Der OPUS KLASSIK wird 2026 in 30 Kategorien vergeben (Bild: Markus Nass)
OPUS KLASSIK 2026 : Die Preisträgerinnen und Preisträger werden bekanntgegeben!
Eine vollständige Übersicht aller Preisträger*innen finden Sie hier und auf der Webseite .
• Zu den ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträgern gehören : Joyce DiDonato, Jonas Kaufmann, Alice Sara Ott , Andrè Schuen und Anna Lapwood sowie die Duisburger Philharmoniker, Quatuor Ébène und Voces8
• Désiré e Nosbusch moderiert, Anna Rakitina dirigiert bei der OPUS KLASSIK Gala am 11. Oktober im Konzerthaus Berlin
• Tickets für OPUS KLASSIK Konzert (10.10.) und Gala (11.10.) ab sofort erhältlich
Berlin, 22 . Juni 202 6 . Große Stimmen, virtuose Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie überraschende Neuentdeckungen: Die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH gibt die Preisträger des OPUS KLASSIK 2026 bekannt.
Zu den Ausgezeichneten zählen u. a. der Bariton Andrè Schuen als Sänger des Jahres ,Violinist Christian Tetzlaff als Instrumentalist *in des Jahres , Anna Lucia Richter als Sängerin des Jahres und Pianist Jean Rondeau für die Solistische Einspielung Instrument des Jahres ,. Das Café del Mundo erhält eine Auszeichnung für die Tournee des Jahres , Shani Diluka für den Videoclip des Jahres sowie das vision string quartet in der Kategorie Klassik ohne Grenzen und das WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Elena Schwarz für die Weltersteinspielung des Jahres . Der Preis für Nachwuchsförderung (Kinder – und Jugendarbeit) geht an das Freiburger Barockorchester und das Ensemble Recherche mit dem Projekt HEAR! We move …
Die Preisverleihungen finden mit dem OPUS KLASSIK Konzert am 10 . Oktober i m Fotografiska sowie am 11. Oktober im Rahmen der großen OPUS KLASSIK Gala im Konzerthaus Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend um 22:15 Uhr im Fernsehen . Wie in den vergangenen Jahren wird die Gala von Désirée Nosbusch moderiert.
Die musikalische Begleitung übernimmt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina.
Karten für die Gala sind ab 49 Euro hier erhältlich .
Karten für das Konzert können für 39 EUR hier erworben werden.
Eine vollständige Übersicht aller Preisträger*innen finden Sie hier und auf der Webseite .
Auszeichnungen: Jonas Kaufmann und Hans Zimmer erhalten Opus Klassik
Tenor Jonas Kaufmann, Bariton Andrè Schuen und Mezzosopranistin Anna Lucia Richter gehören zu den diesjährigen Preisträgern des Opus Klassik. Das teilte die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik mit. Schuen und Richter werden als Sänger und Sängerin des Jahres geehrt. Kaufmann erhält mit Helmut Deutsch die Auszeichnung für das Album „Doppelgänger“ als audiovisuelle Musikproduktion des Jahres. „Ich freue mich besonders darüber, dass dieses mir so nahestehende Projekt mit Liedern von Schubert und Schumann ausgezeichnet wird“, sagte der gebürtige Münchner laut Mitteilung.
SueddeutscheZeitung.de
Wien/Staatsoper
Puccini-Variationen über Eifersucht und Gier an der Wiener Staatsoper
Wiederaufnahme von Giacomo Puccinis „Il Trittico“ mit vokalem Glanz von Nicole Car und Ambrogio Maestri. Ein sehr genau inszenierter Moment in Tatjana Gürbacas Regie zu Il Trittico ereignet sich vor Beginn von Gianni Schicchi, zum Ende der zweiten Pause. Von Teilen des langsam eintretenden oder Handyunterhaltung konsumierenden Publikums wird er gerne übersehen: Jener, um dessen Vermögen in der Kurzoper gestritten wird, Buoso Donati, schlabbert Zeitung lesend Spaghetti, während aus dem Radio wilde Reden ertönen. Der italienische Faschismus kündigt sich wohl an. Nach ein paar Minuten sackt Buoso dann in sich zusammen, das Finale von Puccinis Operntrilogie kann beginnen.
