Salzburger Festspiele: Wo Oper zum denkwürdigen Ereignis wird /Szene aus „Der Spieler). Foto: Ruth Walz
Susanne Zobl/ News: Seit Beginn von Markus Hinterhäusers Amtszeit als Intendant der Salzburger Festspiele hat sich diese Institution dem Diktum, „Epizentrum des Besonderen“ zu sein, verschrieben. Auch die aktuelle Ausgabe löst dieses im Bereich Oper und Konzert ein. Intendant Markus Hinterhäuser kann einen weiteren, erfolgreichen Festspielsommer verbuchen.
Salzburger Festspiele: Wo Oper zum denkwürdigen Ereignis wird
https://www.news.at/news/salzburger-festspiele-2024-oper-konzert
Pathys Stehplatz (52): Salzburger Festspiele – elitär mit Currentzis!
Salzburger Festspiele – ist nur was für „G’stopfte“. „Mein Onkel hasst sie“, kommt mir zu Ohren. Der war mal eine große Nummer in der österreichischen Kulturlandschaft. Namen gibt es keinen, Privatsphäre, versteht sich eh von selbst. Der Ruf der Festspiele ist also klar: elitär, versnobt, nur was für die „Großkopferten“. Darf einen nicht wundern, wenn man so auf die Kartenpreise blickt. Salzburg kann aber auch anders.
Bis zu 465 Euro pro Karte, das kann einen schon mal aus den Socken hauen. Nur ein Vergleich dazu: An der Wiener Staatsoper kosten gleichwertige Karten rund die Hälfte. Dass es auch günstiger geht, darf man aber nicht verheimlichen. In Salzburg gibt es sogar Stehplätze. Um läppische 10 €, das muss man sich Mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Qualität – hervorragend! Zumindest im Haus für Mozart. Selbst getestet, letzte Woche erst. Bei „Titus“, Gianluca Capuano am Pult, Cecilia Bartoli auf der Bühne. Ein Erlebnis.
Currentzis – zukünftig vielleicht vom Stehplatz
Im Großen Festspielhaus schaut man aber durch die Finger. Stehplätze dort – nein, leider! Bitte unten anstellen und tiefer in die Tasche greifen. Das könnte man in Zukunft durchaus ändern. Einige Millionen Euro hat man in die Hand genommen. Bund, Land und Stadt Salzburg, um das Festspielgelände einer Modernisierung zu unterziehen. 2025 ist Startschuss, parallel zum Betrieb soll umgebaut werden
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de
Ich erlaube mir den Hinweis, dass wir diese ausführliche und sicher auch faire Salzburg-Berichterstattung machen, obwohl der Online-Merker dort keine einzige Pressekarte bezogen hat (auch viele Jahre lang um keine angesucht hat). Das liegt nur zum Teil an den dortigen Gegebenheiten, aber auch an mir. Wir wollen uns in der Berichterstattung nicht eingeengt fühlen und leisten uns diesen Luxus!
SALZBURGER FESTSPIELE: DER SPIELER – Premiere am 12. und 1. Reprise am 17. August 2024
Asmik Grigorian, Sean Pannikar. Foto: Ruth Walz
Glücksspiel mit dem Leben
Als zweite große Neuinszenierung bei den Salzburger Festspielen 2024, die ebenfalls auf einem Roman von Fjodor Dostojewski beruht, brachte man nach „Der Idiot“ von M. Weinberg die Oper „Der Spieler“ von Sergei Sergejewitsch Prokofjew heraus. Er komponierte die vieraktige Oper von 1915-1917. Wegen der russischen Revolution fand die Uraufführung, nach einer Revision durch den Komponisten 1927/28, aber erst 1929 am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel statt, in einer französischen Übersetzung...
