WIEN / Staatsoper:
DIE WALKÜRE von Richard Wagner
36.und vorletzte Aufführung in dieser Inszenierung
25:Mai 2026
Wagner, Wirbel, Wonne und Weh
Wagner ist laut. Von der „Flucht-Musik“, die in den ersten Akt der „Walküre“ führt, über „Wälse“- und „Notung“-Schreie bis zum „Walkürenritt“ (der noch nie besser „bebildert“ wurde als durch angreifende amerikanische Kampfhubschrauber in dem Film „Apocalypse Now“). Dazu braucht man als Dirigent Temperament, dazu muss man sich bekennen, und Pablo Heras-Casado tat es überzeugend beim zweiten „Ring“-Abend. Er wusste im übrigen auch, dass er Sänger hatte, die mit dem Orchester mithalten konnten, hat sich also nie zurück genommen. Der „Sog“ der Wagner-Klänge riß das Publikum den ganzen Abend mit. Dabei ist diese Musik so hoch intelligent illustrierend, so reich an allen nur möglichen Nuancen, dass sie immer wieder umschwappt. Aber der Dirigent kam nie aus dem Konzept oder dem Takt, der Wagner-„Wirbel“ war perfekt.
Der Abend verzeichnete drei Rollendebuts, auf die man sehr neugierig war, vor allem auf Michael Spyres als Siegmund, diesmal mit der richtigen Stimme in der richtigen Rolle unterwegs. Die breite Mittellage und die fabelhafte Höhe mit schier unerschöpflichen Kraftreserven (nur beim finalen „Wälsungenblut“ des ersten Aktes hatte man sekundenlang Sorge, ob er den Hof mit Müh und Not erreichen würde, und er tat es). Siegmund ist eine Power-Rolle, alle Ausdrucksnuancen verfangen nicht, wenn die Kraft fehlt – und hier war sie da…
….Zum Wagner-Weh zählt die Inszenierung, aber die will man vorsichtshalber gar nicht mehr so sehr zerrupfen. Vielleicht werden wir angesichts von Ersan Mondtag einmal sagen: „Wie gut, dass dem Bechtolf nichts eingefallen ist.“ Na, ganz stimmt das nicht. Vergessen wir die ideenlose, minimalistisch nüchterne Ausstattung (und für diesen Feuerzauber müsste sich Loge genieren), aber einen Blödsinn muss man doch anmerken. Dass der Regisseur im dritten Akt die Rösser der Walküren als weiße Gips- oder Kunststoff-Pferde auf die Bühne stellt, okey, soll sein. Aber warum können Regisseure nicht den Text der Werke lesen, die sie inszenieren? Sagt Wotan nicht expressis verbis, dass nur Helden in Walhall einziehen dürfen, notabene solche von den Walküren abgeholt werden (wie Brünnhilde es vergeblich mit Siegmund versucht)? Was sollen dann die zappelnden Männchen im Gegenwartsanzug, die vor den Walküren davonlaufen, sich zitternd am Boden wälzen, von ihnen getreten und verspottet werden? Wenn überhaupt, haben die Damen erschlagene Helden auf ihren Sätteln… Gewiß, die alberne „Männerjagd“ gab es auch schon in anderen Inszenierungen, aber sie wird dadurch nicht besser. Aber wer wird sich von (dummen) Inszenierungs-Details einen Wagner-Abend vergällen lassen?
Das Publikum war nach allen Akten vor Begeisterung „aus dem Häuschen“ und hatte angesichts der Solisitenleistungen auch allen Grund dazu.