DerStandard.at.story/WienerStaatsoper
Kein Glück mit Puccini im trostlosen Beton-Silo
Glücklich sein schwer“ prangt in Riesenlettern über Tatjana Gürbacas Puccini-Inszenierung „Il Trittico“. Was auch auf diese Produktion zutrifft. Die Verismo-Einakter „Il Tabarro“ (Der Mantel), „Suor Angelica“ & „Gianni Schicchi“ wirken unbefriedigender als bei der Premiere 2023. Henrik Ahrs trostlose Beton-Silo-Bühne ist ein Atmosphärenkiller. Lorenzo Viotti, dem feinsinnigen Stimmungskünstler am Pult des Puccini-geeichten Staatsopernorchesters, fällt es in „Tabarro“ und „Suor Angelica“ nicht leicht, alles ins Lot zu bringen. In Turbulenzen gerät er aber mit „Gianni Schicchi“: Von der Commedia dell‘arte inspiriert, lässt Gürbaca das Erbschleichergerangel in billigen Hauruck-Klamauk umkippen. Viotti fängt das Tohuwabohu mit Energie, forschen Tempi und Lautstärke ab.
https://www.krone.at/4188382
Kontrapunkt: „Weiß man, was daraus wird?“, Gerüchte um Ersan Mondtag als Ring-Regisseur in Wien
Liebe Opernfreunde und die paar, die es noch werden wollen – und sollten!
Angesichts der drohenden Besetzung des neuen Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper 2028 durch einen ziemlich unbegründet gehypten, aber recht Wagner-unerfahrenen Regie-Neuling im Operngeschäft, sah ich mich regelrecht gezwungen, diesen Aufsatz zu verfassen.
Ich hoffe sehr, dass diese Veröffentlichung im OPERNFREUND und ein erste als Exkurs der meiner Kritik der weitgehend verfehlten Inszenierung der Perlenfischer von Georges Bizet an der Staatsoper im online merker erschienenen Arbeit auch den Verantwortlichen im Theaterbetrieb und in der relevanten Politik-Sparte zu denken gibt.
Unterhalb habe ich auch eine Wortmeldung des langjährigen und vollkommen verständigen ex-Staatsoperndirektors in Wien, Ioan Holender, gepostet. Sie geht in die gleiche Richtung, natürlich von einem viel Kompetenteren formuliert. Und Holender wagt gar einen möglichen Tod der Oper anzudeuten, wenn es so weiter geht… Nach immerhin 430 Jahren ihrer Entstehung in Venedig!
Auszug aus „Der Opernfreund:
Manuel Brug kommentierte in der WELT „Ersan Mondtag ist jetzt in der Champions League – und erlebt ein Desaster“, womit er wohl dessen Perlenfischer-Inszenierung in Wien meinte. Die Wiener „Bühne“ bezeichnet Mondtag gar als „Regie-Rockstar“, was immer das in musiktheatralisch qualitativen Dimensionen heißen soll. Mit der Champions League wird die Wiener Staatsoper also offenbar mit der höchsten Fußball-Spielklasse assoziiert, was sie, nach – nicht nur in Wiener Opern-Kreisen – weitgehend unumstrittener Beurteilung der Regiearbeiten der letzten Jahre – zumindest im Wagner-Fach – längst nicht mehr ist.
Klassik-Woche
Radikale Krise? Radikale Hoffnung!
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, heute mit deprimierenden Zahlen und allerhand Hoffnung. Kultur und Klassik sind keine Selbstläufer – wir müssen sie behaupten: Von Paris über Berlin bis nach Ingolstadt. Man kann es gar nicht dramatisch genug ausdrücken: Die Kultur in unseren Kommunen liegt im Sterben – Theater, Bibliotheken und Orchester schließen, viele Städte sind schlichtweg handlungsunfähig! Das Problem ist strukturell, sagen der Kulturreferent von Ingolstadt, Marc Grandmontagne, und der Organisationsforscher Dr. Ayad Al-Ani in einem XXL-Gastbeitrag bei BackstageClassical. Die beiden entwickeln Gedanken für grundlegende Reformen: Die Erteilung von Aufgaben und ihre Finanzierung von Bund, Land und Kommunen müssen wieder zusammengeführt, kommunale Kooperation erleichtert und bürokratische Hürden abgebaut werden.
