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4. AUGUST 2028 – Dienstag

04.08.2026 | Tageskommentar

Salzburger Festspiele: „Ariadne auf Naxos“ (besser „Ariadne auf dem Mars“) fiel sogar beim deutschen Feuilleton (überwiegend) durch!

Das deutsche Feuilleton gilt bei den meisten der Inszenierungskünstler ald das Maß aller Dinge. Ersan Mondtag hat den Bogen aber überspannt, ihm bleibt anscheinend nur der Fan am Wiener Opernring!

„Ariadne auf Naxos“: Eine Inszenierung verirrt sich im All
Manchmal wartet man im Theater völlig umsonst auf Godot. Manchmal auf ein Raumschiff, das viel zu spät abfliegt. Ersan Mondtag, eine vom Feuilleton geliebte Kraft der Erneuerung für die Bühnen dieser Welt, schickte die Oper „Ariadne auf Naxos“ bei den Salzburger Festspielen auf den Mars – mit einer Rückkehroption via Raumschiff zur Erde. Diese zündende Idee kam spät, und sie blieb die einzige, wie die Premiere am Sonntag zeigte.
https://orf.at/stories/3437993/

„Ariadne“ bei den Salzburger Festspielen: Die Marsmännchen hassen Oper (Bezahlartikel)
Brutale Buhrufe für Regisseur Ersan Mondtag: Er verlegt die Oper auf den Mars und entwickelt dort ein letztes Plädoyer für das Menschliche in der Kunst.
Kurier.at.aradne.salzburg

Ariadne auf Naxos – Salzburger Festspiele: Theatergott im Prepper-Bunker
Ersan Mondtag steht bei seinem Salzburg-Debüt vor keiner leichten Aufgabe: Richard Strauss‘ und Hugo von Hofmannsthals Ariadne-Oper verknüpft mit Antikentragödie und Backstage-Posse zwei eher fremdelnde Plot-Teile. Verständlich, dass der Regisseur die Insel Naxos lieber hinter sich lässt und das Geschehen auf dem Mars ansiedelt.
nachtkritik.de.oesterreich

Kritik Salzburger Festspiele: Ariadne auf dem Mars
Opernhandlungen sind oft seltsam, komplex und verworren. Nicht so bei „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss und seinem Lieblingslibrettisten Hugo von Hofmannsthal: Hier geht es im Kern darum, wie man ein ernstes und ein komisches Stück gleichzeitig auf die Bühne bringt und trotzdem pünktlich um neun Uhr das Feuerwerk genießen kann. Die Prämisse stammt vom Wunsch eines reichen Mannes, der beides haben will: Tragödie und Spaß. Regisseur Ersan Mondtag, der mit dieser Produktion sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gibt, verlegte das Spektakel am Sonntagabend auf den Mars.
BR-Klassik.de.marsariadne

„Ariadne auf Naxos“. Foto: Youtube

Ariadne auf Naxos“ in Salzburg: Richard Strauss und die Marsmusik
„Ariadne auf Naxos“ als zweite, musikalisch beachtliche Opernpremiere der Salzburger Festspiele. Wiens künftiger „Ring“-Regisseur Ersan Mondtag inszeniert interessant und auf hohem Risiko, das nicht immer aufgeht.
https://www.news.at/menschen/salzburger-festspiele-ariadne-auf-naxos-kritik-2026

„Ariadne auf Naxos“: Buh-Orkan im Marstheater
Das Publikum fand Ersan Mondtags Inszenierung von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ bei den Salzburger Festspielen zu schräg und langweilig. Jubel für Manfred Honeck am Pult der Wiener Philharmoniker.
https://www.krone.at/4242110

Die Salzburger Festspiele schicken Ariadne auf den Mars (Bezahlartikel)
In der Raumstation des „reichsten Mannes der Welt“ spielt die neue Richard-Strauss-Produktion der Festspiele – und implodiert, bevor sie vorgeblich explodiert.
DiePresse.com.ariadne

Salzburger Festspiele: Buhstürme für eine gründlich misslungene Regie (Bezahlartikel)
Salzburg. Eine Inszenierung von Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“, viele Fragezeichen. Es gibt ein Wiederhören mit Akteuren aus Hamburger Aufführungen.
hamburger.abendblatt.de.