Wien
„Eugen Onegin“ mit fulminanter Asmik Grigorian an der Staatsoper
Die Sängerin verleiht Tschaikowskis Oper in Dmitri Tcherniakovs Regie vom Moskauer Bolschoi-Theater Intensität. Wer dabei war, hat es nicht vergessen: Bei Eugen Onegin gab es an der Wiener Staatsoper 2020 schon Buhs vor dem ersten Ton. Es war Coronazeit, nur Tage vor dem zweiten Lockdown; man reagierte erbost auf die Aufforderung, auch während der Vorstellung Maske zu tragen. Die neue Direktion war dennoch gerade dabei, das Repertoire durch die Übernahme von Produktionen anderer Häuser zu erneuern. Es gelang, aber eben unter besonderen Bedingungen.
DerStandard.at.story.eugenonegin
Salzburg/ Pfingstfestspiele
„Il viaggio“ überzeugt in Salzburg als humorvoll sprühendes Feuerwerk von groteskem Humor
Mit dieser Premiere der Salzburger Pfingstfestspiele 2026 – unter der Aegide und pointierter Mitwirkung der großen Cecilia Bartoli – hat der renommierte Aufführungsort Salzburg einen fulminanten Start hingelegt.
Von Dr. Charles E.Ritterband
Klassik-begeistert.de
Salzburg
Ein Hotel voller Narren – „Il viaggio a Reims“ bei den Salzburger Pfingstfestspielen (2. Rezension)
Aus heutiger Sicht mag es verwunderlich erscheinen, dass Gioachino Rossini sein anlässlich der Krönung des französischen Königs Karl X. komponiertes Dramma giocoso „Il viaggio a Reims“ nach nur vier Aufführungen absetzen ließ. Während der Komponist einen Teil des musikalischen Materials in „Le comte Ory“ wiederverwendete, hütete er den Rest bis zu seinem Tod. Danach gelangte die autographische Partitur von Ort zu Ort, bis sie schließlich in der römischen Accademia di Santa Cecilia in archivalischen Tiefen versank und erst 1977 wiederentdeckt wurde.
opernmagazin.de.pfingstfestspiele
Rampensingen en minature
Die traditionsreiche im späten 18. Jahrhundert gegründete Compagnia Marionettistica Carlo Colla & Figli aus Mailand gastierte mit ihren Marionetten bei den Pfingstfestspielen mit Monteverdis Oper Il ritorno d’Ulisse in patria.
drehpunktKultur.at.saengerunsichtbar
Brian Large ist tot
Nachruf Brian Large: : Er schenkte der Musik die Bilder
Er hat nicht nur die Drei Tenöre in Szene gesetzt, sondern die gesamte Musikwelt von New York bis Wien. Nun ist Regisseur Brian Large im Alter von 87 Jahren verstorben. 2019 in einem Kino in Wien: Brian Large hat sich noch einmal seine wohl erfolgreichste Arbeit angeschaut: das Konzert der Drei Tenöre in Caracalla. Ich habe sie ihm damals für eine ZDF/ARTE-Dokumentation über die Drei Tenöre vorgeführt. Auch 30 Jahre nach dem Ereignis dirigierte Large das ganze Konzert mit und schien sich an jeden einzelnen Einsatz zu erinnern. Er erzählte – im typischen Large Pianissimo – vom technischen Aufwand, den das Fernsehen damals für die Klassik auf sich genommen hatte: von fahrbaren, bemannten Kameras, die durch das Orchester glitten, von Kränen, die den Nachthimmel Roms filmten, und von Einstellungen, die den Drei Tenören so nahe wie möglich kamen.
https://backstageclassical.com/der-der-musik-die-bilder-schenkte/
Berlin/ Staatsoper: Die Staatsoper für alle feiert mit grandiosen Sängern das Grundgesetz
Staatsoper für alle in Berlin. So wörtlich wie in dieser Stadt wird das nirgends zelebriert: Alle, alle, alle sind sie da: Die Leute mit Picknickdecke, die Influencer mit den geilen Klamotten, die Herren mit Fliege und die Damen mit den tiefen Ausschnitten. Die Schauspieler aus allen Ecken der Republik, die Vertreter des Sponsors und die Presse von klassik-begeistert bis Super-Illu. Wenn man die Augen ein wenig zukneift, sieht man das Personal vieler Opern in den 30.000 Leuten auf dem Bebelplatz vor der großen Freiluftbühne und bei den geladenen sowie zahlenden Gästen im Opernhaus Unter den Linden.
