Tiroler Landestheater Innsbruck: Premieren zum Saisonausklang. Heutige Premiere verschoben, Don Quichotte am Samstag findet statt!
es hat sich kurzfristig eine Änderung zur versendeten Medieninfo «Premierendoppel zum Saisonausklang» ergeben:
Aus Krankheitsgründen kann die Premiere von Der Sturm oder La Isla Bonita heute, am 19. Juni, leider nicht stattfinden. Die Vorstellung am Samstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr wird stattdessen zum neuen Premierentermin.
Wir bitten, diese kurzfristige Änderung zu entschuldigen, und danken für Ihr Verständnis.
Die Premiere von DON QUICHOTTE am 20.Juni findet wie geplant statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Wiener Staatsoper: 17.6. COSÌ FAN TUTTE
Mozart wie selbstverständlich
Der Brite Alexander Soddy zählt zweifelsohne zu den Shootingstars am Dirigentenhimmel und beeindruckt dabei mit einer Vielfältigkeit und Präzision wie kaum ein anderer: Gerade noch höchst erfolgreich als Leiter des Scala-Ringes und eine hervorragende Rosenkavalier-Serie an der Wiener Staatsoper absolviert habend, widmet er sich nun dem dritten, dem am wenigsten prominenten Kind der Mozart-Da Ponte-Familie, der Così fan tutte, die dazu verdammt ist, neben ihren beiden älteren Superstar-Geschwistern Figaro und Giovanni ein wenig ein Cenerentola-Dasein zu fristen, da sie wegen der doch einerseits als banal und andererseits als unglaubwürdig qualifizierbaren Handlung trotz herrlicher musikalischer Momente, wundervoller Arien und dem Terzett für die Ewigkeit „Soave sia il vento“ immer wieder ins Hintertreffen an Aufführungsanzahl und Beliebtheit beim Publikum – dieses bestand im Übrigen zu gefühlten 99,9 % aus Touristen – gerät.
Zum Bericht von Sabine Längle
16.6.26 „Animal Farm“, Staatsoper, „Revolutions-Reprise“
An der Staatsoper machen Tiere wieder Revolution. Alexander Raskatovs Oper „Animal Farm“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von George Orwell, ist für vier Vorstellungen ins Repertoire zurückgekehrt. Besucht wurde die zweite Aufführung der laufenden Serie.
„Animal Farm“ wurde 2023 in Amsterdam uraufgeführt. 2024 folgte die Premiere an der Wiener Staatsoper. Die aktuelle Wiederaufnahme beweist: Werk und Produktion funktionieren auch abseits von mediengesteuertem Premieren-„Hype“. Die Geschichte, die sich George Orwell in den 1940er-Jahren aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit dem Stalinismus ausgedacht hat, ist einfach zu gut.
Die Oper von Alexander Raskatov ist nur eine von vielen Bearbeitungen, die der Roman im Laufe der Jahre erfahren hat. Raskatov, im Todesjahr Stalins in Moskau geboren, hat Orwells Text noch um Zitate, etwa von Stalin selbst, erweitert. „Animal Farm“ steht im Kontext einer russischen, satirischen Operntradition, wobei in diesem Fall die Satire böse, brutale Züge annimmt. Und wenn im Finale der „Tier-Revolution“ die Schweine menschliche Eigenschaften annehmen, dann wird in der „Vermenschlichung“ der Tiere auch die „Vertierung“ des Menschen entlarvt und dessen hohlphrasiges revolutionäres Pathos.
Der Gesamteindruck von „Animal Farm“ ist zwar etwas spröde, aber das Publikum zeigte kaum Tendenz zur Abwanderung – und ich hatte nicht wie zuletzt bei György Kurtágs „Fin de partie“ den Eindruck einer sich umfassend breitmachenden Langeweile. Die Sitzplätze waren sehr gut ausgelastet, der Galeriestehplatz war sehr schlecht besucht. Der Schlussapplaus lag bei fünf Minuten, auch mit Bravorufen für Sänger und Sängerinnen, Dirigent und Orchester – und den sich verbeugenden Komponisten.
http://www.operinwien.at/werkverz/raskatov/aanimal3.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at
Bayreuth
Wer schreit am lautesten »Antisemitismus«?
