Taktgeber einer neuen Generation
Yannick Nézet-Séguin
53:47 Min.Reportagen & Dokus
Yannick Nézet-Séguin, 1975 in Montréal geboren, studierte Klavier, Dirigieren, Komposition und Kammermusik in Québec und wurde bereits mit 25 Jahren Musikdirektor des Orchestre Métropolitain. Von 2008 bis 2018 war er Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Rotterdam und wechselte danach als Musikdirektor an die MET in New York, wo er bis heute wirkt. Seine Interpretationen sind für Subtilität, Energie und große Ausdruckskraft bekannt und machten ihn bei führenden Orchestern weltweit beliebt. Seit Jahren ist er eng mit den Wiener und Berliner Philharmonikern verbunden und wird am 1. Jänner 2026 erstmals das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigieren. Ein Film von Christiaan van Schermbeek zeichnet ein persönliches und lebendiges Porträt des international gefeierten Dirigenten. Bildquelle: ORF/EuroArts/Moois Media
Das ist eine wirklich sehenswerte Doku, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte!
Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Friede, Freude – und Musik
Wien hat am Vormittag des 1. Jänner 2026 (Lokalzeit) für die ganze Welt Harmonia Mundi ausgerufen, mit Hilfe von Johann Strauß und den Wiener Philharmonikern. Und Yannick Nézet-Séguin hatte keinen geringen Anteil daran.
Das Kopfschütteln war meinerseits, als ich bei der Ankündigung des Dirigenten des heurigen Neujahrskonzerts doch tatsächlich die Frage las, wer denn das eigentlich sei. Nézet-Séguin? Nie gehört. Ich und Tausende und Abertausende Besucher der Met im Kino kannten ihn jedoch längst. Als #metoo James Levine in den Tod trieb und der ach so korrekte Met-Direktor den Mann, der den Betrieb jahrzehntelang auf hohem Niveau aufrecht gehalten hatte, fallen ließ wie eine heiße Kartoffel, war Not am Mann. Wer konnte, wie „Jimmy“ einst, einfach alles? Wer war bereit, die Met-Last zu schultern?
Nun, Yannick Nézet-Séguin hat die Funktion eines Musikdirektors der Met übernommen und sogar bis 2030 verlängert, was bedeutet, dass er fast rund um die Uhr für die Produktionen des Hauses zuständig ist, von denen er zahlreiche selbst dirigiert, Premieren und Repertoire, und dabei eine ähnliche Repertoire-Breite beweist wie einst Levine. Ohne diesen als Person „ersetzen“ zu wollen, das ginge gar nicht. Aber wenn man sich den Betrieb von außen ansieht (man kann das durch Kinoübertragungen und Presseberichte), ist die Met bei Nézet-Séguin in guten Händen.
Kann er Johann Strauß? Die Frage stellt sich a priori ja nicht nur für ihn, sondern für viele Weltklasse-Dirigenten, die jeweils die Ehre hatten (und es ist eine Ehre), für die Leitung des Neujahrs-Konzerts eingeladen zu werden, das immerhin per Bild und Ton in rund 150 Länder der Welt gesendet wird. (Ich weiß noch, mit welcher Rührung ich einst in Singapur im Hotelzimmer saß und mir mit meinem Mann auf unserer Ostasien-Reise Neujahrsgrüße aus Wien holte.)…
Weiterlesen in den „Infos des Tages “ oder in „Apropos“
Wien/ Musikverein
Yannick Nézet-Séguin versprüht beim Neujahrskonzert wienerischen Charme und erobert die Herzen
Mehr oder minder per Zufall kam der großartige kanadische Dirigent (in weiterer Folge Yannick genannt) zu Ehren, dieses außergewöhnliche Event wienerischer (und genauso österreichischer) Geschichte leiten zu können. Und er wird seiner Aufgabe mehr als gerecht – das war ein Konzert, das man sich noch lange merken kann und muss. Bei der Pressekonferenz im Hotel Imperial erzählte Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer, wie Yannicks Engagement eigentlich zustande kam. Im Jahre 2022 hätte die Tournee des Orchesters in New York unter der Leitung von Valery Gergiev stattfinden sollen. Nun hat man nicht mit dem Verhalten der US-Veranstalter gerechnet, die den russischen Stardirigenten abgelehnt haben. Daher suchte das Orchester einen neuen Dirigenten und konnte glücklicherweise Yannick Nézet-Séguin gewinnen, der die drei Konzerte meisterhaft absolvierte. Als Dankbarkeit der Musiker klopften sie bei Yannick an, ob er sich vorstellen könne, dieses bedeutungsvolle Konzert zu leiten. Und wie man sehen kann, stürzte er sich voll Freude in dieses einmalige Abenteuer.