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WIEN/ Konzerthaus/Mozart-Saal: STEFAN MICKISCH ZU RICHARD WAGNERS 200er

Stefan Mickisch „Richard Wagner zum 200. Geburtstag Mozart – Saal am 28.Mai 2013

 Richard Wagner mit geballter Kraft und feurigen Resonanzen


Stefan Mickisch. Foto: J. Weber

 Bis auf den letzten Platz war der Mozart – Saal ausverkauft, was nicht zu verwundern war, denn Stefan MICKISCH sorgt für volle Häuser. Die moderierten Konzerte des Pianisten und Musikwissenschaftlers, sind ein Garant für anspruchsvolle und virtuose Interpretation und haben innerhalb weniger Jahre Kultstatus im gesamten deutschsprachigen  Raum erlangt. Der gebürtige Oberpfälzer der seit 1998 sämtliche Aufführungen der Bayreuther Festspiele vom Flügel aus mit seinen berühmten Einführungsmatineen sein Publikum immer wieder ins Erstaunen versetzt, zählt inzwischen zu den besten Klaviervirtuosen seines Standes.

Seine musikalischen Bearbeitungen zu den verschiedensten Wagnerschen Opernwerken zeigen hier eine spektakuläre Interpretation verschiedenster Resonanzen, wo ein derart überdimensionaler Klangkörper entsteht, bei dem man als Zuhörer in höhere musikalische Sphären versetzt wird.

 Man muss Wagner nicht lieben, aber spätestens wenn man Stefan Mickischs virtuose Interpretation und seine sehr humorvollen Moderationen kennengelernt hat, dann ist man gefesselt von der geballten musikalischen Kraft eines Richard Wagners, die einen dann auch nicht mehr los lässt.

 Mickischs Interpretation ist auf der einen Seite hypersensibel, beginnend oft mit Andante mit leisen Piano/ Pianissimo Stellen begleitet, dann übergehend ins bewegende Moderato, wo bereits mit Mezzoforte, und dann mit Tempo gespielten Forte, schließlich am Ende mit einem gewaltigen Fortissimo alle musikalischen Leidenschaften des Künstlers zum Ausdruck kommen.

 Mickisch ist hier nicht nur mit einer musikalisch feurigen Leidenschaft am Werk, sondern verdeutlicht auch, dass es hier keines weiteren Instrumentes bedarf. Denn er ist das Instrument,  das er über alle Maßen beherrscht und ihn zu einem anerkannten und unvergesslichen Interpreten macht.

 Seine Konzerte sind ein Muss für alle Musikliebhaber und Kenner! Demzufolge bleibt auch die Begeisterung und der große Applaus beim Publikum nicht aus, und man kann sich schon auf den Winter 2013/2014 freuen, in dem er nicht nur im Wiener Konzerthaus auftreten wird, sondern auch im Mai 2014 an der Wiener Volksoper zu Beethovens „Fidelio“ eine musikalische Einführung mit Moderation halten wird.

Manuela Miebach

 

 

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