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de
Berlin
Berliner „Staatsoper für alle“ bringt Chefdirigent Thielemann ins Schwitzen
Bei sommerlichen Temperaturen hat die Berliner Staatsoper viele Menschen mit einem kostenlosen Konzert angelockt. Generalmusikdirektor Christian Thielemann dirigierte am Sonntagmittag unter freiem Himmel auf dem Bebelplatz und kam dabei mitunter ins Schwitzen. Auf dem Programm standen Werke von Ludwig van Beethoven. Bereits am Vorabend war eine Aufführung aus dem Opernhaus Unter den Linden live auf die große Leinwand am Platz übertragen worden. Gespielt wurde Giuseppe Verdis „Nabucco“.
rbb24.de.thielemannberlin
Wien/ Musikverein: Bitte Ruhe! Sächsische Staatskapelle Dresden mit Verdis Requiem
Im Musikverein baten auch ein hochkarätiges Solistenquartett und der Singverein um ewigen Seelenfrieden. Tag für Tag, Herzschlag für Herzschlag strebt jedes menschliche Leben seinem Ende entgegen. Glaubensgemeinschaften spenden ihren Anhängern Trost beim Verlust von Angehörigen und unternehmen kühne Versuche, das nebulöse Mysterium des Danach zu konkretisieren, Stichwort: das Jüngste Gericht. Womit wir beim Katholizismus wären und damit auch, so ein bisschen, bei Giuseppe Verdi. Dessen Messa da Requiem führte die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Daniele Gatti im Musikverein auf.
DerStandard.at.story.musikverin
Wien/ Musikverein
Musikverein: Totenmesse aus Sachsen mit Garanča und Bernheim als Stars (Bezahlartikel)
Verdis Requiem mit prominenten Solisten, dem Wiener Singverein und der Staatskapelle Dresden unter Daniele Gatti: Herz, was willst du mehr?
DiePresse.com.totenmesse
Third Week of the Prague Spring Festival 2026
Prague, 24 May 2026 | The third week at the Prague Spring International Music Festival will be marked by large-scale vocal-instrumental works featuring outstanding casts of soloists. On 25 May, Hector Berlioz’s “légende dramatique” La Damnation de Faust will be performed at the festival for only the second time in its history, with Paul Appleby (Faust), Alexander Vinogradov (Méphistophélès), Štěpánka Pučálková (Marguerite) and Pavel Švingr (Brander) as soloists. The Prague Symphony Orchestra, the Prague Philharmonic Choir, the Prague Philharmonic Children’s Choir and the quartet of soloists will be conducted by Tomáš Netopil. The concert will be broadcast live by Czech Radio Vltava.