Aiadne auf Naxos im TV:

SA 15.8. 2026 AUF 3SAT
20:15 ARIADNE AUF NAXOS – SALZBURGER FESTSPIELE 2026

Salzburger Festspiele: Lucio Silla

 

Salzburg/Lucio Silla
Lucio Silla“ in Salzburg: Ádám Fischer auf Spurensuche beim jungen Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart, Lucio Silla (semiszenische Aufführung. Mozarts späteres Genie blitzt in „Lucio Silla“ bereits auf. Ádám Fischer legt diese Spuren frei, Xenia Puskarz Thomas und Nina Solodovnikova machen sie hörbar.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Mozart, halb konzertant in Salzburg: Die Milde des Lucio Silla (Bezahlartikel)
Weniger ist manchmal wirklich mehr: Große Zustimmung für Aufführung in der Felsenreitschule.
Kurier.at.lucia.silla

SalzburgerFestspiele / Lucio Silla
Tyrannenmord ist auch keine Lösung
Der Maestro kam vorsichtigen Schrittes mit Gehhilfe auf die Bühne, erklomm das Podest – und ließ fürderhin die Funken sprühen. Pures Mozartglück bescherten das Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Adam Fischer zusammen mit vier Sängerinnen und einem Sänger, die tatsächlich ein Mozart-Ensemble aus einem Klangguss bildeten.
DrehpunktKultur.at.lucio.silla

Klassik-Konzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“: 9.8. Start in 2. Saisonhälfte, Programmvorschau

Foto: Niklas Schnaubelt

am 9. August startet die durch die Komponistenbrüder Joseph und Michael Haydn inspirierte Klassik-Konzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“ nach der Sommerpause in die 2. Saisonhälfte. Auf dem Programm stehen noch bis 13. Dezember zehn Konzerte von klassischer Kammermusik bis Jazz und Volksmusik, ein adventliches Family-Musical und ein Rohrauer Gespräch über die Kunst, Wandel als Teil des Lebens zu begreifen. 
Programm-Infos: https://www.haydnregion-noe.at/

Programm-Steckbrief von 9. August bis 26. September 2026

Weiterlesen in den „Infos des Tages“

LECH AM ARLBERG/Konzertsaal Lechwelten: Eröffnungsgala Lech Classic Festival
Am 2. August 2026

Slávka Zámecníková als verkaufte Braut. Foto: Lech-Zürs Tourismus by Peter Panik

Zum bereits 14. Mal eröffnet das Lech Classic Festival in den Lechwelten, einem modern ausgestatteten, kubischen Holzmassivgebäude mit sehr guter Akustik mit einem vielfältigen Programm und 80 hochklassigen MusikerInnen. An sieben Abenden umschließt das heurige Repertoire unterschiedliches wie ein Haydn-Abend (3.8.) mit Sinfonien, Cello- und Violinkonzerten, Wiener Klassik (4.8.) mit Mozart, Beethoven und Schubert, Rossini-Abenden (5.8. mit Stabat Mater und Ouvertüren und am 8.8. die halbszenische Aufführung von „Il barbiere di Siviglia“), Schubert/Schuhmann und Dvorák (7.8.) und Trompeten-Konzert von Hummel, Mozart und Beethovens 7. Sinfonie am 9.8. – man darf gespannt sein.

Domen Krizaj bittet seinen Sohn um Rückkehr in die Heimat: Foto: Lech-Zürs Tourismus by Peter Panik

Zum Bericht von Susanne Lukas

Rossini in Wildbad: „LA GAZZA LADRA“ 1.8.2026 (Premiere 25.7.) – wie der Zufall ein Drama auslöst

In den Fängen des Bürgermeisters: Nathanael Tavernier (Podestà), Emmanuel Franco (Fernando) und Claudia Muschio (Ninetta). Foto: Patrick Pfeiffer

Parallel zur vor einer Woche konzertant zur Diskussion gestellten späteren Pariser Grande Opéra Fassung von „Sémiramis“ bietet das kleinere Pesareser Schwestern-Festival Rossinis dieses Jahr die allein durch die Ouvertüre populär gewordene „Diebische Elster“ in der drei Jahre nach der Mailänder Uraufführung von 1817 für Italiens damals zweit bedeutendste Opernbühne, das Teatro San Carlo in Neapel entstandene Fassung in szenischer Form. Wobei die Abweichungen hier nicht so gravierend sind und hauptsächlich zwei/drei aus Rücksicht auf die dortigen ersten Sänger neu komponierte Arien betreffen, die an die Stelle von Duetten treten. Auf die aus denselben Gründen erfolgte Teilung des Bauernburschen Pippo in zwei Figuren hat Festivalleiter und Regisseur Jochen Schönleber bei aller sonstigen wissenschaftlich erforschten Werktreue verzichtet.