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Mit zehn Jahren wollte er Dirigent werden, mit 50 leitet er das berühmteste Klassik-Event der Welt (Bezahlartikel)
Der Kanadier Yannick Nézet-Séguin debütiert beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Für diesen Job ist er erstaunlich jung
SueddeutscheZeitung.de.klassik.event
„Habsburg-Pop“: Wie der Donauwalzer zum globalen Hit wurde
Schon zu Lebzeiten von Johann Strauss wird der Donauwalzer ein Publikumshit. Ende des 19. Jahrhunderts tanzt die ganze Welt Donauwalzer. Strauss selbst wird mit dem Stück zum Superstar und zum Markenbotschafter für Österreich. Eigentlich sei der Donauwalzer die „heimliche Nationalhymne“ Österreichs, sagt Philipp Ther. Der Historiker der Uni Wien erforscht, welche Rolle Musik im Habsburger Reich einnahm, und wie sich das Reich umgekehrt über Musik definierte. Er spricht von einer Zeit des „Habsburg-Pop“, als im 19. Jahrhundert österreichische Musik international beliebt wurde. Vor Kurzem wurden die Recherchen im Buch „Der Klang der Monarchie“ veröffentlicht.
https://science.orf.at/stories/3233549/
Wien/ Philharmoniker
„Spreche für Frieden“: Russe Sokhiev dirigiert das Neujahrskonzert 2027
Wie die „Krone“ bereits im Oktober vermutete, suchen sich die Wiener Philharmoniker für das Neujahrskonzert 2027 einen ihrer „Lieblinge“: Der Russe Tugan Sokhiev steht in einem Jahr am Pult des Klassikspektakels.
https://www.krone.at/4002397
Tugan Sokhiev wird das Neujahrskonzert 2027 dirigieren
Der 48-jährige Russe ist ein Anti-Currentzis und die Zeichen für die Entscheidung waren zuletzt deutlich zu vernehmen
DerStandard.at.story
Wien/Staatsoper
WIEN/ Musikverein: Silvesterkonzert 2025 der Wiener Philharmoniker
Musikverein Wien am 31. Dezember 2025
Wenige hatten den Musikdirektor der Metropolitan Opera und Chefdirigenten des Philadelphia Orchestra auf ihrer Liste. Kenner Wiener philharmonischer Gepflogenheiten wußten freilich: Das Orchester würde sich erkenntlich zeigen für Nézet-Séguins binnen Stunden erfolgten Übernahme der U.S.-Tournée in jenen Feber-Tagen 2022. Es folgten Einladungen ins Abonnement, zum Sommernachtskonzert 2023 — und, zuletzt, zu den Konzerten zum Jahreswechsel. Man scheint Freude am gemeinsamen Musizieren zu finden; nicht nur in der Staatsoper, wo der Frankokanadier 2014 sehr gute Vorstellungen von Wagners Der fliegende Holländer und, 2016, Lohengrin dirigierte.
Wer immer die Programmfolge ersann: Ihm gelang ein Geniestreich. (In mehrfacher Hinsicht.) Das große Thema des Abends: die Frauen. Die aus Wien stammende Bajadere Fantasca in Johann Strauss’ erster Operette Indigo und die 40 Räuber. Die Potpourri-Ouverture RV 501A/B/C-OU daraus eröffnete den Abend. Strauss begab sich eines Walzerteiles: Er wollte ins » seriöse « Lager der Operettenkomponisten wechseln; verneinte den » Walzerkönig «…
Foto: Wiener Philharmoniker/ Dieter Nagl
…Abschluß — und show act erster Güte — der Radetzky-Marsch, op. 228, von Johann Strauss Vater: Benjamin Schmidinger schlug ihn an der kleinen Trommel ein, während Yannick Nézet-Séguin das Publikum aus dem Parkett dirigierte. Unseriös? Nein, Spaß an der Musik.
