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WIEN/ Volksoper: Ballett EIN SOMMERNACHTSTRAUM mit teilweise neuer Besetzung

24.03.2013 | Ballett/Tanz, KRITIKEN

Wien/ VOLKSOPER : Ballett „EIN SOMMERNACHTSTRAUM“ am 24.3.2013


Foto: Barbara Zeininger

Eine gut besuchte und stark akklamierte Nachmittagsvorstellung. Sonntägliches Familienabonnement mit überwiegend älterem Publikum für den an Turbulenzen reichen erotischen „Ein Sommernachstraum“-Ringelreihen des finnischen Choreographen Jorma Elo. Ein anderes Solistenaufgebot als am Premierenabend, und das Wiener Staatsballett konnte mit einer sehr guten und tänzerisch gleichwertigen Besetzung auftrumpfen. Elegant führten Liudmila Konovalova als Titania und Dagmar Kronberg (Hippolyta) das Ensemble an. Als die besseren Hälften im Liebesgetändel? Je nach optischen Vorlieben für den Betrachter. Richard Szabó ist ein liebenswürdiger, echt elfenhafter Puck. Für Vladimir Shishov passt der fahrige Charakter des Oberon recht gut. Ioanna Avraam ist eine aparte Helena, András Lukács (Demetrius) beherrscht den angepeilten grotesken Stil perfekt. Rundum trotz aller Turbulenzen und dem unaufhörlichen und nicht immer so ganz durchschaubaren Getue auf der in nächtliches Licht getauchten Bühne eine kompakte Ensembleleistung. Der überkandidelte Liebesreigen funktioniert wohl auch mit Hilfe der wunderbar intensiv die Gefühle ansprechenden Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy so gut. Die Klänge aus dem Orchestergraben (Dirigent: Andreas Schüller): Etwas weniger brillant, doch durchaus in Ordnung.

Meinhard Rüdenauer

 

 

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