Wien/Staatsoper: Solistenkonzert Nadine Sierra am 22.1.2026
22.1.2026 Staatsoper: Solistenkonzert Nadine Sierra/ Bryan Wagorn (Klavier)/ Marc André (Kontrabass)
Nadine Sierra lud in der Staatsoper zu einem Arien- und Liederabend. Der erste Teil war Arien von Donizetti, Mozart, Puccini und Verdi gewidmet, nach der Pause folgten (Kunst-)Lieder aus Spanien und Lateinamerika. Die Sängerin hielt sich in einigen Punkten nicht an das von der Staatsoper vor dem Konzert veröffentlichte Programm und dankte am Schluss dem Publikum für den begeisterten Applaus mit insgesamt sechs (!) Zugaben.
Nadine Sierra, die vom Wiener Publikum spätestens seit ihrer Adina in der letzten Saison fest ins Herz geschlossen wird, brachte sich für dieses „Sopransolo“ als Norina („Don Pasquale“) in Schwung, um dann gleich das Programm zu ändern und die angekündigte Gräfin („Dove sono“) gegen ihre Kammerzofe zu tauschen. Auf die Rosenarie folgte ein nicht so überzeugender Ausflug zu Zaidens „Ruhe sanft“. Weiter ging es mit „La bohème“ (Musetta und Mimì) und – in erneuter Abänderung des Programms – mit „La traviata“…
…Nach Ende des offiziellen Programms beschenkte sie das Auditorium reichlich mit Zugaben – von denen die Opernfans vor allem das „O mio babbino caro“ garniert mit apart-lyrischem Sopranschimmer entzückt haben wird. Sierras publikumsaffines Auftreten war dem Abend ein erfrischender Gewinn. Am Klavier sorgte der Pianist Bryan Wagorn für die passende Untermalung.

http://www.operinwien.at/chronik/Material/sierra.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at