Yannick Nézet-Séguin ist ein Musikant. (Das ist es.)
https://dermerker.com/index.cfm?objectid=BD3D751C-F419-C8D2-2D831D8DF08CF730
Thomas Prochazka/ www.demerker.com
Die FLEDERMAUS Liveübertragung aus der Wiener Staatsoper am 31.12.2025 im ORF
Mich die Liveübertragung der Silvesterfledermaus nicht so restlos überzeugt:
Zum Video – die gesamte Vorstellung
Ausgezeichnet fand ich nur das Orchester und den Dirigenten, Markus Poschner, der ein wirklicher Gewinn für diese Fledermaus war; einziger Einwand: hie und da eine Spur zu flott…. Auch Michael Niavarani hat mich als Frosch überrascht, er brachte einige tolle Pointen. Auch Jörg Schneider fiel mit vielen gut platzierten Hochtönen auf.. Den Rest der Besetzung habe ich in den vielen letzten Jahren ähnlich gut oder ebenso mittelmässig erlebt…
Zum Bericht von „alcindo“
Silvester- „Fledermaus“: Lasst diesen Frosch nicht nur dirigieren, sondern auch singen! (Bezahlartikel)
Markus Poschner am Dirigentenpult und Michael Niavarani als Frosch prägten die vergnügliche, in TV wie Radio übertragene Aufführung des Jahreswechsel-Dauerbrenners von Johann Strauß – mit Steigerung von Akt zu Akt. Jonas Kaufmann und Diana Damrau fügten sich mit Selbstironie in ein taugliches Ensemble ein.
DiePresse.com.Fledermaus
Star-Tenor Jonas Kaufmann glänzt in der Fledermaus in Wien
Diesmal drehte sich die Wiener Silvesterfledermaus um Jonas Kaufmanns szenisches Eisenstein-Debüt, welches gemeinsam mit den weiteren überzeugenden Gesangsleistungen der 191. Aufführung von Otto-Schenks Kultinszenierung einen umjubelten Erfolg bescherte! Michael Niavaranis sensationell origineller Frosch wurde zur zweiten Sensation des Abends, während Markus Poschner mit beschwingten Walzerklängen deutlich auf seine Dirigatsleistung aufmerksam machte.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de
Wien/ Staatsoper
Der neue Wiener Fidelio: Regie top, Musik flop!
Während in der neuen Wiener Fidelio Nikolaus Habjans geniale Inszenierung mit noch genialerem Puppenspiel überzeugte, blieb der Gesang hinter den Erwartungen an diesem Haus. Auch Franz Welser-Möst konnte den Erfolg seines Auftritts im Musikverein vor Weihnachten nicht wiederholen. Einzig die beiden Baritone Don Pizarro und Don Fernando sorgten für zwei deutliche musikalische Lichtblicke.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de
Berliner Silvesterkonzert 2025 mit Petrenko und Bernheim (31.12.2025)
Benjamin Bernheim. Foto: Monika Rittershaus
Während die Wiener Philharmoniker das neue Jahr mit ihrem berühmten Neujahrskonzert eröffnen, schließen die Berliner das alte Jahr hingegen mit einem Silvesterkonzert ab. Geleitet wurde letztes natürlich wieder von Chefdirigent Kirill Petrenko. Geboten wurde unter dem Motto „Liebesschmerz trifft Überschwang“ ein abwechslungsreiches Programm welches von französischer Musik dominiert wurde, aber auch mit exotischen Rhythmen aufgewartet hat. Und da Benjamin Bernheim derzeit das heißeste Ticket unter den jungen Startenören ist, präsentierte das Silvesterkonzert den französischen Superstar passenderweise gleich noch als Draufgabe dazu…
Zum Bericht von Lukas Link
Berlin
Drei Abende mit Star-Tenor. Bravo-Orkan für Kirill Petrenko bei Silvesterkonzert
Ein Fest, ein Rausch, ein Funkeln! Die Berliner Philharmoniker spielten das erste von drei Silvesterkonzerten, für Chefdirigent Kirill Petrenko (53) und Star-Tenor Benjamin Bernheim (40) ein Triumph. Aber auch für einige Solisten wie Solo-Flötist Emmanuel Pahud im Orchester.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/kirill-petrenko-silvesterkonzert
Herzschmerz und tänzerische Leichtigkeit zum Jahresende
Benjamin Bernheim, Jahrgang 1985, zählt zu den gefragtesten Tenören seiner Generation. Bei den International Opera Awards 2024 wurde er zum „Sänger des Jahres“ gekürt. Anders als einige seiner Kollegen setzt Bernheim nicht auf stimmliche Wucht, sondern auf lyrische Feinzeichnung und außergewöhnliche Textdeutlichkeit. Ob Französisch, Italienisch oder Russisch – Bernheim formt jedes Wort mit Präzision, fast schon bis zur Überdeutlichkeit.