French repertoire will also feature prominently on 26 May, when Prague Spring 2026 Artist-in-Residence Barbara Hannigan will appear in the dual role of singer and conductor in her debut with the Czech Philharmonic at the Rudolfinum, presenting her own interpretation of Francis Poulenc’s operatic monodrama The Human Voice. The project, enhanced by live video projections, will receive its Czech premiere. The “French triptych” will conclude on 27 May with a work on the border between oratorio and opera – Jules Massenet’s Marie-Magdeleine. Conducted by Robert Jindra, who will lead the Chorus and Orchestra of the National Theatre on the stage of the National Theatre, the title roles will be performed by soprano Aleksandra Kurzak (Mary Magdalene), tenor Kang Wang (Jesus), mezzo-soprano Arnheiður Eiríksdóttir (Martha) and bass František Zahradníček (Judas). The project has been created in cooperation with the National Theatre. This remarkable series of large-scale vocal-instrumental works will culminate on 28 May with a performance of Joseph Haydn’s oratorio The Creation. It was last heard at the festival in 1982 under Austrian conductor Leopold Hager. This time, the performance will be conducted by Václav Luks leading the Orchestra and Choir of the Age of Enlightenment…
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
Baden-Baden: Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss halbszenisch am 24.5.2026 im Festspielhaus/BADEN-BADEN
Großer dynamischer Bogen
Foto: Michael Bode
Einen melancholischen Blick wirft Benjamin Lazar (Lichtdesign und Bühne: Christophe Naillet) bei seiner halbszenischen Einrichtung vor allem auf die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg. Die von Wagners „Tristan“ inspirierte Liebesnacht wirkt hier irgendwie gar nicht so stürmisch, denn Octavian sitzt von der Feldmarschallin getrennt viel weiter unten. Sexuell scheint zwischen beiden nicht viel zu laufen. Die Bühne besteht aus einem Gerüst und einem eher schlichten Tisch mit Stuhl, an dem die Feldmarschallin Platz genommen hat. Baron Ochs auf Lerchenau verschafft sich dann forsch Zutritt zu den Gemächern. Er ist in finanziellen Schwierigkeiten und möchte deswegen Sophie, die Tochter des neureichen Armeelieferanten Faninal, heiraten. Doch diese ist in Octavian verliebt und möchte von Ochs nichts wissen. Diese verzwickte Konstellation kommt auch bei der halbszenischen Darstellung recht überzeugend zum Ausdruck. Wenn Octavian Sophie schüchtern eine Rose überreicht, wirkt das besonders in dieser Darstellung wie eine absolute Initialzündung. Dann stellt Faninal seiner Tochter Ochs vor, die über dessen Benehmen entsetzt ist. Gerade die komödiantische Komponente sticht bei dieser Aufführung hervor. Octavian erklärt dem verblüfften Baron kurzerhand, dass Sophie ihn nicht heiraten wolle. Daraufhin kommt es zu gegenseitigen Beschimpfungen und einem wüsten Gerangel. Octavian erscheint plötzlich als „Mariandel“ und verdreht dem Schwerenöter Ochs auf Lerchenau den Kopf. Der untere Eingang wird zuletzt rötlich beleuchtet. Der italienische Intrigant Valzacchi, Annina und Octavian bereiten dann in einem Gasthaus das Treffen vor, bei dem der Baron in flagranti erwischt werden soll! Auf einmal treten verwirrende Geistergestalten auf mitsamt Kindern und der vermeintlichen Frau von Ochs, die den Baron mächtig verunsichern. Er ruft nach der Polizei, Blitze zucken – und Ochs gibt das „Mariandel“ als seine Frau aus. Sophie stellt Ochs zuletzt vor allen bloß. Dieser durchschaut endlich Octavians Doppelrolle. Wie die Feldmarschallin dann den jungen Octavian aus seinem Herzenskonflikt erlöst und selbst auf ihn verzichtet, gelingt bei dieser Aufführung ganz besonders ergreifend. Da wird noch einmal ein ganz großer dramaturgischer Bogen geschlagen – und der Baron Ochs auf Lerchenau verschwindet endgültig. Die Zukunft gehört allein Octavian und Sophie…
Zum Bericht von Alexander Walther
INTERVIEW STEVEN MERCURIO : I enjoy composing, arranging, and conducting the most.
Mit Steven Mercurio sprach Markéta Jůzová
Steven Mercurio. Foto: Jan Maly
Maestro Steven Mercurio, an internationally acclaimed conductor and composer and currently Music Director of the Czech National Symphony Orchestra, served as Music Director of the Spoleto Festival for five years and Principal Conductor for the Opera Company of Philadelphia. A sought-after collaborator on many award-winning recordings, arrangements and film projects, he received his master’s degree from the Juilliard School.