Regisseur Peter Sellars. Foto: Klaus Billand
...So explodiert die Schlussszene mit einer sich scheinbar um sich selbst drehenden, immer schneller werdenden Rhythmik wie das Rotieren der Kugel im Roulette-Kessel in nahezu wagnerianischer Transzendenz, wie Sellars findet, die aber Wagner mit ihren erschütternden, wogenden Akkorden an emotionaler und harmonischer Dichte noch übertrifft. Timur Zangiev gelang es mit dem Wiener Philharmonikern mitreißend, diese Intensität der Musik des „Spieler“ auf ebenso sublime wie dramatische Art und Weise zu interpretieren und zwischen Bühnengeschehen und Orchester eine Einheit zu bilden. Zangiev wurde damit vielleicht zu d e r Entdeckung der Salzburger Festspiele 2024 am Dirigentenpult.
Zum Bericht von Klaus Billand aus Salzburg
Bogdan Volkov: „Als wäre es mein letzter Auftritt“
Salzburg ist ein großartiger Ort für überraschende Weltkarrieren. Nach Anna Netrebko und Asmik Grigorian etablierte sich nun der ukrainische Tenor Bogdan Volkov mit der Dostojewski-Oper „Der Idiot“ von Mieczysław Weinberg quasi über Nacht im Spitzenfeld.
https://www.news.at/menschen/bogdan-volkov
Bayreuther Festspiele 2024 gehen nächste Woche zu Ende
Wir blicken schonmal zurück auf die diesjährige Festspielzeit: Ein besonderes Erlebnis für viele Bayreuther dürften die beiden ‚Festspiel Open Airs‘ gewesen sein. Da hat das Festspielorchester live und unter freiem Himmel gespielt, ohne Eintritt. Und das Wetter hat an beiden Tagen für einen traumhaften Sommerabend am Grünen Hügel gesorgt.
Mainradio.de
Sommereggers Klassikwelt 248: Das waren die Isolden Neu-Bayreuths
In diesem Jahr steht erneut „Tristan und Isolde“ auf dem Spielplan der Bayreuther Festspiele. Bekanntlich gelten die Titelrollen des Werkes als denkbar größte Herausforderungen für ihre Interpreten. In jeder Sängergeneration findet man eher wenige befriedigende Leistungen in diesen Rollen. Es lohnt einen Blick auf die Besetzung der Isolde seit dem Neubeginn der Festspiele 1951. 1952, bei der ersten Neuinszenierung sangen unter Herbert von Karajan Martha Mödl und Ramon Vinay die Hauptrollen. Martha Mödl brennende Intensität in dieser Rolle kann man auch heute noch auf Tonträgern bewundern. 1953 folgte ihr Astrid Varnay, die bereits im Jahr davor einmal für die Mödl eingesprungen war, was sich 1953 in umgekehrter Weise wiederholte.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Lucerne-Festival
Hier wird ein neues Kapitel der Wagner-Interpretation aufgeschlagen
Kent Nagano dirigiert «Die Walküre» am Lucerne Festival erstmals im aufwendig rekonstruierten Originalklang der Wagner-Zeit – ein Meilenstein, der sogar die fehlende Inszenierung vergessen macht.
NeueZürcherZeitung.ch
Rising Stars 46: Nombulelo Yende, Sopran – von der großen Schwester inspiriert, findet sie ihren eigenen Weg
Die Entwicklung und Karriere vielversprechender NachwuchskünstlerInnen übt eine unvergleichliche Faszination aus. Es lohnt sich dabei zu sein, wenn herausragende Talente die Leiter Stufe um Stufe hochsteigen, sich weiterentwickeln und ihr Publikum immer wieder von neuem mit Sternstunden überraschen. Wir stellen Ihnen bei Klassik-begeistert jeden zweiten Donnerstag diese Rising Stars vor: junge SängerInnen, DirigentInnen und MusikerInnen mit sehr großen Begabungen, außergewöhnlichem Potenzial und ganz viel Herzblut sowie Charisma. Der Name Yende dürfte wohl jedem Opernfreund schon begegnet sein, denn die 1985 in Südafrika geborene Sopranistin Pretty Yende ist längst ein Star der Opernszeneund zählt zur Stammbesetzung der bedeutendsten Opernhäuser der Welt.