rbb24.kultur.silvesterkonzert
Manuela Miebach: Beethoven-Biographie und Auszug daraus (Henriette Sontag zum 200. Geburtstag (am 3.1.)
nachdem sich von der Sontag geb. am 3.Januar 1806 der 220. Geburtstag jährt hier einen Auszug aus meiner neuen Beethovenbiografie (über 400 Seiten).
Veröffentlichung Herbst/Winter 2026/2027 – Verlag wird noch bekanntgegeben.
Henriette Sontag zum 220. Geburtstag
Der Zauber der böhmischen Nachtigall
Henriette Sontag
Das Beethoven schon in jungen Jahren ein Faible für junge fesche Sängerinnen hatte wurde uns immer wieder durch Schindler und seinem engsten Freundeskreis überliefert. Bekannt war aber auch, dass er selbst noch im reiferen Alter bei seinen gewohnten Spaziergängen durch Grinzing und Heiligenstadt, sich nach besonders hübschen jungen Damen umdrehte und nicht selten süffisante Bemerkungen über die eine oder andere Grazie machte. Das Beethoven außerdem der Sängerin Caroline Unger den Hof machte und sie auch wegen ihrer außergewöhnlichen Mezzo Sopranstimme bewunderte und verehrte, schien für den Komponisten keine Seltenheit. Denn erinnern wir uns nur an Amalie Sebald, die zu den weiteren Favoritinnen zählte und der er schon 1811 den Hof machte, sie aber umgekehrt ihm zwar freundschaftlich begegnete, aber offenbar weder an einer Liaison noch an einer engeren Beziehung mit Beethoven interessiert war. Im Kreise von Sängerinnen fühlte sich Beethoven wohl, waren es doch nicht nur die Anmut und der Liebreiz und die schönen Stimmen dieser jungen Künstlerinnen, die hier den Komponisten faszinierten, sondern es verband einen die selbigen Interessen, die der schönsten Künste und des Gesangs. Beethovens großartige Liedkompositionen sind ein Beweis dafür, dass er durchaus fähig war für den lyrischen Sopran zu schreiben. Umgekehrt aber hier mit der Oper „Fidelio“, mit der „Missa Solemnis“ und aber auch mit der Neunten Symphonie sehr hohe Stimmanforderungen an die jungen Sängerinnen gestellt wurden…
Zum Beitrag von Manuela Miebach
Rock/ Pop: Musikfernsehen hat Generationen geprägt: MTV-Sender wird in Europa abgeschaltet
Ein zentrales Kapitel der Popgeschichte geht zu Ende: Der US-Sender MTV stellt am 31. Dezember 2025 seine letzten linearen Musikkanäle in Europa ein. Damit verschwindet das klassische Musikfernsehen endgültig vom Bildschirm. Betroffen sind unter anderem MTV 80s, MTV 90s und MTV Music. Die Abschaltung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Paramount-Konzerns, zu dem MTV gehört. Die Marke MTV bleibt zwar bestehen, setzt künftig aber vollständig auf Reality-Formate und Entertainment – Musikvideos als Programmkern haben ausgedient.oe24.at.mtvsender
Medien
Wien: DerJänner im Leopold-Museum
Das Leopold Museum feiert 2026 das 25-jährige Bestehen des Museums. Auch im Jubiläumsjahr erwartet Sie wieder ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Im Jänner enden unsere aktuellen Sonderausstellungen, am 18.02.2026 dürfen Sie sich mit GUSTAVE COURBET. REALIST UND REBELL auf die erste Ausstellungseröffnung im neuen Jahr freuen.