Maestro Mercurio (*1956), a former long-time assistant to Leonard Bernstein, is the court conductor of the famous Italian tenor Andrea Bocelli and has toured with him many times. He has conducted various operatic and symphonic television broadcasts, including the internationally acclaimed „Christmas in Vienna“ series featuring the celebrated Three Tenors (José Carreras, Plácido Domingo and Luciano Pavarotti) and more than sixty operas for the stage in seven different languages …
You come from the state of New York, where you also live. Your surname refers to the Italian culture that you were exposed to as a child. You studied in the U.S. and decided to become a composer and conductor…
Steven Mercurio, Markéta Jůzová. Copyright: Archiv
Giuseppe Verdi: Un ballo in maschera • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 22.05.2026
Das geht (musikalisch) noch viel besser!
Die Inszenierung von Adele Thomas funktioniert weiter tadellos. Musikalisch, vor allem sängerisch, ist noch viel Luft nach oben.
Foto © Herwig Prammer
Für die szenische Seite kann auf die Premierenkritik zurückgegriffen werden: Adele Thomas (Inszenierung) siedelt ihre Konzeption des Ballo im Amerika der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, konkret in der von der Industrialisierung geprägten Zeit nach dem Bürgerkrieg, an. Der Abend beginnt mit einer Rückblende: Während der Ouvertüre wird das Auditorium Zeuge der Obduktion des ermordeten Riccardo. Entsprechend wechselt das Gesicht des auf dem Bühnenvorhang eingeblendeten Wahl-Flugblatts (Video: Tieni Burkhalter) zu einem Totenkopf und Renato wird in Sträflingskleidern hereingeführt. Die Beobachter in der hörsaalartigen Architektur erinnern an eine Mischung von Abraham Lincoln und den Gründervätern. Nach der Präparation zweier Kugeln und anderer Dinge, mit dem Ende des einleitenden Chors («Posa in pace»), tritt der Graf auf («S’avanza il Conte»): Riccardo erhebt sich vom Schragen und die Oper kann beginnen. Thomas inszeniert mit dem einen oder anderen Augenzwinkern eng am Libretto. Der auf der Drehbühne aufgebaute, karussellartige Pavillon (Ausstattung: Hannah Clark) ermöglicht rasche Auf- und Abtritte grösserer Massen, schnelle Szenenwechsel und gibt dem Stück einen ungekannten, bestens passenden Drive. Die Tatsache, dass der zweite Akte in der Ecke eines Zimmers spielt, lässt die Handlung besonders intensiv hervortreten und die Sänger nutzen den akustischen Vorteil (klangverstärkende Trichterwirkung) mit Leidenschaft aus. Emma Woods choreographiert den Chor, Statistenverein am Opernhaus Zürich und die Tänzerinnen und Tänzer (Sina Friedli, Jessica Falceri, Sara Peña, Sara Pennella, Evelyn Tritto, Cristian Alex Assis, Lukas Bisculm, Pietro Cono Genova, Daniele Romano, Roberto Tallarigo)…
Zum Bericht von Jan Krobot
Wien/ Prinzendorf/NÖ: Pfingst-Performance. Nitsch, von Holzinger frisch durchblutet
An teils kindlichen Provokationen lassen es die Festwochen ja nicht mangeln. Aber dieses Projekt reichte zumindest prinzipiell über die Krawall-Routine hinaus. Der 2022 verstorbene Hermann Nitsch hat sich mit seinen Aktionen in die Kunstgeschichte eingeschrieben, die Choreografin Florentina Holzinger klopft dort ambitioniert an. Das Werk beider Österreicher zusammenzuführen, war eine schlüssige Idee: Größen wie Nitsch droht posthum die Versteinerung zum Monument. Nun sollte sein philosophisch-theologisch-psychoanalytisches Orgien-Mysterien-Theater, das alle Sinne und Künste mobilisiert, mit frischer Energie durchblutet werden.
https://www.krone.at/4153483
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Verwirrung um amerikanische Präsenz: Trump schickt nun doch neue Truppen nach Polen
. Der amerikanische Verteidigungsminister wollte 4000 Soldaten aus Polen abziehen. Doch Trump verspricht Warschau nun 5000 zusätzliche Soldaten. Er begründete dies mit seiner guten Beziehung zum polnischen Staatschef.