Die Bayreuther Festspiele haben eine Veranstaltung mit Michel Friedman nicht weiter verfolgt – und der darf in der Süddeutschen Zeitung nun sein vollkommenes Unwissen über die Festspiel-Geschichte verbreiten. Es wäre ein Wunder, hätte es dieses Jahr vor den Bayreuther Festspielen nicht wieder eine Skandal-Eskalation gegeben. Was haben wir nicht schon alles erlebt: Schlingensiefs »Führerwein«, ein Runen-Tattoo, Finanz-Engpässe und Nachfolgedebatten. Dieses Jahr ist es nun wieder das Thema: »Antisemitismus«. Also gut. Was ist geschehen? Die Süddeutsche Zeitung hat herausgefunden, dass eine Veranstaltung, die weder angekündigt wurde noch im Verkauf war, nun auch nicht stattfinden wird. Und sofort schreit das Blatt, das einst Bollwerk der Kultur und des recherchierenden Journalismus war: Skandal! Die Bayreuther Festspiele von Katharina Wagner hätten Michel Friedman angefragt und wieder ausgeladen. Und dann stellt die Süddeutsche die rhetorische Frage: Ist das Antisemitismus? Drückt Bayreuth sich vor der Aufarbeitung der eigenen Geschichte?
https://backstageclassical.com/wer-schreit-am-lautesten-antisemitismus/
Wien
Was haben uns die Wiener Festwochen gelehrt? Viel Thiel, wenige Highlights
Das diskursive Muskelspiel um Peter Thiel hat dem Festival enorme Aufmerksamkeit verschafft – künstlerisch tritt es aber auf der Stelle
DerStandard.at.story.festwochen
Was lehren uns diese Wiener Festwochen? (Bezahlartikel)
Der Diskurs blieb heuer matt, nicht nur wegen der Ausladung von Peter Thiel, im Kulturprogramm glänzte manches – was könnte künftig helfen? Weniger Budget. „Götterdämmerung“: So annoncieren die Wiener Festwochen ihr (nicht wirklich wagnerianisch programmiertes) Abschluss-Happening am Sonntag auf dem Badeschiff. Ein aufgelegter, doch netter Schmäh für ein Festival, das sich heuer als „Republic Of Gods“ offenbarte.
https://www.diepresse.com/31064253/was-lehren-uns-diese-wiener-festwochen
Am 30. und 31. Juli finden in Wien Landstraße zwei szenische Opernaufführungen von Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ statt. Es singen junge Operntalente aus aller Welt unter der musikalischen Leitung von Gregory Buchalter, langjähriger Dirigent an der Metropolitan Opera in New York.
- Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert und Opernaufführung
United Europe Orchestra, Leitung: Gregory Buchalter
Borromäus-Saal, Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien
- Eintritt frei
- Donnerstag, 30. Juli:
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- 13:00 Uhr – Opernkonzert
- 14:00 Uhr – Le Nozze di Figaro
- Freitag, 31. Juli:
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- 13:00 Uhr – Opernkonzert
- 14:00 Uhr – Le Nozze di Figaro
Infotext: Internationale Opernnachwuchstalente präsentieren Mozarts „Le Nozze di Figaro“ in einer Kammerfassung. Unter der musikalischen Leitung von Gregory Buchalter (langjähriger Dirigent an der Metropolitan Opera New York) erhalten die jungen Sängerinnen und Sänger Coaching von renommierten Fachleuten des Musiktheaters. Höhepunkt der praxisorientierten Ausbildung sind zwei szenische Aufführungen mit dem United Europe Orchestra, davor ein 30-minütiges Galakonzert mit bekannten Arien und Ensembles. Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber sind herzlich eingeladen, die nächste Generation von Operntalenten live zu erleben. Der Eintritt ist kostenlos.
