Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker. Foto: Marco Borrelli/Salzburer Festspiele
15.8. 2026, Salzburg Großes Festspielhaus Verdi: Messa da Requiem
Ein zyklopischer Gottesbeweis
Es ist eine lange gelebte Tradition, dass sich am Marienfeiertag der letzte, noch umfassend aktive Maestro im Großen Festspielhaus – zur Krönung der Festspielsaison quasi – gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern ein Stelldichein gibt, und dabei nicht kleckert, sondern klotzt, also Großwerke zur Aufführung bringt. So war es diesmal Verdis Messa da Requiem, das unter der Leitung von Riccardo Muti die feiertäglich ausgeruhten Ohren der Festspielhausbesucher erfreute. Und er lässt von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er der letzte Titan unter seinesgleichen ist, der mit immer autoritär-unmissverständlicher Geste, keinesfalls verschämt, Orchester, Chor und Solisten zu ihren Einsätzen und der von ihm gewünschten Dynamik, Phrasierung und Expressivität dirigiert und begleitet.
Dass eine besondere Beziehung zwischen ihm und dem Orchester besteht, ist nicht nur kein Geheimnis, sondern bei jeder Note hör- und fühlbar. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich sein Zugang verändert, früher mit mehr Leichtigkeit, gefühlt schnelleren Tempi, mehr Focus auf den Duktus, jetzt nunmehr stark, dramatisch, ehern, fast zornig, jedenfalls gottesfürchtig, aber doch aufbäumend…
Zum Konzertbericht von Sabine Längle
Salzburg
Muti in Salzburg: Ein Verdi-Requiem für die Ewigkeit Bezahlartikel
Gewaltig und bewegend: Verdis Messa da Requiem unter Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern, dem Staatsopernchor sowie einem glänzenden Soloquartett, aus dem Tenor Michael Spyres sowie eine famose Sopranistin herausragten.
Die Presse.com.verdi-reqiem
Ein Wort des Widerspruchs aus Bayreuth. Von Univ.Prof. Dr. Peter Reichl
Univ.Prof. Dr. Peter Reichl
Peter Reichl (* 1967) ist ein deutscher Informatiker. Seit 2013 ist er Professor für Informatik und Leiter der Forschungsgruppe „Kooperative Systeme (COSY)“ an der Universität Wien.
Zudem ist Peter Reichl ausgebildeter Sänger und Pianist, sogar Dirigent!
Liebe Merkerinnen und Merker,
jetzt muss ich doch einmal kurz in die Debatte um den KI-Ring eingreifen und dem Gros der Rezensionen aufs Energischste widersprechen: Ich finde es grossartig, dass ich (und immerhin ein paar tausend Zeitgenossen) Zeuge dieses KI-Rings werden dürfen, denn noch nie und nirgends wurden die kümmerlichen Grenzen Künstlicher Intelligenz so deutlich und buchstäblich am eigenen Leib spürbar vorgeführt wie hier. Das szenische Elend, das man hier geboten bekommt, liegt eben nicht daran, dass die KI etwa noch am Anfang stünde oder nicht passend eingesetzt würde oder man an diversen Parametern noch weiter herumschrauben sollte – nein: Was wir hier sehen, ist schlichtweg das, was KI kann und was sie ausmacht: ein sich immer weiter durch den Fleischwolf irgendwie beliebig scheinender Daten drehendes Panoptikum von (noch dazu meist unscharfen) Bildern, welches sich kauderwelschartig entlang von Assoziationen hangelt, die sich auf komplett logische Weise aus einem wahrscheinlichkeitsgetriebenen Algorithmus ergeben, aber uns Menschen allein dadurch noch keinerlei Mehrwert liefern. Im Gegenteil: da in der ewigen Wiederkunft des morphenden Immergleichen nicht einmal eine zaghafte Spur von Rhythmus zu entdecken ist, sondern sich ständig und unerbittlich alles in alles verwandelt, verbiegt, verschwimmt, schafft