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 3. Ungarisches Luft Artistik Festival von Budapest gemeinsam mit dem 1. Internationalen Luft Artistik Festival von Budapest. 20.-22.März 2026

 3.  Ungarisches Luft Artistik Festival von Budapest

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1. Internationalen Luft Artistik Festival von Budapest

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Infos über das Festival unter

https://www.vinczetundeprodukcio.hu/legtorna-fesztival/

DIGITAL DETOX – 30 JAHRE INTERNATIONALES CIRCUS FESTIVAL VON BUDAPEST

Von der Legende István Kristóf bis zum Visionär Péter Fekete. Wenn Staunen zur Weltsprache wird: Wie das internationale Budapester Circus Festival barrierefrei beweist, dass das Unmögliche nur eine Frage der Perspektive ist.

Budapest war der Place-to-be für alle, die das echte Leben suchen. Zum 30. Jubiläum des Internationalen Circus Festivals von Budapest mutierte der ehrwürdige und einzige Stein-Bau-Circus Mitteleuropas an der Donau zum hippsten Rückzugsort für die Sinne. Hier regiert kein Algorithmus, sondern die Schwerkraft – und die verliert meistens.

Während die Welt versucht, die Realität in VR-Brillen zu pressen, hat das 16. Internationale Circus Festival von Budapest mit einer renommierten Jury unter dem Vorsitz von Eugene Chaplin, dem Sohn des Stummfilm Stars Charlle Chaplin, von 7. bis 12. Januar 2026 bewiesen.

Echter Nervenkitzel braucht kein WLAN, sondern Mut, Schweiß und gelegentlich ein sehr stabiles Trapez.

Zum 30-jährigen Jubiläum wurde der Budapester Hauptstadt Zirkus, der Staatszirkus von Ungarn zum Epizentrum einer Kunstform, die – so die einhellige Meinung – die letzte Bastion gegen die totale Herrschaft der Algorithmen bleibt.

Was 1996 als visionäres Projekt des damaligen Direktors István Kristóf  – eine Zirkus Legende par excellence begann, feierte nun drei Jahrzehnte „Zirkus der Seele“. Über 200 Künstler aus fünf Kontinenten verwandelten die Manege in einen Ort, an dem das Wort „unmöglich“ konsequent ignoriert wurde.

Drei flammende ‚Red Shows‘ und drei pulsierende ‚Green Shows‘ ließen den Puls des Publikums rasen. Neben einer atemberaubenden ‚Hungarian Show‘ und einer ‚White Show‘, die förmlich aus Herzschlägen gewebt schien, begeisterten zudem zwei ungarische ‚Newcomer Shows‘. Somit war jede Performance ein Plädoyer für das Analoge.

Das Publikum dankte es mit Begeisterung: Wenn selbst die Treppenstufen besetzt sind, weil kein Stuhl mehr frei ist, weiß man, dass Zirkus keine Nische ist, sondern ein kollektives Ausatmen.

Das Ergebnis? Über 12.000 Zuschauer bei den ausverkauften Shows. Zirkus ist hier in Budapest kein verstaubtes Relikt, sondern der ultimative „Zirkus der Seele“.

Inmitten der Akrobatik setzte das Festival einen bewussten intellektuellen Kontrapunkt. Die begleitende wissenschaftliche Konferenz widmete sich einer brennenden Frage: Wie schlägt sich die Manege im Zeitalter von TikTok und KI? Die Antwort ist so simpel wie charmant: Zirkus ist das ultimative „Digital Detox“. Während Kleinkinder heute oft flüssiger wischen als laufen können, bietet der Zirkus die Rückkehr zum unmittelbaren Erleben. Eine KI mag vielleicht ein Gedicht über das Fliegen schreiben, aber sie wird niemals mit zitternden Händen in zehn Metern Höhe stehen und auf den Applaus von 12.000 Menschen warten.

Ein weiteres Herzensprojekt der diesjährigen Festival Ausgabe unter der Direktion des grandiosen Zirkus Visionärs Peter Fekete, war die „Chancengleichheit“.

Zirkus soll nicht nur für jene da sein, die ihn sehen oder hören können, sondern für alle. In Budapest wurden neue Wege diskutiert und präsentiert, wie die Magie der Manege auch für blinde, gehörlose oder autistische Gäste barrierefrei erlebbar wird. Denn am Ende ist der Zirkus die inklusivste Sprache der Welt: Staunen kennt keine Behinderung und keine soziale Herkunft.

Was in dieser einen Woche im Januar 2026 in Budapest geschah, lässt sich kaum in Worte fassen – wohl aber in beeindruckende Zahlen gießen: In nur sechs Tagen verwandelte sich die Manege in eine Bühne für fünf völlig unterschiedliche Show-Konzepte, die das Publikum in Atem hielten. Mehr als 200 Weltklasse-Artisten aus 21 Ländern und fünf Kontinenten reisten an, um gemeinsam mit über 60 Tänzerinnen und Tänzern die Grenzen der Physik neu zu definieren. Hinter den Kulissen glich das Festival einem logistischen Kraftakt der Leidenschaft: Allein in dieser einen Woche flossen mehr als 150 Stunden in intensive Proben, um die über 40 Stunden reine Performance-Zeit zu perfektionieren.

Begleitet wurde dieses Festival von der ungeheuren Energie von 35 Musikern, die über 70 Stunden Live-Musik beisteuerten und so den Herzschlag des Festivals vorgaben.

Doch Budapest bewies auch intellektuelle Tiefe: Während 12.000 Zuschauer in den Rängen mitfieberten, diskutierten 16 Experten aus sieben Nationen auf einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz über die Zukunft dieser Kunstform. Als bleibendes Vermächtnis des heurigen Jubiläum dient ein 200-seitiges, prachtvoll illustriertes Werk, das die faszinierende Verbindung von Zirkus, Bildung und kulturellem Erbe für die nächsten Generationen festhält

So endete eine Woche, die weit mehr war als ein Jubiläum: Es war das lautstarke Versprechen, dass das Internationale Circus Festival von Budapest auch nach 30 Jahren nichts von seiner Relevanz verloren hat – ein lebendiges Erbe, das uns lehrt, dass die größten Wunder immer dort entstehen, wo Disziplin auf grenzenlose Fantasie trifft.

„Budapest ist die Lokomotive und die treibende Kraft der Zirkuskunst weltweit, da der Erneuerungsprozess, den die Zirkuskunst in Budapest durchläuft, eine erhebliche Auswirkung auf die Zirkuskunst in der ganzen Welt hat“, so Péter Fekete in einem persönlichen Statement.

Also dann, auf die nächsten drei Jahrzehnte voller Wunder, Wissenschaft und Widerstand gegen das Digitale beim Internationalen Circus Festival von Budapest!

Viele interessante Informationen unter anderem über die Gewinner und Jury sind über  www.BudapestCircusFestival.hu zu erhalten.

Gast Autor

JÜRGEN PROYER-FRANK

 www.AgenturNetzwerk.com

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