LEIPZIG: WAGNER-FESTWOCHE vom 21.-25. Mai 2026
Gemischte Gefühle
Dem seit Jahren unermüdlichen Engagement von Prof. Rolf-Dieter Arens, Präsident der Kulturstiftung Leipzig, Prof. David Timm, Universitätsmusikdirektor (UMD), und Prof. Helmut Loos, Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig, für das Werk eines der großen Söhne der Stadt, Richard Wagner, ist es zu verdanken, dass die Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit dem Richard-Wagner-Verband Leipzig nun die zweite WAGNER-FESTWOCHE in der Stadt veranstalten konnte. Der Geschäftsführer der Kulturstiftung, Falk Elstermann, leistete dabei ständig tatkräftige Unterstützung.
Es wurde dem auch signifikant internationalen Publikum ein umfangreiches und sehr vielschichtiges Programm zum Thema Wagner angeboten. Die Highlights waren wohl das Festkonzert mit dem MDR-Sinfonieorchester, ein Nacht-Konzert in der Nikolaikirche, ein Vortrag von Urenkelin Nike Wagner über Wagner und Franz Liszt, sowie ein Meisterkurs Gesang unter Leitung von Kammersängerin Linda Watson. Innerhalb von nur fünf Tagen gab es 12 spannende Veranstaltungen an 10 historischen Orten Leipzigs. Der MDR und die Ev.-Lutherische Kirchengemeinde St. Nikolai konnten für eine intensive Zusammenarbeit gewonnen werden. Auch das Sponsoring hat erfreulicherweise zugenommen und wird in den kommenden Jahren hoffentlich weiter wachsen.
Foto: Klaus Billand
Das Motto der diesjährigen WAGNER-FESTWOCHE Vielschichtig/Vielgesichtig wurde mit Bedacht gewählt. Denn es ist der Anspruch der Veranstalter, sich im Festival neben der Pflege von Wagners vielschichtigem Werk ebenso intensiv der historischen Person Richard Wagner zu nähern. Nicht nur nach ihrer Meinung polarisiert sie bis heute und verschließt vielen Menschen den Zugang zu seiner wunderbaren Musik.
Um seinem Werk eine nachhaltige Zukunft zu sichern, hat sich Wagner häufig gewandelt und Gesichter gezeigt, die heute teilweise verstörend wirken. Dabei drängt sich unwillkürlich die Frage auf, wie im Programm-Flyer thematisiert wird, wer damals die Verantwortung für ein künstlerisches Oeuvre hätte übernehmen sollen – außer dem Künstler selbst. Man stellt die Frage, ob in unseren Tagen die Gesellschaft wirklich bereit ist, den Kunst- und Kulturschaffenden die Rahmenbedingungen zu gewährleisten, die sie für ihre Arbeit benötigen. Eine in der Tat interessante Fragestellung!