die KI sogar, was kaum jemandem vorher vergönnt war: die genial angelegte musikalische Architektonik des Ring (noch dazu in einer so grossartigen Umsetzung wie der durch Christian Thielemann) nachhaltig zu erschüttern, ja wieder und wieder sogar zu versenken. Damit nicht genug: deutlich wie nie sehen wir hier, dass eine KI eben nicht nur manchmal halluziniert, sondern ständig, immer und überall, und wenn wir dem Produkt ihrer verzweifelten Bemühungen auch nur irgendeinen Sinn zuschreiben wollen, dann bleibt uns nichts anderes übrig als sich ihr schlichtweg auszuliefern und entlang der Linien zu denken, die sie uns vorgibt (früher hätte man so etwas wohl Gehirnwäsche genannt). Für jemanden, der sich schon fast 40 Jahre lang gleichermassen mit den informatischen wie musikalischen Grundlagen des hier Vorgeführten intensiv beschäftigt und dabei zugleich stets von der Frage nach zugehöriger politischer und sozialer Relevanz getrieben wird, erfüllt sich so ein Traum: Nie wohl war Musiktheater nützlicher, um uns im Verständnis einer zentralen gesellschaftlichen Frage hilfreich unter die Arme zu greifen. In diesem Ring offenbart sich KI in ihrem Wesen, in dem, was ihre Welt im Innersten zusammenhält, und insofern ist das Erstaunen des Kurators Marcus Lobbe über den Schwall vernichtender Kritik
(https://www1.wdr.de/nrw/dortmund/wagner-festspiele-ki-kritik-100.html)
nur allzu folgerichtig. KI zeigt sich nicht etwa als Nachahmung oder Simulation menschlicher Intelligenz, wozu man sie im Gefolge Alan Turings so gerne machen würde, und schon gar nicht als etwas mit dem Verdacht auf eigenständiges Bewusstseins, sondern als ein Mechanismus ganz eigener Natur, der für bestimmte Anwendungen unendlich hilfreich sein kann (wenn man weiss, was man tut), wozu aber alles, was mit Kunst und Kreativität zu tun hat, nicht gehört. Das an einem Beispiel jenseits der landauf, landab üblich gewordenen Erzeugung mehr oder weniger aussageloser Textkreation aufgezeigt zu haben ist das bleibende Verdienst dieser Produktion, wofür ihr ewiger Lorbeer gebührt. Danke, Bayreuth!!!
Danke, Bayreuth!!!
Bayreuth: Droge. Wagner. Parsifal!
Jay Scheibs „Parsifal“ zwischen Gralsmysterium und Wunderdroge – szenisch nicht immer erhellend, musikalisch ein berauschendes Fest, das süchtig macht
Andreas Schager. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele
Bayreuther Festspiele 2026 – Vorstellung vom 10. August 2026
„Weißt du, was du sahst?“, fragt Gurnemanz Parsifal am Ende des ersten Aufzugs. Und so ähnlich wie Parsifal ging es mir an diesem Nachmittag im Bayreuther Festspielhaus stellenweise auch. Man sieht in Jay Scheibs „Parsifal“ so einiges – und weiß doch nicht immer genau, was man da eigentlich gesehen hat.
Parsifal hat gerade das Mysterium des Grals erlebt. Er hat Amfortas leiden sehen, die Enthüllung des Grals und jene merkwürdige Zeremonie, die der Gemeinschaft neue Lebenskraft spendet, für den verwundeten Gralskönig jedoch zur Qual wird. Als Gurnemanz ihn fragt, was er gesehen habe, antwortet Parsifal nicht. Er greift sich an die Brust. Er hat offenbar etwas begriffen, nur nicht mit dem Kopf.
Doch Gurnemanz reicht das nicht. Gurnemanz ist hier der Gelehrte, Historiker, Lehrer, vielleicht auch der typisch protestantische, wissenschaftlich-akademische Mensch, der sich die Welt über Wissen, Worte, Ordnung und Verstand erschließt. Er führt die jüngeren Brüder in die Geschichte der Gemeinschaft ein und übersieht dabei ausgerechnet das, was in Parsifal längst angelegt ist.
