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WIEN/ Finale von ImPulsTanz: Die Kommunikation funktioniert

Wien / Finale von ImPulsTanz: Die Kommunikation funktioniert

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ImPulsTanz-Chef Karl Regensburger zieht Bilanz über das heurige Event im sommerlichen Hitze-Trubel: Gut gelaufen, sehr gut gelaufen. Also: Sein fein gestimmtes großes Team ist erfolgreich beim Management der ungemein vielen Veranstaltung gewesen. Großer Pluspunkt: Die zahlreichen frei zugänglichen diversen Public Moves wie auch die anspruchsvolleren Workshops mit ihren vielen Teilnehmern, welches diese Angebote, heuer schweißtreibende auf den Spielwiesen, höchst positiv angenommen haben. Und auch der Publikumsandrang zu den gastierenden kleineren Tanzensembles hat zu zusätzlich eingeschobenen Vorstellungen geführt.

Das sommerliche Wiener wie internationale ImPulsTanz-Publikum hat sich über die vielen bunten und sich tänzerisch locker bewegenden Pünktchen gefreut, hat jegliche Darbietung der Gäste zufrieden und so ziemlich unkritisch aufgenommen. Und genauso wie bei den Wiener Festwochen fällt auch hier auf, dass heimische Künstler nur ganz am Rande aufzeigen dürfen, dass Österreich in den kreativen wie künstlerischen Bereichen zu einem Einkaufsland geworden ist. Nichts Neues in der kulturellen Entwicklung …. doch bedenklich für die Erziehung, die Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Menschen. 

Einen guten Schlusspunkt hat die südkoreanische Performerin Eun-Me Ahn – gereift, etwas über sechzig, in Seoul wie in New York geschult – mit ihrer achtköpfigen im Volkstheater gastierenden Eun-Me Ahn Company und mit ihr an der Spitze gesetzt. „North Korea Dance“ ist der Titel einer ihrer mit meditativer Stimmung beginnender und als turbulente Show endender Performance. Weit, weit tänzerischer als andere Kompanien mit repetierenden Bewegungkonzepten. Um einiges spielerischer, immer stilvoll, aufgebaut auf einer traditionellen bis poppigen zündenden Musikmixtur von Young-Gyu Jang. Nordkorea aus heutigem südkoreanischem Blickwinkel: Reflexionen über die Tänze im historischen Stil, w⁄e er früher oder auch heute in der Diktatur im Norden der Halbinsel gepflegt wird. Ausgesprochen kunstvoll. Mit feinster Musikalität wie Akrobatik lässt Ahn ihre Tänzer zu den mit Leben erfüllten Sequenzen ihrer Show antreten.

Mit Leben erfüllt: Festival-Abschluss im Arkadenhof des Wiener Rathauses mit ‚10 Jahre Public Moves‘ und als Draufgabe noch die Party ‚Dance into ihr morning hours!‘ – die Kommunikation funktioniert.

Meinhard Rüdenauer

 

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