Von Dr. Lorenz Kerscher
Klassik-begeistert.de
Bayreuther Festspiele. TANNHÄUSER (fünfte Vorstellung) , 22.8.2024
Copyright: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath
Inmitten der von Nathalie Stutzmann glänzend dirigierte Ouvertüre bricht in das für Reinklatschen eigentlich sakrosankte Festspielhaus spontaner Applaus bei offener Bühne aus. Es ist die Stelle des Videos auf der Oldtimerfahrt von der Wartburg zum Festspielhaus, wo erstmals der Tannhäuser in Clownsgestalt auftritt.Bei der Einblendung im Video von Stephen Gould, der 2023 gestorben ist und die Partie 1919-22 bravourös gemeistert hat,brachen kurz alle Dämme vor aufbrandendem Applaus. Aber Klaus Florian Vogt ist ein würdiger Nachfolger mit der Strahlkraft seines Trompetentenors und seiner Rollengestaltungsintention unter Einbezug seiner Physis…
Zum Bericht von Friedeon Rosén
Ein Besuch im Miniatur Wunderland in Hamburg
Hamburg, Monaco und Rio liegen hier nur wenige Meter voneinander entfernt und verfügen allesamt über prächtige Musentempel, die die Besucher mit staunenden Gesichtern bewundern.
Theatro Municipal in Rio de Janeiro (Foto: Marc Rohde)
Im Miniatur Wunderland in Hamburg, welches gerade wieder einmal die Auszeichnung als beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands erhalten hat, ist dies problemlos möglich. In der bedeutendsten touristischen Abstimmung wurde die größte Modellbahnanlage der Welt in den letzten sieben Abstimmungen bereits zum sechsten Mal an die Spitze gewählt.
Die Auszeichnung durch die DZT, der von der Bundesregierung beauftragen Marketingorganisation für das Reiseland Deutschland, basiert auf einer Umfrage unter internationalen und nationalen Touristen, die über ihre bevorzugten Destinationen in Deutschland abstimmen konnten. Das Miniatur Wunderland setzte sich in einem starken Wettbewerbsumfeld gegen zahlreiche weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Neuschwanstein, das Brandenburger Tor, Elbphilharmonie, den Nürburgring oder Freizeitparks wie das Phantasialand und den Europa-Park in Rust durch.
Die Opéra de Monte Carlo (Foto: Marc Rohde)
Zum Ausstellungsbericht von Marc Rohde
Bratislava
Bratislava Maestro Quits
Martin Leginus yesterday resigned as music director of the Slovak National Theatre, against a backdrop of Government interference.
https://slippedisc.com/2024/08/bratislava-maestro-quits/
Filme der Woche
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE
Filmstart: 22. August 2024
BLINK TWICE
USA / 2024
Drehbuch und Regie: Zoe Kravitz
Mit: Naomi Ackie. Channing Tatum u.a.
Ziemlich hässlicher Horror
Als armer Normalo, der sich seine Abenteuer im Kino suchen muss, ist man auf die Partys, auf die Yachten, in die Luxusresidenzen der Superreichen natürlich nie und nimmer eingeladen. Man liest dann nur davon in den Zeitungen – etwa, wenn eine Frau Jahrzehnte später als Teilnehmerin an einer Jeffrey Epstein-Vergnügung wegen Vergewaltigung klagt und das englische Königshaus schröpft… Aber wie geht es bei den Millionären, Milliardären – dieser offensichtlich abscheulichen Spezies – eigentlich wirklich zu? Hoffentlich wird nicht immer, wie hier bei „Blink twice“, ein Horrorfilm daraus.