Denn dieser junge Mann hat zwar gerade mit Pfeil und Bogen einen Schwan erschossen – „Im Fluge treff‘ ich, was fliegt!“ -, zeigt aber schon früh erstaunliche Empathie. Als er ein junges Gemeindemitglied versehentlich umstößt, umarmt er es. Auch dem verwundeten Amfortas nähert er sich mit sichtbarem Mitgefühl. Gurnemanz erkennt dieses Potenzial nicht. Weil Parsifal nicht mit Worten erklären kann, was er gesehen hat, hält er ihn für einen Toren und wirft ihn hinaus: „Lass du hier künftig die Schwäne in Ruh‘ und suche dir, Gänser, die Gans!“…
Von Dr. Eric Alexander Hoffmann. Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/bayreuth-festspielhaus-parsifal-zwischen-gralsmysterium-und-wunderdroge/
Grafenegg Festival 2026 eröffnet
Am ausverkauften Wolkenturm eröffneten am 14. August 2026 Rudolf Buchbinder, der Wiener Singverein, die Wiener Chormädchen, Nikola Hillebrand, Nicholas Phan, Germán Olvera und das Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Cristian Măcelaru das 20. Grafenegg Festival vor begeistertem Publikum. Bis 6. September gastieren in Grafenegg erneut zahlreiche Spitzenorchester und Stars der Klassikwelt.
(Grafenegg, 14. August 2026) Festival-Leiter Rudolf Buchbinder begann den Abend allein am Flügel mit den ersten Takten der «Chorfantasie», bevor das Philharmonia Orchestra London und der Wiener Singverein unter der Leitung Cristian Măcelarus einstimmten und der erste Teil des Abends hymnisch endete. Nach der Pause brachten unter Măcelarus Leitung der Wiener Singverein, das Philharmonia Orchestra, die Sopranistin Nikola Hillebrand, der Tenor Nicholas Phan, der Bariton Germán Olvera und die Wiener Chormädchen Carl Orffs populäre «Carmina Burana» zur Aufführung. Nach diesem ebenso festlichen wie klanggewaltigen Auftakt der Festivalsaison versammeln sich bis zum 6. September erneut zahlreiche internationale Spitzenensembles und Künstler:innen in Grafenegg. Im Jubiläumsjahr gastieren u.a. das Royal Concertgebouw Orchestra mit Santtu-Matias Rouvali, das Rotterdam Philharmonic Orchestra und die Münchner Philharmoniker mit Lahav Shani, das Bayreuther Festspielorchester mit Pablo Heras-Casado, die Wiener Philharmoniker mit Tugan Sokhiev, das European Union Youth Orchestra mit Gustavo Gimeno, das Danish National Symphony Orchestra mit Fabio Luisi, das Mahler Chamber Orchestra, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit Fabien Gabel, Domingo Hindoyan und Brad Lubman sowie zum Festivalabschluss das Orchestra Giovanile Luigi Cherubini mit Riccardo Muti. Stars wie Martha Argerich, Piotr Beczała, Rudolf Buchbinder, Gautier Capuçon, Eric Cutler, Joyce DiDonato, Sergei Dogadin, Martin Fröst, Asmik Grigorian, Julia Hagen, Alexandre Kantorow, Camilla Nylund, Víkingur Ólafsson, Andreas Schager, Jordan Shanahan, Nikolaj Szeps-Znaider, Miina-Liisa Värelä, Yuja Wang, Jörg Widmann und Georg Zeppenfeld bereichern als Solist:innen das 20. Grafenegg Festival…
Weiterlesen in den „Infos des Tages“
Grafenegg
Klassikfestival Grafenegg: Wegweisende Werke zum Jubiläum
Rudolf Buchbinder eröffnete am Freitag die 20. Ausgabe – und die letzte, die der Star-Pianist als Leiter verantwortet.
Kurier.at.grafenegg
Salzburg: „Ich bin ein Künstler, nicht nur eine Stimme“
Bariton oder Tenor? Für Michael Spyres ist diese Frage längst zu eng. Bei den Salzburger Festspielen traf BR Klassik den amerikanischen Baritenor zum Gespräch über seinen Weg vom ländlichen Missouri auf die größten Opernbühnen der Welt, seine über 100 Opernrollen und die Verantwortung gegenüber dem Publikum.
BR.Klassik.de.michael.spyres
Salzburg
Kritik Isabelle Faust und Bezuidenhout in Salzburg : Jubeln und Weinen mit Bach
Isabelle Faust ist eine Allround-Geigerin. Am Freitag trat sie bei den Salzburger Festspielen auf – mit Bach. Seit Jahren widmet sie sich verstärkt den Kompositionen des Barock-Genies und fand – was seine Sonaten für Geige und Cembalo angeht – in Kristian Bezuidenhout einen genialen Kammermusik-Partner.
