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WIEN/ Staatsoper/Ballettakademie: MATINEE BALLETTAKADEMIE. Attitude! Fouetté! Gut gemacht

 

Staatsoper: Matinee Ballettakademie – Attitude! Fouetté! Gut gemacht (31.5.2026)

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Foto: Youtube

Ja, die Darbietungen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper in der sonntäglichen Matinee konnten überraschen. Unter neuer Leitung geht es wohl nun wieder aufwärts. International gemischt sind die Namen der sich in der Wiener Ausbildungsstätte um Karrieren in der klassischen Tanzkunst versuchenden jungen Menschen. Patrick Armand aus Marseille, sehr erfolgreich als Solotänzer und hierauf als Pädagoge in den USA, zuletzt in San Francisco, der seit vorigem September als Direktor die Ballettakademie führt, ist es gelungen die Seelen der größeren und noch blutjungen Studierenden für diese mehr als heikle – und wie wir auch in der Staatsoper in den Jahren zuvor erleben mussten für die Tänzer beruflich sehr trügerischen – Kunst zu öffnen.

Fein einstudiert und liebevoll ausgeführt hat am Beginn die große Präsentation aller Klassen zur tänzerisch beschwingten Musik der Strauß-Familie gewirkt. Und einfach perfekt und ungemein geschmeidig hat die Jugendkompanie dieses herausfordernde „Double Evil“ des finnischen Modern Dance-Choreografen Jorma Elo zu Klängen von Philip Glass (lärmend) und Vladimir Martynov (konträr lyrisch) interpretiert. Alle mit Bühnenreife! Und das abschließende Divertissement aus Léo Delibes „Coppélia“ mit den Eleven quer durch die Klassen, konnte – zwar noch nicht mit aller Spannung – viel Freude und Lust auf die klassisches Tanzkunst bereiten. Attitude – ja, gut gemacht! Nicht wenigen von ihnen könnte der Weg zu dieser künstlerischen Berufung offen stehen.

Meinhard Rüdenauer

 

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