„La Boheme“ von Giacomo Puccini am 17. Juni 2026 mit dem Staatstheater Meiningen im Theater/HEILBRONN
Figuren werden in Zeichnungen lebendig
Lubov Karetnikova, Garret Evers. Foto: Christine Iberl
Einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler, Markus Lüpertz, hat bei dieser Produktion Regie geführt. Und er ist auch für Bühne und Kostüme verantwortlich, was ein Vorteil ist. Denn so ergänzt sich alles gegenseitig. +Diese Meininger Inszenierung fand große internationale Anerkennung. Das Werk entführt in die Pariser Künstlerszene Ende des 19. Jahrhunderts. Auf einem Dachboden leben der Schriftsteller Rodolfo, der Maler Marcello, der Philosoph Colline und der Musiker Schaunard in großer finanzieller Unsicherheit zusammen. Rodolfo verliebt sich in seine Nachbarin Mimi. Doch dieser Liebe ist kein Glück beschieden, denn Mimi ist schwerkrank. Weil Rodolfo ihr nichts bieten kann, möchte er sich von ihr trennen. Diese große und zerbrechliche Liebe übersteht den Winter nicht, denn Mimi stirbt. Markus Lüpertz hat für diese bemerkenswerte Inszenierung drei Texte geschrieben und gesprochen. Diese geben seine ganz eigene Haltung der Handlung wieder. Den ersten Text „“La Boheme“ hört man praktisch als Ouvertüre zum ersten Mal. Der zweite Text „Rodolfo“ erklingt dann direkt vor dem zweiten Bild und der dritte Text „Mimi“ ist als Einleitung zum vierten Bild zu hören. Das Bühnenbild fesselt aufgrund seiner rustikalen Farbenpracht und Vielgestaltigkeit. „Der gebrochene Ast verrät ein Gott hielt Rast…“ ist der Ausschnitt eines Textes zu „La Boheme“ von Markus Lüpertz, der mit 31 Jahren als jüngster Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe kam. Der 1941 im böhmischen Liberec geborene Lüpertz ist als Maler, Grafiker und Bildhauer ein echter „Bohemien“ – und so inszeniert er dieses Werk auch. Die Figuren sind hier aus Zeichnungen und Gemälden entstanden, werden plötzlich lebendig. Das ist das Spannende an dieser Inszenierung. „Im Grund steht man da und muss sich fragen: Will ich leben oder will ich Kunst machen. Nur die wenigsten schaffen beides“, meint Lüpertz. Die bunte Menge auf den Straßen des Quartier Latin im zweiten Bild steht in grünen Gewändern ziemlich unbeweglich da – aber der Zauber des Montmartre ist trotzdem allgegenwärtig. Die Frivolität von Musetta wird nicht übertrieben herausgestellt. Am besten gelingt hier die Schluss-Szene mit dem Tod Mimis. Der Lichtkegel beleuchtet ihr Gesicht, sie steht aufrecht und starr da, blickt zu Boden. Und da tritt plötzlich ein Skelett mit Totenmaske heran. Das Schauerliche dieser Szene geht unter die Haut und hinterlässt beim Publikum einen tiefen Eindruck.
Zum Bericht von Alexander Walther
«Canzone d’Opera» • Liederabend Juan Diego Flórez • Opernhaus Zürich • 15.06.2026 Corrida-Stimmung im Publikum
Liederabende mit Juan Diego Flórez (Piano: Vincenzo Scalera) gehören immer zu den Fixpunkten im Kalender des Belcanto-Fans. Wenn er dann das Publikum um Vorschläge für Zugaben bittet, kommt im Saal Corrida Stimmung auf.
Foto © Gregor Hohenberg
Ein Liederabend mit Juan Diego Flórez gehört schon deshalb zu den sicheren Werten, weil hier jeweils ein klug disponierender Künstler in seinem ureigensten Fach zu erleben ist. Flórez weiss seit Jahren, was er, Grenzgänge eingeschlossen, sich und seiner Stimme zumuten kann und so sind keine Enttäuschungen zu erwarten, geschweige denn zu erleben.
Zum Bericht von Jan Krobot
Buch/ Literatur „Von Bayreuth nach Auschwitz“: „Wagner wird überschätzt“
Anno Mungen zeigt, wie Wagner-Kult, Houston Stewart Chamberlains Rassenwahn und NS-Propaganda ineinandergreifen – und warum diese Geschichte im Zeitalter des Populismus neu gelesen werden muss.
BR.Klassik.de.aktuell
Philosophie: Vandale! Pharisäer! Sophist! Warum sie für uns kein Schimpfwort sein sollten
Antike Philosophen, denen die Wahrheit egal war? Eine religöse Gruppe als Heuchler? Und ein germanisches Volk als Inbegriff blinder Zerstörungswut? Wir versuchen eine Ehrenrettung für die Opfer von Rufmorden.
DiePresse.com.