BR-Klassik.de.isabelle.faust
Galaktischer Regie-Fail: Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen
Wenn auf der Erde erst mal alle Regiekonzepte durchgespielt sind, weichen wir eben ins All aus – das dürfte sich Regisseur Ersan Mondtag gedacht haben, als er Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen kurzerhand auf den Mars verfrachtet hat. Grundsätzlich klingt die Idee, dass ein steinreicher Mann ohne jegliches Gespür für Kunst ein dekadentes Fest am Mars veranstalten lässt und bei der Programmgestaltung kein “Nein” akzeptiert ja vielversprechend und in Anbetracht von Elon Musks SpaceX-Ambitionen keineswegs aus der Luft gegriffen. Allerdings bleibt die Umsetzung so diffus, dass jegliche Gesellschaftskritik verpufft und man sich fragt, was denn nun der Mehrwert dieser Interpretation sein soll
bachtrack.com.de.galaktisch
König Carl Gustaf und Königin Silvia stürmen Salzburger Festspiele
Wenn Royals in Salzburg vorfahren, wird der Teppich vor dem Großen Festspielhaus gleich ein Stück glanzvoller: König Carl Gustaf (80) und Königin Silvia (82) haben sich zum Abschluss ihres Aufenthalts in der Mozartstadt einen Opernabend bei den Salzburger Festspielen gegönnt. Auf dem Programm stand „Carmen“ mit den Weltstars Asmik Grigorian und Jonathan Tetelmann – und das schwedische Königspaar lieferte davor den passenden Auftritt.
Muenchner.Merkur.de.boulevard
Wörtlich ist das wohl nicht gemeint, ein royales Paar erregt „stürmisches Aufsehen“ – weil die sattsam bekannten „Zuwidrucker“ sofort zur Stelle sind!
LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL: *DER GÖTTERGATTE*. EINE NOVITÄT VON GESTERN BEIM LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2026
Rechts Franz Lehar um 19oo
Das Lehár Festival brachte dieses hinreißende Kleinod halbszenisch erstmals am 14. August 2026 auf die Bad Ischler Bühne.
DER GÖTTERGATTE ist eine seltene Perle des Operettenrepertoires, eine Kuriosität. Mit leichtfüßigem Witz und Lehárs musikalischem Esprit vergreifen sich hier der Komponist und seine Librettisten an der griechischen Mythologie. Die Uraufführung 1904 wurde umjubelt.
Auf der Suche nach einer spektakulären Geschichte für ein neues Theaterstück spricht Theaterdirektor Mäandros bei Gottvater Jupiter höchst persönlich vor. Dieser ist schnell überzeugt – er will den Stoff für die Theatersensation selber erleben und mischt sich mit Merkur heimlich unter die Sterblichen, nur um letztendlich von keiner geringeren als seiner eigenen Gattin Juno verführt zu werden.
DER GÖTTERGATTE – ein vergnügliches Gefühlschaos, umrahmt von Lehárs berührenden, einfallsreichen Kompositionen.
Weitere Termine: https://www.leharfestival.at/spielplan/
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
Innsbruck: Das Weltgetümmel von Innsbruck
Zur Feier ihres 50-Jahre-Jubiläums zeigen die Festwochen der Alten Musik die barocke Mammut-Oper «Il pomo d’oro» von Pietro Antonio Cesti – erstmals seit 350 Jahren wieder vollständig. Zwei Tage dauert das überbordende Spektakel. Lohnt sich das?
NeueZuercherZeitung.ch
Linz: Brucknerhaus-Affäre Linz: OLG bestätigt Entlassung von Kerschbaum
Die Berufung von Dietmar Kerschbaum blieb erfolglos, seine Entlassung war laut Oberlandesgericht (OLG) Linz gerechtfertigt. Die Entlassung des Geschäftsführers der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA, Dietmar Kerschbaum, war laut dem Oberlandesgericht (OLG) Linz gerechtfertigt. Dessen Berufung gegen ein Teilurteil des Landesgerichts hatte keinen Erfolg. Auch das OLG kam zu der Entscheidung, dass der Kläger „seine Pflichten als Geschäftsführer verletzt“ und dadurch das Vertrauen der LIVA „nachhaltig erschüttert“ habe, hieß es am Freitag.
