Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

BERLIN / Chamäleon – CARNIVALE ROYALE by HOUSE OF CIRCUS Amsterdam; Premiere

BERLIN / Chamäleon – CARNIVALE ROYALE by HOUSE OF CIRCUS Amsterdam; Premiere 10.6.2026

Cabaretshow, Artistik und queer-freches Entertainment für alle

cham2
Foto copyright Nathan Dobbelaere

Thematisch leichtfüßiges, akrobatisch atemberaubendes Sommertheater auf der Bühne am Hackeschen Markt. Was für die Wiener Volksoper gerade die spezielle „Fledermaus – Pride Edition“ mit ihrem dem Pride-Monat angepassten queeren Blick auf die tollste Operette des Genres überhaupt, ist für das Chamäleon – hippster Ort für modernen Zirkus in Berlin – die laufende Produktion Carnivale Royale. Nun also.

Für zwei Monate lang steht das Chamäleon im Zeichen von virtuoser Akrobatik mit Stelzen- bzw. Reifenartistik, nicht gefakten Schwertschluckacts, Trapez- und Handstandskunst in vollem Drag-Outfit inkl. High Heals, Flitter und Glitter. Dann und wann ist der Abend mit clownesken bis verspielt ernsteren Zwischentönen gewürzt.

Die Gründer von House in Circus, Regisseure und Darsteller Nick van der Heyden und Germain Iconnee animieren ihr furchtloses Ensemble (Diana Salles, Leo Garbo, Lisa Chidalla, Sergi Szollensky, Anna Shvedkova und Mel Lee) mit anzüglichem Witz und verwegenen Showeinlagen. Das Publikum folgt den mit Humor, Slapstick und Können gespickten kuriosen Labyrinthen der Vorstellungskraft angeregt und dankt am Schluss begeistert mit Ovationen.

An zwei Samstagabenden (27. Juni und 18. Juli) wird die Show um eine Feier (für Nicht-Vorstellungsbesuchende bei freiem Eintritt) ab ca. 22h15 erweitert, bei der DJs der Berliner Bar Tipsy Bear die ganze Nacht für ausgelassenen Stimmung sorgen werden.

cham1
Foto copyright: Dr. Ingobert Waltenberger

Anmerkung: Queer stammt vom deutschen Wort ‚quer‘ und stellt laut Wikipedia eine Sammelbezeichnung für sexuelle Orientierungen dar, die nicht heterosexuell sind. Sie steht für Lebens- und Liebesformen, die nicht heteronormativ sind. Eine einzige gültige Definition dafür gibt es nicht.

Ist auch egal. Es geht bezogen auf das Theater seit barocken Zeiten immer wieder um das Spiel mit Identitäten und um aus jeglicher Travestie erwachsende Irrungen und Wirrungen, dies bei nicht zuletzt komödiantischem Unterhaltungswert. Wer will, kann das feiern und zumindest in unseren Gesellschaften der Freiheit folgen, wer auch immer zu sein, den man sich vorstellen oder verkörpern möchte.

Weitere Informationen über die bis 2.8.2026 laufende Vorstellungsserie unter chamaeleonberlin.com/de

 

Dr. Ingobert Waltenberger

 

Diese Seite drucken