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SOFIA/ vor der St. Alexander Nevsky-Kathedrale: BORIS GODUNOV

30.06.2014 | KRITIKEN, Oper

Kurzkritik „Boris Godunov“ Open Air vor der St. Alexander Nevsky Kathedrale in Sofia 27.-29.6.2014

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Foto: Klaus Billand

 Nach einem äußerst gelungenen „Ring des Nibelungen“ im Sommer des Vorjahres machte die Nationaloper Sofia unter der Leitung von Academ. Plamen Kartaloff dieser Tage wieder von sich reden. Kartaloff selbst inszenierte vor der imposanten St. Alexander Nevsky Kathedrale in Sofia Modest Mussorgskis „Boris Godunov“ 175 Jahre nach dem Geburtstag des Komponisten und gedachte mit dieser eindrucksvollen und opulent bebilderten Produktion auch zwei großen bulgarischen Opernsängern mit runden Geburtstagen, Boris Christoff (100 Jahre) und Nicolai Ghiaurov (85 Jahre), aber auch dem erst im Mai verstorbenen Nicola Ghiuselev.

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Plamen Kartaloff im Gespräch mit Neofit, Patriarch von Bulgarien. Foto: Klaus Billand

Unter der musikalischen Leitung von Konstantin Chudovski teilten sich Martin Tsonev und Svetozar Rangelov den Boris, den sie mit kräftigen Stimmen und großer darstellerischer Intensität interpretierten. Auch das weitere Ensemble der Nationaloper Sofia wartete mit guten stimmlichen Leistungen auf, obwohl die akustische Verstärkung hier eine genauere Beurteilung erschwert. Hier müsste für die Wiederaufnahme am 3. und 4. Juli noch nachgebessert werden, auch was die Balance zwischen Orchester und Stimmen angeht. In jedem Fall ist diese Aufführung ein Grund, in das gar nicht so weite schöne Sofia zu kommen, welches sich nicht zuletzt mit den beachtlichen Leistungen der Nationaloper als Europäische Kulturhauptstadt 2019 empfiehlt. Detaillierte Rezension folgt.

 Klaus Billand aus Sofia

 

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