https://backstageclassical.com/radikale-krise-radikale-hoffnung/
Lüttich/ Opéra Royal de Wallonie
Verdis Otello begeistert das Lütticher Publikum
Mit Verdis Otello beschließt die Oper in Lüttich ihre sehr interessante Saison 2025/2026. International bewährte Sänger unter der Leitung des Dirigenten Francesco Lanzillotta sorgen für einen musikalisch gelungenen Abend. Die Inszenierung von Allex Aguilera und seinem Team stellt ihnen einen szenischen Rahmen zur Verfügung, in dem sie sich problemlos entfalten können, ohne von absurden Regiemätzchen gestört zu werden.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de
Genf
200 Motels – Frank Zappas Musiktheater in Genf
Audio von Jörn Florian Fuchs (8,21 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Heute: Mami Lino, Maryna Lopez: Am 23. Juni 2026 um 19:00 Uhr, laden wir euch herzlich in die Tilgnerstraße 3–4, 1040 Wien ein
Liebe Freunde, heute, am 23. Juni 2026 um 19:00 Uhr, laden wir euch herzlich in die Tilgnerstraße 3–4, 1040 Wien zu einem stimmungsvollen Sommerabend voller Musik ein.
Freut euch auf die Sopran Mami lino und Mezzosopran Maryna Lopez,begleitet am Klavier von Adolfo Lopez Gomez. Nach vielen Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne – ein besonderer musikalischer Moment, den ihr nicht verpassen solltet!
Eintritt: freie Spenden
LINZ/ Landestheater: Die unvergleichliche Gesangskunst einer Anna Netrebko im Musiktheater
Ein strahlender Gala-Abend des Weltstars mit ihren grandiosen Freunden
Anna Netrebko in Linz: Copyright: Philip Brunnader
Sonntag, 21. Juni 2026: Besucherströme ins Musiktheater in ein volles Haus, Vorfreude, Neugierde und herzlicher Empfang für die weltbekannte Künstlerin, die nach etlichen Jahren des ersten Linz-Besuches am Domplatz nun erstmals ins Musiktheater kam. Sie mochte die ehrliche Gastfreundschaft des Publikums gespürt haben. Dessen Erwartungen waren groß, wurden aber von Anna Netrebko bei Weitem übertroffen. Die Diva ließ sich von drei „Freunden“ begleiten, natürlich von adäquatem Format ihrer Kunstausübung, was absolut zu begrüßen war und mehr als eine Bereicherung bedeutete. Am Klavier vom Solorepetitor des Bolschoi-Theaters Pavel Nebolsin, der sich auch als Interpret mit dem cis-moll Prélude von Rachmaninow und den selbst bearbeiteten Rondo-Variationen über Bellini-Themen großartig einstellte, von dem russisch-österreichischen Geiger Kurt Mitterfellner und von der international tätigen, Moskau verbundenen Mezzosopranistin Elena Maximowa, die mit Netrebko in klanglich homogenen Duetten reüssierte. Ihre Partner für den Abend waren also keinesfalls zufällig gewählt…
Zum Bericht von Georgina Szeless
Ludwigsburger Schlosstheater: „Lo Speziale“ von Joseph Haydn am 21.6.2026 im Schlosstheater/LUDWIGSBURG
Komödie nach italienischer Art
Foto: Reiner Pfisterer
Da lernte man Joseph Haydn mal von einer neuen Seite kennen. Zunächst erklang mit dem vorzüglichen Stuttgarter Kammerorchester unter der impulsiven Leitung von Jan Willem de Vriend die Sinfonie Nr. 45 in fis-Moll, die berühmte „Abschiedssinfonie“. Dass sie bei aller stürmischen Leidenschaftlichkeit wunderbar innig sein kann, machte diese Wiedergabe deutlich. In einem angehängten Adagio verbreitete sie Spaß und Ernst. Wieder einmal hatte die Kapelle des Fürsten ihre Urlaubsgesuche nicht genehmigt erhalten, und Haydn kam seinen aufgebrachten Musikern mit diesem „Scherz“ zu Hilfe, indem er dem Fürsten zu verstehen gab, wie ihnen zumute sei. Einer nach dem anderen packte sein Instrument ein, löschte seine Kerze und ging – sein Part war zu Ende, nur die beiden Violinisten hielten notgedrungen bis zum Schluss aus, der Fürst verstand und bewilligte den Urlaub. Es kursierte auch das Gerücht, dass sich „Papa Haydn“ hier auf die Seite seiner von Heimweh geplagten Musiker schlug…
Zum Bericht von Alexander Walther
Paul Burkhard: Hopsa • Bühne Burgäschi im Hornusserhaus Oekingen SO • Premiere: 18.06.2026
Perfekt dargebotene, leichte Unterhaltung allererster Güte
Auch in diesem Jahr wird die Bühne Burgäschi ihrem Ruf, mit einer Rarität die Spielpläne der Schweizer Theater zu bereichern, rundum gerecht. Zur Aufführung gelangt «Hopsa – The Life of a Girl», das erste Bühnenwerk Paul Burkhards (1911-1977).
