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WIEN/ Staatsoper: IL BARBIERE DI SIVIGLIA mit „neuer Rosina“( Kurzkritik)

31.10.2012 | KRITIKEN, Oper

WIENER STAATSOPER: IL BARBIERE DI SIVIGLIA am 30.10.2012

Tara Erraught war eine total neue Rosina, nicht nur,  weil überhaupt neu für die Wiener Staatsoper , sondern auch in der Auffassung der Rolle. Sie spielt ein wiffes Görlie, wenns drauf ankommt sich naiv verstellend, aber dieser Teenager weiß, was sie will. Sicher nicht den alten Vormund. Gesanglich war sie auch prächtig, mit anderen Kadenzen, anders betonten Rezitativen erinnert sie ein wenig wenig an die junge Marilyn Horne. Juan Francisco Gatell ist ein Almaviva mit nahezu nie enden wollender Höhe – und blieb dennoch die Bravour-Arie schuldig.

Weiters herausragend war die Marzellina der Olga Bezsmertna, die auch schon als Rosina (Contessa Almaviva) im Figaro hervorragend war. Wie immer gut bei Stimmen und Bühnen-präsent waren die „Hauskaliber“ Adrian Eröd/Figaro, Sorin Coliban/Basilio und der unverwüstliche Alfred Sramek, als Bartolo.

Jean-Christophe Spinosi ist für dieses Fach hervorragend geeignet, kommt er doch aus der kammermusikalischen Barockmusik, dieser Belcanto ist die homogene Weiterführung. 

Elena Habermann

 

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