Ein hochkarätiger Klavierabend eines pianistischen Ausnahmetalents!
Die junge, hochbegabte, Pianistin Alexandra Dovgan, die 2007 geboren wurde und bereits mit vier Jahren ihre pianistische Ausbildung begann, feierte ihr Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl mit einem eindrucksvollen Klavierabend im Festspielhaus Erl. Die Preisträgerin zahlreicher, renommierter Wettbewerbe konzertierte bereits bei den Salzburger Festspielen, in Tokyo und in der Tonhalle-Zürich unter der Leitung von namhaften Dirigenten. Zu den aktuellen Highlights zählen ihre Debüts in der Carnegie Hall in New York, im Concertgebouw in Amsterdem und im Wiener Konzerthaus. Im Festspielhaus Erl präsentierte sich die junge Russin mit einem anspruchsvollen und zutiefst emotionalen Programm. Mit der Sonate Nr.17 d-Moll op.31 Nr.2 „Der Sturm“ von Ludwig van Beethoven (1770-1827), Largo-Allegro, Adagio, Allegretto, bewies das pianistische Ausnahmetalent ihre bereits emotionale Reife, interpretatorische Eigenständigkeit und Souveränität, sowie ihre technische Gewandtheit und Perfektion. Beethovens Inspirationsquelle für seine „Sturm-Sonate“ war, dank der Aufzeichnungen seines Sekretärs und erstem Biografen Anton Schindler, Shakespeares „Sturm“. Alexandra Dovgan erschuf ein packendes Gefühlskaleidoskop von pianistischer Akkuratesse. Zutiefst berührend gelangen Frédéric Chopins (1810-1849) Werke, Barcarolle Fis-Dur op.60, Allegretto-Poco più mosso-Meno mosso-Tempo I-Più mosso-Tempo I und Fantaisie f-Moll op.49, Marcia. Grave-Lento sostenuto-Tempo I-Adagio sostenuto-Allegro assai. Die einzige Barcarolle die Chopin komponiert hat, vermittelt den Eindruck eines am Wasser dahingleitenden Bootes, von Alexandra Dovgan überaus bildhaft und plastisch am Klavier wiedergegeben, getragen von hochemotionaler Differenziertheit, rhythmischer Feinheit und sensitiver Klangqualität. In Chopins Fantaisie f-Moll op.49, der das polnische Lied „Litwinka“ zu Grunde liegt, fesselte die Pianistin mit bodenständiger „Einfachheit“, tänzerischer Modulationsfähigkeit und authentischer Intensität, Chopins polnische Heimat eindrucksvoll reflektierend. Fortgesetzt wurde der beeindruckende Klavierabend im zweiten Teil mit César Franck (1822-1890), Prélude, Choral et Fugue FWV 21, Prélude. Moderato-, Choral. Poco più lento-Poco allegro-, Fugue. Tempo I. Nach seinem Vorbild Johann Sebastian Bach komponierte Franck Prélude, Choral et Fugue und folgte Bachs Gedanken und Kompositionsweise. Die junge Pianistin, Alexandra Dovgan, faszinierte mit technischer Ausgereiftheit, Raffinesse, präzisem innerem Metrum und hochtrainiertem Perfektionismus. Höhepunkt des Abends war Sergej Prokofjew (1891-1953) Sonate Nr.2 d-Moll op.14, Allegro ma non troppo-Più mosso-Tempo primo. Scherzo. Allegro marcato. Andante-Adagio. Vivace-Moderato-Vivace. Mit überragender Anschlagqualität, Virtuosität, enormer Fingerfertigkeit, Souveränität und eruptiver Klangintensität verschmolz die Pianistin mit dem Klavier und durchlebte hingebungsvoll und hochemotional Prokofjews Dramatik!
Eine großartige Leistung der hochbegabten Ausnahmepianistin Alexandra Dovgan!
Großer Jubel des begeisterten Publikums wurde mit drei hochkarätigen Zugaben belohnt!
Marisa Altmann-Althausen