© https://www.burgaeschi.ch/
Paul Burkhard, im deutschen Sprachraum allenfalls durch «Das Feuerwerk» (1950) bekannt, in der Schweiz durch «Die kleine Niederdorfoper» (1951) unsterblich, wurde 1911 in Zürich geboren. Hier machte Burkhard seine ersten musikalischen Schritte, gefördert durch das Klavier seiner Schwester und die Tatsache, dass häufig Sänger des Stadttheaters bei der Familie zur Untermiete wohnten. Burkhard brachte sich, durch Abschauen, das Klavierspiel selbst bei, und soll bereits als Vierjähriger einen Auszug aus «Rigoletto», den er, ohne Lesen zu können, bei seiner acht Jahre älteren Schwester aufgeschnappt hatte, vorgetragen haben. 1918 notierte er seine 1. Komposition und wurde 1922 ins Konservatorium seiner Heimatstadt aufgenommen. Das Jahr 1924 brachte für Paul Burkhard den Wechsel ans Literargymnasium Rämibühl, wo für zwei Jahre Max Frisch sein Klassenkamerad sein sollte, und den Umzug der Familie in die Escherhäuser am Zeltweg. Im Haus Nummer 9, in das die Burkhards einzogen, lebte von 1886 bis 1901 die Schriftstellerin Johanna Spyri, im Haus Nummer 7 von 1948 bis 1950 Rolf Liebermann und in der Nummer 13 von 1849 bis 1857 Richard Wagner. 1930 legte Paul Burkhard, immer parallel zu seiner Ausbildung am Konservatorium, die Matura ab und immatrikulierte sich an der Universität, wo er, um Musikwissenschaft studieren zu können, im Hauptfach Germanistik belegen musste. ..
Zum Bericht von Jan Krobot
St. Gallen
Theater St. Gallen, Festspiele: „Aida“, Giuseppe Verdi
Sie ziehen sich wie eine schleimige Spur des Grauens durch die Welt- und dadurch auch durch die Literatur- und Kulturgeschichte der Menschheit: Die Väter, welche ihre Töchter aus niedrigen Macht- und/oder Lustfantasien missbrauchen, zwangsverheiraten, manipulieren. Von Agamemnon, der seine Tochter Iphigenie zwecks versprochenen Expeditionserfolgs zu opfern bereit ist, über den biblischen Lot, der seine jungfräulichen Töchter dem Mob in Sodom anbietet, über Könige der Habsburger, der Stuarts, der Tudors, der Päpste der Borgias, der Zaren (z.B. Peter I.) u.v.a.m., die ihre Töchter oftmals zwecks Sicherung der Macht zwangsverheirateten, ihnen kein individuelles Liebesglück gönnte. In der Literatur begegnen wir solchen Vätern bei Shakespeare (Capulet würde seine Tochter Julia auf der Straße verhungern lassen, wenn sie nicht den Grafen Paris heiratet,
Von Kaspar Sannemann
DerOpernfreund.de.st.gallen
Berlin/ Komische Oper: Die Komische Oper überrascht mit einer ungewöhnlichen Revue
Das Rätselraten um diese Produktion währte über ein Jahr. Genau genommen von der Spielplanpräsentation der Saison 2025/26 bis hin zur Premiere. Der in der DDR sozialisierte Mensch, umgangssprachlich „Ossi“ genannt, erkannte in dem Titel den Namen eines Cafés in der damaligen Mitte Ostberlins. Die „Mokka-Milch-Eisbar“ in der Karl-Marx-Allee neben dem großen Kino wurde Ende 1960er-Jahre in einem Song verewigt und erlangte so Kultstatus. Die ersten warnenden Stimmen und Zeigefinger ließen nicht lange auf sich warten: Lasset die DDR nicht in Nostalgie wieder auferstehen! Doch wenn ich eines gelernt hatte in den zehn glorreichen Jahren der Intendanz Barrie Koskys am Haus, dann dies: An der Komischen Oper wird gern leichtes Musiktheater inszeniert – aber niemals ohne Sinn und Verstand! Und so war mir eigentlich klar, dass auf dieser Bühne keine „billige“ Schlagerrevue aufgeführt und schon gar nicht eine Verklärung der DDR stattfinden würde.
