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ERL/ Tiroler Festspiele/Festspielhaus „GEISTERVARIATIONEN“ – Uraufführung- Musicbanda Franui-

3.1.2026- „Geistervariationen“- Uraufführung- Musicbanda Franui- Festspielhaus Erl- Tiroler Festspiele Erl.

„Seelenlandschaften, die gleichzeitig, sehr schön, sehr traurig, aber immer voller Schimmer, Glanz und Sehnsucht sind“
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Copyright: Scheffold-Media

Die weltbekannte Osttiroler Musicbanda Franui, deren Name von einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innvillgraten, in dem der Großteil der Musiker und Musikerinnen der Musicbanda aufgewachsen ist, stammt, spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Veranstaltern zu Gast wie zum Beispiel im Wiener Konzerthaus, am Burgtheater, bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, natürlich regelmäßig bei den Tiroler Festspielen Erl, an der Staatsoper unter den Linden in Berlin, bei den Münchner Opernfestspielen u.v.m… Die Franuis, allesamt erstklassige Musiker und Musikerinnen verstehen sich selbst als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“. Mit seinen Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler hat sich das Ensemble einen international bekannten Namen gemacht.

Johannes Eder (Klarinette, Bassklarinette), Andreas Fuetsch (Tuba), Romed Hopfgartner (Sopran- und Altsaxophon, Klarinette), Markus Kraler (Kontrabass, Akkordeon), Angelika Rainer (Harfe, Zither, Gesang), Bettina Rainer (Hackbrett, Gesang), Markus Rainer (Trompete, Gesang), Andreas Schett (Trompete, Gesang, Musikalische Leitung), Martin Senfter (Ventilposaune, Gesang), Nikolai Tunkowitsch (Violine).

Mit den „Geistervariationen“, die nunmehr bei den Tiroler Festspielen Erl uraufgeführt wurden hielt die Musicbanda Franui eine musikalische Séance nach einem Thema von Robert Schumann.

Re-Komposition und Bearbeitung (2024/2025): Markus Kraler (*1974) und Andreas Schett (*1971) nach Motiven von Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Erik Satie u.a.

Während der musikalischen Séance von Franui wurde ein Video von Jonas Dahlberg (*1970), Untitled (Horizontal Sliding), 2000; Untitled (Vertical Sliding), 2001; auf der großen Bühnenleinwand des Erler Festspielhauses gezeigt.

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Franui imponierte mit seinem unverkennbaren „Franui-Style“ und entführte das beeindruckte Publikum in seine unverwechselbare, musikalische Welt, in der das einfache Volkslied, zutiefst berührend und ehrlich dargebracht von den hervorragenden Musikern und Musikerinnen, den gleichen künstlerischen Stellenwert und Anspruch besitzt wie das durchkomponierte Kunstlied und schließlich die aufwühlende und mitreißende Jazz-Session.

Der Video zeigte ausschließlich leere Räume, die durch hohe, offene Türen verbunden waren und die zu Franuis musikalischer Séance, wie ein Perpetuum mobile unaufhörlich weiterliefen. Dies ermöglichte ein vollkommenes Eintauchen in ein musikalisches Gesamtkunstwerk, das einen vollends in seinen Bann zog und zu einer enorm fesselnden geistigen, emotionalen und musikalischen Eigendynamik führte und zu einem exzeptionellen Erlebnis wurde!

Stehende Ovationen und Begeisterungsstürme bewirkten eine Zugabe, mit der die Musicbanda Franui seinem Publikum, nachdem Andreas Schett mit seinem berühmten „Jo, Dankschian“ eine launige Rede in urigem Tiroler Dialekt gehalten hatte, ihren bekanntesten Trauermarsch spielte „Lasst ihn obi den Falott“.

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Eine wahrhaft phänomenale Uraufführung im ausverkauften Erler Festspielhaus, die erneut die überragende Exzellenz der Musicbanda Franui deutlich machte!

Marisa Altmann-Althausen

 

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