Wiener Musikverein: Chopin-Gala und „Die Kunst lebt weiter“

Donka Angatscheva Credit: Chopin-Gesellschaft
Die Internationale Chopin-Gesellschaft bittet wieder zu einem „Frédéric Chopin Galakonzert“ im Wiener Musikverein (29.März). Mit Gesang, Lesung (Mijou Kovacs), Klavier-und Kammermusik und einer illustren Schar an Mitwirkenden, moderiert von Silvia Schneider. Und Pianistin Donka Angatscheva, die frisch gebackene Österreich-Präsidentin dieser weltweiten Chopin-Verbundenheit mit langjähriger Tradition, fügt das Motto ihrer Künstlerinitiative hinzu: „Die Kunst in Österreich lebt weiter“.
Angatscheva, Wienerin mit bulgarischen Wurzeln, international gastierend, mit besonderer Hingabe für Chopin und in die Reihe der exzellenten Bösendorfer Artists aufgenommen, möchte mit ‚die Kunst lebt weiter‘ signalisieren, dass sich die Kultursituation in Österreich für junge ambitionierte Musiker nicht zum Besten gewendet hat. Angatscheva analysiert die musikalische Geschäftswelt: „Die Veranstalter, die Konzerthäuser greifen nach Agenturen, nach großen Namen. Sie konzentrieren sich nicht auf die Begabungen, die Entwicklung der jungen Musiker. Man kommt zu Auftritten so schwer heran. Es gibt kaum Chancen für den musikalischen Nachwuchs.“ Sie kennt diese Probleme der jungen Instrumentalisten, versucht helfend die Hände zu reichen. Denn nach den Tagen der früheren großen Wiener Musikkultur müsste nun wieder ein fruchtbarer Nährboden gefunden werden.
Auch mit Hilfe der Chopin-Gesellschaft denkt Angatscheva aufstrebenden Musikern Förderungen zukommen zu lassen, sie zu unterstützen. Wie auch das Publikum mit musikalischen Schönheiten zu erfreuen. Etwa mit der Chopin-Gala. Oder dem von ihr gestalteten kommenden Chopin-Festival in der Kartause Gaming von 13. bis16.August. Ein Veranstaltung mit ebenfalls langjährigem Rückblick und einem vielfältigen Musik-Angebot. Nicht nur dem Schaffen von Chopin verpflichtet. Tradition, Tradition: Das 42. Festival wird heuer gefeiert.
Meinhard Rüdenauer