Besonders freuen dürfen sich auch unsere Jahreskarten-Besitzerinnen und Besitzer: Mit 01.01.2026 sind unsere Audiotouren bei Verwendung des eigenen Smartphones kostenlos. Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Newsletters.
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Aktuelles aus neue Zürcher Zeitung“
Jahreswechsel in Deutschland: Tote und Verletzte durch Feuerwerk, 400 Festnahmen in Berlin: In mehreren deutschen Städten kam es in der Silvesternacht zu Angriffen auf die Polizei. In der Hauptstadt verlief der Jahreswechsel nach einer ersten Einschätzung jedoch weniger problematisch als in den vergangenen Jahren.
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«Tod dem Diktator»: Irans Wirtschaftskrise treibt Demonstranten im ganzen Land auf die Strasse: Was als Streik von Händlern gegen steigende Preise begann, ist längst zu einem politischen Protest geworden. Das Regime steht unter Druck – und gibt sich gesprächsbereit.
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Bangladesh nach dem Tod von Khaleda Zia: Tarique Rahman tritt das Erbe seiner Mutter in einem brisanten Moment an: Erst vor wenigen Tagen kehrte der Sohn der ehemaligen Premierministerin aus dem Exil zurück. Mit dem Tod seiner Mutter übernimmt Rahman die Führung ihrer Partei. Er hat gute Chancen, bei der Parlamentswahl im Februar neuer Regierungschef zu werden.
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Ein Militärputsch und fünf Jahre Bürgerkrieg: Jetzt sollen Myanmars Bürger das Regime legitimieren: Die Machthaber in Myanmar muten der Bevölkerung einiges zu: Sie soll ein Regime legitimieren, das die letzten Wahlen klar verloren hat und das Land in einen Krieg stürzte. Nun liegen die ersten Ergebnisse der jüngsten Wahlen vor.
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Britische Oppositionspolitiker fordern die Abschiebung eines Helden des Arabischen Frühlings: Alaa Abdelfatah reist nach Jahren in ägyptischen Gefängnissen nach Grossbritannien. Dort wird er von Premierminister Starmer herzlich empfangen. Doch dann tauchen frühere antizionistische und rassistische Äusserungen auf – und bringen Starmer wie auch Abdelfatah in Bedrängnis.
Jetzt lesen
Nas und DJ Premier: Der Hip-Hop verlor 2025 an Attraktivität. Vielleicht helfen da nun alte schwarze Männer: Vor Jahren schon hatten der Rapper Nas und DJ Premier ein gemeinsames Album angekündigt, jetzt endlich ist es herausgekommen. Die beiden zeigen, wie man Leben in die Hip-Hop-Beats bringen kann.
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Neue Bekenntnisse eines Hochstaplers – oder warum ich Literaturkritiker und nichts anderes werden konnte: Während rund 35 Jahren habe ich für diese Zeitung über Literatur und vieles andere geschrieben. In dieser ganzen Zeit war ich anscheinend der Einzige, der an meiner Eignung zweifelte.
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Zum Abschied von Roman Bucheli: Er liebt die Bücher, auch die schlechtesten
Der Literaturredaktor Roman Bucheli, der in den letzten Jahren wie kaum ein anderer das NZZ-Feuilleton prägte, geht in Pension.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Bonn
Spektakulärer Gold-Klau in Sparkasse: Es geht um Millionen
Nach dem Millionendiebstahl im deutschen Gelsenkirchen sorgt nun ein weiterer Vorfall bei der Sparkasse für Aufsehen. In Bonn soll Gold aus Schließfächern verschwunden sein. Aus dem Schließfachbereich einer Sparkassen-Filiale in Bonn fehlt offenbar eine erhebliche Menge Gold. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Mitarbeiter des Geldinstituts, der verdächtigt wird, sich unberechtigt Zugang zu zwei Schließfächern verschafft und den Inhalt entwendet zu haben.
