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DONAUWEIBER

20.02.2013 | Allgemein, buch

 

DONAUWEIBER
Wachauerinnen & Autorinnen machen Geschichten
Hsg. von Sylvia Treudlund Martin Vogg
230 Seiten. Edition Aramo, 2012

Das „Donauweibchen“ – man beachte die verniedlichte Form – gehört wohl eher in den Wiener Sagenkreis. Mit „Donauweiber“ geht man etwas deftiger in die Wachau. Dort wurde kürzlich ein neues Festival kreiert, das der „toten Saison“ den Kampf ansagt und „übers Jahr“ geht, also die leeren Zeiten jenseits der sprühenden Sommerangebote füllt.

Als flankierende Maßnahme gibt es dazu nun auch ein Buch, für das sich Ursula Strauss, die Galionsfigur des „Wachau in Echtzeit“-Festivals, einsetzt: Sie gibt der Herausgeberin der „Donauweiber“,Sylvia Treudl, ein kleines Interview über „ihren“ Lebensraum, dem sie sich so verbunden fühlt – nach der Venus von Willendorf und dem „Mariandl“ ist die „Kommissarin“ Strauss solcherart das aktuelle Donauweib, das für die Region wirbt.

Der Band enthält eine Fülle kurzer Geschichten, die entstanden sind, indem sich Autorinnen von heute von Frauen der Region erzählen und berichten ließen. Das bezieht sich auf die Mythen des „Schatzkästchens“ Wachau, auf die Musik, auf skurrile Begebenheiten, und für Crimi-Lady Edith Kneifl wird natürlich alles zur Kriminalgeschichte – die „Donaubraut“ handelt von einem Donauschiff und einigem Gruseligen an Bord. (Man kann sich das als Alternative zum „Traumschiff“ glatt verfilmt vorstellen…)

Der kleine Band eignet sich für Wachau-Fahrer und andere prächtig zum Geschenk: große Tradition in kleinen Dosen.

Renate Wagner

 

 

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