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WIEN / Staatoper: LA BOHÈME

16.11.2015 | KRITIKEN, Oper
  1. 11. „LA BOHEME“

Vor Beginn kam Renate Gutsch vom Staatsopernchor vor den Vorhang und bat das Publikum sich für eine Trauerminute für den Pariserterror zu erheben. Letztendlich diese Oper „La Boheme“ spielt in Paris. Ich glaube mit ihren Worten zielte sie in die Herzen der Besucher.

Wie immer sorgte Marco Armiliato auch ohne Partitur für eine feine musikalische Umsetzung, ging sehr auf alle Sänger ein und alles klang noch schwungvoller als bei der ersten Aufführung der Serie.

Piero Pretti als Rodolfo wird von Aufführung zu Aufführung immer besser und intensiver. Diesmal kamen auch die Piani voll in den großen Legatobögen im dritten Bild. Eine wunderbare Leistung.

Mimi war wieder Marita Sølberg., viel besser als bei ihrem Hausdebüt. Die Arie klang wirklich schön, auch in den Ensembles wirkte sie viel sicherer. Ein wenig Spielfreude wäre zu wüschen.

Aida Garifullina als Musetta ist eine „holde“ Aida. Voll Temperament und die sicher geführte schön timbrierte Stimme konnte wieder voll überzeugen..      

Wieder ersetzte Gabriel Bermundez Alessio Arduini als Marcello. Gefallen tut man ihm damit keinen., seine Leistung war wie am ersten Abend.

Als Schaunard Manuel Walser, der Student von Thomas Quasthof bot wieder eine sehr gute Leistung.

Jongmin Park als Colline ist eine Freude und beweist das ein erster Bass, wie es sich wieder einbürgert diese Rolle singen muss. An Schwung und gutem Spiel waren die Mansardenfreunde voll dabei.  

Sehr gut Marcus Pelz in den „Sramek-Rollen“ Benoit und Alcindor.

Chor und Zusatzchor wieder voll Spielfreude und sehr gut disponiert.

 Elena Habermann

 

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