4.1.2026- „Maria Callas- Leben und Leidenschaft der Belcanto-Heroine“, Lesung mit Musik. Festspielhaus Erl- Tiroler Festspiele
Erl.
„Ich werde immer so schwierig sein, wie es nötig ist, um das Beste zu erreichen.“ (Maria Callas)

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Maria Callas– die berühmteste Sängerin des 20. Jahrhunderts, die im Musikstil des Belcantos mit ihren unvergleichlichen Interpretationen für Furore sorgte, widmete Intendant Jonas Kaufmann eine überaus beeindruckende Hommage, die sich ihrem Leben aus einem literarisch-musikalischen Blickwinkel näherte. Dafür versammelte er künstlerische Beiträge von vier weiteren ausdrucksstarken Frauen auf der Bühne der Tiroler Festspiele Erl.
Die Buchvorlage für dieses außergewöhnliche Projekt stammt von der erfolgreichen Schriftstellerin Eva Gesine Baur (*1960), die vor zwei Jahren eine Callas-Biografie herausbrachte „Maria Callas. Die Stimme der Leidenschaft“, Verlag C.H.Beck, München, 2024.
Caroline Peters, eine der bekanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum, brachte mit großer Empathie, natürlich authentischem Sprachduktus sowie lebendigem Spannungsbogen, höchst eindrucksvoll, Auszüge aus dieser Callas-Biografie zu Gehör.
Die großen „Belcanto-Hits“, mit denen die Callas zum Mega-Star wurde, kamen in dieser faszinierenden Matinee zu Ehren von Maria Callas, in Bearbeitungen für Viola und Klavier von Tristan Schulze, beeindruckend zur Aufführung.

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Abwechselnd mit der Lesung der großartigen Caroline Peters interpretierten die attraktive, intensive Bratschistin Mariko Hara begleitet von der brillant, exzellenten Sarah Tysman am Klavier von Camille Saint-Saëns (1835-1921) aus der Oper „Samson et Dalila“ die Arie der Dalila „Mon coeur s‘ouvre à ta voix“; von Jules Massenet (1842-1912) aus der Oper „Thais“- Médiation; Vincenzo Bellini (1801-1835)/ Tristan Schulze (*1964)-Variationen über die Aria da camera „Vaga luna che inargenti“ für Viola und Klavier; Niccolò Paganini (1782-1840) „Cantabile op. 17“; Gaetano Donizetti (1797-1848) aus der Oper „Lucia di Lammermoor“ die Arie der Lucia „Regnava nel silenzio“; Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Oper „Tosca“ die Arie der Tosca „Vissi d‘arte“; Pietro Mascagni (1863-1945) aus der Oper „Cavalleria rusticana“ das „Intermezzo sinfonico“ und von Vincenzo Bellini aus der Oper „Norma“ die Cavatina der Norma „Casta diva“. Konsequenterweise wurde nicht gesungen, denn „Maria Callas zu imitieren, das wäre gar nicht möglich“, sondern die exzeptionellen Künstlerinnen wollten dem Publikum die Möglichkeit bieten „in Callas‘ Welt einzutauchen“.
Es war ein vollkommenes Eintauchen in die Welt der Maria Callas. Man bekam das Gefühl während der Aufführung voll und ganz mit der „Belcanto-Heroine“ mitzuleben und ihr aufregendes Leben mit ihr zu teilen!

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Dank des hervorragenden, durchorganisierten und hochprofessionellen Konzepts von Regisseurin Christiane Lutz war Maria Callas in dieser Hommage an sie omnipräsent und führte letztendlich zu der überaus berührenden Schlußfolgerung- Maria Callas lebt!
Wohlverdiente stehende Ovationen und langanhaltende Beifallsstürme inkludierten die großartigen, renommierten Künstlerinnen der Gegenwart sowie die unsterbliche Maria Callas!
Marisa Altmann-Althausen