Jetzt lesen
Trump schenkt sich zum 80. Geburtstag einen modernen Gladiatorenkampf: Mixed Martial Arts dürfte der brutalste Sport der Welt sein. Darin ein reines Maga-Spektakel zu sehen, greift allerdings zu kurz. Eine Reportage.
Jetzt lesen
Schüsse beim Weissen Haus: mutmasslicher Schütze tot – Trump dankt den Einsatzkräften: Der Secret Service schiesst vor dem Weissen Haus auf einen mutmasslichen Angreifer, während US-Präsident Donald Trump im Gebäude ist. Auch ein Passant wird verletzt. Es ist nicht der erste derartige Vorfall in diesem Jahr.
Jetzt lesen
Die Demokraten wollten eine ehrliche Bilanz zur Niederlage gegen Trump ziehen. Es kam anders heraus: Die Demokraten unter der Führung von Ken Martin erzeugen eine peinliche Kommunikationspanne. Vorwürfe der Pfuscherei werden laut. Mitten im Wahljahr bricht ein parteiinterner Streit aus.
Jetzt lesen
Starmers Herausforderer bringen sich in Stellung: Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Andy Burnham, Bürgermeister von Gross-Manchester, oder der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting den britischen Premierminister ablösen werden. Aber hinter der Labour-Krise steht eine Staatskrise.
Jetzt lesen
Itamar Ben-Gvir ist Israels Minister fürs Grobe und Unappetitliche: Der israelische Sicherheitsminister wurde mehrfach wegen Extremismus verurteilt, vom Militärdienst ausgeschlossen und hat die politische Provokation zum Geschäftsmodell gemacht. Trotzdem – oder gerade deshalb – sitzt er heute am Kabinettstisch.
Jetzt lesen
Die 18-Millionen-Schweiz: was wir von den Niederlanden lernen können: Die Schweiz leidet unter Wachstumsschmerzen. Eine Volksinitiative will das mit einer Bevölkerungsbegrenzung ändern. Nur: Wann genau ist es «genug»?
Jetzt lesen
Die Goldene Palme in Cannes geht an «Fjord» von Cristian Mungiu. Die heimlichen Gewinner sind jedoch die Schauspieler: Der Wettbewerb von Cannes bot dieses Jahr nur wenige formale Überraschungen. Seine stärksten Momente verdankte das Festival stattdessen den Darstellern.
Jetzt lesen
Musik aus Märchenland von To Athena und ein furchtbar selbstverliebter Pedro Almodóvar: Die Kulturtipps der «NZZ am Sonntag»: Was muss man gelesen, gesehen oder gehört haben – und was eher nicht?
Jetzt lesen
Warum das Wort «Mödeli» unübersetzbar ist: Könnte es sein, dass wir uns mit diesem schönen schweizerdeutschen Wort Zwangsstörungen schönreden? Die Zugabe von Manfred Papst.
Jetzt lesen
Der Frieden im Nahen Osten war greifbar: Dann wurde Yitzhak Rabin von einem jüdischen Extremisten erschossen, und die Gewaltspirale drehte sich weiter: Hunderttausende von Menschen hatten sich am 4. November 1995 auf dem Platz der Könige Israels in Tel Aviv versammelt. Das Motto der Kundgebung lautete «Ja zum Frieden». Sie wurde zu einem Manifest der Gewalt.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Politik/ Österreich. RH-Präsidentin Kraker: „Wenn man die Universitäten kürzen kann, kann man auch die Parteienförderung kürzen“
Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker die Sparpläne „knapp bemessen“- und fordert „Reformmut“ bei der Reformpartnerschaft von Bund, Ländern und Gemeinden. Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker findet das geplante Einsparungsvolumen von 2,5 Mrd. Euro im nächsten Doppelbudget „wahrscheinlich sehr knapp bemessen“ und vermisst den Blick auf die langfristige Entwicklung ab 2029 . „Das funktioniert nicht mit dem ewigen Fortschreiben. Auch Kürzungen von Investitionen sind ja schwierig, denn irgendwann fehlen sie“, sagte sie am Samstag im Ö1-„Mittagsjournal“. Beim Unibudget stimmte sie nicht in die Forderung nach mehr Geld ein.