DerStandard.at.story.brucknerhaus
Mörbisch: Alfons Haider: Der Tag eines Festspielintendanten
Der Generalintendant öffnete für die „Krone“ nicht nur die Tür zu seiner wunderschönen Wiener Wohnung, sondern auch zu seinem derzeit ziemlich turbulenten Alltag. Zwischen Frühstück, Telefon-Marathon, Schloss Tabor und Mörbisch im Burgenland bleibt kaum eine Minute ungenutzt.
https://www.krone.at/4256136
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Suizidversuche und knappe Lebensmittel: Missstände auf Flugzeugträger USS «Abraham Lincoln» lösen in den USA Besorgnis aus: Als Folge des Iran-Kriegs ist die USS «Abraham Lincoln» seit einer Rekordzeit von 250 Tagen auf hoher See unterwegs. Nun schlagen Familienangehörige der Crew, aber auch Politiker in Washington Alarm.
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«Die erste woke Welle war verrückt»: In den USA vergeht auch linken Demokraten die Lust am schrillen Kulturkampf: Eine Vorwahl in Wisconsin zeigt, dass allzu woke Kandidaten bei der demokratischen Wählerbasis nicht gut ankommen. Nun distanzieren sich auch Exponenten des linken Parteiflügels wie Alexandria Ocasio-Cortez von ihren früheren Positionen.
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«Dass die Chinesen und Iraner das amerikanische Wahlsystem attackieren, kann man verstehen. Aber die eigene Bundesregierung? Das ist verrückt»: Die Amerikaner wählen am 3. November einen neuen Kongress. Laut dem Politologen Charles Stewart vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeichnet sich schon jetzt ab, dass Präsident Trump einen Sieg der Demokraten nicht hinnehmen wird.
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Jeder dritte Afghane leidet Hunger, der Iran-Krieg hat die Krise noch verschärft: Eine jahrelange Dürre, der Mangel an Arbeit und die verbreitete Armut sind einige Gründe für die Hungerkrise. Doch auch die Schliessung der Grenze zu Pakistan und die Rückkehr von Millionen Flüchtlingen aus den Nachbarländern tragen dazu bei.
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Ein Jahr nach Trumps Gipfel mit Putin: Der «Geist von Anchorage» ist verflogen, die Ukraine hat sich dem Kartell der Grossen widersetzt: Bis heute bleibt ein Geheimnis, worauf sich Russland und die USA in Alaska genau verständigt haben. Klar scheint aber, dass das Kalkül beider Seiten nicht vollständig aufging. Der Versuch, den Ukrainern eine Friedenslösung aufzuzwingen, ist gescheitert.
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Der Riss in Polens rechter Opposition vertieft sich: Der Abweichler Morawiecki gründet eine eigene Parlamentsfraktion: Im Streit verschiedener Flügel der grössten polnischen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit ist der Bruch komplett. Die beiden Seiten gehen hart aufeinander los.
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Historische Brände in Europa: Es braucht ein Umdenken: Extreme Hitze und Trockenheit sind die neue Realität in Zeiten des Klimawandels. Waldbrände wüten in Europa. Aber wir sind nicht machtlos. Kluge Landschaftsplanung hilft jetzt mehr als abstrakte Klimapolitik.
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Sie steht wie keine andere für den deutsch-jüdischen Dialog: Nun übergibt Rachel Salamander ihr Archiv der Forschung: Als Tochter von Holocaust-Überlebenden machte Rachel Salamander mit einer Buchhandlung in München jüdisches Denken wieder sichtbar – im Land der Täter. Doch in die Bilanz ihres Lebenswerks mischen sich auch bittere Töne.
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Eröffnung des Lucerne Festival: Maga-Kappen und ein Elefant im Raum: Beim Start des Lucerne Festival unter der neuen Intendanz von Sebastian Nordmann sorgt das Thema «American Dreams» für Diskussionen. Wovon genau man da träumen soll, machen auch Riccardo Chailly und das Festivalorchester nicht ganz klar.
