Fredrick Loewe: My Fair Lady • Staatsoperette Dresden • Vorstellung: 23.06.2023
(Premiere am 26.01.2019)
Ein herrlicher Musical-Abend!
Zum reichen musikalischen Angebot Dresdens gehört mit der Semperoper und der Philharmonie im Kulturpalast auch die Staatsoperette auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Mitte. Dort stehen Wiederentdeckungen wie die grandiose «Polnische Hochzeit» Joseph Beers («Es bleibt Dir treu, nur dein Hund und der Wein») und Evergreens wie «My fair Lady» auf dem Spielplan.

Fot © Stephan Floss
Sebastian Ritschels (Inszenierung, Licht-Design, Ausstattung) Umsetzung in der Ausstattung von Barbara Blaschke überzeugt durch ihre elegante Leichtigkeit, die prunkvolle Massenszenen wie intime Momente gleichermassen unterstützt. Strassenkünstler begrüssen das Publikum, das in den Saal strömt und bevölkern immer wieder die Strassenszenen mit wechselnden, auf den Verlauf der Geschichte Bezug nehmenden Schaufenster. Higgins Heim ist natürlich eingerichtet, wie man das sich bei einem englischen Professor vorstellt.
Das Orchester der Staatsoperette Dresden unter musikalischer Leitung von Christian Garbosnik Loewes Klassiker mit viel Schmiss und prächtigem Sound. Thomas Runge hat den Chor der Staatsoperette Dresden bestens einstudiert, Radek Stopka das kleine, aber feine Ballett der Staatsoperette Dresden choreographiert.
Stellvertretend für das hervorragende Ensemble seien die Hauptrollen genannt. Marcus Günzel gibt einen rund um stimmigen und glaubwürdigen Prof. Henry Higgins. Peter Lewys-Preston agiert als Oberst Pickering auf absoluter Augenhöhe. Devi-Ananda Dahm vermag mit einer eine Spur zu eleganten, zu kultivierten Interpretation der Eliza Doolittle nicht ganz zu überzeugen.
Ein herrlicher Musical-Abend!
Weitere Aufführungen: 25.06.2023, 29.06.2023, 30.06.2023, 13.07.2023 und 14.07.2023.
24.06.2023, Jan Krobot/Zürich