oe24.at.bank
Schweiz
Tragödie im Kanton Wallis: Dutzende Tote nach Feuer in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana
In einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ist in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurden Dutzende Menschen getötet, mindestens 100 Menschen wurden verletzt. Es gibt keine Hinweise auf einen Anschlag. Der Vorfall ereignete sich gegen 1.30 Uhr Ortszeit in der Constellation Bar. Laut Polizei kam es dort zu einer Rauchentwicklung und dem Ausbruch eines Feuers. Am Morgen war von einer Explosion die Rede gewesen, davon spricht die Polizei nun nicht mehr. Es habe keine Explosion gegeben, sondern ein schnell um sich greifendes Feuer. In der Bar waren demnach zum Zeitpunkt des Vorfalls mehr als 100 Menschen, die dort den Beginn des neuen Jahres feierten.
DerSpiegel.de.schweiz
Brandtragödie in der Schweiz: Kantonsregierung nennt »Flashover« als möglichen Grund für hohe Opferzahl
Weshalb starben so viele Menschen in der Schweizer Bar in Crans-Montana und konnten nicht flüchten? Medien und die Kantonsregierung des Wallis vermuten einen »Flashover«, mit einem Temperaturanstieg auf bis 1200 Grad. Über die Brandursache bei der Silvesterparty-Tragödie in Crans-Montana in der Schweiz gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Das Feuer ist wohl nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Der Brand habe eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Anwohner hatten von einer Explosion berichtet.
DerSpiegel.de.
Das ist eine unfassbare Tragödie, neben der sämtliche Meldungen in diesem Kommentar verblassen – besonders wenn man Details hört. Wir ärgern uns oft über behördliche Brandvorschriften, die wir als Schikane empfinden – und irgendwer wird nun den Kopf für diese Tragödie hinhalten müssen! Dabei war die Katastrophe trotz all der „Schikanen“ offenbar nicht zu verhindern. Was ein „Flashover“ ist, weiß ich auch nicht, er wird von einer Expertin in einem der Berichte erklärt. Simpel ausgedrückt dürfte es sich um einen besonderen Hitzestau an der Decke handeln. Ein Zeuge, der als einer der ersten den Weg ins Freie gefunden hat, hat geschildert, dass in Feierlaune ein Teilnehmer auf der Schulter eines anderen mit einer brennenden Kerze durch das Lokal getragen wurde, diese Entzündung war offenbar der Auslöser dieser Tragödie. Wer denkt denn an so etwas? Von einem Flashover haben die wenigsten von uns bereits gehört und dennoch gibt es diese tödliche Gefahr. Was wird in Zukunft sein? Die Brandvorschriften werden derart ausgeweitet werden, dass viele Lokalbesitzer da nicht mehr mitkommen – und dennoch werden derartige Katastrophen nicht ganz zu verhindern sein. In mir wächst das Verständnis für die zuständigen Beamten, die letztlich wegen etwas zur Rechenschaft gezogen werden, das nicht verhinderbar ist.
Fritz Krammer hat bezüglich „Flashover“ recherchiert und ist auf nachstehende Erklärung gestoßen: Der «Flashover» – oder Deutsch: Feuersprung – ist jener Moment, in dem ein beginnender Brand schlagartig zum Vollbrand wird. Markus Grenacher, Präsident der Feuerwehrinspektorenkonferenz, erklärt, der Feuersprung entstehe aus den Rauchgasen eines zunächst kleinen Brands.
Ehrlich gesagt weiß ich über die Brandursache jetzt auch nicht mehr als vorher. Ich bin aber sicher nicht der Einzige! Anderseits – die hochgehaltene brennende Kerze könnte den „kleinen Brand“ simuliert haben! Wir kommen der Brandursache schon näher.
Ein trauriger Jahresbeginn, nicht nur für die Schweiz!
Haben Sie trotzdem einen schönen Tag!
A.C.