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Held, Täter, Märtyrer: Der ehemalige Cambridge-Professor Jason Arday ist tot: Der einst als jüngster schwarzer Professor in Cambridge gefeierte Wissenschafter ist im Alter von 41 Jahren tot aufgefunden worden. Erst vor wenigen Tagen war er nach Plagiatsvorwürfen von seinem Posten zurückgetreten.
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Was es heisst, erwachsen zu werden: Generationen von Jugendlichen haben im «Fänger im Roggen» ihren Seelenschmetter gespiegelt: Vor 75 Jahren ist Jerome D. Salingers Roman erstmals erschienen. Noch immer ist er der Klassiker unter den Büchern, in denen es um die Ablehnung der Erwachsenenwelt geht.
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Wer liest, lernt auch kritisch denken: Warum das Lesen am Anfang der Aufklärung stand und was wir verlieren, wenn wir es verlernen: Ein Viertel der deutschen Schülerinnen und Schüler kann nur ungenügend lesen. Mit dem Schreiben ist es nicht besser. Es gäbe einfache Mittel, um das zu ändern.
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«Alle meine Freundinnen sind ‹verwaiste› Mütter: Kein einziges ihrer Kinder lebt noch in Italien», sagt Melania Mazzucco: Mit «Vita» schrieb die Autorin den grossen Roman der italienischen Auswanderung. Im Gespräch erklärt sie, weshalb sich Italien mit seiner Vergangenheit oft schwertut und was das mit der heutigen Situation zu tun hat.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Wirtschaft Österreich. Der Leistungsdruck steigt: Industrie würde gerne zwei Feiertage streichen
Mit 13 gesetzlichen Feiertagen liegt Österreich im Spitzenfeld. Nur Spanien und Portugal sind mit 14 Tagen vor uns. In Deutschland gibt es bundesweit überhaupt nur neun Feiertage. Der Präsident der IV-Niederösterreich, Kari Ochsner, sieht darin einen klaren Wettbewerbsnachteil für Österreich und spricht sich – just zum Feiertag am Samstag – für eine Reduktion aus. Aus der Wirtschaft kam zuletzt auch die Forderung nach Sonntagsöffnungen.
https://www.krone.at/4251171
Wetter/ Neue Prognose. Sommer vorbei? ORF-Experte Wadsak lässt aufhorchen
Am Montag erfasst die Wetteränderung schließlich große Teile des Landes. „Am Montag wird es im Großteil Österreichs regnen. Die Temperaturen gehen auch zurück.“ Damit endet vorerst die extreme Hitzephase der vergangenen Tage.
oe24.at.markus.wadsak
Ceuta: Grenze massiv gesichert: Stacheldraht gegen den Sturm – Alarmstufe Rot in Ceuta
Nach Aufrufen zu einer neuen Massenüberquerung wurden die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta deutlich verschärft. In sozialen Netzwerken war tagelang zu gemeinsamen Grenzübertritten am 15. August aufgerufen worden. Am Samstagvormittag blieb die Lage am Grenzübergang allerdings ruhig. Ein Reporter vor Ort sowie der spanische öffentlich-rechtliche Sender RTVE und weitere Medien berichteten von keinen größeren Zwischenfällen. Die Behörden beider Länder sind dennoch mit einem großen Sicherheitsaufgebot im Einsatz.
Heute.at.ceuta
In Birmingham endet heute die Leichtathletik-Europameisterschaft. Deutschland hat ordentlich „abgeräumt“, von Österreich kann man das nicht eben behaupten. ich lese von einem sechsten Rang im Weitsprung der Männer. Für unsere Teilnehmer gilt „Dabei sein ist alles!“
In Paris fand zeitgleich die Schwimm-Europameisterschaft statt. Auch dort haben wir mäßig abgeschnitten. Im Schwimmsport gilt für uns Ösis das Motto: „Niemand möge ertrinken“! Dieses Ziel haben wir souverän erreicht!
An beiden Schauorten habe ich weder Österreichs Kanzler bzw. Vizekanzler geortet, bei der Fußball-Weltmeisterschaft tanzten beide auf Regimentskosten an. Dabei – Hand aufs Herz – haben wir dort nicht viel besser als in Birmingham abgeschnitten. Aber Birmingham ist offenbar zu nahe, die Anreise daher zu billig!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