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de
Berlin
Deutsche Oper Berlin: „Zar und Zimmermann“, Albert Lortzing (zweite Besprechung)
Lange gab es in Berlin keinen Lortzing mehr auf den Opern-Spielplänen. Das gilt selbst für Lortzings größten Erfolg, die 1837 uraufgeführte Verwechslungskomödie Zar und Zimmermann. Sie orientiert sich mit ihren durch gesprochene Dialoge voneinander abgesetzten Musiknummern formal an der französischen Opéra-comique. Lortzing gilt als Begründer der komischen Spieloper, indem er Elemente der französischen Opéra comique auf das deutsche Singspiel übertrug: gesprochenes Wort zum Vorantreiben der Handlung, Dominanz der Musik an dramaturgischen Höhepunkten. Das deutsche Singspiel aber scheint schon lange out zu sein, und schier unaufführbar. Verdienstvollerweise hatte am 20. Juni 2026 Lortzings Zar und Zimmermann an der Deutschen Oper Berlin Premiere. Die musikalische Leitung hatte Antonello Manacorda. Die Inszenierung besorgte Martin G. Berger. Ein Erfolg war der Abend nicht.
Von Dieter David Scholz
DerOpernfreund.de.Zarundzimmermann
Deutsche Oper Berlin: „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing
Pfiffe und Buhs schon zur Pause – am Ende unvollständig übergröhlt – verheißen nichts Gutes. Zar und Zimmermann“, mit seiner vormärzlich bürgerlichen Obrigkeitskritik, mutet zugleich spießig und spießerkritisch an. Als Komische Oper soll das lustig sein. Doch mit Witz und Komik hat die Gattung Oper seit langem größte Schwierigkeiten.
radiodrei.de.musik
Zar aus Disneyland mit MG
An der Deutschen Oper Berlin erhält Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“ eine Frischzellenkur. Die ambitionierte Neuinszenierung von Martin G. Berger verheddert sich leider in ihren Ansprüchen. Antonello Manacorda am Pult sorgt dagegen durchgehend für musikalischen Schwung mit Tiefgang.
Concerti.de,Oper
Wien/ Burgtheater-Kasino: „Solaris“ als technikschwere Rauminstallation im Burgtheater-Kasino
Roman Senkl transferiert die Forschungsstation aus Stanislaw Lems Klassiker auch ins Digitale – ein aufwändiges, aber live nur bescheidenes Sehvergnügen
DerStandard.at.story.solaris
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Der britische Premierminister Keir Starmer kündigt seinen Rücktritt an: Gerüchte um Starmers angeblich bald anstehenden Rücktritt haben sich in den vergangenen Tagen verdichtet. Nun hat er nach zwei Jahren im Amt einen Rückzug bis September in Aussicht gestellt.
Jetzt lesen
Einst war die Krim ein Ferienparadies, jetzt ist es eine isolierte Festung ohne Benzin: Ab sofort dürfen Autofahrer auf der russisch besetzten Halbinsel nicht mehr auftanken. Ukrainische Luftangriffe haben zudem die Fährverbindung zum Festland lahmgelegt.
Jetzt lesen
«Wir schicken den iranischen Ayatollahs 300 Milliarden Dollar?» – Trumps Iran-Abkommen spaltet die Republikaner: Die traditionellen Falken in Washington sind über das Rahmenabkommen mit Teheran ungehalten. Mit Blick auf die Zwischenwahlen ist den Republikanern das Kriegsende aber höchst willkommen.
