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WIEN/ Staatsoper: DIE FLEDERMAUS (zu Silvester miterlebt im ORF)

Die FLEDERMAUS Liveübertragung aus der Wiener Staatsoper am 31.12.2025 im ORF

Im Gegensatz zu Frau  Dr.Wagner hat mich die Liveübertragung  der Silvesterfledermaus nicht so restlos überzeugt:

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Ausgezeichnet fand ich nur das Orchester und den Dirigenten, Markus Poschner, der ein wirklicher Gewinn für diese Fledermaus war;  einziger Einwand: hie und da eine Spur zu flott….   Auch Michael Niavarani hat mich als Frosch überrascht,  er brachte einige tolle Pointen. Auch Jörg Schneider fiel mit vielen gut platzierten Hochtönen auf..     Den  Rest der Besetzung habe ich in den vielen letzten Jahren ähnlich gut oder ebenso  mittelmässig erlebt…..

Jonas Kaufmann spielte sich mit Sympathie die Seele aus dem Leib und kam mit dem Wienerisch bestens zurecht.  Seine Stimme ist Geschmackssache und seiner etwas partikulären Gesangstechnik kommt der Eisenstein mit den vielen schnellen Parlandopassagen nicht besonders entgegen…den haben  Vorgänger manchmal etwas schöner, besser gesagt mit mehr Leichtigkeit gesungen.  Seine vielen Fans hat er aber garantiert begeistert….  Diana Damrau war für mich eine Enttäuschung; zu viele oszillierende Töne, im Grunde eine relativ große Adelenstimme.  Frau Dr. Wagner lobt den Czardas….da aber  liess Frau Damrau ganze 3 oder 4 Takte von einem Triller aus, auch zum Schluss stimmte es nicht ganz. Und der wahre Prüfstein beim Czardas ist bei „immerdar“ – der Oktavsprung aufs hohe H, der gebunden exekutiert werden müsste…hier aber unterbrochen und unrein neu angeschleift wurde.   Auch Ilia Staple kommt  mit fast allen Vorgängerinnen nicht ganz mit, die hatten meist ein interessanteres Timbre. Herr Schmeckenbecher war beim „Vogelhaus“ eine Spur asynchron.  Adrian Eröd fehlt für den Falke schon ein wenig die Fülle , er sang das „Brüderlein“ recht schön, aber im Stil eines Schumannliedes…als Figur aber war er überzeugend.  Daria Sushkova recht gut als Orlofsky, nur die vielen hohen“ As“ im Couplet sollten  besser betont als volle Achtelnoten kommen.

insgesamt- vor allem auf Grund der vernünftigen Regie – eine recht nette Vorstellung, Bei Schenk wurde fast immer outriert, diesmal war das.ziemlich  verstärkt zu spüren.  Wenn man aber in der Kiste der Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ kramt und da bei der Fledermaus Namen wie Güden, Popp, Scheyrer, und in der Volksoper Irosch und Lo Rysanek,  Wächter, Zampieri, Renate Holm, Gruberova, Lienbacher, Berry, E.Kunz, Weikl……findet,  muss man mit Bedauern feststellen, dass am 31.12.2025 in der Silvesterfledermaus niemand in den respektiven Rollen das Niveau der vorhin Genannten erreicht hat                                           

alcindo

 

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