Zum Bericht von Udo Klebes

Rossini in Bad Wildbad
Die spanische Oper MARINA sorgt für eine willkommene Abwechslung
Unter der Leitung des Dirigenten José Miguel Pérez-Sierra kommt in Bad Wildbad die spanische Oper MARINA von Emilio Arrieta zur Aufführung. Ursprünglich als Zarzuela geschrieben, wurde sie vom Komponisten 1873 zur Oper umgearbeitet. Das Werk ist stark vom italienischen Bel Canto beeinflusst und hat somit seine Aufführung im Rahmen des Rossini Festivals total verdient, auch wenn manch leerer Platz vom bedauerlichen Desinteresse des eingefleischten Rossini-Publikums zeugt!
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.at

Bayreuth
„Bayreuth ist … Bayreuth!“ – Das Open-Air-Konzert lockt Tausende an
Lieber Andreas…. fantaviertastisch… Dies ist Dein 300. Beitrag für klassik-begeistert. Du bist immer voll bei der Sache, bestens informiert und allzeit ein wacher Kopf. Auf die nächsten 300 Beiträge, ich danke Dir,  Mr. Lübeck, tusind tak, Andreas Schmidt, Herausgeber
W:O:A. Klar, das ist das „Wacken Open Air“, eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt am Rande einer kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein. „WOA“ ist aber ebensogut das „Wagner Open Air“ unterhalb des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel, zu dem auch am 2. August 2026 wieder geschätzt 9.000 Besucher kamen – vor allem solche, die man im „Tempel“ sonst nicht sieht.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Bayreuth
Friedman, Rienzi, Ring und Co. – eine Bayreuth-Bilanz
Die 150. Bayreuther Festspiele sind mit einer spannungsreichen ersten Woche gestartet, die gleichermaßen durch technologische Experimente und die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte geprägt war. Peter Huth, ehemaliger Chefredakteur der Welt am Sonntag und Kommunikationschef von Axel Springer, bespricht mit Axel Brüggemann die erste Festspielwoche im Podcast von BackstageClassical. Auch Nathalie Stutzmann, Michel Friedman oder Katharina Wagner kommen zu Wort.
https://backstageclassical.com/friedman-rienzi-ring-und-co-eine-bayreuth-bilanz/

Das Ende der Geschichten (Bezahlartikel)
Der Frust des Publikums über die Verweigerung einer Erzählung im „Ring des Nibelungen“ durch die Künstliche Intelligenz entlädt sich bei den Bayreuther Festspielen in Ablehnung und Flucht. Sinn schafft nur die Musik.
FrankfurterAllgemeine.net

Bayreuth: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ – Bilanz der zweiten Hälfte des „KI-Rings“
Dass „Kurator“ Marcus Lobbes und sein Team nach der Götterdämmerung vom Bayreuther Premierenpublikum massiv niedergebuht wurden, überraschte nicht. Bereits an den vorherigen drei Abenden bahnte sich wachsender Unmut an angesichts einer Inszenierung des Rings des Nibelungen, die keine war. Das Wagnis, „KI“ in eine Opernproduktion zu integrieren, scheiterte auf ganzer Länge. Und zwar aufgrund ebenso vorhersehbarer wie vermeidbarer Fehler. Vorhersehbar, weil der Einsatz der „KI“ anders angekündigt wurde, als man ihn dann erleben durfte oder je nach Schmerzgrenze erleben musste. Was übrigens auch bei etlichen Sängern nicht nur für Irritationen, sondern auch für einige Missstimmungen sorgte.
Von Pedro Obiera
DerOpernfreund.de.bayreuth