Jetzt lesen
Wie der Iran-Deal zustande kam: eine Geschichte von Hartnäckigkeit, Geduld und Überzeugungskunst: Wegen Israels Krieg mit der Hizbullah-Miliz wurde das für Freitag vorgesehene Bürgenstock-Treffen zwischen Amerikanern und Iranern kurzfristig abgesagt. Nun herrscht an der Levante ein fragiler Waffenstillstand. Es ist die vorerst letzte Volte auf einem beschwerlichen Weg zu einer Einigung.
Jetzt lesen
Giorgia Meloni und Donald Trump streiten sich öffentlich – das Tuch zwischen den beiden ist zerschnitten. Italiens Regierungschefin und der amerikanische Präsident liefern sich über die sozialen Netzwerke einen beispiellosen Schlagabtausch. Nun mahnt Meloni zur Ruhe. Italien ist auf die USA angewiesen.
Jetzt lesen
Tino Chrupalla – der Malermeister aus dem Osten, der kein Berufspolitiker sein will: Der Co-Vorsitzende der AfD will ein Mann der einfachen Leute sein und sieht sich als Gegenfigur zu den Eliten in Berlin. Ein Besuch in seiner Heimat in der Oberlausitz zeigt, warum ihm das viele Wähler abnehmen.
Jetzt lesen
«China steckt in einer Krise der Männlichkeit», sagt Wang Qing, die mit ihrem Podcast zu einer der wichtigsten Stimmen der chinesischen Jugend geworden ist. Wer die sinkende Geburtenrate verstehen wolle, müsse die Frauen verstehen, sagt Wang Qing. Für sie ist die Geburtenkrise ein Ausdruck des Geschlechterkampfs. Und: Noch nie sei so schonungslos über Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft gesprochen worden wie heute.
Jetzt lesen
Er verehrt Trump und Milei: Der rechte Hardliner de la Espriella dürfte neuer Präsident Kolumbiens werden. Als Anwalt verteidigte er üble Gangster, nun steht er mit einem harten Law-and-Order-Programm vor dem politischen Triumph: Abelardo de la Espriella kopiert erfolgreich die Rezepte seiner Vorbilder in den USA, Argentinien und El Salvador.
Jetzt lesen
Das kränkelnde Europa vor hundert Jahren – Zofia Nalkowskas subtiles Kardiogramm vom «Zauberberg»: Die polnische Schriftstellerin Zofia Nalkowska konnte Thomas Manns «Zauberberg» nicht kennen, als sie 1927 den Roman «Bergvögel» verfasste. Mit nationalen Reibereien und erotischem Wirbel im Sanatorium entfaltet er einen ironisch morbiden Reigen des Unglücks.
Jetzt lesen
Die Hochzeit der Prinzessin sollte Protestanten und Katholiken versöhnen: Sie endete in einem blutigen Massaker: Im August 1572 wurde der Hugenottenführer Gaspard de Coligny von einer Gruppe von Bewaffneten getötet. Er war eines der ersten Opfer der Bartholomäusnacht, eines der grössten Massenmorde der französischen Religionskriege.
Jetzt lesen
Der Millennial als Taugenichts: Hat Dario Ferrari den italienischen Roman seiner Generation geschrieben? In Italien wurde Dario Ferrari für seinen Debütroman über einen antriebslosen Langzeitstudenten gefeiert. Nun ist der Bestseller «Die Pause ist vorbei» auf Deutsch erschienen – und trifft das Gefühl des Stillstands ziemlich gut.
Jetzt lesen
Der deutsche Sommerhit 2026: Wenn die Amerikaner «Doobie Scoot Canoe!» hören: Der Song «Gut genug» des Produzententeams Kitschkrieg ist das Pop-Phänomen der Stunde. Das hat viel mit Missverständnissen zu tun.
Jetzt lesen
Reinigendes Gewitter: Igor Levit in Zürich. Der ebenso profilierte wie streitbare Pianist gestaltet eine viertägige Residenz in der Tonhalle. Bei seinen Konzertauftritten fällt Levits heitere Gelassenheit auf. Sie hat einen ernsten Hintergrund.
