Wien/ Theater Akzent: 01.04: 2026 „VIBE BALLETTWETTBEWERB“. – Wien drei Tage im VIBE-Fieber
Bereits zum 8.Mal fand in der Karwoche VIBE – Vienna International Ballet Experience statt. 2015 von Gregor Hatala, dem ehemaligen Ersten Solotänzer des Wiener Staatsopernballetts ins Leben gerufen, ist dieser Tanzwettbewerb seither (eine Unterbrechung war nur wegen der Pandemie nötig) regelmäßig ein wesentliches Ereignis für alle jungen Tanzbegeisterten in der Osterwoche. Heuer wurde VIBE von 30.März bis 1.April im Theater Akzent abgehalten.

Einstimmung auf den Wettbewerb im Foyer vom Theater Akzent (© Petra Werbowsky)
VIBE ist ausgeschrieben für Personen mit oder ohne Beeinträchtigung und man kann in vielen verschiedenen Tanzkategorien und Altersstufen mitmachen. Amateure oder (künftige) Profis treten in Stilrichtungen wie klassisches Ballett, Neoklassisch, Contemporary, Charaktertanz/Nationaltanz, Jazz, einer offenen Kategorie sowie Dance Special an; die Teilnahme ist gestattet als Solo oder Pas de deux bzw. Duo sowie als kleine Gruppe mit bis zu sechs Mitwirkenden oder als größeres Ensemble mit sieben oder mehr Personen. Die Alterskategorien gliedern sich in Kinder, Junior I, Junior II und Senior.
Als Rahmenprogramm gab es auch heuer wieder die Möglichkeit, Workshops – abgehalten im MUK – bei internationalen Tanzpädagogen und Tanzpädagoginnen zu besuchen. Diesmal wurden wegen des großen Andrangs sogar zusätzliche Parallelkurse in den beiden Zeitschienen jeweils am Vormittag angeboten.
Die hochkarätige Jury war erneut international besetzt und umfasste Tamás Solymosi (Artistic Director Hungarian National Ballet), Ákos Sebestyen (Programm Director and Coordinator Dance Academy Zurich), Juliana Sabino Wilhelm (Head of Dance Program and Vice-rector / Study Affairs Palucca Hochschule für Tanz Dresden), Patrick Armand (Artistic Director Ballet Academy of the Vienna State Opera), Marguerite Donlon (Artistic Director Donlon Dance Collective), Fredy Franzutti (Artistic Director Ballett Del Sud), Lisa Drake (Head of Contemporary Dance Royal Swedisch Ballet School), Agnese Andersone (Artistic Director Riga Ballet School) und Roberto Altamura (Artistic Director Milano City Ballet). Bei ihren Entscheidungen hatte die Jury nicht nur Wert auf die vorhandene gezeigte Technik gelegt, sondern vor allem auch auf die künstlerische Ausdruckskraft, Artistik und Persönlichkeit.

Die Bühne vom Theater Akzent bereit für das Finale (© Petra Werbowsky)
Das Interesse an VIBE war diesmal besonders groß – rund 700 Teilnehmende aus vielen europäischen Ländern wie auch aus Korea trafen sich hier in Wien im Theater Akzent, um in rund 650 Beiträgen ihr Können zu demonstrieren. Damit wurde ein neuer Rekord an Registrierungen für VIBE aufgestellt – im Vorjahr waren es 470 Kinder und Jugendliche, die bei diesem Tanzmeeting dabei waren. Wegen des dadurch knappen Zeitplans, die Wettbewerbsrunden mit diesen vielen Mitwirkenden durchzuführen, wurde auf die abschließende Gala verzichtet. Damit stand am dritten Tag das Finale auf dem Programm und als Schlusspunkt fand am Mittwochabend die Preisverleihung statt, bei der zusätzlich zu den Auszeichnungen der Besten auch Stipendien für die jungen Talente vergeben wurden – zur Verfügung gestellt von den Mitgliedern der Jury.
Die ambitionierten jungen Mitwirkenden mit ihrer großen Begeisterung für den Tanz stellten ihr Potenzial und ihr Können erfolgreich unter Beweis. Einmal mehr zeigte es sich, wie wichtig Veranstaltungen wie VIBE sind, damit sich junge Tanztalente präsentieren, untereinander austauschen und voneinander lernen können.
Ira Werbowsky

