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Wien/ Staatsballett in der Staatsoper: JEWELS – Ballett-Dreiteiler „Jewels“ – ein reiner Wohlfühlabend

Wiener Staatsoper / Ballett-Dreiteiler „Jewels“ – ein reiner Wohlfühlabend            (15.2.2026)

Programmheft »Kallirhoe« by Wiener Staatsoper GmbH - Issuu

Harmonie, reine Harmonie! So konträr zum derzeit von den in den Inszenierungen der Opernhäuser gepflegten und wenig geliebten Kurzzeitmodestil mit schräg erfundenen Zeitgeist-Interpretationen. Für sieben Abende wurde vom Wiener Staatsballett George Balanchines neoklassischer Dreiteiler „Jewels“ (1967 vom New York City Ballet uraufgeführt) in das Repertoire der heurigen Saison wieder aufgenommen. Ein voller Publikumserfolg – ja, ein zu genießender Wohlfühlabend.

Wechselnde Besetzungen in der Serie. Das große Ensemble mit seinen vielen neuen nach Wien geholten internationalen Mitgliedern ist voll gefordert gewesen, hat seine Aufgabe fein erfüllt. Von den neuen Solisten …. noch lässt sich nicht so klar erkennen, wer auch das Potential zu einem echten Publikumsliebling mit aller Ausstrahlung haben könnte. An diesem Abend der von Routinier Paul Connelly musikalisch geleiteten drei Juwelen-Piecen: „Emeralds“, getragen von den sanften spätromantischen Klängen von Gabriel Fauré, wurde wohl etwas zu spannungslos nachempfunden. Als eine munter drehende Caprice zu Igor Strawinskis „Capriccio“ erwies sich „Rubies“ für Yo Nakajima, Rosa Pierro und Rinaldo Venuti. Echter Höhepunkt ist aber wohl das Brillieren der langjährigen Ersten Solotänzerin Liudmila Konovalova, nun als Gastsolistin geführt, und dem eleganten ‚Wahlwiener‘ Masayu Kimoto in „Diamonds“ zu Peter I. Tschaikowskis 3. Symphonie gewesen. Absolut stilvoll und stimmig haben die beiden klassischen Tanz im großen Pas de deux zum idyllischen Andante elegiaco demonstriert.

Meinhard Rüdenauer 

 

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