Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

WIEN / Volksoper: DIE FLEDERMAUS -SINGALONG

WIEN / Volksoper: DIE FLEDERMAUS -SINGALONG

Operette in drei Akten von Johann Strauss Sohn
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée
Singalong-Fassung: Angela Schweiger
nach einer Inszenierung von Robert Herzl

04.09.2026 Saisonstart mit der 638. Vorstellung der „Fledermaus“

Riesengaudi in der Volksoper am Gürtel

schulz
Ensemble © Barbara Pálffy

 Über tausend sangesfreudige Menschen im Publikum intonieren gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ und andere „Gassenhauer“ wie „Duidu“ oder „Brüderlein und Schwesterlein“ aus der berühmtesten Wiener Operette „Die Fledermaus“. Robert Palfrader und Paula Nocker moderieren den Abend. Es gab Mitmachpakete für alle. Das Publikum – aufgeteilt in vier Teams „Adele“, „Rosalinde“, „Orlofsky“ und „Eisenstein“ und kommandiert von zwei Fledermäusen – schwenkte Taschentücher bei Abschieden, winkte mit Fächern und Sektflöten oder kommentierte das Bühnengeschehen lautstark. Die Texte zum Mitsingen waren via Übertitelungsanlage farblich markiert eingeblendet. 150 Personen haben im Vorfeld eine Chorprobe besucht. Die eindrucksvollsten Outfits wurden zum Defilee auf die Bühne gebeten. Beim Fest des Prinzen Orlofsky waren alle willkommen.

Das allererste Sing-Along zur Fledermaus in der vergangenen Saison war bereits ein durchschlagender Erfolg. Daher hat die Volksoper zum Saisonauftakt erneut sein Publikum zum Mitsingen eingeladen. Robert Palfrader war erstmals als Frosch besetzt und hat die Rolle des Gerichtsdieners mit viel Witz, Wiener Schmäh und humoristischem Biss, aber ohne übertriebenen Alkoholkonsum und Slapstick gemeistert. Bravo!

Es war eine beeindruckende Gesamtleistung des Ensembles! Jakob Semotan als Gabriel von Eisenstein und Johanna Arrouas als seine Gattin Rosalinde sind zu Recht Lieblinge des Volksopernpublikums. Den meisten Applaus des Abends erhielt Juliette Khalil als Adele. Sie hat ihre Chance zum sozialen Aufstieg optimal genutzt, was das Publikum auftragsgemäß mit vielen „Gescheit“-Rufen honorierte. Annelie Sophie Müller als Prinz Orlofsky erhielt verdient Szenenapplaus! Alfred Eschwé hat das Orchester routiniert geleitet. Das Wiener Staatsballett war – wie immer – exzellent.

 

Elisabeth Dietrich-Schulz

 

Diese Seite drucken