Jetzt lesen
Kuscheln mit der Hamas – die Scheinrebellen des deutschen Medienbetriebs: Aktivistische Journalisten prangern die angeblich israelfreundlichen Medien an. Ihr Geschrei erhält viel Aufmerksamkeit, wie das Buch «Staatsräsonfunk» zeigt.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Politik: Ukrainische Hacker legen die Gefechts-App Groza der russischen Armee lahm
Statt Zieldaten für Drohnen und Artillerie gibt es ukrainische Flaggen, hingekritzelte Penisse und seitenweise Spam
DerStandard.at.ukraine
Macrons Top-Stratege: »China ist eine systemische Gefahr für Europa«
Ex-Europaminister Clément Beaune erklärt, wie sich Europa vor Peking schützen, von den USA abnabeln und russische Einmischung abblocken kann. Er verrät die wahre Gefahr der französischen Präsidentenwahl 2027 – und warum Frankreich sehr wohl reformfähig ist. Und plädiert für radikale Maßnahmen in einer Welt, in der Wettbewerbsvorteile zur Waffe geworden sind.
DiePresse.com
London
Paukenschlag in London: Premier Starmer wirft hin! König schon informiert
Die Ankündigung erfolgte am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London. Starmer erklärte, die Entscheidung sei eine direkte Folge der anhaltend schwachen Umfragewerte. Besonders schwer wogen dabei die Verluste bei den Kommunalwahlen im Mai sowie der Rücktritt mehrerer führender Kabinettsmitglieder, die seinen Führungsstil öffentlich kritisiert hatten.
https://www.krone.at/4188037
Österreich
Ministerin Holzleitner: Teilzeit-Studium soll kommen
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) plant die Einführung von Wissenschaftsregionen. So soll es etwa keine Parallelangebote von Studien am gleichen Standort geben, kündigte sie bei einer Pressekonferenz am Montag an. Außerdem soll ein Teilzeitstudium eingeführt und an den Universitäten die Kettenvertragsregelung gestrichen werden. Abgeschafft werden soll auch das Kurienmodell an den Unis, die Senate sollen zulasten der Uniräte mehr Kompetenzen bekommen.
oe24.at.teilzeitstudium
Österreich
Teurer Büroausflug: Kanzler flog mit zehn Mitarbeitern zum WM-Spiel
Auch im Bundeskanzleramt ist man im Fußballfieber! Und die Vorfreude auf die Reise in die USA dürfte groß gewesen sein. So groß, dass man sich im Bundeskanzler-Kabinett wohl um die Mitfahrtickets gerissen haben muss – anders ist es nämlich kaum zu erklären, warum ÖVP-Chef Christian Stocker gleich von zehn seiner Mitarbeiter über den Atlantik begleitet wurde. Mit dem Kanzler dazugezählt also eine ganz eigene „Nationalelf“.
https://www.krone.at/4188675
Fußball-WM: Konrad Laimer: „700 Fouls – ich darf mich nicht zu viel aufregen“
Gefühlt haben sie 700 Fouls gemacht. Eine Gelbe nach 70 Minuten bekommen. Aus irgendeinem Grund gibt man keine Gelben Karten mehr. Ich darf mich nicht zu sehr aufregen, das bringt auch nichts.“ Konrad Laimer war nach der 0:2-Niederlage verärgert über die lange Leine des Schiedsrichters.
https://www.krone.at/4189412
Fußball-WM
Deutschland-Retter Undav schließt zu WM-Ikone auf
Deniz Undav hat es schon wieder getan: Als Joker hat sich der DFB-Stürmer bei der WM in die Scorerliste eingetragen und ganz nebenbei das Spiel gegen die Elfenbeinküste gedreht. Und als Krönung hat er mit seinen Auftritten schon jetzt zu einer absoluten WM-Legende aufgeschlossen.
https://www.krone.at/4186706
Fußball-WM: Österreich hat ein gutes Spiel gegen Argentinien abgeliefert, musste sich aber dennoch 0:2 geschlagen geben. Die Ausgangslage zum Aufstieg in das Achtelfinale ist nun klar: Ein Remis gegen Algerien (2:1 gegen Jordanien )muss her, sonst sind wir auf fremde Hilfe und auf auf ungewisse Rechenspielerein angewiesen (auch 8 Gruppendritte steigen auf) Warten wir also ab!
Erinnerung: Übermorgen Donnerstag KONZERT IN DEN REDAKTIONSRÄUMEN DES ONLINE-MERKER (Gustav-Mahler-Lieder, gesungen von Maryna Lopez)– Beginn ist 19 h, die Redaktionsräume sind gut gekühlt! Eintritt frei, Büffett gratis. Lassen Sie mich nicht hängen!
Einen schönen Tag wünscht
A.C

