Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

ZÜRICH/ Opernhaus: Galakonzert Internationales Opernstudio

Galakonzert Internationales Opernstudio • Opernhaus Zürich • 04.07.2022

Ein optimistisch stimmender Abschluss eines schwierigen Jahres

Steht das Galakonzert des Internationalen Opernstudios auf dem Spielplan, ist es Sommer und die Saison neigt sich dem Ende zu. Die Mitglieder des Opernstudios, die das Jahr über in den Produktionen auf der grossen Bühne zu erleben waren, geben ihr Abschlusskonzert.

zuatu
Foto © Artan Huersever

Für das diesjährige Galakonzert hat Natascha Ursuliak, stellvertretende Operndirektorin und Casting-Referentin, die Situation des Vorsingens zum Thema des Konzerts gemacht. Alle Solisten sind während des ganzen Konzerts auf der Bühne und werden dann, wie beim Vorsingen für Rollen oder Agenturen, gebeten, ihr Stück zu singen. Dabei können sie auf die engagierte Unterstützung des Zürcher Kammerorchesters unter musikalischer Leitung von Adrian Kelly zählen.

Der Abend beginnt mit «Paris, Paris, Paris! Nous venons, arrivons, de tous les pays du monde» aus Jacques Offenbachs «La vie parisienne», vorgetragen von allen Mitgliedern des Opernstudios. Dann begeistert Oleg Davydov das Publikum mit «Come dal ciel precipita» aus Verdis «Macbeth». Etwas spröde tragen dann Freya Apffelstaedt, Bozena Bujnicka, Yannick Debus «Thus sleeps Lucretia/Within this frail crucible of light» aus Brittens «The Rape of Lucretia» vor. Chelsea Zurflüh und Alejandro Del Angel machen «Deux mots encor» aus Bizets «La jolie fille de Perth» mit perfekter Diktion zu einem ersten Höhepunkt des Abends. Savelii Andreev stellt sich mit «Here I Stand» aus Stravinskys «The Rake’s Progress» vor. Bozena Bujnicka, Freya Apffelstaedt und Andrei Skliarenko grüssen mit «Ein Greis ist mir im Traum erschienen» aus Strauss «Der Zigeunerbaron» aus dem Reich der Operette. Mit «Come master, observe the Host of Mankind/My tale shall be told» aus Stravinskys «The Rake’s Progress» entlassen Andrew Moore und Savelii Andreev das Publikum in die Pause.

Der zweite Teil des Abends beginnt wieder mit Offenbach und «La vie parisienne»: Chelsea Zurflüh, Yorck Felix Speer, ein Ehemaliger, der für den erkrankten Luis Magallanes einspringt, und Alexander Fritze tragen «Jamais, foi de cicérone» vor. Xiaomeng Zhang wird vom Publikum für «L’orage c’est calmé» aus Bizets «Les pêcheurs de perles» heftig akklamiert. Auf «Lass mich euch fragen» (Porterlied) aus von Flotows «Martha» (Alexander Fritze) folgt «Als flotter Geist» aus Strauss «Der Zigeunerbaron» (Andrei Skliarenko; Ensemble: Bozena Bujnicka, Freya Apffelstaedt, Ilya Altukhov). Weitere Höhepunkte des Abends sind dann das von Ilya Altukhov und Benjamin Molonfalean vorgetragene «Ho una bella, una infidia» Donizetti «Il campanello» und vor allem Ziyi Dai mit «Suis-je gentille ainsi? / Je marche sur tous les chemins /Obéissons quand leur voix appelle» aus Massenets «Manon». Mit «First time I come to da America» aus Weills «Street Scene» und «La vapeur nous amène, Nous allons envahir» aus Offenbachs «La vie parisienne» findet der Abend einen rauschenden Abschluss.

Ein optimistisch stimmender Abschluss eines schwierigen Jahres.

11.07.2022, Jan Krobot/Zürich

 

Diese Seite drucken