Dombauhütte Köln – Tag der offenen Tür am 12. September 2026
Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Großes Interesse im Hüttenhof der Dombauhütte und ihren Gewerken. Foto: Andrea Matzker
Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 12. und 13. September 2026 öffnete die Kölner Dombauhütte ihre Pforten für das interessierte Publikum. Laut Mitarbeitern der Dombauhütte kamen mindestens 3000 Besucher und konnten sich zu christlichen Preisen Dom-Steine, farbige 3-Dome, Produkte des Kölner Domverlages, Bücher und viele andere Dinge kaufen, die mit dem Kölner UNESCO-Weltkulturerbe zu tun haben. Auch ein Modell des historischen Domkrans konnte studiert werden und wurde professionell von Mitarbeitern der Dombauhütte erläutert. Er stand seit dem 14. Jahrhundert auf dem im Bau befindlichen Südturm des Kölner Domes, war höher als 25 m, nur etwa 50 Jahre lang im Einsatz, aber prägte als Wahrzeichen des Kölner Stadtbildes über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren das Kölner Panorama. Erst 1868 wurde er abgebaut.

Nachbau des historischen Krans der 500 Jahre auf dem Südturm des Domes stand. Foto: Andrea Matzker

Filigrane Dom-Nachbildungen in allen Größen und Farben Foto: Andrea Matzker

Das Baptisterium mit seinem-Zugang in der Unterführung. Foto: Andrea Matzker

Originallotteriescheine von 1887 zur Domfreilegung und „Dein Stück Kölner Dom“. Foto:Andrea Matzker
Viele Bürger kamen auch von weit her und ließen sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen. Das frühchristliche Baptisterium, das von der Unterführung aus zu erreichen ist, war geöffnet und fand großes Interesse. Es ist der älteste erhaltene Taufort und eines der frühesten archäologischen Zeugnisse des Christentums im Rheinland. Auch die Domgrabung unter dem Fußboden des Kölner Domes war zu besichtigen. Die Dombauhütte selbst öffnete ihre Werkstätten und bot seltene Einblicke in die handwerklichen und restauratorischen Fähigkeiten ihrer circa 100 Mitarbeiter. Sie präsentierten die diversen Künste der Bildhauer, der Steinmetze, der Gerüstbauer, der Steinversetzer, der Schreiner, der Schmiede, der Dachdecker, der Glasmaler und der Textilrestauratoren. Die Spezialisten waren selbst vor Ort und erklärten ihre hohe Kunst.

–Familie Funken mit der Dom-Waffel. Foto: AndreaMatzker
Wer die Dombauhütte Am Domhof betrat, wurde vom köstlichen Duft frischer Waffeln und Kaffee empfangen. Familie Funken aus dem Bergischen Land unterstützte damit beispielhaft den Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 zur Förderung und Erhaltung des Kölner Doms. Aus rein karikativen Beweggründen hatte sich die Familie nicht gescheut, für 3000 € das bisher einzige „personalisierte“ Dom-Waffeneisen erstellen zu lassen, mit dem gleich vier der hübschen und köstlichen Süßigkeiten mit dem Kölner Dom gebacken werden können. Das gute Wetter trug zum erfolgreichen Besuch der Dombauhütte bei, denn bereits am darauffolgenden Sonntag, dem 13. September 2026, fiel der zweite Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ sprichwörtlich ins Wasser. Aus Dankbarkeit für ihr Engagement wurde Familie Funken zur anschließenden internen Feier der Dombauhütte mit Würstchen und Brötchen eingeladen.

Zertifizierte originale Dom-Erinnerungen. Foto: -Andrea Matzker

Das Untergeschoss der Dombauhütte mit hochinteressanten Details des Kölner Domes und vielen verschiedenen Ständen.-Foto: Andrea Matzker

Die Schmiede im Hüttenhof der Dombauhütte. Foto:-Andrea Matzker
Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