Schöpferin des etwas zweifelhaften Produkts ist Zoe Kravitz, die Eltern vom Fach (der Musikers Lenny Kravitz und ´die Schauspielerin Lisa Bonet.), Freundin von Berühmtheit (Channing Tatum, den sie in ihrem Film besetzte), bisher vor allem als Schauspielerin in Nebenrollen zu sehen. Ob ihr Regiedebut jungen Frauen von heute sagen will: Lasst Euch bloß nicht von reichen weißen Männern (auch wenn sie nicht alt sind) zu einem Weekend einladen, denn das geht schief, oder ob sie einfach einen Hochglanz-Horrorfilm drehen wollte, wird als Intention nicht ganz klar…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“
Endzeitstimmung in Berlin: Drei Gründe, weshalb der «Ampel»-Wahnsinn scheitern musste
Die deutsche Regierung hat sich ein Jahr vor der Bundestagswahl bereits aufgegeben. Dauerstreit, Führungsschwäche und handwerkliche Mängel fordern ihren Tribut.
Jetzt lesen
Kamala Harris nimmt Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur an. In den USA haben die Delegierten am Parteitag der Demokraten ihre Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris bejubelt. In ihrer Rede zum Abschluss des viertägigen Parteitags in Chicago bekannte sich Harris klar zur Nato und versprach, die Ukraine weiter zu unterstützen. «Amerika, lass uns einander und der Welt zeigen, wer wir sind und wofür wir stehen: Freiheit, Chancen, Mitgefühl, Würde, Fairness und unendliche Möglichkeiten», sagte Harris. Die Nominierung ihrer Partei zur Präsidentschaftskandidatin nahm sie feierlich an.
Zum Bericht
Ukraine versenkt russische Fähre mit Treibstoff: Während die Offensive der ukrainischen Armee in der westrussischen Region Kursk weitergeht, ist ihr auch in Südrussland ein spektakulärer Schlag geglückt. In einem Hafen der Region Krasnodar geriet laut offiziellen Angaben eine mit 30 Kesselwagen beladene Fähre, die «Conro Trader», durch ukrainischen Beschuss in Brand und sank. Das Schiff transportierte Treibstoff. Anwohner hielten den Angriff auf Videos fest. Zu sehen waren grosse Flammen und riesige schwarze Rauchwolken.
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Zürich erwartet den Dalai Lama: Das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten soll am Freitagabend ankommen. Am Samstag wird er im Hallenstadion auftreten.
Zum Hintergrund
Das Universum dehnt sich möglicherweise nicht so schnell aus wie gemessen: Die Erkenntnis, dass sich das Universum ausdehnt, ist alt. Unklar ist jedoch, wie schnell. Eine Astronomin meldet nun Zweifel an den bisherigen Messungen an.
Zum Bericht
Zitat Ende „NeueZürcher Zeitung“
Mit Dubstep gegen Gelsen? Mit dieser Musik vertreiben Sie Mücken
Haben Sie bereits alles versucht, um Gelsen loszuwerden aber nichts funktioniert? Dann sollten Sie es einmal mit Musik versuchen, denn laut einer Studie hilft eine bestimmte Musikrichtung, die Mücken fernzuhalten.
oe24.at
Soviel ich weiß, gibt es auch in der Oper keine Gelsen. Also lieben diese Stechtiere auch keine Opern!
Burgenland
Dutzende Migranten gefasst – sie saßen vor Haustür
In einem burgenländischen Dorf spürte die Polizei eine Gruppe von illegalen Asylwerbern auf. Die Doskozil-SPÖ ortet ein Totalversagen der Regierung.
Heute at
Lugner-Trauerfeier: Norbert Hofer hält Trauerrede
Vor dem Begräbnis von Richard Lugner am 31. August hat die Familie am Freitag gegenüber der APA neue Details zur öffentlichen Trauerfeier im Wiener Stephansdom bekanntgegeben. So wird der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ), der mit dem Baumeister über viele Jahre hinweg freundschaftlich verbunden gewesen ist, eine Trauerrede halten. Die eigentliche Beisetzung findet dann am Nachmittag im engsten Familien- und Freundeskreis statt.
oe24.at
In exakt einer Woche ist es soweit, am 31.8. wird Richard Lugner zur letzten Ruhe gebettet. Die Anteilnahme der Bevölkerung sprengt nie für möglich gehaltene Dimensionen.
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

