vakeesan
Foto: Admill Kuyler/Oper Zürich
Vom 26. bis 28. Juni verwandelt sich der Sechseläutenplatz in eine beeindruckende Open-Air-Kulisse. Gemeinsam mit Zurich Versicherung präsentiert das Opernhaus Zürich das Grossereignis «Opernhaus für alle». Erstmals in der Geschichte des Formats erlebt das Publikum an drei aufeinanderfolgenden Abenden die ganze Vielfalt des Opernhauses Zürich: mit den Live-Übertragungen einer Opern- und einer Ballettaufführung sowie einem Open-Air-Konzert des Orchesters der Oper Zürich.
Den Auftakt macht am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr das Ballett Zürich mit der Live-Übertragung von «Romeo und Julia», der neuen Choreografie von Ballettdirektorin Cathy Marston zur leidenschaftlich-intensiven Musik von Sergej Prokofjew.
Mehr darüber in den „Infos des Tages
GENOVA TEATRO CARLO FELICE: LA BOHÈME
La bohème