Medien Österreich: Interimistische APA-Führung nach Wahl von Pig zum ORF-Chef
Maria Scholl und Klemens Ganner folgen auf Clemens Pig, der zum ORF-Generaldirektor ab 2027 bestellt wurde. APA-Chefredakteurin Maria Scholl und APA-COO Klemens Ganner übernehmen die interimistische Führung der APA-Geschäfte. Das wurde am Mittwoch bei einer Eigentümerversammlung der APA – Austria Presse Agentur beschlossen. Sie folgen auf APA-CEO Clemens Pig, der in der Vorwoche vom Stiftungsrat zum ORF-Generaldirektor ab 2027 gewählt worden ist. Der Jahresabschluss 2025 fiel für die Nachrichtenagentur positiv aus. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich auf 5,5 Mio. Euro.
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Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Trump und Macron gelang ein Coup in Versailles – die Schweiz bereitet trotzdem Gespräche auf dem Bürgenstock vor: Donald Trump unterzeichnete am Mittwochabend im Schloss Versailles seinen Deal mit Iran. Das bereits vorbereitete Gipfeltreffen in der Innerschweiz verliert damit an Bedeutung. Verhandlungen sollen dennoch stattfinden.
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«Es ist ein grosses Scheitern für Trump. Ich sage das als jemand, der ihm Erfolg gewünscht hätte»: Der amerikanische Risikoanalyst Ian Bremmer erachtet das iranisch-amerikanische Abkommen als Niederlage der USA. Präsident Trump sei künftig kaum mehr daran interessiert, sich im Nahen Osten in einen Krieg hineinziehen zu lassen.
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Mit Drohnen, Tauchern und Delfinen: Die Amerikaner wollen die Strasse von Hormuz so schnell wie möglich öffnen: Der für die Weltwirtschaft so wichtige Wasserweg sei ab sofort wieder frei, verkündete Präsident Trump am Sonntag. Doch dazu muss er erst einmal von Minen geräumt werden. Die meisten grossen Reedereien warten vorerst lieber ab.
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Lukaschenko entschuldigt sich bei Selenski und markiert Distanz zu Putins Krieg – aus Moskaus Umklammerung findet er aber nicht so leicht heraus: Weissrusslands Staatschef hat sich in seiner 32-jährigen Herrschaft als politischer Balancekünstler erwiesen. Nun sucht er eine zaghafte Annäherung an den Westen, ohne den Kreml zu verärgern. Dafür braucht er auch die Ukraine.
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Ein polnischer Tiergarten-Mord? Nach der Tötung eines kremlkritischen Künstlers steht der russische Geheimdienst im Verdacht: Der russische Künstler Semjon Skrepezki war ein ätzender Kritiker des Kremls und des russischen Nationalismus. Seine Ermordung im polnischen Exil wirft Fragen auf.
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Nur eine grosse Seepolizei? Nein, Chinas Küstenwache ist ein Instrument zur Machtausübung: Die chinesische Küstenwache hält ein Grossmanöver östlich von Taiwan ab. Es zielt nicht nur auf die Insel, sondern auch auf die amerikanischen Alliierten in der Region.
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Gold ist das neue Kokain der kolumbianischen Kartelle: In der einstigen Hochburg der kolumbianischen Guerilla hat der Friedensprozess funktioniert. Doch jetzt kommt eine neue Gewaltwelle auf die Menschen zu – wegen des wachsenden illegalen Abbaus von Gold und Coltan.
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«Kein Mensch wird im falschen Körper geboren», sagt Chris Brönimann. Die einstige Transfrau bezeichnet ihren Körper als Mahnmal: Als Transfrau Nadia wurde er schweizweit bekannt. Nach dreissig Jahren lebt Chris Brönimann wieder als Mann und bricht mit einem Tabu: Eine erfüllte Sexualität war für ihn nie mehr möglich.