Wagner-Würfeln mit KI
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Jetzt ging der erste Zyklus des Jubiläums-„Rings“ zu Ende – mit einem Bilder-Overkill der Künstlichen Intelligenz, nach dessen Erlebnis man verzweifelt nach genuin menschlicher Kreativität rufen will. Die Maschine kann den Menschen nicht ersetzen.
Concerti.de.wagner.wuerfeln

Bilderstürme
Zum 150-jährigen Jubiläum wurde Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen in KI-generierten Bildwelten gezeigt. Kuratiert von Marcus Lobbes rahmt den Ring ein Gang durch die Geschichte seit 1876, kombiniert mit Erinnerungen ans Weltgeschehen.
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/ring-bayreuth-wagner-ki/

Eine rehabilitierte Monsteroper und ein gefloppter KI-Ring
Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150. Jubiläum mit der erstmals dort erklingenden Oper „Rienzi“ und einem grandios gescheiterten Experiment.
https://taz.de/150-Jahre-Bayreuther-Festspiele/!6201360/

KI-Debakel mit dem Bayreuther Jubiläums-„Ring“ – Kinder, macht besser etwas anderes! (Bezahlartikel)
Die Bayreuther Festspiele fahren einen musikalisch gediegenen „Ring“ mittels KI gegen die Wand. Da ist zwar viel Zukunft drin, aber keine gute
FrankfurterAllgemeine..ki-debakel

Stilbruch in Bayreuth: DJ tritt bei Festspielen auf – überraschende Reaktion des Publikums
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele hat DJ Alle Farben das weltberühmte Festspielhaus in eine Partylocation verwandelt.
MuenchnerMerkur.de

Baden bei Wien
Talent ist zweitrangig: Die schlechteste Sängerin der Welt zurück auf der Bühne
Die legendäre „Diva der falschen Töne“ erobert die Bühne. „Glorious!“ feiert am 9. August im Stadttheater Baden Premiere. Singen konnte sie eigentlich nicht – doch genau das machte sie zur Legende. Die US-Millionärin Florence Foster Jenkins wurde als „Diva der falschen Töne“ weltberühmt und füllte trotz ihres fehlenden Gesangstalents Konzertsäle. Am 9. August feiert die Komödie „Glorious!“ im Stadttheater Baden Premiere und erzählt die ebenso skurrile wie berührende Geschichte einer Frau, die sich von niemandem ihren großen Traum ausreden ließ.
Heute.at.buehne.baden

Filme der Woche

 

Filmstart:  6. August 2026 
DREAMS – GEFÄHRLICHES VERLANGEN
Dreams  /  USA, Mexiko, 2025
Drehbuch und Regie: Michel Franco
Mit: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, Marshall Bell

Alles gewollt, nichts erreicht 

Das Filmplakat zeigt eine schöne Rothaarige, die offenbar mit einem etwas jüngeren Latin-Lover-Toy-Boy turtelt. Der Titel verspricht nicht nur Dreams, also Träume, sondern auch „Gefährliches Verlangen“. Das klingt nach romantischer Liebe, möglicherweise mit einem Hauch Krimi-Spannung?

Wer mit diesen Erwartungen ins Kino geht, ist einem glatten Etikettenschwindel auf den Leim gegangen. Es gibt zwar eine Menge Sex, der übrigens nicht reizvoll dargeboten wird, sondern eigentlich nur Gier beinhaltet. Im übrigen wollte der mexikanische Regisseur Michel Franco alles an Themen und gnadenloser Kritik einbringen, was ihm zu Thema USA und Migranten nur einfiel. Schon der Beginn des Films zeigt, wie ein Last-Container einsam auf der Landstraße steht, bevor irgend jemand erschöpfte Menschen herauskollern lässt, die offenbar illegal aus Mexiko nach Texas angereist sind…

Und dann wandert unser hübscher mexikanischer Held offenbar tatsächlich zu Fuß nach San Francisco, was nicht eben nahe ist. Aber sein Traum ist es, hier Tänzer zu werden. Und er erwartet von seiner Geliebten Hilfe, denn diese – Mitglied einer millionenschweren, scheinbar philanthropischen Familie – hat schon in Mexiko ein Verhältnis mit ihm angefangen, als sie dort ein Tanzprojekt unterstützt hat…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

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A.C. 

 

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