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Im NEST der Staatsoper: Im NEST der Staatsoper: „Mein erster Nussknacker“                    (25.3.2026)

Kinder, ein Zuschauerrraum voller Kinder. Geordnete Schulklassen. Im NEST, der Dependance der Staatsoper für junge Menschen, steht über dieser Vorstellung am Vormittag: „Mein erster Nussknacker“. Geeignet ab sechs Jahren ist ebenfalls zu lesen. Es rumort rundum herum, gedämpfter Lärm und die Stimmung ist gespannt und durchaus in Ordnung. Und gut hört sich der kräftige Schlussbeifall an. Tschaikowskis tolle Musik zu seinem „Nussknacker“-Ballett ist auch das Beste, was den Kleinen und Größeren, welche hier in die klassische Tanzkunst eingeführt werden sollen, geboten werden kann.

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Eno Peci. Foto: Ashley Taylor/Staatsballett

Die Eleven der Ballettakademie der Bundestheater sind angetreten, um dieses phantasievolle Spiel rund um den romantischen „Nussknacker“ so ähnlich wie es sein soll, doch ganz, ganz kindergerecht auf kleiner Bühne ein erstes Mal näher zu bringen. Die Erzählung nun: Heutig, vor einem Nuss- und Schokoladengenschäft lenkt dessen dominanter Chef die mit kleinen Nüssen und auch einer Großen bedachten wechselnden Kinderscharen. Verführerisch erklingen dazu die Blumenwalzer- oder Kosakentanz-Melodien aus den Lautsprechern. Und getanzt wird echt gut von der voll mitgestaltenden Ballett-Jungschar. Eno Peci, gestandener Charakter- und Solotänzer des Opernballetts, hat das so gelenkige Aufgebot mit einer intensiv durchgezogenen Choreographie zu einer echt richtigen Leistung geführt. Mit seiner zeitgemäßen Tanzsprache auf Tempo, auf Abwechslung, auf Harmonie in den wirbeligen Gruppentänzen bedacht. Viel Brio, nicht so viel Poesie. Ja, nochmals, das so voll ambitionierte Mitgehen der Jungtänzer hat Vergnügen bereitet.

Meinhard Rüdenauer

             (25.3.2026)

 

 

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