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Leichter gesagt als getan: Ukraine-Beitritt spaltet die EU
Während Präsident Selenskij auf rasche Aufnahme in die Union drängt, geraten die EU-Spitzen bei der Frage, wann und wie, sehr rasch aneinander – auch beim EU-Gipfel in Brüssel. Wenn es um Grundsätzliches geht, ist man sich in der EU meist sehr rasch einig. Einer dieser Grundsätze: Die Ukraine wird EU-Mitglied. Seit dem russischen Angriff ist das in Brüssel zum Stehsatz geworden. Über das Wann und Wie allerdings, das unmittelbar an diesen Stehsatz anknüpft, geraten die EU-Spitzen und die Regierungschef der EU-Staaten derzeit mehr denn je aneinander. Auch beim EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag wurden die Differenzen deutlich. Denn je mehr der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf den raschen Beitritt seines Landes drängt – er tat das auch bei diesem Gipfel – desto lauter äußern viele Staaten ihre Vorbehalte. „Ein Land im Krieg“ als EU-Mitglied, das ist auch für Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker „undenkbar“.
Kurier.at.europäische.union
Front statt Asyl? Europa will Hürden für ukrainische Männer
Wehrfähige Ukrainer sollen keinen automatischen Schutz in der EU mehr bekommen. Damit will man Deserteure abschrecken – doch wie viele das überhaupt treffen würde, ist unklar.
Kurier.at.front.statt.asyl
Fußball-Weltmeisterschaft: Warum der Irak mit einem deutschen Trikot aufläuft
Berlin/Hollenbach. Nicht nur Adidas und Puma: Auch der deutsche Mittelständler Jako ist bei der WM als Ausrüster dabei. Vorstand Tobias Röschl erklärt den Deal.
BerlinerMorgenpost.fussball.wm
Wien
Buslenker rast durch Wien – weil er dringend muss. Fahrgäste „geschockt“
„Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön“, heißt es im allseits bekannten Busfahrerlied. So gar keinen Spaß auf ihrer Busfahrt hatte jedoch eine Wienerin am Montagabend auf ihrer Fahrt von der Raxstraße in Favoriten zum Simmeringer Enkplatz. Gegen 20.40 Uhr sei sie in den Bus der Linie 15A gestiegen, dann begann offensichtlich eine wilde Fahrt der Sonderklasse. An der Endstation Enkplatz war die Wienerin erleichtert, aussteigen zu können. Der Fahrer habe den Bus offen stehen lassen, sei hinausgehechtet. Er lief – das zeigt auch ein Video der Zeugin – quer über die Simmeringer Hauptstraße und in ein Wettlokal. „Es ist sicher nicht im Sinne der Wiener Linien, dass die Gesundheit von Fahrgästen riskiert wird, damit der Fahrer in Dienstkleidung seine Wettsucht befriedigen kann“, regt sich die Wienerin auf. Die Wiener Linien bestätigten auf „Krone“-Anfrage, über den Vorfall Bescheid zu wissen. Gewettet habe der Lenker, der bereits seit zehn Jahren für die Firma tätig sein soll, allerdings offenbar nicht. „Er verspürte ein allzu menschliches Bedürfnis und verließ daraufhin den Bus, um ein WC in einem Lokal aufzusuchen“, klärt ein Sprecher auf. Das Einkaufszentrum hatte zu jener späten Stunde schon zu, daher musste der Lenker zum Wettlokal ausweichen. Was er nicht darf: den Bus offen stehen lassen. Es werde daher disziplinäre Maßnahmen geben.
https://www.krone.at/4182944
Ein „zutiefst menschliches Bedürfnis“ – also ich habe Verständnis dafür! Weniger Verständnis habe ich für jene Dame, die den „Bedürftigen“ deswegen verpetzt hat. Hoffentlich fährt ihr der Bus nächstens vor der Nase davon!
Fußball-WM: Die Schweiz hat sich den Aufstieg durch einen Sieg über Bosnien bereits gesicht – als erste Mannschaft. Von einer Krise ist keine Rede mehr. Auch Kanada und Mexico scheinen es geschafft zu haben. Dagegen hilft das 1:1 zwischen Tschechien und Südafrika keiner Mannschaft. Dieses Spiel wurde erstmals von einer Frau als WM-Hauptschiedsrichterin geleitet. Tory Penso , US-Amerikanerin, verhängte dabei für die Afrikaner einen Hand-Penalty, über den sich streiten liesse. Das will ich aber nicht!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

