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WIEN/ Beethoven-Saal am Pfarrplatz Heiligenstadt: ANABELL GARFIO-MÉNDEZ und JOSÉ LUIS ORDONEZ mit Oper, Operette und Canciones

WIEN/ Heiligenstadt/ Beethoven-Saal: Annabel Garfio-Mendez und José Luis Ordonez . Oper, Operette und Canciones aus Mexico. 14.7.2015

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Oper und Operette waren schon aus unseren Breiten, aus Mexico stammen die Canciones. Beiden liegt die Oper am Herzen, beide beherrschen das Metier, aber beide sind eben auch Mexikaner – und die Canciones liegen eben im Blut.

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Anabell Garfio Méndez, Jose Luis Ordonez. Foto: Herta Haider

Auf das verließ man sich aber erst im zweiten teil des Konzerts. Zuvor hörten die Besucher im Praktisch ausverkauften Beethovensaal ein Opernprogramm, das es in sich hatte. Giordanos“Amor ti vieta“ aus Fedora , eine sehr bekannte und nicht minder schwierige Tenorarie, wurde von José Luis Ordonez mit breiter Mittellage und imposanter Höhe vorgetragen, die „Wally“, die daraufhin von Anabell Garfio-Méndez mit dramatischem Aplomb vorgetragen wurde, ist auch keine schwache Nummer – zumal sie die souveräne Sopranistin als Einstieg wählte.

Weiter ging es mit Boitos „Lontano“ aus Mefistofele“, bevor der große Block des „Filmmusikers“ Giacomo Puccini (wohl der beste, den es je gegeben hat)  bereits zur Pause das Publikum in Begeisterung versetzte.

Nach der Pause ging es dann  mit den Liedern weiter, da waren die beiden Sänger natürlich in ihrem Element. Da ein guter Teil der Besucher lateinamerikanischer Abstammung waren, etablierte sich nach dem wohl unvermeidlichen „Brindisi“ als Zugabe ein halber Blumenladen auf der Bühne.

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Martin Wacks, Anabell Garfio-Mendez und José Luis Ordonez. Foto: Herta Haider

Maßgeblichen Anteil am Gelingen hatte der Pianist Martin Wacks, sicher kein Mexikaner, der bei den Canciones begleitete, als wäre er einer.

Anabell Garfio Méndez bedankte sich auf offener Bühne bei ihrer Gesangspädagogin Elsa Kastela-Kreihsl, die sichtlich gerührt war.

Den Beethoven-Saal, der ja nicht eben winzig ist, zu dieser Jahreszeit voll zu bekommen, ist nicht so einfach. Aber die Sänger haben eine Fangemeinde – und die musste man sich hart erarbeiten.

Im Herbst sind weitere Auftritte geplant, wir werden berichten!

Anton Cupak

 

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