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Wien/ Konzerthaus: ELINA GARANCA – DEM FACHWECHSEL ENTGEGEN – EIN  UMJUBELTES GEBURTSTAGS-KONZERT

Wien/ Konzerthaus: ELINA GARANCA – DEM FACHWECHSEL ENTGEGEN-EIN  UMJUBELTES GEBURTSTAGS-KONZERT (16.9.2019)

Zunächst ging es um „Große Oper“- Elina Garanca sowie das Wiener Kammerorchester unter Ehemann Karel Mark Chichon wollten offenbar beweisen, dass der bevorstehende Fachwechsel zu Amneris und Kundry perfekt platziert ist: im kommenden  Frühjahr wird sie  ja in Gran Canaria unter der Leitung von Karel Mark Chichon erstmals die ägyptische Königstochter übernehmen, ein paar Monate später dürfte es die erste Kundry in Wagner’s „Parsifal“ werden.. Also begann die lettische Star-Mezzosopranistin mit den beiden Arien der Eboli aus  Giuseppe Verdi’s „Don Carlos“, außerdem gab es die Arie der Adriana aus „Adriana Lecouvreur“ (Io son L’umile Ancella) von  Francesco Cilea.- ein Rolle, mit der Anna Netrebko in den letzten Jahren immer wieder Triumphe erzielt. .Und Garanca-Fans können sich beruhigen.Elina Garanca ist für den Wechsel ins dramatische Fach bestens gerüstet. Die strahlende „Goldhöhe“ ist geblieben, die Stimme ist  viel größer geworden. Und in der Tiefe hat sie um eine halbe Oktave dazu gewonnen . Nach dem „O don fatale“ raste bereits das Publikum. Und schon in der Pause gerieten selbst abgebrühte Fans ins Schwärmen: die lettische Sängerin sah besonders gut aus, das Timbre ist noch verführerischer geworden – ein Weltstar mit 45 Jahren am Zenit ihrer Kariere! Und außerdem hatte sie einen echten-August-Familienurlaub hinter sich. .Nach der Pause verwandelte sich das Konzert rasch zu einem „Geburtstagsständchen“ der Extraklasse. Spanische und französische Salonmusik im Stil der „Drei Tenöre“, Fallweise sogar Tango-Rhythmen und dazwischen als „Drüberstreuer“ Franz von Suppé  (1819-1095)„Leichte Kavallerie“. Da raste das Publikum auch ohne Garanca. Die Komponisten des 2.Teils waren Edvard Grieg  „T’estimo“(bekannt durch Carreras-Auftritte),Stanislao Gastaldon (1861-1939) „Musica proibita“; sowie Rosendo Mato Hermida „Lela“, Carlos Gadel (1890-1935)- „Tango Cancion,“;oder Pablo Sorozabal(1897-1988).“Non puedo ser“. Bei den Zugaben begeisterte Elina Garanca mit Chapi „Canceleras“, mit „Granada“ von Agostin Lara und mit der Habanera aus Carmen von  Georges Bizet. Es gab  mehrfach„“standing ovations“, Blumen und einmal sogar ein „Happy birthday“- Ständchen -gesungen vom Publikum und dirigiert vom Ehemann!

Peter Dusek

 

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