DiePresse.com.parteienfoerderung
Innsbruck/Sigmund Freud-Uni: Dornauer geißelt erneut Tiroler Landesregierung
„Die Absage der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) für einen neuen Standort in Wörgl ist ein herber Rückschlag für das Tiroler Unterland“, sagt der freie Abgeordnete Georg Dornauer. Die SFU hat, wie berichtet, einen Rückzieher gemacht und die Außenstelle in Wörgl ad acta gelegt. Dem Land warfen die Verantwortlichen mangelnde Unterstützung vor. Was die zuständige Landesrätin Cornelia Hagele dementiert – die „Krone“ berichtete.
https://www.krone.at/4152601
Österreich: Uni-Rektoren kassieren mehr als der Kanzler. Bis zu 400.000 Euro
Österreichs Uni-Rektoren steigen wegen vermeintlicher Einsparungen in der Wissenschaft auf die Barrikaden – verdienen selbst aber im internationalen Vergleich bei überschaubar guten Ergebnissen überdurchschnittlich viel. Die „Krone“ enthüllt nun die Luxus-Gagen in der Höhe von bis zu 195 pro Student.
https://www.krone.at/4154149
Gefahr auf den Weiden: Sind unsere Kühe Killer oder doch sehr klug?
In Osttirol wird eine Frau durch eine wild gewordene Kuhherde getötet. Nicht der erste tragische Zwischenfall dieser Art. Wie gefährlich sind Kühe? Die „Krone“ sprach mit Veterinärmediziner Lorenz Khol über friedliebende Tiere, die nicht immer harmlos sind – und die erstaunliche Eigenschaften besitzen.
https://www.krone.at/4149896
Wien: Kasperl der Woche Strache: Jetzt hält er sich schon für James Bond
Der Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist Österreichs größte Doppel-Null. Bewirbt er sich jetzt als neuer Darsteller der Action-Reihe?
https://www.krone.at/4151717
Deutschland/ Fußball-Bundesliga
Relegations-Krimi: 29 Jahre erstklassig – jetzt steigt Wolfsburg ab!
Der VfL Wolfsburg muss nach 29-jähriger Bundesligazugehörigkeit in die zweite deutsche Fußball-Liga absteigen. Die „Wölfe“ unterlagen im Relegationsrückspiel in Paderborn 1:2 nach Verlängerung. Das Hinspiel hatte 0:0 geendet. Für Paderborn, den Dritten der Zweitligasaison, ist es der dritte Oberhaus-Aufstieg nach 2014 und 2019. Das Abenteuer dauerte dann jeweils nur eine Saison. Laurin Curda erzielte das Goldtor (100.) für den ab der 14. Minute in Überzahl spielenden SC.
https://www.krone.at/4153932
Eine sportliche Katastrophe für den VfL Wolfsburg. Trotz frühem Führungstor vergeigten die „Wölfe“ dieses Spiel wegen einer unnötigen Roten Karte! Das darf nicht passieren. Paderborn war erst nach dem Felverweis die dominierende Mannschaft und geht somit in das nicht nur sportliche Abenteuer Erste Bundesliga. Ich hätte wegen der Finanzen schlaflose Nächte!
Haben Sie einen schönen Tag!
A.C.

