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EPIDAUROS FESTIVAL: CHOREKA von Kharálampos Goyós

EPIDAURUS FESTIVAL/ Kleines Theater: CHOREKA von Kharálampos Goyós, am 1.August 2026

 Alle kennen das Antike Theater in Epidauros, vielleicht das schönste Theater der Welt.

desk
Copyright: Thomas Deskalakis

Aber das Kleine Theater daselbst? Es wurde erst in den Siebziger Jahren durch einen Zufall von einem deutschen Archäologen unter einem Olivenhain entdeckt und freigelegt. Es ist natürlich nicht so einzigartig wie das Große, aber immer noch groß genug und verfügt über einen überwältigenden Ausblick über den davorliegenden Golf.

Das Festival Epidauros benützt es als zweite Spielstätte, und hier wurde diesen Sommer Choreka von Karálampos Goyós aufgeführt.

Goyós hat in den letzten 25 Jahren viel Theatermusik zu Tragödien von Aischylos und Sophokles geschrieben, und hier wurden diese Werke zum Jubiläum erstmals versammelt. Es gab aber auch seine (eher jazzartigen Vertonungen der Dichter und Satyriker Ioannis Vilaris, Antonis Bostanzoglou, Alexandros Soutsos, Ilias Tantalides und Athanasios Christopoulis.

Erfeulicherweise wohnten wir aber keinem Liederabend bei (wie wir bei Lektüre des Katalogtextes befürchtet hatten), sondern einem echten Spektakel.

Dieses ist in erster Linie dem Frauenensemble Chores zu verdanken, Frauen zwischen 15 und 60, die nicht nur gottvoll singen, sondern auch phänomenal spielen und (choreographiert von Stefania Sotiropoulou) absolut hinreissend tanzen.

Als Solisten glänzten der sensible Bass Tasso Apostolou und die Chefin des Ensembles, die Halbsudanesin Marina Satti, die dank ihres Auftretens beim Eurovision Song Contests auch über eine große Popularität und einen zahlreichen blumenüberbringenden Girlie-Fanclub verfügt.

Ein außergewöhnlicher und trotz der tragischen Inhalte auch äußerst beschwingender und erhebender Abend.

 

Robert Quitta, Epidauros

 

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